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Mars und Jupiter

Nürnberg, 16:20 – bedeckt und wenig Sonne, jedoch mild. Mars ist in die Opposition zu Jupiter getreten , eigentlich war er dort schon eine Weile drin. Die Astrologen streiten sich gerne um sogenannte „Orben“, das ist die Frage, inwieweit ein Planet innerhalb eines bestimmten Aspekts eigentlich Einfluss hat? Dabei gibt es sowohl die Variante, nur wirklich enge Orben von einem oder zwei Grad zuzulassen, als auch, bereits von einem Aspekt der Opposition zu sprechen, wenn sich Planeten in einem gegenüberliegenden Zeichen befinden. Ich glaube, beides ist zutreffend. Einerseits läßt sich wirklich beobachten, dass es exakte „Auslösungen“ von Aspekten gibt. Wird also ein Quadrat genau 90 Grad, so steht den beteiligten Planeten die maximal disharmonische Energie zur Verfügung. Eine Opposition ist jedoch ein „entweder – oder“ Aspekt. Im Geburtshoroskop wird ein solcher Aspekt gerne aufgespalten: Venus – Mars Opposition? Lebe Du meinen Mars, ich behalte die Venus. Und: warum betrügen mich meine Frauen immer mit meinem besten Freund? Bis man dahinter gekommen ist, wie man selbst durch das planetare Muster seiner Geburt diesen „Betrug“ begünstigt, können Zeiten vergehen. Die aktuelle Opposition ist die von Mars im Krebs mit Jupiter im Steinbock, der dort immer noch von Pluto unterstützt wird, geprägt. Nach der alten Astrologie sind beide Planeten schwach. im sogenannten „Fall“. Die neue Astrologie sieht es nicht unbedingt so. Sie fragt nicht, ist der Planet schwach, sondern: „was macht er in dem Zeichen?“ Mars im Krebs bringt Impulsivität und das Streben nach außen für das Zeichen, welches Familie und Vater- oder Mutterland bedeutet. Ich erkenne im Zeichen Krebs vor allem den Energiewirbel, das in sich statische Kraftpaket, wie wir es bei einem Hurricane ebenso beobachten können, wie bei einer Galaxie.

 

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Offensichtlich handelt es sich bei beiden Formen um Erscheinungen des Lebens, denen ein einziges Prinzip zugrunde liegt. Dieses Prinzip stellt die Astrologie als das Zeichen Krebs dar.

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Die Kraft, die Mars hier aus dem Zeichen vermittelt oder stört, verbindet sich auch im Menschen mit den tiefsten Emotionen; allein deshalb gilt das Zeichen als Familien- und Vater- oder Mutterlandzeichen, weil wir moralisch an den Code der Familie gebunden sind. Entwickelt sich die menschliche Moral zum Weltbürgertum und im Sinne der christlichen Lehre von der Menschheitsfamilie, so müßte auch die alte Zuordnung modifiziert werden. Steinbock, wo Jupiter ist, ist seit altes her der „Ziegenfisch“, und gehört also wie Zwilling, Schütze und Fische zu den Doppelsymbolen. Manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Schauen wir Ernst Barlach, dem Bildhauer der Menschlichkeit ins Gesicht. Er ist am 2. Januar 1870 geboren, und sein Gesicht zeigt den Steinbock auf eindrucksvolle Weise. Ernst Barlach hat Sonne, Mars, Merkur und Mond im Steinbock. Es gehört zu den Eigentümlichkeiten dieses Zeichens, dass die Deutlichkeit der Physiognomie erst im Alter wirklich ausgeprägt ist. Übrigens ein eindrucksvolles Zeugnis für den tropischen Tierkreis; siderisch wäre Barlach Schütze, doch so sieht er wirklich nicht aus:

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Können wir nun erkennen, welche Kräfte sich hier, verstärkt durch Pluto, gegenüberstehen? Mars bleibt bis zum 9. Mai im Krebs. Da nun Jupiter im Schützen ist, stehen sich die Kräfte des weisen Zeus (Jupiter), vereint mit Hades (Pluto) und Chronos (Saturn als Herrscher des Steinbocks) mit denen von Ares (Mars) und Selene (Mond) gegenüber. Wieviel davon als Familienstreit und Volkstümelei über uns kommt, hängt maßgeblich davon ab, ob wir uns der Vergangenheit oder der Zukunft zuwenden wollen. Jupiter trifft sich mit seinem Vater Chronos (Saturn), der den Hintergrund des Wachstums, das Jupiter immer bietet, darstellt. Also: nicht wachsen soll das Nationalgefühl, die Familienbande, ect. Das gilt für Tibet und China gleichermaßen. Morgen mehr zum Thema.

Personen, Weltbild

John Cage und Joseph Beuys

Nürnberg, 19:41 – warm und mild, endlich, schöner Abendhimmel. Ich gebe zu, es macht irgendwie mehr Sinn, die Menschen mit Ihren Horoskopen vorzustellen, wenn sie Geburtstag haben. Doch bei den beiden, um die es mir hier geht, habe ich einen konkreten Anlass.


Datei:Akademieschliessung.jpg – Wikipedia

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Da wäre einmal Joseph Beuys. Dass der den Mond im schamanistischen Krebs hatte, wen wunderts? Interessant ist Uranus in den Fischen. Denn dieser Geist herrscht heute auch, und er treibt zum Beispiel mich um, wenn ich diesen Blog bearbeite. Wäre Beuys 83 Jahre alt geworden, er hätte einen vollen Uranus Umlauf mitbekommen. Venus im Widder passt: die eigene Ästhetik kämpferisch durchsetzen. Mars in den Zwillingen: kämpfen mit Intelligenz. Merkur und Sonne im Stier: hat wirklich ein Händchen für Geld. Saturn und Jupiter in der Jungfrau: Königskonstellation im Zeichen des Aufräumens, hier von geistigen Dingen, also aufräumen mit herkömmlichen Vorstellungen von Kunst. Der andere ist John Cage:

Cage steht rechts, links David Tudor


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John Cage wurde achtzig Jahre alt, und obwohl er den „Cage“, also den „Käfig“ im Namen trug, machte er ebenso wie Beuys sein Leben lang Ausbruchskonzepte. Cage hatte seinen Mond in den Zwillingen, dafür den Mars in der Waage. Mit Kunst kämpfen ist die einfachste und treffendste Übersetzung. Mond in den Zwillingen codiert den Emontionalkörper, die mitgebrachten Talente für den Bereich Wissen und Information. Kinder mit Zwillingsmond sind daher heute eine leichte Beute für die Computerspielsucht, die einmal im Jahr auf der Spielwarenmesse von Vertretern der Regierungspartei hier in Nürnberg zu den großen Errungenschaften unserer Zivilisation gekührt wird. Durch die Jungfrau-Sonne und den AC in diesem Zeichen ist Cage noch stärker Jungfrau geprägt, wie Beuys. Jungfrau ist das Zeichen der Modifikation des Substantiellen zu praktischer Verwendbarkeit. Als ich neulich in meinem Café saß, und die CD einen Sprung hatte, so dass eine halbe Stunde lang immer dieselbe Sequenz ertönte, hat dies niemand bemerkt. Beuys und Cage wollten auf ihre Weise, der eine mit Konzepten und mit dinglichen Werken, der andere mit Tönen, auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, dass die Zukunft der Kunst nicht darin liegen kann, die Hierarchie zwischen Künstler und Hörer, oder zwischen Betrachter und Künstler aufrechtzuerhalten, sondern dass „jeder ein Künstler“ sein muß, wenn die Welt eine Zukunft haben will. Beuys beliebte zu sagen: „Ich denke sowieso mit dem Knie“: ?! Mit anderen und einfachen Worten: das Konzept der Bühne, wo man aktiv ist, und dem Zuschauerraum, wo man passiv ist, ist im Prinzip überlebt und unserer Zeit nicht angemessen. Um dieses Konzept zu ruinieren, avancierte Beuys innerhalb eines Jahrzehnts zum höchstbezahlten Künstler des Erdballs. Hinter vorgehaltener Hand darf man sich darüber wundern, warum für diesen Posten immer ein Deutscher herhalten soll; zur Zeit ist es Neo Rauch. Im sündhaft teuren „Architekturjuwel“ (161 Mill. Euro) „Museum für Neue Kunst“ in Nürnberg hat sich die Stadt erblödet, ein Werk von Beuys auszustellen (und natürlich für viel Geld zu kaufen), wo man nur ein großes Aquarium sieht, mit all dem aufgekehrten Gerümpel, massenweise Kippen, Flugblättern, ect. aus einer von Beuys´ vielbesuchten Dortmunder Vorlesungen. Denn der Meister ließ es sich nicht nehmen, nach dem Rummel selbst aufzukehren. Als Ding, als „Objekt“ ist dieses Werk maximal sinnlos, und war auch nie als solches gedacht. Beuys wollte die Menschen auf den Prozess der Kunst lenken, und ebenso Cage, der die Struktur seiner Werke schließlich so stark minimierte, dass ein Konzert für zwei Straßenbahnen keine utopische Vortsellung mehr war. Der Gedanke an ein Establishment, dem es gelungen ist, oft auf Grund von Geburt und Namen (freilich, Kunstgeschichte haben die Herren und Damen immer studiert!) eine Position im gut bezahlten Honorarbereich städtischer Kultur zu erklimmen, treibt mir, ich muß es zugeben, irrationale Wut in den Sinn. Denken wir uns doch mal den „Friedenprozess“ – in Anführungsstrichelchen, denn es gibt ihn kaum – im Nahen Osten als künstlerischen Prozess. Oder die Olympiade in Peking. Fällt denn niemandem etwas ein?

Personen

Thomas Mann

Nürnberg 14:47 – schöne Wolken am Himmel, wieder wärmer. Wie mag es bloß kommen, dass so viele Menschen eine ihrem Namen gemäße gesellschaftliche Stellung einnehmen? Die Hebamme ist Frau Geburtsi, Dr. Heilberger wurde Arzt, seine Kollegin Frau Dr. Heiland Augenärztin, Frau Buchholz Buchhändlerin, Herr Markwort ist Chefredakteur eines wirtschaftliberalen Magazins … man könnte endlos fortfahren! Natürlich gibt es ebensoviele Menschen, deren Namen zu ihrer Profession nicht passen. Platon, der große Intellektuelle der abendländischen Mystik, ein Zeitenwender von berauschender Weisheit und tiefstem Wissen, hielt Namen mitnichten für Schall und Rauch. Thomas Mann, mit seiner zwillingshaften Doppeldeutigkeit, dem akribischen Jungfrau-Aszendenten und dem schamanistischen Krebs-Mond war ein Meister in dem Spiel der Namensführung. Seine Erfindungen sind der Wirklichkeit so absurd enthoben, man glaubt, er triebe es zu weit. Die Namen klingen dennoch bei ihm immer so, als könnte es sie wirklich geben. „Felix Krull“ …!? Der Schönling, eben doch nicht harmonisch gefügt, denn er ist irgendwie „krull“ …?

Doch ausgerechnet an dem Punkt, wo ich dachte, eine solch zappaeske Namensgebung führt Dichtung und Wahrheit ad absurdum, da Thomas Mann im „Doktor Faustus“ einen „Alexander von Gleichen-Rußwurm“ einführt, täuschte ich mich: gerade dieser Name war nicht erfunden! So heist tatsächlich der Übersetzer Ovidscher und anderer Verse, dessen Leben so abenteuerlich war, wie ein Roman. Hier hat Mann, genialer Schelm, den kritischen Geist ins Labyrinth der Wirklichkeit entführt, das noch viel absurder ist, wie seine Erfindung. Solche Zufälle des Magischen, die alle menschlichen Dinge anrühren, nennt man oft genug „Ironie des Schicksals“. Als gäbe es hinter den Dingen einen Arrangeur, der darauf achtete, wie denn die Ästhetik stilistisch wirkt, mit der die Lebens-Tragödie oder Komödie uns erscheint. Man könnte schmunzeln, wäre die Wirklichkeit mitunter nicht so grausam, dass einem das Lachen vergeht. Dennoch ist es ein Hinweis darauf: was wir für Wirklichkeit halten, ist nur das eine Ufer in der Mitte von mindestens zwei Dingen. An Thomas Manns Horoskop ist die regelrecht schulmäßige Verteilung der Komponenten „erfolgreicher Schriftsteller“ bemerkenswert. Sie lassen sich aber ebenso bei Goethe, Handke oder Grass finden, wenn auch in anderer Gewichtung. In Thomas Manns Horoskop ist es vor allem Jupiter in der Waage an der Spitze zu Haus 3, der starke Merkur im Zwilling und das Haus 9 im Widder, dessen Herrscher, Mars stark im Steinbock an der Spitze zum kreativen Haus 5 steht. Thomas Mann beschreibt in Joseph und seine Brüder sein eigenes Horoskop recht kunstvoll als das von Joseph, Jaakobs Sohn (Joseph und seine Brüder S. 78).

Wie immer auf das Bild zweimal klicken, um ein großes, klares Horoskop zu sehen!

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Das Finanzamt

Nürnberg, 18:40, das Wetter wird erträglicher, es schmeckt, wie man in der Schweiz für riechen sagt, auf meinen Jogging-Pfaden nach Frühling (soweit die Stadt das hergibt). Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass es selbstverständlich ist, mit Verbrennungsmotoren Lärm und Gestank zu verbreiten, da fragt sich, wie wir uns das wieder abgewöhnen sollen? Natürlich ist das Fahrrad eine Alternative, aber wenn man sich´s recht überlegt, ist selbst dieser mechanische Hebel irgendwie lächerlich. Vielleicht sollte man damit anfangen, dem Autofahren das Image des sportlichen Heldentums zu nehmen. Formel 1? Von gestern. Abwinken. Doch davon, ich geb´s zu, sind wir noch ein paar Gedankenstriche entfernt. Die eigentlichen Helden in „I am Legend“ mit Will Schmith sind, obschon es kaum noch Menschen gibt in dem Film, die rasenden Autos. Realistischer ist da die Stundenastrologie. Wie versprochen hier ein aktuelles Beispiel aus der Praxis: Eine Klientin ruft an, es geht um eine Nachkontrolle ihrer Steuern bis ins Jahr 2004. Ob sie denn Ärger zu erwarten habe?

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Die Steuerberaterin ist gerade im Finanzamt, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen, während die Klientin anruft. Und wir sehen auch wirklich die Sonne, Herrscherin des Aszendenten als „Signifikanten“ für die Klientin direkt an der Spitze zu Haus 10, beinahe sogar „aufgespießt“ vom MC. Und was macht die Sonne? Sie hat ein Quadrat mit Mars in Haus 12, Mars steht dort schwach. Er ist in einem fallenden Haus im Zeichen seines Falls, also gegenüber dem Erhöhungszeichen Steinbock. Mars weilt im Krebs. Der Mond im Schützen, der Quadrate mit Venus und Merkur hinter sich hat, die Vergangenheit sind, wird ein Sextil zu Neptun und eine Konjunktion zu Pluto bilden. Die Konjunktion zu Pluto ist nicht bedeutend, denn dafür muß der Mond erst das Zeichen wechseln, und da gelten wieder andere Regeln. Das Sextil zu Neptun hat aber Bedeutung, nicht zuletzt, weil es auf die Opposition Neptun-Saturn hinweist, und Saturn rückläufig im Haus des Einkommens meiner Klientin steht. Es wird ihr also ein Aderlass des Geldbeutels nicht erspart bleiben. Doch der schwache Standpunkt des Mars steht auch für die Schwäche der Behörde! Da gibt es, angezeigt durch das Quadrat, einen Konflikt, doch sollte man sich bei einem so schwachen „Übeltäter“ Mars nicht ins Bockshorn jagen lassen. Was passierte? Eine Stunde später rief die Klientin wieder an. Die Steuerberaterin hat die Dinge geklärt. Es geht dem Amt ausschließlich um gewisse, nicht ausgewiesene Scheckeinreichungen des Lebensgefährten der Klientin, der, selbst ein sorgloser Mensch ohne eigenes Girokonto (sowas gibt´s), sich einige Auszahlungen seiner kreativen Bemühungen über das Konto der Klientin hat geben lassen. Bemerkenswerterweise ist er ein Krebs, so daß die Herkunft des Widder-Haus 10 regierenden Mars (Haus 10 Behörde, Autorität) klar ist: er, der Krebs-Freund, hat den Ärger verursacht. Dass es auch der Ärger meiner Klientin wird, zeigt der Mond, der bald ein Trigon zu Saturn bildet, noch bevor er den Schützen verläßt. Meine Klientin hatte viel vor (Schütze-Mond) und muß sich nun, zwar durch ein mildes Trigon, aber doch durch Saturn im zweiten Haus, ihrem Geldbeutel, ausbremsen lassen. Last not least: der Glückspunkt in Haus 10 zeigt , dass sie mit der Behörde auch Glück hat: die Finanzbeamtin ist nett und will gar nicht allzu tief in den Überweisungen wühlen.

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Merkur, Venus, Uranus und Jupiter

Nürnberg, 19:32 – es wird langsam wärmer, doch neigen die Leute, mich eingeschlossen, zur Mirgräne. Also will so richtig gute Laune noch nicht aufkommen. Der Rauch aus den Schornsteinen zieht gerade in den Himmel und löst sich dann schnell auf. Wer schon mal von Orgon-Energie gehört hat, weiß um das Potential der Orgon-Energie Differenz, die zumindest dort, wo der Rauch sich auflöst, groß sein mag. Darunter jedoch stagniert die Energie, Luftverschmutzung macht sich besonders unangenehm bemerkbar. Davon abgesehen sind die Nachrichten aus dem globalen Dorf auch geeignet, uns weiter zu irritieren. Sehr interessant ist jene riesige Platte Eis, die aus der Antarktis gebrochen ist. Man fühlt sich an den Film von Emmerich „The day after tomorrow“ erinnert (den ich nicht gesehen habe). Astrologisch gibt es heute (und immer) etwas zu beobachten. Merkur und Venus in den Fischen bilden ein Sextil zu Jupiter, dem alten Herrscher der Fische. Dabei steht Merkur in gradgenauer Konjunktion zu Uranus. Was bedeutet das? Unter Umständen verspricht diese Konstellation recht viel Gewinn. Merkur ist die untere Oktave von Uranus; sind die beiden zusammen, ist es so eine Art Durchbruch des Wissens. Das Sexil zu Jupiter garantiert, dass es nachhaltig und von Weisheit geprägt ist. Venus, die hier herbeieilt, und gleichfalls mit Uranus eine Konjunktion bilden wird, steht auch für materielle Werte, sprich Geld. Nun sollte man wissen, wo im persönlichen Horoskop sich diese Konstellation bemerkbar macht. Sicherlich dort, wo wir das Fische-Haus haben, und auch dort, wo Jupiter gerade steht. Stimmen alle Faktoren, könnte es durchaus sinnvoll sein, mal einen Lotto-Schein auszufüllen.

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2012, Poetry

Supernova bei Arkturus im Bärenhüter

Nürnberg, 18:21 – gestern hat es wahrlich gedonnert und geblitzt, gegen 22:00, und gleichzeitig gab es so heftiges Schneetreiben, dass man den Hut festhalten mußte. Ich mag solches Wetter, andere finden es scheußlich, so schweigen wir besser.

Die Supernova vom 19. März 2008 war 250 Millionen mal heller, als alles, was in dieser Hinsicht jemals am Himmel beobachtet wurde. Als Kepler eine Supernova im Oktober 1604 beobachtete, war diese zwar viel heller, als die jetzige, aber gleichzeitig näher bei uns, denn sie ereignete sich in unserer Galaxie, der Milchstraße. Weil man die Dimensionen des Universums noch verkannte, überlegte Keppler, ob sie nicht durch eine vorangegangene Konjunktion von Jupiter und Saturn, der königlichen Konjunktion im Tierkreiszeichen Schütze, in dessen Nähe die Supernova sich zeigte, verursacht gewesen sein könnte. Es wird auch spekuliert, ob der Stern von Bethlehem eine Supernova war, doch finden sich in der Zeitensignatur des Weltalls dafür keine Hinweise. Die aktuelle Supernova war also nicht für´s Auge heller als jene keplersche, so doch für die messenden Geräte. Aber immerhin war sie mit bloßem Auge sichtbar. Sie kommt aus der Gegend des Fixsterns Arkturus im Sternbild Boötis, alias dem Bärenhüter. Die Region entspricht einer Gegend oberhalb des Tierkreiszeichens Löwe (Sternbild Jungfrau). Arkturus wird mit Jupiter – Mars Einfluss in Verbindung gebracht und ist „günstig“, aber „gefährlich“ (Michael Uhle, Die Fixsterne). Die Mythologie erzählt eine der zahlreichen Verführungsgeschichten des Jupiter-Zeus, der in einem stillen Wald Callisto (Καλλιστώ), eine Nymphe aus dem Gefolge der keuschen Jagdgöttin Diana „verführte“. Als ihre Schwangerschaft nicht mehr zu verbergen war, wurde sie von der Göttin verbannt. Hera, die Gattin des Zeus, die ja immer die eifersüchtige Ehefrau spielen muss, verwandelte die unschuldige Callisto in eine Bärin, die gleichwohl menschliches Bewusstsein behielt. Es erscheint ein wenig ironisch, dass Callisto nun die Ehre widerfahren ist, außer in das Sternbild des großen Bären, auch noch in einen Jupitermond verwandelt worden zu sein.

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Doch die Geschichte geht weiter, und sie hat ja mit der Supernova zu tun: Arcas, Callistos Sohn, wurde Jäger. Und natürlich begegnete er der Mutter als Bärin. „Siehe, da kommt der Sohn Arcas, der seine von Lycaon stammende Mutter nicht kennt. Er ist jetzt etwa fünfzehn Jahre alt. Während er wilde Tiere jagt, während er geeignete Bergwälder aussucht – dumque feras sequitur, dum saltus eligit aptos – und die erymanthischen Wälder mit geknüpftem Garn umstellt, stößt er auf seine Mutter“, schreibt Ovid. Doch bevor er sie mit dem Bogen töten kann, geht Jupiter der Allmächtige dazwischen, um den Frevel des Muttermordes zu verhindern.

Mir fällt dazu parallel das Bärengeschehen um Flocke und Knut ein. Die beiden werden als Sternbilder in den Himmel versetzt. Die wütende Hera kann gerade noch bewirken, dass die Bärin am Himmel kein Wasser trinken darf, und so berührt das Sternbild auch nie den Ozean, womit die Natur der Mythologie wieder genau dem Lehrgedicht des astronomischen Merkbildes entspricht, mit welchem dem antiken Schüler der Stoff ganz anders als heute, sinnvoll und nicht vertrocknet ins Gedächtnis gefügt wurde.

Und die zweite Assoziation ist Isaak, der von Gott abgehalten wurde, seinen Sohn zu opfern. Nur stellt diese Geschichte eine Umkehrung dar. Die weise Barbara Hutzl-Ronge lehrt, dass beinahe alle unterworfenen Göttinnen ehedem die Mütter oder Geliebten ihrer Unterwerfer waren. Jupiter holt sich in dieser Fabel das den Frauen ursprünglich obliegende Jagdrecht. Doch sei´s drum. Mutter und Milch/Süßnahrung sind in der „Bärenmarke“ und dem „Gummibärchen“ unsterbliche volksmythologische Verbindungen eingegangen, so dass es gar nicht so fern liegt, diese Supernova im Bärenhüter-Sternbild in Verbindung zu sehen mit der Ankunft des Hirten (ein anderer Name für den Bärenhüter), der unsere Bärenmutter, die Mutter Erde selbst retten wird. Und irgendwo in meinem Kopf, ohne dass ich das näher begründen könnte, hat das zu tun mit dem Ende der gezählten Zeit im Kalender der Maya im Jahr 2012 und der Wiederkehr des Christus.

Supernova-Chart, wie immer einmal und nochmal anklicken:

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Olympisches Feuer und Supernova

Nürnberg, den 24. März 2008 15:10 – wie kann es um diese Zeit nur so kalt sein? Aber immerhin scheint die Sonne.

Die Supernova am 19. März ist astrologisch keinesfalls irrelevant, aber es ist mir noch nicht gelungen, herauszufinden, aus welcher Himmelsregion sie kam. Alle schreiben voneinander ab. Man will wissen, das Licht dieser Explosion sei die unfassbar lange Zeit von 7,5 Milliarden Lichtjahren unterwegs gewesen. Und solches ist dann hier auf Erden doch mit bloßem Auge zu beobachten. Nun wird wohl verkündet, diese Explosion sei am 19. März um 02:12 beobachtet worden, jedoch nicht, nach welcher Zeitrechnung. Die 7,5 Milliarden Lichtjahre machen – das kommt im Ton wissenschaftlicher Gewissheit rüber – die Hälfte des Universums aus. Nanu? Haben wir schon eine Messung für´s gesamte Universum, dass wir von einer Hälfte sprechen können? Und was, bitte, ist dahinter? Es mag für manche ein bischen weit hergeholt sein, doch diese Mentalität, Dinge als Gewissheiten zu verkünden, die in Wirklichkeit völlig unbekannt sind, wie zum Beispiel das „Alter“ des Universums und ähnlicher Unsinn, das erinnert mich eben an die Geisteshaltung der auf dieser Welle der Ignoranz mitreitenden Machthaber in Peking. Dabei bräuchten sie keine Angst vor der Demokratie zu haben: würden in China freie Wahlen abgehalten werden, hätte die KP allemal die absoluteste Mehrheit. Nein, sie wollen nicht, weder die einen, noch die anderen. Im Hirn haben sie eine Verstopfung. Urknall? Dann müßten wir wirklich im Mittelpunkt des Universums stehen, um solches überhaupt feststellen zu können. Tatsächlich kommen der Erde einiges Systeme entgegen, andere entfernen sich von ihr. Wir wissen sehr wenig. Doch mit solchen Theorien wie der des Urknalls hat sich das Mittelalter quasi seitenverkehrt im pragmatischen Materialisten-Verstand niedergelassen, von wo aus man die fernen, unaufgeklärten Zeiten belächelt, ohne den Schatten zu sehen, der sich auf der eigenen Seele niedergelassen hat.

Wenn wir uns das Horoskop für den Beginn der Olympischen Sommerspiele anschauen, den die Omen-gläubigen Chinesen auf den 08.08.08 um 08:08 PM gelegt haben, so versprechen diese wirklich, jenes Ereignis zu werden, das mit der Supernova aus fernsten Fernen unseres belebten Universums korrespondiert. Fische steigt zu diesem Zeitpunkt im Osten auf, es fließen Welten zusammen. Doch Uranus steht in den Fischen. Er bildet ein Trigon mit dem Skorpion-Mond im achten Haus. Der Mond ist das Volk, und im Haus acht sind dessen Gefühle intensiv und verborgen, nicht unbedingt offen sichtbar. Pluto, der diesen Mond disponiert, ist wieder zurück in den Schützen gegangen und dominiert als Autorität das Feld der öffentlichen Wirkung, Haus 10. Er bildet eine Quadrat-Stellung zu Mars, der im Publikums-Feld (7) ist. Es wird also durchaus heftig. Und Uranus in den Fischen in Haus 1 sagt: hier werden die ineinander fließenden Völker einen Impuls der Freiheit spüren, der sich nach der Rückläufigkeit von Uranus am 29. November erst richtig bemerkbar machen dürfte. Venus und Chiron stehen in Opposition und in Konjunktion mit dem Grad der Mondfinsternis vom Februar. Chiron, der verletzte Heiler, befindet sich sogar in gradgenauer Konjunktion mit dem Mondknoten. Verletzt ist das kollektive Unterbewußte ohnehin schon, wie wär´s also mit Heilung? Doch Venus in der Jungfrau in Konjunktion mit Saturn spricht gegen eine lustige Party, wozu man kein Hellseher sein muß, solches vorauszusagen. Dass dennoch etwas passiert, sagt Jupiter im Haus 11 der Freiheit und Freundschaft, der zum Glück mit Saturn ein Trigon bildet und (!) Plutos Dispositor ist. Es ist also vernüftig, das Krokodil der Staatsmacht in die Pflicht zu nehmen. Man wird den Frust im richtigen Sinne zum Impuls der Freiheit machen. Mars, ebenfalls in der Jungfrau und mit bekanntem Quadrat zu Pluto, wird für Ordnung durch die ewig gestrige (Pluto rückläufig) Staatsmacht sorgen, zu spüren bekommen es wohl die Besucher (Haus 7).

Das Bild wird scharf, wenn man einmal und dann noch einmal draufklickt!

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Auferstehung

Samstag, den 23. März 2008 14:41 – leider immer noch kalt und jetzt dazu noch trüb. Zumindest dem Wetter nach keine frohen Ostern. Was Jesus angeht, tue ich mich schon recht schwer mit dem Glauben an seine wirklich körperliche Auferstehung. Meinem Unglauben hat ein Leserkommentar geholfen zu einem Jesus-Buch bei Amazon. Der Autor ist anonym:

„Es geht darum, einfach zu leugnen, dass Jesus Christus kein „Sozialarbeiter de luxe“ war, sondern dass er mit dem von ihm vollbrachten Wunder der von ihm vollbrachten Auferstehung d i e entscheidende Leistung der Menschheitsgeschichte vollbracht hat. Und weil im Universum keine Ursache ohne Wirkung bleibt, wurde er kraft dieser Leistung der Herrscher über den gesamten Kosmos.“

Mir fällt es leicht, mich dem Neuen Testament philosophisch zu nähern, und da sind viele Aussagen noch wesentlich tiefer, als selbst die tiefsten Interpreten dies vermuten mögen. So in etwa jene: „Lasse deine linke Hand nicht wissen, was Deine rechte tut.“ Mißtraue Deiner eigenen Vernunft. Glaube nicht an den gesunden Menschenverstand, könnte er doch krank sein. Den Krieg, den Jesus führt, leitet er meines Erachtens gegen jene „Götter“-Macht, die die Menschheit vor tausenden von Jahren unterworfen hatte, sich physisch mit ihr vermischte und von ihr „Opfer“ verlangte. Da stellt sich nun die Frage: „Brauchen wir Opfer?“ , „Wozu sind Opfer da?“ Natürlich liegt es sehr sehr nahe, das Hinschlachten des Heilands im psychologischen Sinne als Wiederholungstat der Urzeiten zu begreifen und seine Deifizierung als Umkehrung der Tatsachen, um die Schuld zu tilgen. Wozu braucht Gott ein Opferlamm, wenn doch derselbe Gott Abraham abgehalten hat, seinen Sohn zu opfern? Das Neue Testament bietet in der Tat auch den Ausweg, diese ganze Geschichte als Kriminalstory einer Trickfälschung aufzufassen: das leere Grab, der Essigschwamm, Betäubungsmittel im Essig, der Zwillingsbruder vielleicht. Unter diesen Umständen wäre Jesus tatsächlich auferstanden, er hätte schlicht die Kreuzigung überlebt. Es gab eine Zeit, da wünschte ich mir, es wäre so gewesen, denn mir kam jeder, der frag- und klaglos die Opfer-Geschichte hinnimmt tendenziell blutrünstig und kannibalistisch vor. Tatsächlich ist das Geschehen in einer Art geschildert, die, bis auf den Speerstoß in die Seite, eine solche Lese-Variante möglich macht. Dazu kommt natürlich, dass Jesus die gesamte ägyptische Osiris-Horus Tradition des gestorbenen und wiederauferstehenden Gottes auf sich nimmt, und tatsächlich ist der Kult der Kirchen ein Mischkult in den auch viele ägyptische Elemente eingegangen sind, beispielsweise die Glöckchen zur „Wandlung“, die in der Antike die Sistren waren. Tatsächlich sind die kultischen Parallelen so vielfältig, dass es umgekehrt richtig erscheint, Abweichungen zu suchen. Hätte Jesus diese Kirche gewollt? Ein anderer Weg wird von den Antroposophen beschritten. Sie haben eine Lehre der Leiblichkeit, wonach Jesus nicht körperlich auferstanden sein muß, sondern sein Ätherleib, ein Teil seiner Leiblichkeit. Er hätte demnach keine physische Auferstehung gebraucht, sondern wäre durch die Kraft des Geistes denjenigen körperlich erschienen, denen er erscheinen wollte, um sein Werk fortzusetzen. Er wäre gewissermaßen post-mortal in der Lage gewesen, seinen Leib in die Vorstellungswelt der Menschen zu projezieren. Wenn man nun noch akzeptiert, dass alle Welt Vorstellung und Wille sein mag, hat man eine reale Grundlage für die Auferstehung, und zwar als physische Auferstehung auf einer geistigen Superebene. Die Antroposophen wollen wissen, wo die Linie zwischen „physisch“ und „geistig“ verläuft und sie haben eine Wissenschaft daraus gemacht. Einen leichteren Zugang zu solchen Vorstellungswelten findet, wer schon einmal Geister oder Erscheinungen wahrgenommen hat. Diesen ist zumindest klar, dass es so real auf der Welt nicht zugeht, bzw. das Reale einen neptunischen Überbau besitzt. Aus der Wiedergeburtslehre ließe sich auch die Menschheitsschuld verstehen, denn jene opfernden Kannibalen der Frühzeit waren wir demnach selbst. Solchermaßen liest sich das Alte Testament keinesfalls als Geschichte eines blutrünstigen Gottes, sondern als Bericht einer zärtlichen Kontaktaufnahme zu Menschenwesen, die aus einer weit schlimmeren Vergangenheit kommend ihre eigenen Erstlingsgeburten opferten und dann ihre Vorhäute, bis sie schließlich, Stufe für Stufe von Gott aus dem Exil der inneren Barbarei heimgeführt bemerkenswerteweise nach und mit Jesus auch dieses, die Beschneidung – im Prinzip zumindest – für obsolet befanden.

Geschichte, Weltbild

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Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, Samstag den 22. März 2008 16:21 – immer noch kalt, aber nicht mehr so windig. Eine sehr große Hummel gesehen. Sucht schon in den allerersten Blüten nach Nektar. Wie kann sie fliegen, woher die Energie?

Tauben sind Venus-Uranus-Vögel. „Uranus vom Himmel und Venus von der Waage. Die Taube ist eine Begleiterin der Aphrodite und ein Bote des Himmels,“ sagt Wolfgang Döbereiner. Warum? Wer jemals wilde Tauben beobachtet hat, wird es wissen. Tauben können unglaublich gut fliegen. Sie sind intelligent und vorsichtig. Wilde Tauben lassen sich gern paarweise laut gurrend in Futterbäumen nieder, erfüllen die ganze Atmosphäre mit einer geheimnisvollen Ruhe und Harmonie, man hört aber ihre Flügel im Blattwerk, sie scheinen ungeschickt im Baum zu sein. Vorzugsweise wenn die Venus Abendstern ist und in der Waage steht. Dabei erfolgt ihr Auftauchen aus dem Himmel – durch die Wassermann Polarität – plötzlich und unangekündigt. So hüten sie das „Wesen des Seins“. Ornitologen wissen, Tauben sind verheiratet. Sie bleiben ihr Leben lang treu mit einem einzigen Partner verbunden, wie auch Papageien. Das Vogelhafte, führt Döbereiner aus, ist das Uranus-Wesen, weil der Wassermann als Zeichen der Polarität nur im fliegenden Zustand überwunden werden kann, als heiliger Geist. Wer kann in den oberen Abbildungen die Tauben erkennen? Als Waage-Venus ist Aphrodite die Tochter von Himmel und Meer. Sie ist die Luft-Venus und zeigt mit Uranus den Weg zur Erleuchtung als Symbol des heiligen Geistes. Muss es um die Ostertage herum betont werden, dass wir den heiligen Geist heuer dringend brauchen? Venus wird am 29. März auf Uranus in den Fischen treffen. Ein guter Zeitpunkt für Hu Jintao den Dalai Lama zu kontaktieren.

Doch nun zu den Abbildungen. Die erste ist ein Foto von meinem Sohn Vazul von zwei Stadt-Tauben auf dem Dach des K4, ehemals Autonomes Zentrum und Ort der spektakulären Einkesselung von jugendlichen Bausubstanz-Rettern, Helden des letzten Jahrhunderts. Das zweite zeigt den sogenannten „Stern der Ishtar“, die Abbildung ist sehr selten und ich habe sie von Edeltraut Lukas-Möller geliehen, einer sehr interessanten, aber auch kaum verständlichen Astrologin, die seit geraumer Zeit nicht mehr per mail zu erreichen ist. Wünschen wir ihr Gesundheit! Es ist eine der ältesten Horoskop-Abbildungen aus Babylon, ca. 6000 Jahre alt, doch beileibe nicht die älteste (für das komplette Bild draufklicken!). Viel älter sind noch die Bilder aus Hadschra Maktouba, wo der Tierkreis bereits mit zwölf Symbolen dargestellt wird, der noch um einige tausend Jahre älter ist. In diesem Stern der Ishtar erkennt man folgende Dinge: Die vier labyrintischen Kästen scheinen Zeichen-Symbole zu sein. Eindeutig erkennt man, auch in richtiger lokaler Zuordnung, Zwilling und Steinbock. Zwilling anhand der Doppelhaussymbolik und Steinbock auf der anderen Seite als Ziegenfisch (Schuppen) mit einer merkwürdingen Dopplung des Gehörns. Die beiden Haus-Tiere links und rechts gleichen sich, wobei an dem einen Gebilde die Welten-Schlange Tiamat ihrem Schwanzanfang hat. Sie ist die durch Marduk-Jupiter überwundene Urschöpfung, die bei den Maya Quetzalcoatl genannt wird. Das Hundewesen ist „Kingu“, dessen mythologische Beschreibung bestens zu Saturn passt, stürzt er doch mit Hilfe von Tiamat, seiner Mutter, den Vater. Allerdings gibt es Ninurtu im Babylonischen Planetengott Himmel, und dieser soll Saturn sein, insofern ist das eine Hypothese. Der eine rechte Labyrinth-Kasten hat einen großen Pfeil, der unserem Uranus-Symbol sehr ähnelt, und Tiamat-Schlange nimmt von dort ihren Anfang, so wäre es denkbar, dass dieser Kasten einen gemeinsamen in der Zeit gelegenen Ursprung kennzeichnet. Schließlich sieht man noch einen Skorpion und einen Truthahn, bzw. eine Ralle, flugunfähige Laufvögel von denen einige Arten bereits ausgestorben sind. Die drei Sterne in der Mitte sind: die siebentägige Woche, das viergeteilte Jahr und der Mondrhythmus, hier mit einem bestimmten sechs Tage Mond dargestellt ist, der auch auf der Himmelsscheibe von Nebra ein Fest datiert. Eindeutig ist da noch ein Mondknotensymbol zu erfassen und natürlich jene Taube auf einem Doppel-Stock. Sie stellt möglicherweise das Zeichen für Venus-Ishtar dar. Ein Bild weiter unten sieht man eine Aufnahme aus der Höhle von Lascaux bei Montingnac. Diese Zeichnung ist viel viel älter. Seht ihr die Taube auf dem Stab? Zusammen mit jenen merkwüdigen Goldhüten, die man überall in ganz Europa gefunden hat, stellen diese Taube-Standarten ein offensichtlich Kultur übergreifendes Symbol dar. Auf dem Felsbild (ca. 15 000 Jahre alt) hätten wir die Bedeutung des mit den Tier-Geistern fliegenden Schamanen. Mehr weiß ich im Moment noch nicht zu sagen. Doch die Taube in beiden Darstellungen als Signum des flugfähigen Geistes, das ist doch unglaublich in dieser Ähnlichkeit, schon allein der Anblick sensationell. Ich stelle mir vor, wie Papst Benedikt Hu Jintao und dem Dalai Lama jeden Tag die Füsse wäscht bis zum 29. März, wenn Venus auf Uranus trifft und der heilige Geist über sie kommt. Dass es so kommt und die Welt sich durch den hellenischen Geist des olympischen Friedens findet, dafür wollen wir beten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Nochmal Mars – Pluto

Nürnberg, den 21. März 2008 11:23 – kalt und recht unfreundlich draußen, und dennoch treiben die Blüten der Frühlingsbäume, allen voran die japanische Kirsche.

Die Opposition Mars – Pluto ist nicht mehr exakt, aber die „Nachbeben“ dieser massiven Begegnung auf der kardinalen Achse halten an. Sie sollten uns daran gemahnen, auf die erneute Begegnung der beiden Planeten in der Opposition in zwei Jahren vorbereitet zu sein. Was auf der mundanen Ebene die Streitigkeiten um Volkszugehörigkeit und ethnische Souveränität in Tibet, Serbien und Kenia ist – soweit diese Dinge überhaupt den Weg in die Nachrichten finden – ist auf der persönlichen Ebene der klassische Familienstreit, bzw. der Streit um Familiendinge, der jetzt an die Tagesordnung tritt und ausgetragen wird. Denn es geht in jedem Fall um Ordnungen (Steinbock) der Familie (Krebs). Steigt also morgens gegen 10:00 das Zeichen Krebs am östlichen Horizont auf, so kann es, weil Mars dann mit im Krebs am Aszendenten steht, wieder einmal am Frühstückstisch heftig darum gehen, wo die Linien der Abgrenzung zwischen der einen und der anderen Patchwork-Familie verlaufen, ganz wie im globalen Kraftfeld. Positive Nachrichten zum Heimat und Menschheits-Familien-Thema (Mars in Krebs) in Bezug auf Ordnungen und Verträge (Pluto im Steinbock) kommen aus Zypern, wo man endlich wieder zusammen Kaffee trinkt. Man hat fast den Eindruck eines „Durchsickerns“ der Konflikt-Materie bis in die Schichten der Einzelzellen des Menschheitsganzen. Dies würde auch bedeuten, dass unser Einfluss auf solche Fragen größer ist, als wir glauben, und das an sich wenig fassbare, aber gültige Klischee von der einzigen Möglichkeit, die Welt zu ändern, bestätigen: durch den Frieden, den man mit sich selbst und den seinen macht. Lieber heute, als morgen. Warum aber wirken die Planeten in dieser Weise? Meines Erachtens macht es wenig Sinn, wie es in den 80ger Jahren versucht wurde, die Wirkung als „analoges Geschehen“ (Thomas Ring, Thorwald Dethlefson) aufzufassen. Eine Analogie ist nur ein direkter Zusammenhang, dessen Ursache wir nicht kennen. Ohne eine karmische Ausrichtung (Pluto) der Astrologie findet die Frage keinen Grund (Krebs). Wir sind eben auch dort noch anwesend, wo wir herkommen: Seelen aus dem Kosmos, Bürger des Sonnensystems. Eine Idee, wie, warum und auf welche Weise findet sich nur bei Rudolf Steiner. Und er hatte Recht, hier von Forschung zu sprechen. Denn, wenn es wahr ist, dass wir schon als Schlafende teilnehmen an jener Realität, die in „Pirates of the Carribean“ das Reich von Davy Jones genannt wird, dann kommt einem Schlaf gar nicht mehr als etwas wirklich „Natürliches“ vor, sondern als eine Art Hypnose, ganz ähnlich, wie der Tod, den Jesus uns zu überwinden gelehrt hat.