Schwachsinn trifft auf Schwachsinn

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder mal treffen emotionalisierte Anarchisten und Staatsgewalt aufeinander – und wieder beginnt das rituelle Spiel der BRD – diesmal zur Abwechslung in der Wassermann-Stadt Hamburg: wir tun einfach so, als ob wir Wahrheit und Gerechtigkeit hätten – der Grund dieser Hohlformel ist durchaus beängstigend – und es hilft doch nichts, die Eskalation den Steinbock/Krebs-Modalitäten des Vollmonds plus zuzuordnen; – dass die Welt synchronistisch organisiert ist, hat sich beim halbwegs gebildeten Teil der Welt herumgesprochen.

Hier drei Thesen zum modernen politischen Leben:

  1. Politik hat nichts mehr mit der Straße zu tun, sondern mit dem Netz. Demonstrationen sind kontraproduktiv und lächerlich, oft schmerzhaft und gemein. Sie sind nur Futter für die Presse und die Presse ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Masserveranstaltungen sind grundsätzlich ent-individualisierend und daher der Würde des Menschen nicht angemessen …
  2. Keine Macht kann sich gut organisiertem Kundenverhalten entgegenstellen – solange ihr den Schrott (Unterhaltung/Film/I-phone) wollt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn die „plastic-people“* die Macht haben. Solange ihr euch nicht organisieren könnt, müsst ihr sogar dankbar sein, dass der Staat es für euch tut. Die Anarchie, die ihr anstrebt, würde euch – wie gehabt – als erstes fressen. Der Trost: nie war es so leicht, sich für gemeinsame Ziele zu organisieren; nie war aber auch die Energie dafür und der Wille dazu so jämmerlich schlapp – wie leicht ist es da, sich einen Stein zu nehmen …
  3. Es ist überhaupt an der Zeit, sich von Politik zu verabschieden. Die show ist gelaufen. Die Akkumulation von Kapital ist so unvorstellbar gewaltig, dass nur noch das Kapital selbst sich da raushelfen kann und bürgerlich politische Gestaltung allenfalls in Nebensächlichkeiten (Tempo 30 vor der Schule und so … ) betrieben werden kann, alle anderen Entscheidungen werden undemokratisch oder sogar bereits von Maschinen getroffen; – erste Ansätze einer Umkehr ganz oben (freilich noch nicht ganz moralisch auf der Höhe … ) gibt es bereits im Klub der Milliardäre, die ihr Geld stiften und spenden.

Last not least: PolizistInnen sind Menschen mit Familien und Sorgen; – meiner Erfahrung nach sind die sogenannten „Autonomen“ – was eigentlich ein Ausdruck für „ewig gestrige, vergammelte, Bier-saufende und die immer gleiche pseudo-Punk Musik hörende Spießer-Bande“ ist, diejenigen, die dem Staat den großen Gefallen tun, ein (weiteres) Feinbild zu haben und für guten Umsatz der Sprühdosenindustrie sorgen. Gäbe es keine – sich mirakulöserweise immer wieder erneuernden, wenn sich die alten totgesoffen haben – Autonomen, der Staat müsste sie erfinden für kostenloses Marketing und kostenlose künstlerische Gestaltung des öffentlichen Raums …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* F. Zappa

Fundamentale Fragen

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Liebe Leserinnen und Leser,

nun tauchen sie also doch auf, die fundamentalen Fragen, die keinen Kompromiss erlauben (Mars/Pluto Opp.) – hat man im Himmel Zusammengehörigkeiten in den Tierkreisbildern gesehen? Irgendwo gewiss – doch die Einteilung der Regionen musste ja zwangsläufig unter der irdischen Maßstäblichkeit erfolgen, die die Sonne in 12 jährlich wiederkehrende Qualitäten einteilt, den Steinbock nach dem Tierzüchter, den Wassermann nach dem Bewässerungstechniker, den Fische-Geborenen nach dem reisenden Händler, dem Seemann, die Widder-Leute nach den ziehenden Nomadenstämmen mit großen Herden, die Stier-Leute nach ihrem Stier-Kult – den wir noch in den hispanischen Ländern kulturell erhalten sehen – die Zwillings-Länder nach ihrem – Schach, Falken, Pfeil, Schrift – allgemein: Präzisions-Interesse – u.s.w. …

Und genau so erklärt uns das auch Rudolf Steiner. Das bedeutet: die Tierkreisbilder am Himmel sind nach den kulturellen und natürlichen Jahreszeiten in relativer Äquartornähe eingerichtet, aber aus der Sicht der nördlichen Halbkugel. Auch das erklärt Rudolf Steiner entwaffnend genau: „Weil man das von dort aus am Besten beobachten kann.“

Gleichwohl müssen wir beachten, dass andere Völker mit anderen Astrologie-Traditionen andere Gesichtspunkte wichtiger finden: wenn man z.B. in Indien eher astral ausgeliefert sich sehen möchte, dann mag es von Bedeutung sein, die Wesenhaftigkeit des ursprünglichen Maßstabs, der Tag/Nachtgleichen, nicht in den Vordergrund zu stellen, denn ohne Maßstab, ohne O-Grad Widder, geht auch siderisch gar nichts. Deswegen ist es ehrlicher und widerspruchsfrei, den Tierkreis zu nehmen, wie er aus seiner jahreszeitlichen Definition heraus gemeint ist: als irdisch an seinen Wirkungen begründeter Maßstab kosmischen Bezugs. Wenn man diesen Schlüssel aus der Hand gibt – den irdischen Erfahrungsgrund – indem man mithilfe einer geometrischen Operation die Rechnung angleichend verschiebt, so hat man eigentlich kein Recht, die Namen der Tierkreisregionen nicht ebenfalls zu ändern. Und weil man das – sich der Veränderung verweigernd – natürlich nicht tut, entsteht all die Verwirrung der Verwirrer …

Darüber hinaus ist für Laien nichts abschreckender, als eine Diskussion unter Fachleuten über Grundsatzfragen, die sie nicht verstehen.

Ich meine, die Tatsache, dass andere Völker andere Zugehörigkeiten der Sterne zu anderen Zeichen geordnet haben, mitunter zu denselben mit anderer Bedeutung – von China bis zu den Maya – macht den tropischen Tierkreis mit seinem magischen Schlüssel der Raumzahl als einzig verbliebene, wahre Maßstäblichkeit unerlässlich – das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Fixsternspähre dahinter und auch noch die Welt dahinter (wie wiederum Rudolf Steiner betont) keine Bedeutung für uns hätte.

Aber wir müssen die Richtung bedenken. Unabhängig mehr und mehr sollen wir werden von den astralen Wirkungen, sind es in vielem bereits, haben einen Willen, den wir gebrauchen können. Diesen Willen haben wir allein durch den Christus, den Widder als Lamm, den Schöpfer des neuen, tropisch fixen Tierkreises – der eben die Sonnen-Kraft auf die Erde gebracht hat – was den Fixsternhimmel der Menschheit zunächst zu Recht entfremdet hat: man musste sich von den Einflüssen des astralen Kosmos lösen, um sein „Ich“ – sein nunmehr von Christus beleuchtetes Sonnen-Wesen erkennen zu können.

Dafür steht heute die Astrologie. Sie hat den Weg einer beispielhaften Individualisierung hinter sich und weist heute – wenn wahrhaftig – ganz im Dienst des Menschen im Sinne des: „Erkenne Dich Selbst“ – des apollinischen Schwellenspruchs zu Delphi – auf den kosmisch verbunden Menschen. Wie sich der alte Fixsternhimmel durch Christus im Bezug verändert/umgedreht im persönlichen Horoskop heute ausnimmt, das allein ist dazu geeignet, den heute ja allgemein naturwissenschaftlich positivistisch und materiell ausgerichteten Menschen von seinem kosmischen Bezug, der ihn ganz persönlich angeht, zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Venus und Mars im Zeichen Widder

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Liebe Leserinnen und Leser,

wie wir alle wissen, kann es nicht ratsam sein, die Tierkreiszeichen allzusehr an die Jahreszeit zu knüpfen – zwar sind die Bezeichnungen gerade für einen bestimmten Zeitraum jahreszeitenkonform und stammen wohl daher: für den Fall, dass man für 0-Grad Widder auch wirklich den Frühling ansetzen kann, also näher am Äquator. Und sie laufen auch durch all die Zeiten – in der Höhle von Lascaux sind die Plejaden tatsächlich beim Stier abgebildet, wie es sich gehört. Doch auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten umgedreht, der Aszendent dreht sich um 180 Grad, und die Tierkreiszeichen sind genau so aussagenkräftig, obwohl jetzt dort Hochsommer ist.

( … bedenkt man aber, dass in Lascaux der Stier schon 36 000 bis 16 000 Jahre alt sein könnte, dann muss das astrologische System über mehrere Zyklen des platonischen Jahres von je ca. 25850 Jahren entwickelt worden sein, denn um die Ordnung zu kennen, muss sie mehr, als ein mal nur beobachtet worden sein. Oder aber man irrt sich – und die Abbildungen sind „nur“ aus der Stier-Zeit, als die Sonne im Frühlingspunkt mit dem Sternbild Stier aufging und man mit Saturn im Stier Reisen nach Mittelamerika unternahm … )

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Aktuell:

Oberes Horoskop zeigt uns Venus und Mars im tropischen Tierkreis-Zeichen Widder. Gut im Trigon mit dem Mond im Zeichen Löwe verbunden, der Herzens-Freundschaft im 11. Haus. Venus und Mars im Widder ist freundliche Kraft für initiative Menschen – Sonne und Uranus machen ein Sextil und bestätigen das: Jupiter – sehr langsam – im Quincunx zu Chiron im Zeichen Fische ist dennoch gefährlich, außer Balance – wie dieser Kepler-Aspekt sagt – und dazu im Begriff die Opposition zu Mars/Uranus im Widder zu finden: dann, wir haben es gesagt, Ende Februar, macht es Sinn, ganz in den Beobachtungs-Modus zu gehen, Unvorhersehbarkeiten gibt es genug – vielleicht insbesondere wenn man Mars in Waage, Krebs oder Steinbock hat – andererseits – je nach Gemüt und Temperament – wäre, wenn die Kraft günstig zum eigenen Horoskop ausgerichtet ist, jeder nachlässig, der sich nicht den Gang der Kraft zunutze macht, wenn sie erscheint.

Theorie:

Die quasi Reform des Tierkreises von der Mond- zur Sonnenbindung hat den Tierkreis auf ein symmetrisches Schema der Erdgebundenheit projiziert: Stier ist jetzt immer der 30 Grad Abschnitt im 360 Grad Kreis hinter der Frühlings- bzw. Herbst Tag/Nachtgleiche. Es kann damit also kein spezielles Klima gemeint sein. Und dennoch geht die Benennung der Zeichen von einem bestimmten Klima aus, mit dem der Kreis kongruent ist der Reihenfolge der Zeichen nach: Schütze für Jagdzeit, Steinbock für Zuchtzeit, Wassermann für Aussaat, Fische für Seefahrt, Widder für Tat, die Lebenskraft, Stier für Landwirtschaft und Fülle, Zwillinge danach für Handel damit, Krebs und Löwe Hausbau und Freizeit, Jungfrau Ernte, Waage Spiel, Skorpion Liebe, Schütze Jagd …

Ausblick:

Aber um das zu begreifen, haben wir Zeit. Wir werden uns Gedanken machen müssen, was wir mit den Atomkraftwerken machen, wenn das Klima sich zyklisch doch zur Eiszeit wenden sollte und umgekehrt – hat jemand mal daran gedacht, dass es einen gewissen Klimawandel durchaus geben kann – er aber zum normalen Zyklus gehören könnte?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

„Ritualisierung von Zeit“ – Steinbock-Mond

Deutschlandfunk zur Farbenlehre von Goethe, unbedingt anhören – eine neue Welt tut sich auf …

Liebe Leser,

tatsächlich, während es den Anschein hat, drum herum bewege sich wenig aus Missständen hinaus, mit Uranus Rückläufigkeit stagniere auch der „Fortschritt“ – (ein Begriff, der langsam, aber sicher seine positive Konnotation einbüßt und offen den in ihm versteckten kathegorischen Imperativ freigibt) – außer vielleicht in Asien – tut sich doch was: nämlich dort, wo sich zuerst was tun muss, im Geist. Oben hören wir einen ganz wunderbaren Beitrag von Deutschland-Radio: manchmal einem der letzten Horte  journalistischer Objektivität – beide Seiten werden betrachtet – über Newton und Goethes Farbenlehre – einem historischen Streit zweier Weltanschauungen, von denen sich bekanntlich die Newtonsche durchgesetzt hat. Jemand, der Goethe zerrupfen wollte, ist vom Saulus zum Paulus geworden: Goethes Ansicht stimmt auch, und Newton wird zum Spezialfall der Licht-Physik. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

Vielleicht war es gar nicht so schlecht, wenn Sloterdijk für Precht nur ein paar spöttische Worte hatte neulich zur Philosophie-Messe in Köln, weil so der elitäre Geist der Philosophie auch ausgetrieben wird, jetzt darf jeder mitdenken. Sicher ist auch, daß die Formatdesigner mit dem Intro zu diesem Film schon eine retro-Perspektive einnehmen, typisch für die öffentlich/rechtlichen TV-Tempel – die sie vielleicht für unterhaltsam halten, weil sie eben entsprechend geistig retro sind. Hat man dieses Intro überstanden, so steht man vor einem faszinierenden Gespräch zwischen 2 top gebildeten Feuergeistern (Lesch ist Löwe mit Jungfrau-Mond, Precht Schütze mit Wassermannmond) jeweils auf ihrem Gebiet mit großem Konsens. Und da kommt wirklich was rüber: Harald Lesch kolportiert – unbewußt – Rudolf Steiners Thema, wie er es in „Die Kernpunkte der Sozialen Frage“ auf den Punkt bringt: daß man versuchen wird – und zwar unter Benutzung der „Maschinenkraft“ – die statistische Methode auf das Leben der Menschen auszudehnen, was jeweils zur Katastrophe wird – siehe Marxismus – solches erkennen und konstatieren Lesch und Precht – vermutlich ohne den Ursprung und die Herkunft dieser Frage zu kennen, aber das ist nicht wichtig: wesentlich ist, daß in der Öffentlichkeit Lösung aufscheint.

„Wo Gefahr ist, da wächst das Rettende auch.“ (Hölderlin)

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Zu Wassermann-Mond Im Netz

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Liebe Leser,

die Spinne Anansi gilt in afrikanischen Kulturen bis hinein in die Karibik als kluges und freundlich listiges, mit Intelligenz begabtes Wesen, ähnlich dem Affen in Indien. Sogar Eigenschaften des Hermes/Thot finden sich.

Die Shakespearfrage nach „To be, o not to be“; – ob sich mit unserem Internet das Superhirn des Ahrimann unter Mißbrauch Millionen freiwilliger, eigentlich jedoch schafsblöder Erfüllungsgehilfen, „Sauron“ ähnlich, seine elektrisch-neuronale Basis schafft, um bald schon die dazugehörigen Klon-Körper aus dem 3-D-Drucker mit menschlichen Austauschorganen zu erneuern, für die wir zynischer und grausamer Weise die Rohstoffliferanten sind, sein sollen oder werden (sofern wir den Organgspendeausweis mit unserem Blut unterschrieben haben) wie mancher Science-Fiction-Albtraum (Faust II, Goethe) lehrt – oder ob wir mit ihm, dem Netz, einen technischen Schutzraum betreten haben, dessen wir dringend bedurften und bedürfen, einer zur Heilung vielleicht vom Erzengel Gabriel umgedrehten Militärerfindung, die jetzt als die Lanze des heiligen Georg oder das Schwert des Michael alle begeistert, die für die Freiheit einstehen? – die uns jedoch weitgehend abschirmt von den Göttern – zu Recht, sind sie doch die „Pächter des Weinbergs“! – wie alle Technik letztlich – und die auffallend innovativ in Europa ihr Entwicklungszentrum hat?!

Oder Beides? – ist das noch nicht entschieden? – und wir sind mitten in diesem Kampf, in dem die Kunst und die Liebe unsere einzig „scharfen“ Waffen sind – schwer zu schützen und kaum zu hören, vor lauter Lärm?

Ein Student der „Linguistischen Informatik“ erklärte mir neulich im Pendolino (wann immer ich diesen Diesel-Zug benutzen muss, würde gern mal ein Wörtchen mit dem Ingenieur reden – ob er vielleicht einen Vertrag mit einem Hörgeräte-Akustiker hat?), daß zum Ziel von ihren Professoren in Erlangen ausgegeben würde, es soll der Computer nur noch durch akustische Befehle sich selbst programmieren, reparieren, die Wartung automatisieren und sogar sich weiterentwickeln. Auf meine Nachfrage hin, wie man denn gedenke, das System zu sichern, sonst könnten ja Albträume wahr werden? – denn einmal von der Leine gelassen, wäre der Drache vielleicht nicht mehr zu bändigen? – meinte mein junger Freund, daß die Menschheit da schon vor geschützt sei, so klug sei man schon. Ich sagte, das würde mich irgendwie nicht beruhigen – da mußte der junge Mann grinsen.

Alle, die im Netz arbeiten und publizieren, müssen sich der Frage stellen, ob sie den Drachen füttern, oder ob sie ihn reiten, wenn letzteres überhaupt möglich ist! Heidegger meinte ja, man könne die Technik, weil sie ein Geschick sei und kein Werkzeug, nicht wahrhaft nutzen, nicht wirklich instrumentalisieren, wie man allerdings glaubt – aber das wäre eine Illusion. Eine Illusion wäre es aber auch, zu glauben, das Netz ließe sich wieder abschaffen (aktuelle Merkur Jungfrau rückläufig-Idee). Das wäre nur denkbar durch einen wie auch immer gearteten Systemuntergang/Zusammenbruch und der Auflösung der Zivilisation (Pluto in Jungfrau-Visionen).

Es gibt leider kein wirklich gutes Argument, daß dies nicht wieder so sein würde, und gerade die Ur-Astrologie des Bêl-re’ušunu von der Insel Kos, näher dran an der Sintflut – lehrte den – durch Götter gesteuerten – zyklischen Auf- und Untergang der Zivilisationen. Auch auf der Atlanis, so Rudolf Steiner, gab es diese „merkwürdigen Luftschiffe“.

Es wäre nicht abwegig, wenn die „moderne Technik“ die eigentlich wahre Gabe des Christus ist, um die „Pächter des Weinbergs“ zu verjagen … Und Astrologie ist bekanntlich die Ur-Technik – und auch die Uhr-Technik: mit Christi Geburt beginnt unsere Zeitrechnung und die neue, tropische Astrologie, die das Zeitalter der Befreiung begleitet.

Daß sie die Götter ausgetrieben hat, könnte ein Segen der Technik sein, nur darf sie nicht zum Fluch umkippen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Uranus retrograd in Widder/Astrologie für Naturwissenschaftler

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Lieber Leser,

wir heutigen sind, wenn wir es genau nehmen, alle Naturwissenschaftler. Was ist damit gemeint? unsere Art, uns von der Wahrheit oder der Realität aller Dinge zu überzeugen, hat sich seit Beginn der Neuzeit (15. Jahhundert nach Christus) so entwickelt, daß wir glauben, durch Prüfen, Vergleichen und Experimentieren zu einem Ergebnis zu kommen, das für uns verständlich und vor allem anwendbar ist.

Wenn Sie zu jenen Zeitgenossen gehören, die der Astrologie ablehnend bis skeptisch gegenüberstehen, aber dennoch nicht einfach ungeprüft sich Vorurteilen anheimgeben möchten, weil das nicht ihre Art ist, oder wenn Sie im Prinzip annehmen, die Astrologie sei so etwas, wie eine überwundene,  abergläubische geozentristische Lehre, aber dennoch sich nicht davon abhalten lassen wollen, Argumente zu hören, die dazu erdacht wurden, ihnen zu erklären, warum und wie genau die Astrologie heute dennoch auch eine durchaus wissenschaftliche Seite hat, dann freue ich mich, Ihnen zwei Seiten der Astrologie aufzuzeigen, von der die erste die objektive Seite ist.

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Ob meine Argumente auch geeignet sein werden, jemanden zu überzeugen, der der Astrologie in tiefer Feindschaft verbunden ist?! Im Prinzip sicherlich ja, denn Argumente sind ganz neutral und auch prinzipiell emotionalisierten Gegnern zugänglich, wenn sie sich mal einen Augenblick Zeit nehmen.

Die Vertreter der Naturwissenschaft stellen an die Astrologie die Frage, ob es sich bei ihrer Sache um eine objektiv nachvollziehbare Disziplin handelt. Tut es das?

Ganz eindeutig ja. Entgegen allen landläufigen Meinungen, die kursieren, ist die moderne Astrologie für jeden leicht und ohne Geheimniskrämerei objektiv nachvollziehbar. Das Modell der Planeten und Punkte ist ja in den wahren astronomischen Zodiak des astronomischen tropischen Jahres eingebunden – wird also durch das Werkzeug des Horoskops objektiv im Sinne einer nachvollziehbaren Methode dargestellt, die neben jeder anderen objektiven Methode – dem Fernglas oder Mikroskop – oder der Statistik – bestehen kann (Siehe auch Paul Feyerabend „Erkenntnis für freie Menschen“).

Um zu verstehen, auf welche Weise Objektivität auf Astrologie zutrifft, ist es nötig, sich klar zu machen, was Astrologie heute eigentlich ist: der wahre Spiegel des Selbst.

Viele haben schon einmal einen Zodiak-Kreis gesehen, in dem nach den eigenen Geburtsdaten Positionen von Planetensymbolen außen am Kreis angebracht sind. Und es ist gleichfalls bekannt, daß diese Planetensymbole so auf diesen Kreis projiziert sind, daß wir uns die Erde im Mittelpunkt vorstellen. Und weiter haben die Symbole, die Position ihres „Standes“, ihre Bewegungen und geometrischen Verbindungen nach gewissen Symmetriegesetzen, soweit haben wir das beobachtet, für uns eine bestimmte Bedeutung. Wir leugnen nicht das heliozentrische Weltbild, aber wir stellen nicht die Sonne, sondern Dich ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Horoskop ist ein Bild Deines Charakters.

Der große Astrologe Kepler spricht sich hier gegen die Vorhersage von „Particularsachen“ mittels Astrologie aus – worüber sich streiten läßt, denn auch seine Deutungen zum Wallenstein weisen auf solche – er sah sich aber gehalten, die Astrologie in seiner Schrift „Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie, Neue Erörterungen im Rahmen der Kosmotheorie mit einer Prognose für das Naturgeschehen zu Beginn des Jahres 1602 nach Christi Geburt: Für die Philosophen geschrieben“ im Jahr 1601, dem Todesjahr Tycho Brahes, ausdrucksstark gegen ihre Feinde zu verteidigen:

„Was über beide Teile der Astrologie jener (Cicero, M.T.) sagte, das glaube ich heute am ehesten im Falle der deutenden, die ein Teil der Naturkunde ist, sagen zu müssen. Denn wer Horoskope berufsmäßig aufstellt, muß vor allem zwei einander entgegengesetzte verbreitete Ansichten mit hoher Gesinnung übersehen und sich gegen zwei Angiffe niederer, verächtlicher Gesinnung wappnen, die Ruhmsucht und die Furcht. Denn da die Wißbegier der Menge groß ist, ist derjenige im Geiste unrein, der um der Gunst der Menge willen und wegen eitlen Ruhmes entweder etwas verbreitet, was die Natur nicht zeigt, oder die wahren Wunder der Natur verkündet, ohne die tiefren Gründe zu beachten.

Dagegen stehen diejenigen, die meinen, es zieme sich für einen ernstzunehmenden Mann und Philosophen nicht, daß er an einem Gegenstand, der den Schmutz so vieler alberner und sinnloser jährlicher Wahrsagerei an sich trage, den Ruf seiner Geistesgaben und die Ehre seiner Bildung auf´s Spiel setze und der Neugier des Volkes und dem Aberglauben von Schwachköpfen Nahrung gebe, indem er gewissermaßen Öl ins Feuer gieße. Ich gebe zu, daß dies mit großer Wahrscheinlichkeit eingewandt wird und geeignet ist, einen auf seine Ehre bedachten Mann, wenn er schwerwiegendere Gründe nicht hat, von der Verfassung solcher Schriften abzuschrecken.
Wenn jedoch jemand für seinen Entschluss genug Gründe hat, die in ihrer Art Leuten mit offenem Blick gegenüber für sich sprechen, kann er für nichts anderes als ein Feigling gelten, sofern er sich durch die genannten von anderen und von außen kommenden Widerwärtigkeiten von seiner Absicht abschrecken läßt aus Sorge, es könnte Gerede entstehen, und aus Furcht vor Verleumdung. Denn wenn auch ein großer Teil der Lehren in dieser Kunst durch die Spielereien der Araber seinen Wert einbüßt, so sind deshalb dennoch nicht die darin enthaltenen Geheimnisse der Natur Nichtigkeiten, noch dürfen sie zusammen mit Nichtigkeiten ausgeteilt werden: Vielmehr gilt es, die Perlen aus dem Schmutz zu suchen, die Ehre Gottes zu offenbaren, indem man sich Naturbetrachtung zur Aufgabe macht, durch sein Beispiel andere zu ermuntern und seine Mühe darauf zu richten, daß dasjenige, was einst zum besonderen Segen des Menschengeschlechtes dienen konnte, unter allen Umständen aus dem Dunkel der Unwissenheit ans Licht gehoben wird.“

Übrigens sind die Horoskope noch nicht lange rund; noch bis zur Entdeckung des Uranus etwa – da steht er in den Zwillingen/Zeichen des Wissens – also bis 1781 – wurden die Horoskope quadratisch erstellt, und da man diese Technik in Indien auch ausübt, wurde sie seit Alexanders Zeiten, denn er brachte die Astrologie aus dem Westen in den Osten, quadratisch gezeichnet.

Mit Uranus veränderte sich die Astrologie entscheidend. Eine Kunst, von der man schon Abschied zu nehmen sich angeschickt hatte, weil sie so schwer zu verteidigen schien, wurde völlig erneuert.

So hält sich Astrologie aus uralten Zeiten beharrlich in unserer Gegenwart und beansprucht – scheinbar wider alle Vernunft – einen Platz in Herz und Hirn unserer Gesellschaften. Für viele Zeitgenossen ist die Existenz einer solchen – Wissenschaft?/Religion? – eine bis zur Unerträglichkeit gesteigerte Beleidigung der menschlichen Vernunft, ein Widerspruch zum Zeitalter der Aufklärung. Sie sehen in Menschen, die sich der Astrologie verschrieben haben, bestenfalls solche, deren Intelligenz sich selbst einen Streich spielt. Und gerade das Beharren am ewig Gestrigen – so denken diese Zeitgenossen – hat für sie zu tun mit der mangelnden Kraft und Entschlossenheit, auch das Elend dieser Welt zu bekämpfen, das in „selbstverschuldeter Unmündigkeit“ auf seiner Abhängigkeit besteht. Solche, die den astrologischen Beruf ausüben, halten sie deshalb entweder für Verrückte, die dem sogenannten „Barnum-Effekt“ (allgemeine Aussagen über sich persönlich nehmen; – P.T. Barnum war Zirkus-Direktor und Politiker in den USA) aufsitzen und Glaube mit Vernunft verwechseln, oder – schlimmer noch – für Scharlatane, die sich mit Lügen das Vertrauen ihrer Mitmenschen erschleichen, diese quasi hypnotisch manipulieren: – zu dem Zweck, einen rein materiellen Vorteil davon zu haben.

Vollkommen abwegig ist für diese Zeitgenossen die Vorstellung, Astrologie könnte irgendwie real sein. Und zwar so abwegig, daß die zu überbrückende Lücke wie ein Abgrund erscheint, in dem manche versinken würden, währen sie gezwungen aus vernünftigen und logischen Gründen anzuerkennen, daß sie die Astrologie falsch beurteilt haben.

Was ist Astrologie?

Es reicht zunächst, wenn wir uns das Horoskop als Uhr vorstellen, hübsch bunt und mit einigen Zeigern dran. Ob Sie wissen, was die Zeiger bedeuten, spielt zunächst keine Rolle. Nun stellen Sie sich vor, ein jeder Mensch, Frau & Mann und alle – trügen eben so eine Uhr mit sich. Sodann: Menschen treten miteinander in Beziehung, oder sind sogar miteinander verwandt. Wenn sie das tun, können Astrologen das Horoskop lesen, in all diesen Beziehungen Muster erkennen, die deutlich die Art der Verbundenheit aufzeigen,  mit verblüffender Klarheit.

Messbar ist das z.B. durch einen Faktor: „auffallend unzufällige Verknüpfungen“, denn diese Verknüpfungen sind nicht beliebig oder gar nur leicht statistisch relevant, sondern sie sind – gedeutet nach klarem astrologischen Regelwerk, für jeden Astrologen sofort nachvollziehbar – und höchstens in der Deutung abweichend.

Im Grunde war die Zusammenarbeit zwischen Astronomie und Astrologie insbesondere seit der Entdeckung von Uranus durch Wilhelm Herschel ausgezeichnet (auf 24 Grad Zwillinge in Opposition zu Saturn/Mars im Schützen am 13. März 1781 zwischen 22:00 und 23:00 Uhr in Bath, GB), denn obwohl viele Jahre lang oft nicht klar war, wie ein neuer Planet benannt werden sollte – bei Uranus war Herschel im Gespräch und „Georgium Sidus“, „Georgsstern“, bis schließlich, wie bei Neptun (sollte heißen: „Janus“, „Oceanus“, „Le Verrier“), Pluto („Kronos“, „Minerva“) und sogar Chiron („1977 UB“) – später jedoch sich die Namen der Planeten auf wundersame Weise genau dort einpendelten, wo sie im Gebäude der Astrologie/Psychologie/Mythologie eben jenen Platz fanden, der perfekt durch die mythologische Bedeutung der Namen repräsentiert wird, weil sie Geist und Zeitgeist spiegeln und nach Beobachtung weiterführen. Man kann also wirklich von einer wunderbaren Zusammenarbeit sprechen zwischen Astronomie und Astrologie, bis in die jüngste Zeit hinein.

Den Sinn-Leugnern, genannt auch Nominalisten (Parmenides nennt sie die „Doppelgesichtigen“, die nicht unterscheiden könnten zwischen „Sein und Nicht-Sein“), entspricht Naturwissenschaft als Ideologie. Die Auseinandersetzung mit den Realisten z.B. zu Zeiten von Jan Hus – Hus war Realist – an der Prager Universität, die Karl IV als erste Universität nach Paris auf der Alpennordseite gründete, wurde fundamental-religiös ausgetragen – die Nominalisten brauchen aber immer eine Metaphysik – das sind z.B. die „Naturgesetze“ – die über allem stehen und quasi verklärt nicht weiter philosophisch hinterfragt werden dürfen, wie die Opferweihe in der katholischen Kirche.

Da den Nominalisten logisch immer der Sinn verwehrt bleibt – denn man kann ihn nicht haben, wenn man ihn leugnet – ; — : ; … braucht ihn aber bereits, um ihn überhaupt leugnen zu können: und entkommt dem Sinn, dem logos – λόγος – nie – neigen sie natürlich in kompensatorischer Ohnmacht des sich selbst leugnenden Geists zu allen Formen der Gewalttätigkeit, die sich auch in ihren Werken (Atom-Bomben z.B.) kundtut – und die nach 1975 durch das „Statement von 186 führenden Wissenschaftlern gegen die Astrologie“, das in der September/Oktober Nummer 1975 der amerikanischen Zeitschrift „The Humanist“ erschien, zu einer neuen Entwicklung des Konflikts führte (siehe Paul Feyerabend, „Erkenntnis für freie Menschen“ S. 181).

Die stille Freundschaft zur Astrologie, mit der man sich seit Beginn der Neuzeit in einen hellenisch antik begründeten humanistischen Gegensatz zur klerikalen Welt stellen konnte (erwachsen aus der bis WWII noch halbwegs intakten klassischen Bildung der „Forscher“), wurde aufgekündigt – besiegelt vielleicht noch durch den letzten im hellenischen System – Chiron 1977 – entdeckt durch Charles Kowal auf 3 Grad Stier – wo er übrigens auch stand bei Uranus Entdeckung durch die Geschwister Herschel.

Nun verstand es aber in Folge der Religionskriege und der Krankheiten aus der neu entdeckten neuen Welt und der damit einhergehenden Glaubens-Erschütterungen namentlich der Nominalismus („Dinge sind nur Namen, Namen haben nichts mit Dingen zu tun“), sich zu verbinden mit dem Materialismus („Nur das Ding existiert“): sich damit aus der Alchemie das Äquivalenzprinzip des chemischen Materialismus zu borgen – und wurde so aus praktischen Gründen zu der Philosophie der Naturwissenschaften, damit diese sich ungehemmt entfalten könnten und frei von Verantwortung & Metaphysik zu wirken glaubten.

Doch, wie wir alle wissen: auf der Suche nach dem, was wir Materie nennen, begegnet uns im Allerkleinsten, das wir durch Quantifizierung mysteriöser Weise nach ganzen Zahlen zu berechnen und zu steuern gelernt haben (Chemie, Quantenphysik) letztlich keine Materie, sondern nur Energie in nur meist berechenbaren Zuständen.

Der Maßstab zur Berechnung jeder Formel löst sich im Unendlichen auf, die Relativität wird als universeller Begriff automatisch paradox, weil sie sich selbst relativiert, löst sich in der Irrationalität des eigenen widersprüchlichen Maßstabs, auf sich selbst angewendet, auf.

Je tiefer wir forschen, desto weniger wissen wir von „Materie“ – desto mehr wird sie reine  Gedankenform – ein metaphysisches „virtuelles Austauschteilchen“ – bloße Grafik auf dem Bildschirm und Teil der unerkannten astrologischen Symmetrie der Zahl 12 – dem Jupiter-Jahr.

Daß es einen Sinn-Zusammenhang zwischen Mensch und Sternen gibt, behauptet nun die Astrologie ganz offen – und benennt sich deshalb auch so mit Namen.

Nachdem die Nominalisten zu einer neuen Runde der Feindschaft erwacht waren, weil der Verlust der klassischen Bildung im wahrsten Sinn des Wortes keine Rückbindung, keine Religio, also Rückbindung an die eigenen Wurzel mehr ermöglichte, stellt sich die Astrologie als ein im Schatten des Unbewußten der Wissenschaft selbst perfekt wiederauferstandenes, uraltes, aber frisch modernisiertes Mysterium dar, das ganz im Sinn des neuen Menschen Europas, des Individualisten, sich im Dreiklang Psychologie – Mythologie – Astrologie zur neuen Königin der Bewußtseins-Wissenschaften erhoben hat.

So wie die Kypernetik (Steuerungstechnik) physisch die obsolete Metaphysik ersetzt – pflanzt sich gewissermaßen gerade die Astrologie als sinngebende Wissenschaft auf jenen Teil der überwundenen Metaphysik, der sich als Kybernetik unabhängig vom Sinn wähnte, richtungsgebend auf: diktiert der Maschine den Sinn: und der Sinn ist wieder Mensch.

Nun haben wir also von aller Philosophie übrig einzig und allein die Astrologie (und die Kybernetik), die zwar den Menschen abbildet, wie ein Uhrwerk, doch in wundersamer Umkehrung gerade im Extrem der Entwicklung auf dem Computer (dem Super-Uhrwerk) aus dieser geometrisierten und „enträumlichten“ Darstellung des Himmels zum Zeitpunkt des ersten Atemzugs – ein Seelenbild hervorzaubert, das genau das erreicht, was für die Menschheit überlebswichtig ist:

  • nur in der Astrologie wird die Technik wesenhaft dem Menschen zu Diensten gemacht, denn nur hier wird die große Maschine zum Spiegel der Seele: und damit der technisch versehrte Mensch wieder menschlich, weil der Mensch sich durch Astrologie „dem Wesen der Technik öffnen“ kann, und Technik doch gleichzeitig – und das ist das Wichtigste und etwas völlig anderes, wie die unmögliche „Beherrschung“ von Technik – aus dem Zusammenhang der maschinellen Funktion gleitet, weil sie eine seelische dazubekommt.

Astrologie befreit Technik aus dem Zusammenhang ihrer Funktion, weil sie im Horoskop die Möglichkeit hat, nur der befreiten Seele des Individuums zu dienen, was ihr eigentlicher Zweck wird.

Das besonders Wertvolle an der Astrologie ist gerade, daß sie zwar ein „Werkzeug“ im weitesten Sinn des Wortes ist, aber im Kern ihrer auf´s höchste entwickelten Nützlichkeit der Gewinn an Selbsterkenntnis den Funktionsgedanken naturgemäß überwindet.

Eine Technik also, die recht eigentlich zum Eingang des modernen Tempels – des Lebens selbst – wurde, eine Mysterienstätte der Selbsterkenntnis an genau dem Punkt, wo der Mensch nicht mehr in den Himmel, sondern nur noch auf dem Bildschirm schaut. Es ist eine Wiedergewinnung, Perfektionierung des mechanischen Zahnradwerks der Antike mit ihren astrologisch/astronomischen Tabellen auf binärer Basis (Mechanismus von Antikythera).

Das nun ist der Grund für die neuen Feindschaft: denn da Astrologie am Ende der Philosophie die wahre Erbin der Metaphysik des Menschen ist, muss der andere Zweig, der ebenfalls erbschaftsberechtigt ist, sich den Werkzeug-Charakter von der Astrologie zuweisen lassen: solchermaßen – wo es keine schwesterliche Übereinkunft mehr gibt – entkommt die Astronomie ihrem alten Fluch – nur Hilfswissenschaft für die höheren Weihen zu sein – nicht, und versucht daher ganz primitiv die eigene Vergangenheit zu leugnen, indem sie die Astrologie, die sich ihrer Nomenklatur nicht grob öffnen kann, einfach entsorgt.

Das kann man schon heute in jeder Ausstellung beobachten („Astronomische“ Tafeln aus Nürnberg, Dürer-Haus 2015), wo es um mittelalterliche Sternenkunde geht: wenn´s möglich ist, wird umbenannt, ansonsten im Ton der Gewissheit die Astrologie als naive Irrlehre vergangener Zeiten ins Märchenhafte entrückt.

Nun gilt es aber zu bedenken, daß die Astronomie in Wahrheit selbst eine Astrologie ist, insofern Astrologie als Sinn-Deutungs-System des Himmels zu verstehen ist. Denn zwar fordert der Materialismus ganz im Sinne seines Herrn, des Nominalismus, daß alles letztlich Materie sei (oder, was man sich darunter vorstellt) und nach Gesetzen regiert wird, die mit der Realität der Dinge keinesfalls unmittelbar zu tun haben; – zwar beansprucht die Astronomie in diesem Sinn jeden Himmelskörper oder jede diesbezügliche Dynamik neutral einordnen zu können, aber sie muss das alles deuten vor dem Hintergrund einer Vorstellung vom Raum, der, wie alles in der Naturwissenschaft, die idealiter nur Objekte und keine Subjekte kennt, hinter dem Urknall bzw. Multiversum das blanke Nichts ansiedelt, das solchermaßen zum einzig astrologischen Deutungskriterium der Astronomie selbst wird: als Astrologie ist die Astronomie eine nihilistische Astrologie, die statt den Menschen – wie unsere wahre Astrologie – ins Zentrum das blanke Nichts stellt, vor dessen Undenkbarkeit – wie erwähnt – schon Parmenides gewarnt hat.

Was also ist Astrologie?

Mit dem Horoskop, das auf deine Geburtszeit berechnet ist, hältst Du eine Grafik in der Hand, mit der Du alle Gesichtspunkte auf´s genaueste betrachten kannst, die mit Deinem eigenen Wesen, Deinem persönlichen Charakter zu tun haben, und zwar auch – und das macht Astrologie besonders wertvoll – inwiefern Dein Wesen in Austausch und Wirkung mit den anderen und der Welt zu tun hat.

Kritiker der Astrologie werfen ihr vor, dieses Bild sei wissenschaftlich nicht erwiesen und auch prinzipiell nicht überprüfbar, man hätte das soundso oft schon statistisch versucht, und dabei sei nichts rausgekommen.

Das ist aber falsch. Tatsächlich kann Astrologie heute, auch nach strengen naturwissenschaftlichen Kriterien, objektiv erfasst werden.

Wie geht das?

Indem das persönliche des Horoskops zu den anderen in Beziehung gesetzt wird. Erst dann nämlich zeigen sich die Muster, die z.B. in Beziehungen unzufällig sind und ganz eindeutige Bestimmungen und Neigungen des Horoskopeigners offenlegen.

Solches kann mit jedem Horoskop gemacht werden.

Das ist freilich ein bischen komplizierter, als reine Statistik und wird durch deren Möglichkeiten nicht berührt. Naturgemäß sind die Kritiker der Astrologie nicht bereit, sich auf eine etwas komplexere Untersuchung einzulassen, nicht zuletzt deshalb, weil sie ja von vornherein nur beweisen wollen, daß Astrologie nicht „funktioniert“, sie fragen nicht Ergebnis-offen.

Für die Nutzer der astrologisches Weisheit spielt das keine Rolle, denn wenn man einmal erkannt hat, daß das Horoskop ein Spiegel des eigenen Wesens ist, öffnet sich das Tor zur (Selbst)-Erkenntnis.

Die ganze Richtung unserer naturwissenschaftlich/materialistisch ausgerichteten Welt negiert die Existenz von Seele und Individualität, und fühlt sich daher von einer Wissenschaft herausgefordert, die gerade die Seele und das Wesen des Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wer glaubt, er habe kein Wesen & keine Seele, wie viele unserer Naturwissenschaftler, kann deshalb mit Astrologie nichts anfangen.

Aus diesem Grund ist die Astrologie die zentrale Brückenwissenschaft zur Entwicklung eines neuen menschlichen Bewußtseins und wird daher von all denen, die in ihrer Persönlichkeitsentwicklung tief in den Gruppen-Mentalitäten und dem abstrakten Monotheismus der Mathematik stecken geblieben sind, auf´s Erbittertste bekämpft – was nicht bedeutet, Mathematik sei kein gutes Werkzeug! Man muss aber Werkzeug und Meister auseinanderhalten können. Die Welt ist eben keine Zahl …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Merkur (& Jupiter) rückläufig

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Liebe Leser,

was mich gegenwärtig umtreibt, ist eine Frage, die in gewohnt überheblicher Arroganz die Physiker/Scientisten aufgeworfen haben: man hat wieder einen Galaxie-Haufen entdeckt mit dem poetischen Namen IDCS J1426.5+3508 (or IDCS 1426), der einige Milliarden Lichtjahre weiter weg sein soll, als man es bisher für solche „Haufen“ für möglich gehalten hat.

http://news.mit.edu/2016/most-distant-massive-galaxy-cluster-identified-0107

Normalerweise wollen Astrologen die scheinbar gesicherten Erkenntnisse der Astronomen/Kosmologen nicht kritisieren oder gar bezweifeln – man hofft – wie Biedermann – auf eine tolerante Arbeitsteilung.

Deswegen reagieren nicht wenige Astrologen-Kollegen mit Unverständnis, wenn man die Erkenntnisse der Kollegen vom materialistischen Ufer in Frage stellt, als würde man einen Konflikt heraufbeschwören, der letztlich nur rufschädigend sein kann.

Im Windschatten dieser Scheu hat sich die Kosmologie und Astronomie langsam aber sicher von der Realität entfernt. Ihre Ergebnisse werden auch niemals irgendwo wahrhaft „gesehen“, sondern sind, gleich außerhalb der unmittelbaren Nachbarschaft unseres Sonnensystems – Interpretationen von Daten plus Photoshop – denn von daher kommen all die bunten, gar so eindrucksvollen Bilder von Pferdekopfnebel und Sombrero-Galaxie …

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/12/21/sehen-die-dinge-im-weltraum-wirklich-so-aus-wie-sie-auf-den-fotos-gezeigt-werden/

… nun gibt es durchaus Kosmologen, die die Datenlage anders interpretieren und das, was uns die Astronomen erzählen von braunen Zwergen, weißen Riesen und schwarzen Löchern für sience-fiction halten.

Was uns aber durchaus beschäftigen kann, ist die Frage, ob wir – wie behauptet wird – wenn wir in den Himmel schauen, wirklich die Vergangenheit sehen?

Die Logik des Gedankens ist offensichtlich: alles, was wir sehen, ist Licht (Welle) – da das Licht eine gewisse Zeit braucht, uns zu erreichen, sehen wir die Ereignisse des Alls nicht in der Gegenwart, sondern gerade so, wie sie waren, als vor vielen Milliarden Jahren das Licht ausgesandt wurde.

Kaum jemand zweifelt an dieser trüben, geradezu traurigen Ansicht.

Aber das ist nur die eine Wette. Sie funktionierte, wenn Licht und Zeit letztlich identisch wären, denn mit Licht wird heute bekanntlich Zeit gemessen. Dem widerspricht – Gott sei Dank – daß es auch einen physikalischen Nachweis der „unendlichen Geschwindigkeit“* gibt. Es ist leicht einzusehen, daß es dann nichts ist mit der Identität von Lichtgeschwindigkeit auf Erden und Zeit im Allgemeinen. „Unendliche Geschwindigkeit“ ist nämlich Gegenwart. Keine Differenz, nirgends.

Das entspricht weit mehr unserem Gefühl vom All, seiner All-Gegenwart. Deswegen, liebe Astrologie-Freunde, ein bischen mehr Mut 2016: wir dürfen den Materialisten nicht das ganze Feld überlassen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mysterioeses-quantenphaenomen-einsteins-spuk-ist-tausende-male-schneller-als-das-licht-a-572068.html

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* wenn Sie erkannt haben, daß der Begriff „unendliche Geschwindigkeit“ paradox ist, haben sie den Sinn des Posts auch verstanden. Alternativ lesen wir dazu Äsop: „Hase und Schildkröte“  …

Revolution der ZON

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Liebe Leser,

im sogenannten ZON – dem „ZEIT-online“-Universum – geschehen (Merkur Skorpion hinter der Sonne) erstaunliche Dinge. Nicht so sehr bei den eigentlichen Berichten, als vielmehr bei den Kommentaren. Es scheint, als habe sich eine Elite geistiger Scharfseher daran gemacht – wo immer Kommentare erlaubt sind (Manege frei!) – die Artikel von ZON gnadenlos aber kultiviert zu kritisieren, ergänzen, zerlegen – und sind oft wesentlich detail-informierter, als die Presse-Schreiberlinge von ZON – denen aber wieder die Lorbeer der Inspiration nicht vorenthalten werden kann. Unglaublich: da verändert sich die Medienlandschaft wirklich: Demokratie kehrt übers Netz ein. Sollte man meinen!

Denn einen Unterschied gibt´s doch: alle KommentatorInnen sind anonym –  es ist völlig unüblich, obwohl möglich, den „Klar-Namen“ zu präsentieren. Und da haben sie ja auch Recht. Ob das wirklich Freiheit ist? Anonym? – den Link zu ZON? Ja – ; aber  – : Gelassenheit – muss ja nicht …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

„Heilig´s Kanone´rohr … „

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Papst & Transite

Innen Franzicus, 17.12.1936 21:00 Buenos Aires, außen Transite 16.10.2015

Liebe Leserinnen und Leser,

den Gegenwind, den der Papst bekommt – das ist Pluto im Steinbock – es müssen die Regeln eingehalten werden – auch, wenn das vernichtend sein sollte. Oder es sind die jungen Menschen auf der Welt, die Religion nur als kriegerischen Wahn erleben – nicht neu, aber noch lange nicht verstanden – für die deshalb Religion wirklich mehr als überflüssig ist – oder gar solche, wie ich, der die Auflösung der Kirche(n) für die christlichste aller Ideen hält.

Schelling (Wassermann) unterscheidet in seiner „Philosophie der Offenbarung“ das Petrus-Christentum vom Paulus-Christentum als Dualität von Regel und Revolution ( kommt noch das gänzlich andere esoterisch-intellektuelle Johannes-Christentum dazu, vom Christentum der Herzen nach Markus und Lukas ganz zu schweigen) in ein und derselben Institution: Geheimnis der Dauer & vielleicht des Glaubens …

Was mir zur Zeit fehlt, ist die Verantwortungs-Übernahme der Kirche für das Desaster in der Levante: es ist doch offensichtlich, daß dort/hier ein Kulturkampf tobt, der einst mit der Zurückdrängung der christlichen Städte am Mittelmeer und den Kreuzzügen zu tun hat – wo bleiben die DenkerInnen, die einen größeren Zusammenhang erkennen und weise danach handeln können? Unsere Presse erzählt uns, man habe dem Putins machtlos zuzusehen: der aber handelt – wie wir glauben – im vollen Konsens mit den anderen Mächten.

Die Presse versteht sich als große Kontrolle, doch wer kontrolliert die Presse? Als Blogs das übernommen haben, kam der große Aufschrei, dies sei „unseriöser Journalismus“ – dann ging man auf Betteltour und GOOGLE, Larry Page, hat großzügig in alle deutschen online-Medien investiert. Natürlich bleibt man kritisch! Dieser Tage wieder allenthalben Kriegspropaganda: wenn ZEIT-online sich mit hübschen Düsenjet-Fotos, die gerade blitzende Bomben lassen, zur Lagebesprechung aufmacht, und fragt: wen trifft´s?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus