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Jungfrau-Mond und Löwe-Sonne

Nürnberg – 13:23 von J.K. Rowling existieren mindestens zwei Geburtszeiten, die eine als Skorpion-AC, die andere als Waage-Aszendent. Die Wahrheit scheint mir zwischen beiden Zeiten zu liegen, doch auf jeden Fall noch mit einem Waage-Aszendenten. Ich meine dies sieht man, bedenken wir noch den hilfreichen Jungfrau-Mond, durchaus in ihrem Gesicht. Außerdem gibt es gemäß bestimmter biographischer Details relativ genaue Entsprechungen der Rhythmenlehre, die auf Mond-Pluto Auslösung mit 25 Jahren, also ca. 1990 hindeuten. Zwei mal anklicken!

Hier fällt auf, dass Frau Rowling eine Pluto-Mond Konjunktion hat. Als Löwe-Sonne, die vor drei Tagen Geburtstag hatte, ist das Waage-AC-Horoskop ideal für eine super erfolgreiche Schriftstellerin. Allein schon Jupiter als Herrscher von drei in neun spricht die Sprache von sieben Bänden. Und erst noch Neptun in Haus zwei: „Verdiene Dein Geld mit Fiction“, flüstert hier jede Schneeeule. Sonne in Haus 10 ist tatsächlich das archetypische Mutterbild (und das Lebensziel, der Beruf), und so liegt es sehr nahe, dass Frau Rowling ihre eigene Geschichte von der zeitgleich verstorbenen Mutter im „Stein der Weisen“ verarbeitet hat, wenn die Mutter eine so überragende Bedeutung im Horoskop einnimmt. Haus 11 ist voller Energie. Der Mond an der Spitze zu 12 läßt sie praktisch fühlen, was die Massen brauchen (obwohl man mit so einem Mond, ganz wie Potter, selten selbst Kind sein durfte). Oskar Adler schreibt: „So gewinnt auch der wohlverstandene Egoismus des Jungfraumenschen durch den Mond die besondere Bedeutung eines reellen, im Interesse der Leistungssteigerung der Sonnennatur tätigen Gutsverwalters, der die eigenen Interessen durchaus in denen des Herrn sieht,“ also der Sonne. „Der Mond ist hier am Werke“, schreibt er weiter, „den frohen Lebensgenuss, den Sonne in Löwe liebt, ein wenig zu ökonomisieren.“ „Es ist so der Mond eine Art empirischer Wissenschaftler, aber die Wissenschaft, die hier betrieben wird, ist die Wissenschaft vom eigenen Ich auf empirischer Grundlage.“ Meiner Erfahrung nach macht Mond in der Jungfrau jedes Sonnenzeichen effizient und gleichzeitig vorsichtig, vielleicht sogar unnahbar. Wie bei Fische-Mond und Schütze-Mond spricht Adler hier von Mond-Orakel, der jedoch in diesem Fall gar nicht als unfehlbare innere Stimme, “ sondern als die Stimme der gesunden, wirklichkeitsgemäßen Logik angesehen werden will.“ Auch bei Mrs. Rowling dürfte die Sonnenfinsternis von Freitag eine bestimmte Wirkung entfalten, die etwas mit dem Beruf zu tun hat, denn ihre Sonne steht nur zwei Grad entfernt vom Ort der Finsternis. Als Transitbewegung paßt dazu natürlich Uranus in Haus 6, der die praktischen Dinge des Lebens, den Arbeitsprozess in andere, befreitere Bahnen lenken will. Zwar hat sie schon wieder ein Märchenbuch veröffentlicht, dessen Einnahmen sie spendet, aber ich bin sicher, dass ihr bald noch etwas anderes einfallen wird. „Erdmonde haben ein besonders tiefes und selbstverständliches Verantwortungsgefühl, sie verstehen etwas von tätiger Liebe und unsentimentaler Hilfsbereitschaft,“ schreibt Claus Riemann.

Foto Markus Termin ©

Diesem wasserspeienden Löwen-Kopf am Dürer-Denkmal zu Nürnberg ist, so meine ich, das Menschenantlitz ins Gesicht geschrieben.

Mundan, Poetry, Weltbild

Gründungshoroskop von Baghdad

Nürnberg 17:59 – Mashalla und Naubakht hießen die beiden Astrologen des Kalifen Abu Ja’far Al-Mansur, die die Gründung der Stadt als sogenannte Elektion genau berechneten, und zwar für den 2. August 762 p. Chr. um 09:40 vormittags:

Ohne Zweifel werden die beiden, denen eine ganzes Team von Schülern zur Seite stand, dabei an den Wohlstand der Stadt und des Kalifen gedacht haben: Venus regiert nicht nur das Zeichen im Aufstieg, den sogenannten Aszendenten, sondern auch das zweite Haus, Besitz und Substanz. Dabei steht sie noch in der Himmelsmitte und ist sehr weit von der Sonne entfernt, so daß sie in ihrem diamantenen Glühen als Morgenstern dem Sonnenaufgang voraus schon sichtbar war und Glück verhieß, wenn der Kalif sich das erste mal an diesem Tag gen Mekka wandte. Er selbst ist natürlich die Sonne im Löwen im Haus 11, dem der Gönner und Freunde, auch seinem eigenen Besitz, denn das Haus 11 ist der Besitz des Königs. Und Jupiter im eigenen Zeichen Schütze im dritten Haus, also dem Bereich, wo es um die Geltung dessen, was das zweite Haus verspricht, geht, könnte besser nicht stehen, denn er bildet den Jupiter-Aspekt, das Trigon zur Sonne. Perfekte Arbeit! Mond-Pluto zweites Haus im Skorpion – : mit magischen Mittel ans Geld kommen, werter Kalif-Storch! – Und auch das Volk ist der Mond und hilft also mindestens mit guten Wünschen. Den Regeln der Kunst entsprechend landet Saturn im achten Haus, dem Besitz der anderen, denen man nichts gönnen braucht, und irgendwo muß Saturn – Ninurta, wie er bei den Babyloniern hieß – ja stehen, bzw. laufen. Und die Konjunktion des Uranus mit Saturn gibt auch kund, dass der Besitz der anderen ganz schön gestaut und geschleudert wird, wie es jetzt den Amerikanern geht, seitdem sie in der Stadt „in Immobilien investieren“; Verzeihung den Sarkasmus, er ist unangebracht, ich geb´s zu. Nun erfährt aber die stolze Löwe-Sonne von Baghdad die Auswirkungen der Sonnenfinsternis von gestern. Und nicht nur die „abergläubischen Chinesen waren fest davon überzeugt“, wie die Neue Zürcher von heute schreibt, „dass eine sichtbare totale Sonenfinsternis Unheil ankündige und oft das Ende einer Kaiserdynastie einläute.“ Und „Feng-Shui-Meister aus Hongkong erklärten noch letzte Woche, wegen der Sonnenfinsternis vom Freitag sei an den Olympischen Sommerspielen zumindest mit kleineren Turbulenzen zu rechnen.“ Nun müssen wir schauen, wie sich das auf die Machthaber in Peking auswirkt. Es muß aber nicht immer ein Unglück sein, wenn eine Herrscher-Dynastie ihren Abgang findet, auch wenn es das früher meist war. Denn ruhige Zeiten waren gute Zeiten für´s Volk. Und wer regiert in Baghdad? Sind die Amerikaner noch Haus 7, also die Feinde, die Anderen, oder haben sie sich an die Sonnen-Position gestellt? Insofern erlaubt es diese Sonnenfinsternis für Baghdad eine Veränderung der Herrschaft vorauszusagen, und Obama, der seine Sonne ein paar Grad vor dem Sonnenfinsternisgrad hat, denn er ist am 4. August geboren, bekommt wahrscheinlich die Autorität, dies durchzuführen.

Geist

Tilia, die Linde

Der Autor unterwegs ohne Auto

Nürnberg 13:32 – „Tilia“ heißt Linde auf lateinisch, und tatsächlich ist unser Fremdwort „sub-til“ von diesem wundersamen Baum abgeleitet. Es ist ein Hinweis darauf, dass wohl unter der Linde in den dörflichen Gemeinschaften die eher milderen Dinge verhandelt wurden, wie Markus Sommer in „a tempo“ schreibt. Unter der Linde wurde getanzt – und tatsächlich sind die Blüten dieses Baumes geeignet, als Tee getrunken viele Leiden zu lindern. Wer sie sammelt und kocht, merkt schnell, dass sie schleimig sind, also gegen Husten eingesetzt werden können. Doch auch gegen Verbrennungen und Augenentzündungen soll der Schleim gute Wirkung zeitigen.

Foto Markus Termin

Gestern Nacht begegnete mir ein älteres türkisches Paar, die Dame trug Kopftuch. Sie wunderten sich über den lieblichen Duft in der warmen Nacht. Beide schnupperten in Bodennähe nach den Blumen, von denen der Duft wohl kam? Dass es die Linden sind, war ihnen nicht bekannt. Natürlich ist die Linde ein Jupiter-Baum. Unteres Gewächs jedoch wird ebenfalls dem Jupiter zugeordnet! Aus dem, was die beiden gemeinsam haben, läßt sich viel begreifen vom der Art des Planeten, wie die Alten ihn empfahlen:

Foto Markus Termin, Gänseblümchen

Poetry, Weltbild

Der Glückspunkt

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg 13:50 – die ganzen Wolken, die sich vor den Alpen stauen, machen so einen Wassermenschen wie mich morgens doch recht schläfrig (im besten Fall).

Ich glaube, von Nietzsche (15. Okt. 1844 Röcken bei Lützen) stammt der Satz: „Renne deinem Glück nicht hinterher, vielleicht verfolgt es dann ja dich?“

Foto Markus Termin

Käfer sind Merkur-Wesen. Dieser Marienkäfer auf meinem Basilikum sowieso. Der Glückspunkt ist einer der alten arabischen Punkte, den wir einfach noch gern benutzen. Der Glückspunkt, schreibt Lilly, „wirft keine Aspekte, aber Planeten strahlen ihre Aspekte auf ihn.“ Dieser Punkt ist soviele Grade vom Aszendenten enfernt, wie die Sonne vom Mond. „Wird der Glückspunkt an einem Neumond errechnet, so wird dieser am AC liegen“, denn der Abstand zwischen Sonne und Mond sind gering oder null. „Im ersten Viertel im 4. Haus, bei Vollmond im 7. Haus, im letzten Viertel im 10. Haus.“ Besonders günstig steht der Glückspunkt in Konjunktion mit dem Fixstern Regulus. „Jeder Mensch“, schreibt Martin Schulmann, „weiß von Natur aus, dass es irgendwo einen ‚Goldschatz‘ gibt, der ihn am Ende seines Regenbogens erwartet. Um ihn zu erreichen, ist der Mensch bereit, durch die Stürme des Lebens zu gehen, aus denen er als ‚Kapitän seines eigenen Schiffes‘ wieder hervorkommt.“ Alle arabischen Punkte, wie auch der Glückspunkt, sind Konstrukte der Geometrie, aber sie haben Gültigkeit, weil die Geometrie aus der Astrologie hervorgegangen ist. Astrologie ist die Mutter aller Wissenschaften. Doch freilich: der Glückspunkt selbst ist kein eigentlicher Formfaktor im Horoskop! Wird er, siehe oben, bestrahlt, so empfängt er – doch selbst bestrahlt er nicht, denn er ist ja nur die Stelle, wo die Energien anderer Planeten – Sonne und Mond – zusammengeführt wird. Martin Schulmann hat das schönste Buch über den Glückspunkt geschrieben, es ist sehr zu empfehlen, und auch jemand, die/der nicht tiefer in die Astrologie einsteigen will, kann mit einer einfachen Glückspunktastrologie viel erkennen. „Der Glückspunkt symbolisiert die Stelle im Horoskop, an der Sonne und Mond und Aszendent in bester harmonischer Beziehung zueinander stehen und zum besten Vorteil des Menschen ausgedrückt werden können.“

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Peter und Judith Toths Schiffbruch

Naufragio » Untergang der Assalama, Armas Naviera, Kanarische Inseln

Nürnberg, 12:10 – Der „Club“ ist abgestiegen, und gestern gab es dazu passend genau zum Spielende ein kräftiges Gewitter. Man möge es mir verzeihen, aber ich sehe diesen Abstieg als Mentalitätsproblem der Stadt. Da hatte man – Einblick in die Denkweise der Beteiligten – einen sehr erfolgreichen Trainer, Hans Mayer, mit dem in der letzten Saison ein Titel zu holen war, von dem man sich einfach mitten in der nun beendeten Saison trennte. So was macht man nicht. Mein Problem ist: ich liebe Fußball, aber ich mag keine Pöbeleien, Sauf-Orgien und andere völkischen Blödheiten. Seit durch die WM und die PR-Arbeit des smarten Oliver Bierhoff – geb. 1. Mai 1968 – ein wenig Geist in die Szene geweht ist, bin ich gern dabei. Der Abstieg des „Clubs“ ist weiter nichts als ein Abstieg der ewig Gestrigen. Und die Möglichkeit, neu anzufangen, und schöne Spiele gegen den ewigen Rivalen Greuther Fürth sehen zu dürfen.

Am 30. April 2008 knallte die Fähre Assalama gegen den Beton-Pier der kleinen Hafenstadt Tarfaya die zur spanischen Sahara unter marokkanischer Verwaltung gehört.

Ich habe selbst mal ein halbes Jahr auf der Canaren-Insel Fuerteventura verbracht, und wir wunderten uns nicht wenig darüber, warum es bei der geringen Entfernung zum afrikanischen Festland keine Fährverbindung gab? Zu dieser Zeit waren allerdings auch noch keine Flüchtlings-Boote auf hoher See, Fuerteventura war eine vergleichsweise leere Wüsteninsel. Nun hat sich das Ehepaar Peter und Judith Thot Geimer mit drei Kindern von Fuerteventura aus aufgemacht, sich auf einer ganz anderen Canaren-Insel, nämlich La Palma, niederzulassen, und wahrscheinlich hat man einen Abstecher über die Schweiz nach Küssnacht machen müssen, um den Pkw, den Caravan und all die Erinnerungsstücke und Manuskripte herbeizuholen, die man auf solchen Inseln auch wohl haben will, wenn man sich dort niederläßt. Doch, wie gesagt, die Fähre havarierte und in der Folge haben die Toth Geimers wohl fast ihren ganzen Besitz verloren. Die Reederei fühlt sich nur sehr begrenzt verantwortlich, und will diesen Besitz weder bergen, noch ersetzen. Sogar, als dies noch möglich gewesen wäre, denn das Schiff hatte erstmal „nur“ Schlagseite, hat man eine Bergung insbesondere wertvollen geistigen Eigentums des Schriftstellers und Philosophen Peter Toth abgelehnt. Die Familie sieht sich in Marokko, wo man inzwischen hungerstreikend ausharrt, einer für schweizer Verhältnisse fassungslosen Ignoranz ausgeliefert. Nun versucht man – eben durch Hungerstreik – wenigsten an die Computerfestplatten zu kommen, die das Salzwasser vielleicht noch nicht geschluckt hat. Natürlich ist das Schiff, knapp vor der Küste dümpelnd, längst geplündert, denn ein Land, von dem aus die Menschen unter Lebensgefahr den Ozean überqueren, um nach Fuerteventura zu kommen, hat auch genügend Piraten, die sich einen solchen „Glücksfall“ nicht werden entgehen lassen. Schauen wir uns das Horoskop für die Abfahrtszeit der Assalama an:

30.04.2008

Die Familie steigt tatsächlich als Krebs am Osthorizont auf, und sie steht in den Fischen als Mond in Haus 9, dem Haus der Seereisen. Passender könnte es nicht sein. Was auffällt, ist die Anwesenheit von Mars in Haus 1, der eine latente Gewaltmöglichkeit immer hergibt. Mars hat ein Quadrat zum Glückpunkt, der ganz an der Spitze zu Haus 11 und in genauer Konjunktion zu Venus steht, im Widder: dies sind die Plünderer, die Hab und Gut einfach durch Glück in die Hände bekommen, indem sie Initiative ergreifen, und das Schiff plündern. Was jedoch das Ehepaar am meisten aufbringt, ist die Ignoranz der Reederei und der Behörden, die weder ein Interesse zu haben scheinen, das Schiff zu bergen, noch Hab und Gut der Passagiere zu retten. Wer sind sie im Horoskop? Sie werden vertreten durch die Herrscher von 10: Jupiter, Neptun. Wenn man nun bedenkt, dass die Familie Toth Geimers durch den Mond dargestellt ist, so ist eben der Mond in den Fischen wahrlich abhängig von Neptun und Jupiter. Jupiter steht schwach im Steinbock, doch stark in einem Eckhaus: die Position der Reederei ist stur und unverrückbar, also steinbockmäßig. Neptun bildet eine schicksalhafte Konjunktion zum Mondknoten: das ganze seefahrerische Konzept der Reederei und der Behörden wird letztlich durch die Havarie verändert werden. Dies bezieht sich nicht nur auf den einen Unfall der Fähre. Neptun steht im Haus 8, dem Haus der Veränderung und vielleicht des Todes. Demnach, und gemäß der Politik des Verschweigens, wird sich die Reederei in Existenznöte bringen, wenn sie nicht schon längst darin ist. Und auch auf den Canaren werden neuerdings Entscheidungen von Provinzfürsten und Bürokratie – in Spanien, gelinde gesagt, nicht besser, als bei uns – nicht einfach mehr so hingenommen. Der Mond, den wir als die Familie sehen, steht in Opposition zu Saturn, der aber auch Herrscher von Haus 7, also Herrscher des Hauptsignifikanten der Reederei ist. Und er steht – zum x-ten Male betont an dieser Stelle – am Punkt der Mondfinsternis vom 21. Februar 2008, der bekanntlich „Vertuschungen und Intrigen“ bedeutet. All dies ist hier zutreffend und anschaulich durch das Horoskop geschildert. Peter Toth hält trotz seines Namens scheinbar wenig von Esoterik. Das ist für einen Philosophen schade, denn er entäußert sich damit der Möglichkeit, seine Lage als den Beginn von etwas Neuem aufzufassen, aus dem ihm Freiheit erwachsen kann, die viel mehr wert sein könnte, als aller materieller Besitz oder Erinnerungsstücke. Speziell an diesem Punkt, beim Jammern wegen verlorener Erinnerungsstücke, fehlt mir das Verständnis. Sollte man doch froh sein, von ihnen befreit zu sein. Freilich bedarf es vielleicht eines solchen Paares, um die Reederei letztlich das Fürchten zu lehren. Denn sie scheinen entschlossen zu sein, ihr Leben diesem Kampf zu widmen. Dass die Reederei und die Behörden durch Neptun in Haus acht vertreten sind, zeigt auf, wie hier der Betrug überhaupt Ursache einer Taktik der Verschleierung ist. Irgendwo versucht einer die Hand aufzuhalten und viel Geld von einer Versicherung zu kassieren. Uranus zeigt jedoch mit einem Sextil zu Jupiter an, dass die scheinbar Unbeweglichen sich werden bewegen müssen. Die Versicherung verspricht auch für die Familie Toth Geimer der Hebel zu werden, bei dem sie ansetzen können. Immerhin geht auch der Mond eine Konjunktion mit Uranus ein, der das Haus 8 regiert, also die Versicherung. Bleibt zu wünschen, dass die Toth Geimers ihren Hungerstreik rasch beenden und sich trotz des Kampfes gegen das betrügerische Monster, das die Reederei zu sein scheint, der Botschaft des Glücks im Unglück nicht gänzlich verschließen. Das Sextil von Uranus zu Jupiter, dem auch der Mond, also die Familie begegnen wird, deutet darauf hin, dass man sich irgendwie doch einigen wird. Wer mehr lesen will, suche unter dem ganz unten angegebenen Link in der Blogroll von La Palma Aktuell – Frische Nachrichten aus La Palma.

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Merkur in Zwillinge oder der doppelte Christoph

William-Adolphe Bouguereau („Charity“ – 1859)

Liebe Leser,

Nürnberg – 20:59, es gibt wegen des Wetters rein gar nichts auszusetzen. Jedenfalls hier nicht. Dafür ein anderes interessantes Thema: Namen und Magie. Folgendes hat sich zugetragen. Heute morgen rief eine Klientin an, die mit mir einen Termin ausmachen wollte, eben hatte sie ihre Geburtszeit gefunden. Ich kenne sie seit Jahren. Sie hat einen Sohn namens Christoph, der seit einiger Zeit bei seinem Vater lebt, der nun, obwohl er selbst nie einen Pfennig Unterhalt bezahlt hat, plötzlich, weil der Sohn bei ihm lebt, von ihr, der Mutter, Unterhalt verlangen kann, schlicht weil sie hat, was er nie hatte. Gut, wir machen also diesen Termin aus. Ich bin nachmittags unterwegs, um ein Fahrrad abzuholen, dass ich bei ebay für meinen Sohn erstand, und begegne, indem ich an der Merkur-Apotheke am Aufsessplatz vorbei radle einem alten Bekannten: Christoph, jedoch nicht dem Sohn meiner Klientin, sondern einem Musiker-Kollegen, mit dem ich vor Jahren einmal in einer Band gespielt habe. Ich radle also weiter, und treffe meinen jüngsten Sohn vor seiner Wohnung. Er hat natürlich schon vor Wochen und zum x-ten Mal seinen Haustürschlüssel verloren, Mama, Schwester, Bruder sind ausgeflogen, und er kommt nicht rein. Prima, denke ich mir, nehme ich den gleich mit zu mir. Er ist aber konkret pubertierend und es kostet Überredungskraft, ihn zu mir zu bringen, wo es frischen Apfelsaft, eventuell ein Mittagessen und unter Umständen ein Schach-Spiel gibt. Während wir also noch laufen, sehe ich plötzlich ein mir bekanntes Gesicht: „Kennen wir uns?“ Es ist Christoph, doch nun tatsächlich der Sohn meiner Klientin, mit der ich eben diesen Morgen telefoniert hatte, auf den Stufen einer Treppe sitzend, mit einem Freund, wo er den „Bund der Naturfreunde“ sucht. Hm … ? Christoph erkennt eher mich, als ich ihn; er hat sich sehr verändert, und zwar zu seinem Vorteil. Nun ist Nürnberg nicht klein genug, um alle Nasen lang den Kindern von Müttern zu begegnen, mit denen man am selben Morgen telefoniert hat. Was mir jedoch zu denken gibt, ist der doppelte Christoph. Dieses Rätsel – denn die beiden waren in der selben Straße – einer dritten Person vorgelegt, sagt ihr natürlich nichts, denn solche Koinzidenzen, obwohl sie jeder ständig erlebt, sind einem Dritten in ihrer Exklusivität nicht vermittelbar. Nun kommt aber zu all dem noch hinzu, dass ich mit einer lieben Klientin am Tag zuvor ein Gespräch hatte über vermehrt auftretende Dopplungen. Ihr sei, so berichtete sie, ihr Wagen zweimal an dem selben Teil kaputtgegangen, und auch sonst würden sich Dinge in zweifacher, gedoppelter Gestalt augenblicklich durchaus in ihr Leben drängen. Ich kann mir darauf durchaus einen Reim machen. In Bezug auf den doppelten Christoph ist es folgender: die Verbindung zu seiner Mutter am Morgen hat ein Feld ausgelöst, dass – wir könnten es nach Rupert Shelldrake morphogenetisches Feld nennen – die Energie „Christophs Mutter“ beinhaltet, zusammen mit der Vorstellung von familiärer Sorge und Freundschaft. Da dieses Feld stark ist (wir haben eine Subsistenz Beziehung, das heißt, ich ernte im Herbst bei ihr Mirabellen, sie bekommt dafür das Horoskop erklärt (Interessenten mit Obstbäumen bitte melden …!) fällt mein Freund Christoph, der Musiker, ebenso darunter, wie ihr Sohn, ebenfalls Christoph. Dem Vorgang kann also ein Hinweis auf die Funtionsweise der Sprach-Magie entnommen werden: es scheint weniger bedeutend zu sein, welcher Christoph in der Ansammlung dieser Buchstaben gefunden werden kann, sondern allein, dass es ein Christoph ist. Demnach hätte Platon recht, dass Namen eben mitnichten Schall und Rauch sind, sondern es eine höhere, wirklichkeitsgestaltende und lautempfängliche Ebene gibt, die auf bestimmte Lautfolgen in Kombination mit einer bestimmten emotionalen , authentischen Kraft auf eine kräftige, wirklichkeitsgestaltende Art reagiert. All dies sicherlich nicht zufällig, wenn Merkur in Zwillinge steht, mit einem Quadrat zu Uranus und einem Trigon zu Neptun. Und schließlich: auch unser gestriger Blick auf Jesus Christus gehört zu den potenzierenden Aspekten einer solchen Sicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Astrologie

Der Kaiser ist nackt, oder: Das Composit

Nürnberg, 12:20 – herrlich draußen. Bevor ich joggen gehe, hier ein paar Gedanken zu Composit-Horoskopen. Ein Composit ist ein Horoskop, in dem aus zwei (oder mehr) Geburtshoroskopen die genauen Zwischensummen der jeweils einzelnen Planetenpositionen berechnet werden, um dann ein drittes Horoskop zu erstellen. Nun könnte man einwenden: dies sei ja Unsinn, denn die so errechneten Planetenstände entsprächen ja keiner Wirklichkeit am Himmel. Das ist richtig. Doch Unsinn ist das nicht: im Gegenteil. Nichts zeigt das Wesen einer Partnerschaft besser und tiefer, als solch ein zusammengerechnetes Horoskop. Und dies gilt auch für Transite und damit bedingte Auslösungen. Wie kann das aber sein? Das kommt vom Wesen der Astrologie, die aus der Zahl geboren wurde, genauer: aus dem Rhythmus der Zahlen, der Verhältnismäßigkeit von Zahlen zueinander. Und diese ist nichts anderes, als die Verhältnismäßigkeit der ganzen Natur. Wenn wir dann einen winzigen Schritt weiter gehen, so begreifen wir schnell: es gibt in Wirklichkeit nur Verhältnismäßigkeiten. Ein Ding verhält sich zu einem anderen. Beide sind in Bewegung, stehen wieder in einem Verhältnis zu einem dritten. Dieses selbst ist wieder in Bewegung. Insofern ist unser Bewusstsein, selbst auch in Bewegung, der einzige annähernd feste Maßstab und der erste, denn von ihm sind alle anderen Methoden abgeleitet. Das Wort „ist“, ist eine Illusion, das Wort „wird“ die Wahrheit. Das läuft freilich auf eine universelle Paradoxie hinaus, mit der sich schon Heraklit und Parmenides auseinandergesetzt haben. Wo alles „wird“, sagt Parmenides, oder läßt er durch den Mund der Göttin (!) sagen, muß es ein einheitliches, unveränderliches Sein geben. Und Heraklit, auch ca. 500 bis 600 vor Christus, hält mit seinem panta rei, πάντα ῥεῖ, „Alles fließt“, dagegen. Der Geist selbst, der Logos, ein Wunder, offensichtliche Emanation Gottes. Und deshalb machen sich die Zweifler – in aller Vernunft – auf´s Ganze gerechnet, so lächerlich, wie die Möwe vielleicht sich lächerlich macht, die meint, die Welt dreht sich, weil sie mit dem Flügel schlägt, was ja noch nicht einmal falsch ist. Genau genommen gibt es also keine absoluten Zahlen im Sinne einer Realität, und alle Zahlen gehen aus der Einheit hervor, die die Eins ist. So praktisch Mathematik ist, sie muss sich philosophisch sagen lassen, dass sie nicht nur eine rein spekulative Wissenschaft ist, sondern gar keinen festen Grund haben kann. Dies war unseren Vorfahren noch selbstverständlich. Wenn man heute mit mathematischer Hilfe den Kern der Materie bloßstellen will, so ist es wenig verwunderlich, dass sich die Materie quantenphysikalisch als russische Puppe Babuschka entpuppt, als Tunnel, durch den am Ende der Heilige Geist winkt. Ich benutze die Mathematik ja selbst, doch es wird Zeit, ihr den aufgeplusterten Habitus der Weisheit zu nehmen, den sie sich mit String-Theorie und Weltallberechnungen der angeblich letzten Grenzen zuzulegen versucht: denn der Kaiser ist nackt. Für die Konvention der Rechnung, wie man sagen muß, hat man sich darauf geeinigt, Zahlen zu addieren und alles Mögliche mit ihnen anzustellen. Das ist schon ein magischer Trick, eine Transzendenz. Denn wie könnte man die Eins verdoppeln? Alle Harry Potters dieser Welt vermuten tiefen Zauber in Hoghwards, doch fällt keinem mehr auf, dass sie von Montag bis Freitag Zauberei im Mathe-Unterricht im G8 betreiben, wobei freilich größter Wert darauf gelegt wird, niemanden hinter den Sinn sehen zu lassen, den man selbst gar nicht kennt. Sokrates wusste, dass ein zu viel an Mathematik zur Verblödung führt und empfahl, sich zu beschränken auf das praktisch Brauchbare. Hier – wie überall – liegt der Urgrund des Irrtums, die Spaltung unseres Bewusstseins verborgen. Doch da wir dies nunmal tun, so sei es auch erlaubt, die Dinge zum Ursprung zurückzuführen. Das geht prächtig durch Astrologie, deren Wesen immer nur ein Vielfaches der Eins darstellt, und wo es darum bestellt ist, harmonische und weniger harmonische Gewohnheiten der Natur als Teilbarkeit und Verhältnismäßigkeit der Zahl Eins, der Grundeinheit zu sehen. Dies ist einerseits exakt, andererseits kommt es aber nur auf die Exaktheit des Drittels (Trigon), des Viertels (Quadrat), der Hälfte (Opposition), dem Sechstel (Sextil), usw. an.

Wer hätte sich noch nicht gewundert über Angleichungen sogar physiologischer, körperlicher Merkmale lange zusammenlebender Paare? „Was wir in Beziehungen wahrnehmen“, schreibt die geniale Liz Greene, „sind häufig nicht die einzelnen Persönlichkeiten, sondern die verschiedenen Dimensionen des Composits.“

Geschichte, Weltbild

Venus-Uranus-Vogel

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Foto Vazul Termin

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Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, Samstag den 22. März 2008 16:21 – immer noch kalt, aber nicht mehr so windig. Eine sehr große Hummel gesehen. Sucht schon in den allerersten Blüten nach Nektar. Wie kann sie fliegen, woher die Energie?

Tauben sind Venus-Uranus-Vögel. „Uranus vom Himmel und Venus von der Waage. Die Taube ist eine Begleiterin der Aphrodite und ein Bote des Himmels,“ sagt Wolfgang Döbereiner. Warum? Wer jemals wilde Tauben beobachtet hat, wird es wissen. Tauben können unglaublich gut fliegen. Sie sind intelligent und vorsichtig. Wilde Tauben lassen sich gern paarweise laut gurrend in Futterbäumen nieder, erfüllen die ganze Atmosphäre mit einer geheimnisvollen Ruhe und Harmonie, man hört aber ihre Flügel im Blattwerk, sie scheinen ungeschickt im Baum zu sein. Vorzugsweise wenn die Venus Abendstern ist und in der Waage steht. Dabei erfolgt ihr Auftauchen aus dem Himmel – durch die Wassermann Polarität – plötzlich und unangekündigt. So hüten sie das „Wesen des Seins“. Ornitologen wissen, Tauben sind verheiratet. Sie bleiben ihr Leben lang treu mit einem einzigen Partner verbunden, wie auch Papageien. Das Vogelhafte, führt Döbereiner aus, ist das Uranus-Wesen, weil der Wassermann als Zeichen der Polarität nur im fliegenden Zustand überwunden werden kann, als heiliger Geist. Wer kann in den oberen Abbildungen die Tauben erkennen? Als Waage-Venus ist Aphrodite die Tochter von Himmel und Meer. Sie ist die Luft-Venus und zeigt mit Uranus den Weg zur Erleuchtung als Symbol des heiligen Geistes. Muss es um die Ostertage herum betont werden, dass wir den heiligen Geist heuer dringend brauchen? Venus wird am 29. März auf Uranus in den Fischen treffen. Ein guter Zeitpunkt für Hu Jintao den Dalai Lama zu kontaktieren.

Doch nun zu den Abbildungen. Die erste ist ein Foto von meinem Sohn Vazul von zwei Stadt-Tauben auf dem Dach des K4, ehemals Autonomes Zentrum und Ort der spektakulären Einkesselung von jugendlichen Bausubstanz-Rettern, Helden des letzten Jahrhunderts. Das zweite zeigt den sogenannten „Stern der Ishtar“, die Abbildung ist sehr selten und ich habe sie von Edeltraut Lukas-Möller geliehen, einer sehr interessanten, aber auch kaum verständlichen Astrologin, die seit geraumer Zeit nicht mehr per mail zu erreichen ist. Wünschen wir ihr Gesundheit! Es ist eine der ältesten Horoskop-Abbildungen aus Babylon, ca. 6000 Jahre alt, doch beileibe nicht die älteste (für das komplette Bild draufklicken!). Viel älter sind noch die Bilder aus Hadschra Maktouba, wo der Tierkreis bereits mit zwölf Symbolen dargestellt wird, der noch um einige tausend Jahre älter ist. In diesem Stern der Ishtar erkennt man folgende Dinge: Die vier labyrintischen Kästen scheinen Zeichen-Symbole zu sein. Eindeutig erkennt man, auch in richtiger lokaler Zuordnung, Zwilling und Steinbock. Zwilling anhand der Doppelhaussymbolik und Steinbock auf der anderen Seite als Ziegenfisch (Schuppen) mit einer merkwürdingen Dopplung des Gehörns. Die beiden Haus-Tiere links und rechts gleichen sich, wobei an dem einen Gebilde die Welten-Schlange Tiamat ihrem Schwanzanfang hat. Sie ist die durch Marduk-Jupiter überwundene Urschöpfung, die bei den Maya Quetzalcoatl genannt wird. Das Hundewesen ist „Kingu“, dessen mythologische Beschreibung bestens zu Saturn passt, stürzt er doch mit Hilfe von Tiamat, seiner Mutter, den Vater. Allerdings gibt es Ninurtu im Babylonischen Planetengott Himmel, und dieser soll Saturn sein, insofern ist das eine Hypothese. Der eine rechte Labyrinth-Kasten hat einen großen Pfeil, der unserem Uranus-Symbol sehr ähnelt, und Tiamat-Schlange nimmt von dort ihren Anfang, so wäre es denkbar, dass dieser Kasten einen gemeinsamen in der Zeit gelegenen Ursprung kennzeichnet. Schließlich sieht man noch einen Skorpion und einen Truthahn, bzw. eine Ralle, flugunfähige Laufvögel von denen einige Arten bereits ausgestorben sind. Die drei Sterne in der Mitte sind: die siebentägige Woche, das viergeteilte Jahr und der Mondrhythmus, hier mit einem bestimmten sechs Tage Mond dargestellt ist, der auch auf der Himmelsscheibe von Nebra ein Fest datiert. Eindeutig ist da noch ein Mondknotensymbol zu erfassen und natürlich jene Taube auf einem Doppel-Stock. Sie stellt möglicherweise das Zeichen für Venus-Ishtar dar. Ein Bild weiter unten sieht man eine Aufnahme aus der Höhle von Lascaux bei Montingnac. Diese Zeichnung ist viel viel älter. Seht ihr die Taube auf dem Stab? Zusammen mit jenen merkwüdigen Goldhüten, die man überall in ganz Europa gefunden hat, stellen diese Taube-Standarten ein offensichtlich Kultur übergreifendes Symbol dar. Auf dem Felsbild (ca. 15 000 Jahre alt) hätten wir die Bedeutung des mit den Tier-Geistern fliegenden Schamanen. Mehr weiß ich im Moment noch nicht zu sagen. Doch die Taube in beiden Darstellungen als Signum des flugfähigen Geistes, das ist doch unglaublich in dieser Ähnlichkeit, schon allein der Anblick sensationell. Ich stelle mir vor, wie Papst Benedikt Hu Jintao und dem Dalai Lama* jeden Tag die Füsse wäscht bis zum 29. März, wenn Venus auf Uranus trifft und der heilige Geist über sie kommt. Dass es so kommt und die Welt sich durch den hellenischen Geist des olympischen Friedens findet, dafür wollen wir beten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

  • Hier habe ich mich sehr geirrt. Nach der Szene mit dem Jungen und die Aufforderung ’seiner Heiligkeit‘ „… now lick my tongue … “ mit der Stimme eines Dämonen aus der ‚alten Welt‘ – ist für mich eine Welt zusammengebrochen. (Nachtrag 28.02.2025 11:15)
Stundenastrologie

Der neue Job – Stundenhoroskop

Nürnberg, Montag den 10. März 2008 15:44 – warm und mild, die Leute sitzen bereits draußen. Sehr hell, aber blendend, weil Dunst in der Luft.

Hier nun das versprochene Beispiel aus der Stundenastrologischen Praxis; mit Einverständnis der Klientin übrigens, wegen der Privatsphäre. Katharina (Name geändert) ist eine Krebs-Sonne. Sie hat am nächsten Tag einen Telefontermin. Es geht um einen neuen Job. Ob es klappen wird? Das Stundenhoroskop zeigt für den 4. Feb. 2008 um 14:19 Krebs aufsteigend. Das harmoniert mit ihrer Sonne, so dass wir das Horoskop für gültig halten können. Der sogenannte Signifikant ist schnell gefunden. Normalerweise ist es der Mond und der Planet, der das aufsteigende Zeichen regiert. Da hier jedoch beides der Mond ist, gibt es nur einen Signifikanten. Der Mond steht in Konjunktion mit Venus und Jupiter am Deszendenten. Gemäß der Regel ist er hier stark, weil im Eckhaus, jedoch schwach, weil im „Fall“ im Steinbock, denn dieses Zeichen liegt dem Mond-Haus Krebs genau gegenüber. Was macht der Mond? Die Konjunktionen mit Jupiter und Venus werten ihn im Fall sehr auf, denn hier sind die beiden „guten“ Sterne beieinander. Jupiter ist außerdem Herr über Haus 6, dem Haus der Arbeit. Nach den klassischen Regeln trennt sich der Mond jedoch gerade von den Wohltätern, also sind sie, so meine ich, Vergangenheit. Negativ ist auch, dass der „Dispositor“, das ist der Herr über den Steinbock, in dem der Mond steht, ein „Übeltäter“ ist und rückläufig. Mein Urteil: ich sage, es wird morgen nicht gleich klappen, doch wegen der positiven Konjunktionen und den begleitenden Glücksplaneten Venus und Jupiter sage ich, sie wird einen neuen Job in absehbarer Zeit bekommen. Das „nicht gleich klappen“ begründe ich mit der Bremswirkung von Steinbock und Saturn. denn dieses Zeichen ist langsam. Was aber geschah wirklich? Am folgenden Tag wurde Katarina telefonisch zu einem Vorstellungsgespräch geladen. Es fand am 8. Feb. statt und am 15. Feb. hatte sie bereits ihre neue Arbeitsstelle. Wenn man nun das Horoskop nochmal genau anschaut, erkennt man, dass der Mond ein zunehmendes Sextil zum MC bildet, dem Berufshaus. Und auch der Wiederschein des Mondes zum Aszendenten, dem Symbol der Fragenden, ist günstiger, als ich dachte. Er hat gleichfalls ein zunehmendes Sextil zu Uranus, der ganz an der Spitze des Berufshauses steht. Dies war offensichtlich ausschlaggebend und entscheidend. Man lerne: Uranus zeigt den unbedingten Wechsel an, die neuen Planeten haben also Gültigkeit in der Stundenastrologie. Kleiner Wermutstropfen: der neue Job ist auf ein Jahr befristet und ist letztlich an die Unterstützung einer Behörde gebunden. Das passt zu Saturn und zur Rückläufigkeit. Dennoch ein gelungener Wiedereinstieg und ein interessantes Lehrstück für mich. Zweimal auf´s Bild klicken und vergrößern:

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Das Sonnen-Selbst

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Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, den 5. März 2008, 13:24 – sehr kalt (für die Jahreszeit :-) doch strahlend schön und optimistisch draußen. Mond besucht Chiron, Venus, Merkur und Neptun im Wassermann. Aufladung mit Liebe, Heilung, Wissen und Vision. Dann der Fische-Neumond. Vogelkonzert vor der Tür.

Wenn wir wissen wollen, was die Sonne im Horoskop eigentlich bedeutet, macht es Sinn, sich an das Selbstbewusstsein zu erinnern, das wir als Kinder im Alter von sieben oder acht Jahren hatten. Da gab es eine Zeit, da wussten wir schon sehr viel über die Welt. Die Zeit lag grenzenlos vor uns, wir kannten wenig Angst vor dem Tod. Eine innere Stimme, auf die wir uns verlassen konnten, sagte: „Ich bin ich“. Genau dies ist das Sonnen-Selbst. Natürlich kann nicht jede/r eine solche Stimme um dieses Alter herum so unbeschwert wahrnehmen. Doch scheint auf jeden Fall irgendwie das innere Gefühl für dieses Selbst davonzufliegen, als wär`s ein Schmetterling. So sind wir in der Regel ein Leben lang auf der Suche nach jenem unbeschwerten Zustand unseres Sonnen-Selbst. Und wir wissen: außer diesem lohnt sich nichts. Und gleichfalls gewiss ist, dass wir dem innerlichen Versprechen, dieses Gefühl wieder zu haben, nicht lange und nicht mutwillig untreu werden dürfen, ohne uns selbst zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Markus