Weihnachtsbuch von Wolfgang Held

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Liebe Leser,

alle Bücher von Wolfgang Held sind lesenswert, so auch dieses: es enthält eine Fülle von anregenden Hinweisen. Im Kern muss man sich aber fragen, was der Autor will: führt er wider besseren Wissens in seiner monatlichen Kolumne (a tempo) die Leute in die Irre, wenn er den Aufenthalt der Planeten nach einem ominösen siderischen Tierkreis liest?! Denn in diesem Büchlein hält er sich wiederum weitgehend an den tropischen Tierkreis – dabei sind ihm die Tatsachen eigentlich bekannt: „Die Sterne fügen sich recht gut in die Bilder ein, aber sie sind nicht deren Ursprung“, und verwundert bemerkt Wolfgang Held auch, „dass in den antiken Tierkreisdarstellungen keine Sterne zu sehen sind.“

Sein Résumé: „Wenn wir heute wieder zu einer gehaltvollen Vorstellung der einzelnen Tierkreisbilder kommen wollen, müssen wir jedoch bei den Sternen ansetzen. Sie sind (es klingt in diesem Zusammenhang paradox) gewissermaßen der ‚Schatten‘ der einzelnen Tierkreisbilder.“

Tatsächlich haben wir aktuell eine äußerst gehaltvolle Vorstellung der Tierkreiszeichen – und es ist auch überhaupt nicht ersichtlich, warum wir dafür bei den Sternen ansetzen müßten, die mit dem Tierkreis gar nichts zu tun haben?

Gerade umgekehrt ist der richtige Weg, wie auch Rudolf Steiner lehrt – zum Beispiel ganz praktisch im landwirtschaftlichen Kurs (Breslau) – selbstverständlich nach dem einzig wahren, dem tropischen Tierkreis: weil nur dieser „funktioniert“ – mir ist nicht klar, wie man über solche Hinweise hinweglesen kann.

Wer praktisch mit Astrologie arbeitet, kann ohnehin keinen Zweifel am tropischen Tierkreis haben: Regulus ist heute ein Stern in der Jungfrau. Es hätte dem Autor gut getan, wenn er vor der Niederschrift seines Büchleins den ein oder anderen praktisch arbeitenden Astrologen studiert hätte: Ulrike Voltmer z.B., Oskar Adler, Thomas Ring oder die Riemanns – denn just in dem weltgeschichtlichen Moment, wo das Christus-Bewußtsein via tropischen Tierkreis in jedem Ich neu erwacht, kommt ein Fachmann daher, und stiftet Verwirrung. Es ist zwar ein netter Versuch, von einem Tierkreis des „Lebens“ und einem der „Seele“ zu sprechen, aber es erschließt sich der Grund dafür nicht, denn gerade der tropische Tierkreis hat durchaus Seele. Und so erscheint es, als ginge es um Haarspalterei und Gesichtswahrung. Dafür sind diese Dinge zu wichtig und zu ernst. Und man kann auch nicht einfach so ein bischen astrologisch orakeln – Monat für Monat – wenn man nicht weiß, in welchem Zeichen die Planeten wirklich stehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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