Astrologie

Wintersonnenwende Venus/Uranus Rezeption

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Liebe Leserinnen und Leser,

vorletztes Jahr, 2017, läutete die Wintersonnenwende die harte Steinbock-Saturn Zeit ein, letztes Jahr wurde das Quadrat Neptun/Jupiter mit Merkur aktiviert und brachte noch lange nicht durchschaute Täuschungen und Übertreibungen – und dieses Jahr (ich gehe von einer 3-Monats-Perspektive bis zur Frühlings Tag/Nachtgleichen, dem Äquinoctium – aus) haben wir die ganze Steinbock-Macht und dazu Venus/Uranus in Rezeption und Quadrat zwischen Wassermann (Uranus Herrscher) und Stier (Venus Herrscherin). Rezeption = eine(r) im Zeichen des anderen und dazu den – zumindest in unseren Breiten – Skorpion-AC mit Mars stark im Skorpion als (alter) Herrscher.

Venus Quadrat Uranus in Rezeption bietet eine Steigerung der Prinzipien Sinnlichkeit/Freiheit – Wert/Freundschaft – Wohlgefühl/Ausnahmezustand – und hält an bis zum 13.01.2020, wenn Saturn & Pluto längst eine Konjunktion im Steinbock machen. Die Rezeption neutralisiert das Quadrat.

Saturn/Pluto approaching ist die große Steinbock-Glocke, die für big changes läutet, erstere Rezeption Venus/Uranus das Spatzenpärchen, der Freiheitsvogel, dessen Liebe groß und stabil wird, auch wenn es ein kleines Pärchen ist, weil diese Rezeption – richtig genutzt – die Liebe auf eine andere Ebene heben kann, die den Stürmen der Zeit gewachsen ist, welche der Saturn/Pluto/Jupiter Mahlstrom des Zeitgeists auf der Agenda hat.

Auch oder gerade in der Erscheinung populärer Blockbuster-Filme wie dem letzten Star-Wars Film kann man Zeitzeichen lesen: Kylo Ren und Rey im gewaltigen Wasserkessel: das sind Neptun & Lilith im Zeichen Fische, die den wahrhaft plutonischen Steinbock-Teufel – den Imperator, „dirtiest of all dirty ol´ white men“, Reys eigenen Grossvater, gemeinsam unfreiwillig (im Sextil) unterstützen … dass im ganzen Film ein doppelter grüner Wegweiser Bedeutung hat, dem Dresdner grünen Diamanten – z.Zt. in New York – nicht unähnlich, ist sicher auch wieder kein Zufall.

Mit Skorpion-AC – in einem breiten Band von den Azoren bis kurz hinter Prag – dann Schütze – umgekehrt im Atlantik Waage, Washington DC Jungfrau, usw. – immer zu 0° Steinbock Sonne – erwartet uns eine magische Zeit. Es geht darum, die Steinbock-Macht brauchbar zu transformieren, denn der Südknoten, der Drachenschwanz, Ketu ist dort – es ist – mit Schelling zu sprechen – der Grund (den sich der Krebs als Gebirge aus dem Ur-Ozean einst bildete), der hier Macht anbietet und mit Macht – mächtig aber ist das Schwache, das Weiche, der Nordknoten im Krebs – auf menschliche Art eingeschlichtet werden will.*1

Was kann weg an Steinbock Macht & Würde? Das geht auch als Persönlichkeitsumbau ganz privat: Me, myself & I. „Make di devil gwa´on.“ Die Positionen, wo wir Macht & Würde beanspruchen, sind nicht selten primitiv – unbewusst, aber leider auch primitiv (so, wie auch unsere Sexualität), so dass sie den Radar unserer edlen Selbsteinschätzung unterlaufen und durch potentielle Peinlichkeit „absichern“ – sie zu sehen ist peinlich, auch weil sie primitiv sind, weswegen sie gerade im edlen Menschen unangetastet bleiben und Unheil anrichten. Da jetzt aufrichtig sehen und umbauen, könnte sich in den nächsten drei Monaten mehr lohnen, als sonst: „di hotter di battle, di sweeter di victory.“

Wie? Sobald im Alltag jemand auftaucht, der unsere persönliche Integrität in Frage stellt – wer wir was warum sind und uns deshalb geachtet fühlen wollen – „everybody has a weapon to fight you“ – ergibt sich uns eine Möglichkeit, unser normales Reaktionsmuster zu ändern – denn von außen kommt „nur“ ein Bild, das uns zur inneren Reinigung den Spiegel vorhält. Das gilt es zu begreifen, dann werden die Probleme logisch und transparent: weil Du´s brauchst, hast Du diese Probleme! Aber – warum und wozu brauchst Du´s? Suche nicht außen, suche innen. Dort sind die Schlüssel. Eine einzige echte Veränderung ist schon der Anfang, die Welt zu verändern.

Aggression tritt normalerweise an die Stelle von Veränderung. Diese Veränderung gilt es aber eigentlich anzustreben; raus mit dem Muster, mit dem wir selbst nicht zufrieden sind: in uns, nicht im anderen!

Durchaus still, ohne Schuldeingeständnisse (Freifahrtscheine für´s „weiter so“), Unterwerfungen (Dominanzspiele von Geben & Nehmen), Rechtfertigungen (die nur die Position im moralischen Normbereich sichern, wenn sie eigentlich unsicher sind*2).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Wintersonnenwende 2017

Wintersonnenwende 2018

Wintersonnenwende 2019 – 22.12.2019 05:21 Prag

*1Das könnte – „cetermum ceseo … „ für Assange die humane Verlegung in ein Krankenhaus sein, sowie die Verweigerung eine Auslieferung an die USA aus gesundheitlichen Gründen und Bedenken: es muss sich nur ein Richter mal ein Herz nehmen.

*2 Kiergegaart: „Wer sich rechtfertigt, ist nicht glaubwürdig.“

 

Astrologie

Sonne in Skorpion, Mond in Waage

Liebe Leserinnen und Leser,

hier sehen Sie, was sich aktuell tut: Uranus im Stier rückläufig ist im T-Quadrat zu den Mondknoten, das sind die stark roten Linien zwischen den fixen Zeichen. Da muss sich also was bewegen im Stier, was sich wirklich nicht gern bewegt. Für den Stier-Bereich ist der stark von Wolfgang Döbereiner geprägte Begriff „Revier“ sehr von Nutzen. Man wird Stier-geprägte Menschen – also solche mit Aszendent oder Sonne, auch Mond und Venus in Stier, selbst Mars und Saturn auf je ihre Art – und Merkur gewiss ebenso – immer besser verstehen, wenn man weiß, dass sie Revierbauer sind. Welcher Art ihr Revier ist, ist eine ganz andere Frage. Es ist aber materiell. Selbst, wenn man als Stier-geborener Papst (Johannes Paul II)  ist.

Venus, Herrin des Zeichen Stier steht mächtig im Quincunx-Zeichen (also disharmonisch) Waage dazu – während die Waage-Venus selbst im eigenen Haus am Ende der Kette das Quincunx zum Fische-Chiron hat.

Dennoch ist Venus in Waage unter diesen Umständen ausschlaggebend, und da sie rückläufig und langsam ist, tut sich gerade was – doch das, was sich tut, bezieht sich auf diplomatische Positionen der Vergangenheit – in der Öffentlichkeit im Augenblick zeitgeistig symbolisiert durch Friedrich Merz, den frischen Retro-Mann aus der Vergangenheit, der auftaucht, wie zum Staffellauf. Geht eine bessere Entsprechung für diese planetaren Positionen? Merz hat, wie es jetzt auch wieder ist, Mond  im Zeichen Waage und die Sonne in Skorpion.

 

04.11.2018 20:52 Praha

Am 16.11. wird die Venus wieder in ihren direkten Lauf einschwenken – zunächst sehr langsam – und genau so langsam ist Merkur, der einen Tag darauf, am 17.11 rückläufig wird bis zum 7.12. – wenn also beispielsweise am 8.12. nach viel Verwirrung ein/e neue/r Vorsitzender der CDU gewählt wird, dürfte er oder sie es lange bleiben, wenn er zum stillstehend direkten Lauf des Merkur auf 27° Skorpion gewählt wird, könnte das Friedrich Merz, der Skorpion-Geborene mit Waage-Mond sein. Sagt Thorsten auch – von ihm habe ich die Idee, weil er sie gut per Spiegelpunkte belegen kann und wahrscheinlich auch Sauerländer ist, wie Merz.

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Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Europa

Καιρός im Morgenrot

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Liebe Leserinnen und Leser,

endlich tut sich was im Land. Die FDP hat schon jetzt, außerhalb der Regierung, Politik gemacht. Was wird man weiter zulassen? Und vor allem, wie löst sich die Souveränitäts-Frage? Was bisher geschah:

Das Volk wählte am 24. September diesen Jahres ein neues Parlament. Da die SPD ihrer eigenen Leitung Meinung nach zu viele Stimmen für zu gute Politik verloren hat, denkt sie jetzt auch mal an sich, und nicht ans Land. Denn auch mal an sich denken ist bekanntlich auch wichtig, wenn´s dem Land gut gehen soll, schließlich ist man/frau als Partei auch Teil des Landes. Oder wie? Daraufhin kamen die Jamaika-Gespräche in Gang – frenetisch gewollt von unserer Presse, die jetzt fast so enttäuscht ist, wie nach der Wahl von Donald Trump. Ein paar Tage später erst hört die bürgerliche Presse auf, auf Lindner rumzupöbeln vom Übelsten: „Hätte sich wie ein kleiner Junge verhalten … “ (ZOn) – Boahhh … ?! Nun erst wird ihm – wahrscheinlich hat di Lorenzo von der ZEIT seine jungen Bluthunde zurückgepfiffen – Gelegenheit gegeben, sich rational zu positionieren: „Man hätte sich zum nützlichen Idioten gemacht“ – Und nun? Was bisher geschah:

Das Volk, der Souverän, hat gewählt. Die Parteien, Beauftragte der Wähler, finden aber keine Mehrheit, weil sich der „Junior-Partner“ SPD schmollend zurückzieht. Damit hat er die Souveränität an sich gerissen, der Schulz, vom Souverän, dem Volk. Stolz konnte man sich als Antifaschist vor die rechtsradikale andere Oppositionspartei stellen, deren Namen man nur in den Mund nimmt, wie wenn man Pistazienschalen ausspucken würde, salzig und klebrig. „Ihr habt uns abgewählt, Leute, wir haben verstanden.“ Umsetzung des Wählerwillens. What went wrong? Die Kanzlerin hätte ebenfalls den Wählerwillen respektieren müssen, zurücktreten als Parteivorsitzende und dann Kanzlerin to go.  Seehofer soll endlich den Stuhl räumen für unseren Franken. Damit den Weg freimachen für eine weitere große, aber verjüngte Koalition. Freude hätte geherrscht, wie nach dem Rücktritt des Papstes. Und nun ist Kairos verpasst, der hübsche junge Mann hat kein Vertrauen zum Matriarchat, sieht er doch in seinen unmittelbaren Vorgängern Opfer der alles verschlingenden großen weißen Göttin.

Francesco Salviati, Rom 1552/54

Spätestens jetzt war Καιρός vorüber – und ein cooler player namens Lindner hält durch sein „Nein“ die Souveränität des Wählerwillens weiter in der Hand. Kairos wäre gewesen, den jungen Mann als Engel zu erkennen, und ihm entsprechend einen Logenplatz in der Geschichte anzubieten. Gar noch mit Pluto im Sonnenzeichen und in Opposition zu Merkels Sonne: „Dis uan `im a´ true Killa, mon, me a tell ya´- ¡ Jo ! … “ würde man tatsächlich auf Patois im karibischen Jamaica gesagt haben, wo die deutschen Ereignisse mit Interesse verfolgt wurden – das hat sie nicht gemacht und daher die Lage völlig falsch eingeschätzt. Wie geht es weiter?

Folglich gibt es für Merkel nur noch eine Möglichkeit, souverän zu handeln: alle Optionen sonst sind von Lindner bestimmt: Neuwahl, Groko, selbst Schwarz & Grün, = alles. Es gibt also für Merkel gar keine Möglichkeit, von Lindner den Ball zurück zu bekommen, als allein das, womit sie ihn marginalisieren könnte: als souveräne Chefin einer schwarz/schwarzen Minderheitsregierung. Plötzlich sind wirklich alle Piraten. Und Lindner wäre ein gezähmter Lindwurm, das Matriarchat feiert Karneval, der Prinz wird durch Freundlichkeit geschluckt.

Das allein könnte – von der SPD mitgewählt – Merkel noch machen. Aber mal ehrlich – schafft sie das mit Saturn am AC? Ihre Erfahrung in Ehren, aber dafür braucht es eine gesellschaftliche Vision, die Bewusstwerdung der Gesellschaft. Es kommt die Zeit ohne „Mutti“. Daher doch kurz die GroKo – und dann Neuwahlen mit Vertrauensfrage: ein würdevoller Abtritt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S. Auch in Böhmen findet eine zentrale Partei, die „populistische“ ANO („Ja“ – akce nespokojených občanů „Aktion unzufriedener Bürger“), obwohl sehr stark (30%), keine Mehrheit und keinen Koalitionspartner. Und man hält sich an die Ehre, zumindest nicht mit den Rechtsradikalen zusammen zu gehen. Gleichzeitig ist die Staatsanwaltschaft dabei, die Immunität des Wahlsiegers – ehemaliger Geheimdienstler und jetziger Oligarch – aufzuheben. Auch dort ist der Präsident – ein bekennender Alkoholiker – plötzlich Entscheider. Wenn Tschechien und Deutschland eine Minderheitsregierung hätten, würde das Interesse füreinander wachsen?