Fotos, Poetry

„Ich Narr vergaß die Zauberdinge“

Liebe Leserinnen und Leser,

Natur findet sich überall – Glühwürmchen (Merkur rückläufig in den Zwillingen, denn sie machen eigenartige Schleifen wie schwerelos) – Igel (Mond/Mars) – Fledermaus (Lilith/Mond/Pluto/Neptun) … und eigentlich kann man Glühwürmchen auch nicht fotografieren.

Der Zauber ihres Aufleuchtens und vor allem ihr behutsamer Tanz in windstiller Luft – jedes Jahr im Juni zum Mond/Sonne Trigon – ist ein solcher Zauber, daß eben klar ist, daß es ein Zauber ist. Welch erhabene und überraschende Form das Sein selbst hat, wird durch diese Lichtwesen in aller Stille offenbar. Wo sie sind, ist sofort Heimat (Jupiter in Krebs). Somehow sind Glühwürmchen heilig. Obwohl drum/herum mitten in der Großstadt der Verkehr treibt mit Metallrädern auf Schienen und Gummi auf Asphalt und Kopfstein (Merkur/Pluto/Neptun & Saturn) und die Martinshörner alle Minuten Alarm ausrufen mal nah, mal fern, hat sich diese Kolonie Glühwürmchen um die Stadt erhalten seit den Tagen Dürers (Zwillinge) und wohl weit früher.

Doch früher eben noch massenhaft auftretend (drei große Planeten rückläufig & Merkur) – heute, nachdem aus den Gärten (Venus in Stier!) um Dürers Stadt die Stadtteile außerhalb der Mauern geworden sind, immer noch in den weise belassenen und wundheilend (Chiron) blühenden Wildzonen (Mars in der Waage) an der Pegnitz (Neptun), dort finden sie sich.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astrologie

Susan Sontag

16.01.1933 New York, unbekannte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte gern an diese bemerkenswerte Denkerin erinnern, deren Spur in Worten wir heute anläßlich ihres Geburtstages folgen wollen. Susan Sontag ist die in Paris geschulte intellektuelle Stimme Amerikas in Bezug auf vor allem ein Rätsel. Die Fotokunst, die Fotografie waren dieser Frau fragwürdig:

Nun mag es heute verwunderlich erscheinen, warum man sich über soetwas Selbstverständliches, wie Fotografie Gedanken machen kann?

„Es scheint, daß ästhetische Distanz ein Bestandteil der Erfahrung ist, die man beim Betrachten von Fotos macht, wenn nicht von Anfang an, so doch im Laufe der Zeit. Die Zeit erhebt die meisten Fotografien, auch die dilletantischsten, auf die Ebene der Kunst.“

Ganz subtil sagt Sontag hier etwas vor allem über Kunst. Was ist es? Ein Rätsel, das wir später vielleicht lösen. Dann fährt sie fort:

„Die „Industrialisierung“ der Fotografie hat bewirkt, daß diese sehr rasch der rationalen – d.h. bürokratischen – Methode, die Gesellschaft zu verwalten, integriert wurde. Fotos, einst als Spielerei betrachtet, sind fester Bestandteil unserer Umwelt geworden – Prüfstein und Bestätigung jener reduzierenden Annäherung an die Wirklichkeit, die man „realistisch“ nennt.“

Hier ist die Venus-Merkur Konjunktion im Steinbock Lehrerin und auch prophetische Hüterin der Wahrheit. Saturn im Wassermann ist die konservative (Saturn) Revolutionärin (Wassermann).

Dann natürlich Mond-Jupiter, – obwohl, wenn man sich das Bild anguckt, eigentlich ein Waage-Mond Anteil im Gesicht bemerkbar wird. Oder nicht? Die Geburtszeit kenne ich leider nicht. Waage-AC wäre auch denkbar, wobei: die Haare: eher Löwe-AC. Dann wäre natürlich auch Jungfrau-Mond denkbar, bei der Ansammlung von Jungfrau-Fähigkeiten, mit denen Sie ihr Werk ordnen konnte und mit dessen Ordnung auch das Fundament der Möglichkeit errichtete, künstlerisch über Kunst nachzudenken und die Fotografie, diese an der Bruchstelle zwischen Mensch und Maschine gelegene Möglichkeit, Dinge scheinbar unendlich zu vervielfältigen. Scheinbare Dinge unendlich zu vervielfältigen, die aber unter Nutzung von maschinell erzeugtem Elektromagnetizismus gleichzeitig überall im Raum sind und nur dort, wo sie – per iPod – abgerufen oder „aufgegriffen“ und im Aufgreifen erst aus einer Vorform von Signalen neu gebildet werden.

Gut, daß wir bei ihr nachlesen können: „Um das fotografische Bild hat man eine neue Bedeutung des Begriffs „Information“ konstruiert. Das Foto ist ein schmaler Ausschnitt von Raum ebenso wie von Zeit. In einer von fotografischen Bildern beherrschten Welt erscheinen alle Grenzen („Rahmen“) willkürlich. Alles kann von allem getrennt werden. Es ist lediglich erforderlich, jedesmal einen anderen Ausschnitt zu zeigen. Die Fotografie befördert eine nominalistische Sicht der gesellschaftlichen Realität, so, als bestände diese aus kleinen, offenbar unendlich vielen Einheiten – wie ja auch die Zahl der Fotos, die von etwas gemacht werden können, unbegrenzt ist.“

Dieses unbegrenzt gilt eben mit dem iPod noch viel mehr. Aber das ist es nicht, was mich bewegt, wenn ich diese Zauberei beobachte, von überall her Bilder und Töne zu senden und zu empfangen. Was mich bewegt, ist die physikalisch-philosophische Frage: wo ist das Bild, bevor es auf dem Schirm am iPod erscheint? In welcher Raum-Zeit Kategorie ist es? Und ist es dort nur ein Bild als Gesamtinformation, oder sind dort unendlich viele „mögliche“ Bilder? Ich nehme an, daß sich hier die Fragestellungen der Quantenphysik an der Schnittstelle zum praktischen Gebrauch tatsächlich manifestieren.

Diese Frage ergibt sich aber auch ganz ohne iPod. Auf dem Erfahrungsfeld zur Erweiterung der Sinne hier in Nürnberg stand mal ein

Hier klicken: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

zur Camera Obscura umgebauter Bauwagen, wo sich – sitzend in dem Wagen an den Seiten – beobachten läßt, wie sich ein auf den Kopf gedrehtes „Licht-Bild“ durch ein Linsen-Loch tatsächlich auf dem Kopf stehend an der Gegenwand bildet. Es gibt also ein Natur-eigenes „Bilderzeugungsprinzip“, welches vom iPod nur simuliert wird (und in der Astrologie dem Spiegelpunkt-System zu entsprechen scheint), doch in Anbetracht der Faszination der technischen Revolution, in der wir uns befinden, wird das vergessen. Dieses „Vergessen“ wird durch Filme, wie Avatar auf die Spitze getrieben, wo die Möglichkeit einer anderen, natürlichen Bildwirklichkeit unmerklich doppelt verschlüsselt wird: einmal dadurch, daß der Film mit faszinierenden Bilder eine Gegenwelt komponiert, zum anderen aber dadurch, daß diese Gegenwelt eine Simulation ist, ein Schein, der dadurch gedeckt ist, daß das Medium, der Film, selbst Schein ist: der Schein in einem Schein. Und bei Avatar kommt hinzu, daß der ganze Film die Grenze thematisiert, die zwischen unserer Seele und unserer Wirklichkeit sich tatsächlich abspielt. Wo immer Du die Wahrheit verstecken willst: am Besten hinter der Wahrheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Fotos, Mundan

Merkur in Konjunktion mit dem Mondknoten

Foto Markus Termin ©

Liebe Leser und Leserinnen,

wie uns hier die Natur ein Häusersystem anbietet, so tut sie ähnliches in jeder winzigen Kleinigkeit. Deswegen „funktioniert“ Astrologie, weil sie als Beobachtung aus den Erfahrungen der Natur gewonnen wurde. Wir dürfen uns den Zusammenhang der „Wirkungen“ nahtlos und direkt vorstellen. Ich habe gestern ein kleines Büchlein von Maria Thun – das ist die mit dem antroposophischen Aussaatkalender – in der Hand gehabt, in dem sie ein Foto zeigt von Mirabellen, deren Mutterkerne aus einem Körbchen stammen. Im Winter wurden diese zu sechs verschiedenen Planeten-Oppositionen in die Erde gesteckt. Auf dem Bild sind die Mirabellen abgebildet, die selbst wiederum aus den fruchttragenden neuen Bäumen entstanden sind nach einigen Jahren. Und siehe: es wurden sechs verschiedene Sorten pro Baum und Opposition mit Farben von hellgelb bis dunkelbläulich. Ich werd Frau Thun mal fragen, ob ich das Bild hier bringen darf. Es zieht einem die Schuhe aus, wenn man´s sieht.

Bemerkenswerte Nachrichten heute: massenhaft Verletzungen bei den Skisportveranstaltungen, ungewöhnlich, viel mehr als sonst. Rätsel? Keineswegs: Saturn-Pluto Quadrat in seiner Wirkung!

Das Arbeit-macht-frei-Tor wieder gefunden/sichergestellt: Mondknoten Tunnel-Phänomen, ich habe vor Tagen und früher schon berichtet.

22.12.09 22:55 NBG

Obiges Bild zeigt Merkur heute genau in Konjunktion mit dem Mondknoten im Steinbock im Sextil zu Uranus. Er wird es aber zunächst nicht erreichen, das Sextil, denn Merkur steht kurz vor seiner Rückläufigkeit am 26. Dezember. Für diejenigen unter euch, die in den Fischen oder im Steinbock geboren wurden, ergibt sich damit die Chance, zum Jahresende nochmal völlig neue Impulse freizulassen. Die Fische, weil sie können, die Steinböcke, weil sie müssen. Das Prinzip heißt: anknüpfen an realistische, durchführbare Projekte, die eventuell sogar schon in der Schublade liegen. Bis zum zweiten Februar wird die Sache, falls heuer begonnen, Eigendynamik entwickeln, wenn man/frau zwischendurch konsequent dran bleibt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Mexico und Chiron

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, 20:48 -bislang hat Chiron keine Heimat gefunden. Ich bin mir jedoch sicher, dass er der „neue“ Zusatzregent des Schützen ist.

mexico-wappen

„Sieben Arara“ ist das oben nicht, sondern ein Adler, der eine Schlange auf einem Kaktus frisst. Das sind gleich drei Pluto-Skorpion Symbole: Schlange, Adler (altes Skorpion-Zeichen) und Kaktus (Skorpion, Mars, Saturn). „Sieben Arara“ jedoch ist der Name für den Vogel, der auf dem Weltenbaum (die Milchstrasse) sitzt und aller Wahrscheinlichkeit in der Mythologie der Ureinwohner (Maya, Azteken, Tolteken …) das „Siebengestirn“ der Plejaden darstellt.

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Gründungshoroskop von Mexico (31.01.1917 16:00 Queretaro, Mexico (innen) und heutiges Horoskop, 25.04.09 (außen)).

Wir sehen hier, wie Uranus direkt über Chiron geht, der – als Schütze-Regent – das Haus 6 des Staates Mexico beherrscht, also Gesundheit und praktische Lebensbedingungen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geschichte

Hong Kong

26. Januar 1841 um 12:01 in Victoria, Hong Kong wird der Geburtstag der ehemals britischen Kronkolonie Hang Kong begangen. Das Datum geht zurück auf die Okkupation der Britten im sogenannten ersten Opium-Krieg. In der Flagge finden wir die Venus als fünstrahligen Stern, der auch sinnbildlich den botanischen Zusammenhang mit einer fünfblättrigen Blüte augenfällig macht, der durch die Venus mit ihrer Wirkung auf die Erde auch tatsächlich erreicht wird:

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Diese Opiumkriege basierten auf dem merkwürdigen Ansinnen der Briten, ihre negative Handelsbilanz mit China auszugleichen. Denn da man aus China Tee und Seide importierte, die Chinesen aber selbst vom britischen Empire nichts brauchten, sah die Situation ähnlich aus, wie heute. So verfiel man skrupellos auf die Idee, den Chinesen Opium zu verkaufen, um die Handelsbilanz auszugleichen, ganz ähnlich, wie sich heute Afghanistan und die Terroristen mit oder ohne Billigung/Organisation der CIA durch das aus Schlafmohn ebenso wie Opium erzeugte Heroin finanziert.

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Das Horoskop (durch zwei mal Klicken vergrößern!) zeigt innen das Gründungschart der Kronkolonie, außen aber die Transite zum Tag der Wiedereingliederung zur Volksrepublik China. Dies ist nun 12 Jahre her und wir sehen Jupiter im Wassermann, wie dieser Tage auch, was vermuten läßt, dass Hong Kong auch heute im 12-Jahres Zyklus einem Höhepunkt der Erfolgsaussichten entgegengeht. Uranus steht im obigen Bild genau über der Sonne: diese Wiedereingliederung war also tatsächlich eine uranische Befreiung. Neptun steht nahezu bogensekundengenau über dem Merkur des Stadtstaates, wobei Merkur den Besitz anzeigt, denn er regiert das zweite Haus und das fünfte (während Lilith durchs fünfte läuft, und sagt, dass es in Hinsicht auf die Landeskinder – Staatsbürgerschaft wäre ein Thema – nicht mit rechten Dingen zugeht).

Doch tatsächlich hat sich der territoriale Besitz, den dieser Merkur anzeigt, ja auch wirklich aufgelöst, wie man es von Neptun erwartet. Hong Kong gehört sich nicht mehr selbst. Dass es aber mal „dem Ausland“ gehörte, dieses zeigt wunderbar Merkur in Haus 9, dem der Fremde. Venus geht 1997 entsprechend dem Wesen der Stadt auf der Flagge in Haus 4, also zurück zum Ursprung, nach China.

Die Venus in der Flagge finden wir in der Mond-Uranus und eben Venus- Konjunktion in den Fischen in Haus 11, sowie durch das erste und das sechste Haus. Mond und Mohn, gar noch in den Fischen, mag ein weiterer Hinweis sein. Das Wesen der Stadt, vertreten durch Venus, ist also wahrlich gesellschaftlich und kollektiv, und es ist bemerkenswert hierzu einen Satz zur frühen Wohnsituation jn Hong Kong zu zitieren, denn man/frau/kind wohnt praktisch im Haus 11, also in der Öffentlichkeit:

„Dies (nach einem Brand) war praktisch der Beginn des public-housing-Programms in Hongkong. Die ersten Mark-I-Häuser waren bereits Ende 1954 fertig gestellt. Sie boten jeder Familie eine Wohnung von etwa 20 Quadratmetern, die Sanitäreinrichtungen mussten mit anderen Familien geteilt werden und Kochgelegenheiten befanden sich außerhalb der Wohnungen. Bis Ende der 1960er Jahre wurden zahlreiche derartige Häuser errichtet, wobei die verbesserten Versionen Mark II und Mark III nur wenig mehr Komfort boten. Praktisch spielte sich alles Leben auf den Straßen ab, wobei diese für die zahlreichen Verkaufsbuden benutzt wurden.“ (Wikipedia)

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Brand, Weihnachten 1953

Das Horoskop des Brandes zeigt eine Mars-Mars Konjunktion kurz vorher und dann Neptun genau auf dem Mars. Also erst voll in der eigenen Kraft und dann nur noch die Auflösung übrig. Das riecht ja regelrecht nach Zündelhölzern. Außerdem steht die Sonne über dem Saturn in Haus 8. Sonne und Mars sind aber Feuer, und Sonne über Saturn ist Feuer über der Struktur, dem Halt. Und Haus 8 braucht man nicht erklären. Dass dies aber letztlich ein Glück war, weil man endlich neue Wohnungen baute, zeigen Jupiter und Glückspunkt.

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Bei einer Stadt, die quasi mit hochoffiziellen Drogengeldern erschaffen wurde, wogegen gerechterweise die Chinesen Krieg führten, den die Britten ungerechterweise auch noch gewannen, interessiert natürlich vor allem die Neptun-Stellung. Neptun steht auch tatsächlich in Haus 10 zusammen mit der Sonne ( nahe verknüpft ist ebenso Merkur in Haus 9, Geld mit dem oder sogar im Ausland verdienen, was Hong Kong Chinesen im In- und Ausland ständig tun). Alles in allem und wenn man sich´s genau überlegt, hat unser westliches Imperium ganz offensichtlich als Junkie angefangen, und der Kreislauf wurde außer mit Opium, durch Öl ergänzt, während es noch vorher Sklaven und Gold waren.

Nun hat Neptun zeitgerecht die Regierung in Hong Kong aufgelöst (das ist die Sonne) und dann (2003) den Stadtstaat selbst im Neptun-Neptun Transit der Auflösung entgegengeführt.

Personen, Uncategorized

Jungfrau-Mond und Löwe-Sonne

Nürnberg – 13:23 von J.K. Rowling existieren mindestens zwei Geburtszeiten, die eine als Skorpion-AC, die andere als Waage-Aszendent. Die Wahrheit scheint mir zwischen beiden Zeiten zu liegen, doch auf jeden Fall noch mit einem Waage-Aszendenten. Ich meine dies sieht man, bedenken wir noch den hilfreichen Jungfrau-Mond, durchaus in ihrem Gesicht. Außerdem gibt es gemäß bestimmter biographischer Details relativ genaue Entsprechungen der Rhythmenlehre, die auf Mond-Pluto Auslösung mit 25 Jahren, also ca. 1990 hindeuten. Zwei mal anklicken!

Hier fällt auf, dass Frau Rowling eine Pluto-Mond Konjunktion hat. Als Löwe-Sonne, die vor drei Tagen Geburtstag hatte, ist das Waage-AC-Horoskop ideal für eine super erfolgreiche Schriftstellerin. Allein schon Jupiter als Herrscher von drei in neun spricht die Sprache von sieben Bänden. Und erst noch Neptun in Haus zwei: „Verdiene Dein Geld mit Fiction“, flüstert hier jede Schneeeule. Sonne in Haus 10 ist tatsächlich das archetypische Mutterbild (und das Lebensziel, der Beruf), und so liegt es sehr nahe, dass Frau Rowling ihre eigene Geschichte von der zeitgleich verstorbenen Mutter im „Stein der Weisen“ verarbeitet hat, wenn die Mutter eine so überragende Bedeutung im Horoskop einnimmt. Haus 11 ist voller Energie. Der Mond an der Spitze zu 12 läßt sie praktisch fühlen, was die Massen brauchen (obwohl man mit so einem Mond, ganz wie Potter, selten selbst Kind sein durfte). Oskar Adler schreibt: „So gewinnt auch der wohlverstandene Egoismus des Jungfraumenschen durch den Mond die besondere Bedeutung eines reellen, im Interesse der Leistungssteigerung der Sonnennatur tätigen Gutsverwalters, der die eigenen Interessen durchaus in denen des Herrn sieht,“ also der Sonne. „Der Mond ist hier am Werke“, schreibt er weiter, „den frohen Lebensgenuss, den Sonne in Löwe liebt, ein wenig zu ökonomisieren.“ „Es ist so der Mond eine Art empirischer Wissenschaftler, aber die Wissenschaft, die hier betrieben wird, ist die Wissenschaft vom eigenen Ich auf empirischer Grundlage.“ Meiner Erfahrung nach macht Mond in der Jungfrau jedes Sonnenzeichen effizient und gleichzeitig vorsichtig, vielleicht sogar unnahbar. Wie bei Fische-Mond und Schütze-Mond spricht Adler hier von Mond-Orakel, der jedoch in diesem Fall gar nicht als unfehlbare innere Stimme, “ sondern als die Stimme der gesunden, wirklichkeitsgemäßen Logik angesehen werden will.“ Auch bei Mrs. Rowling dürfte die Sonnenfinsternis von Freitag eine bestimmte Wirkung entfalten, die etwas mit dem Beruf zu tun hat, denn ihre Sonne steht nur zwei Grad entfernt vom Ort der Finsternis. Als Transitbewegung paßt dazu natürlich Uranus in Haus 6, der die praktischen Dinge des Lebens, den Arbeitsprozess in andere, befreitere Bahnen lenken will. Zwar hat sie schon wieder ein Märchenbuch veröffentlicht, dessen Einnahmen sie spendet, aber ich bin sicher, dass ihr bald noch etwas anderes einfallen wird. „Erdmonde haben ein besonders tiefes und selbstverständliches Verantwortungsgefühl, sie verstehen etwas von tätiger Liebe und unsentimentaler Hilfsbereitschaft,“ schreibt Claus Riemann.

Foto Markus Termin ©

Diesem wasserspeienden Löwen-Kopf am Dürer-Denkmal zu Nürnberg ist, so meine ich, das Menschenantlitz ins Gesicht geschrieben.

Geist

Tilia, die Linde

Der Autor unterwegs ohne Auto

Nürnberg 13:32 – „Tilia“ heißt Linde auf lateinisch, und tatsächlich ist unser Fremdwort „sub-til“ von diesem wundersamen Baum abgeleitet. Es ist ein Hinweis darauf, dass wohl unter der Linde in den dörflichen Gemeinschaften die eher milderen Dinge verhandelt wurden, wie Markus Sommer in „a tempo“ schreibt. Unter der Linde wurde getanzt – und tatsächlich sind die Blüten dieses Baumes geeignet, als Tee getrunken viele Leiden zu lindern. Wer sie sammelt und kocht, merkt schnell, dass sie schleimig sind, also gegen Husten eingesetzt werden können. Doch auch gegen Verbrennungen und Augenentzündungen soll der Schleim gute Wirkung zeitigen.

Foto Markus Termin

Gestern Nacht begegnete mir ein älteres türkisches Paar, die Dame trug Kopftuch. Sie wunderten sich über den lieblichen Duft in der warmen Nacht. Beide schnupperten in Bodennähe nach den Blumen, von denen der Duft wohl kam? Dass es die Linden sind, war ihnen nicht bekannt. Natürlich ist die Linde ein Jupiter-Baum. Unteres Gewächs jedoch wird ebenfalls dem Jupiter zugeordnet! Aus dem, was die beiden gemeinsam haben, läßt sich viel begreifen vom der Art des Planeten, wie die Alten ihn empfahlen:

Foto Markus Termin, Gänseblümchen

Astrologie, Uncategorized

Das Sonnen-Selbst

IMG_8547Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, den 5. März 2008, 13:24 – sehr kalt (für die Jahreszeit :-) doch strahlend schön und optimistisch draußen. Mond besucht Chiron, Venus, Merkur und Neptun im Wassermann. Aufladung mit Liebe, Heilung, Wissen und Vision. Dann der Fische-Neumond. Vogelkonzert vor der Tür.

Wenn wir wissen wollen, was die Sonne im Horoskop eigentlich bedeutet, macht es Sinn, sich an das Selbstbewusstsein zu erinnern, das wir als Kinder im Alter von sieben oder acht Jahren hatten. Da gab es eine Zeit, da wussten wir schon sehr viel über die Welt. Die Zeit lag grenzenlos vor uns, wir kannten wenig Angst vor dem Tod. Eine innere Stimme, auf die wir uns verlassen konnten, sagte: „Ich bin ich“. Genau dies ist das Sonnen-Selbst. Natürlich kann nicht jede/r eine solche Stimme um dieses Alter herum so unbeschwert wahrnehmen. Doch scheint auf jeden Fall irgendwie das innere Gefühl für dieses Selbst davonzufliegen, als wär`s ein Schmetterling. So sind wir in der Regel ein Leben lang auf der Suche nach jenem unbeschwerten Zustand unseres Sonnen-Selbst. Und wir wissen: außer diesem lohnt sich nichts. Und gleichfalls gewiss ist, dass wir dem innerlichen Versprechen, dieses Gefühl wieder zu haben, nicht lange und nicht mutwillig untreu werden dürfen, ohne uns selbst zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Markus

Astrologie, Uncategorized

Die Hermeswaage

Liebe Leserinnen und Leser,
Es gibt keine gesetzlich formulierte Schweigepflicht für Astrologen. Das liegt daran, dass Astrologie gar keine gesetzlich anerkannte Wissenschaft ist, sonst wäre sie sicher, wie alles im Staate, auf bestimmte Weise geregelt und kontrolliert. Doch etwas kontrollieren, von dem man eigentlich meint, dies gäbe es nicht? Freilich kam auch solche Paradoxie schon vor: in den USA für Wilhelm Reichs Orgon-Energie, doch das ist ein anderes Thema. Obwohl es keine Schweigepflicht gibt, nehme ich das Schweigen dennoch als Pflicht, einfach, weil ich das für selbstverständlich halte. Da hilft es, wenn man zur Freundin eine Frau hat, die in der medizinalen Welt zuhause ist, nämlich Hebamme. Auch sie unterliegt der Schweigepflicht. Freilich gibt es Interessengebiete, die uns zusammenführen, und ohne private Geheimnisse preiszugeben, ist auf diesen Gebieten eine Zusammenarbeit fruchtbar. Wir tauschen nur Daten, keine Personalien. Es interessiert meine Freundin, wann genau die Fische zur Welt kommen oder die Zwillinge, ob wir eine Mond-Saturn Konjunktion haben, oder in welchem Mond ein Kind geboren ist. Mich hingegen interessiert seit gestern eine Sache, die in der Astrologie „Hermeswaage“ genannt wird. Da schreibt Claudius Ptolemäus, der ägyptische Urvater der westlichen Astrologie:
„Das Zeichen, in dem der Mond bei der Geburt sich befindet, mache es zum Aszendenten der Konzeption. Und das Zeichen, indem er sich bei der Konzeption befindet, oder das Gegenüberliegende, mache es zum Aszendenten der Geburt.“
Dies ist nun, trotz Schweigepflicht, der Vorteil einer Verbindung zwischen Hebamme und Astrologe. Die Hebamme kommt an Daten heran, die normalerweise schwer zu haben sind. Die genaue Konzeptionszeit. Das ist sehr intim, denn es geht um die Zeugung und die Empfängnis. So hatte ich die Möglichkeit, das oben zitierte Gesetz der „Hermeswaage“ gleich nachzuprüfen, und siehe da, es stimmt! Drei mal stand bei unseren Nachforschungen der Mond zur Konzeptionszeit genau in dem Zeichen, in dem zur Geburt der Aszendent aufstieg! Statistisch waren das 100%, denn wir haben nur drei genau nachprüfbare Beispiele vorliegen. Andere Autoren (Rafael Gil Brand „Lehrbuch der Klassischen Astrologie“) jedoch haben dies an viel mehr Beispielen ebenfalls bestätigt. Da kann man nun sich nur ehrfürchtig vor einem Geheimnis neigen, das den Weg beschreibt, den die Seele zurücklegt in den neun Monaten, den sie braucht, um sich vom Mond und der jenseitigen Welt zu lösen, und Platz zu finden in einem neuen Körper.
Und gleichfalls wirft dies ein Licht wiederum auf die tiefen Zusammenhänge, aus denen die Astrologie sich das Muster ihrer Regeln entworfen hat: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen läßt.“ (Shakespeare)
Mit freundlichen Grüßen,
Markus