Europa

Merkels Zittern und Deutschland

Liebe Leserinnen und Leser,

die Reaktionen auf Angela Merkels Zitteranfälle – weitere sind seit dem Jahr 2015 protokolliert – sind zweigeteilt. Zum Einen gibt es höhnische und menschlich schwer erträgliche Kommentare im Netz, zum anderen wird mit Verständnis und Empathie dagegengehalten, man solle doch die tapfere Frau in Ruhe lassen, sie sei bewundernswürdig und aufopfernd – und im Übrigen gehe das keinen was an.

Die Statements des Regierungssprechers und von Merkel selbst lassen wissen, dass es nichts zu berichten gäbe. Ich halte das für glatt gelogen, und es ist ein gutes öffentliches Exempel dafür, wie perfekt diese Frau lügen kann. Eine nachgereichte Erklärung, wonach der dritte, leichtere Anfall psychologischer Natur sei, läßt allerdings aufhorchen. Wie auch immer es um die Gesundheit der Kanzlerin bestellt ist, ein psychopathologisches „Nachbeben“ wäre fast bedenklicher, als ein tiefgründiger gesundheitlicher Defekt. Wenn sie hat, was ich vermute, gehören auch psychische Beeinträchtigungen (die ja sogar eingestanden sind) zum Krankheitsbild – und das betrifft dann durchaus auch das Land.

Wir können hier nur astrologisch beobachten und müssen uns – schon aus rechtlichen Gründen – medizinischer Ratschläge enthalten. AstrologInnen unter den LeserInnen können bei Wolfgang Döbereiner in seinen unübertroffenen „Astrologisch-homöopathischen Erfahrungsbildern“ nachschlagen unter Sonne-Uranus und vor allem Neptun-Uranus S. 131 – das mit dem Horoskop der Kanzlerin vergleichen – und wissen Bescheid. Ich bitte um Verständnis, dass ich hier aus rechtlichen Gründen kaum deutlicher werden darf.

Innen Angela Merkel, außen 11.07.2019

Bemerkenswert ist natürlich die Auslösung durch die exakte Mars/Merkur Konstellation und die Pluto-Opposition zur Sonne. Daraus ergibt sich die Frage, wie es denn dem Land geht? Und auch, wenn Angela Merkel Mitleid verdient, stellt sich durchaus die Frage der Verantwortung für ein Land, das vom Ausland kein Mitleid zu erwarten hat. Hinter den Kulissen – davon können wir ausgehen – unter denjenigen, die Bescheid wissen, wird bereits kräftig geschoben. Warum Merkel nicht einfach gehen darf um – wie jede Privatperson – ihre Gesundheit in den Mittelpunkt zu stellen, was ihr – ob man sie nun mag, oder nicht, zu wünschen wäre – bleibt ihr Geheimnis und das der Machtklique, die sie auf ihrem Posten hält. Sie ist nicht alternativlos, aber sie ist alternativlos für Leute, deren Macht sie stützt. Meine Vorhersage für ihren Abgang aus dem Kanzleramt Januar 2020 ist schon lange bekannt.

Wir entdecken im (unteren) Deutschland-Horoskop, eingestellt durch die Aspektscheibe, sofort Neptun exakt über dem sehnsuchtsvollen Fische-Mond, und gleichfalls die exakte Saturn-Wiederkehr. Die neuerdings sich häufenden schlechten Nachrichten passen zu Saturn/Pluto/Südknoten im Haus 6 – dem Haus der praktischen Dinge, z.B. Arbeit – Aufträge gehen zurück, es läuft nicht mehr rund, schmerzhafte Entlassungen stehen in Aussicht. Im Horoskop einer Privatperson zeigt Neptun über Mond nicht selten den Ablösungsprozess von der Mutter – wie auch immer. Ich hatte auch schon KlientInnen, die ein Meer aus Tränen nicht zurückhalten konnten, möge dies zumindest dem Land erspart bleiben.

Positiv wäre Mond-Neptun die tiefe Verbindung zu den alten Mythen, zum Volksglauben voller Trost, wie er in den Grimmschen Märchen gesammelt wurde. Die Mutter Maria Gottes, die Marienerscheinung überhaupt. Wenn dazu nun die „Mutter der Nation“ ins Zittern gerät – 3 Mal – ist das ein sehr merkwürdiges, weil und aber auch starkes Zeichen im Matriarchat.

 Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Innen Deutschland 1990, außen 11.07.2019

 

Fragen

Venus im Krebs: wo daheim? – ; Astrologie und Wiedergeburt

Foto Hofmann ©, Grafik Richard Teschner

Liebe Leserinnen und Leser,

„Des Menschen Seele gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es,
und wieder nieder zur Erde muß es.
Ewig wechselnd.

… „

 – so wusste es jedenfalls unser Goethe. Es gibt ja Astrologen, die unsere Kunst betreiben, ohne Wiedergeburt in Betracht zu ziehen. Der Frage, warum denn dann Menschen solch eindeutiger Prägung überhaupt geboren werden, stellen sich sogar die Mehrzahl der Astrologen gar nicht, und wie alles, lässt sich auch die Astrologie ohne besonderen Tiefgang betreiben, wie unterer Band vom ansonsten über jeden Zweifel erhabenen Chiron-Verlag anschaulich zeigt. Nahezu niemand in diesem Band, der keinen Coteau vor den Wissenschaftlern macht, schlicht, weil man nicht tief genug in deren Lehre eingedrungen ist, um ihre Lügen zu durchschauen und der eigenen wahren Lehre mit Ehrfurcht zu begegnen:

Astrologie und Wissenschaft - Ulrike Voltmer und Reinhardt Stiehle (Hrsg.)

Fündig wird man eigentlich nur bei dem Genie Oskar Adler. Und auch dann nur, wenn man seine vorsichtigen Anmerkungen zu interpretieren weiß. Er sagt es charmant, aber beharrlich den Hinweis austeilend:

„Es ist, als hätte man all das vergessen, und nur die Stimmung eines solchen Lebens wäre zurückgeblieben, die leise Ahnung eines verflossenen Künstlerlebens … „, schreibt er z.B. zum Waage-Aszendent. Oskar Adler (04.06.1885 05.35 Wien) – obwohl einer der besten Astrologen, Musiker, Arzt – überall praktisch intensiv tätig – ist – nach einer kurzen Renaissance durch den ebenfalls verdienstvollen Hugendubel-Verlag – nahezu vergessen. Er schreibt zu gut, ist zu intelligent. Das mag man nicht in deutscher Sprache: schon lange sind wir nicht mehr das Land der Dichter & Denker. Er gibt den entscheidenden Hinweis, so einfach und klar, wie die ägyptische Hermes-Waage (und auf demselben Prinzip beruhend): der Aszendent ist das Sonnenzeichen der letzten Existenz.

IMG_5781Foto Termin ©

Mit solchem Wissen ausgestattet, kann man nun tüchtig prüfen. Es ist ein weites Feld für Pädagogen, Therapeuten und Eltern: so manch einer, der sich das Verhalten des Sprösslings nicht erklären kann, dem erhellt sich der analytische Blick dann, wenn er oder sie in Rechnung stellt, wie mindestens die erste Lebenshälfte noch ein Abschied-Nehmen von den dominaten Themen der letzten Nativität ist. Hat man z.B. bei einem Wassermann-AC das unbedingte Gefühl, der Horoskopeigner neige sehr früh dazu, seine gesamte Umgebung wie seine Bediensteten zu behandeln, so kann man – wenn der Wesenszug beharrlich und gleichzeitig irrational ist – davon ausgehen, dass es ihm tatsächlich schwer fällt, in dieser Inkarnation keine Diener mehr zu haben. Nicht selten ist die Beharrlichkeit, sind die Trägheitskräfte so gross, dass man lieber untergeht, als inzwischen irreale und wertlose Privilegien aufzugeben. Eine Psychologie, die solches in Betracht zieht, wäre mehr, als Fischen im Trüben.

So klärt sich auch die berühmte Streitfrage, was denn wichtiger sei, Aszendent oder Sonnenstand: wer nach der Lebensmitte immer noch den Qualitäten des Aszendenten unausweichlich anhängt, hat schlicht den Abflug verpasst: das ist zwar üblich und kann allenthalben beobachtet werden – aber das Ziel der Entwicklung ist natürlich, die innere Sonne zum Strahlen zu bringen (und nicht nur sprichwörtlich), wie sie es frei und selbstbewußt in Christus soll. Alles andere ist Mumpitz.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus