Sonderzug nach München

Freitag, 8.12.20117, 19:15, Berlin

Liebe Leserinnen und Leser,

so ein Mist aber auch – endlich wird mal ein Bauprojekt fertig, und dann sowas – gleich bei der Jungfernfahrt 2 Std. Verspätung – keine „Zeitersparnis“. Da hat man nun zugunsten des Prestige-Projekts überall Strecken privatisiert und Bahnhöfe …

So siehts meist entlang der Bahn aus: zu hässlich für 1 grosses Bild, Termin ©

 … kaputt-gammeln lassen, den x-ten 500 Millionen teuren Streik zumindest am gehobenen Personal spurlos vorüberziehen lassen, und nun muss man ausgerechnet bei Merkur rückläufig in den Zug steigen. Astrologen werden vorher natürlich nicht gefragt. So lustig das Ganze sein könnte, so sehr ist es doch auch ein Menetekel zwischen Berlin und München, Preussen und Bayern, CDU und CSU, den dominierenden Stämmen des Landes.

Das Horoskop ist bemerkenswert, weil es den Deutschland-Aszendenten Löwe zeigt und auch sonst die Situation schön darstellt: zuständig für die kleinen Reisen von Haus 3, in dem die praktische Jungfrau regiert, ist Merkur, der – just an Saturn vorbei – sich rückläufig im kreativen Bereich zu halten versucht, wo die Sonne nicht im Haus, aber im Zeichen der Fernreisen steht: Schütze. Dem Jupiter – Schütze Regent – im 4. Haus im Zeichen Skorpion fällt daher die Rolle des Bestimmers zu – und auch Mars – Herr von Haus 10 = das Ziel steht auf kritischem Übergangsgrad nur einen Hauch vom Skorpion entfernt. Haus 4 beschreibt mit der Jupiter Anwesenheit das Thema Wachstum im Fundamentalen, bei den Urgründen, und genau das passiert auch im Volk der Deutschen, die parallel zu den sich feiernden politischen Figuren live miterleben, dass die Republik auch existieren kann, ohne von ihnen regiert zu werden. Die Regierung – Steinbock – sitzt eingeschlossen aus praktischen Gründen (nämlich im Wagon) in Haus 6 – Pluto & Lilith (Macht und Machtmissbrauch) sind auch dabei.

Manch eine/r hört in seinem/ihrem bewussten Bürgerleben zum ersten Mal Worte, wie „Fraktionszwang“ und „Gewissensfreiheit“, und die/der ein oder andere JournalistIn wagt sich argumentativ sogar soweit vor, es sei doch gar kein Unglück, wenn über Meinungen demnächst kreativ gestritten würde, anstatt alles nur Merkel-Haft abzunicken. Manche gehen sogar soweit, zu behaupten, ursprünglich sei von den vielen Vätern und wenigen Müttern des Grundgesetzes die Sache so gedacht gewesen, allein die Parteien, denen vom Grundgesetz nur eine Mitgestaltung in Aussicht gestellt sei, hätten sich krakenhaft und in Komplizenschaft mit den Medien (die niemals entnazifiziert wurden) auf sicherem Posten den Kuchen so aufgeteilt, dass man schier nichts anderes denken kann, als Rot, Schwarz, Blau, Grün und Gelb, als wäre das Land ein Asterix-Heft.

Wörtlich heißt es dazu (Artikel 21, Absatz 1) im Grundgesetz:

Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.

Natürlich fällt gleich beim Durchlesen auf, dass Helmut Kohl selig mit seinem „Ehrenwort“ nicht nur gegen das Gesetz zur Parteienfinanzierung (ein Bundesgesetz) verstossen hat, sondern auch gegen das Grundgesetz, welches diesem bekanntlich übergeordnet ist. Wichtig erscheint aber, dass dort nichts davon steht, es sei erlaubt, im Würgegriff zwischen Parteien und Funk-Volksverblödungsanstalten, die sich gegenseitig pushen und Posten zuschieben/sichern, dem Volk die politische Willensbildung praktischerweise abzunehmen – nur von Mitgestaltung ist die Rede.

Davon sind wir weit entfernt. Diese durch und durch lobbyistisch korrumpierte Politik hält sich bis oben hin nach Brüssel – man konnte es bei den fleißigen Milliardenschiebern der Jamaica-Sondierungsgespräche gut beobachten – über alle Parteien hinweg quasi feudal als dem Volk gegenüber für grosszügig, wenn sie dessen Vermögen an die Interessengruppen verteilt, die ihren jeweiligen Zielen (Glyphosat, Elektrosmog-Digitalisierung 5.0, Zuwanderung als Arbeitsmarkt und Mietpreiserpressung, etc. pp., Pseudo-Öko-Mais Wahn oder Kohleverstromung) verpflichtet sind.

Langer Rede kurzer Sinn ist es doch sehr erfreulich, zu sehen, wie das Volk und bzw. dessen offenbar erwachender Geist, das Land in die kreative Unregierbarkeit gewählt haben. Das ist die einzige Möglichkeit für die Menschen, etwas Luft zum Atmen zu schöpfen.

Die peinliche Panne mit dem ICE als Zeichen einer überkomplexen Bürokratie und Technik = Technokratie, die sich selbst ein Bein stellt, ist nur ein Zeichen. Der unentwirrbare Wald aus Regeln, Vorschriften, Vorteilnahme, Gebrauchsanweisungen und dem ganzen Wahn ist durch ein zwei Zusatzregelungen nicht zu entwirren. Die vermeintliche Abschaffung des Soli wird das Leben des „Normalverbrauchers“ mit seinem Hunger nach Industrie-Schweinefleisch nicht leichter machen. „Woher die Wut?“ sieht man die Medien scheinheilig schreiben. Daher die Wut, dass ein Normal-Sterblicher weder seine Steuerabrechnung, noch seine Elektrizitätsrechnung verstehen kann. Dass gleiche Behörden, wie Kindergeldstelle und Arbeitsamt zu ihrer Bequemlichkeit den Datenschutz vorgeben, wenn es darum geht, Eltern mit ihrem Nachwuchs zu erpressen, dass der „Verbraucherschutz“ in den Mülltonnen der call-centre-Schleifen gut aufgehoben scheint … oh je – die Litanei ist endlos – was tun?

Eine Faustregel lautet, gerade bei uns in Deutschland, von dem man geistig einiges erwartet: weg von den Gruppen, hin zum Individuum. Weg von den pauschalen Lösungen, hin zum einzelnen Problem.

Insofern ist es ein gutes, hoffnungsvollen Zeichen für die Entwicklung der Menschen in diesem unserem Lande, wenn die Zeit der „Volksparteien“ sich dem Ende zuneigt. Dass wir dann keinen Herkules (oder eine Herkula) brauchen, der/die den Stall ausmistet, würde Meister Eckhart sagen – dazu helfe uns (unser wieder erwachte Erzengel und) Gott!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

 

Neptuns Tarnkappen

Fotos Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

fließt alles aus dem Bild. Der „Witz“ bei Neptun ist nicht nur, dass er schleichend alte Gewissheiten auflöst, sondern auch, dass diese Auflösung gar nicht bemerkt wird. Bis 2025 wird Neptun im Zeichen Fische bleiben, seiner natürlichen Heimat – und während dieser Spanne – seit 2011/12 ist er drin – wird er durch zahlreiche Sextile von Pluto aus dem Steinbock-Zeichen unterstützt, der ohnehin eine geheimnisvolle, ganzzahlige Bahnresonanz 3/2 mit Neptun unterhält.

Bahnresonanzen sind in unserem Sonnensystem übrigens immer ganzzahlig, passend zu Leopold Kroneckers (Schütze) Ausspruch: „Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere ist Menschenwerk“ – den Grund dafür kennt niemand, genausowenig den Grund für die ganzzahlige Ordnung des chemischen Periodensystems. Mehr noch, es ist uns sogar der Grund zum Fragen solcher Fragen abhanden gekommen.

Pluto & Neptun am Werk können wir leicht beobachten, bei der Machtverschiebung auf der Erde: nach 2008 haben die Staaten die Hoheitsrechte über ihre Finanzen endlich global ganz verloren und an die Banken abgegeben – und so hat Neptun – das Fische-Zeichen ist auch das Geld-Fluss-Zeichen (soll Dein Laden laufen, setze eine/n Fische-Geborenen an die Kasse … ) still und heimlich und doch vollkommen offen ein Finanz-Imperium märchenhaften Reichtums geschaffen, gegenüber dem einzelne Regierungen trotz gegenteiliger Beteuerungen vollkommen machtlos sind.

Es ist gut möglich, dass wir – gerade wegen der neptunischen Auflösungen des Alten am Anfang eines Zeitalters der Stabilität stehen, in dem eine neue, vollkommen anonyme Aristokratie die Welt so beherrscht, wie Lao Tse es empfohlen hat: am Besten sei´s, wenn das Volk gar nicht weiß, wer regiert.

Früher war es leicht, die Mächtigen und Wohlhabenden auf der Straße zu erkennen. Sie hoben sich durch Ausstattung ihrer Kleidung vom Rest der Welt ab. Diejenigen, die etwas haben, genießen heute den Vorteil vollkommener Anonymität – wenn sie das wollen, sofern sie nur das tragen, was zig Millionen auch tragen. Neptun verteilt also fleißig Tarnkappen in der Welt. Auch die Staaten sind eigentlich nur Gebilde für eine neue Masse Abhängiger, die man selten Sklaven nennt, die selbst glaubt, sie hätte garantiert demokratische Rechte – gar noch Anspruch auf Menschenwürde – bis es einmal drauf ankommt. Jenseits dieser Massen, hat die „Finanzkrise“ eine neue, weltweit bedeckende Sahnehaube geschaffen, zu der nur wenige Zugang haben. Sie haben die Welt grenzenlos zu ihrem Wohnsitz gemacht, versteuern, wo es ihnen passt (in der Regel gar nicht) – und nahezu alle politischen Kontroversen sind Spiele für´s Volk, dem Leidenschaften eingeredet werden – für oder gegen Trump, für oder gegen Klimaabkommen, für oder gegen Gender – die im Prinzip einer gelenkten Choreographie entsprechen.

Neptunische Auflösungserscheinungen tragischen Ausmaßes erleben wir – nur haben wir es schon fast vergessen – beim Hauptstadtflughafen. Ein System löst sich selbst durch seine eigene Komplexität auf. Wird es nochmal 12 Jahre dauern? Oder wird – Neptun – einfach eine Tarnkappe über die Bauruine gestülpt, wie ein Sarkrophag über Tschernobyl? – was wahrscheinlicher erscheint und ein ganz übles Menetekel ist.

Zu bedenken bleibt natürlich, dass jetzt Menschen geboren werden, die – wie im vorletzten Jahrhundert – über wesentlich mehr schöpferische Kraft verfügen, als solche mit Neptun in anderen Zeichen. Die mit Neptun in den Fischen im Geburtshoroskop haben sich oft zu Visionären für die Menschheit entwickelt. Es ist also noch nicht aller Tage Abend.

Auch die Karlsbrücke in Prag – oben nicht im Bild – ist eine Neptun im Zeichen Fische Kreation. Allerdings mit Jupiter in Fische dazu: und, ist sie nicht haltbar?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Der Kaiser befiehlt: das 1. Gesetz

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Liebe Leserinnen und Leser,

ab und an fällt mir ein, was der Kaiser – oder die Kaiserin – befehlen würde, wenn sie Kaiser wären, wenn wir nicht diese Demokratie hätten. Von Wilhelm II, dem Wassermann-Geborenen, wird gesagt, er habe eben das Deutsche Kaisertum ruhmlos beendet, und dies sei auch gut so. Hitler hat sicherlich den Archetypen nochmal geweckt, benutzt – mit anderen PR-Tricks der Partei.

In Abwesenheit des Kaisers (oder der Kaiserin), der in seiner traurigen Abwesenheitsverletzung dem Amphortas im Parzival gleicht, regiert an seiner/ihrer Stelle eine Kanzlerin schon sehr lange, so dass es Teenager gibt, die glauben, Demokratie sei, wenn Angela Merkel unser Land lenkt. Sie entscheidet auch mal gegen das Volk, das ihr hinterher dafür dankbar ist. Sie erfüllt das Klischee der strengen Volksmutter, was sie für die Bavaria unkritisierbar macht, weil zu ähnlich in der Erscheinung.

Wie dem auch sei – Jupiter/Sonne in Krebs in Haus 7 mit dem Schütze-AC und dem Wassermann-Mond bekommt durch die aktuelle und jene in Merkels Horoskop dazu parallele Saturn/Lilith Konjunktion zusätzlich Ausdruck/Gewicht.

Statt nur zu kritisieren, habe ich mich entschlossen, selbst Vorschläge zu machen, was denn der Kaiser entscheiden würde, welche Gesetze würde er – hätte er unumschränkte Gewalt, solches zu entscheiden, einführen?

Dies sei nun des Kaisers erstes Gesetz – und, weil wir gerade so inspiriert sind, gleich auch das 2.:

  1. Für jedes erlassene Gesetz müssen 2. alte Gesetze gestrichen werden.
  2. Nichts darf mehr produziert werden, es sei denn der Hersteller sorgt für Wiederverwertung und Recycling, ohne wenn und aber.

Insbesondere vom 2. neuen Gesetz verspricht sich der Kaiser einen enormen Wirtschaftsaufschwung. Es bleibt der Judikative vornehme Aufgabe die vier Gesetze zu streichen, die die Einführung der zwei neuen möglich macht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Zweiter Nachtrag zur Technik

Liebe Leserinnen und Leser,

unten ist ein Artikel aus der ZEIT verlinkt, der vor 25 Jahren noch einen Aufschrei verursacht hätte.Yuval Harari (24.02.1976 – ein Fische/Widder- Typ mit viel Wassermann) ist zynisch, und obwohl Professor – seiner statistischen Denkweise entsprechend natürlich auch dumm. Trotzdem sagt er die Wahrheit, die zwar auch dumm ist, aber doch wahr:

„Im Moment geht die Entscheidungsgewalt auf die Algorithmen über, weil Menschen mit den Datenmengen überfordert sind. Niemand überträgt den Algorithmen die Macht, es passiert einfach.“

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/04/homo-sapiens-schwierigkeiten-technik-wirtschaft-gesellschaft/seite-4

Damit verbunden ist die allgemeine Bitte an die LeserInnen meines Blogs, nicht davon auszugehen, dass wir hier in erster Linie aus Unterhaltungsgründen virtuell versammelt sind. Ich verstehe schon, dass man es nett haben will – aber auch beim ollen Hitler haben wir uns gefragt: „Wie konnte man den zulassen“. Tatsächlich sind wir mit der Technik in einer ähnlichen, aber potenziert vielfach gefährlicheren Situation konfrontiert. Wer jetzt nicht anfängt, zu denken, wird es nie mehr machen. Die anderen müssen sich überlegen, mit welcher Form von Tarnung sie im neuen Untergrund ihre Menschlichkeit behaupten. Mit Blauäugigkeit wird es nicht gehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Nachtrag zur Technik – Jupiter/Pluto Quadrat entwickelt sich wieder …

 

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

bei Emil Bock (19.05.1895 – Lilith in Wassermann) lese ich: „Selbstverständlich hat die Apokalypse nicht den Sinn und die Absicht, dem Menschen die Technik auszureden. Es wäre töricht, wenn der Mensch sich der Maschine, die seine Intelligenz konstruiert hat, nicht bedienen wollte. Aber wenn er in der von ihm selbst geschaffenen Umwelt wie in Spiegelbildern lesen lernt, wird er sich sagen müssen: nur wenn ich der Technik als äußerer Kultur diejenige Stärkung und Kultur des eigenen Inneren hinzufüge, die der Technik die Waage hält, nur wenn ich die mir entgleitende Intelligenz wieder mit meinem Wesenmittelpunkt verbinde, kann ich mir die Technik leisten und dennoch als Mensch weiterleben.“

Das ist sehr gut gesagt: die entgleitende Intelligenz wieder mit dem Wesensmittelpunkt verbinden. Wie geht denn das? Dieselbe Intelligenz, die Menschen anwenden, um technische Lösungen nach raffinierten Apparaten und Strukturen zu führen, ebenfalls nutzen, wenn es um die Erforschung des eigenen Wesens geht.

Ich glaube tatsächlich, dass es ohne Astrologie nicht möglich ist, sich selbst zu verstehen. Es sei denn natürlich, man kennt vorangegangene Inkarnationen durch Gottes Gnade, aber selbst dann braucht man noch tropische Astrologie. Und dazu noch: viele verstehen sich selbst auch mit Astrologie nicht, weil sie zu sehr mit den Rollenspielen verbunden sind, die ihre Einbettung in einen sozialen Rahmen garantieren. Von Laien aber zu erwarten, dass sie Verständnis für ihr Radix entwickeln sollten, ist unverhältnismäßig, weil unmöglich: man ist entweder drinnen oder draußen.

Fehlt das Hilfswerkzeug Astrologie, wird es sehr schwer, das eigene Wesen hinter der Maske zu erahnen, bzw. zuerst mal, die Maskenhaftigkeit als Fakt zu akzeptieren. Dazu kommt, dass zwei oder drei Nachkriegsgenerationen die psychologisch narzistische Selbstbespiegelung – ich kenne fast niemandem, der nicht einen Psychotherapeuten hätte – für Selbsterkenntnis halten, dabei ist es oft gerade die Psycho-Bauchpinselei, die sowas wie Selbsterkenntnis wirkungsvoll verhindert. Es gehört zur Selbsterkenntnis meist ein Maß an Bescheidenheit, das nicht jedem gegeben ist. Die Maske ist ja das eigene Gesicht, mit ihm verwachsen. Und wer gibt schon gern zu, dass er überhaupt nicht denken kann und nur emotionale Blöcke hin- und herschiebt in seinem Hirn, wie ein Kaugummi von einer aufgeblasenen Backe zu nächsten? An diesem Punkt sind sich Rudolf Steiner und Martin Heidegger einig: Steiner sagt (in „Der menschliche und der kosmische Gedanke“) – dass die allermeisten Menschen überhaupt niemals denken würden, während Martin Heidegger (in „Brief über den Humanismus“) anführt, zumindest „die Wissenschaft denkt nicht“, womit er sie nicht (wie auch Steiner die „meisten Menschen“ keinesfalls) beleidigen, sondern nur kennzeichnen will: denken ist im wissenschaftlichen Sinne subjektiv und nicht ihres Behufs. Die Wissenschaft misst stattdessen; da nun aber wissenschaftliches Messen überall Einzug gehalten hat und wir innerlich erst durch stichhaltige, materielle Beweise von irgendwas zu überzeugen sind, wird ganz allgemein heute sehr wenig gedacht. Ganz allgemein werden überhaupt keine Fragen gestellt, die der Beantwortung lohnten, was daran liegt – wie Heidegger grandios erkannt hat – dass mit der modernen Technik einhergehend gleichzeitig eigentümlicherweise Vergessen einsetzt. Eine kleine, aber sehr aktiv betriebene geistige Zerstreuung, die es schier unmöglich macht, sich überhaupt auf einen einzigen Gedanken zu konzentrieren. Und kommt es einmal zur Diskussion, sorgt gezielte Emotionalisierung dafür, dass sie entweder entgleist oder unterbleibt. Und die FreundInnen, die sich warmen Herzens und guten Willens an der Diskussion beteiligen sollten, halten sich raus. Ich euch aber trotzdem auf dem Laufenden …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Merkur im Zeichen des Löwen

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Merkur-Kraft verbindet sich, schon ihre Rückläufigkeit anstrebend, mit dem Zeichen des Löwen. Aus dieser Richtung vermittelt er dem Löwen Wissen und Intelligenz (oder dem Haus, das in Deinem Horoskop Löwe ist – (bei Waage-AszendentInnen oft das der Gemeinschaft, Freundschaft) – wenn Mars ins Zeichen kommt, wird Löwe jagen, – , – ; – aber jetzt muss erstmal Klugheit in seinen großen Sonnenkopf. Mars kämpft noch mit Gefühlen im Zeichen Krebs. Biene in Sonnenblume.

Foto Termin ©

– das Energie-Zentrum letohrádku Hvězda – dort das Untergeschoss, das die ganze, nach den Himmelrichtungen und Energiezentren gesetzte Anlage in einem Raum wie in den Pyramiden bündelt … und natürlich im Zeichen Löwe bezogen auf das Grundhoroskop von Praha. Das Schloss Stern: letohrádku Hvězda – wörtlich „Sommerschlösschen Stern“ hatte mal ein anderes Dach, hat sich aber als Energiekonzentration dennoch erhalten – zumindest behauptet das der Adler – oder sein Vertreter, der Bussard – wie er sich spiralig der alten Dachstruktur folgend in die Höhe schraubt, wie nur irgendein Luft-Dschinn im Märchen. Und es ist einer der drei erhaltenen quasi rein astrologischen Kultbauten, Stonehenge, das Pantheon in Rom und eben letohrádku Hvězda – Schloss Stern. Merkur hat in den Löwen gewechselt, ist Vorbote der Sonne – der Sommer wird groß aber kündet doch schon in nordhalbkuglig glitzernder Lichtfülle von der nunmehr wieder absteigenden Bahn der Sonne. Die Falken …

… aber doch auch im Ringen um das Zeichen Skorpion begriffen, oder – geläutert! –

– … Adler – und das in der Löwe-Stadt. Rudolf Steiner charakterisiert den Löwen so:

O    Löwe: deine Kraft

Aus der Sprache,

Die in Jahr und Tag

Der Umkreis in mir wirket –

O    Adler: deine Kraft

Aus der Sprache,

die das Erd-Entsprossene in mir erschafft.

Man kann ihn natürlich hier wie anderswo den vier heiligen Tieren nicht entreißen, aber bemerkenswert, dass Rudolf Steiner später für Maß und Zahl die Orient-Kuh nimmt, statt den Stier. Es ist nicht sein einziger Versuch, die Astrologie einerseits immer 1:1 der Tradition gemäß um- und einzusetzen, und andererseits ein Detail anzufügen, das seiner Meinung nach umgekehrt, verwechselt, ausgetauscht sei. Wo dort genau die Grenzlinie verläuft, ist für den geschulten Astrologen natürlich spannend. Was wußte Rudolf Steiner genau von Astrologie? Dem Löwen ordnet er nach der römischen Interpretation Jupiter zu und den 12-er Kräften, dem Umkreis überhaupt (Thomas`Astrologie noch verinnerlicht?!). Dem Adler/Skorpion die Sprache, weil er – durchaus klassisch – diese mit Mars verbindet – anders als die klassische Astrologie für die Mars Kriegsgott ist, doch die Zuordnung Skorpion – Mars bleibt akzeptiert. An das platonische Jahr hält er sich genau, Angelpunkt ist 1413. Mithin hat man den Eindruck, dass er sich phasenweise sehr intensiv mit Astrologie befasst hat, aber zumindest mit der individuellen Horoskopie nicht so intensiv, wie Elisabeth Vreede, deren Hilfe er in Anspruch nahm, und dabei betonte, damit nur am Rande zu tun zu haben (medizinischer Kurs). Dennoch ist seine Kenntnis durchaus so genau, dass er Details ausdifferenziert und mit seiner geistigen Sicht korrigiert, wie z.B. das Sextil in „Der menschliche und der kosmische Gedanke“.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Neptun verschleiert sich selbst, Wasser ist durchsichtig

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Liebe Leserinnen und Leser,

im Transit erlebe ich Neptun als exakte Konjunktion über meine Radix-Sonne. Das ist für einen Fische-Geborenen ein ziemliches Privileg, schließlich braucht Neptun 165 und ein halbes Jahr um den Tierkreis. Längst nicht für alle Astrologen ist ausgemacht, dass Neptun die Fische regiert. Milan Spurek meint, er regiere das Zeichen Schütze mit – so wie seiner Ansicht nach Pluto den Widder. Aber das gebe ich nicht zu – schon allein, weil Neptun in den Fischen steht und aktuell neben Jupiter mein Zeichenherrscher ist, zuhause, bei meiner Sonne. „Allmächd“ würde man in Nürnberg sagen. Wir hatten in der Astrologieschule folglich auch das Thema Neptun. Und da kommt man doch zwangsläufig auf die Politik. Und so zeigte sich, dass zwar durchaus fast alle eine Meinung hatten, aber nicht alle das Thema in den Fokus stellen wollten. Und schon ist man mittendrin im neptunischen Nebel, dem Hütchenspiel ums Thema. Denn natürlich ist es durchaus autoritär, ein Thema ausschließen zu wollen. Soweit aber die Diskussion ging, waren alle erst mal überzeugt – bis auf die Stillen – dass Neptun nun das Theater der Gegenwartspolitik sei, man kannte die Themen: USA-Präsident, Putin, Syrien-Konflikt, Terrorismus, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge und nicht vollständig. Das sei, konnte ich aufmerksam machen, gerade der neptunische Schleier: uns glauben zu machen, ob da oder dort dieser oder jener Politiker regiert, sei eine Sache von Bedeutung. Doch um solches zu wissen, muss man die Politik erstmal durchschaut haben, und das setzt Interesse und Kenntnis voraus. Hat man das aber mal erfasst, kann man sich natürlich auch von der Politik abwenden, die Frage im Gepäck: welche Handlungen sind dann bedeutend, wenn nicht die politischen – und ist es wirklich ganz egal, von wem wir regiert werden?

Das nicht – aber was uns vorgespielt wird – Neptun negativ – ist eben nicht echt, nur Theater. Ob wir die Regentschaft derer wollen, die uns aus dem Verborgenen über unsere kollektiven Instinkte steuern: Zusammengehörigkeitsgefühl, Ehrgefühl, Sauberkeits-Instinkt so oder so, Säuglingsinstinkte – Zigaretten – zu erkennen, dass die Welt gesteuert wird, indem mit allen Mitteln die Instinkte der Massen manipuliert werden, aus dem Zentrum der Traumfabrikationsmaschiene, im Auftrag Regierungszentrale uns unbekannter Menschen. Das Motto lautet: Verstecke eine Wahrheit am besten hinter einer Wahrheit. Ist Wahrheit einmal simuliert, heisst sie Potter. Simulation von Wahrheit hat den Sinn, das Auffinden der wahren Wahrheit wirklich schwer zu machen, in dem unter Anderem behauptet wird, dass es die nicht gibt. Nur, wer sich sein Leben lang um die Erkenntnis – also das Verstehen, was warum wie ist – bemüht, erreicht die grüne Lichtung der Wahrheit.

Unabhängig davon, wo Neptun bei euch im Horoskop laufend steht (und in welchem Verhältnis zur Radix-Position und den anderen Planeten und Punkten) – zeigt der Neptun-Transit aus dem Zeichen Fische – energetisch immer noch begleitet durch den kosmischen Heiler/Verletzer Chiron – wo im Horoskop ein schleichender Transformationsprozess stattfindet. Neptun ist Idealismus pur. Wo kämen wir hin, wenn es keinen Idealismus mehr gäbe?! An diesem Punkt, wo er läuft, kommen wir nur mit Idealismus weiter.

Negativ allerdings – im öffentlichen Leben – ist Neptun Verschleierung: ihre Schwester: die Blauäugigkeit. Wir wissen ja im Grunde, wenn wir all die Filme rekapitulieren, deren Bilder sich unlösbar in unser optisches Gedächtnis eingegraben haben, dass im Kino in krasser Übertreibung oder Untertreibung gezeigt wird, was sich tatsächlich abspielt. 007 kämpft seinen Kampf gegen das Böse als unser Stellvertreter. Aber weil wir den Film sehen, sind wir von der Wahrheit hypnotisiert; – hat sich ja schon als Simulation realisiert.

Das ist im Wesen Magie, Entsprechungszauber. Neptun in Skorpion. Neptun in Fische kann die Fenster putzen: die klare Sicht durch frische Luft, am Horizont das Zeichen Gottes, ist auch Neptun.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mondknoten in Löwe: vom Mut, ein „Ich“ zu sein.

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Liebe Leserinnen und Leser,

der Rote Löwe ist bekanntlich ein alchemistisches Symbol, hier sieht man ihn als Hauszeichen in der Nerudova zu Prag, das ja sowieso und insgesamt astrologisch dem Zeichen Löwe zugeordnet ist. Das hat nicht nur Perspektive in die Vergangenheit, als Rabi Loew mit dem Löwe-Geborenen Rudolf II sich austauschte …

So berichtet David Gans für das Jahr 1592 von einem bis heute geheimnisumwitterten Treffen zwischen Kaiser Rudolf und Rabbi Loew bei dem der Kaiser mit ihm sprach „… von Angesicht zu Angesicht, wie zu einem Freund (Ex. 33,11). Und die Art und Weise ihrer Worte waren geheimnisvoll, verschlossen und verborgen. Und dies geschah hier in der heiligen Gemeinde zu Prag, am ersten Tag (der Woche; Sonntag), dem 3. Adar (5)352.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Judah_L%C3%B6w

… sondern auch in die Zukunft. Das Gold, der Löwe, der Mut – vieles scheint hier zuhause zu sein, wenn auch gerade in der Zwischenzeit durch das allgegenwärtige Schnurren der großen technischen Katze in die Unhörbarkeit entrückt. Der Löwe ist zwar männlich gedacht, aber er kann auch – siehe unten – weibliche Identität annehmen; in dieser Welt geht es bei den Bedeutungen eher ums Prinzip, als ums Geschlecht. (Die Bienenwaben z.B. erweitern die rote Löwe-Allegorie mit dem Kelch um das Venus/Merkur-Prinzip …)

Und in der Tat findet man die Affinität zum Gold, zumal zum goldenen Licht, auf burchstäblich allen Gassen:

Es ist daher logisch folgerichtig, sich gerade dann, wenn der Mondknoten, der Drachenkopf in den Löwen zurückgewandert ist, sich an Rudolf Steiners Prophezeiung zu erinnern, dass gerade von diesem Ort aus das 6. nachatlantische Zeitalter seinen Anfang nehmen wird. Was bedeutet das? Vielen ist die Zeitalterlehre gänzlich unbekannt. Sie glauben, wir Menschen hätten uns irgendwann aus den Tieren ergeben und ein linearer Zeitpfeil trägt uns soweit, bis die Energie der Sonne verbraucht sei in sinnlosem Kern-Fusionieren, und damit würden wir zuletzt als Folge der heiligen Entropie ebenfalls abgewickelt.

Die esoterische Lehre geht anders. Dort zweifelt man nicht an der Wahrheit von Mythen, die aus verschiedenen Quellen überliefert wurden. Demnach gab es vor gar nicht mal einem Duzend tausend Jahren auf der Erde eine menschengemachte Wasser-Katastrophe. Daran anschließend entwickeln sich unsere Zivilisationsstufen, insgesamt sieben – wobei wir uns in der 5. befinden. Und wir sind auch gar nicht am Anfang des Wassermann-Zeitalters, sondern erst 500 Jahre in dem des Zeichens Fische (was nach der Präzession, dem platonischen Weltenjahr jeweils ca. 2150 Jahre ausmacht). Das Zeitalter der Fische – auch das Zeitalter der Bewusstseinsseele genannt – beginnt erst 1413, wie Rudolf Steiner lehrt – vorher hatten wir Widder, das Lamm Gottes.

Welche Religion werden die Menschen nach 1000 Jahren haben? Wird man sich immer noch im konfessionellen Wahn gegenseitig auszurotten versuchen?

Nun soll aber, gerade hier in Prag, die Bewusstseinsseele Blüten treiben. Bewusstseinsseele bedeutet, dass der Mensch nicht nur fühlen und denken kann, was er vor allem in der Widder-Zeit gelernt hat, sondern auch wissen kann, dass er denkt. Gewahrsein der Anwesenheit seiner selbst und der anderen. Und Alles, was daraus folgt, und das ist eine ganze Menge.

Wer nun denken mag, solches sei doch eine Selbstverständlichkeit, prüfe einfach nur mal seine Gewohnheiten; wie viel gerade darauf hin angelegt ist, kein individuell wacher, anwesender Menschengeist zu sein, sondern – die ganze Werbung funktioniert so – gerade das Gegenteil – Teil einer Gruppe, eines „Wir“, einer Glaubensrichtung („Ich glaube an die heilige Naturwissenschaft oder wahlweise die heilige katholische Kirche: ich bleibe immer gleich und mir schmeckt Bier … „).

Obwohl es also gerade nicht so aussieht – oft hört man hier in Prag auf den Straßen das Wort „Kapitalismus“ – so ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass diese Stadt, die Schicht auf Schicht neue Ringe, Stile und Moden erschaffen hat, gerade bei ihrer aktuellen Entwicklung verharren wird.

Der Geschichte ist zu eigen, dass man sie gerade vorher nicht kennt. Und richtig, es fällt schwer, den Widerspruch der Esoteriker zwischen apokalyptischer Prophezeiung und der behaupteten Freiheit des Menschen nicht gänzlich entmutigend aufzufassen – wären da nicht – gerade im letzten Jahrhundert und auch im neuen Jahrtausend über-deutliche Hinweise der Erfüllungen, wie sie sich der vernüftigste Mensch mit Verstand und Vernunft allein noch vor 100 Jahren nicht hätte träumen lassen. Uns schwant daher – und das ist, wenn sich die eigene Bewusstseinsseele meldet – wenn die Entwicklung so weiter geht, wir ziemlich rasch in Gelegenheiten und Bedeutungen hineinkommen, zu der sich unsere eigene Gegenwart wie tiefstes Mittelalter ausnimmt. Unsere Generationen leben gerade mal am Rand der absoluten Verzifferung durch digitale Technik – wenige Generationen nach uns wird es schwerfallen, zu verstehen, was „analog“ eigentlich mal war (obwohl schon das auch Zauber).

Die alte Löwen-Göttin entstammt dem 3. nachatlanischen Kulturzeitraum der Ägypter, wo Zauberei Religion war und die Ikonografien Wegweiser ins Jenseits der „Anderswelt“, an deren Existenz zu zweifeln für schwachsinnig gehalten worden wäre (weil man sie sehen konnte). Vieles von dem, was in diesem 3. Kulturzeitraum relevant war und entwickelt wurde: Technik, Materialismus, Zauberei – ist auch heute weiter entwickelt da, einem umgestülpten Handschuh gleich – nicht esoterisch, wie damals, sondern offen exoterisch – und doch wieder geheim dadurch, dass Technik und Naturwissenschaft scheinbar unhinterfragbar es geschafft haben, ihre Oberfläche für den Grund auszugeben.

Allein der Grund ist tiefer verborgen und weniger offensichtlich, als in den alten ägyptischen Tagen. Und daher kann man nicht wissen, wie und wann das Seelengold der Goldenen Stadt Prag – die Idee und die Praxis der Freiheit von Individuum und Gesellschaft in aufgelöster Widersprüchlichkeit – sich in einer neuen Blüte zeigen wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Massenveranstaltungen passen per se nicht – weil sie ent-individualisierend sind – ins Zeitalter der Bewusstseinsseele. Konzerte, politische Versammlungen, Demos, Parteien, usw. Es gibt mehr als einen Grund, große Ansammlungen zu meiden – dafür haben wir ja – als Möglichkeit der Zeit – die Hilfestellung des Netzes. Das neue Zeitalter wird sich zeigen, wenn Menschen gelernt haben, Massenveranstaltungen zu meiden.