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Arlo Guthrie Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

auf dem Weg zum Bardentreffen gestern noch schnell untere Aufnahmen gemacht. Später dann Arlo Guthrie mit Hans-Eckardt Wenzel, der erstere Krebs, wie sein Vater Woody, der zweite Löwe mit gestern Geburtstag (erwähnte das aber nicht).

Na ja, Arlo Guthrie gefällt mir besser (und Wenzel selbst wohl auch), und wenn man bedenkt, daß hier nahtlos der eine Krebs die Vater-Tradition des anderen Krebs fortsetzt, und daß sowas nur in Amerika möglich scheint, dann hat man mit der Guthrie-Familie – sollte es so weitergehen mit seinen vier Kindern – und diesen Anschein hat es – sowas, wie eine Familien-Seele vor sich, aus der, wie in der Bibel, die guten Töne nur so sprudeln.

Im Grunde genommen nur ein Mann mit einer Gitarre. Die Begleitband gut. Da gibt es junge Menschen, die sind so klasse mit ihrem absoluten Gehör, daß sie begleitend die richtigen Töne wie im Traum treffen.

Doch Guthries sonore Charakterstimme, der geschichtliche Nimbus ist nicht so ohne weiteres mit Talent zu haben. Guthrie klingt sehr nach Dylan, oder Dylan nach Guthrie, je nachdem. Vielleicht beide nach Woody Guthrie? Der schrieb auf seine Gitarre: „this mashine kills fascists“.

Nun spielt sein Sohn auf dem Hauptmarkt zu Nürnberg, ein Sportflugzeug umrundet während des Konzerts in niedriger Höhe den Platz und immer noch kommt aus einem tiefen Instinkt im Publikum die irrationale Warnung, die Angst davor, was da von oben fallen könnte auf unsere schöne Burg …

War aber nicht, war alles gut …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

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