Personen

Widder und Wahnsinn: die Befürchtung der Margarete Stokowski

https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/homoeopathie-staatlich-gefoerdertes-magisches-denken-a-1286056.html

„Ich würde wahnsinnig werden, aber wahrscheinlich auch nur, weil ich Widder bin.“

Liebe Leserinnen und Leser,

Frau Stokowski schreibt einen der in letzter Zeit inflationär auftretenden Artikel – wie üblich völlig frei von Wissen & Wahrheit – zur Homöopathie. Sie erwähnt dabei vielleicht leichtsinnigerweise ihr Geburtszeichen Widder (14.04.1986). Ich nehme ihren Gedanken auf und schreibe ein paar Zeilen über ihr Horoskop. Ob mein Kommentar auf Spiegel-Online durchgelassen wird, weiß ich jetzt noch nicht. Er lautet so:

Hallo Frau Stokowski, zunächst müssen wir ja ausschließen, dass Sie nicht schon wahnsinnig sind? In Ihrem Horoskop – die skizzenhafte Kurzbetrachtung dazu (normalerweise sind wir gründlicher) erlaube ich mir (nach ihrem freundlichen Hinweis) auf meinem Blog „Astrologisches Stundenbuch“ zu publizieren (Ihr Einverständnis darf ich der Tatsache entnehmen, dass Sie selbst auf persönlicher Ebene Astrologie öffentlich zum Thema machen) – gibt es eine sehr problematische Beziehung zu Wissen/Weisheit, die sich durchaus in Ihrem Geburtsbild zeigt: auch ohne Geburtszeit können wir Astrologen sagen, dass Sie eine Mond/Lilith/Chiron Konjunktion im Zeichen Zwillinge haben, und zwar in Opposition zu Saturn und Uranus rückläufig im Zeichen Schütze, und das im Quadrat zu Ihrem Fische-Jupiter, der sich eigentlich nach Spiritualität sehnt und gerade dort mächtiges Potential hat: daher kommt Ihre Angst vor dem Wahnsinn, und sie ist – wie Ihr meines Erachtens realitätsferner Artikel zeigt – wirklich nicht unbegründet. Am Widder liegt das aber sicher nicht, die Widder-Geborenen sind eher straight und meist offen für die Wahrheit. Interessant bleibt da eher ihre Ausnahme. Bevor Sie sich nun grämen: mit Wissen und Bewusstsein können Sie diese vermeintliche Schwäche verwandeln und daraus sogar eine Stärke machen. Wir professionellen AstrologInnen sagen, wie das geht.
Weitere (kostenlose) Infos finden Sie in meinem Blog: einfach googeln. Vielleicht noch ein Hinweis für Sie: gute Psychologen arbeiten selbstverständlich mit dem Horoskop (meist, ohne das offen zu thematisieren): es ist das beste Werkzeug zur Charakteranalyse, das frau sich vorstellen kann, wenn sie sich was vorstellen kann … Unverantwortlich ist, es nicht in Betracht zu ziehen.

Mit freundlichen Grüßen, Markus Termin

P.S.: Falls Sie ein Problem mit dem Horoskop öffentlich im Netz haben: einfach eine kurze mail – und es ist wieder draußen.

Personen

Jeff Koons

Liebe Leserinnen und Leser,

https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/im-glanz-des-silbernen-haeschens-16190655.html

nur weil es so signifikant ist: der teuerste Künstler an dem Tag an dem sein Hasen-Werk für die höchste Summe ever versteigert wird: mit Jupiter im Schützen genau über seiner Venus … und weil es so praktisch ist, darf er seinen Schrott auch hier einbringen:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/umstrittene-riesenskulptur-von-jeff-koons-in-paris-aufgebaut-16364271.html

Koons wird einer derjenigen sein, die Jupiter/Saturn genau auf der Sonne haben werden, Januar 2021. Mal gucken, was der „König“ dann dazu sagt …

So läufts …

Markus

P.S.: für die Kunst als solche ist Koons Werk, diesem Zyniker, natürlich einfach nur Müll -wie das Meiste der Post-post-post-Moderne (was aber nicht ohne ist, denn die Falltiefe ist entsprechend hoch).

Personen

What´s up with Boris?

Liebe Leserinnen und Leser,

wir sehen Pluto in Haus 2 = Besitz, Geld, Saturn im Steinbock – und gleichzeitig Jupiter im 12. Haus, gerade an der Sonne vorbei auf dem Weg zum Aszendenten. Saturn (war) im Quadrat zum eigenen Saturn, der Haus 2 regiert. Es ist also beides gleichzeitig: der finanzielle Zusammenbruch (Pluto über Mars Haus 2) und maximale Öffentlichkeit. Über „seine Triumphe und Niederlagen, die bei Becker immer größer zu sein scheinen, als bei anderen Deutschen“, schreibt der Spiegel – das ist Haus zwölf: ganz oben oder ganz unten. Ich verteidige Becker, seitdem sich die deutsche Öffentlichkeit über den jungen 18-jährigen Lispler lustig gemacht hat, obwohl er sich wahrlich nicht sympathisch gemacht hat, was seinen Umgang mit den Frauen betrifft – beide Ex-Ehefrauen haben einen Zwillinge-Mond (wir sehen sein Partner-Haus in Zwillinge, bei solchen Mondübereinstimmungen gibt´s immer einen biografischen Hintergrund (Mutter, Grossmutter)), but who am I to blame? Außerdem scheint Krebs-Mond öfter mit schiefer Nase einherzugehen (wer mich kennt, weiß, was ich meine) … Haus 5 (Sport) ist übrigens Venus-beherrscht, die nicht stärker stehen könnte, als Spitze Haus 10 in Waage, ihrem eigenen Domizil.

Allerdings glaube ich, „Finale“ stimmt nicht – Becker hat noch einen Aufschlag, wenn Jupiter (bald) über den AC geht und bis 2020 mit Saturn zur Wassermann-Spitze vorrückt. Er wird ein hartes Ass schlagen, wie immer. Als 12. Haus-Mensch hat er nun sein wievieltes Titelblatt beim SPIEGEL?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

„Die Welt ist meine Vorstellung“

»Die Welt ist meine Vorstellung:« – dies ist eine Wahrheit, welche in Beziehung auf jedes lebende und erkennende Wesen gilt; wiewohl der Mensch allein sie in das reflektirte abstrakte Bewußtsein bringen kann: und thut er dies wirklich; so ist die philosophische Besonnenheit bei ihm eingetreten. Es wird ihm dann deutlich und gewiß, daß er keine Sonne kennt und keine Erde; sondern immer nur ein Auge, das eine Sonne sieht, eine Hand, die eine Erde fühlt; daß die Welt, welche ihn umgiebt, nur als Vorstellung da ist, d. h. durchweg nur in Beziehung auf ein Anderes, das Vorstellende, welches er selbst ist. – Wenn irgend eine Wahrheit a priori ausgesprochen werden kann, so ist es diese: denn sie ist die Aussage derjenigen Form aller möglichen und erdenklichen Erfahrung, welche allgemeiner, als alle andern, als Zeit, Raum und Kausalität ist: denn alle diese setzen jene eben schon voraus, und wenn jede dieser Formen, welche alle wir als so viele besondere Gestaltungen des Satzes vom Grunde erkannt haben, nur für eine besondere Klasse von Vorstellungen gilt; so ist dagegen das Zerfallen in Objekt und Subjekt die gemeinsame Form aller jener Klassen, ist diejenige Form, unter welcher allein irgend eine Vorstellung, welcher Art sie auch sei, abstrakt oder intuitiv, rein oder empirisch, nur überhaupt möglich und denkbar ist. Keine Wahrheit ist also gewisser, von allen andern unabhängiger und eines Beweises weniger bedürftig, als diese, daß Alles, was für die Erkenntniß da ist, also diese ganze Welt, nur Objekt in Beziehung auf das Subjekt ist, Anschauung des Anschauenden, mit Einem Wort, Vorstellung. 

So schreibt – liebe Leserinnen und Leser,

Arthur Schopenhauer, der sich für den Vollender Kants hielt – ein Fische-Geborener, der – ebenso, wie Rudolf Steiner, die Fische/Jungfrau Vollmondkonstellation, die uns heute aktuell auch beeinflusst, mit seiner Geburt ins Leben brachte. Gemeinsam ist beiden der unbedingte Subjektivismus – der sich dennoch um absolute Objektivierung bemüht. In diese „Klasse“ gehört auch ein weiterer Fische-Geborener, Albert Einstein – der wie Schopenhauer den subjektiven Krebs-Aszendenten hatte, doch dafür einen Schütze-Mond, dem positiv die Intuition, das „Taschen-Orakel“ (O.A.) – negativ die Besserwisserei zukommt. Steiner – immerhin – weiß um die prinzipielle Subjektivität seiner Lehre, zu deren Abmilderung er sich bemüht, objektive Kriterien wenigstens realiter anzubieten. Schopenhauer unterliegt einfach einem Irrtum, wie auch Kant (Stier, Stier-AC) und natürlich Einstein – sie alle verheddern sich in den Widerspruch des „lügenden Kreters“, der behauptet, „Alle Kreter lügen“ – denn nichts anderes ist der universelle Relativismus – und nichts anderes Schopenhauers Welt von Wille und Vorstellung – denn – wie immer – um solche Subjektivität objektiv festzustellen, braucht es erst den objektiven Standpunkt, den es aber laut Lehre gerade nicht geben soll. Also tatsächlich alles nur heiße Luft. Dass Schopenhauer aber trotzdem ein großer praktischer Denker war, beweist seine hilfreiche Schrift: „Die Kunst Recht zu behalten“ – die ist, ebenso, wie Einsteins Quantenforschung, tatsächlich genial, obwohl eigentlich ein Nebenwerk.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-kunst-recht-zu-behalten-4994/1

Um von der Wahrheit einen Zipfel zu erhaschen, muss man aber doch Steiner lesen, der es geschafft hat, mit seiner Subjektivität gewissermaßen die Schallmauer zu durchbrechen.

Zwar haben diese Herren nicht heute Geburtstag – aber ihre Geburtstagskonstellation ist da, deshalb dieser Post aktuell passend. Für die Astrologie-Interessierten: Schopenhauer, der sich unglücklich in die Steinbock-geborene Caroline Medon, Operntänzerin (03.01.1802) verliebte – wie es seinem Partner-Haus entspricht, blieb ehelos: man beachte dahingehend den Saturn, den Herrn des Partnerhauses in Konjunktion mit seiner Sonne in Haus 10 = ich bin mir selbst Lebensaufgabe & Partnerschaft. Dazu kommt Mars als Herr von Haus 6 am AC – sein Pudel ist also bei ihm, des „Pudels Kern“ … Schopenhauer kannte Goethe und stand im Briefwechsel mit ihm. Untere Karikatur ist von Wilhelm Busch. Der Widder Busch hatte seine eigne Meinung über Schopenhauers dunkle, pessimistische Gedankenwelt (im Hut) … ; – er hielt Schopenhauer offensichtlich für ein A … loch …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Personen

Elon Musk´s Drachenkopf

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Tesla war, wie Elon Musk, ein Krebs-Geborener und hatte ebenso den starken Merkur im eigenen Zeichen, Zwillinge. Nur den Mondknoten hatte Tesla im Zeichen Widder –

– pioniering – Musk hat ihn bei seinem Nordknoten/Drachenkopf Mars im Wassermann (wohin ihn offensichtlich auch die Sehnsucht treibt). Oben sehen wir Musk in exakter Mondknoten-Umkehrung (laufender Südknoten auf dem Radix-Nordknoten und umgekehrt), während der laufende Neptun sich dem Radix-Neptun Teslas in den Fischen nähert. Halbzeit der 3. Mondknotenrunde: alles noch offen – kann genau so arm werden, wie Tesla am Lebensende.

Nun ist natürlich die Idee, ein Auto in den Weltraum zu schicken, so grotesk, wie die ein oder andere Idee aus dem überschätzten „Per Anhalter durch die Galaxis“ – einfach nur steam-punk-junk – aber als Zeitzeichen an Perversion nicht zu überbieten – entspricht im Negativen der megalomanischen Inbrunst von Neptun im Schützen. Denn natürlich hat das Auto dort oben jeden Sinn verloren – in der Übersteigerung wird der Schütze-Sinn zum Wahn. Das Pionierhafte der Tat besteht vor allem darin, wie Neues sofort und unmittelbar sehr alt wird. Musk feiert ansonsten dieses Jahr die Jupiter-Wiederkehr – eindrucksvoll, wie er die Uranus/Uranus Opposition plus Chiron im Widder mit Teslas posthumer und unfreiwilliger Patenschaft brachial überwunden hat (Tesla hatte Jupiter im Widder, das große Pflaster für Chiron daselbst) …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Personen

Nach Peter

Foto Termin ©

https://markustermin.com/2013/10/02/peter-sloterdijk-fast-wie-eine-priesterweihe/

Liebe Leserinnen und Leser,

wer hat denn den Jupiter im Zeichen Skorpion? Peter Sloterdijk zum Beispiel. Es ist nicht ganz selbstverständlich, vom mundanen, weltbezogenen Aufenthalt Ju-Piters zum persönlichen – hier als Beispiel P(i)ter Sloterdijk – zu schließen. Aber es stimmt, dass dieser Herr verwunden kann mit einem großen Stachel, einem Jupiter-Stachel, der „Feder“:

„Was psychologisch Resignation heißt, bedeutet in moralischer Sicht Neutralisierung von Streitsachen. Mit ihr werden vermittelnde Optionen zugänglich. Vor die abrupte Wahl zwischen immer verwerflicher Verstellung und immer löblichem wahrem Bekenntnis gestellt, mag es ratsam sein, fürs erste ins Reich der Zwischentöne auszuweichen.“ („Ist die Welt bejahbar?“, S. 34)

„Mit ihr werden vermittelnde Optionen zugänglich“ – da schreibt er vom Standpunkt derer, die solche Optionen erkennen, vielleicht nutzen, vielleicht – und das ist wohl eigentlich mitgedacht – solche Resignation erst erzeugen, um zu Handlungsoptionen im Sinne geschlichteter Streitsachen zu kommen – ein tief skorpionischer, manipulativer Gedanke wird unterschwellig angeboten.

Ein Aspekt der weltweit für alle gilt und je nach Geburtsbild ganz unterschiedlich beeinflusst, wird im persönlichen Geburtshoroskop zu einer klar definierbaren Eigenschaft. Zwischen den beiden materiellen und erotischen Zeichen Stier und Skorpion muss Sloterdijk – er hat Mars im Zeichen Stier – betont ein Gleichgewicht finden – ist damit mehr beschäftigt, wie andere.

Man kann deshalb in obigem Buch nicht selten die Wortschöpfung „Theo-Erotik“ finden – ein Begriff, den man hintersinnig aus dem Kontext deuten kann, wenn man gebildet genug ist und ein Fremdwörtelexikon zur Hand hat.

Insbesondere der Bildungshintergrund, den Sloterdijk voraussetzt, um verstanden zu werden – das Feuilleton-Potpouri –  wird in wahrscheinlich weniger als einer Generation einfach wegfallen, so dass dieses vor Bildung, Intelligenz und Urteil nur so strotzende Werk – Stichwort kardinaler Krebs – nur noch von ganz Wenigen wird verstanden und nachvollzogen werden können. Zu befürchten ist, dass sich solcher „Stoff“ ob seiner in der Gegenwart anspielungsreich verseilten Denk-Knüpf-Technik – in Zukunft kaum mehr wird enträtseln lassen, weil ein Großteil der immer noch klassisch inspirierten Bildungsbezüge nicht mehr als bekannt vorausgesetzt werden kann – und zwar schlicht deshalb, weil andere Inhalte – games, movies, social networks – den Zeitaufwand kosten, den es bräuchte, um den roten Faden der geistigen Kontinuität weiter zu führen.

Da wir in der Vergangenheit im langsamen Untergang des Imperum Romanum einen eklatanten Bildungsverlust erlebt haben, der ein ganzes Jahrtausend in relative geistige Dunkelheit stürzte – ist nicht auszuschließen, dass sich sowas unserer Tage einleitend wiederholt. Es ist aber nicht sicher, ob das in allen Teilen wirklich tragisch ist – will sagen: ob die intelligent gestapelte Reflexion von Hellenismus, Romanismus und Renaissance denn außer Astrologie – die Sloderdijk, ohne sie zu nennen, durch seine Sphärologie zu ersetzen versucht – noch wertvolle Richtungsanzeigen für künftige Erdenbürger bietet?

Sloterdijks „Nach Gott“ ist eigentlich ein sehr frommes Buch – im Grunde das eigentlich fromme Buch, das Gott wirklich ernst nimmt – jeder Theologe sollte es lesen. Unschwer ist zu erkennen, dass Sloterdijk die Lilith genau dort hat, wo heuer Pluto läuft. Da kann man dann freilich so ein Buch rausbringen, denn Lilith im Zeichen Steinbock wollte schon immer die spirituellen Regeln ändern; nicht umsonst fällt bekanntlich Weihnachten und die tiefspirituelle Zeit ins Zeichen Steinbock.

Sloterdijk beschreibt – was man nur versteht, wenn man ihm Wort für Wort folgt – die Umformung des Gottesbegriffs, seitdem er en gros und allgemein nicht mehr der Erfahrung einer persönlichen Begegnung entspricht. Wie hat man sich den Schock, aus der Gottes-Herrschaft entlassen worden zu sein, ideologisch so zurecht gelegt, dass man eine praktikable Haltung zum Leben fand? – solch eine Frage beantworten die Texte dieses Buches.

Sloterdijks eigener, meist spöttischer Ton – kann man ihn zynisch nennen? – erinnert ans jüdische Gottes-Grundverständnis: man kann ihn beschimpfen, verleugnen, nicht an ihn glauben: all das ficht JHWH nicht an. So steht Peter S. wie ein Kind an der Klagemauer der Geschichte, kann vor Esprit kaum laufen, während er gleichzeitig weiß, wie dieser Geist nur in Ablehnung, Abwehr und Modifizierung dessen gewonnen wurde, das eigentlich Thema ist und – „Nach Gott“ – negiert wird.

So schreibt – unfreiwillig aber unentrinnbar – Sloterdijk als Gnostiker über die Gnosis – und produziert noch einen höher entwickelten Purzelbaum um den heißen Brei herum. Das wird unweigerlich zu einer Welt nach Sloderdijk führen, aber unter Umständen erneut wieder vor Gott.

Dort, an dem Ort, wo Sloterdijk schreibt, ist Gott am Wenigsten. Obschon er zwar das Wort ist, ist´s unmöglich, ihn ganz aus der Sprache oder Schrift zu bannen – aber die Sloterdijkschen Mikado-Sätze verbergen ihn gut, machen jedoch richtig Appetit auf solch souveräne Denkkraft, die sich bei Pontius und Pilatus und in den Qumran-Rollen auskennt und jedem Klischee eine originelle und unterhaltsame Wendung abgewinnen kann. Vielleicht deswegen ist es im Kern schwer, sich überhaupt im Kopf zu behalten, was man im Kapitel zuvor gelesen hat.

Natürlich sind Sloterdijk diejenigen nicht unbekannt, die auf der verschiedensten Wegen zu wahrer Gotteserfahrung gelangen wollen – er jedenfalls ist den Weg nicht gegangen und steht nun mit seinem glänzenden Sprachschatz vor dem Tor, und kann nicht rein.

Aber seine Hybris, gegen das Tor anzuspringen, ein rechter Tor zu sein – hat auch wieder etwas Edles: wenigstens gegenüber all den jovialen Hände-in-den-Schoss-Legern, die sich gar so sicher sind und Zweifel nicht kennen, bzw. berechtigte Kritik ihrer Widersprüche einfach abtropfen lassen, wie Wasser von einer Teflon-Pfanne, weil sie weder glauben, noch wissen – und schon gar nicht all das, was Professor Sloterdijk weiss …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Personen

Kim Jong Un und Pluto

Liebe Leserinnen und Leser,

unten sein Horoskop (auf 12:00 Uhr). Ohne Zweifel treibt ihn ein gewisser Todestrieb. Richtig gefährlich ist der 24. Okt.: plus-minus. Da hat er Pluto direkt genau über seiner Sonne. Und der laufende Jupiter steht über seinem Skorpion-Pluto und macht den Machtanspruch mega. Gleichzeitig wird Mars – der vor wenigen Tagen erst ins Zeichen Jungfrau gegangen ist – in die Waage gewechselt haben, Kims Mars-Zeichen: ein verhinderter Künstler. Aber das verheißt nichts Gutes. Um das Maß voll zu machen, wird gleichzeitig Neptun über dem Mond des Killers stehen, ihn wehleidig machen (Lilith neben Mond in Fische lässt ihn auch emotional täuschen); man kombiniere: wehleidig, machtgeil, todessehnsüchtig …

Nun ist die Astrologie eine Entsprechungslehre. Es gibt Menschen, die wahrlich geführt einen solchen Pluto-Transit überstehen, gewandelt zwar, aber doch am Leben. Gegenwärtig mit der Bombe zu spielen, könnte auch – für ihn und uns im besten Fall – die Konsequenzen auf die (nicht benutzte) Bombe abwälzen. Schuhmacher wäre wohl nichts passiert, wenn er seinen zahlreichen Schutzengeln vorher Glauben geschenkt hätte und dann statt auf eine Piste weißen Schnees in eine dunkle steinerne Höhle gegangen wäre, eine der Tropfsteinhöhlen beispielsweise. Aber klar: hätte!

Kim Jong Un – 8.01.1984

Wir sehen also das plutonische, teuflische Wirken am 24. Oktober genau über Kims Sonne – ein Aspekt, den man nur einmal (bis auf die Hin- und Rückläufigkeit) im Leben hat.

Das Perfide daran: der Mann ist wirklich ein Killer. Wenn andere Staaten sehr schlecht sind – gegenüber diesem Staat sind sie richtig gut. Die Menschen, die dort leben sind Opfer einer falsch verstandenen deutschen Philosophie (Marx via Hegel), jetzt Geiseln eines Killer-Regimes. Daran zweifeln nicht mal die, die glauben zu wissen, dass die USA auch nicht die Guten sind.

Das einzig Wahre, Gute & Schöne: eine innere Wandlung des Volkes, heroische Befreiung von Innen, ist in Nord-Korea nicht zu erwarten. Das sind dort scharfe Hunde, keine Schlafmützen, wie die DDR-Schranzen.

Kim hat eine Jupiter/Neptun Konjunktion und daselbst auch den Südknoten sowie Uranus/Venus in Schütze – wie liebt er (moderner Pfeil und Bogen) die Rakete! Doch wie sehr fehlt ihm noch die Info aus Zwillinge für die 2. Lebenshälfte, von der sehr zweifelhaft ist, ob er sie erlebt. Wieviele wird er mit sich selbst ins Verderben reißen?

Was wir erleben, ist im Extrem auch ein Generationen-Konflikt. Kim ist schon mit all den Filmen aufgewachsen, die vom Helden erwarten, bis zum Äußersten zu gehen. Steht er stellvertretend für alle unterdrückten Packetdienstfahrer gleichen Alters mit fast Null Aufstiegschancen? – für die Durchsetzung von deren unterdrückten Machtgelüsten gegen die Generation der „alten Säcke“ mit Pluto in Jungfrau, Löwe, oder sogar noch Krebs, wie Trump?

Das wäre dann richtig dumm. Denn seine älteren Berater lässt Schweinebacke gern über die Klinge hüpfen. Nun wäre einmal James Bond gefragt, um eine Katastrophe zu verhindern.

Trump dagegen ist einfach nur eine Geheimdienstmarionette, wie alle anderen US-Präsidenten, weil ihm sein Leben doch lieb ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Personen

François Fillon

 

fillon_000001

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fillon-wegen-penelope-gate-staerker-in-bedraengnis-14808189.html

Liebe Leserinnen und Leser,

„Am 7. Februar 2011 musste Fillon eingestehen“, schreibt Wikipedia unter Berufung auf die Süddeutsche Zeitung, „dass er Ende 2010 auf Kosten Mubaraks eine Nilkreuzfahrt mit Familie unternommen hatte, inklusive Flug mit einer ägyptischen Regierungsmaschine zu den Tempelanlagen in Abu Simbel und exklusiver Unterkunft auf der Nilinsel Elephantine.“  – Chiron wechselte damals ins Zeichen Fische des Fische-Geborenen.

Jetzt, da Chiron über dem Aszendenten-Herrscher Venus steht – und deshalb schreib ich das hier, als Lehrstück für die Wichtigkeit des Aszendenten-Herrschers und Chirons: eine Schule, die Chiron auslassen würde, könnte diese Präzision nicht erfahren – holt ihn sein trügerischer Umgang mit öffentlichen Geldern ein, wie es so oft bei den „Konservativen“ mit ihrer Tendenz zur Amtsanmaßung zu beobachten ist.

Fillon – der einen berühmten Gauner-Literaten zum Namensvetter im Spätmittelalter hat – und sicher nicht ohne Absicht nach ihm heisst – ist außerdem der typische Waage-Aszendent im Aussehen – das Kinn; insgesamt wohlgeformtes, längliches, klarkantiges Gesicht.

Außerdem relevant: Neptun über Mond (Herr von 10 – Berufung in der Auflösung, wenn nicht mit echten höheren Zielen verbunden – Jupiter über Neptun und Uranus in Haus 7 in Quadratur zur Mondknotenachse. Mit dem Drachenkopf in Haus 4 der dort ganz eng beim Mondknoten steht, muss man sich irgendwann aus den öffentlichen Ämtern zurückziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Maria Sybilla Merian

maria-sibylla-merian-540x540

Liebe Leserinnen und Leser,

aus aktuellem Anlass ihres sich rundenden Todestags hier das Horoskop (ohne Zeit) der klassischen Widder-Frau, für die es immer noch so schwer ist, ihre Unabhängigkeit und ihren Freiheitsdrang in einer patriarchalischen Welt zu leben. Wie schön ihr Mond im Zeichen Fische die Sehnsucht nach Surinam, dem Paradies in den Tropen repräsentiert – in dem damals allerdings noch Sklaven schufteten.

merian-maria-sybilla_000001

Man darf ja nicht vergessen, dass das Patriarchat – von dem heute kaum jemand weiß, wie es nach wie vor die Grundlage der Welt ist (und woher es kommt) – auch für Männer (gleich, welcher sexuellen Orientierung!) eine Karikatur ist – kein Zufall, dass die Priester des Patriarchats in Frauenkleidern rumlaufen und sich als Organisation für immer desavouiert haben – ohne selbst das freilich zu wissen.

illustration_of_a_caiman_crocodilus_and_an_anilius_scytale_1701-1705_by_maria_sibylla_merian

Auch der Islam, der in seiner Frauenverachtung zum Übelsten gehört, das sich überhaupt vorstellen lässt – dürfte, wären die Frauen nicht weltweit hypnotisiert – nirgendwo einen Fuß auf den Boden bekommen.

Als Detail: Mars/Jupiter, Nordknoten & Chiron in Krebs – Stärke und Verletzung zugleich im Familienzeichen schlechthin – gestorben im Krebs-Land Holland … lange gewirkt in der Krebs-Zwillinge Stadt Nürnberg. Pluto in Zwillinge wie Ernst Jünger (auch ein Widder und Insekten-freak) …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus