Fotos, Poetry

Sinn der Schrift

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Wo wird denn wohl,

Wenn wir mal ernsthaft danach suchen

Der Sinn der Schrift zu finden sein?

 

Wenn überhaupt

Dann unter Buchen

Dort raschelt auch das Laub so fein.

 

Markus Termin

 

Astrologie

Göttliche Liebe – Venus im Zeichen Fische

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Liebe Leserinnen und Leser,

im Zeichen Fische kann sich Venus jetzt bis April rundum wohlfühlen – oder bald, wenn Merkur ab Monatsende in seine direktläufige Energie kommt. Denn vorher ist alles, wie mit angezogenen Bremsen zu betrachten; Irgendwie – geht – nichts. Diese Ruhe wäre zu nutzen für besondere Meditation – was immer man/frau sich darunter vorstellt: wie lange? ca. 5 Tage noch.

Von heute an bis zum 20. April* ist Venus im Zeichen Fische, wo Neptun und Merkur, noch wenige Tage rückläufig und daher sehr langsam in Konjunktion auch sind. Venus wird in den Fischen erhöht gesehen, wie Jupiter im Zeichen Krebs und Mars im Steinbock – das ist noch besser, wie Domizil fast – zwar nicht so stabil, aber mit einem besonderen Glücks-Bonus versehen. Wir wissen um den urweisen Gebrauch der Erhöhungen, weil sie im Tierkreis von Dendara aus dem alten Ägypten, im Original im Louvre, Paris, also um die Zeitenwende herum so abgebildet sind und gewiss ein System darstellen, das noch viel älter sein dürfte, weil ja zur Zeitenwende bereits zu perfekter Form kumuliert.

Das besondere Geheimnis um Venus/Aphrodites erschreckend blutrünstigen hellenischen Entstehungsmythos – die Geschichte mit Uranus – bindet natürlich in seiner psychohistorischen Memorabilität ähnliche Schrecken, wie sie auf den Maya-Codizes der Venus-Verlaufs Aufzeichnungen z.B. auf dem Dresdner Codex zu sehen sind. Im Grunde sind das eher die abgespaltenen Lilith Gedanken, die Venus bei Lilith – dem leeren 2. Brennpunkt der Erd/Mond Spiralen-Ellipse eben erst im Wassermann gelassen hat. Dennoch bleibt der Uranus/Aphrodite-Mythos gerade in seiner verwirrend direkten Perversion ein psychohistorisches Rätsel – oft handelt es sich – wenn Männer gebären: wie auch Zeus Athene aus dem Haupt gebiert oder Dionysos aus dem Schenkel, um Adaptionen vorher mächtiger matriarchaler Ursprungsgöttinnen, die nun Töchter-Status einnehmen. Die stufenweise Degradierung geht dann bis zur Quellnymphe.

http://www.hutzl-ronge.ch/cms/

Eine Darstellung des Ablaufs einer dionysischen Einweihung ist vor kaminrotem Hintergrund in der sogenannten „Villa dei Misteri“ in Pompei Bild für Bild zu entziffern – und zeigt den Dionysos-Kult-(Film?) als matriarchalen Einweihungskult der Lignam-Huldigung – ähnlich den indischen Gepflogenheiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mysterienvilla

Die Begegnung mit Neptun (göttliche Liebe) ist am 10. April – am 16. April dann aber das Jupiter Quadrat – damit zusammenhängend die üblichen „over the top reactions to be expected“ … kurz prüfen, ob man alle Tassen im Schrank hat. Am Besten die eigene Energie aus der Summe aller Entrüstungen und Aufregungen nehmen – mehr kann man/frau eigentlich kaum leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

*Wenn Venus ins Zeichen Widder geht, wechselt Sonne ins Zeichen Stier – das ganze Jahr hat eine feine astrologisch synchrone Signatur, denn solche Zeichen sind derer einige von der Mondfinsternis auf dem letzten Wassermann/Löwe-Grad angefangen.

 

Prag

Fliegende Seelen* in Troja

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Liebe Leserinnen und Leser,

zu Venus im Zeichen Zwillinge passen diese Bilder – dazu – Metamorphose – das Quincunx von Venus zu Pluto (zwischen Führung der Seele und Ohnmacht, Opfer schreibt der liebe Frank Felber) – Pluto sind auch Schmetterlinge wegen Verwandlung, Metamorphose, Wiedergeburt (Merkur/Venus/Pluto/Mond die Schmetterlings-Entsprechungen) – während der poetische Fische-Mond seine Runde bei Neptun macht (Maria, Göttin) und harmonisch zur sinnlichen Stier- Sonne läuft (Troja in Prag ist Stier-Sektor, das Tropen-Haus nennt man „Fata Morgana“ = Mond/Neptun),

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Psyche = Seele = ψυχή = Schmetterling

https://www.prague.eu/de/objekt/orte/577/botanischer-garten-der-hauptstadt-prag-glashaus-fata-morgana-botanicka-zahrada-hl-m-prahy-sklenik-fata-morgana

Fragen

Fundamentale Fragen

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Liebe Leserinnen und Leser,

nun tauchen sie also doch auf, die fundamentalen Fragen, die keinen Kompromiss erlauben (Mars/Pluto Opp.) – hat man im Himmel Zusammengehörigkeiten in den Tierkreisbildern gesehen? Irgendwo gewiss – doch die Einteilung der Regionen musste ja zwangsläufig unter der irdischen Maßstäblichkeit erfolgen, die die Sonne in 12 jährlich wiederkehrende Qualitäten einteilt, den Steinbock nach dem Tierzüchter, den Wassermann nach dem Bewässerungstechniker, den Fische-Geborenen nach dem reisenden Händler, dem Seemann, die Widder-Leute nach den ziehenden Nomadenstämmen mit großen Herden, die Stier-Leute nach ihrem Stier-Kult – den wir noch in den hispanischen Ländern kulturell erhalten sehen – die Zwillings-Länder nach ihrem – Schach, Falken, Pfeil, Schrift – allgemein: Präzisions-Interesse – u.s.w. …

Und genau so erklärt uns das auch Rudolf Steiner. Das bedeutet: die Tierkreisbilder am Himmel sind nach den kulturellen und natürlichen Jahreszeiten in relativer Äquartornähe eingerichtet, aber aus der Sicht der nördlichen Halbkugel. Auch das erklärt Rudolf Steiner entwaffnend genau: „Weil man das von dort aus am Besten beobachten kann.“

Gleichwohl müssen wir beachten, dass andere Völker mit anderen Astrologie-Traditionen andere Gesichtspunkte wichtiger finden: wenn man z.B. in Indien eher astral ausgeliefert sich sehen möchte, dann mag es von Bedeutung sein, die Wesenhaftigkeit des ursprünglichen Maßstabs, der Tag/Nachtgleichen, nicht in den Vordergrund zu stellen, denn ohne Maßstab, ohne O-Grad Widder, geht auch siderisch gar nichts. Deswegen ist es ehrlicher und widerspruchsfrei, den Tierkreis zu nehmen, wie er aus seiner jahreszeitlichen Definition heraus gemeint ist: als irdisch an seinen Wirkungen begründeter Maßstab kosmischen Bezugs. Wenn man diesen Schlüssel aus der Hand gibt – den irdischen Erfahrungsgrund – indem man mithilfe einer geometrischen Operation die Rechnung angleichend verschiebt, so hat man eigentlich kein Recht, die Namen der Tierkreisregionen nicht ebenfalls zu ändern. Und weil man das – sich der Veränderung verweigernd – natürlich nicht tut, entsteht all die Verwirrung der Verwirrer …

Darüber hinaus ist für Laien nichts abschreckender, als eine Diskussion unter Fachleuten über Grundsatzfragen, die sie nicht verstehen.

Ich meine, die Tatsache, dass andere Völker andere Zugehörigkeiten der Sterne zu anderen Zeichen geordnet haben, mitunter zu denselben mit anderer Bedeutung – von China bis zu den Maya – macht den tropischen Tierkreis mit seinem magischen Schlüssel der Raumzahl als einzig verbliebene, wahre Maßstäblichkeit unerlässlich – das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Fixsternspähre dahinter und auch noch die Welt dahinter (wie wiederum Rudolf Steiner betont) keine Bedeutung für uns hätte.

Aber wir müssen die Richtung bedenken. Unabhängig mehr und mehr sollen wir werden von den astralen Wirkungen, sind es in vielem bereits, haben einen Willen, den wir gebrauchen können. Diesen Willen haben wir allein durch den Christus, den Widder als Lamm, den Schöpfer des neuen, tropisch fixen Tierkreises – der eben die Sonnen-Kraft auf die Erde gebracht hat – was den Fixsternhimmel der Menschheit zunächst zu Recht entfremdet hat: man musste sich von den Einflüssen des astralen Kosmos lösen, um sein „Ich“ – sein nunmehr von Christus beleuchtetes Sonnen-Wesen erkennen zu können.

Dafür steht heute die Astrologie. Sie hat den Weg einer beispielhaften Individualisierung hinter sich und weist heute – wenn wahrhaftig – ganz im Dienst des Menschen im Sinne des: „Erkenne Dich Selbst“ – des apollinischen Schwellenspruchs zu Delphi – auf den kosmisch verbunden Menschen. Wie sich der alte Fixsternhimmel durch Christus im Bezug verändert/umgedreht im persönlichen Horoskop heute ausnimmt, das allein ist dazu geeignet, den heute ja allgemein naturwissenschaftlich positivistisch und materiell ausgerichteten Menschen von seinem kosmischen Bezug, der ihn ganz persönlich angeht, zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Weihnachtsbuch von Wolfgang Held

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Liebe Leser,

alle Bücher von Wolfgang Held sind lesenswert, so auch dieses: es enthält eine Fülle von anregenden Hinweisen. Im Kern muss man sich aber fragen, was der Autor will: führt er wider besseren Wissens in seiner monatlichen Kolumne (a tempo) die Leute in die Irre, wenn er den Aufenthalt der Planeten nach einem ominösen siderischen Tierkreis liest?! Denn in diesem Büchlein hält er sich wiederum weitgehend an den tropischen Tierkreis – dabei sind ihm die Tatsachen eigentlich bekannt: „Die Sterne fügen sich recht gut in die Bilder ein, aber sie sind nicht deren Ursprung“, und verwundert bemerkt Wolfgang Held auch, „dass in den antiken Tierkreisdarstellungen keine Sterne zu sehen sind.“

Sein Résumé: „Wenn wir heute wieder zu einer gehaltvollen Vorstellung der einzelnen Tierkreisbilder kommen wollen, müssen wir jedoch bei den Sternen ansetzen. Sie sind (es klingt in diesem Zusammenhang paradox) gewissermaßen der ‚Schatten‘ der einzelnen Tierkreisbilder.“

Tatsächlich haben wir aktuell eine äußerst gehaltvolle Vorstellung der Tierkreiszeichen – und es ist auch überhaupt nicht ersichtlich, warum wir dafür bei den Sternen ansetzen müßten, die mit dem Tierkreis gar nichts zu tun haben?

Gerade umgekehrt ist der richtige Weg, wie auch Rudolf Steiner lehrt – zum Beispiel ganz praktisch im landwirtschaftlichen Kurs (Breslau) – selbstverständlich nach dem einzig wahren, dem tropischen Tierkreis: weil nur dieser „funktioniert“ – mir ist nicht klar, wie man über solche Hinweise hinweglesen kann.

Wer praktisch mit Astrologie arbeitet, kann ohnehin keinen Zweifel am tropischen Tierkreis haben: Regulus ist heute ein Stern in der Jungfrau. Es hätte dem Autor gut getan, wenn er vor der Niederschrift seines Büchleins den ein oder anderen praktisch arbeitenden Astrologen studiert hätte: Ulrike Voltmer z.B., Oskar Adler, Thomas Ring oder die Riemanns – denn just in dem weltgeschichtlichen Moment, wo das Christus-Bewußtsein via tropischen Tierkreis in jedem Ich neu erwacht, kommt ein Fachmann daher, und stiftet Verwirrung. Es ist zwar ein netter Versuch, von einem Tierkreis des „Lebens“ und einem der „Seele“ zu sprechen, aber es erschließt sich der Grund dafür nicht, denn gerade der tropische Tierkreis hat durchaus Seele. Und so erscheint es, als ginge es um Haarspalterei und Gesichtswahrung. Dafür sind diese Dinge zu wichtig und zu ernst. Und man kann auch nicht einfach so ein bischen astrologisch orakeln – Monat für Monat – wenn man nicht weiß, in welchem Zeichen die Planeten wirklich stehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus