Gedanken

Venus im Zeichen Widder bei Sonne im Stier

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Liebe Leserinnen und Leser,

aus dem Fische-Paradies kommend, hat die Venus im Widder zunächst fremdes Terrain betreten (20.04.2019, 18:12). Es ist das Haus des Mars, in dem sie zu Besuch ist. Da Ostern nach der etwas absurden vatikanischen Berechnung (losgelöst von den Konstellationen und damit sinnbildlich für „Wissenschaft“) dieses Jahr unpassend in den Sonnen-Stier fällt – bleibt bzw. läuft wenigstens Venus im Pionier-, aber auch – im Lamm-, dem Opferzeichen als Feuerzeichen.

Venus verteidigt dort – ich verdanke den Hinweis einem Kollegen – aggressiv (Mars) das Revier (Venus/Stier) – die „Revierthematik“ ist dem Döbereiner Stier/Venus-Verständnis  entnommen – weil sie beobachtbar zutrifft: alles Stier-mäßige – und so auch Frau Venus – richtet sich in gewissem Sinn besitzergreifend ein. Stier sind/waren z.B.: Jean-Claude Juncker, George Clooney, Karol Józef Wojtyła, Elisabeth Windsor und viele mehr.

Norma Jeane Baker nicht – sie war Zwillinge plus Merkur auch da mit mächtiger, freiheitsliebender Wassermann Mond/Jupiter Konjunktion, einem Fische-Mars und einer in diesen Post topic passenden Widder-Venus: wie jetzt also und demnach Revierkämpferin …

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– wobei Venus ja auch die Waage-Dominanz auf dem fremden Gebiet des Widder zu entfalten versuchen könnte: Kampfkunst. Japan als Waage/Widder-Land verbindet wahrnehmbar die Gegensätze – wenn mal nicht der große Teich überschwappt und ein Atomkraftwerk angeblich unvorhersehbar flutet – was natürlich auch für ein gehöriges Maß an Ignoranz spricht.

Hat der Christus den Tod überwunden? Ja, vor allem den Opfertod hat er überwunden, nur die Militärs und ein paar andere haben es noch nicht ganz verstanden; auch Priester tun sich sehr schwer und sind schnell beleidigt, wenn ihres Erachtens Pietät mangelt. Doch Christus stellt das selbst klar:

„Faßt mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.“ Weil sie erstaunt waren und es immer noch nicht glauben konnten, bat er sie, ihm etwas zu essen zu geben, und „er nahm es und aß es vor ihren Augen“ (vgl. Lk 24,36—43).

Mit freundlichen Ostergrüßen,

Markus

Europa

Widder-Neumond 2019: Freundschaft

05.04.2019 10:52

Liebe Leserinnen und Leser,

um Freundschaft kämpfen (sie erneuern, neu gründen) sagt dieser Neumond aus Haus 11 zwischen zwei Widder/Waage Vollmonden seinerseits zum sozialen Thema. Krebs steigt als Familienzeichen auf: die Menschheitsfamilie – Fische im Haus 10 beschreiben mit Merkur/Neptun und Venus das Ergebnis – wie auch Jupiter in Haus 6 – Es geht in beiden Häusern darum, Weisheit und Geist im praktischen Leben beruflich (Fische-Planeten H10) dienstbar (Jupiter Regent Fische H6) zu machen, wie es den Bedeutungen dieser Häuser 10 und 6 entspricht.

Die Widerstände gegen das Neumond-Krebs-Aufbruch-Thema sind aus dem Steinbock gewaltig mit Saturn/Südknoten/Pluto: wir bleiben mit aller Macht beim Alten. Die Spannung des sich aufbauenden Sonne/Saturn (Pluto/Südkonten) Quadrats begleitet uns die nächsten Tage – wie immer, lohnt es sich, den astralen Widerständen keine Breitseite zu bieten und das Quadrat – es gibt davon zwei im Jahr – nicht noch durch die eigne, unkontrollierte Emotionalität zu „füttern“ – das richtige Verhalten gegenüber astralen Nötigungen ist immer Wissen und Ausgleich, letzteres durch die beiden Vollmonde – und Mars in Zwillinge bekommt von Merkur in den Fischen sicher keine Grenzen auferlegt: weil so vieles möglich erscheint, kann man sich für nichts entscheiden – das wären die Fische-„Götter“- ist das nicht ein schöner Schwarm da oben?! – mit dem Neumond werden die Würfel fallen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astrologie

Dieselfahrverbot im Ärmelkanal

Rudolf Diesel

Liebe Leserinnen und Leser,

an den Horoskopen von verstorbenen Personen lässt sich der Zeit-aktuelle Bezug der Geschehnisse, die sich klar um ihren Namen ranken, besonders gut ablesen. Rudolf Diesel – diesem Helden des Geistes und der praktischen Wirklichkeit – war Rudolf Steiner gar nicht so unähnlich. Beide im Zeichen Fische geboren, beide eine Fische/Jungfrau Thematik, beide Neptun im Zeichen Fische – und weitere astrologische Parallelen. Auch hatten beide eine technische Grundausbildung.

Rudolf Steiner wurde von den eigenen Leuten (mindestens einer/m) vergiftet (Neptun), Rudolf Diesel (höchstwahrscheinlich) über Bord geworfen im Ärmelkanal. Und nun kocht sowohl der Brexit, als auch das Dieselfahrverbot wechselweise in der Presse hoch. Beide waren als Sozialreformer tätig, Diesel mit seinem „Solidarismus“ – dem Bienenstockprinzip:

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/die-utopie-solidarismus-rudolf-diesel/

Diesels und Steiners Horoskope machen aber auch und vor allem Hoffnung: dass eben jetzt – mit Neptun mitten in den Fischen – die Menschen geboren werden, deren Vision die Zivilisation weiter tragen wird. Vielleicht sollte man Steiners und Diesels soziale Ideen verbinden, um sie endlich fruchtbar zu machen? In jedem Fall sollte man ein Dieselfahrverbot im Ärmelkanal erlassen, wenn die Wellen mit dem Neptun-Transit in Diesels Horoskop noch höher schlagen …

https://anthrowiki.at/Soziale_Dreigliederung

Rudolf Steiner

Auch hier mal lesen:

https://markustermin.com/2017/08/03/neptun-und-die-transformation-des-diesel/

Rudolf Diesel innen 18.03.1858, außen heute, 28.01.2019

 

Europa

What´s Up? Die Zeitqualität – ein Märchen

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Liebe Leserinnen und Leser,

ja, die Sache mit den 3 goldenen Äpfeln. Immer werden sie von einem Drachen bewacht: der Drache sind aktuell: Saturn rückläufig, Pluto rückläufig und Lilith im Steinbock, Mars rückläufig in Wassermann, dem Zeichen des aktuellen Drachenschwanzes, Ketu, dem Südknoten auf dem Weg dahin. Das sind jede Menge Regeln, Bedenklichkeiten, Würden ohne Anerkennung – Steinbock als das Zeichen der Würde – die von Lilith keinesfalls so gesehen werden kann (z.B. Trump und „Stormy Daniels“, Schweigegeld, etc.) – doch, was sich öffentlich abspielt, ist auch als Drama im Kleinen tätig, und sei es als Notlage der eigenen Seele, die mit ihrer eigenen Würde ringt – je nachdem, wo bei Ihnen Steinbock steht. Dazu geht Venus in wenigen Tagen in die Opposition zu Neptun (24.07.18), Mars ins Quadrat zu Uranus (02.08.18) – Illusion und Praxis, sowie Stier-Physis und Wassermann-Geist via Uranus in eine hoffentlich kreative Befreiungsthematik – und zu allem Überfluss ist Merkur schon im Schatten seiner Rückläufigkeit (ab 26.7.18) – wenn man dann noch die Mondfinsternis zu Vollmond bedenkt (27.07.2018, 22:20), kann man sich die aktuelle Stimmung ganz gut herleiten – Lichtblick wird das sich neu aufbauende Trigon zwischen Jupiter (Skorpion) und Neptun (Fische) am 19.08.2018 – der Tag, an dem Merkur wieder direkt geht … dieses Trigon aus den Wasserwelten hält jenseits der Brüche und Verwerfungen dieser Tage auf einer kaum zu verbalisierenden Wahrnehmungsebene des Astralen die Hoffnung aufrecht – und wirklich, die Mirabellen schmecken köstlich – und lange nicht alle gleich, sondern jeder Baum anders …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

 

Mundan

Wasser zu Feuer – Widder Ingres

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Liebe Leserinnen und Leser,

bei diesem Widder Eintritt geht es um den 3. Quadranten: Hinwendung zu den Anderen – dann sind mit dem Jungfrau-AC für unsere Breitengrade die Widder-Kräfte die 7/8 Haus-Kräfte, die Wandlungs-Kräfte. Für unsere Breitengrade zeigt dieses Horoskop – das gut als wahres Jahreshoroskop betrachtet werden kann – einen Begegnungs-Schwerpunkt. Und man sieht auch nochmal, wie sehr die Beharrung im Steinbock wurzelt: die Regeln, die Würden, die Strukturen, die Weltordnung – die sich doch wandeln muss mit Pluto im kreativen Bereich, Haus 5 = ändere die Regeln; – mit Macht – mit Kreativität. Mondknoten in Löwe in Haus 11 ist der einzig bedeutende Punkt im Geistbereich des 4. Quadranten = neue Freundschaften, Gemeinschaften, Gesellschaften. Hier kommt man zu was mit Herz & Mut. Jupiter in Haus 3 führt einen großen sprachlichen Stachel und findet Weisheit in der rückläufigen Tiefe, gerne auch Magie. Merkur/Venus in Widder in Haus 8: Initiative, Liebe, darüber sprechen. Der Stier-Mond ist noch fast der Lehrer in Haus 9 = Friedfertigkeit von der Herde lernen …

Neptun in Haus 6, fast noch 7 – von Guru und Täuscher führt ein schmaler Steg über den Bach – möge Chiron der Heiler sein dieses Jahr, weniger der Verletzter …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Deutschland, Europa

Merkel – Wie lange noch? – Mars in Schütze

Liebe Leserinnen und Leser,

„De minoribus rebus principes consultant; de maioribus omnes, ita tamen, ut ea quoque, quorum penes plebem arbitrium est, apud principes pertractentur.“*

Den Mythos der Germanen – die sich selbst genau so wenig Germanen nannten, wie die Hellenen Griechen – hat ein Römer begründet mit einer Art Propagandaschrift zur moralischen Provokation der Römer – ihnen einen Spiegel vorzuhalten wegen ihrer aufkommenden Dekadenz. Es ist deswegen nicht ganz für bare Münze zu nehmen, was er schreibt: und doch lässt sich der ein oder andere Hinweis durchaus gebrauchen.

Die Wurzeln der Völker sind tief und können nicht so ohne weiteres übergangen werden. Das weiß die Welt gegenüber den Deutschen (der richtige Eigenname nach unserm Gott) – und – ob man es will, oder nicht – der Deutschen Mythos begründet sich vor allem in ihrem erfolgreichen Widerstand gegen das „Reich“ – das Imperium und die große Niederlage des Kaisers Augustus (Jungfrau, Steinbock-Mond) – und man kann – wie Peter Sloterdijk („Falls Europa erwacht“, Suhrkamp, 2002) – die Weltgeschichte vor allem als eine Art Transformation der Reichsidee betrachten – nach dem Motto: wenn der Bartel sich nicht seinen Most holt, fließt der Most eben zum Bartel – daraus wurde dann erstmal das mittelalterliche Fundament des „heiligen römischen Reiches deutscher Nation“ – eine Wortschöpfung, die man auch mit heutigem Politiker-Sprech kaum übertreffen kann, zwischendurch das französische Kaiserreich, das britische Imperium, usw. – das „3. Reich“ – dessen Anleihen an Rom mit seinem Militarismus schon allein architektonisch offensichtlich sind – und zuletzt die EU, dem neuen noch nicht voll souveränen Reich der Königin; nur kann man eben – das ist der Sinn dieser etwas längeren Vorrede – die Wurzeln eines Volkes nicht ungestraft von unten nach oben kehren: die Deutschen vertragen keinen „Führer“ und auch keine ewige Kanzlerin – es regt sich Widerwille und sogar Abscheu – und wer die Foren besucht, kann feststellen, dass im „einfachen Mann“ – das kann gut ein/e JournalistIn sein – mitunter primitivste Instinkte & sogenannte „Vorurteile“ sich den Weg bahnen, wie der Rinnsal bei Gewitter zu einem Fluss wird.

Und daran liegt´s: dass eben die Deutschen es gewohnt sind, wie Tacitus schreibt, über wichtige Dinge als Alle befragt zu werden, ihre Stimme abzugeben, nicht von oben herab delegiert. Unter anderem deswegen hat zu lange Herrschaft in „Schland“ keine Chance – Merkel regiert nun schon etwas länger, als Hitler, Jugendliche glauben: Demokratie ist, wenn „Mutti“ regiert (und mit AKK gerade so weiter, wie Putins präsidiale Selbstübergabe)  und so reibt man sich die Augen, wenn eigentlich relativ verdienstvolle Leute, wie „Birne“ Kohl – Gott sei seiner Seele gnädig! – mit Schimpf & Schande verjagt und gestürzt werden.

Fragt man sich, wo denn „das Reich“ aktuell seinen Sitz hat, fällt die Antwort leicht: nicht zufällig ähnelt das „Kapitol“ römischen Prachtbauten. Das andere, fremde Reich, das mit diesem gleichzeitig konkurriert und amalgamiert – kein chinesischer Führer ohne Elitestudium in den USA, Schuldenunion zwischen beiden „Reichen“ – ist dem gegenüber, trotz aller Gewalt – noch immer nur Imitat und „Randerscheinung“ – Indien & Pakistan, Japan sowieso. Um den Größenwahn solch geostrategischer Überlegungen etwas abzumildern, wäre vielleicht zu erwähnen, dass im „Ausland“, insbesondere den USA – die Deutsche Macht oder Ohnmacht mit Argusaugen beobachtet wird – weil man dort – im Gegensatz zu den Deutschen selbst – sehr genau verfolgt, welcher Kraft und Dynamik der Volksgeist in Deutschland unterliegt, weil man weiß – bei uns ist der Geist derer, die es wissen, zur Zeit mit der Lupe zu suchen – dass dessen unberechenbare Dynamik – wenn der Michel mal die Erdnussflips und die Bierdose aus der Hand legt, und sich mit seinem Übergewicht aus dem Fernsehsessel wuchtet, um sich auf den Sportplatz zu schleppen, und dort „Le Mannschaft“ bildet – tatsächlich immer noch manchmal den Ausschlag in der Weltpolitik gibt (Stichwort „Mauerfall“).

Also bekommt jedes Volk die/den „FührerIn“, die es verdient: und das ist im Augenblick eine immer recht allgemein informierte Schütze-Aszendentin mit der Fähigkeit, dieses Volk auf dem niedrigst möglichen geistigen Niveau unter pseudo-matriarchalen Gesichtspunkten zur freiwilligen Testosteron-Sublimation zu überreden, was einfach von vielen Leuten sehr geschätzt wird.

Doch wie lange noch?

Unteres Horoskop zeigt exakt den ersten Tag ihrer KanzlerInnenschaft. Ich habe die Aspektscheibe auf das gradgenaue Pluto/Pluto-Trigon eingestellt, doch diejenigen unter euch, die in der Lage sind, Horoskope zu lesen (es werden weniger – denn es ist so viel einfacher, auf rosa Einhörner zu vertrauen … ) finden in diesem chart noch ein paar Wunder mehr. Doch Pluto – mit Lilith in direkter Konjunktion über dem Radix-Pluto (von Anfang an was faul!) ist sicherlich die „brutalst“ mögliche Entsprechung der „Machtergreifung“ der kinderlosen (ja, das ist jetzt gemein) Mutter der Nation.

Innen Angela Merkel, außen Kanzlerschaft, 22.11.2005

Das nächste Bild zeigt nun das wahrscheinliche Ende ihrer KanzlerInnenschaft – spätestens Ende Januar 2020 – so meine Vorhersage – mit dem Quincunx zu ihrem eigenen Löwe-Macht-Pluto – wird ihre, auf einer geheimen Atlantik-Brücke gebaute KanzerInnenschaft untragbar geworden sein.

Innen Angela Merkel, außen 28.01.2020

Letztes Bild nun zeigt die aktuelle Situation: „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“: der würdige Abgang mit Saturn am AC – die dringende Aufforderung zum persönlichen Wandel – ist verpasst (oder auch von denen, deren Anweisungen sie möglicherweise befolgt – Indizien sind nicht völlig aus der Luft gegriffen – nicht erlaubt worden) – gleichzeitig ist Jupiter in Haus 11 ein Garant für die Präsenz in der Öffentlichkeit – selbst hier, im Astrologischen Stundenbuch, ist sie Thema. Die Saturn am AC-Quälerei (nur dann, wenn man nicht loslassen kann) sieht man ihr ja nun sehr deutlich im Gesicht an, (wenn sie mal vergessen hat, ihre Lächel-Maske über die Raute zu stellen) – Mars im Schützen, ihr eigener, bemerkenswert rückläufiger Mars (reagiert immer nur, agiert nie, das ist manchmal gut, aber nicht immer) macht die Tage trotz eigener „Frequenz“ anstrengend.

Innen Angela Merkel, außen heute, 28.02.2018

Wie ihr sicher gemerkt habt: ich kann diese Frau und ihre Sprechblasen nicht mehr ertragen und muss mich in der Wortwahl zügeln – ebenso wahr ist – und daran ist sie nicht unschuldig – dass die Situation des Landes ohne sie durchaus chaotisch werden könnte, denn sie hat mit ihrer Besserwisserei und Ignoranz das Leben in Deutschland in Richtung geistloses Kaffeekränzchen verschoben (nachdem wir in der alten Bundesrepublik das Niveau des Deutschen Michels bereits auf ein schriftkundiges gehoben hatten) – ich kann nicht sagen, ob das jemals wieder wird und wovor man sich mehr fürchten muss: Angela Merkel, oder den infantilen KarrieristInnen, die sie sich als ihren Hofstaat und ihr Mediengefolge herangezüchtet hat – sicherlich fast ohne böse Absicht und nur mit ein oder zwei Charakterfehlern, die in der „Komiker-Nation“ nicht weiter auffallen …

Dass sie nun auf die letzten Meter Schröders Energie-business mit den Russen durch North Stream II stützt, lässt sie an sonst verspieltem Format gewinnen, obwohl ihre Leistung auch nur darin besteht, sich nicht einzumischen, aber immerhin: auch der Ukraine den Kriegsgrund nehmen mit ihrer Durchleitungserpresserei. Vielleicht tut sich dann ja mal was?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*„Über die Dinge von geringerer Wichtigkeit beratschlagen die Oberhäupter; über wichtigeres alle, doch so, dass auch diejenigen Dinge, deren Entscheidung beim Volk liegt, bei den Oberhäuptern durchdacht werden.“ (Tacitus, 11)

Europa

Technik und Geist: mit Löwenmut

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Liebe Leserinnen und Leser,

es bleibt eine ungelöste Frage, wie wir mit der Technik umgehen sollen – und, wenn wir unseren Philosophen glauben dürfen (und da sagen alle Schulen dasselbe, letztlich), dann ist bereits das „umgehen“ ein falscher Standpunkt, weil schon heute nicht geklärt werden kann, ob die Technik nicht – unentrinnbar – mit uns umgeht.

Wer darüber besserwissend lächelt – man müsse doch nur den Stecker ziehen, das stünde jedem frei – hat noch gar nicht verstanden, wie sehr er selbst, oder sie, bereits ein technisch bedingtes, vielleicht sogar teilweise entworfenes Wesen geworden ist.

Im Raum steht ja nichts weniger, als die totale Kontrolle der Technik über den Menschen – und damit die Abschaffung der Menschheit. In anthroposophischer Sprache ist es Ahrimann, der nach der Welt als Ganzes greift und tatsächlich den Menschen durch eine Menschmaschine ersetzen möchte. Der irre Tanz um die schnellste Informationsübermittlung gleichgültigster Botschaften …

… durch elektromagnetischen Missbrauch des ätherischen Raumes, ist nichts anderes, als die Verknüpfung von Ahrimanns Hirn, dem Netz – der Ruf nach schnellem Internet – auch auf dem Land – weiter nichts, als der Versuch, die technische Kontrolle (bei der die Dienste nur Katalysatoren sind) der Welt unumkehrbar zu machen. Zwar ist das Ergebnis noch ein paar Jahrzehnte entfernt, doch die Entscheidung vollzieht sich – vor unseren Augen – in unseren Tagen. Da stellt sich die Frage: was können wir denn tun? Können wir nicht einfach aussteigen?

Nicht Wenige, denen man wegen des lawinenartig anrollenden Wahns nichts mehr vormachen kann, weil sie längst wissen, dass Technik wesenhaft gar kein Apparat ist, sondern ein Geist, wählen diesen vermeintlichen Ausweg: ab und an das Handy ausschalten, den Wagen stehen lassen, kein skype zumindest, oder whatsapp, WLan aus – das ist dann schon der Widerstand.

Andere – zu denen ich gehöre – sagen: lasst uns diesen Drachen reiten. Meine alte mechanische Schreibmaschine ist vielleicht gefährlicher, als skype. Diejenigen, die ein solches Vorgehen skeptisch sehen, behaupten zu Recht: das sagst Du nur, weil Dir gar nichts anderes übrig bleibt. Denn diese ganze Diskussion vollzieht sich immer mit und durch die Technik, das nimmt ihr jede Glaubwürdigkeit. Und deswegen kann „nur noch ein Gott uns retten“ – wie Heidegger sagt. Die Entscheidung ist vielleicht schon im alten Ägypten gefallen. Du kannst sie nur teilnehmend beobachten. „Teilnehmend beobachten“ – möglich; nährt jedoch den Verdacht, mir schwant, wie diese battle noch nicht geschlagen ist. Wie es zur ihrer Kondition des maximalen non-fair-play gehört, uns zu schwächen, indem man uns glauben macht, es wäre alles schon gelaufen. Dann könnten wir nicht „teilnehmend beobachten“ – dann würde der Simulationskessel nicht gerade jetzt, unserer Tage so heiß laufen, dann bereitete sich nicht – im kulturpessimistischen Gefühl – eine so trügerische Gleichgültigkeit über den Warenflussgesellschaften aus, die mit gewaltiger Energie der permanenten maschinellen Ablenkung (jetzt erst verwandelt sich der Pop in den hymnischen Abgesang seiner selbst) bis auf´s äußerste gespannt – gerade da, wo sie vorgibt, in Ruhe zu sein – die Natur und die Wahrheit oft gerade dort, wo das Leben sich entfalten und heilen will – bis zur Unerträglichkeit verzerrt.

Und doch werden wir die Technik nur dann meistern können, wenn wir uns klarmachen, dass wir die Technik – so unerträglich sie unter Ahrimanns Kontrolle ist – zu unserem Schutz brauchen, und dass gerade Christus es ist, der Michaels Schwert auch in Pixeln gegen Ahrimann führt, und dass er sich bei diesem Kampf, über dessen Erfolg – das ist das Wesen unserer Freiheit – wir entscheiden – jeder Wirklichkeits-Ebene bedient, auch des Technischen. Dies ist der tiefere Sinn des Satzes: „Ich bringe das Schwert“. Nur dann, wenn wir die Technik entsprechend schätzen, würdigen, sogar lieben lernen (“ … uns eigens ihrem Wesen öffnen … „ (M.H.) – nur dann können wir den Drachen reiten. Technik ist in erster Linie und bislang – ein Schutz.

Foto gemeinfrei

Es scheint also tatsächlich so, dass jene Verrückten, die ihren Old-Timer lieben und den ganzen steam-punk putzen, schon allein durch ihre Liebe und Pflege des ganzen Retro-Eisens christlich vorgehen in einem sonst ihnen selbst und den anderen bislang unerklärlichem Aspekt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus