Freiheit

Friedrich Schelling

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Merkur/Pluto im Zeichen Steinbock Schelling inspiriert haben. Aktuell steht im Steinbock Pluto fast still rückläufig und Saturn fast still gleich rückläufig in Konjunktion mit dem Südknoten, Merkur geht dazu ins Quadrat aus dem Widder 1. Mai und 2. Mai. Ein Grund, auf sich besonders Acht zu geben, ruhig und aufmerksam zu bleiben. Wie wandelt man alte Macht und Würde (Steinbock) in warme, emotionale Wechselenergie (Krebs)?

Freiheit und System – schließen die beiden sich gegeneinander aus? Schellings fokussierte Frage ist diejenige, der sich die Philosophie immer wieder stellt: so einfach ist sie nicht zu beantworten, dabei reicht sie weit. „System“ kann in diesem Kontext auch als mathematisch herrschendes Weltsystem verstanden werden, Versklavung durch Prozessoptimierung. Aber System ist noch mehr. Es ist leicht einzusehen – wenn auch nicht immer klar – dass Sinn nur aus einem Geflecht des gegenseitigen Bezugs mehrerer Begriffe gewonnen werden kann. Ohne System also gar kein Sinn. System kann nicht schlecht sein, per se.

Die bloße Benennung eines Gegenstands mit Anrufung beim Namen als fundamentale Konstatierung der magischen „Herbeiholung“ des Gegenstands – zumindest in Bedeutung und Verständnis für die Kommunikation – ist auch schon sinnvolle Anrufung des Daseins und daher hinreichende Voraussetzung zur Aufnahme in die Sprachfamilie für Kleinkinder. Es gibt den Gegenstand und ein Wort für ihn – wird es gebraucht, ist Verständigung und daher Einfluss über den genannten Gegenstand gesichert – so oder so – oder besser: so und so. Als Folge des sozialen Kraftzugewinns und als direkter magischer Einfluss, was beides durch die Benennung und Anrufung ausgelöst wird.

Doch nur die Feststellung: „Es ist“ – wird noch nicht als Brücke zum Sinn verstanden. Das Erste ist ohnehin, der Versuchung einer Negation von „Es ist“ zu widerstehen. Sinn haben wir nur, wenn ein Geflecht von Begriffen sich gegenseitig definiert: das Dach macht ohne die Idee des Hauses keinen Sinn, die Wand nicht ohne das Dach und alle drei Begriffe nicht ohne den Gedanken ans Wohnen, die Behaglichkeit, den Schutz, usw. Dieses Beispiel kann für alle Begriffe weiter gedacht werden. Begriffe sind nie solo. Eigentlich selbstverständlich, aber selten konsequent bedacht. Eine Erkenntnis, die die Idee des Absoluten ad absurdum führt – also Hegels Phänomenologie, (Fische-Mond, Jungfrau-Sonne), Schellings Widersacher nach Vertrauensbruch – ist aber erstmal zugestanden, dass es zum Wissen eines Systems bedarf, dann hat dieses System eine Ordnung und eine Bedingtheit und im moralischen Bereich, der ja zweifelsohne existiert, eine Hierarchie.

Das Böse als vom Guten bedingt vom Ganzen ein Teil bleiben zu lassen – wo aber Sinn der Schöpfung sei (Schelling/Steiner) Böses letztlich als Folge des gelungenen moralischen Prozesses der Befreiung in Christus – wie eine Schlacke von der Welt zu stoßen ins Nichts, in die nie mehr zu verwirklichende Potentialität, wie Schelling sich ausdrücken würde. Das ist dann zwar nicht das Nichts, weil es das nicht geben kann, aber es stört auch nicht mehr in der realen Wirklichkeit.

Die Notwendigkeit eines Systems vorausgesetzt – alles andere wäre intellektueller Selbstbetrug – setzt auch die Hierarchie, fordert vom System einen Ordnungsbezug, denn „Ordnung“ ist das Wesen des Systems.

Warum muss das Böse irgendwie Beiprodukt des lebendigen Guten sein? Entweder so, oder die Manichäer hätten Recht, die Gnostiker oder auch die Anthroposophen, die mindestens zwei Schöpfungsprinzipien annehmen und daher keinen allmächtigen Gott. Diese Konsequenz zur Interpretation des Daseins – wenn es denn eine Vernunft gibt: und der Beweis dafür ist, dass Sie diese Zeilen verstehen – hat aber einen Gruselfaktor (Mond/Lilith aktuell), eine lange ignorierte Preistafel für die Gleichgewichtslage im Meer der moralischen Entscheidungen (Steinbock, Ziegenfisch) – die uns nunmehr, seit ihrer Irrationalisierung, auch die Wissenschaft nicht mehr abnehmen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

 

 

Europa

Mars im Zeichen Zwillinge

Foto Termin © Zwillinge im Zwillinge-Stadtteil Dejvice nach Milan Spurek

Liebe Leserinnen und Leser,

von heute bis 16. Mai ist Mars im Zeichen Zwillinge – bei Mars fragt man immer: „Was ist er für ein Krieger?“ Mars in den Zwillingen ist ein Beschleuniger, einer, der mit Worten kämpft – mit Information, Wissen, Intelligenz – aber auch (wie immer bei den Zwillingen, insbesondere Aszendent) der große Verwirrer.

Mars in Zwillinge verwirrt, indem er Geschichten erzählt, von denen weder die eine, noch die andere stimmt. Mars fügt als Widder und Skorpion-Dispositor („Dispositor“ = der den Hintergrund bestimmt, auf dem z.B Mars läuft) den dort weilenden Planeten – das sind im Augenblick Chiron im Zeichen Widder und natürlich die Sonne – die Merkur-Zwillings-Methode hinzu: wer also jetzt mit Chiron im Feuer-Zeichen heilen will (durch göttliche Inspiration und Verwandlung/Opfer) – wird eine/n KriegerIn mit Plan brauchen, mit Information, der/die weiß, was er/sie tut.

Weiter geht es dann mit Merkur im Zeichen Fische als Dispositor des Mars – der ist mit Neptun am Dienstag, den 2. April um 11:39 in Konjunktion und hat nun wirklich einen Draht nach oben – fortan bestimmen der fast schon stillstehenden Jupiter als Fische Herr in Schütze (und dort sowieso höchste Autorität), sowie Neptun als Fische-Herr selbst in Fische: die Nachricht von dem Fisch, der riesig groß erschien, solange er noch im Wasser war … und dann wurde er soo klein … (dabei die Hände zusammenklatschen und den Kopf des „Opfers“ liebevoll in die nähere Lauterzeugung einbeziehen … ) – oder umgekehrt: erst schien (der Brexit) soo klein … und plötzlich wird das eine sooo große Sache … das ist eben Jupiter/Schütze im Quadrat – unsere Dispositorenkette findet so ihren zeitgemäßen Abschluss, denn dieses Quadrat bestimmt – plus die Steinbock-Gewitterwolken Saturn/Pluto/Südknoten – vieles …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astrologie

Neumond der Visionen

06.03.2019 17:03 Praha

Liebe Leserinnen und Leser,

Was immer Sie vorhaben: entwickeln Sie eine persönliche Vision, aber warten Sie mit einer Entscheidung bis Ende März – „bunkern“ Sie die fördernde Erd-Energie aus Stier & Steinbock – und nehmen sich ein Projekt vor, an dem besonders sorgfältig gearbeitet werden muss: denn das entspricht dem Fische-Merkur rückläufig. Endgültige Festlegungen sind gerade nicht gut zu machen. Da in unseren Breiten Jungfrau aufsteigt, ist das Thema Visionen auch wirklich praktisch gemeint. Das Wolkenkuckkucksheim der Fische ist – vielleicht aus übergroßer Sehnsucht – in diesem Monat deshalb praktisch.

Merkur oben im 7. Haus, der gerade rückläufig geworden ist, wird die Münze im Automaten sein, die auf ihrer Rückreise durch die Fische an Mond, Sonne und Neptun vorbeikommt – und dann mal schauen, ob sie durchfällt (Merkur geht am Donnerstag, den 26. März wieder direkt), oder ob der Automat ein Ticket ausdruckt – ins Land der Sehnsucht – das für manche sogar „Europa Vision“ heißt, die Herr Macron morgen in 28 Ländern der EU veröffentlichen wird. Interessant daran ist, dass der französische Präsident wohl astrologisch beraten wird, der Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein, weil er ideal für eine Reorganisation ist. Macron erlebt gerade u.a. Jupiter laufend über seine Radix-Venus und das Uranus-Trigon zu seiner Sonne. Leider ist das, was Macron u.a. will – die dunkle Seite von Neptun – ziemlich nahe an einer totalitären Zensur (nichts anderes sind auch z.B. Upload-Filter: wenn „Wissenschaftler“ die bedienen dürfen, kommt Astrologie bald auf den Index) – drum wäre es passend, wenn wir privat diesen Neptun-Neumond (jüngst wurde ja ein neuer Neptun-Mond mit dem hübschen Namen Hippocamp entdeckt:

https://www.zeit.de/wissen/2019-02/weltraum-neptun-planet-entdeckung-neptunmond-weltraumteleskop-hubble)

… wenn wir also seelisch privat statt zu auf machen, denn dann sind wir mit diesem Neumond, der gleichzeitig den Übergang von Uranus ins Zeichen Stier für viele Jahre bedeutet, mit einer guten Leitung in die höheren Neptun-Welten verbunden. Mars unterstützt realistisch aus dem Zeichen Stier, die Steinbock-Planeten stehen günstig, Venus in Wassermann ist tolerant und alter Fische-Herr Jupiter im Zeichen Schütze verlangt vom Fische/Schütze Quadrat-Gespann eine Breitseite nach der anderen: die Vision wird groß, aber groß kann auch ihr Untergang werden.

Bemerkenswert, wie die Öffentlichkeit in Europa und den USA die Besteuerung der Superreichen entdeckt hat, während für Uranus im Stier-Zeichen von allen Astrologen genau das oder Ähnliches vorausgesagt wurde: Grundrente und verwandte Themen gehören zum selben Befreiungsschlag, den Uranus im Stier anstrebt …

Fast schon lustig ist die Neptun-Verschleierung in Bezug auf die Zeitumstellung: die „richtige“ Zeit ist die mit der Sonne (annähernd) am Zenit – den Namen „Winterzeit“ gab es nie – das hieß früher „Normalzeit“ – und mit der „Sommerzeit“ wird den Leuten suggeriert, es gäbe dann ewig Sommer – wird also von den Bürokraten „Sommerzeit“ festgelegt, haben wir dauerhaft die falsche Zeit – aber das kommt – wie so vieles – bei den überforderten Leuten leider nicht mehr an.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Astrologie

Vollmond, Full Moon, únor úplněk – im Februar 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

hier unten das Horoskop des gerade eben vollzogenen Vollmonds. Im genauen Augenblick der Opposition – in wenigen Augenblicken folgend – eine starke Windböe, aber nur eine! – wir denken in Zyklen, deswegen hat dieser Vollmond letzten Neumond am 04.02.2019 seinen Impuls Zyklus genommen/bekommen und bringt ihn zur Blüte an Vollmond, heute – den Impuls umzuwandeln es wieder bis nächsten Neumond braucht.

Foto Termin ©

Der Vollmond vitalisiert die Neumond-Absichten zum Thema Wassermann-Neumond mit Waage-AC und Venus in Haus 3 im Zeichen Steinbock: Beweglichkeit, Wissen, Kommunikation – er tut´s aus Haus 11/5 = Sport, Kreativität, Liebe, Freundschaft, Gesellschaft, Freiheit, Individualität, Gemeinschaft, Sonderweg, aber wegen Waage-AC im Grund-Alt des Ausgleichs.

Deswegen sehen wir hier, wie die Vollmond-Achse – aktuell – den Bereich Haus 11/Haus 5 im vorhergehenden Neumond-Horoskop betrifft, dem Zyklus-Beginn, nach dem wir auch deuten. Der Beginn eines Zyklus ist seine Deutungsgrundlage. Ich gehe hier von Mitteleuropäischen Breiten aus, andere müssen ihrem Aszendenten gemäß deuten. Das sehen wir im unteren Horoskop im äußeren Ring.

Es ist der Vollmond nach dem großen „Wolfs-Blutmond“ im Januar, am 21. auf dem ersten Grad Löwe/Wassermann*, der viele dazu brachte, in Eiseskälte sehr früh aufzustehen, um Zeuge zu sein, was eben kein „kosmisches Schauspiel“ ist – sondern absolut real – gigantisch, was uns einen Blick auf Raum und Zeit zu Anfang des Jahres werfen ließ bei einer unvergleichlichen Jupiter/Venus Konjunktion im Zeichen Schütze als gleichzeitiges Geschehen im Aufgang!

Man kann von einer Mond-Initiation sprechen, und zwar über ein paar Völker und Religionen hinweg. Dies auch wegen der disziplinierenden Zeit und Art dieser Finsternis, ihr Chairos.

Von einem besonderen Jahr auszugehen, ist wohl angebracht. Der zweite Vollmond des Jahres, der die Polaritäten Jungfrau/Fische mit einem gleichzeitigen Wechsel der Sonne in dieses Zeichen begleitet, so wie Chiron ins Zeichen Widder, fällt auch durch die exakte Merkur/Neptun Konjunktion in Fische auf – diese „fliegenden Begriffe“, oben der warme Mars/Uranus Wind, unten das stabilisierende Senkblei und Silber – Venus/Saturn/Pluto – und viel altes Karma als south node, Jupiter unten sehr stark aber verborgen der Schiffskiel – und hinten in Jungfrau, bremsend ganz allein die Realität festhaltend: der praktisch orientierte Jungfrau-Mond, Heck des Schiffes.

Drei klassische Planeten haben große Begleiter: Mars den Uranus, vor kurzem noch in einem Zeichen, Venus mit Saturn im Zeichen Steinbock – die es sehr genau nehmen und sich intuitiv zeitsynchron verhalten – und Merkur im Fische-Zeichen – da blitzt es vor Schwarm-Intelligenz!

Insgesamt tut sich also was, Merkur/Neptun sind durch Jupiters Weisheit im Feuer geschützt – die wahre Geschichte lässt sich – vielleicht für kurze Zeit? – finden.

Merkur ist definitiv dieser Meinung, wie im untersten Horoskop zu sehen ist: er wird in der letzten Märzwoche Neptun nochmals besuchen, rückläufig und direkt und stillstehend mit ihm, Neptun Nachrichten austauschen bis zum April-Neumond am 5.4. … wenn Ihr eine Geschichte zu schreiben habt, wäre jetzt keine schlechte Idee, denn Merkur ist an der Quelle aller Vorstellungen – oder eigentlich glasklar: an der Quelle gar keiner „Vorstellungen“: aber „typisch neptunisch“ alle zulassen könnende, usw.

Das Thema Jungfrau-Vollmond verwandelt sich – siehe drittes März-Neumond Horoskop ganz unten – in einen Jungfrau-Aszendenten und bleibt so als Fische/Jungfrau Grund Thema – als wäre Merkur rückläufig nicht schon genug – doppelt erhalten für gedehnte Zeit (bis zum nächsten Jungrau-Mond 15.04 – 17.04, wenn Merkur synchron dazu in Widder wechselt).

Es macht also Sinn, dem Jungfrau-Fische Thema nach Häuserposition in Ihrem Haus volle Aufmerksamkeit zu widmen – wer z.B. Fische 6. Haus hat und Jungfrau 12 (oder umgekehrt), muss gucken, wie sich das zwischen Arbeit (6) und Krankenhaus (12) oder Ernte (6) und Erholung (12) oder Brunnen (6) und Ozean (12) oder Nadel (6) und Heuhaufen, (12) Praxis (6) und Vorstellung (12) – je nachdem – zu Jahresauftakt bemerkbar macht: und – deswegen betreiben wir Astrologie – entsprechend gegensteuern. Gesundheitlich geht es um Füße (Fische) und Verdauung (Jungfrau) – wo eben auch viel erreicht werden kann!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Löwe/Wassermann – auch auf dem ersten Grad die Grand Konjunktion zwischen Saturn/Jupiter 2020 – Vorbote deshalb dieser Konjunktion schon. Der neue Freiheitsbegriff.

19.02.2019 16:53

Innen Neumond 04.02.2019 21:03, außen Vollmond 19.02.2019

06.03.2019 17:03

 

Kultur

Weihnachten im sechsten Sinn

Liebe Leser und Leserinnen,

gut lesbar enthält dieses Bild eine sehr subversive und überaus geheime Weihnachtsbotschaft. Da ist einmal die Gruppenzugehörigkeit von 3 Christus-Knaben, die zwei unteren, die genau so in der selben Hautfarbe zwischen Leben und Tod gemalt sind und der eine obere, konsterniert dreinblickende, die unteren haben Flügel welche sich in der Farbe von Marias Schleier als die „Flügel“ des oberen wieder finden.

Die geradezu verächtlich und beschämt dreinblickende Magd Maria gibt ihre Ansicht zur Religion deutlich kund; schließlich hat sie – umgekehrt, als der Engel bei der Verkündung verspricht, sehr wohl Anlass, sich zu fürchten – und genau das malt Raffael – wobei dieser Kult durch die Auswahl des einen unter dreien – gespiegelt wird durch die Dreistufigkeit des „Goldhuts“ des römischen Bischofs: die Reminiszenz an alte Astralreligion und Signum ihrer kalendarischen Macht – drei nachatlantische Zeitalter zeigt der Bischofshut, im 4. erscheint der Christus  – wir und Raffael wären im 5. (Rudolf Steiner rechnet ab 1413) – …

Bemerkenswert in diesem wahrhaft europäischen, astralreligiösen Zusammenhang ist das spätheidnische Verschmelzen des Waldheiligtums ins Wohnzimmer geholt mit dem Christenkult (via Mithraskult) der Römer kollektiv erst im 19. Jahrhundert durch Adel und „hohes“ Bürgertum – der entstehende Bedarf an Weihnachtsbäumen hat scheinbar spät in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu großer Nadelbaum-Aufforstung geführt: der Weihnachtsbaum schaffte sich erst den deutschen stillen Wald so recht, vorher schon oder noch fast Steppe manchenorts: und auch der Kölner Dom bekommt erst jetzt im späten 19. Jahrhundert seine Türme und charakteristisch vollendende Silhouette.

Der Jesus-Knabe als fast schon Kleinkind ist natürlich kein Geburts-Bild, kein Krippen-Bild, nicht eigentlich ein Weihnachtsbild. Aber es hinterfragt das scheinbar unvermeidliche Opfer und leitet es historisch (dafür steht die entschuldigende Geste des Alten) her. Die starke junge blonde Frau auf der anderen Seite des Bildes scheint die beiden unteren Jesus-Engel zu beaufsichtigen, leicht spöttisch – in ihrem Gesicht ist zwar Wissen über den ganzen Vorgang, aber keine Scham und keine Verachtung, wie bei Maria – sondern eigentlich unangemessene Heiterkeit, sie ist ins Grün der theaterhaften Vorhänge verbunden.

Dass die beiden unteren Engel zu einer der meist verwendeten Weihnachts-Ikonen wurden, liegt am Geist der Widerständigkeit in ihren wilden Augen … Mit den vermeintlichen 6 Fingern der rechten Hand des Papstes Sixtus („Sextus“ bedeutet auf Latein: der Sechste) mit der optischen Illusion – er hat wirklich nur 5 – spielt Raffael absichtlich, denn wir wissen, dass er seinen Joseph mal tatsächlich mit 6 Zehen gemalt hat:

Vermählung Mariä (Raffael)

Papst Sixtus II übernimmt im Dresdner Bild die archetypische Joseph-Funktion. Raffael lässt also die Zahlenreihe durchlaufen: 3 Jesusknaben, im 4. Zeitalter nach Atlantis den Christus, das 5. ist Raffaels (und unsere) Gegenwart – und der Ausblick durch Sixtus Handgeste ins 6. außerhalb des Bildes der Hinweis und Ausblick auf die Richtung – wo der Christus – wie Esoteriker berichten – seine Wirkung erst richtig entfalten soll. Wer Zweifel hat, möge bedenken, dass nichts in diesen alten Meisterwerken „zufällig“ ist. Das 6. Zeitalter beginnt (laut Steiner) im Jahr 3573 – erst das wäre dann – wenn die Einteilung stimmt – das Wassermann-Zeitalter; wir hingegen stehen Anfang Fische. Raffael war übrigens ein Widder-Geborener mit einer Jupiter/Pluto Konjunktion im Zeichen der Kunst – Waage.

Frohe Weihnachten, Veselé Vánoce

Markus

Europa

Horoskop první republiky Mars v Střelci

Foto Termin ©

Dear Readers,

down below you see the astrological chart of the Republic of 1918 – it´s the moment of first or most remembered public pronouncement on „Koňský trh“, horse market, Pferdemarkt – Václavské náměstí by Bohdan Zahradník. For those of you, who might be unsecure or even unfavourable on Astrology, here you can get a quick glimpse on how it works in general: the first chart down below has a Sagittarius Mars rising – Střelec – and if you remember, whenever it´s heavy business in Prague, someone climbs a horse – Jan Žižka von Trocnov is one of many examples –  so did Bohdan Zahradník with the brass horse on St. Wenzelslaus Platz, Wenceslas Square – as Mars was rising in Sagittarius. See red Mars rising down below. There is also the North Node in Sagittarius rising, Dragons head, Rahu – future ways – and now – what I really wanted to show you – down below you see the chart of the very moment of birth of the present State CZ in terms of Constitutional stipulation – and so you see almost at the very same point in Sagittarius where on the upper chart 1918 Mars can be found as leading energy of the rising sign (both bold fire-symbols) – the North-Node, Rahu, Dragons-head: „Where to go the way – the arrow of aim“ in Sagittarius again. 

Of course, there could be a book written on both charts and how time hit´s the figure of reason, that created the grounding impulse of the nation, to make the best of it. Fate is not necessarily written, but can be done – on wider scales …

Whow, what a miracle!

Ahoj,

Markus


Bohdan Zahradník chart on Wenzelsplatz

1.01.1993 00:00 Praha inside, outside 28.10.2018 12:00