Europa

Mächtige Trigone, Lilith im Wassermann

Foto Termin © – Astrologische Uhr in Arbeit

Liebe Leserinnen und Leser,

Saturn rückläufig Steinbock 10 – das ist, wie Steine den Berg nach oben rollen. Wer diese Konstellation im Geburtshoroskop hat, zu dem passt die Tarot-Karte „Der Einsiedler“ – denn er/sie/es muss Entscheidungen allein treffen (auch: Sonne und starke Planeten, Aszendent) – Autorität wird auch – gibt niemand gern zu – verlangt.


13.August 20:52

Dafür hat Saturn ein genaues Trigon zu Uranus in Stier rückläufig – aber Spitze 2. Haus – Dispositorin ist die Venus, eingeschlossen in Waage in Haus 7 = letztlich gute Aussichten, weil Venus stark ist und direktläufig; – Herr von 7 ist Merkur in Löwe – beherztes Rangehen bei praktischen Fragen – aber da Merkur auch rückläufig ist, kann man ruhig noch bis zum 19. August warten, denn da dreht er wieder.

Merkur-Löwe Schlüssel ist aber trotz Rückläufigkeit: „Arbeit in Löwe = mit Herz, Mut, Kreativität, Fröhlichkeit, Sportlichkeit, Sonnenkraft, etc. … „

Neptun im Aufstieg – die kleine Gabel mit dem „R“ ganz links, wo die Fische sind, kurz unterhalb der beiden Buchstaben AC – ist über ein sehr genaues Trigon mit Jupiter in Skorpion verbunden = idealiter: Liebe und Wissen werden zur Einheit.

Wo der Nachthimmel sichtbar ist, leuchtet Hell Venus als Abendstern und der Mond zeigt sich als erste Sichel auf dem Weg zum Vollmond. Sehr zauberhaft.

Mars hat doch tatsächlich wieder zurück ins Zeichen Steinbock gewechselt. Für mich mit Löwe-Mars ist das eine leichte Entlastung (aber nur kurzfristig, Mars kommt ja später im direkten Lauf motiviert zurück) – dafür legt Mars sein Pfund beim Saturn-Pluto Zeichen aktuell Steinbock ab, als wäre von dort – Gesetzgebung z.B. – nicht schon Druck zu spüren (Diskussion um „Dienstpflicht“, etc.).

Und Lilith, die mittlere – ; – ins Zeichen Wassermann übergeholt – der schon den Südknoten, also viel altes Karma tragen muss: haltet durch, Wassermänner Ende Januar, erste Dekade – am Besten beobachten und aufschreiben: strange things may happen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Europa, Freiheit, Geist

Neptun verschleiert sich selbst, Wasser ist durchsichtig

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

im Transit erlebe ich Neptun als exakte Konjunktion über meine Radix-Sonne. Das ist für einen Fische-Geborenen ein ziemliches Privileg, schließlich braucht Neptun 165 und ein halbes Jahr um den Tierkreis. Längst nicht für alle Astrologen ist ausgemacht, dass Neptun die Fische regiert. Milan Spurek meint, er regiere das Zeichen Schütze mit – so wie seiner Ansicht nach Pluto den Widder. Aber das gebe ich nicht zu – schon allein, weil Neptun in den Fischen steht und aktuell neben Jupiter mein Zeichenherrscher ist, zuhause, bei meiner Sonne. „Allmächd“ würde man in Nürnberg sagen. Wir hatten in der Astrologieschule folglich auch das Thema Neptun. Und da kommt man doch zwangsläufig auf die Politik. Und so zeigte sich, dass zwar durchaus fast alle eine Meinung hatten, aber nicht alle das Thema in den Fokus stellen wollten. Und schon ist man mittendrin im neptunischen Nebel, dem Hütchenspiel ums Thema. Denn natürlich ist es durchaus autoritär, ein Thema ausschließen zu wollen. Soweit aber die Diskussion ging, waren alle erst mal überzeugt – bis auf die Stillen – dass Neptun nun das Theater der Gegenwartspolitik sei, man kannte die Themen: USA-Präsident, Putin, Syrien-Konflikt, Terrorismus, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge und nicht vollständig. Das sei, konnte ich aufmerksam machen, gerade der neptunische Schleier: uns glauben zu machen, ob da oder dort dieser oder jener Politiker regiert, sei eine Sache von Bedeutung. Doch um solches zu wissen, muss man die Politik erstmal durchschaut haben, und das setzt Interesse und Kenntnis voraus. Hat man das aber mal erfasst, kann man sich natürlich auch von der Politik abwenden, die Frage im Gepäck: welche Handlungen sind dann bedeutend, wenn nicht die politischen – und ist es wirklich ganz egal, von wem wir regiert werden?

Das nicht – aber was uns vorgespielt wird – Neptun negativ – ist eben nicht echt, nur Theater. Ob wir die Regentschaft derer wollen, die uns aus dem Verborgenen über unsere kollektiven Instinkte steuern: Zusammengehörigkeitsgefühl, Ehrgefühl, Sauberkeits-Instinkt so oder so, Säuglingsinstinkte – Zigaretten – zu erkennen, dass die Welt gesteuert wird, indem mit allen Mitteln die Instinkte der Massen manipuliert werden, aus dem Zentrum der Traumfabrikationsmaschiene, im Auftrag Regierungszentrale uns unbekannter Menschen. Das Motto lautet: Verstecke eine Wahrheit am besten hinter einer Wahrheit. Ist Wahrheit einmal simuliert, heisst sie Potter. Simulation von Wahrheit hat den Sinn, das Auffinden der wahren Wahrheit wirklich schwer zu machen, in dem unter Anderem behauptet wird, dass es die nicht gibt. Nur, wer sich sein Leben lang um die Erkenntnis – also das Verstehen, was warum wie ist – bemüht, erreicht die grüne Lichtung der Wahrheit.

Unabhängig davon, wo Neptun bei euch im Horoskop laufend steht (und in welchem Verhältnis zur Radix-Position und den anderen Planeten und Punkten) – zeigt der Neptun-Transit aus dem Zeichen Fische – energetisch immer noch begleitet durch den kosmischen Heiler/Verletzer Chiron – wo im Horoskop ein schleichender Transformationsprozess stattfindet. Neptun ist Idealismus pur. Wo kämen wir hin, wenn es keinen Idealismus mehr gäbe?! An diesem Punkt, wo er läuft, kommen wir nur mit Idealismus weiter.

Negativ allerdings – im öffentlichen Leben – ist Neptun Verschleierung: ihre Schwester: die Blauäugigkeit. Wir wissen ja im Grunde, wenn wir all die Filme rekapitulieren, deren Bilder sich unlösbar in unser optisches Gedächtnis eingegraben haben, dass im Kino in krasser Übertreibung oder Untertreibung gezeigt wird, was sich tatsächlich abspielt. 007 kämpft seinen Kampf gegen das Böse als unser Stellvertreter. Aber weil wir den Film sehen, sind wir von der Wahrheit hypnotisiert; – hat sich ja schon als Simulation realisiert.

Das ist im Wesen Magie, Entsprechungszauber. Neptun in Skorpion. Neptun in Fische kann die Fenster putzen: die klare Sicht durch frische Luft, am Horizont das Zeichen Gottes, ist auch Neptun.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Weltbild

Simulation und Wirklichkeit

Nürnberg 20:19 – Filme wie „Matrix“ haben dafür gesorgt, dass unser Verhältnis zur Wirklichkeit nicht mehr ganz klar ist. Doch war es das jemals? Der französische Philosph Jean Baudrillard (29. Juli 1929 in Reims) hat mit seinem Begriff der „Simulation“ eine Denkschublade geöffnet, die sich bislang wohl noch nicht schließen ließ. Simulation war für Baudrillard nicht einfach nur die Imitation von Wirklichkeit. Sie stellte die schleichende, unsere Wirklichkeit langsam überlangernde Schein-Wirklichkeit dar. Im Großen Maßstab vergleichbar mit der Landkarte, die eine Dimension einnimmt, so groß, wie das Land selbst. Baudrillard hatte wohl vorausgeahnt – er starb 2006 – dass es GPS und Google Earth geben würde, und dass dadurch tatsächlich sich langsam aber sicher über die „wahre“ Welt ein Netz der imitierten Welt spannt, die dieses, das „echte Leben“, aus bestimmten Gründen unterdrückt. Für Baudrillard hatte diese Unterdrückung ein Ziel. Wir sollten von der Wirklichkeit (z.B. in Darfur, oder den Klimawandel betreffend) abgelenkt werden, damit sich Herrschaft im Sinne einer technischen Unterdrückung möglichst lückenlos ihrer selbst gewiss sein konnte.

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Foto Markus Termin ©

In dem Film „Matrix“ von 1999 wird die Vision einer totalsimulierten und von Maschinen kontrollierten Wirklichkeit grauenerregend zuende gedacht. Da ist ein Mensch, der im Laufe der Handlung erfährt, dass er sich sein scheinbar reales Leben nur einbildet. In Wirklichkeit – die der Film enthüllt – ist dieser Mensch, genannt Neo, nur in einer geträumten, programmierten Welt. Von Menschen geschaffene Maschinen haben die Herrschaft übernommen, „simulieren“ Realität in praktisch allem und benutzen die Menschen als Energiespeicher. Man muß nur zu den Erfindungen von Jules Verne zurückgehen, um zu glauben, dass reine Imagination nicht existiert. Viel von seinem technischen Repertoire ist heute völlig normal. Wenn wir nun nach Japan schauen, und sehen, wie man sich dort bemüht, den wahren Haushaltsroboter funktionabel zu machen, dann könnte man meinen … Ich habe jedoch zwei Einwände. Astrologisch ist die Simulation der Technik Neptun, der ausgerechnet im Jahr des Matrix-Films in den Wassermann ging. Er bleibt dort bis 2012, jenem ominösen Jahr, indem sich auch der Maya-Kalender erfüllen soll, und seit unvorstellbar langen Zeiträumen auf Null zurückspringt. Maya im Sinn der fernöstlichen Sicht ist aber wieder Neptun, das Unwirkliche, die Fantasie, der Schleier, der Regenbogen, aber auch der Ozean, das Weltall und sogar die Chemie und die Drogen. Bezeichnenderweise ist es eine Pille, die Neo schluckt, um von der totalen Simulation in die Wirklichkeit zu kommen. Und – Zufall? – ein Künstler aus Ostdeutschland, Neo Rauch (18. April 1960. Leipzig), feiert kommerziell Malererfolge, man reißt ihm die noch nassen Leinwände förmlich aus den Händen – dies in der Wirklichkeit. Den anderen Einwand spare ich mir für einen Post morgen oder übermorgen. Vielleicht mag die/der ein oder andere noch vorher den Film gucken?