Zweiter Nachtrag zur Technik

Liebe Leserinnen und Leser,

unten ist ein Artikel aus der ZEIT verlinkt, der vor 25 Jahren noch einen Aufschrei verursacht hätte.Yuval Harari (24.02.1976 – ein Fische/Widder- Typ mit viel Wassermann) ist zynisch, und obwohl Professor – seiner statistischen Denkweise entsprechend natürlich auch dumm. Trotzdem sagt er die Wahrheit, die zwar auch dumm ist, aber doch wahr:

„Im Moment geht die Entscheidungsgewalt auf die Algorithmen über, weil Menschen mit den Datenmengen überfordert sind. Niemand überträgt den Algorithmen die Macht, es passiert einfach.“

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/04/homo-sapiens-schwierigkeiten-technik-wirtschaft-gesellschaft/seite-4

Damit verbunden ist die allgemeine Bitte an die LeserInnen meines Blogs, nicht davon auszugehen, dass wir hier in erster Linie aus Unterhaltungsgründen virtuell versammelt sind. Ich verstehe schon, dass man es nett haben will – aber auch beim ollen Hitler haben wir uns gefragt: „Wie konnte man den zulassen“. Tatsächlich sind wir mit der Technik in einer ähnlichen, aber potenziert vielfach gefährlicheren Situation konfrontiert. Wer jetzt nicht anfängt, zu denken, wird es nie mehr machen. Die anderen müssen sich überlegen, mit welcher Form von Tarnung sie im neuen Untergrund ihre Menschlichkeit behaupten. Mit Blauäugigkeit wird es nicht gehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Schwachsinn trifft auf Schwachsinn

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder mal treffen emotionalisierte Anarchisten und Staatsgewalt aufeinander – und wieder beginnt das rituelle Spiel der BRD – diesmal zur Abwechslung in der Wassermann-Stadt Hamburg: wir tun einfach so, als ob wir Wahrheit und Gerechtigkeit hätten – der Grund dieser Hohlformel ist durchaus beängstigend – und es hilft doch nichts, die Eskalation den Steinbock/Krebs-Modalitäten des Vollmonds plus zuzuordnen; – dass die Welt synchronistisch organisiert ist, hat sich beim halbwegs gebildeten Teil der Welt herumgesprochen.

Hier drei Thesen zum modernen politischen Leben:

  1. Politik hat nichts mehr mit der Straße zu tun, sondern mit dem Netz. Demonstrationen sind kontraproduktiv und lächerlich, oft schmerzhaft und gemein. Sie sind nur Futter für die Presse und die Presse ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Masserveranstaltungen sind grundsätzlich ent-individualisierend und daher der Würde des Menschen nicht angemessen …
  2. Keine Macht kann sich gut organisiertem Kundenverhalten entgegenstellen – solange ihr den Schrott (Unterhaltung/Film/I-phone) wollt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn die „plastic-people“* die Macht haben. Solange ihr euch nicht organisieren könnt, müsst ihr sogar dankbar sein, dass der Staat es für euch tut. Die Anarchie, die ihr anstrebt, würde euch – wie gehabt – als erstes fressen. Der Trost: nie war es so leicht, sich für gemeinsame Ziele zu organisieren; nie war aber auch die Energie dafür und der Wille dazu so jämmerlich schlapp – wie leicht ist es da, sich einen Stein zu nehmen …
  3. Es ist überhaupt an der Zeit, sich von Politik zu verabschieden. Die show ist gelaufen. Die Akkumulation von Kapital ist so unvorstellbar gewaltig, dass nur noch das Kapital selbst sich da raushelfen kann und bürgerlich politische Gestaltung allenfalls in Nebensächlichkeiten (Tempo 30 vor der Schule und so … ) betrieben werden kann, alle anderen Entscheidungen werden undemokratisch oder sogar bereits von Maschinen getroffen; – erste Ansätze einer Umkehr ganz oben (freilich noch nicht ganz moralisch auf der Höhe … ) gibt es bereits im Klub der Milliardäre, die ihr Geld stiften und spenden.

Last not least: PolizistInnen sind Menschen mit Familien und Sorgen; – meiner Erfahrung nach sind die sogenannten „Autonomen“ – was eigentlich ein Ausdruck für „ewig gestrige, vergammelte, Bier-saufende und die immer gleiche pseudo-Punk Musik hörende Spießer-Bande“ ist, diejenigen, die dem Staat den großen Gefallen tun, ein (weiteres) Feinbild zu haben und für guten Umsatz der Sprühdosenindustrie sorgen. Gäbe es keine – sich mirakulöserweise immer wieder erneuernden, wenn sich die alten totgesoffen haben – Autonomen, der Staat müsste sie erfinden für kostenloses Marketing und kostenlose künstlerische Gestaltung des öffentlichen Raums …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* F. Zappa

Merkur im Zeichen des Löwen

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Merkur-Kraft verbindet sich, schon ihre Rückläufigkeit anstrebend, mit dem Zeichen des Löwen. Aus dieser Richtung vermittelt er dem Löwen Wissen und Intelligenz (oder dem Haus, das in Deinem Horoskop Löwe ist – (bei Waage-AszendentInnen oft das der Gemeinschaft, Freundschaft) – wenn Mars ins Zeichen kommt, wird Löwe jagen, – , – ; – aber jetzt muss erstmal Klugheit in seinen großen Sonnenkopf. Mars kämpft noch mit Gefühlen im Zeichen Krebs. Biene in Sonnenblume.

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– das Energie-Zentrum letohrádku Hvězda – dort das Untergeschoss, das die ganze, nach den Himmelrichtungen und Energiezentren gesetzte Anlage in einem Raum wie in den Pyramiden bündelt … und natürlich im Zeichen Löwe bezogen auf das Grundhoroskop von Praha. Das Schloss Stern: letohrádku Hvězda – wörtlich „Sommerschlösschen Stern“ hatte mal ein anderes Dach, hat sich aber als Energiekonzentration dennoch erhalten – zumindest behauptet das der Adler – oder sein Vertreter, der Bussard – wie er sich spiralig der alten Dachstruktur folgend in die Höhe schraubt, wie nur irgendein Luft-Dschinn im Märchen. Und es ist einer der drei erhaltenen quasi rein astrologischen Kultbauten, Stonehenge, das Pantheon in Rom und eben letohrádku Hvězda – Schloss Stern. Merkur hat in den Löwen gewechselt, ist Vorbote der Sonne – der Sommer wird groß aber kündet doch schon in nordhalbkuglig glitzernder Lichtfülle von der nunmehr wieder absteigenden Bahn der Sonne. Die Falken …

… aber doch auch im Ringen um das Zeichen Skorpion begriffen, oder – geläutert! –

– … Adler – und das in der Löwe-Stadt. Rudolf Steiner charakterisiert den Löwen so:

O    Löwe: deine Kraft

Aus der Sprache,

Die in Jahr und Tag

Der Umkreis in mir wirket –

O    Adler: deine Kraft

Aus der Sprache,

die das Erd-Entsprossene in mir erschafft.

Man kann ihn natürlich hier wie anderswo den vier heiligen Tieren nicht entreißen, aber bemerkenswert, dass Rudolf Steiner später für Maß und Zahl die Orient-Kuh nimmt, statt den Stier. Es ist nicht sein einziger Versuch, die Astrologie einerseits immer 1:1 der Tradition gemäß um- und einzusetzen, und andererseits ein Detail anzufügen, das seiner Meinung nach umgekehrt, verwechselt, ausgetauscht sei. Wo dort genau die Grenzlinie verläuft, ist für den geschulten Astrologen natürlich spannend. Was wußte Rudolf Steiner genau von Astrologie? Dem Löwen ordnet er nach der römischen Interpretation Jupiter zu und den 12-er Kräften, dem Umkreis überhaupt (Thomas`Astrologie noch verinnerlicht?!). Dem Adler/Skorpion die Sprache, weil er – durchaus klassisch – diese mit Mars verbindet – anders als die klassische Astrologie für die Mars Kriegsgott ist, doch die Zuordnung Skorpion – Mars bleibt akzeptiert. An das platonische Jahr hält er sich genau, Angelpunkt ist 1413. Mithin hat man den Eindruck, dass er sich phasenweise sehr intensiv mit Astrologie befasst hat, aber zumindest mit der individuellen Horoskopie nicht so intensiv, wie Elisabeth Vreede, deren Hilfe er in Anspruch nahm, und dabei betonte, damit nur am Rande zu tun zu haben (medizinischer Kurs). Dennoch ist seine Kenntnis durchaus so genau, dass er Details ausdifferenziert und mit seiner geistigen Sicht korrigiert, wie z.B. das Sextil in „Der menschliche und der kosmische Gedanke“.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Dem Superwidder

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Liebe Leserinnen und Leser,

Deutsche flüchten aus ihrer Heimat, einer Deutschen Diktatur im Osten – von Ostpreußen und Schlesien lange schon getrennt – nach Prag in die Deutsche Botschaft: und Fische-Geborener Genschman, kongenial mit Birne (Humor, Humor!) und dem anderen Fische-Geborenen aus Russland, haut sie dort raus, öffnet damit der Flasche den Korken, der nicht mehr zu schließen sein wird.

Es geht durch ein sehr altes Loch der Freiheit. Es liegt in Prag. John Dee hat es gefunden, Rudoph II, Einstein und Rudolf Steiner.

Dass dies friedlich abläuft – in Deutschland, in der Mitte der Welt – das ist von Bedeutung. Maßgeblich zu verdanken dem 12. Haus Doppeldreifachwidder Kohl, „Birne“ Helmut. Es war ganz schwer, den Pfälzer Plauderton 16 Jahre auszuhalten, weil in Stil mit Spießertum eins, dem Schäferhund in den Alpen und Bildern von ihm und Hannelore. Dass nach ihrem Selbstmord Maike Kohl kam, dem Land der „Wiedervereinigung“ die Würde bewahrte (weil alles zusammenhängt) ist eine Geschichte, einer Jeanne d’Arc würdig – hat deshalb gesiegt, weil er seine Gegner allein mit dem beharrlichen Willen und historischem Wissen, umgesetzt in diplomatische Politik – in überlegenes Wissen einbinden konnte. Keiner, dem man wird sagen können, er habe eine große Schlacht gewonnen. Doch das Werk der friedlichen Vereinigung der Gegensätze in der Deutschen Mitte  wird eigentlich nur von außen so richtig zu würdigen sein. Er hatte also Recht, ich Unrecht. Er hatte Recht gegen ein ganzes Volk: als Widder! – und das friedlich im Land der Krieger … Pfrrr … „Ruhig, Brauner“ …

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Danke, Helmut.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Jungfrau leeres Lehrer-Zeichen – Neptun & Chiron dazu in Opposition

Liebe Leserinnen und Leser,

es sind keine Planeten in Jungfrau und Merkur, der Herrscher steuert von den Zwillingen aus sonnenverbrannt (also nicht objektiv). Passend dazu diese gewiss ungerechten, aber aus der Verzweiflung geborenen Gedanken:

die Generation Neptun & Uranus in Steinbock (also grob 1988 – 1995) – und noch mit Pluto in Skorpion obendrein – wird langsam erwachsen, so dass wir erfahren, wie Realitäts-kompatibel die sind.

Immer ist es ungerecht, alle über einen Kamm zu scheren: sicher gibt es viele Ausnahmen hoffnungsvoller junger Menschen und dafür massenhaft vor allem geistig völlig verkommene „Alte“. Doch im Großen und ganzen sind die Rückmeldungen und auch eigene Erfahrungen von der „Erziehungsfront“ folgende: viele Eltern, ganz gleich, ob heroisch alleinerziehend oder heroisch gemeinsam, haben versucht, ihren Kindern eine freie, unkonventionelle Pipi-Langstrumpf Erziehung zukommen zu lassen. Solches kollidierte bald parallel – zunächst unbemerkt – mit einer Spaß- und Entertainment-Gesellschaft, die – das Versuchungs-Potential betreffend – mit Sicherheit alles in den Schatten stellte, was es an so genannter Unterhaltung jemals auf Erden gab – und die sehr kraftvoll (Harry Potter) jeden möglichen spirituellen Ansatz vernichtete.

Der Staat, mit seiner Schulpflicht im dialektischen Materialismus durch die DDR frisch befruchtet und deshalb unbemerkt aufgepeppt, ist schon seit Napoleons Volks-Militarisierung immer darum bemüht gewesen, sich potentielles Kanonenfutter heranzuziehen. Den deutschen Nachkriegseltern (der 2. Generation) – denen das historisch naheliegend nur zu bewusst war – war auch klar, dass es eine Erziehung dagegen geben musste: um allerdings bald festzustellen, wie unmöglich es war – fast gleich in welcher Schulform – familiäre Vorstellungen auf den Staat zu übertragen – der seine militante Vorbereitung einfach in die Kriegsspiel-Sucht verschob (und auch in der Schulform preußisch militaristisch den Ursprüngen der Volksbildung treu bliebt, unfähig, sich zu reformieren) – und der aktuell Verwunderung heuchelt, wenn die gröbsten Klötze sich von den Perversen in der Levante rekrutieren lassen.

Im Ergebnis danken es die Kinder den Eltern nicht, sondern nehmen bereitwillig das staatliche Angebot der Unmündigkeit und Unfreiheit an – hinter all den Verlockungen, die der Staat bietet: Alkohol, Tabak, Computerspiele, perverses TV, etc. pp. – lauert eine „Vogel-friss-oder-stirb“ Mentalität, die nur heuchelt, dass es überall tolle Mitmach-Angebote gäbe. Viel zu früh (wilde und daher lebendige Jungs und Mädchen haben  kaum eine Chance) führt die Gemeinschaft eine Klassen-Gesellschaft ein: die oberen Plätze für die mehr oder weniger zufällig durchs Gymnasium nach oben Gefallenen und die Anpasser, die unteren für die mehr oder weniger zufällig nach unten Gefallenen und Rebellen. Vom Lehrling zum Direktor wird heute keiner mehr.

Nachdem nun der Staat fleißig mit erzogen hat – oder besser: mit aller Kraft jede sinnvolle Erziehung verhinderte – sind nun – zur Schadenfreude – die Eltern doppelt gestraft: sorgen doch in Deutschland Gesetze dafür, dass Kinder ihre Eltern schröpfen dürfen, bis zum Sankt-Nimmerleinstag: ohne Beispiel auf der ganzen Welt.

Das ist natürlich alles sehr klug vom Staat für seine Interessen eingerichtet: der Sohn denkt anarchistisch und lässt sich aushalten. Aus der Geste der Freiheit und des Aufbruchs der 70ger und 80ger-Jahre wurde dröge Unterhaltung; früher Botschaft, heute style. Vater und Mutter waren ja auch Anarchist und gegen die Bundeswehr, jetzt sollen sie die Suppe ihrer missratenen Brut auslöffeln, die Verräter – der nächste anpassungsbereite Nachwuchs kommt aus der Levante oder sonst wo her.  Dass Vater denkt, Staat sei für den Menschen, nicht Mensch für den Staat, kehrt sich im vermessenen Anspruch nicht gegen den Staat, sondern gegen den Vater. Und Staat wiehert dazu heuchlerisch und höhnisch von „Selbstverantwortung“.

Natürlich jammert die bodenlose Neptun/Uranus in Steinbock Generation über Inhaltslosigkeit und Leere, zu willensschwach und träge, um zu durchschauen, dass all die Unterhaltungs-Angebote nur seitenverkehrte Gesten der Autorität sind, Larven der Freiheit, welche sehr wenigen Menschen Macht & Profit sichern.

Ein Gutes hat das Ganze: wenn man sieht, wie gewaltig der Aufwand ist, der von den Seelenfängern getrieben wurde und wird, kann auch ermessen, wie gewaltig die Gestalt-Kraft wäre, würde sie nicht so wirkungsvoll unterdrückt. Dann wäre Neptun/Uranus in Steinbock – die vorletzte Konjunktion war ab 1820 ! – mehr als die Auflösung alter sozialer „Gesetze“, es wäre – gerade für diese Generation – der beflügelte Aufbruch; allein: die Entwicklung der 20ger Jahre des vorletzten Jahrhunderts führte – nach Auflösung fast aller Spiritualität – in den wissenschaftlich/technischen Materialismus mit all seinen bekannten und absehbar furchtbaren Folgen: der Teil der Vision von Freiheit und Unabhängigkeit, der immerhin kurz und gerade im Deutschen Volk zur selben Zeit keimte und 1848 blühen wollte, entzieht sich heute geradezu in die Undenkbarkeit – die Alternativlosigkeit der Mächte sichert dem Doppelgespann Tristesse und Ablenkung die Herrschaft über die jungen und alten Seelen.

Freiheit wird nicht mal mehr gedacht. 1820 wähnten kühne Geister (Hegel z.B.) den sogar Staat als zu überwindende Übergangsform, parasitär am Menschen.

Wollte man heute Freiheit denken, müsste das leise sein: jede Geste öffentlichen Widerstands, jeder Aufbruch in die Freude kann morgen schon ein frenchise-Angebot sein, eine Call-Center-Stelle, eine pump-gun-Halle oder der neue „Song“ eines Kinderstars hart am Porno-Rand (Manchester), durch den alle, die sonst nichts zu tun haben, die Chance erhalten, gegen die Erderwärmung anzusingen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S: Ehrenamtlicher Coach (m/w) für 23-jährigen jungen Mann in Nürnberg gesucht: frech, langsam, hochnäsig – aber voller Mitgefühl für die Schwachen und Entrechteten – belastet mit schwer erziehbarem Vater …

Hat Recht, pan Specht …

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Liebe Leserinnen und Leser,

weil ich, wie ihr wisst, in Prag an einem Europäischen Projekt arbeite, bin ich des öfteren in den öffentlichen Cafés, denn wo ich wohne, gibt es für mich keinen Netz-Anschluss. Das ist mal gar nicht schlecht, einige grundsätzliche Überlegungen werden dadurch erst möglich, die ohne Abstand zum Netz nicht gemacht werden könnten. Dort, wo ich gerade sitze (Cafebistro Pointa) – Mond nähert sich dem rückläufigen Pluto im Steinbock – und ist deshalb extra „hart drauf“ – dudelt gewohnheitsmäßig jene us-amerikanische Muzak – die überall auf der Welt jaulende, kastratig klingende junge Männer (und Frauen) pseudo-rhythmisch „marschierend“ in den Zivilisations-Abgesang einbindet, dass einem wahrhaft Hören und Sehen vergeht (sofern man nicht abgestumpft ist, wie eine alte Lederschuhsohle) …

In Prag hat man gewissermaßen die Reißleine gezogen, und die Ausübung der Musik im öffentlichen Raum stark eingeschränkt. Natürlich könnte man sich fragen, warum es denn gerade den echten Musikern an den Kragen geht, während das Geplärre aus den Lautsprechern weiterhin alles und jeden mit einem unerträglichen Teppich des akustischen Grauens tyrannisieren darf? Doch seitdem sich die Straßenmusiker voll kommerzialisiert haben und aus ihren Saxophonen immer dasselbe tröten, kann es durchaus als Akt der Notwehr verstanden werden, dass Anwohner sich solches nicht mehr bieten lassen wollen. Auch das aktuelle Festival ändert daran nichts – wie beim Nürnberger Bardentreffen kippt jede Lautsprecher-gestützte öffentliche Veranstaltung sofort in die Belästigung – alle merken es und haben genug: nur die „Musiker“ haben es noch nicht begriffen: Seid doch endlich mal still! Zwar will ich hier den gewaltigen Unterschied von „live“ und „Konserve“ nicht vermischen, aber auch das live vorgetragene immergleiche Klischee des Blues oder Jazz, oder was auch immer – aufmerksame Zeitgenossen können es nicht überhören – ist Vergangenheit, deren Lärm nur die Stille stört und das Neue, das Leise, das Zarte, das da kommen soll und muss. Je eher wir den „Saft“ abdrehen, um so verkraftbarer wird der unvermeidliche Bruch.

Sehr weit entfernt sind wir jedoch von der allgemeinen Erkenntnis, dass Konserven-Muzak im öffentlichen Raum einer schweren seelischen Verletzung gleichkommt. Es hat sich ausgedudelt, maschinelle Musik macht jede Konzentration auf Wesentliches unmöglich: und genau das dürfte die dahinter stehende ahrimanische Absicht sein, der den luziferischen Impuls der Beatles und ihrer Zeit inzwischen gewandelt, gestapelt und gefriergetrocknet hat.

Dem Specht ist das egal, und all den Vögeln sowieso. Sie singen heldenhaft gegen die Technik an, als wäre sie nicht da.

Wir armen Menschlein müssen nach Räumen der Stille suchen, die plötzlich so kostbar werden, wie sauberes, klares Quellwasser …

Mit freundlichen Sonntagsgrüßen,

Markus

 

Neptun verschleiert sich selbst, Wasser ist durchsichtig

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Liebe Leserinnen und Leser,

im Transit erlebe ich Neptun als exakte Konjunktion über meine Radix-Sonne. Das ist für einen Fische-Geborenen ein ziemliches Privileg, schließlich braucht Neptun 165 und ein halbes Jahr um den Tierkreis. Längst nicht für alle Astrologen ist ausgemacht, dass Neptun die Fische regiert. Milan Spurek meint, er regiere das Zeichen Schütze mit – so wie seiner Ansicht nach Pluto den Widder. Aber das gebe ich nicht zu – schon allein, weil Neptun in den Fischen steht und aktuell neben Jupiter mein Zeichenherrscher ist, zuhause, bei meiner Sonne. „Allmächd“ würde man in Nürnberg sagen. Wir hatten in der Astrologieschule folglich auch das Thema Neptun. Und da kommt man doch zwangsläufig auf die Politik. Und so zeigte sich, dass zwar durchaus fast alle eine Meinung hatten, aber nicht alle das Thema in den Fokus stellen wollten. Und schon ist man mittendrin im neptunischen Nebel, dem Hütchenspiel ums Thema. Denn natürlich ist es durchaus autoritär, ein Thema ausschließen zu wollen. Soweit aber die Diskussion ging, waren alle erst mal überzeugt – bis auf die Stillen – dass Neptun nun das Theater der Gegenwartspolitik sei, man kannte die Themen: USA-Präsident, Putin, Syrien-Konflikt, Terrorismus, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge und nicht vollständig. Das sei, konnte ich aufmerksam machen, gerade der neptunische Schleier: uns glauben zu machen, ob da oder dort dieser oder jener Politiker regiert, sei eine Sache von Bedeutung. Doch um solches zu wissen, muss man die Politik erstmal durchschaut haben, und das setzt Interesse und Kenntnis voraus. Hat man das aber mal erfasst, kann man sich natürlich auch von der Politik abwenden, die Frage im Gepäck: welche Handlungen sind dann bedeutend, wenn nicht die politischen – und ist es wirklich ganz egal, von wem wir regiert werden?

Das nicht – aber was uns vorgespielt wird – Neptun negativ – ist eben nicht echt, nur Theater. Ob wir die Regentschaft derer wollen, die uns aus dem Verborgenen über unsere kollektiven Instinkte steuern: Zusammengehörigkeitsgefühl, Ehrgefühl, Sauberkeits-Instinkt so oder so, Säuglingsinstinkte – Zigaretten – zu erkennen, dass die Welt gesteuert wird, indem mit allen Mitteln die Instinkte der Massen manipuliert werden, aus dem Zentrum der Traumfabrikationsmaschiene, im Auftrag Regierungszentrale uns unbekannter Menschen. Das Motto lautet: Verstecke eine Wahrheit am besten hinter einer Wahrheit. Ist Wahrheit einmal simuliert, heisst sie Potter. Simulation von Wahrheit hat den Sinn, das Auffinden der wahren Wahrheit wirklich schwer zu machen, in dem unter Anderem behauptet wird, dass es die nicht gibt. Nur, wer sich sein Leben lang um die Erkenntnis – also das Verstehen, was warum wie ist – bemüht, erreicht die grüne Lichtung der Wahrheit.

Unabhängig davon, wo Neptun bei euch im Horoskop laufend steht (und in welchem Verhältnis zur Radix-Position und den anderen Planeten und Punkten) – zeigt der Neptun-Transit aus dem Zeichen Fische – energetisch immer noch begleitet durch den kosmischen Heiler/Verletzer Chiron – wo im Horoskop ein schleichender Transformationsprozess stattfindet. Neptun ist Idealismus pur. Wo kämen wir hin, wenn es keinen Idealismus mehr gäbe?! An diesem Punkt, wo er läuft, kommen wir nur mit Idealismus weiter.

Negativ allerdings – im öffentlichen Leben – ist Neptun Verschleierung: ihre Schwester: die Blauäugigkeit. Wir wissen ja im Grunde, wenn wir all die Filme rekapitulieren, deren Bilder sich unlösbar in unser optisches Gedächtnis eingegraben haben, dass im Kino in krasser Übertreibung oder Untertreibung gezeigt wird, was sich tatsächlich abspielt. 007 kämpft seinen Kampf gegen das Böse als unser Stellvertreter. Aber weil wir den Film sehen, sind wir von der Wahrheit hypnotisiert; – hat sich ja schon als Simulation realisiert.

Das ist im Wesen Magie, Entsprechungszauber. Neptun in Skorpion. Neptun in Fische kann die Fenster putzen: die klare Sicht durch frische Luft, am Horizont das Zeichen Gottes, ist auch Neptun.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

„Die verlorene Verbindung zum Himmel“

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist – wenn wir an die Apollo-Falterfrau aus dem Barock denken, schon diese allegorische Darstellung aus himmlischen Perspektiven, die plötzlich als Ausbruch der idealisierenden, simulierenden Malerei betrachtet werden kann: Illusionskunst, Kino. Der Beginn der Trennung – eine Koketterie mit den Wettern – oder zumindest Dokument einer Teilstrecke der Ablösung der Menschen von dem unmittelbaren Gefühl, mit der Natur in Einheit verbunden zu sein. Vielmehr führt die technische Entwicklung offenbar gerade dazu, die Verbindung zur Natur zu unterbrechen.

Technik ist das Gegenteil der Natur, womit sie diese dahingehend herausfordert, dass von nun an – gleich, wie es kommt – und vielleicht schon seit den Tagen der alten Ägypter – Natur von Technik in die Dualität gezwungen wird. Als „parodistische“ Übersteigerung wird daraus der Mensch, der sich einen eignen neuen Raumschiff-Planeten baut.

Fotos Termin ©

Technik, so scheint mir, zumal im Kontrast mit jener Wandmalerei längst vergangener Jahrhunderte, betrachtet die Natur als Resource. Und auch obere Bilder, so unschuldig sie daherkommen, nehmen Teil am alchemistischen Umgestaltungs-Epos: der Mensch mache sich die Erde untertan.

Wir sind ja in vielerlei Hinsicht heute der Meinung, dieser Stadtpunkt sei „respektlos“ gegenüber der Natur – und so wird „Die Natur“ zum einzig akzeptablen Ersatz für die höchste Instanz, die man früher den lieben Gott nannte: sie macht Vorschriften und hat Regeln, sie verhält sich nach naturwissenschaftlichen Gesetzen – zumindest manchmal. Denn hinsichtlich dieser „Gesetze“ bedarf es einer weiteren Resource: Zufall, Chaos, random – den Dom des Randes …

Tiamat https://de.wikipedia.org/wiki/Tiamat#/media/File:Tiamat.JPG

Hier endet die Kompetenz der Naturwissenschaft, weil sie den Zufall, den es zu überwinden gilt, so notwendig braucht, wie das Naturgesetz, das ihn überwindet, und solchermaßen die Dinge in die Konstruktion, die Nachbaubarkeit erhebt.

Damit ist klar, dass es darum geht, eine künstliche Welt zu schaffen, je schneller, desto besser. Denn aus dem Fundus scheinbar beantworteter Fragen ergeben sich neue Fragen, und bereits scheinbar beantwortete wollen sich nicht widerspruchsfrei einhegen lassen, sondern verwandeln den naturwissenschaftlichen Himmel in einer Zoo mythologischer Kategorien, die so, aber auch anders sein könnten.

Bevor wir uns darüber entrüsten, müssen wir ein wenig die Geschichte überbrücken, insbesondere die Geschichtsschreibung. Am Anfang der Geschichtsschreibung steht die Erzählung des Untergangs der Atlantis durch menschliches Versagen. Gleichzeitig wird im platonischen Jahr eine Größe angegeben, die den Wandel der Zeitalter astrologisch strukturiert und dokumentiert, wie die Menschheit von rhythmischen Katastrophen heimgesucht wird. Der Natur, so schön, wie sie ist – und das weiß der Homo Technicus – ist nicht zu trauen.

Ihrer Schwester, der Technik, kann eigentlich nur der Zufall über den Weg laufen, der jedoch im Grunde auszuschließen ist, weil sonst Sicherheit mangelt. Erkenntnis für die Bewusstseinsseele: Zufall und Technik sind ein paar Schuhe.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Lilith und Mond in Schütze

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Liebe Leserinnen und Leser,

was macht er eigentlich in Prag – hat er einen Vogel? – ja klar – aber noch  mehr – lässt er sich´s …

… im Stier-Sektor einfach gut gehen? Und was soll das denn? Stier-Sektor? Das geht zurück auf die Templer, als sie ihr Geheimnis aus Jerusalem mitbrachten. Und seitdem ist die Stadt Prag – eigentlich alle in der römischen Tradition aufgebauten Städte, auch Nürnberg – astrologisch/astronomisch nach der Tag/Nachtgleichen ausgerichtet, wie der geniale Milan Spurek öffentlich gemacht hat. D.h. wir haben in der Anlage ein gewachsenes Horoskop in der Stadt. 

Das Besondere ist sicher, dass dieser Geschmack in Prag auf der Zunge liegt (o.k.: auch in Freiburg, Wien, Tübingen, Köln … ) wie Pfefferminzschokolade, weil sich die Zeichen auf der wenig beachteten magischen Ebene alle zeigen: tatsächlich dort, wo sie hingehören nach ihrer Feld-Bestimmung. Und das wiederum lässt sich für uns auch nutzen. Zum Beispiel für Stier-Sonne eingeschlossen in Haus 12: das Rudolfinum ist da der richtige Ort …

Zu Lilith & Mond in Schütze: das Reisezeichen u.a. … das Mars/Jupiter Trigon zwischen Waage u. Zwillinge steht dem nicht entgegen … Kraft und Expansion arbeiten zusammen (die Expansion (Jupiter) noch rückläufig, auf vergangene ästhetische Konzepte bezogen).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus