Wilhelm II und Theresa May

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich wollte ich ja nur über Theresa May schreiben. Es ist das untere ihr Horoskop – die Geburtszeit ist unbekannt. Und nun schauen Sie sich bitte den Neptun ganz genau über ihrem Mars rückläufig in den Fischen an. Dieses Horoskop ist das zeitaktuelle zu unserem Post hier, Neptun ist die grüne Gabel links außen. Von dort geht wie der Pfeil eines Bogens (man nennt es „Spannungsherrscher“) zu Jupiter im Zeichen Jungfrau, eingerahmt an den Zeichenrändern mit Mond und Merkur rückläufig der Oppositionsaspekt als tiefrote, starke Linie. Ist das nicht unglaublich krass? Diese Frau soll den Brexit managen?

Man kann mit Fug und Recht sagen, hier hat sie ihr Lebensthema gefunden. Hier kann sie ihren persönlichen Widerspruch zwischen Chaos (Fische), Grenzenlosigkeit (Mars in den Fischen), ihre Schizophrenie (der Jungfrau-Ordnung auf der anderen Seite das Chaos zu integrieren), ganz ausleben. Und sie ist die Richtige zur Wiederherstellung von Britanniens Inselstatus, weil Mars diesen isolierten Standpunkt perfekt spiegelt, schauen sie nur hin, es ist das untere Horoskop. Tunnel hin, Tunnel her – „Britannia rule the Waves“.

Für die Auflösung votiert ihr Mars in den Fischen, denn Fische ist grenzenlos, Britannien zieht keine Grenze, sondern wird eine los – und wie beim Tauziehen hält Jupiter in der Jungfrau in Anwesenheit des Zeichenherrschers Merkur und flankiert vom Orakel-Jungfrau Mond die Waage dazu, die sie recht eigentlich im Sonnenezeichen auch tatsächlich ist. Es könnte für den Brexit keine bessere geben.

Erstaunlich, mit welcher Ergebenheit die Briten sich von Zeit zu Zeit von einem „Kehrbesen“-Wesen (damit ist nichts Persönliches gemeint!) quälen lassen: Margret Thatcher war ja von ähnlichem Kaliber. Auch die schwarz/weiß Krimis pflegen diese matriarchale Volksvariante der heiligen Bridget, der namensgebenden Göttin.

Man muss die Dynamik Europas verstehen, wenn man diese Spaltung als erfolgreiche Zellteilung begreifen will: beide Seiten wissen, dass auch in Zukunft enge Kooperation nötig sein wird. Es ist Neptun, der uns den Blick verschleiert durch medialen Brexit-Katastrophismus. Das Land, das nicht nur dem Kontinent, sondern auch seiner Schutzmacht, den USA die Sprache gegeben hat, der Ursprung des Zusammenhalt selbst, wird wieder souverän.

Die Queen trug bekanntlich vor der Brexit-Wahl Europa-Blau mit Sternenhut, um sich ebenfalls sehr souverän diskret politisch zu äußern: wo ihre Sympathie läge; doch die Briten haben anders entschieden, sie haben ja die Queen in personam. Eine Stier-reitende Europa kann dazu nur demütigend sein, insbesondere, wenn die Queen im Zeichen Stier geboren ist.

Letztlich wird sich der Brexit nicht als Schrumpfung oder Teilung, sondern als modellhafte Erweiterung Europas herausstellen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge sind viele EU-Mitglieder, die den Euro nicht haben, auch nicht mehr scharf drauf, zunächst. Es gibt bald Länder, die sind in der EU und haben den Euro, solche, die in der EU sind und nicht den Euro haben, solche, die weder das eine noch das andere haben oder sind, aber irgendwie gut mit Europa kooperieren. Europas mangelnde Homogenität und Transparenz mag Politiker bremsen und Privatleuten lästig sein, den großen Konzernen, die sich an jedem Standort Büropersonal und Anwälte leisten können und die transnational agieren, sind die Differenzen der Lohn- und Preisniveaus in Europa Spielwiesen transportabler Differenz – wie man es philosophisch ausdrücken würde – die aber doch reale Dieselkraftstoffe verbrennt und in unser aller Luft bläst – hier dampft der Drachen (Pluto/Skorpion) noch, den eigentlich der heilige Georg (Jungfrau/Wassermann) auf dem guten Gewissen haben wollte …

 

Innen birthchart Wilhelm II, außen Abdankung 1918

Dann habe ich im TV (ARD Mediathek, noch ein paar Tage) die wieder fast unerträglich „musikalisch“ manipulativ unterlegte, eigentlich gut bebilderte Wilhelm II Doku. gesehen.

Wahrscheinlich begreifen die Macher des Films eine solche Kritik gar nicht. Jedenfalls war ich auf Wilhelms´ II Horoskop neugierig – und siehe da, auch er hatte – wir sind jetzt im oberen Horoskop! – Mars in den Fischen, ganz am äußeren Rand, wo aktuell Chiron, der Heiler, läuft. Und da lief er auch zum Datum seiner unfreiwilligen Abdankung, das hier im Außenring dargestellt ist (oberes Horoskop). Und damit das Wilhelm II Horoskop ein Bilderbuchstück ist, wie das von Theresa May, sehen wir, dass Wilhelm II einen Fische-Neptun dazu hatte – wie er eben heuer auch steht in den Fischen – und jetzt eben kommt – Neptun steht gradgenau und auflösend, wie es beschrieben wird, über Wilhelms II Saturn zur Zeit der Abdankung – ist das nicht geradezu unglaublich? – bei Neptun in den Fischen und Chiron in den Fischen diese gute Sendung, die leider mit der üblichen Billig-Tape Musik unterlegt ist, die es nicht lassen kann, die Stimmung des Zuschauers in die gewünschte Richtung zu manipulieren (auch Neptun).

Die TV-Darstellung von Wilhelm II – ebenfalls großer Reichsauflöser – er liebte seine Jacht – ist genau so lächerlich machend, wie die zeitgenössische Distanzierung zu ihm: es hat sich nichts geändert. Er wird als seniler Trottel dargestellt, der sich in kranken Vergeltungswünschen entrüstet, aber klug genug ist, eine Prinzessin zu heiraten, die das Geschäft seiner erneuten Thronbesteigung in Berlin betreibt, wohin er nicht mehr darf. Im Vollbesitz seines Vermögens aus der Zeit des reichen Reiches – seiner Regierungszeit – schaut er vom holländischen Exil auf das von Inflation und politischer Krise geplagte Nachkriegsdeutschland. Die Verantwortung für den Krieg trägt er nicht.

Mag alles stimmen – aber er ist mit Chiron im Sonnenzeichen der verletze Sohn – seine Chance, die Blase, die ihn aristokratisch und grausam dumm körperlich verletzend von Anfang an einhüllte, zu durchbrechen war sehr gering – kein Wunder, dass er bei Friedrich dem sogenannten Großen – ebenfalls Wassermann mit beschädigtem Innenleben – vorbildhafte Zuflucht fand.

Theresa May innen und aktuelle Transite außen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Berlin und große Fische

19.10.2018 11:46 Praha

Quelle: Radio Bremen, Logo zum Hörspiel „Der nasse Fisch“, Ali Ghandschi:

https://www.radiobremen.de/bremenzwei/sendungen/hoerspiel/der-nasse-fisch/

https://www.zeit.de/2018/42/wetterextreme-weltklimarat-klimawandel-unwetter

Foto Termin © „Grosse Fische“

Liebe Leserinnen und Leser,

Berlin ist bekanntlich dem Zeichen Widder zugeordnet, und Chiron, der verletzte Heiler oder heilende Verletzer, hat kurzzeitig vom Widder in die Fische zurück gewechselt. Das Anathema zu den Fischen ist die Jungfrau – und zur Jungfrau gehört Babylon. Die Serie, die auch heute noch über die Bildschirme flimmert, gucke ich mir nicht an – ist mir zu brutal, zu dunkel, zu depri – aber als Illustration der Zeitgeistbewegungen taugt sie durchaus, insbesondere dem Chiron, dem aktuellen Fische/Widder Grenzgänger. Chiron wechselte am 29.09.2018 rückläufig in die Fische zurück – und am 28.12.2018 wird er wieder in den Widder gehen. Neptun ist (sowieso) in den Fischen und dort rückläufig vom 19.06.2018 bis 25.11.2018. Oberes Horoskop ist auf den 19.10.2018 eingestellt, da hat Merkur aus dem Skorpion nicht nur ein exaktes Quadrat zu Mars, sondern auch das exakte (eingestelle) Trigon zu Neptun. Um diesen Tag herum können die Wasserzeichen den gesellschaftlichen Widerstand (gegen die angebliche Illusion einer Entwicklung) überwinden. Und Neptun ist das eigentliche Thema unserer Zeiten. Er wird von Pluto im Sextilzeichen unterstützt und hat bislang beispiellos für Auflösung und Verwirrung gesorgt, aber ganz gewiss nicht in den Bereichen, von denen die öffentliche Meinung glaubt, „where it´s at“. Nahezu alle öffentlich diskutierten Themen sind Scheinthemen. Nahezu alle Schwerpunkte des öffentlichen Diskurses Täuschungen. Durchschauen können das große hypnotische Nebel-Spiel zur Zeit nur 14° Fische-Geborene – aber auf die hört traditionell niemand (es sei denn, sie singen ein Lied) … :-) …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Regierungskrise in Deutschland

Liebe Leserinnen und Leser,

Veränderung liegt in der Luft. Der Nordknoten stand zuletzt in der Achsenopposition zum Deutschlandhoroskop 1999, also kurz nach der großen Wende zur Bundestagswahl 1998 – damals hatten wir Jupiter im Widder und die zwei Widder, Schröder & Fischer regierten dann auch das 10. Haus des Landes. Jetzt gibt es den Krebs Seehofer, der bis zum Vollmond Ende Juni noch zu voller Kraft auflaufen wird – sowie den Steinbock-geborenen Söder – ein dream-team. Markant im Horoskop: Pluto rückläufig ist wieder im wirksamen Orbis des Deutschland-Saturn und auch Jupiter rück plustert den Pluto in Skorpion stark auf und wird es lange und nochmal tun. Aber das Wichtigste: Uranus laufend schiebt sich in die Quadratur zur Deutschland Mondknoten-Achse und Saturn laufend steht retrograd über Uranus des Deutschland-charts – in mancherlei Hinsicht also wieder die Energie der Bundestagswahl 2017.

 

Innen Deutschland 03.101990 – aussen 15.06.2018

 

Neptun, der im Juni 2019 exakt über dem Goethe Fische-Mond des verträumten, auslandsreisenden (Haus 9) Volx steht, bringt gleichermaßen Sehnsucht, starke Verunsicherung und auch viel Betrug aus dem Ausland (plus Mars Aggression aus Haus 7) – es kommt also einiges zusammen. Nicht zuletzt der Beginn der Krise an Neumond! Meine Einschätzung: CDU und CSU werden sich trennen, Merkel regiert weiter mit CDU, SPD und Grünen bis 2020. Astrologisch fusst diese Einschätzung auf die sich aufbauende Saturn-Opposition beider Parteien: 1945 war Saturn im Krebs – zwar sind diese Oppositionen lange nicht exakt, aber doch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Saturn/Mars in Steinbock

Liebe Leserinnen und Leser,

… hier ist das chart der nächsten Saturn/Mars Konjunktion vom 1. April 2020. Sie wird astrologisch gesehen noch wesentlich gefährlicher sein, als die aktuelle, anhaltende, von der alle Inhaber der entsprechenden Positionen kardinaler Zeichen (Widder/Krebs/Waage/Steinbock) betroffen sind (wie in zwei Jahren die der fixen (Stier/Löwe/Skorpion/Wassermann): da geht ein Dämon um, der Krieg vorbereitet; die Depersonalisation der beteiligten Player ist mit Händen zu greifen. Wir sehen dazu für 2020 oben eindrucksvoll die Jupiter/Pluto Konjunktion, die zwar im individuellen Horoskop die typische Superreichen-Konstellation ist, kollektiv aber – wie immer bei Jupiter – ein Brandbeschleuniger genannt werden kann. Und schauen Sie mal ins Widder-Zeichen, das sich in diesem Horoskop gerade im Aufstieg befindet. Chiron & Lilith sind dort – gleich, wie im Skripal-Fall, nur aus andern Gründen wird mit unlauteren Mittel gekämpft. Merkur ist zwar dann nicht rückläufig – weswegen heuer die Medien jetzt schon zurückrudern – aber die Märchen, die er sich in der Neptun-Konjunktion ausdenkt, sind wahrhaft unbegrenzt. Es geht bei diesen Dingen – sofern sie astral sind – das kann jeder Anthroposoph wissen (hier sagt der Herr Doktor die ganze Wahrheit am 25. Juni 1923) – um gelenkte Gefühle, Befindlichkeiten – die wahre Physik des Alls und der Menschen.

Für uns, die wir um diese Konstellationen wissen, geht es – sofern wir persönlich standhalten – denn naturgemäß wird dort angegriffen, wo es geht – den scheinbar zwangsläufigen Lauf der Dinge zu bremsen, sie umzukehren, den Wahn zu stoppen. Möge die „Macht“ mit uns sein …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Skorpion-Neumond 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Neumond-Horoskope kann man ganz gut als Vorhersage-Horoskope für den kommenden Monat betrachten – innerhalb eines passenden Breitengradgürtels, ganz klar – das ist für Nürnberg, wo ich mich gerade befinde, der Wassermann-Aszendent. Oben in England, bei Greenwich – die Zeit der grünen „Hexe“! – Bridged, Birgit, wie die Briten klug matriarchal verankert verbinden – ist´s schon Steinbock-Aszendent – unten in Athen bereits Fische – jeweils um die selbe Zeit – die naturgemäß immer auch dieselbe ist – klar, so weit :-) … :-) ? – Nun schauen wir uns das Horsokop für Nürnberg, wo ich mich aktuell aufhalte, nochmals an: Wassermann steigt mit dem Südknoten östlich auf, während eigentlich die Erde sich in des Wassermanns Richtung rollt: Freiheitsthemen auf allen Kanälen – persönlich und gesellschaftlich – aber begleitet von der Trauer, alte Definitionen aufgeben zu müssen: Was ist Psyche, was ist Seele? Die Fragen werden basic, zu Skorpion-Neumond. Mars hat ein Pluto Quadrat zwischen kardinalen Zeichen: leider ist es gespannt, wie ein Flitzebogen: die Themen sind Ich/Du, Autorität, talking, Diplomatie, Macht, höhere Ordnung, bzw. der Glaube daran, etc. … das bringt also dieser Mond-Monat. Leicht entspanntes Quincunx zwischen Sonne und Uranus (rückläufig in Haus 2) – das ist unter Umständen die Steuererklärung und ähnliches, was die Publikationskraft wieder mal bremst. Dafür spricht auch Dispositor Mars in Haus 8 – Geld der anderen – am besten also hier gestalten, statt passiv bleiben. Der struggle kommt sowieso, Gelassenheit ist immer die Lösung mit Bürokratie. Merkur in 10 in Schütze ist im Grunde eine Expertise für weit gedachte, weise Pläne! Aber wer ist Jupiter in 8 – der mitprofitiert, Freude spendet? Ist es der eigene Partner/ die Partnerin – oder wer ist es? Wem geben wir unsere Energie? Ganz weise empfiehlt Sabine Bends im Meridian – sich das bewusst zu überlegen. Wen setzen wir in 10 als Schütze-Autorität: das Ziel?

Und dann sind wir auch Haus 1 Fische eingeschlossen, weil Jupiter Herr der Fische ist und Haus 1 generell das Impulshaus ist: wir selbst uns dem Haus 8, dem Besitz des anderen gebend.

Alles Hinweise auf Überwindung des subjektiven Standpunkts durch – wie anders? – den/die Anderen.

Doch Jupiter vermag nichts ohne Saturn, den Hausherren in 11 – mit seiner Verbindung zu Uranus in 2 – weil Fische in Haus 1 ja ein eingeschlossenes Zeichen ist: wichtig sind die Themen Freundschaft und Besitz (mit befreiend konservativem doch geradezu unbewusstem Charakter wg. Uranus rückläufig).

All solche Fragen lassen sich mit so einem Neumond Horoskop annähern. Je den Lebensumständen angemessen. Jupiter und Venus verbinden Haus 8 und Haus 9 geradezu prächtig – auch die Rezeption von Mars und Venus verstärkt enorm. „Rezeption“ bedeutet: Mars steht im Venus-Haus Waage und Venus im Mars-Haus Skorpion (super verstärkt durch Jupiter). Das ist wie eine Konjunktion. Gute Gründe Haus 8 und Haus 9 verbunden zu sehen: was wir lernen oder lehren (Haus 9) kommt Haus 8 zugute. Zwar gibt es den aufziehenden Mars/Uranus Konflikt, aber Jupiter in Haus 8 zeigt prinzipielle Wohlgesonnenheit: die anderen (Haus 8 ist Haus 2 von Haus sieben gezählt) meinen es, auch finanziell, doch gut mit uns.

Durch den Mondknoten im Löwen im Haus 7 gilt: finde Dich im Herzen des anderen: „Could you be loved?“- kein Monat für Ego-Präsentationen.

Es gibt noch viel über dieses Horoskop zu schreiben, was ich die nächsten Tage auch mache … stay tuned!

Markus

Vom Sinn der Astrologie (Merkur stillstehend bei Uranus)

Liebe Leserinnen und Leser,

Was hat denn die Astrologie wirklich für einen Sinn? Wenn wir „normalen“ Menschen begegnen, finden wir oft die Auffassung, es sei wohl besser, keine Vorhersagen über die Zeitqualität zu haben, denn „wüsste man´s, was könnte man ändern?“ – und nicht wenige glauben skeptisch „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“. Eine solche Auffassung wird begünstigt durch die Tatsache, dass Astrologie sich nicht von selbst erschließt, sondern ein Studium braucht und ein Einweihungsweg ist, von dem es – auch mit Talent – mindestens drei intensive Jahre der Beschäftigung braucht, bis man einigermaßen begriffen hat – obwohl die Prinzipien einfach und offen ausliegend sind – wie diese Uhr mit zwölf Zeigern sich lesen lässt.

Fotos Termin ©

Aus unserem statischen Verständnis der Dinge – unserer eingebildeten Liebe in den Stillstand, das letztlich unmögliche Festhalten der Zeit auf die ein oder andere Weise (Einstein hat die Zeit eingefroren) – müssen wir uns erst wieder daran gewöhnen, in Zyklen zu denken.

Aus unserer dualistischen Vorstellung von zumindest prinzipieller Unbeteiligtheit am Weltlauf müssen wir uns ein Stück weit wieder dorthin bewegen, wo unsere Ur-Ahnen gar nicht raus konnten: ins Verwobensein von Allem mit Allem, mithin zu dem Bewusstsein, dass schon eine ganz profane Äußerung Welt-mitgestaltend ist, und wir daher in den Modus der Bedachtheit wechseln müssen, wenn wir überhaupt etwas anderes sein wollen, als ein unbeteiligter Zeitgenosse ohne eigene Richtung.

In gewissem Sinn, ist es unmöglich, sich diesem Punkt anders, als rituell zu nähern, denn jede sogenannte Objektivierung ist bereits Einfluss und Distanz zugleich – mithin also nur Schein, und Kant darüber – objektiv urteilen zu wollen, was subjektiv bleibt – seit vielen hundert Jahren im Irrtum. Aber es ist ein praktischer Irrtum, der den Geist, mit der er argumentiert, für diejenigen, denen er sowieso lästig ist, abschafft – ihnen ein Alibi verschafft.  Ein Ding nur „anschauen“ geht gar nicht, obwohl genau das der „offizielle“ Modus unseren Daseins im Zeitalter der Technik ist. Das hat man in der Quantenmechanik sogar bewiesen, aber auch dieser Beweis dient nicht dazu, die Türen zum Geist aufzustoßen, sondern wird bezeichnenderweise aktuell nur für die Kryptografie flott gemacht.

Nur die wenigsten werden den astrologischen Erkenntnis-Weg gehen, und wenn sie ihn nicht gehen, bleiben sie auf Treu und Glauben auf einen Berater angewiesen, der/die seine/ihre Sache versteht, aber niemals den eigenen Einfluss auf das Geburtshoroskop des Fragenden leugnen kann. Dort, wo die Hauptplaneten und Kraftpunkte des Beraters liegen, werden sie unweigerlich Einfluss nehmen auf den Fragenden: ein Fische-Geborener wird einem Jungfrau-Geborenen immer Spiegel sein genau der Leerstellen, die der Jungfrau-Geborene gern aus seinem Leben ausklammern würde, wenn er nur könnte, umgekehrt wird ein Jungfrau Geborener einem Fische-Geborenen immer, wie die Grenze vorkommen, die dieser Mensch in Personam zu den eigentlich wichtigen Dingen bildet, ohne welche Grenze aber auch der Fische-Geborene gar nicht praktisch existieren könnte.

Hinzu kommen gerade zeitgenössisch die verwirrenden Aussagen über die verschiedensten Systeme der Astrologie. Dass diese „Systeme“ allesamt auf einem Prinzip beruhen, erschließt sich dem gewissenhaften Schüler aller Schulen erst am relativen Schluss seiner Betrachtungen – und es kommen ja auch die Schulen auf´s bedeutungs-schwerste gravitätisch daher, als wären nur sie der neue Schlüssel zum Himmelreich. Ganz gleich, ob Rhythmenlehre, Huber-Schule, vedische Astrologie oder die irrational verbogene Gartenkunst-Astrologie der Thuns, Astrosophie, Kosmobiologie – der Eingang ins Astrologische Arkanum wird von vielen Schulen bewacht – und weil sie alle das Wesentliche missachten, sind sie (in Mitteleuropa, auf das es ankommt) beinahe überall in Auflösung begriffen.

Gerade im sonst so hellwachen anthroposophischen Bereich herrscht eine große Verwirrung zum Thema tropischer/siderischer Tierkreis, als wäre die Astrologie schon immer in Stein gemeißelt gewesen, und als wäre nicht: mit dem tropischen Tierkreis – den Christus mit unserer ganz normalen Zeitrechnung gestiftet und fixiert hat, eine neue Zeit angebrochen. Denn auch für die Astrologie gilt: „Denn siehe, ich mache Alles Neu“.

Das, was wir heute als unzweifelhaft „funktionierende“, beste Astrologie aller Zeiten haben, die Persönlichkeit der Einzelnen gewissermaßen hineingewachsen, wie in eine Passform, schon immer so für den Menschen angelegt, ist allerdings ein unerlässlicher Spiegel der seelischen Verhältnisse des Menschen, an dem er unmöglich vorbeikommt, weil hier der vorherrschende Zug unserer Zeit: die Abstraktion, sich ein Fenster geschaffen hat, durch welches wir aus der Seele in den Kosmos schauen können, also den Beweis haben, dass und wie wir am All beteiligt sind.

Es kann also gar nicht sein, dass Astrologie eine Kunst für wenige Auserwählte bleibt, sondern sie wird – wenn die Menschheit sich entwickeln will – zum unerlässlichen Erkenntniswerkzeug zumindest noch im 5. nachatlantischen Epochen-Abschnitt gehören müssen. Dies aus dem Grund, weil sie die Brücke zum Kosmos ist, während die bloße Anschauung – Astronomie – für unsere Seele nicht tragfähig, sondern sinnlos ist (und darüber hinaus mit Neptun im Zeitalter der Bildmanipulation immer mehr auch optisch falsch; eine ehrliche Astronomie hätte Grund, der Menschheit etwas über die Unschärferelation der Radioteleskopie zu lehren, stattdessen wird Allmacht geheuchelt und werden Daten überaus abenteuerlich und völlig unkritisch, mithin eigentlich unwissenschaftlich – interpretiert.

Für solche, die sich das Astrologie-Studium sparen wollen, genügt freilich die tiefe Versenkung in die Blüten der Blumen. Ihre Ähnlichkeit mit dem Rundkreis des Horoskops ist unzufällig. Eine jede Blüte ist ein ganz unmittelbares Horoskop.

Nur so können wir Mensch werden, nur dies bedeutet jenes: Γνῶθι σαυτόν – erkenne dich selbst – den kosmischen Menschen in sich zu erkennen und zu begrüßen. Keiner kann sich um diese Erkenntnis herum stehlen – manchen reicht es, sich die Wahrheit durch die Blume lehren zu lassen, andere wollen es genauer wissen und lernen, das Horoskop zu lesen. Wer von beidem nichts wissen will, kann gar nichts wissen auf der Welt und dient nur Herren, die sie und er nicht kennt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus