Europa

Angriff des Zufalls

Foto Termin © Laurenziberg

Liebe Leserinnen und Leser,

alle sind geschockt, doch worauf genau bezieht sich der Schock? Haben die Ereignisse in ihrer Reihenfolge – Christchurch, (No)-Brexit, Assange, Notre Dame – etwas mit einander zu tun? Neuseeland, Großbritannien, Australien, Frankreich … und warum kocht gerade in Paris, wo die Gelbwesten seit dem Winter mit der Mars/Neptun Konjunktion im Zeichen Fische auch die Strassen verwüsten, den Staat in die Knie gezwungen haben, der ihnen hinterherläuft, um zu beschwichtigen – immer wieder ein Ereignis hoch, das die ganze Stadt traumatisiert – in alten und in neuen Tagen?

Bei solchen Ereignissen, wie dem Brand der Notre-Dame, spüren wir, dass wir nicht individuell gemeint sind, sondern kollektiv, es folglich tatsächlich so etwas gibt, wie eine gemeinsame Seele des Volkes – oder sogar Europas. Das ist „der Elefant im Raum“ – den alle spüren, aber keiner zu benennen wagt, und der dann die Namen „Schock“, „Betroffenheit“, „Trauer“ oder „Zuversicht“ bekommt – wenn diese große Gemeinschaftsseele aus dem Hypnoseschlaf (ὕπνος = Schlaf) erwacht durch einen solchen Angriff des Zufalls. Es gibt sogar gute Gründe, anzunehmen, dass der „Sinn“ solcher und anderer Ereignisse das kollektive Aufwachen ist. Aufwachen im Sinne eine höheren Anwesenheit, nicht im Sinne einer Mainstream-Betroffenheitskultur aus verwirrten Zielen, deren Hysterie nur eine Sonderform von Schlaf ist.

Astrologisch läuft Neptun im genauen Quadrat der Kathedrale zur Grundsteinlegung März 1163, da Saturn und Neptun im Zeichen Schütze standen – aber wie heute auch Nordknoten in Krebs und Südknoten in Steinbock. Gerade das aktuelle Steinbock-Stellium Pluto/Saturn/Südknoten steht auch für die Proportion – die symbolische Größe – des Angriffs welcher Mächte auch immer auf den alten Stein: Pluto/Saturn —

Kann der Zufall angreifen? Was ist überhaupt Zufall? Gibt es Zufall? Oder ist alles determiniert, durch Naturgesetze bestimmt? Eines der großen Paradoxa, die die Alten in den Mythos von Marduk und Tiamat kleideten … Hier unten Marduk mit Herz am Ohr, gutem energetischem grounding und der gezähmten Zufallsschlange zu seinen Füßen:

 

File:Marduk and pet.jpg

gemeinfrei

 

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Europa

Großes Wassertrigon

 

Liebe Leserinnen und Leser,

gibt es kurz heute Abend, wenn Mond in Neptuns Orbis eintritt und wieder den bekannten Aspekt der Mutter Gottes bildet. Das Wassertrigon ist nicht ganz exakt. Es verbindet Neptun, Jupiter (schon sehr langsam und nur ein paar Tage vor seiner Direktläufigkeit) und die Sonne. Damit ist die Verbindung aller Wasserzeichen gegeben, also all dessen, was im Fluss ist, die erste Stufe der Beweglichkeit über dem Erdelement, in das sich das Lebendige verdichtet, um letztlich wieder über den Geist die Feuerleiter herunter zu verdichten.

Dieses Wassertrigon ist nur kurz zu haben und bildet ein Gegenthema zur Mars (rückläufig) und Merkur Opposition um die Mondknotenachse herum – zwischen Löwe und Wassermann – Merkur im Löwen bringt klare, eindeutige und selbstbewusste Entschlüsse, Überlegungen und Beweglichkeiten ins Spiel, während Mars …

Fotos Termin ©

… in seiner Rückläufigkeit, die erst Ende des Monats zur Mondfinsternis (27.7.2018) ihren höchsten Wirkungsgrad erreicht haben wird – ein Prozess, der nahelegt, jede Lösung, die man jetzt – auch öffentlich – zu erreicht haben glaubt – vorläufig zu nennen gezwungen ist – das gesellschaftlich, freundschaftlich und freiheitlich „Kleingedruckte“ dagegen hält und mehrmals prüft. Merkur hat energetisch die Löwen-Venus Energie an seiner Seite, aber Mars bleibt lang und zäh zwischen Wassermann und später Steinbock (ab 13.08.2018) – aber auch Merkur wird im Löwen rückläufig (26.08.2018) und hält – auch wenn die Opposition schon lange vorbei sein wird, mit ganzer, vielleicht sogar listiger Berechnung dagegen. Mars will tun, machen, handeln, aber seine Rückläufigkeit macht aus seinem Handeln ein einziges Zögern. Nach Beispielen dafür braucht man auch im öffentlichen Leben nicht lange zu suchen. Merkur möchte denken und sucht im Löwen eindeutige, frohe und kreative Lösungen – beides unter einen Hut zu bekommen, wird Jupiter vorbehalten bleiben, wenn er ab 10. Juli wieder direktläufig und damit handlungsfähig ist, weil er die natürlich Mitte der anderen beiden fixen Zeichen bildet. Es werden also weise, tiefgründige und magische Lösungen sein müssen – und es wäre nicht unpassend, das aktuelle große Wassertrigon um lebendige, bewegliche und liebende Inspiration zu bitten …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Poetry, Vollmond

Venus und Mars in Beziehung

Foto Termin © Petřín – Laurenziberg

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, die „Beziehung“ – jener Begriff aus dem Versuch, „die Sexualität zu befreien“ – ist uns als de-per-so-na-li-sier-te Metapher mit dem Charme des marxistisch/reichistischen „Untergrundes“ geblieben, er liegt glatt auf der Zunge – und den Inhalt haben wir eigentlich vergessen – was er bedeutet: jene distanzierte Haltung zur Liebe von Anfang an. Schon im Wort „Beziehung“ kann eigentlich keine Liebe sein. Und wie steht´s mit dem Begriff „Partnerschaft“? Retro? Irgendwie schon. „Ehe“? „Ehe für Alle“, – ; — ?: – … räusper. In der Astrologie ist das Haus der Ehe auch das der offenen Feinde, euphemistisch: Gegner. Die Liebe steht verantwortungslos im Löwe-Haus 5 – sie braucht viel Wärme – gegenseitig (ist oben auf dem Foto abgebildet) – dann wäre da noch dieses: „Wir sind seid soundsoviel Jahren zusammen – „ – in Abgrenzung zur bürgerlichen Ehe, zu der man/frau – frau/man sagt: „Wir sind schon seit soundsoviel Jahren verheiratet“ – meist, wenn frau/mann etwas getrunken hat. Ehe ist mehr auf Beobachtungsposten und der Verpflichtung, sich gesellschaftlich entsprechend zu verhalten. Ob mann/frau das tut, oder nicht, ist wieder was andres. Doch ob man nun staatlich heiratet, oder kirchlich, oder beides, das ist gehupft, wie gesprungen: beides bezieht sich auf römisches Recht. Es wird also ein Vertrag zweier Partner (weißer Schimmel) vor dem Staat (in Nachfolge und Entwicklung des römischen Rechts) abgeschlossen, eine dritte Partei ist ab dann – offiziell von zweien eingeladen – mit im Ehe-Boot … Natürlich kann das auch sinnvoll sein! Warum sollte man denn nicht mit dem Staat einverstanden sein und daher dieser Instanz den Schutz des Intimsten anempfehlen? Steckt nicht hinter einem solchen Bund die Weisheit von der sozialen Verankerung des Menschen? Muss man denn, wenn man vom Staat spricht, immer nur „Unterdrückung“ denken? Wie dem auch sei – die Venus geht in Opposition zu Uranus und gleichzeitig ins Sextil zu Saturn. Venus ist mit Mars im Zeichen Waage. Uranus geht rückläufig in den letzten 5 Graden Widder. Zu Vollmond, am Samstag den 4. November – Mond im Zeichen Stier – geht Venus früh am Morgen in die exakte Opposition zu Uranus – es sollte aus dieser Darstellung klar werden, wie die astralen Kräfte – die Liebe auf die Probe stellen zwischen Widder & Waage – betroffen sind natürlich die vor allem, die dort viele Planeten, Sonne, Mond oder Aszendent haben, usw. Beziehungen, die danach noch stehen, ähneln der Eiche, dem heiligen Baum des Matriarchats: morsche Äste hat der Orkan gebrochen, doch der Baum bleibt stark, wie die Liebe, für die, die weiter dem Herzen folgen. Jupiter läuft direkt im Zeichen Skorpion: Sexualität ist weise. Die Häuser sind also 5, 7 und 8 – Haus 9 müssen wir auslassen: Belehrung schadet der Liebe. Auch Haus 6, den Alltag, mag sie nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus