Fliegende Seelen* in Troja

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Liebe Leserinnen und Leser,

zu Venus im Zeichen Zwillinge passen diese Bilder – dazu – Metamorphose – das Quincunx von Venus zu Pluto (zwischen Führung der Seele und Ohnmacht, Opfer schreibt der liebe Frank Felber) – Pluto sind auch Schmetterlinge wegen Verwandlung, Metamorphose, Wiedergeburt (Merkur/Venus/Pluto/Mond die Schmetterlings-Entsprechungen) – während der poetische Fische-Mond seine Runde bei Neptun macht (Maria, Göttin) und harmonisch zur sinnlichen Stier- Sonne läuft (Troja in Prag ist Stier-Sektor, das Tropen-Haus nennt man „Fata Morgana“ = Mond/Neptun),

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Psyche = Seele = ψυχή = Schmetterling

https://www.prague.eu/de/objekt/orte/577/botanischer-garten-der-hauptstadt-prag-glashaus-fata-morgana-botanicka-zahrada-hl-m-prahy-sklenik-fata-morgana

Hat Recht, pan Specht …

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Liebe Leserinnen und Leser,

weil ich, wie ihr wisst, in Prag an einem Europäischen Projekt arbeite, bin ich des öfteren in den öffentlichen Cafés, denn wo ich wohne, gibt es für mich keinen Netz-Anschluss. Das ist mal gar nicht schlecht, einige grundsätzliche Überlegungen werden dadurch erst möglich, die ohne Abstand zum Netz nicht gemacht werden könnten. Dort, wo ich gerade sitze (Cafebistro Pointa) – Mond nähert sich dem rückläufigen Pluto im Steinbock – und ist deshalb extra „hart drauf“ – dudelt gewohnheitsmäßig jene us-amerikanische Muzak – die überall auf der Welt jaulende, kastratig klingende junge Männer (und Frauen) pseudo-rhythmisch „marschierend“ in den Zivilisations-Abgesang einbindet, dass einem wahrhaft Hören und Sehen vergeht (sofern man nicht abgestumpft ist, wie eine alte Lederschuhsohle) …

In Prag hat man gewissermaßen die Reißleine gezogen, und die Ausübung der Musik im öffentlichen Raum stark eingeschränkt. Natürlich könnte man sich fragen, warum es denn gerade den echten Musikern an den Kragen geht, während das Geplärre aus den Lautsprechern weiterhin alles und jeden mit einem unerträglichen Teppich des akustischen Grauens tyrannisieren darf? Doch seitdem sich die Straßenmusiker voll kommerzialisiert haben und aus ihren Saxophonen immer dasselbe tröten, kann es durchaus als Akt der Notwehr verstanden werden, dass Anwohner sich solches nicht mehr bieten lassen wollen. Auch das aktuelle Festival ändert daran nichts – wie beim Nürnberger Bardentreffen kippt jede Lautsprecher-gestützte öffentliche Veranstaltung sofort in die Belästigung – alle merken es und haben genug: nur die „Musiker“ haben es noch nicht begriffen: Seid doch endlich mal still! Zwar will ich hier den gewaltigen Unterschied von „live“ und „Konserve“ nicht vermischen, aber auch das live vorgetragene immergleiche Klischee des Blues oder Jazz, oder was auch immer – aufmerksame Zeitgenossen können es nicht überhören – ist Vergangenheit, deren Lärm nur die Stille stört und das Neue, das Leise, das Zarte, das da kommen soll und muss. Je eher wir den „Saft“ abdrehen, um so verkraftbarer wird der unvermeidliche Bruch.

Sehr weit entfernt sind wir jedoch von der allgemeinen Erkenntnis, dass Konserven-Muzak im öffentlichen Raum einer schweren seelischen Verletzung gleichkommt. Es hat sich ausgedudelt, maschinelle Musik macht jede Konzentration auf Wesentliches unmöglich: und genau das dürfte die dahinter stehende ahrimanische Absicht sein, der den luziferischen Impuls der Beatles und ihrer Zeit inzwischen gewandelt, gestapelt und gefriergetrocknet hat.

Dem Specht ist das egal, und all den Vögeln sowieso. Sie singen heldenhaft gegen die Technik an, als wäre sie nicht da.

Wir armen Menschlein müssen nach Räumen der Stille suchen, die plötzlich so kostbar werden, wie sauberes, klares Quellwasser …

Mit freundlichen Sonntagsgrüßen,

Markus

 

Kavárna – Orte in Prag

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Liebe Leserinnen und Leser,

das ist nicht der Blick aus dem Café, sondern in derselben Straße, die aber natürlich obendran wieder in diese Zuckerbäcker-Art-Deco bzw. Jugendstiel-Häuser mündet. Der Kaffee wird hier u.a. nach einem uralten Pariser-Verfahren aufbereitet, das sehr ans Alchimistische erinnert. Dieses Café ist – wie so viele in Prag – auch ein heimeliger Winter-Ort. Innen dominiert das Pompei-Rot – Nichtraucher (kommt immer mehr!) – und dazu besucht von interessanten Geistesmenschen … Nicht weit vom Náměstí Míru, dem Friedensplatz.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus