Venus im Zeichen Waage

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Liebe Leserinnen und Leser,

während die Venus im Zeichen Stier – wo ihr Tageshaus ist – vor allem Genuss & Schönheit (und Mystik) ist, ist die Venus im Zeichen Waage (das Nachthaus – am Nachthimmel heute zu bewundern), in welches sie gerade gewechselt hat, Schönheit & Genuss (und Logik).

 

 

Ganz kurz genießen Venus und Mars (rückläufig) ein Trigon – also einen harmonischen, ergänzenden Aspekt – und Mars ist bei Lilith – das bedeutet, Mars kann mit Geist (Wassermann) auch mal quer-denken und die weibliche Seite (Lilith) integrieren (mitnehmen) –  denken: wegen Luft-Zeichen Wassermann. Und Venus in Waage – einem männlichen Luftzeichen (Wassermann ist eigentlich auch männlich, überhaupt alle Luftzeichen sind männlich – what doe´s that mean?) hat einen sehr genauen 120° Aspekt dazu – auch der Südknoten (karmische Vergangenheit!) ist in Wassermann – sie arbeiten also im Luft-Geist-Bereich zusammen – Mars rückläufig kann Bezug nehmen zu alt bewährten Ideen – vielleicht gibt es ja noch gar keine neuen? …

Natürlich kommt´s drauf an, wo Deine Venus steht und Dein Mars – ob Du das genießen kannst. Mit Venus im Widder hadert man & frau mit dieser Waage-Frequenz, mit Mars im Löwen – die Oppositionszeichen – sowieso.

08.08.2018 02:33

Für die mitlesenden AstrologInnen unter euch: wir sehen, wie Venus in die Opposition zu Chiron und ins Quadrat zum Saturn rückläufig gleichzeitig „einfährt“ – unsere Waage-Venus ist also ganz schön herausgefordert …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Sommersonnenwende – letní slunovrat – Summer solstice

 

 

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21.06.2018 12:08

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Sonne hat ihren Wendepunkt erreicht, vielmehr die Erde surft in ihrer Sonnenbahn in die entgegengesetzte Seitenlage, wie Gott sei Dank jedes Jahr seit Menschengedenken, bis auf Herodots bekannten geheimnisvollen Hinweis aus Ägypten., wonach die Sonne in 10 000 Jahren Zeitaufzeichnung zweimal im Westen aufgegangen sei – ohne sonstigen physischen Effekt. Neptun ist im Stillstand und Venus hat eine exakte Opposition zu Mars. Mond im kardinal tändelnden Zeichen Waage. Die Venus-Mars Opposition zwischen Löwe und Wassermann bekommt ein besonderes Gewicht, weil sie an der Mondknotenachse stattfindet (where it´s at): zwischen Selbstverwirklichung und Freiheit – das kann ein Widerspruch sein: wenn die Selbstverwirklichung im Löwen stattfindet und die Freiheit nicht ohne die anderen geht, wie es in Wahrheit ja auch ist. In dem Fall sagt die Venus am Nordknoten „Ich“ – sie spricht aus dem Herzen und will es allein durchziehen, jedenfalls ohne extra Absprache – wozu? – Während Mars im Wassermann „Wir“ sagt, unbewusst und heimlich den Pluralis Majestatis meint, und dabei vor allem – Wassermann – mit dem Verstand urteilt. Zusammen freilich ein unschlagbares Team. Das ist die Chance dieses zweiten oppositionellen Sommeraspekts. Uranus und Jupiter aus den Zeichen Stier und Skorpion haben zwar keine genaue Opposition, aber sie gucken sich kurz/mittelfristig ein „wenig“ an: – diese Energie verlangt Ausdruck zwischen Stier/Skorpion und kann als bewusster astraler Eindruck sehr kreativ gewandelt werden auf der sinnlich/magischen Ebene, der Liebe Grenzbereich, wo sie aber doch zuhause ist. Auch mit Wind auf der Haut und Schmetterling auf dem Arm.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Nachtigallus relief

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Quadrat schlaucht, weil es so langsam ist: Saturn ist gerade stationär rückläufig, Merkur stationär direktläufig – also beide noch ziemlich langsam und das z i e h t diesen Aspekt zwischen den kardinalen Parteien Widder/Steinbock in die Geduld – als wäre das nicht genug, haben wir Mars/Pluto auch im Steinbock – das latent unheimliche Gefühl – man kann es auch Angst nennen – zumal durch den Sextilaspekt zu Jupiter rückläufig in Skorpion aufgepumt. Der Mond im Zeichen Jungfrau steht aber realistisch zur Stier-Sonne – es ist also nicht so, dass nichts geht, aber was geht, ist noch zwei Tage brechstangig und von gefühlter Bedrohung im Hintergrund orchestriert, Resultat des Raketenwahns in Syrien auch … und natürlich geht alles auf den hochenergetischen Walpurgisnacht-Vollmond zu.

Nur Venus im Zeichen Zwillinge ist harmlos und lacht ungeniert – sie macht sogar ein Sextil zu Chiron Anfang Widder, auf dass es heilen möge …

Entspannung kann auch der Gesang des Nachtigallus bieten durch Schönheit, wie nicht von der Welt – eben sind die Zugvögel aus Afrika angekommen – was er wohl zu sagen hat? – : niemals wiederholt er sich – und die Schönheit seiner Sprache harmoniert durchaus mit Quintenzirkel & Pentatonik unserer Kulturmusik – aber er ist Meister, da gibt´s nichts.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Sonne (und Venus) in ταύρo

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Prag 21,04.2018 13:50

Liebe Leserinnen und Leser,

solche Fundstücke sind mir die liebsten Orakel. Venus steht hier prächtig im eigenen Zeichen in einem Eckhaus – mächtiger geht es nicht. Sonne als Herrin des aufsteigenden Löwen in Haus 9 – Ausland/Schreiben aber im Kontext des Wertes …

Heißt „Stall“ – tschechischer Hauseingangs-Humor oder bürgerlicher Lebensstil des Fleichgrosshändlers in Vinohrady, Praha

… passt und trifft. Aufbauendes Mond/Neptun-Trigon bin ich (hab ich) und ist auch immer die Göttin: verbindet hier 11 und 8 – muss ich noch drüber nachdenken – auch Merkur als Herr von 2 in 8 – alles sag ich natürlich nicht …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Skripal-Infekt in Europa

Liebe Leserinnen und Leser,

noch gefährlicher, wie die aktuelle Grippe, ist das, was gerade die britische Regierung unternimmt. Constructing a case. Ich bin nun wirklich ein Freund der Briten, habe ihnen einiges zu verdanken. Aber das geht gar nicht. Sie sehen im äußeren Ring klassisch zur Zeit der Vergiftung am 4. März Mars noch in Opposition im Zeichen Schütze – unten Skripals Horoskop als 12:00 Uhr-Horoskop.

Erschwerend hinzu kommen die exakten Quadraturen der Merkur/Venus/Chiron aus dem Zeichen Fische zu Lilith/Merkur/Mars in Zwillinge bei Skripal – wo ja wirklich ein ganzes Paket für den Doppelspion vorliegt (Zwillinge ist Wissen, Info, Lilith daselbst die Skrupellosigkeit, Mars der Kämpfer und Merkur dort zu allem Überfluss Hausherr), zu Chiron auf dem letzten Schütze-Grad.

Für die Allgemeinheit hat sich die Situation insofern verschärft, als dass Mars mit ins Zeichen Steinbock zu Saturn & Pluto aufgerückt ist, eine dreier-Konstellation, wie sie auch den Beginn des 30-jährigen Krieges im ebenfalls Erdzeichen Stier damals kennzeichnete, beim Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618.

Hier nun zeigt sich das Dilemma: die Qualität einer zutreffenden aber schlechten Prognose liegt in ihrem Nicht-Eintreffen; lasst uns diesen Gang in den Wahn durch Wissen und Vernunft vereiteln!

Was liegt vor? In der FAZ von letztem Sonntag (18. März) erklärt Nikolai Klimenouk:  “ … Geheimdienstler (haben) die Führung der kriminelle Gruppen übernommen … „. Er spricht von einer „Verschmelzung der russischen Geheimdienste mit der organisierten Kriminalität“ – das mag sogar stimmen – aber glaubt irgendjemand ernsthaft, das wäre in anderen Atommacht-Staaten grundsätzlich anders? Assange – Leuchte der wahrhaft freien Presse – sitzt völlig zu Unrecht und entgegen einer scharfen Verurteilung der britischen Regierung und Justiz durch die UN im Londoner-Exil-„Tower“ (da ähnelt London Istanbul) und Snowden ist immer noch im politischen Asyl in Moskau.

Bemerkenswert ist, dass der Fall Skripal alle Merkmale einer James-Bond-Inszenierung trägt. Die Geschichte ist grotesk, weil sie zu gut erzählt ist. Die Idee, dass Dienste, Regierung und organisierte Kriminalität eins sind, hat der Otto-Normalverbrauer schon lange, aber er lässt sich eben regelmäßig bei Jane Bond gehirnwaschen, damit er nicht – was ja naheliegend ist – selbst in die Schusslinie gerät. Es wird auch eine Erklärung nachgeliefert, warum der äußerst seltene „Kampfstoff“ innerhalb von 3 Tagen identifiziert werden konnte, was besonders auf eine Inszenierung hindeutet.

Obwohl immer wieder betont wird, wie extrem selten jenes Nowitschok ist, dessen Mit-Erfinder, Wil Mirsajanow gerade ein Buch drüber geschrieben und die Formel des Gifts vor aller Welt öffentlich gemacht hat (FAS, Nr. 11, 2018, S. 45). „Das, dachte Mirsajanow, würde erlauben, geringe Mengen des Gifts als Vergleichsproben zu synthetisieren,“ sollten wir bei diesem FAS-Zitat Verdacht schöpfen: wirkt konstruiert und von langer Hand als „Case against Russia“ arrangiert – legt die britische Regierung Lunte an Europa, weil sie zum Verlassen nicht in der Lage ist? Bevor unsere Regierung sich aufregt und anschließt, sollte sie erstmal klären, wer z.B. Amri oder die „NSU“ gesteuert hat.

Hier geht es – nochmal – nicht um die Wahrheit. Es kann sein, dass Putin den Anschlag persönlich in Auftrag gegeben hat – vielleicht schon vor langer Zeit: „Dein Wunsch sei uns Befehl“ – nur wird seit vielen Jahren von Exekutionsbefehlen durch den US-Präsident berichtet – z.B. im Drohnenkrieg („killing Monday“), der scheinbar Jemen zum Explodieren brachte – auch ohne Gerichtsverfahren oder UN-Mandat. Daher bleibt offenbar nur das Wellen-Schlagen in manipulativer Absicht: als bereite man eine Konfrontation vor, die Presse ganz vorn dabei, wie damals.

Daher müssen gerade wir Astrologie-Informierten in dieser heftigen Konstellation von Mars/Saturn/Pluto in Steinbock spirituell koordinierten Widerstand leisten: keine Prognose, keine self-fullfilling-prophecy, sondern Verantwortung und Beteiligung: ein/e jede/r an seinem Ort. Es ist gar nicht so, dass alle Beteiligten abgrundtief böse sind, sondern eher so, dass ihre Verstrickung in Interessen und Leidenschaften sie verantwortunglos werden lässt: gerade, wenn der russische Bär verletzt ist, die Wirtschaft schwächelt und doch der „Zar“ im Triumph bestätigt wurde, kann er einen Ausbruchsversuch aus dem internationalen Ein-cage-ing (George Friedmann) wagen: und wird so zum Bären im europäischen Porzellanladen. Das ist nicht die richtige Art, mit Russland umzugehen. Richtig sind persönliche Kontakte, der Aufbau persönlicher Freundschaften, die Überwindung von Grenzen. Das geht im Kopf, im Herz & auf der Strasse – es geht um die Gegenwart, nicht um die Vergangenheit.

Achten Sie bitte darauf – ich bin überzeugt, dass einer/m jeden synchronistisch Zeichen und Möglichkeiten erwachsen, sich dem Verhängnis, dass sich bohrend von Zufall zu Zufall aufwiegelt, entgegenzustellen. Hohe Aufmerksamkeit und Wachheit ist angebracht. Jetzt – weil die Konstellation von 2020 in Mars/Saturn/Pluto bereits vorangekündigt wird.


Innen Skripal, außen Vergiftung 4. März 2018

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Jungfrau leeres Lehrer-Zeichen – Neptun & Chiron dazu in Opposition

Liebe Leserinnen und Leser,

es sind keine Planeten in Jungfrau und Merkur, der Herrscher steuert von den Zwillingen aus sonnenverbrannt (also nicht objektiv). Passend dazu diese gewiss ungerechten, aber aus der Verzweiflung geborenen Gedanken:

die Generation Neptun & Uranus in Steinbock (also grob 1988 – 1995) – und noch mit Pluto in Skorpion obendrein – wird langsam erwachsen, so dass wir erfahren, wie Realitäts-kompatibel die sind.

Immer ist es ungerecht, alle über einen Kamm zu scheren: sicher gibt es viele Ausnahmen hoffnungsvoller junger Menschen und dafür massenhaft vor allem geistig völlig verkommene „Alte“. Doch im Großen und ganzen sind die Rückmeldungen und auch eigene Erfahrungen von der „Erziehungsfront“ folgende: viele Eltern, ganz gleich, ob heroisch alleinerziehend oder heroisch gemeinsam, haben versucht, ihren Kindern eine freie, unkonventionelle Pipi-Langstrumpf Erziehung zukommen zu lassen. Solches kollidierte bald parallel – zunächst unbemerkt – mit einer Spaß- und Entertainment-Gesellschaft, die – das Versuchungs-Potential betreffend – mit Sicherheit alles in den Schatten stellte, was es an so genannter Unterhaltung jemals auf Erden gab – und die sehr kraftvoll (Harry Potter) jeden möglichen spirituellen Ansatz vernichtete.

Der Staat, mit seiner Schulpflicht im dialektischen Materialismus durch die DDR frisch befruchtet und deshalb unbemerkt aufgepeppt, ist schon seit Napoleons Volks-Militarisierung immer darum bemüht gewesen, sich potentielles Kanonenfutter heranzuziehen. Den deutschen Nachkriegseltern (der 2. Generation) – denen das historisch naheliegend nur zu bewusst war – war auch klar, dass es eine Erziehung dagegen geben musste: um allerdings bald festzustellen, wie unmöglich es war – fast gleich in welcher Schulform – familiäre Vorstellungen auf den Staat zu übertragen – der seine militante Vorbereitung einfach in die Kriegsspiel-Sucht verschob (und auch in der Schulform preußisch militaristisch den Ursprüngen der Volksbildung treu bliebt, unfähig, sich zu reformieren) – und der aktuell Verwunderung heuchelt, wenn die gröbsten Klötze sich von den Perversen in der Levante rekrutieren lassen.

Im Ergebnis danken es die Kinder den Eltern nicht, sondern nehmen bereitwillig das staatliche Angebot der Unmündigkeit und Unfreiheit an – hinter all den Verlockungen, die der Staat bietet: Alkohol, Tabak, Computerspiele, perverses TV, etc. pp. – lauert eine „Vogel-friss-oder-stirb“ Mentalität, die nur heuchelt, dass es überall tolle Mitmach-Angebote gäbe. Viel zu früh (wilde und daher lebendige Jungs und Mädchen haben  kaum eine Chance) führt die Gemeinschaft eine Klassen-Gesellschaft ein: die oberen Plätze für die mehr oder weniger zufällig durchs Gymnasium nach oben Gefallenen und die Anpasser, die unteren für die mehr oder weniger zufällig nach unten Gefallenen und Rebellen. Vom Lehrling zum Direktor wird heute keiner mehr.

Nachdem nun der Staat fleißig mit erzogen hat – oder besser: mit aller Kraft jede sinnvolle Erziehung verhinderte – sind nun – zur Schadenfreude – die Eltern doppelt gestraft: sorgen doch in Deutschland Gesetze dafür, dass Kinder ihre Eltern schröpfen dürfen, bis zum Sankt-Nimmerleinstag: ohne Beispiel auf der ganzen Welt.

Das ist natürlich alles sehr klug vom Staat für seine Interessen eingerichtet: der Sohn denkt anarchistisch und lässt sich aushalten. Aus der Geste der Freiheit und des Aufbruchs der 70ger und 80ger-Jahre wurde dröge Unterhaltung; früher Botschaft, heute style. Vater und Mutter waren ja auch Anarchist und gegen die Bundeswehr, jetzt sollen sie die Suppe ihrer missratenen Brut auslöffeln, die Verräter – der nächste anpassungsbereite Nachwuchs kommt aus der Levante oder sonst wo her.  Dass Vater denkt, Staat sei für den Menschen, nicht Mensch für den Staat, kehrt sich im vermessenen Anspruch nicht gegen den Staat, sondern gegen den Vater. Und Staat wiehert dazu heuchlerisch und höhnisch von „Selbstverantwortung“.

Natürlich jammert die bodenlose Neptun/Uranus in Steinbock Generation über Inhaltslosigkeit und Leere, zu willensschwach und träge, um zu durchschauen, dass all die Unterhaltungs-Angebote nur seitenverkehrte Gesten der Autorität sind, Larven der Freiheit, welche sehr wenigen Menschen Macht & Profit sichern.

Ein Gutes hat das Ganze: wenn man sieht, wie gewaltig der Aufwand ist, der von den Seelenfängern getrieben wurde und wird, kann auch ermessen, wie gewaltig die Gestalt-Kraft wäre, würde sie nicht so wirkungsvoll unterdrückt. Dann wäre Neptun/Uranus in Steinbock – die vorletzte Konjunktion war ab 1820 ! – mehr als die Auflösung alter sozialer „Gesetze“, es wäre – gerade für diese Generation – der beflügelte Aufbruch; allein: die Entwicklung der 20ger Jahre des vorletzten Jahrhunderts führte – nach Auflösung fast aller Spiritualität – in den wissenschaftlich/technischen Materialismus mit all seinen bekannten und absehbar furchtbaren Folgen: der Teil der Vision von Freiheit und Unabhängigkeit, der immerhin kurz und gerade im Deutschen Volk zur selben Zeit keimte und 1848 blühen wollte, entzieht sich heute geradezu in die Undenkbarkeit – die Alternativlosigkeit der Mächte sichert dem Doppelgespann Tristesse und Ablenkung die Herrschaft über die jungen und alten Seelen.

Freiheit wird nicht mal mehr gedacht. 1820 wähnten kühne Geister (Hegel z.B.) den sogar Staat als zu überwindende Übergangsform, parasitär am Menschen.

Wollte man heute Freiheit denken, müsste das leise sein: jede Geste öffentlichen Widerstands, jeder Aufbruch in die Freude kann morgen schon ein frenchise-Angebot sein, eine Call-Center-Stelle, eine pump-gun-Halle oder der neue „Song“ eines Kinderstars hart am Porno-Rand (Manchester), durch den alle, die sonst nichts zu tun haben, die Chance erhalten, gegen die Erderwärmung anzusingen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S: Ehrenamtlicher Coach (m/w) für 23-jährigen jungen Mann in Nürnberg gesucht: frech, langsam, hochnäsig – aber voller Mitgefühl für die Schwachen und Entrechteten – belastet mit schwer erziehbarem Vater …

Alt wird Neu

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Liebe Leserinnen und Leser,

Fotos sind immer Welt im Ausschnitt, noch dazu frei von Räumlichkeit und Bewegung. Sie geben also niemals die Wirklichkeit wieder, schon gar nicht die Atmosphäre. Beim langsamen Aufstieg zur Gralsburg des späten Mittelalters …


… zeigen sich dann diese royalistischen Wesen, die die Schwelle zur Elementarwelt bewachen: nicht scheu, neugierig, die Augen offen, bereit für den Wanderer, den sie seit sehr langer Zeit willkommen heißen in einer alten Welt, den Wandel ins Neue anzukündigend:

Drei Feuersalamander, ein kleiner und zwei riesige, uralte Amphibien, die verständig blinzeln, und zu sagen scheinen: „Willkommen, junger Mann, Gefährte unsterblicher Wagenlenkerinnen, es ist ja kein übles Geschick, dass dich (wieder) hier zu uns … “ …

Die Gralsburg – im mystischen Nebel – verstärkt den Eindruck:

Die Salamander gehören zur selben Salamander-Seele, die schon vor 650 Jahren (und wohl zig tausend Jahre früher) hier ihren Ort hatte. Salamander sind wie Adler, Skarabäen, Delphine wahrhaft mythische Tiere; zeigen sie sich dem Wanderer, dann geht es um den Film hinter dem Film, um die echte Realität, die mit einem mal den Schleier der Simulation durchbricht und uns in jene archetypisch wahre Welt holt, wo König, weise Frau, Ritter, Prinzessin, Elfe und Zwerg in unserer nach Erfüllung dürstenden Seele wohnen, die wir nur vorübergehend und in Abstumpfung unserer höheren Sinne nicht wahrnehmen können. Aber das wird, sagt dieser König der Tiere, sich ändern, wenn der Umkehrpunkt erreicht ist und der Weltenwahn sich zurückzieht, wie eine Welle, die sich auf´s Land verirrt hat …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Vom Umgang mit schwierigen Aspekten und dem Lesen der Zeitzeichen

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Liebe Leser,

im Lauf der Woche habe ich versucht, mein Fahrrad reparieren zu lassen. Hinterrad  platt. Ich bin nicht so dekadent, sowas normalerweise nicht selbst zu machen. Aber am Hinterrad ist die Gangschaltung, die muss man einstellen, etc. Am Samstag hatte ich Glück bei meinem Fahrradhändler des Vertrauens, er war gerade noch da: Montag abholbereit. Doch, was soll ich euch sagen? – : ich setz mich drauf und gleich vor dem REWE – ein paar hundert Meter weiter ist es – –  wieder platt.

Nun denk ich erstmal einen Tag darüber nach, ob ich zu meinem Fahrradladen zurücksoll oder nun doch selbst die Schraubenschlüssel & Flickzeug zusammensuchen.

Nach einer Nacht drüber schlafen, entschloss ich mich, den Meister anzurufen: „Gewährleistung, klarer Fall. Bring vorbei – wir machen eine Express-Flickung … „. Gesagt getan. Wir haben ein nettes Gespräch über E-Roller, Freiburg, Prag – und ich bekomme noch einen Expresso … Dann – ich sitze wieder auf meinem Rad – keine 200 Meter später jenes bekannte Geräusch: „Pfüüütschsch … „. Nun fange ich langsam an, mit Gedanken über mein Karma zu machen, und werde leicht depressiv. Nun doch selber machen? Aber jetzt bin ich trotzig.

Wir – ich und mein Rad – gehen jetzt zu Oli in der Lindengasse, der Herr Rose ist gerade zum dritten Mal Vater geworden – das kostet jetzt doppelt (doch auf gar keinen Fall kann ich Frank, den ersten Meister, mit dem nächsten Platten heimsuchen – Frank ist Jungfrau geboren) – aber was gibt´s besseres, als ein junges Paar zu unterstützen?! Oliver findet endlich die Glasscherbe: – ich denke – ach so läuft Neptun/Saturn bei Jupiter/Chiron (plus!) Opposition!; – und erinnere mich an die Mysterien des Hermes, wonach das erste Wort war, welches der Pilger hörte, wenn er den Tempel verließ, auch das Orakel war. Ich verlasse den Fahrradtempel von Oli, und das erste Wort – eine Freundin sprich zu ihrer Freundin – ist der in den warmen Wind gesprochene Satzfetzen: “ … und da gab er mir ein Zeichen, das ich nicht verstehen konnte … „.

Nun entschließe ich mich das Rad – obwohl endlich voll funktionstüchtig (Bremsen neu eingestellt, etc. … ) zu schieben. Der Aspekt ist nahender Mars/Saturn in Schütze, steht zu mir in Quadrat und gehört im weiteren Sinne mit der Zwillings-Opposition zum Bewegungsapparat.

Wenn mir nix (mit dem Rad) passiert – ich fahre jetzt im August Roller – wird man anhand dieser Anekdote (ἀνέκδοτον, anékdoton, „nicht herausgegeben“) niemals beweisen können, daß Astrologie „funktioniert“ – denn es ist ja nix passiert. Aber genau das ist merkwürdigerweise der tiefere Sinn des Gebrauchs der Astrologie: daß nix passiert – oder jedenfalls die schlimmen Sachen umschifft werden können.

Man merke: zutreffende Vorhersagen sind oft Mist und verbauen die unbefangene Zukunft.

Die unerbittlichste Vorhersagekunst ist die Naturwissenschaft: obwohl sie – wenige merken es – an den Rändern sich irrational zu verfranzen geneigt ist, dort ins Gegenteil umschlägt – hier geht es (fast) nur um zutreffende Vorhersagen. Es erscheint merkwürdig, daß genau das für unser wahres Leben im Grunde genommen sehr wenig, vielleicht nichts bedeutet, denn wenn unser Lebensweg vollkommen vorhersehbar wäre, hätten wir keine Freiheit. Heute steht die Astrologie für die Freiheit, und die Naturwissenschaft für den Determinamismus, die Vorherbestimmungslehre, die unzufällig – Kismet – قسمة- – auch im alten Islam so zentral ist …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus