Chiron im 12. Haus – zu Ehren Rüdiger Nehberg

https://www.heise.de/tp/features/Die-von-FGM-betroffenen-oder-bedrohten-Frauen-und-Maedchen-leben-mitten-unter-uns-4877391.html

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde Dein Name:

Dein Reich komme:

Dein Wille geschehe …

Wie im Himmel, so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergibt uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Und führe uns nicht in Versuchung.

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit

In Ewigkeit

Amen

 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute (2013) habe ich die Glosse von Josef Joffe – „ZEIT“-Herausgeber – gelesen, der tatsächlich glaubt, die Beschneidung wäre eine original abrahamitische „Einrichtung“.

Schon ein einfacher Blick auf obiges Bild widerlegt das. Wenn man dieser Frage nachforscht, dann kommt man auf einen Gedankengang, der nicht einfach nachzuvollziehen ist und sich auch nicht in zwei Worten ausdrücken läßt. Ich habe jahrelang nach den historischen Ursachen und Zusammenhängen in den Bibliotheken gesucht.

1. Der Ursprung von FGM – euphemistisch „Beschneidung“ – liegt nicht in Ägypten, sondern in Deutschland – zumindest, wenn man den ältesten archäologischen Fund zugrunde legt.

2. Die Methode der angewandten historischen Text-Psychoanalyse bringt auf deutlichen Pfaden ein Ur-Trauma ans Licht, das Sinn und Zweck der Beschneidung als Manipulation und Angriff auf das ursprünglich intakte menschliche Bewusstsein darstellt.

Diese Zusammenhänge habe ich sehr komprimiert in wenigen Worten in einem künstlichen Dialog dargestellt, einer Mischung aus historischen Zitaten und Gedankengängen (und einigen Illustrationen), die – recht verstanden – die Augen öffnen können. Deswegen heißt dieser Dialog – eigentlich als zu sprechendes Radio-Essay konzipiert – „Double Your Eye“.

Es ist kein Stück Unterhaltungsliteratur, sondern möglichst knapp das Ergebnis einer Dekade Recherche.

Sie werden ähnliche Quellen und Gedankengänge sonst nirgendwo finden – und ohne diesen Gedankengang ist die Zivilisation nicht zu verstehen – denn die Beschneidung/Verstümmelung von Frauen und Männern – deren Ursprünge durchaus gemeinsam sind – ist wegen des „Effekts“ auf das Bewusstsein nicht irgendeine Frage, sondern die Menschheitsfrage schlechthin – von deren Lösung, nach meiner Überzeugung nicht weniger als der Fortbestand der Menschheit abhängt (in diesem Sinn ist Somalia, Eritrea, Sudan, Ägypten … das dunkle Zentrum der Welt) – und nicht, wie Joffe glaubt – die „Kupierung von Knäblein“ Grund zu Spott über Rechtssprecher, die für die Freiheit eintreten, wie lange nicht.

Deswegen habe ich mich entschlossen – nachdem nun in Deutschland eine hoffentlich breite Debatte zu erwarten ist – meine gesammelten Fakten aus dem Jahr 2004 doch zu veröffentlichen.

Ich wurde 2005 von Radioredakteuren dahingehend kritisiert, dass der Dialog – der ja von perversen Dingen handelt – es an Betroffenheit mangeln ließe – jedoch: die Natur der Sache macht Betroffenheit zwar unumgänglich, Betroffenheit ist aber kein Grund, auf welchem allein sich ein differenzierter Erkenntnispfad finden lässt.  Da braucht man einen kühlen Kopf. Der/die Leserinnen seien also gewarnt.

LeserInnen sollten sich auf einen trockenen, aber denkerisch gewissenhaft nachgezeichneten Bewusstseinspfad einlassen.

Natürlich sind damit nicht alle Fragen geklärt, schon gar nicht in dieser komprimierten Form (heute würde ich anders schreiben, aber es liegt Sinn darin, nichts zu verändern). Wer jedoch zu den zu erwartenden Diskussionen einen Einblick gewinnen will, was auf dem Spiel steht und woher die Beschneidung/Verstümmelung der Geschlechtsorgane wirklich ihren Ursprung nimmt, kommt an diesem Dialog nicht vorbei.

Es sind vier oder fünf unabsichtliche aber unzufällige Schreibfehler in dem Text – ich hatte damals noch keinen „privaten“ Computer – alles ist im Abrechnungsbüro eines großen Bücherkaufhauses unter Zeitdruck ins Reine geschrieben – bitte das zu entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Beschneidung: „Sie ist einfach verblutet“ | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Beschneidungsgesetz: „Der Gesetzgeber hat das Kindeswohl dem Erziehungsrecht untergeordnet“ | Wissen | ZEIT ONLINE

 

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