Europa, Philosophie

Jupiter in Sagittarius – Jupiter im Schützen

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Liebe Leserinnen und Leser,

etwas abgelenkt von der dreifachen Neptun/Jupiter Quadratur die dieses Jahr bis vor ganz kurzem maßgeblich geprägt hat und in ein Irrenhaus verwandelt, von dem das britische Parlament nur ein Teil ist, konnten wir die stille Revolution, die sich in der Philosophie vollzieht, kaum wahrnehmen: hin zu lesbaren Büchern, weg vom akademischen Blahblah: die Büchertische sind voll von seriösen Angeboten. Sabine Hossenfelder hat sich sogar in der Physik aufgemacht mit ihrem Buch …

… das ich völlig ohne Gewinnbeteiligung nicht deswegen verlinke, weil ich es für besonders gut hielte – Frau Hossenfelder kritisiert zwar die Physik kenntnisreich, zieht aber (meiner Meinung nach) definitiv nicht die richtigen Konsequenzen: aber es ist ihr zu verdanken – natürlich wird sie sofort ausgegrenzt – dass überhaupt mal ein Gedanke zur nicht denkenden sondern vorgeblich ideologiefrei nur messenden Wissenschaft auftaucht. Und das ist astrologisch bemerkenswert, weil Jupiter im Zeichen der Weisheit, des Schützen steht, bzw. läuft. Hier auch ihr Blog:

http://backreaction.blogspot.com/

Sie selbst hat – siehe unten – Jupiter im Zeichen Zwillinge – und das passt bestens zu ihrem Jupiter-Auseinandersetzungsthema als Opposition. „Information is not knowledge“ (F.Z.) – obwohl also Szientistin, ist sie doch eine Dissidentin in der Phalanx der physikalischen Weltdiktatur – weil sie – wenn auch aus falschen Gründen – das System von innen kritisiert mit jungfräulich nüchternem Sinn für Ordnung/Unordnung, aber mit einem mächtigen Sinn für Waage-Schönheit: so Pluto-mächtig, dass sie auch drauf pfeifen kann. Aber es wird schon gelingen, ihre Kritik totzuschweigen – die gewissermaßen das letzte Eck der Physik, in dem noch Wahrheit waltet – Symmetrie, Schönheit, Harmonie – ziemlich rüpelhaft von ihr angegangen wird: sie überholt die theoretische Physik gewissermaßen rechts.

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Peter Trawny wählt einen sehr Schütze weisen Weg, um die LeserInnen in die Welt der Gedanken zu verführen. Das Buch ist nicht dumm – und vor allem Schütze genial ins Vorweihnachtsgeschäft platziert, dass man nur den Hut ziehen kann. Um die Ecke denken hat er von Heidegger, dessen Institut er leitet, das im Guten wie im Bösen (schwarze Hefte) keine Auseinandersetzung zu scheuen scheint:

https://www.heidegger.uni-wuppertal.de/

Dazu kommen jede Menge Neuauflagen selten gewordener Perlen, die meist äußerst anspruchsvoll und lesefreundlich gestaltet sind, sei´s von Beck, Fischer oder Suhrkamp – bei aller lärmigen Oberflächlichkeit unserer Zeit voller Wahnsinn ein durchaus hoffnungsvolles Zeichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Freiheit, Philosophie

Raus aus Facebook

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier die kleine Hausmitteilung zu Merkur rückläufig: ich habe mich entschieden, wieder aus Facebook auszusteigen. Bitte speichert das Stundenbuch einfach in Favoriten, wenn ihr weiter lesen möchtet, und klickt drauf, wann es euch passt. Warum kein Facebook? -: ich habe nach meinem ca. 6-monatigen Facebook-Experiment in Zusammenarbeit mit meinen Söhnen das Gefühl, dass es wenig bringt, aber viel Substanz kostet.

Facebook verwandelt alles in seine eigene Ästhetik. Man muss, um Facebook richtig nutzen zu können, dort mitarbeiten und ständig in dieser pseudo-Form „aktiv“ sein. Die Plattform ist absichtlich labyrinthisch gehalten, damit die Leute dort möglichst viel Zeit verbringen. Viele accounts sind lehre Hülsen, die seit Jahren nicht bedient worden sind „weil man dort halt eine Adresse braucht“.

Ich glaube nicht, dass ein „neutraler“ Gebrauch von Facebook möglich ist. Man geht eine Verbindung mit dem Großverband FB ein, die entindividualisierend ist, so wie: „Alle tragen eine Swatch“ – Facebook macht ein bischen traurig – denn es ist alternativlos, und deswegen ist auch ein bischen jeden Tag ein bischen viel. Und ist denn das Gesicht ein Buch? Eigentlich nicht, eigentlich schon brachiale Sprachmonströsität allein im Namen: Gesichtsbuch – dort drucken, wo individueller, verletzlicher Ausdruck ist? Gesichtsbuch, vielleicht auf sächsisch? – so übersetzt klingt es wie eine persönliche Akte aus der Deutschen Demokratischen Republik.

Stattdessen werde ich mich wieder YouTube zuwenden: gegen den (vernünftigen) Nutzen moderner Technik habe ich nichts einzuwenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Ich weise darauf hin, dass wir uns nicht mit solchen Plattformen befassen müssen, die Mitarbeit und Kommentierung – bis hin zu umfangreichen Gastartikeln – ist im Astrologischen Stundenbuch ohne weiteres möglich, und zwar auch, wenn die Dinge nicht meiner Meinung entsprechen. Einzige Bedingung ist (künstlerische) Qualität und seriöse Ausarbeitung.