Großes Wassertrigon

 

Liebe Leserinnen und Leser,

gibt es kurz heute Abend, wenn Mond in Neptuns Orbis eintritt und wieder den bekannten Aspekt der Mutter Gottes bildet. Das Wassertrigon ist nicht ganz exakt. Es verbindet Neptun, Jupiter (schon sehr langsam und nur ein paar Tage vor seiner Direktläufigkeit) und die Sonne. Damit ist die Verbindung aller Wasserzeichen gegeben, also all dessen, was im Fluss ist, die erste Stufe der Beweglichkeit über dem Erdelement, in das sich das Lebendige verdichtet, um letztlich wieder über den Geist die Feuerleiter herunter zu verdichten.

Dieses Wassertrigon ist nur kurz zu haben und bildet ein Gegenthema zur Mars (rückläufig) und Merkur Opposition um die Mondknotenachse herum – zwischen Löwe und Wassermann – Merkur im Löwen bringt klare, eindeutige und selbstbewusste Entschlüsse, Überlegungen und Beweglichkeiten ins Spiel, während Mars …

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… in seiner Rückläufigkeit, die erst Ende des Monats zur Mondfinsternis (27.7.2018) ihren höchsten Wirkungsgrad erreicht haben wird – ein Prozess, der nahelegt, jede Lösung, die man jetzt – auch öffentlich – zu erreicht haben glaubt – vorläufig zu nennen gezwungen ist – das gesellschaftlich, freundschaftlich und freiheitlich „Kleingedruckte“ dagegen hält und mehrmals prüft. Merkur hat energetisch die Löwen-Venus Energie an seiner Seite, aber Mars bleibt lang und zäh zwischen Wassermann und später Steinbock (ab 13.08.2018) – aber auch Merkur wird im Löwen rückläufig (26.08.2018) und hält – auch wenn die Opposition schon lange vorbei sein wird, mit ganzer, vielleicht sogar listiger Berechnung dagegen. Mars will tun, machen, handeln, aber seine Rückläufigkeit macht aus seinem Handeln ein einziges Zögern. Nach Beispielen dafür braucht man auch im öffentlichen Leben nicht lange zu suchen. Merkur möchte denken und sucht im Löwen eindeutige, frohe und kreative Lösungen – beides unter einen Hut zu bekommen, wird Jupiter vorbehalten bleiben, wenn er ab 10. Juli wieder direktläufig und damit handlungsfähig ist, weil er die natürlich Mitte der anderen beiden fixen Zeichen bildet. Es werden also weise, tiefgründige und magische Lösungen sein müssen – und es wäre nicht unpassend, das aktuelle große Wassertrigon um lebendige, bewegliche und liebende Inspiration zu bitten …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Καιρός im Morgenrot

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Liebe Leserinnen und Leser,

endlich tut sich was im Land. Die FDP hat schon jetzt, außerhalb der Regierung, Politik gemacht. Was wird man weiter zulassen? Und vor allem, wie löst sich die Souveränitäts-Frage? Was bisher geschah:

Das Volk wählte am 24. September diesen Jahres ein neues Parlament. Da die SPD ihrer eigenen Leitung Meinung nach zu viele Stimmen für zu gute Politik verloren hat, denkt sie jetzt auch mal an sich, und nicht ans Land. Denn auch mal an sich denken ist bekanntlich auch wichtig, wenn´s dem Land gut gehen soll, schließlich ist man/frau als Partei auch Teil des Landes. Oder wie? Daraufhin kamen die Jamaika-Gespräche in Gang – frenetisch gewollt von unserer Presse, die jetzt fast so enttäuscht ist, wie nach der Wahl von Donald Trump. Ein paar Tage später erst hört die bürgerliche Presse auf, auf Lindner rumzupöbeln vom Übelsten: „Hätte sich wie ein kleiner Junge verhalten … “ (ZOn) – Boahhh … ?! Nun erst wird ihm – wahrscheinlich hat di Lorenzo von der ZEIT seine jungen Bluthunde zurückgepfiffen – Gelegenheit gegeben, sich rational zu positionieren: „Man hätte sich zum nützlichen Idioten gemacht“ – Und nun? Was bisher geschah:

Das Volk, der Souverän, hat gewählt. Die Parteien, Beauftragte der Wähler, finden aber keine Mehrheit, weil sich der „Junior-Partner“ SPD schmollend zurückzieht. Damit hat er die Souveränität an sich gerissen, der Schulz, vom Souverän, dem Volk. Stolz konnte man sich als Antifaschist vor die rechtsradikale andere Oppositionspartei stellen, deren Namen man nur in den Mund nimmt, wie wenn man Pistazienschalen ausspucken würde, salzig und klebrig. „Ihr habt uns abgewählt, Leute, wir haben verstanden.“ Umsetzung des Wählerwillens. What went wrong? Die Kanzlerin hätte ebenfalls den Wählerwillen respektieren müssen, zurücktreten als Parteivorsitzende und dann Kanzlerin to go.  Seehofer soll endlich den Stuhl räumen für unseren Franken. Damit den Weg freimachen für eine weitere große, aber verjüngte Koalition. Freude hätte geherrscht, wie nach dem Rücktritt des Papstes. Und nun ist Kairos verpasst, der hübsche junge Mann hat kein Vertrauen zum Matriarchat, sieht er doch in seinen unmittelbaren Vorgängern Opfer der alles verschlingenden großen weißen Göttin.

Francesco Salviati, Rom 1552/54

Spätestens jetzt war Καιρός vorüber – und ein cooler player namens Lindner hält durch sein „Nein“ die Souveränität des Wählerwillens weiter in der Hand. Kairos wäre gewesen, den jungen Mann als Engel zu erkennen, und ihm entsprechend einen Logenplatz in der Geschichte anzubieten. Gar noch mit Pluto im Sonnenzeichen und in Opposition zu Merkels Sonne: „Dis uan `im a´ true Killa, mon, me a tell ya´- ¡ Jo ! … “ würde man tatsächlich auf Patois im karibischen Jamaica gesagt haben, wo die deutschen Ereignisse mit Interesse verfolgt wurden – das hat sie nicht gemacht und daher die Lage völlig falsch eingeschätzt. Wie geht es weiter?

Folglich gibt es für Merkel nur noch eine Möglichkeit, souverän zu handeln: alle Optionen sonst sind von Lindner bestimmt: Neuwahl, Groko, selbst Schwarz & Grün, = alles. Es gibt also für Merkel gar keine Möglichkeit, von Lindner den Ball zurück zu bekommen, als allein das, womit sie ihn marginalisieren könnte: als souveräne Chefin einer schwarz/schwarzen Minderheitsregierung. Plötzlich sind wirklich alle Piraten. Und Lindner wäre ein gezähmter Lindwurm, das Matriarchat feiert Karneval, der Prinz wird durch Freundlichkeit geschluckt.

Das allein könnte – von der SPD mitgewählt – Merkel noch machen. Aber mal ehrlich – schafft sie das mit Saturn am AC? Ihre Erfahrung in Ehren, aber dafür braucht es eine gesellschaftliche Vision, die Bewusstwerdung der Gesellschaft. Es kommt die Zeit ohne „Mutti“. Daher doch kurz die GroKo – und dann Neuwahlen mit Vertrauensfrage: ein würdevoller Abtritt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S. Auch in Böhmen findet eine zentrale Partei, die „populistische“ ANO („Ja“ – akce nespokojených občanů „Aktion unzufriedener Bürger“), obwohl sehr stark (30%), keine Mehrheit und keinen Koalitionspartner. Und man hält sich an die Ehre, zumindest nicht mit den Rechtsradikalen zusammen zu gehen. Gleichzeitig ist die Staatsanwaltschaft dabei, die Immunität des Wahlsiegers – ehemaliger Geheimdienstler und jetziger Oligarch – aufzuheben. Auch dort ist der Präsident – ein bekennender Alkoholiker – plötzlich Entscheider. Wenn Tschechien und Deutschland eine Minderheitsregierung hätten, würde das Interesse füreinander wachsen?

 

 

Kanzlerinnendämmerung Mondfinsternis

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier geht es auf subtile Weise um den neuen König. Wer allgemein und individuell diese Rolle trägt. Der „angeknabberte“ Mond, der einen Teil der Sonnenkraft nicht spiegeln kann, wenn er vom Erdschatten daran gehindert wird, steht freilich im Zeichen Wassermann – und drückt somit irgendwo den Unwillen des Volkes aus – einerseits, weil das Volk sowieso eine Gemeinschaft ist und es zu den Paradoxien des Wassermann-Zeichens gehört, sowohl den Individualismus, als auch die Gemeinschaft zu repräsentieren, andererseits, weil er eben verdunkelt ist.

Da unsere Kanzlerin einen Wassermann-Mond hat und bei uns das Königs-Prinzip vertritt, gestatte ich mir trotz Venus/Venus-Transit ihrer Majestät ihren Abgang nach den Wahlen vorauszusagen. Als geschlagene Siegerin. Auf irgendeine Weise wird Schütze Schulz es doch schaffen, mit einer geflickschusterten Koalition.

Mag sein, es ist mein eigenes viele Planeten-in-Wassermann-Naturell, das mich gegen die gähnende Langeweile vorhersagbarer Wahlergebnisse anschreiben lässt. Vielleicht liegt es auch am Favoritentum, dem schon manches sicher geglaubte Wahlergebnis zum Schluss entglitten ist, wenn die Pythia des Volkes sprach.

Bislang hatte ich Angela Merkels Horoskop nicht aus der Perspektive der Mond/Sonnenfinsternisereignisse jetzt im August gesehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Technik und Geist: mit Löwenmut

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Liebe Leserinnen und Leser,

es bleibt eine ungelöste Frage, wie wir mit der Technik umgehen sollen – und, wenn wir unseren Philosophen glauben dürfen (und da sagen alle Schulen dasselbe, letztlich), dann ist bereits das „umgehen“ ein falscher Standpunkt, weil schon heute nicht geklärt werden kann, ob die Technik nicht – unentrinnbar – mit uns umgeht.

Wer darüber besserwissend lächelt – man müsse doch nur den Stecker ziehen, das stünde jedem frei – hat noch gar nicht verstanden, wie sehr er selbst, oder sie, bereits ein technisch bedingtes, vielleicht sogar teilweise entworfenes Wesen geworden ist.

Im Raum steht ja nichts weniger, als die totale Kontrolle der Technik über den Menschen – und damit die Abschaffung der Menschheit. In anthroposophischer Sprache ist es Ahrimann, der nach der Welt als Ganzes greift und tatsächlich den Menschen durch eine Menschmaschine ersetzen möchte. Der irre Tanz um die schnellste Informationsübermittlung gleichgültigster Botschaften …

… durch elektromagnetischen Missbrauch des ätherischen Raumes, ist nichts anderes, als die Verknüpfung von Ahrimanns Hirn, dem Netz – der Ruf nach schnellem Internet – auch auf dem Land – weiter nichts, als der Versuch, die technische Kontrolle (bei der die Dienste nur Katalysatoren sind) der Welt unumkehrbar zu machen. Zwar ist das Ergebnis noch ein paar Jahrzehnte entfernt, doch die Entscheidung vollzieht sich – vor unseren Augen – in unseren Tagen. Da stellt sich die Frage: was können wir denn tun? Können wir nicht einfach aussteigen?

Nicht Wenige, denen man wegen des lawinenartig anrollenden Wahns nichts mehr vormachen kann, weil sie längst wissen, dass Technik wesenhaft gar kein Apparat ist, sondern ein Geist, wählen diesen vermeintlichen Ausweg: ab und an das Handy ausschalten, den Wagen stehen lassen, kein skype zumindest, oder whatsapp, WLan aus – das ist dann schon der Widerstand.

Andere – zu denen ich gehöre – sagen: lasst uns diesen Drachen reiten. Meine alte mechanische Schreibmaschine ist vielleicht gefährlicher, als skype. Diejenigen, die ein solches Vorgehen skeptisch sehen, behaupten zu Recht: das sagst Du nur, weil Dir gar nichts anderes übrig bleibt. Denn diese ganze Diskussion vollzieht sich immer mit und durch die Technik, das nimmt ihr jede Glaubwürdigkeit. Und deswegen kann „nur noch ein Gott uns retten“ – wie Heidegger sagt. Die Entscheidung ist vielleicht schon im alten Ägypten gefallen. Du kannst sie nur teilnehmend beobachten. „Teilnehmend beobachten“ – möglich; nährt jedoch den Verdacht, mir schwant, wie diese battle noch nicht geschlagen ist. Wie es zur ihrer Kondition des maximalen non-fair-play gehört, uns zu schwächen, indem man uns glauben macht, es wäre alles schon gelaufen. Dann könnten wir nicht „teilnehmend beobachten“ – dann würde der Simulationskessel nicht gerade jetzt, unserer Tage so heiß laufen, dann bereitete sich nicht – im kulturpessimistischen Gefühl – eine so trügerische Gleichgültigkeit über den Warenflussgesellschaften aus, die mit gewaltiger Energie der permanenten maschinellen Ablenkung (jetzt erst verwandelt sich der Pop in den hymnischen Abgesang seiner selbst) bis auf´s äußerste gespannt – gerade da, wo sie vorgibt, in Ruhe zu sein – die Natur und die Wahrheit oft gerade dort, wo das Leben sich entfalten und heilen will – bis zur Unerträglichkeit verzerrt.

Und doch werden wir die Technik nur dann meistern können, wenn wir uns klarmachen, dass wir die Technik – so unerträglich sie unter Ahrimanns Kontrolle ist – zu unserem Schutz brauchen, und dass gerade Christus es ist, der Michaels Schwert auch in Pixeln gegen Ahrimann führt, und dass er sich bei diesem Kampf, über dessen Erfolg – das ist das Wesen unserer Freiheit – wir entscheiden – jeder Wirklichkeits-Ebene bedient, auch des Technischen. Dies ist der tiefere Sinn des Satzes: „Ich bringe das Schwert“. Nur dann, wenn wir die Technik entsprechend schätzen, würdigen, sogar lieben lernen (“ … uns eigens ihrem Wesen öffnen … „ (M.H.) – nur dann können wir den Drachen reiten. Technik ist in erster Linie und bislang – ein Schutz.

Foto gemeinfrei

Es scheint also tatsächlich so, dass jene Verrückten, die ihren Old-Timer lieben und den ganzen steam-punk putzen, schon allein durch ihre Liebe und Pflege des ganzen Retro-Eisens christlich vorgehen in einem sonst ihnen selbst und den anderen bislang unerklärlichem Aspekt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Alt wird Neu

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Liebe Leserinnen und Leser,

Fotos sind immer Welt im Ausschnitt, noch dazu frei von Räumlichkeit und Bewegung. Sie geben also niemals die Wirklichkeit wieder, schon gar nicht die Atmosphäre. Beim langsamen Aufstieg zur Gralsburg des späten Mittelalters …


… zeigen sich dann diese royalistischen Wesen, die die Schwelle zur Elementarwelt bewachen: nicht scheu, neugierig, die Augen offen, bereit für den Wanderer, den sie seit sehr langer Zeit willkommen heißen in einer alten Welt, den Wandel ins Neue anzukündigend:

Drei Feuersalamander, ein kleiner und zwei riesige, uralte Amphibien, die verständig blinzeln, und zu sagen scheinen: „Willkommen, junger Mann, Gefährte unsterblicher Wagenlenkerinnen, es ist ja kein übles Geschick, dass dich (wieder) hier zu uns … “ …

Die Gralsburg – im mystischen Nebel – verstärkt den Eindruck:

Die Salamander gehören zur selben Salamander-Seele, die schon vor 650 Jahren (und wohl zig tausend Jahre früher) hier ihren Ort hatte. Salamander sind wie Adler, Skarabäen, Delphine wahrhaft mythische Tiere; zeigen sie sich dem Wanderer, dann geht es um den Film hinter dem Film, um die echte Realität, die mit einem mal den Schleier der Simulation durchbricht und uns in jene archetypisch wahre Welt holt, wo König, weise Frau, Ritter, Prinzessin, Elfe und Zwerg in unserer nach Erfüllung dürstenden Seele wohnen, die wir nur vorübergehend und in Abstumpfung unserer höheren Sinne nicht wahrnehmen können. Aber das wird, sagt dieser König der Tiere, sich ändern, wenn der Umkehrpunkt erreicht ist und der Weltenwahn sich zurückzieht, wie eine Welle, die sich auf´s Land verirrt hat …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus