Europa

Merkur der Wahrheit retrograd

Liebe Leserinnen und Leser,

für mich als bLogbuch-Autor ist es ein Risiko geworden, die Presse zu verlinken: schon am nächsten Tag kann das Blatt die Leser anflehen, den Adblocker (der Feind versteckt in der Alliteration) abzustellen – extra für sie eine Ausnahme zu machen, doch bitte bitte die Werbe-Pest für ihren ach so wertvollen Qualitäts-Journalismus zu erlauben. Für mich fällt dann die Lektüre einfach weg. Hier verlinke ich Zeit-online ausnahmsweise mal kurz, den Post kann ich ja bald wieder löschen. Diese Nachrichten allein heute auf ZON (wo man – wie lange noch? – auf die Schranke verzichtet):

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-12/fdp-wolfgang-kubicki-jamaika-koalition-wiederauflage

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-12/libanon-rafik-hariri-ministerpraesident-ruektritt-widerrufung

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-12/katalonien-carles-puigdemont-spanien-europaeischer-haftbefehl zurückgenommen

Der letzte Link ist besonders lustig. Er verkündet erst die Festnahme von Saakaschwili, und dann, unmittelbar darauf, seine Befreiung. Das Besondere daran: Merkur rückläufig in Schütze steht exakt über Saakaschwilis Sonne und in unmittelbarer Nähe seines eigenen Merkur. Er hat auch eine Chiron/Chiron Konjunktion und Uranus (Befreiung) exakt auf dem mittleren Drachenkopf. Thorsten findet sicher auch noch einen Fixstern oder eine Halbsumme, der/die die Richtung bestätigt:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-12/georgien-ex-praesident-michail-saakaschwili-kiew-festnahme

Im Astrologischen Stundenbuch soll es aber nicht beim reinen Gaffen bleiben: „Da, da, seht! – : … Merkur rückläufig, braucht ihr noch mehr Beweise für das „Funktionieren“ dieser Zauberei?“ – Sinn macht das nämlich nur, wenn wir uns zu kosmischem Bewusstsein erheben und der Frage Raum geben: „Warum ist das so?“ – auch, wenn wir diese Frage nicht unmittelbar beantworten können, so muss sie doch gestellt bleiben. Dass wir darauf zur Zeit keine Antwort wissen, liegt zum …

Fotos Termin ©

… grossen Teil an Albert Einstein, der auch wie aktuell eine sehr enge Konjunktion von Merkur und Saturn (aber im Zeichen Widder) hatte: weswegen es schwer und leicht zugleich ist, den Hütchenspielertrick von der Relativität der Zeit zu durchschauen, denn der Betrug ist mathematisch vertarnt (hier passt das Unwort); „Leugnern“ der Theorie (man benutzt unter Relativisten – also praktisch allen Naturwissenschaftlern – inzwischen ohne Umschweife den alten theologischen Kampfbegriff)  wird ein Umweg über die „höhere Mathematik“ empfohlen – Steiner hat das – obwohl er wusste, dass die Theorie falsch ist, wegen seiner Liebe zur Mathematik nicht durchschaut – Heidegger auch nicht – aber nicht aus Liebe zu Mathematik, sondern weil er damals den Naturwissenschaftlern einen so unglaublichen Betrug nicht zugetraut hätte („Der Begriff der Zeit“, Juli 1924). Sloterdijk entlarvt die Monströsität von anderer Seite: „… daß auch der neue Wissenschaftsglaube eine Barbarei  … sei, solange der Einzelne in ästhetischer Dumpfheit verbleibt.“* 

Wenn wir Sloterdijk weiter denken, dann hat der Verlust der Wahrheit durch die Naturwissenschaft der bewussten Lüge (als Einstein – dessen Lehre sich unzufällig 1919 durch eine Sonnenfinsternis astrologisch zu legitimieren versuchte – seinen Fehler erkannte, konnte er nicht mehr zurück, man ahnt es in seinem Dackelblick) einiges zu tun mit dem Versinken der Zivilisation ins Chaos des 20. Jahrhunderts. So schreibt Sloterdijk richtig: „Wahrheitsbegriffe sind nicht, wie harmlose oder geistfeindliche Gemüter annehmen, die Angelegenheit weltabgewandter Philosophen. Sie sind die ontologischen Zentralnervensysteme der Zivilisation; … sie bestimmen darüber, wie sich Kulturen selbst symbolisch ordnen oder desorganisieren.“

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Peter Sloterdijk, Kopernikanische Mobilmachung und ptolemäische Abrüstung, SV 1987

 

Europa

Technik und Geist: mit Löwenmut

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Liebe Leserinnen und Leser,

es bleibt eine ungelöste Frage, wie wir mit der Technik umgehen sollen – und, wenn wir unseren Philosophen glauben dürfen (und da sagen alle Schulen dasselbe, letztlich), dann ist bereits das „umgehen“ ein falscher Standpunkt, weil schon heute nicht geklärt werden kann, ob die Technik nicht – unentrinnbar – mit uns umgeht.

Wer darüber besserwissend lächelt – man müsse doch nur den Stecker ziehen, das stünde jedem frei – hat noch gar nicht verstanden, wie sehr er selbst, oder sie, bereits ein technisch bedingtes, vielleicht sogar teilweise entworfenes Wesen geworden ist.

Im Raum steht ja nichts weniger, als die totale Kontrolle der Technik über den Menschen – und damit die Abschaffung der Menschheit. In anthroposophischer Sprache ist es Ahrimann, der nach der Welt als Ganzes greift und tatsächlich den Menschen durch eine Menschmaschine ersetzen möchte. Der irre Tanz um die schnellste Informationsübermittlung gleichgültigster Botschaften …

… durch elektromagnetischen Missbrauch des ätherischen Raumes, ist nichts anderes, als die Verknüpfung von Ahrimanns Hirn, dem Netz – der Ruf nach schnellem Internet – auch auf dem Land – weiter nichts, als der Versuch, die technische Kontrolle (bei der die Dienste nur Katalysatoren sind) der Welt unumkehrbar zu machen. Zwar ist das Ergebnis noch ein paar Jahrzehnte entfernt, doch die Entscheidung vollzieht sich – vor unseren Augen – in unseren Tagen. Da stellt sich die Frage: was können wir denn tun? Können wir nicht einfach aussteigen?

Nicht Wenige, denen man wegen des lawinenartig anrollenden Wahns nichts mehr vormachen kann, weil sie längst wissen, dass Technik wesenhaft gar kein Apparat ist, sondern ein Geist, wählen diesen vermeintlichen Ausweg: ab und an das Handy ausschalten, den Wagen stehen lassen, kein skype zumindest, oder whatsapp, WLan aus – das ist dann schon der Widerstand.

Andere – zu denen ich gehöre – sagen: lasst uns diesen Drachen reiten. Meine alte mechanische Schreibmaschine ist vielleicht gefährlicher, als skype. Diejenigen, die ein solches Vorgehen skeptisch sehen, behaupten zu Recht: das sagst Du nur, weil Dir gar nichts anderes übrig bleibt. Denn diese ganze Diskussion vollzieht sich immer mit und durch die Technik, das nimmt ihr jede Glaubwürdigkeit. Und deswegen kann „nur noch ein Gott uns retten“ – wie Heidegger sagt. Die Entscheidung ist vielleicht schon im alten Ägypten gefallen. Du kannst sie nur teilnehmend beobachten. „Teilnehmend beobachten“ – möglich; nährt jedoch den Verdacht, mir schwant, wie diese battle noch nicht geschlagen ist. Wie es zur ihrer Kondition des maximalen non-fair-play gehört, uns zu schwächen, indem man uns glauben macht, es wäre alles schon gelaufen. Dann könnten wir nicht „teilnehmend beobachten“ – dann würde der Simulationskessel nicht gerade jetzt, unserer Tage so heiß laufen, dann bereitete sich nicht – im kulturpessimistischen Gefühl – eine so trügerische Gleichgültigkeit über den Warenflussgesellschaften aus, die mit gewaltiger Energie der permanenten maschinellen Ablenkung (jetzt erst verwandelt sich der Pop in den hymnischen Abgesang seiner selbst) bis auf´s äußerste gespannt – gerade da, wo sie vorgibt, in Ruhe zu sein – die Natur und die Wahrheit oft gerade dort, wo das Leben sich entfalten und heilen will – bis zur Unerträglichkeit verzerrt.

Und doch werden wir die Technik nur dann meistern können, wenn wir uns klarmachen, dass wir die Technik – so unerträglich sie unter Ahrimanns Kontrolle ist – zu unserem Schutz brauchen, und dass gerade Christus es ist, der Michaels Schwert auch in Pixeln gegen Ahrimann führt, und dass er sich bei diesem Kampf, über dessen Erfolg – das ist das Wesen unserer Freiheit – wir entscheiden – jeder Wirklichkeits-Ebene bedient, auch des Technischen. Dies ist der tiefere Sinn des Satzes: „Ich bringe das Schwert“. Nur dann, wenn wir die Technik entsprechend schätzen, würdigen, sogar lieben lernen (“ … uns eigens ihrem Wesen öffnen … „ (M.H.) – nur dann können wir den Drachen reiten. Technik ist in erster Linie und bislang – ein Schutz.

Foto gemeinfrei

Es scheint also tatsächlich so, dass jene Verrückten, die ihren Old-Timer lieben und den ganzen steam-punk putzen, schon allein durch ihre Liebe und Pflege des ganzen Retro-Eisens christlich vorgehen in einem sonst ihnen selbst und den anderen bislang unerklärlichem Aspekt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Gedanken, Geist, Mundan

Gute Technik, böse Technik?

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Volocopter: Ein Schraubensack als Passagier – Gesellschaft – FAZ

Dies, liebe Leserinnen und Leser,

oberes (bitte Link anklicken … ) lustige Gefährt, ohne den Schraubensack, der wir eben doch nicht sind, müssen wir noch noch mit diesem mischen (aufmerksame Leser des Astrologischen Stundenbuchs werden sich an unser Engagement hinsichtlich neuer Verkehrsmittel erinnern:

Zeppelin NT: Der fliegende Entschleuniger – Technik & Motor – FAZ

Freilich auch solches nur: – – –  ; – : !! _ : “ … technisches Gebaren … !“ … : – ?

„Alle Versuche, das bestehende Wirkliche morphologisch, psychologisch auf Verfall und Verlust, auf Verhängnis und Katastrophe, auf Untergang zu verrechnen, sind nur ein technisches Gebaren. Es opperiert mit der Apparatur der Aufzählung von Symptomen, deren Bestand ins Endlose vermehrt und immer neu variiert werden kann. … Diese Analysen merken nicht, daß sie nur im Sinne und nach der Weise der technischen Zerstückung arbeiten und so dem technischen Bewußtsein die ihm gemäße historisch-technische Darstellung des Geschehens liefern. … Alles nur Technische gelangt nie in das Wesen der Technik.“ („Die Technik und die Kehre“,  Martin Heidegger)

Harrison Ford kommt dort schon hin?! Der Weltklimabericht aber nicht: denn dieser ist Teil des Problems – technisches Gebaren – und nicht Teil der Lösung, die eben notwendigerweise nicht technisch sein kann, und sich doch gleichwohl an der „Abwehr, Kontrolle und Nutzung“ der Technik so orientieren muss, wie die technische Wirklichkeit dies verlangt. Die Technik ist nur technisch zu beherrschen, und genau dies ist das Verhängnis. Das herausfordernde Gestellt-sein des Menschen durch das Wesen der Technik, das sich kundtut eben durch seine Art jeden „Bestand ins Endlose“ zu vermehren – die seelenlose Maschine ohne Sinn und Verstand.

Das neue und besondere an Heideggers Lehre ist aber nicht der Verweis auf den technischen Golem, der sich mit Hilfe der NSA ein kollektives Bewußtsein erschafft, sondern eine jenseits aller Werkzeughaftigkeit liegenden geistigen Macht, für die Technik nur und vor allem ein Werkzeug war, die Menschheit zu beherrschen.

Was ist überhaupt „Gebaren“? Eine „als Ob“-Bewegung – eben kein „Gebähren“?!

Astrologisch: kurz vor Weihnachten geht Uranus direkt – aber dann auch gleich in Opposition zum heraufziehenden Waage-Mars, der dann in der Jahreswendezeit mehrmals und sehr gründlich – ganz ähnlich wie Venus zu Jupiter Steinbock/Krebs zum Uranus im Widder oppositionell wird; – : weil rückläufig im Zeichen Waage. Hier sind Diplomatie und Durchbruch so sehr ringend, daß wir gut daran tun, unseren Teil beizutragen – uns sei´s, indem wir das Tao fließen lassen.

Dazu hilft uns momentan der Krebs-Mond und die gerade noch Skorpion-Sonne: Verstehen durch Mitfühlen. Wissen = Verändern.

“Du denkst, wie Dein Kopf”* | Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Kommt das elektrische Paradies?

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Automobilindustrie: BMW präsentiert Elektroauto i3 – Unternehmen – FAZ

Liebe Leserinnen und Leser,

Wassertrigongedanken – zumal Jupiter-in-Krebs Gedanken;  – – : …

„Das Technische“, schreibt Martin Heidegger 1957 …, „im weitesten Sinne und nach seinen vielfältigen Erscheinungen vorgestellt, gilt als der Plan, den der Mensch entwirft, welcher Plan den Menschen schließlich in die Entscheidung drängt, ob er zum Knecht seines Planes werden, oder dessen Herr bleiben will.“

Identität und Differenz

Deshalb bringt weder Rad noch Elektroauto die Lösung, weder die NSA, die USA – noch der Protest dagegen – weder Organspende noch Viagra – weder Gentechnik noch Bio-food – weder Pille noch Laser noch Renaturierung, weder NLP noch Pdf, weder Online-Paper noch Blog, weder Buch noch Zug … : denn all dies ist nur technisches Gebahren oder innerhalb dessen: das Wesen der Technik ist nicht technisch.

Daß die Menschheit durch die Technik gestellt sei – ist das nur ein Heideggerscher Fluch, dem Adorno zu widersprechen versuchte?!

Oder entspricht es der Wahrheit? Geht es um die Ent-scheidung durch einen Sprung – dem Er-eignis?! Und dies vollzieht sich nur dort, wo es wichtig ist: im Denken. Denn dem Ge-stell ist – wenn wir Heidegger folgen – ebensowenig zu entgehen, wie dem Ge-setz.

Nur ist eben das eine gesetzt, das andere gestellt.

Wird Müller-Thürgau noch bestellt im Berg im Breisgau um den Stuhl des Kaisers im Kalklösboden und geliefert nach Todtnauberg?!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Philosophie der Astrologie 10 C

Foto Termin © – Grafik Vazul Termin

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir es mit dem Begriff Technik zu tun haben, stutzen wir. Was ist denn Technik? Heidegger schreibt:

„Alles Technische gelangt nie in das Wesen der Technik. Es vermag nicht einmal seinen Vorhof zu erkennen. Darum beschreiben wir, indem wir versuchen, den Einblick in das, was ist, zu sagen, nicht die Situation der Zeit. Die Konstellation des Seins sagt sich uns zu.

Aber wir hören noch nicht, wir, denen unter der Herrschaft der Technik Hören und Sehen durch Funk und Film vergeht. Die Konstellation des Seins ist die Verweigerung von Welt als die Verwahrlosung des Dinges. Verweigerung ist nicht nichts, sie ist das höchste Geheimnis des Seins innerhalb der Herrschaft des Gestells.“

„Ob der Gott lebt oder tot bleibt (?*), entscheidet sich nicht durch die Religiosität der Menschen und noch weniger durch theologische Asprirationen der Philosophie und der Naturwissenschaft. Ob Gott Gott ist, ereignet sich aus der Konstellation des Seins und innerhalb ihrer.“

Wir merken hier auf, weil der Begriff direkt in die Astrologie führt, und an dieser Stelle gleich dreimal gesetzt ist. Der altersweise Heidegger 1949/50 hat so – Wort für Wort abgewogen – tief, wie kein anderer, dem Wesen der Technik nach-gestellt:

„Wenn also der Mensch forschend, betrachtend der Natur als einem Bezirk seines Verstellens nachstellt, dann ist er bereits von einer Weise der Entbergung beansprucht, die ihn herausfordert, die Natur als einen Gegenstand der Forschung anzugehen, bis auch der Gegenstand in das Gegenstandslose des Bestands verschwindet.“

Heidegger denkt in diesem Buch  japanisch. Alle Worte sind ein Papierhaus, das ganze ein Gedicht. Von höchster, auch sprachlicher Vollendung. Es gehört zum genialen Spätwerk und ist ebenso verdichtet, wie kurz.

τεχνικός – ist auf hellenisch Techniker – und Heidegger denkt die Technik ganz griechisch und entdeckt in ihr eine Art des Entbergens.

Wie ernst müssen wir seinen Hinweis auf die Astrologie nehmen? Was entbirgt Astrologie – im Sinne des Wesensbildes des Menschen, wie es sich erfahrenen Astrologen zeigt?

Sie entbirgt die astrale Wesenheit des Menschen, seine Wesenseinheit mit der astralen Welt. Stern und Planet und Spähren. Das ist der wahre Grund der Feindschaft vieler – unvernünftig erscheinender – Astronomen: denn diese sind ja auch τεχνικοί, Entberger im Heideggersschen Sinn – doch was entbergen sie? Sie entbergen die menschliche Verlorenheit, seine Bindung an den Heimatplaneten. Aus vorausschauender Sorge um einen Flut-auslösenden Impakt versucht sie – Naturwissenschaft im Verbund mit Technik – für 144 000 Passagiere Platz in einer Arche zu schaffen. Schon winkt das Versprechen, sich selbst zu klonen, mit ewigem Leben in der Materie.

Und damit hätte die Astrologie nichts zu tun? In gewissem Sinn doch – wenn wir an die hellenische Astrologie-Schule des Bel Priesters Bêl-re’ušunu aus Babylon bedenken, der ein umfangreiches Werk der babylonischen Könige vor und nach der Flut hinterlassen hat, von dem vielleicht irgend ein geheimer Zirkel Kopien hat, uns aber sein Inhalt durch einen römischen Historiker Flavius zuverlässig aus weiteren Quellen überliefert ist: Buch 2 “ … beschäftigt sich mit 10 vorsintflutlichen Königen, schildert Flutberichte (Berossos – Wikipedia).“

Natürlich ist das zentrale Thema dieser Astrologie die Zählung bis zur nächsten Katastrophe, Und Technik ist es, die retten soll.

Nun bringt aber – besonders in unseren Tagen – die Astrologie als Verborgene, nur in dem Sinne esoterische Disziplin, als dass sie sich ohne Studium und Selbststudium nicht erschließt, gerade den astralen Menschen in den Vordergrund, während ein Teil des kollektiven Unbewußten sich zu retten versucht durch das mechanische Erzeugen ewigen Lebens und einer technischen Einrichtung, die gestattet, einer gewissen, angeblich ausgewählten Anzahl von Menschen das konkrete Überleben der nächsten Flut.

Ich gebe aber zu bedenken: Um solches zu denken, bedarf es eines sehr kollektiven, wenig individuellen Willens, denn der Einzelne kann mit seinem Überleben konkret nicht rechnen unter Auswahlbedingungen.

Emmerich (Pluto/Jupiter Konjunktion im Löwen, Mond, Mars, Neptun Waage, Venus Schütze, Sonne Skorpion) hat mit seinem 2012 Film die Waage-Vision bereits verfilmt, womit die Realität durch die Simulation gedeckt wird: wie es grundsätzlich ist, denn die Simulation verhält sich zur Realität wie eine Dopplung, und Dopplung, Replikation, scheint das Thema der Technik zu sein – …

Wir werden dennoch nicht dabei stehen bleiben – Heidegger hat die Technik hellenisch/japanisch gedacht – wir werden sie ägyptisch denken müssen, wenn wir ihr auf den Grund kommen wollen, und klären können, ob Astrologie – vielleicht – der gute Ursprung der Technik als Spiegel, Simulation der bereits gespiegelten Wirklichkeit  ist …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

* :-)

Poetry, Weltbild

Über das „E“ zu Delphi

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

dies ist nicht das „E“ in Delphi, über das Plutarch schreibt…

„Denn der Gott ruft jedem von uns, die wir hierherkommen,  gleichsam als Gruß das «ERKENNE DICH SELBST!» entgegen, das doch gewiß nicht weniger ist als das übliche Grußwort «SEI FROH!», und wir wiederum sprechen, dem Gott antwortend, «DU BIST!», womit wir ihm das Wahre, das Truglose und das ihm allein einzig Zukommende,  das Prädikat des SEINs zuschreiben.“

Plutarch: „Du bist!“ : Über das E in Delphi

… es gehört zum Schriftzug der

– wobei „E“ für Elektrizität steht, und das ist es auch, was uns erwartet: das elektrische Zeitalter. Doch wie wird es sein – ? Werden wir erst Kernbrennstäbe in heiße Öfen schieben um Dampfturbinen mit Wasser anzutreiben, wie bisher, oder werden wir die Gnade der Kraft auf ganz anderem Wege – der Umwandlung durch kalte Fusion zum Beispiel – der technischen Photosynthese zum Beispiel – teilhaftig werden, und wird uns dies davor bewahren, den Gegensatz von Technik und Natur als Verlust des Seins selbst zu erleben? Ein einziger Rasenmäher – ob elektrisch oder mit Verbrennungsmotor – ruiniert die Wahrheit des Seins im Umkreis eines dreiviertel-Kilometers – oder ist gerade dazu eine Verbindung: – in seltenen Fällen, aber doch.

Zum oberen Bild fand ich passend diesen Wortlaut von Martin Heidegger:

„Erst wenn Einblick sich ereignet, lichtet sich das Wesen der Technik als Gestell, erkennen wir, wie im Bestellen des Bestandes die Wahrheit des Seins als Welt verweigert bleibt, merken wir, daß alles bloße Wollen und Tun nach der Weise des Bestellens in der Verwahrlosung beharrt. So bleibt denn auch alles bloße Ordnen der universalhistorisch vorgestellten Welt wahr- und bodenlos. Alle bloße Jagd auf die Zukunft, ihr Bild in der Weise zu errechnen, daß man halb Gedachtes Gegenwärtiges in das verhüllte Kommende verlängert, bewegt sich selber noch in der Haltung des technisch rechnenden Vorstellens. Alle Versuche, das bestehende Wirkliche morphologisch, psychologisch auf Verfall und Verlust, auf Verhängnis und Katastrophe, auf Untergang zu verrechnen, sind nur ein technisches Gebaren.“ (Die Technik und die Kehre)

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geist, Poetry

„Der Laboratoriumstisch muß erst zum Altar werden.“

Liebe Leserinnen und Leser,

dankbar nehme ich hier dieses Zitat Rudolf Steiner-Zitat auf, wie hier im letzten Post kommentiert wurde. Im Grunde gab es bislang nur vier oder fünf Menschen des Geistes, denen zuzutrauen gewesen wäre, daß sie verstünden, was Steiner damit oben meinte. Das waren Martin Heidegger, Michel Foucault und Jacques Derrida. Und wenn einige etwas verstehen, dann können wir alle es verstehen.

Wie aber verträgt sich das mit dem Begriff „Wissenschaftsreligion“, den Paul Feyerabend, den wir auch noch in die Runde aufnehmen müssen, (Widder-Mond und Steinbock-Sonne, Mars im Krebs und Venus im Wassermann; Jupiter im Schützen und Saturn im Skorpion, Merkur in Cazimi … ) … den also Paul Feyerabend prägte, wie verträgt es sich mit dem Satz Rudolf Steiners vom Laboratoriumstisch und dem Altar? Man denkt gleich an die „Ethikkommission“ und die sogenannte Pränataldiagnostik, und jetzt auch die „Ethikkommission“ in Bezug auf das „Moratorium“ der „Alten Meiler“

Ihr merkt vielleicht, liebe Leser, daß ich Worte in Anführungsstrichlein setzte, die durch die Hervorhebung ihren mythischen Sound offenbaren. Martin Heidegger ist derjenige, der uns erklärt, warum Fukoshima und die Pränataldiagnostik ein Thema sind, nämlich unter dem Begriff der Technik. Das heißt, wie auf allen Lebensgebieten, finden wir die Lösung in einem höheren Standpunkt, der Dinge führen und zusammenfassen kann. Ohne viel nachzudenken, werden wir auch den Begriff „Verantwortung“ wegweisend zu Fukoshima und Pränataldiagnostik hinzufügen dürfen, als einem der unmittelbar verständlichen gemeinsamen Nenner, ich denke, da werden alle zustimmen.

Selbstkritisch müssen wir zugeben, daß dieser Titel auch uns Astrologen zu denken geben sollte: wobei Feyerabend ganz praktisch erläutert, daß es tatsächlich mehrere denkbare Erkenntniswege gibt, und klar beschreibt, daß die naturwissenschaftliche Methode nur ein möglicher Erkenntnisweg ist.

Rudolf Steiner würde ihm vehement widersprechen, und klar Stellung für die wissenschaftliche Methode nehmen, und obwohl Feyerabend (und auch Steiner) erklärte Freunde der Astrologie sind, finden wir hier eine Differenz, (zwischen Steiner und Feyerabend), die Derrida und Foucault vielleicht gern mit dem Dekonstruktivisten Meister Eckhart diskutiert hätten?

Der springende Punkt ist der: Steiner sagt, daß die wissenschaftliche Methode auf die Gebiete des Geistes erweitert werden kann, und dann, wenn man es tut, sich eine Welt eröffnet, die dem inneren Auge wahrnehmbar ist, aber diese Welt ist logisch, wie die Welt des alltäglichen Gegenstands-Schauens auch. Eine andere Form von objektiver Bewegung ist in dieser Welt, die man auch als „Jenseits“ bezeichnen könnte.

Feyerabend denkt in der Öffnung des wissenschaftlichen Horizontes an Methoden der praktischen Philosophie. Er sagt: „Woher wollen wir wissen, daß ein „Regentanz“ der Hopi-Indianer funktioniert, oder nicht, wenn die Hopi-Indianer selbst zum Funktionieren ihrer Methode sagen, daß alles nur aus der ganzen Kraft ihres intakten Sozialwesens funktionieren würde, einer Erkenntnis, der wir uns sofort anschließen würden, was unsere Heimat betrifft, die wir aber in Bezug auf die Kraft des Regentanzes belächeln zu können meinen, oder nicht begreifen überhaupt.

Paul Feyerabend meint mit „Wissenschaftsreligion“ den Glauben einer Sozialgemeinschaft, die ihre eigene Methode zum Dogma erklärt hat.

Steiner sagt, man könnte der Relativitätstheorie nicht „logisch“ beikommen. Und hier irrt sich Steiner, und das ist bemerkenswert. Nicht, um ihn  zu „fangen“, sondern um zu begreifen, was einer sagt, und wo seine Grenzen sind … Was aber bei Rudolf Steiner zugegebenermaßen ziemlich egal ist, weil seine grandiosen „Visionen“ weniges Nötige durchaus entschuldigen.

Mars auf „kritischen Grad“, wechselt das Zeichen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus