Schütze Mond, Uranus rückläufig im Stier – die Wassermann-Energie dazu

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir wissen wollen, was auf uns zukommt, wenn bestimmte Planeten Zeichen wechseln, ist es hilfreich, sich die Persönlichkeiten anzuschauen, die mit einem Planten in jeweils diesem Zeichen geboren wurden. Sie tragen die Kraft dieses Planeten im jeweiligen Zeichen mit sich und – so Gott will – haben die Möglichkeit zu seiner Verwirklichung. Wir sprechen also hier über 2 Ebenen: die erste Ebene ist diejenige, die sich direkt äußert. Bestes aktuelles Beispiel ist die rückläufige Venus in Skorpion (Geld der anderen, Haus 8) und der (kleine) Crash der Aktien: wurde so vorausgesagt, ist so passiert, setzt sich um. Dann aber gibt es eine weitere Wirkung, die erst viel später von den Persönlichkeiten umgesetzt wird, die selbige Signatur im Geburtsbild tragen. Die Beobachtung legt nahe, dass dies insbesondere für die Langsamläufer zutrifft, also Chiron, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.

In diesem Sinn ist es äußerst interessant, was die 1989er Generation in der Mauerbrecherwirkung mit ihrer Konjunktion Saturn/Uranus/Neptun (Venus) in Steinbock anfangen wird? Wenn es jemandem gelingt, aus dieser Generation „Luft zu schnappen“, dann sind es die geborenen Shiva-Leute, die bekanntlich mit dem aktuellen Saturn-Transit durch den Steinbock gerade in unseren Tagen astrologisch gesehen erwachsen werden.

Viele unserer Kollegen haben für Uranus im Stier eine Revolution der Sicht auf die materielle Welt vorausgesagt. Und wenn man sich das Horoskop des genialen Friedrich von Schelling anschaut, könnten sie damit richtig liegen:

Schellings philosophisches System des transzendentalen Idealismus harrt immer noch darauf, geistig aufgenommen, verstanden und in die Realität umgesetzt zu werden. Wer glaubt, die Philosophie von 1800 wäre bereits verstanden, überholt oder umgesetzt, hat den struggle der Zeiten nicht begriffen. Man kann mit Fug & Recht behaupten, dass die ganze Weltentwicklung seit der Philosophie (und der Musik!) des deutschen Idealismus ein Aufbäumen der „Widersacherkräfte“ gegen das „unerschütterliche Herz der Wahrheit“ ist/war – die aber nur im Dornröschenschlaf liegt und auf eine blitzwache Generation wartet, um für die menschliche Freiheit triumphal zur Oberfläche des allgemeinen Bewusstseins vorzudringen. Gerade das Sackgassenhafte, das Müde, das Ausgelaugte unserer Gegenwart kündigt einen neuen Morgen an.

Die Müdigkeit der letzten Befreiungsgeneration auf der Welt und ihrer Nachfolger/zügler hat zum Großteil damit zu tun, dass die hervorragendsten Individuen als Prozess der Bewusstwerdung kollektiv verstanden haben, dass dem Drang zum Guten, Wahren & Schönen – je stärker es zutage tritt – unweigerlich eine Vernichtungswelle folgt, die versucht, die Freiheit mit Stumpf und Stil auszurotten. Davon handelt dieses Lied:

 

Bob Marley war, wie Schelling, Wassermann (Freiheit, Gesellschaft, Freundschaft), wo aktuell Mars, Südknoten (Ketu) und Lilith wandern. Aber die innere Emigration der FreiheitskämpferInnen, die von einem scheinbar ewigen Widerspruch bedrückt werden, den Goethe im Faust so ausdrückt:

„Und freilich ist nicht viel damit getan.
Was sich dem Nichts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plumpe Welt
So viel als ich schon unternommen
Ich wußte nicht ihr beizukommen
Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand –
Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!
Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
Wie viele hab ich schon begraben!
Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
So geht es fort, man möchte rasend werden!
Der Luft, dem Wasser wie der Erden
Entwinden tausend Keime sich,
Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
Ich hätte nichts Aparts für mich.“

… haben für diese Fatalität noch keine Lösung gefunden. Die Klügsten der 1968 – so sie nicht tot sind und aus dem Himmel wirken – haben sich für´s Tao entschieden: „Wer sich einmischt, ist der Welt nicht gewachsen.“ Unvernünftige Christen unter diesen oder anderen Generationen hingegen hegen den begründeten Verdacht, dass letztlich das Gute siegen wird. Und das muss stark sein, unserer Tage, sonst würde das Böse sich nicht dermaßen ins Geschirr legen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Wer hat an der Uhr gedreht?

Fotos Termin ©

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-08/sommerzeit-zeitumstellung-abschaffen-eu-kommission-europa-kommentar

Liebe Leserinnen und Leser,

von jeher war es Brauch unter den Mächtigen, die Uhr so zu drehen, dass nur ihre Priester wussten, was die Stunde geschlagen hat. Das war schon im alten Ägypten so – und nicht zufällig zählen wir die Tage seit der Geburt des Herrn. Die Ping-Pong Zeitspielerei aus den 70ger Jahren ist eine Reminiszenz an das aufkommende statistische Weltbild – und nun eine gute Möglichkeit bei einem lieblichen Löwe-Merkur Venus in Waage Sextil den Menschen Zeit-Gnade zu gewähren.

Das Problem ist nur: die Sommer-Zeit ist die falsche Zeit. Warum? Weil die jeweils richtige Ortszeit diejenige ist, wo die Sonne um 12:00 Uhr Mittags am höchsten Punkt steht: das ist immer Mittag und wird auch so empfunden, während wir mit der aktuellen Sommerzeit Mittag haben, wenn eigentlich erst 11:00 Uhr ist: das ist auf den beiden unteren Horoskopen gut sichtbar, schauen Sie nur auf die Sonne im Zenit:

02.09.2018 12:00 „Sommerzeit“, unten 02.09.2018 12:00 „Winterzeit“ = richtige Zeit

Die Astrologie stört sich an der Zeitumstellung weniger. Wir haben ohnehin damit zu tun, die jeweilige Kalenderrechnung korrekt aus dem Geburtszeitpunkt herzuleiten, um ein gültiges Horoskop zu bekommen. Die Tierkreiszeichen nach der Tag- und Nachtgleiche als universellem Zeit-Maßstab sind dem Kalender zugrunde gelegt, nicht der Kalender den Tierkreiszeichen. Mit anderen Worten: uns interessiert weniger, dass heute der zweite September ist (das ändert sich willkürlich), sondern mehr, wie die Sonne jetzt auf 10° Jungfrau zuläuft: Ersteres ist wechselhafter Zivilisationsgebrauch, Zweiteres astrologisch/astronomische Grundbedingung, die sich nicht ändert, solange Sonne & Erde sich umeinander und in sich selbst drehen: weswegen die „Zeichen“ (Tierkreiszeichen) auch nicht mit den Sternen wandern, und Jungfrauen keine Löwen sind, wobei immer wieder falsche Gerüchte gestreut werden, selbst unter verwirrten Astrologen, z.B. Rafael Gil Brand, oder hier:

https://scilogs.spektrum.de/sternbildung/wassermann-der-unterschied-zwischen-sternzeichen-und-sternbild/#comment-92

Dass nun die falsche Zeit zur richtigen gemacht werden soll, passt zu Neptun in den Fischen allgemein und zu Lilith & Südknoten im Wassermann – „fair is foul, and foul is fair“ – im Wassermann, in der Technik & Gesellschaft, die mit Südknoten einen langen Bart hat, während dazu kompatibel Venus in Waage nach Ausgleich strebt im süßen Merkur-Sextil … Und natürlich Chronos/Saturn selbst im Trigon zu Uranus in Stier, sehr exakt, beide rückläufig, um an der Uhr „zurückzudrehen“ zu zukünftig wenigstens wieder eindeutigen, aber leider dauerhaft „falschen“ Uhren.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond im Leerlauf – Moon void – after that, from tomorrow morning Venus rules pair of days …

Fotos Termin © Venus im Zeichen Krebs

 

Liebe Leserinnen und Leser,

und das von heut Spätnachmittag bis morgen früh halb neun ca. – da Mond noch im Zeichen Jungfrau – also bleiben praktische Gedanken angebracht. Wie man was macht – take care im wahrsten britischen Sinn, also tatenlos zunächst – denn tun mit Mond im Leerlauf realisiert sich schwer, denken besser – morgen ist ein anderer Tag – der heutige hat „Sorge genug“ – ganz im Sinn von Fürsorge, praktische Lösungswege zu Jungfrau-Mond nutzen, weil sie sich da leichter zeigen, auch, wenn man nicht in diesem Zeichen geboren ist von der Sonne, was man Sternzeichen nennt. Jungfrau ist Ende der persönlichen Quadranten 1 und 2 vom Aszendent zum Deszendent. Morgen bei Mond in Waage …

Und Venus? Wird dann wichtiger, weil Herrin der Waage … Merkur im Erdzeichen Stier bleibt trotzdem ein gutes Team mit der Sonne im seinem Zeichen Zwillinge … er, der ihr am nächsten ist, und den sie doch auf seiner Bahn gleiten lässt als Teil ihrer selbst, doch Venus ist nicht nur Herrin der Waage, sie regiert auch den Stier: also alle Macht der Dispositorenkette – so nennen wir Astrologen diese Verbindung, landet bei Frau Venus im Zeichen Krebs – das sich in der Grundfarbe nach dem Mondstand ca. alle 2,5 Tage verändert … wow – Venus rules …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Waage, Skorpion und … Fische!

Foto Termin ©, Kepler Pavilion, Regensburg

Liebe Leserinnen und Leser,

vor wenigen Sekunden ist Mond ins Zeichen Fische gewechselt, wo Neptun & Chiron sind – Merkur im Skorpion-Zeichen kann auch verletzen mit der Zunge allein. Venus und Mars in der Waage wollen sich im Prinzip einigen, allein Mars ist dafür zu schwach in der Waage. Venus will doch einen starken Mars. Jupiter/Sonne in Skorpion passt gut zu diesem heftigen Herbst-Orkan. Das Quadrat zwischen Saturn im Zeichen Schütze (der immer noch Lilith-Farbe hat) und Chiron im Zeichen Fische wird erst noch exakt, am Donnerstag-Abend, wenn Mond bereits im Widder steht und zu game-changer Uranus Verstärkung bringt am Freitag Nacht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Nach Peter

Foto Termin ©

https://markustermin.com/2013/10/02/peter-sloterdijk-fast-wie-eine-priesterweihe/

Liebe Leserinnen und Leser,

wer hat denn den Jupiter im Zeichen Skorpion? Peter Sloterdijk zum Beispiel. Es ist nicht ganz selbstverständlich, vom mundanen, weltbezogenen Aufenthalt Ju-Piters zum persönlichen – hier als Beispiel P(i)ter Sloterdijk – zu schließen. Aber es stimmt, dass dieser Herr verwunden kann mit einem großen Stachel, einem Jupiter-Stachel, der „Feder“:

„Was psychologisch Resignation heißt, bedeutet in moralischer Sicht Neutralisierung von Streitsachen. Mit ihr werden vermittelnde Optionen zugänglich. Vor die abrupte Wahl zwischen immer verwerflicher Verstellung und immer löblichem wahrem Bekenntnis gestellt, mag es ratsam sein, fürs erste ins Reich der Zwischentöne auszuweichen.“ („Ist die Welt bejahbar?“, S. 34)

„Mit ihr werden vermittelnde Optionen zugänglich“ – da schreibt er vom Standpunkt derer, die solche Optionen erkennen, vielleicht nutzen, vielleicht – und das ist wohl eigentlich mitgedacht – solche Resignation erst erzeugen, um zu Handlungsoptionen im Sinne geschlichteter Streitsachen zu kommen – ein tief skorpionischer, manipulativer Gedanke wird unterschwellig angeboten.

Ein Aspekt der weltweit für alle gilt und je nach Geburtsbild ganz unterschiedlich beeinflusst, wird im persönlichen Geburtshoroskop zu einer klar definierbaren Eigenschaft. Zwischen den beiden materiellen und erotischen Zeichen Stier und Skorpion muss Sloterdijk – er hat Mars im Zeichen Stier – betont ein Gleichgewicht finden – ist damit mehr beschäftigt, wie andere.

Man kann deshalb in obigem Buch nicht selten die Wortschöpfung „Theo-Erotik“ finden – ein Begriff, den man hintersinnig aus dem Kontext deuten kann, wenn man gebildet genug ist und ein Fremdwörtelexikon zur Hand hat.

Insbesondere der Bildungshintergrund, den Sloterdijk voraussetzt, um verstanden zu werden – das Feuilleton-Potpouri –  wird in wahrscheinlich weniger als einer Generation einfach wegfallen, so dass dieses vor Bildung, Intelligenz und Urteil nur so strotzende Werk – Stichwort kardinaler Krebs – nur noch von ganz Wenigen wird verstanden und nachvollzogen werden können. Zu befürchten ist, dass sich solcher „Stoff“ ob seiner in der Gegenwart anspielungsreich verseilten Denk-Knüpf-Technik – in Zukunft kaum mehr wird enträtseln lassen, weil ein Großteil der immer noch klassisch inspirierten Bildungsbezüge nicht mehr als bekannt vorausgesetzt werden kann – und zwar schlicht deshalb, weil andere Inhalte – games, movies, social networks – den Zeitaufwand kosten, den es bräuchte, um den roten Faden der geistigen Kontinuität weiter zu führen.

Da wir in der Vergangenheit im langsamen Untergang des Imperum Romanum einen eklatanten Bildungsverlust erlebt haben, der ein ganzes Jahrtausend in relative geistige Dunkelheit stürzte – ist nicht auszuschließen, dass sich sowas unserer Tage einleitend wiederholt. Es ist aber nicht sicher, ob das in allen Teilen wirklich tragisch ist – will sagen: ob die intelligent gestapelte Reflexion von Hellenismus, Romanismus und Renaissance denn außer Astrologie – die Sloderdijk, ohne sie zu nennen, durch seine Sphärologie zu ersetzen versucht – noch wertvolle Richtungsanzeigen für künftige Erdenbürger bietet?

Sloterdijks „Nach Gott“ ist eigentlich ein sehr frommes Buch – im Grunde das eigentlich fromme Buch, das Gott wirklich ernst nimmt – jeder Theologe sollte es lesen. Unschwer ist zu erkennen, dass Sloterdijk die Lilith genau dort hat, wo heuer Pluto läuft. Da kann man dann freilich so ein Buch rausbringen, denn Lilith im Zeichen Steinbock wollte schon immer die spirituellen Regeln ändern; nicht umsonst fällt bekanntlich Weihnachten und die tiefspirituelle Zeit ins Zeichen Steinbock.

Sloterdijk beschreibt – was man nur versteht, wenn man ihm Wort für Wort folgt – die Umformung des Gottesbegriffs, seitdem er en gros und allgemein nicht mehr der Erfahrung einer persönlichen Begegnung entspricht. Wie hat man sich den Schock, aus der Gottes-Herrschaft entlassen worden zu sein, ideologisch so zurecht gelegt, dass man eine praktikable Haltung zum Leben fand? – solch eine Frage beantworten die Texte dieses Buches.

Sloterdijks eigener, meist spöttischer Ton – kann man ihn zynisch nennen? – erinnert ans jüdische Gottes-Grundverständnis: man kann ihn beschimpfen, verleugnen, nicht an ihn glauben: all das ficht JHWH nicht an. So steht Peter S. wie ein Kind an der Klagemauer der Geschichte, kann vor Esprit kaum laufen, während er gleichzeitig weiß, wie dieser Geist nur in Ablehnung, Abwehr und Modifizierung dessen gewonnen wurde, das eigentlich Thema ist und – „Nach Gott“ – negiert wird.

So schreibt – unfreiwillig aber unentrinnbar – Sloterdijk als Gnostiker über die Gnosis – und produziert noch einen höher entwickelten Purzelbaum um den heißen Brei herum. Das wird unweigerlich zu einer Welt nach Sloderdijk führen, aber unter Umständen erneut wieder vor Gott.

Dort, an dem Ort, wo Sloterdijk schreibt, ist Gott am Wenigsten. Obschon er zwar das Wort ist, ist´s unmöglich, ihn ganz aus der Sprache oder Schrift zu bannen – aber die Sloterdijkschen Mikado-Sätze verbergen ihn gut, machen jedoch richtig Appetit auf solch souveräne Denkkraft, die sich bei Pontius und Pilatus und in den Qumran-Rollen auskennt und jedem Klischee eine originelle und unterhaltsame Wendung abgewinnen kann. Vielleicht deswegen ist es im Kern schwer, sich überhaupt im Kopf zu behalten, was man im Kapitel zuvor gelesen hat.

Natürlich sind Sloterdijk diejenigen nicht unbekannt, die auf der verschiedensten Wegen zu wahrer Gotteserfahrung gelangen wollen – er jedenfalls ist den Weg nicht gegangen und steht nun mit seinem glänzenden Sprachschatz vor dem Tor, und kann nicht rein.

Aber seine Hybris, gegen das Tor anzuspringen, ein rechter Tor zu sein – hat auch wieder etwas Edles: wenigstens gegenüber all den jovialen Hände-in-den-Schoss-Legern, die sich gar so sicher sind und Zweifel nicht kennen, bzw. berechtigte Kritik ihrer Widersprüche einfach abtropfen lassen, wie Wasser von einer Teflon-Pfanne, weil sie weder glauben, noch wissen – und schon gar nicht all das, was Professor Sloterdijk weiss …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Sonne In Waage

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

noch hat die Menschheit nicht ganz verstanden, das Ganze als Eines zu betrachten, obwohl die Erziehung der Menschheit dort hin geht.

Dazu gehört auch, zu wissen, wenn die Luft hier den starken Duft des würzig warmen Herbstes annimmt, sie anderorts in frühlingshafter Frische Wohlgerüche über den düngenden Teppich der braunen Pflanzenreste des letzten Jahres in Form von Blüten ausbreitet.

Mysterium der Erde, uns ein relatives Gleichgewicht der Wetterkräfte für´s Überleben auf dem ganzen Erdball anzubieten, sowie – obwohl sie doch durch den Raum rast – die deshalb zu Recht für heilig empfundene Stille schenkt, wie Jochen Kirchhoff als einer der wenigen überhaupt bemerkt.

Die eine Hälfte der Menschheit fürchtet sich davor, in die Kräfte der Natur einzugreifen, die andere hält nichts anderes für wichtiger, als solche Eingriffe – Geoingeneering –  Anthrotech – auch evolutionär für folgerichtig gehalten, vorzunehmen, metaphysisch gedeckt durch den Spruch: „Machet euch die Erde Untertan“.

Die eine Auffassung, die „technische“, hat die Nachricht gestreut, die Erde sei ein verdorrender Planet, der sich in nicht allzu langer Zeit von seiner Schlacke trennen werde, um mit dem Übrigen ätherisch zu werden, was in zyklischer Verwandlung vom Diesseits ins Jenseits über sehr lange Zeiträume hin ohnehin der Fall sei.

Wer das ernst nimmt, kann schon auf die Idee kommen, Raumschiffe zu bauen. Es könnte sich aber auch anders verhalten – gemäß einer wachsenden Erde müsste die Transformation der gesamten Menschheit und des Planeten zunächst auf unabsehbare Weise durch weitere Zunahme an Erdsubstanz bestimmt sein, also geradezu das Gegenteil der Schlacke/ätherischer Teil-Theorie – jedoch – weil alles Sterbliche Zyklus ist – kann natürlich auch eine wachsende Erde nicht ewig wachsen, und dann, freilich, käme – die Kontiniutät der Wiedergeburten vorausgesetzt – auch für die Erde als Ganzes ein jenseitiger Transformationszustand in Frage. Es stimmt also doch, wenn auch vielleicht weniger aktuell, als wir glauben.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Technik und Geist: mit Löwenmut

Fotos Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

es bleibt eine ungelöste Frage, wie wir mit der Technik umgehen sollen – und, wenn wir unseren Philosophen glauben dürfen (und da sagen alle Schulen dasselbe, letztlich), dann ist bereits das „umgehen“ ein falscher Standpunkt, weil schon heute nicht geklärt werden kann, ob die Technik nicht – unentrinnbar – mit uns umgeht.

Wer darüber besserwissend lächelt – man müsse doch nur den Stecker ziehen, das stünde jedem frei – hat noch gar nicht verstanden, wie sehr er selbst, oder sie, bereits ein technisch bedingtes, vielleicht sogar teilweise entworfenes Wesen geworden ist.

Im Raum steht ja nichts weniger, als die totale Kontrolle der Technik über den Menschen – und damit die Abschaffung der Menschheit. In anthroposophischer Sprache ist es Ahrimann, der nach der Welt als Ganzes greift und tatsächlich den Menschen durch eine Menschmaschine ersetzen möchte. Der irre Tanz um die schnellste Informationsübermittlung gleichgültigster Botschaften …

… durch elektromagnetischen Missbrauch des ätherischen Raumes, ist nichts anderes, als die Verknüpfung von Ahrimanns Hirn, dem Netz – der Ruf nach schnellem Internet – auch auf dem Land – weiter nichts, als der Versuch, die technische Kontrolle (bei der die Dienste nur Katalysatoren sind) der Welt unumkehrbar zu machen. Zwar ist das Ergebnis noch ein paar Jahrzehnte entfernt, doch die Entscheidung vollzieht sich – vor unseren Augen – in unseren Tagen. Da stellt sich die Frage: was können wir denn tun? Können wir nicht einfach aussteigen?

Nicht Wenige, denen man wegen des lawinenartig anrollenden Wahns nichts mehr vormachen kann, weil sie längst wissen, dass Technik wesenhaft gar kein Apparat ist, sondern ein Geist, wählen diesen vermeintlichen Ausweg: ab und an das Handy ausschalten, den Wagen stehen lassen, kein skype zumindest, oder whatsapp, WLan aus – das ist dann schon der Widerstand.

Andere – zu denen ich gehöre – sagen: lasst uns diesen Drachen reiten. Meine alte mechanische Schreibmaschine ist vielleicht gefährlicher, als skype. Diejenigen, die ein solches Vorgehen skeptisch sehen, behaupten zu Recht: das sagst Du nur, weil Dir gar nichts anderes übrig bleibt. Denn diese ganze Diskussion vollzieht sich immer mit und durch die Technik, das nimmt ihr jede Glaubwürdigkeit. Und deswegen kann „nur noch ein Gott uns retten“ – wie Heidegger sagt. Die Entscheidung ist vielleicht schon im alten Ägypten gefallen. Du kannst sie nur teilnehmend beobachten. „Teilnehmend beobachten“ – möglich; nährt jedoch den Verdacht, mir schwant, wie diese battle noch nicht geschlagen ist. Wie es zur ihrer Kondition des maximalen non-fair-play gehört, uns zu schwächen, indem man uns glauben macht, es wäre alles schon gelaufen. Dann könnten wir nicht „teilnehmend beobachten“ – dann würde der Simulationskessel nicht gerade jetzt, unserer Tage so heiß laufen, dann bereitete sich nicht – im kulturpessimistischen Gefühl – eine so trügerische Gleichgültigkeit über den Warenflussgesellschaften aus, die mit gewaltiger Energie der permanenten maschinellen Ablenkung (jetzt erst verwandelt sich der Pop in den hymnischen Abgesang seiner selbst) bis auf´s äußerste gespannt – gerade da, wo sie vorgibt, in Ruhe zu sein – die Natur und die Wahrheit oft gerade dort, wo das Leben sich entfalten und heilen will – bis zur Unerträglichkeit verzerrt.

Und doch werden wir die Technik nur dann meistern können, wenn wir uns klarmachen, dass wir die Technik – so unerträglich sie unter Ahrimanns Kontrolle ist – zu unserem Schutz brauchen, und dass gerade Christus es ist, der Michaels Schwert auch in Pixeln gegen Ahrimann führt, und dass er sich bei diesem Kampf, über dessen Erfolg – das ist das Wesen unserer Freiheit – wir entscheiden – jeder Wirklichkeits-Ebene bedient, auch des Technischen. Dies ist der tiefere Sinn des Satzes: „Ich bringe das Schwert“. Nur dann, wenn wir die Technik entsprechend schätzen, würdigen, sogar lieben lernen (“ … uns eigens ihrem Wesen öffnen … „ (M.H.) – nur dann können wir den Drachen reiten. Technik ist in erster Linie und bislang – ein Schutz.

Foto gemeinfrei

Es scheint also tatsächlich so, dass jene Verrückten, die ihren Old-Timer lieben und den ganzen steam-punk putzen, schon allein durch ihre Liebe und Pflege des ganzen Retro-Eisens christlich vorgehen in einem sonst ihnen selbst und den anderen bislang unerklärlichem Aspekt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Merkur formt mit Jupiter eine (relativ genaue) Jod-Figur zu Neptun im Kraftzentrum

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

das Eigenartige ist, dass die Ikonografie auf eine merkwürdig bewusste Art der Einteilung des Zodiaks über Praha (Prag, Prague) entspricht: der Beginn des Zwillings-Sektors zeigt eine auffällige Häufung eben …

… der zu Zwillinge gehörenden Symbole (oder umfassender Ikonografien):

Hier gilt natürlich ganz besonders: „Man sieht nur, was man weiß“. Deswegen öftnet mein Astrologischer Rundgang durch Prag das Bewusstsein in Bezug auf die Verbundenheit des eigenen Selbst mit den Landschaften der Stadt (als Auszug, „Tinktur“ der Erde): weil wir außer den Zeichen, die die Geschichte reichlich und deutlich überall in Stein gemeißelt hat, auch noch und vor allem wissen wollen, wie diese gewachsene Zeit-Zwiebel von Stadtgebilde in der Gegenwart durch die unbewußte Bettung in das Feld der Tierkreiszeichen sich wirklich gegenwärtig ausdrückt: siehe die drei kleinen Foto so oben, die alle von der Grenzline des Zwillings-Sektors in Prag stammen. Das geht bis hinein in die Stimmung und den Ausdruck eine Ortes, seiner markanten Zentren. Ganz oben der flötende Barock-Merkur, der sich von einer nackten Frau für sein phallische Flötenspiel anhimmeln lässt, ist am Eingang der Metro-Station Malostranska.

Gibt es so eine astrologische Magie nur in Praha? Durchaus nicht: alle prinzipiell kultur-römisch geprägten Städte sind Abwandlungen des römisch-etruskischen Prinzips, das besonders bewusst die alte Kirche kannte und hütete, und auch durchaus an die große Glocke hängte. Das Licht der Sonne fällt deshalb genau dann auf den Altar, wenn die Sonne im Tierkreisgrad des Kirchenheiligen steht.

Wenn man sich die Stadtpläne der neuen Welt anschaut, soweit sie aus den Gründerjahren stammen, sind sie durchweg ebenfalls, meist auf alten Kultstätten und Kraftlinen, kosmisch ausgerichtet. Mit dieser Welt kann sich das persönliche Horoskop verbinden.

Wann ist das Yod genau? Relativ am 13. Juli, also Morgen, ausgelöst, wenn Mond gegen 17:30 Neptuns Spähre berührt. Neptun steht im Kraftzentrum, er bekommt die ganze Energie ab. Möge uns das zum Segen gereichen!

Ein Uranus/Mars Quadrat baut sich auf zwischen Widder und Krebs: Kraft und Gefühl im Clinch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus