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Die Hermeswaage

Liebe Leserinnen und Leser,
Es gibt keine gesetzlich formulierte Schweigepflicht für Astrologen. Das liegt daran, dass Astrologie gar keine gesetzlich anerkannte Wissenschaft ist, sonst wäre sie sicher, wie alles im Staate, auf bestimmte Weise geregelt und kontrolliert. Doch etwas kontrollieren, von dem man eigentlich meint, dies gäbe es nicht? Freilich kam auch solche Paradoxie schon vor: in den USA für Wilhelm Reichs Orgon-Energie, doch das ist ein anderes Thema. Obwohl es keine Schweigepflicht gibt, nehme ich das Schweigen dennoch als Pflicht, einfach, weil ich das für selbstverständlich halte. Da hilft es, wenn man zur Freundin eine Frau hat, die in der medizinalen Welt zuhause ist, nämlich Hebamme. Auch sie unterliegt der Schweigepflicht. Freilich gibt es Interessengebiete, die uns zusammenführen, und ohne private Geheimnisse preiszugeben, ist auf diesen Gebieten eine Zusammenarbeit fruchtbar. Wir tauschen nur Daten, keine Personalien. Es interessiert meine Freundin, wann genau die Fische zur Welt kommen oder die Zwillinge, ob wir eine Mond-Saturn Konjunktion haben, oder in welchem Mond ein Kind geboren ist. Mich hingegen interessiert seit gestern eine Sache, die in der Astrologie „Hermeswaage“ genannt wird. Da schreibt Claudius Ptolemäus, der ägyptische Urvater der westlichen Astrologie:
„Das Zeichen, in dem der Mond bei der Geburt sich befindet, mache es zum Aszendenten der Konzeption. Und das Zeichen, indem er sich bei der Konzeption befindet, oder das Gegenüberliegende, mache es zum Aszendenten der Geburt.“
Dies ist nun, trotz Schweigepflicht, der Vorteil einer Verbindung zwischen Hebamme und Astrologe. Die Hebamme kommt an Daten heran, die normalerweise schwer zu haben sind. Die genaue Konzeptionszeit. Das ist sehr intim, denn es geht um die Zeugung und die Empfängnis. So hatte ich die Möglichkeit, das oben zitierte Gesetz der „Hermeswaage“ gleich nachzuprüfen, und siehe da, es stimmt! Drei mal stand bei unseren Nachforschungen der Mond zur Konzeptionszeit genau in dem Zeichen, in dem zur Geburt der Aszendent aufstieg! Statistisch waren das 100%, denn wir haben nur drei genau nachprüfbare Beispiele vorliegen. Andere Autoren (Rafael Gil Brand „Lehrbuch der Klassischen Astrologie“) jedoch haben dies an viel mehr Beispielen ebenfalls bestätigt. Da kann man nun sich nur ehrfürchtig vor einem Geheimnis neigen, das den Weg beschreibt, den die Seele zurücklegt in den neun Monaten, den sie braucht, um sich vom Mond und der jenseitigen Welt zu lösen, und Platz zu finden in einem neuen Körper.
Und gleichfalls wirft dies ein Licht wiederum auf die tiefen Zusammenhänge, aus denen die Astrologie sich das Muster ihrer Regeln entworfen hat: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen läßt.“ (Shakespeare)
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Weltbild

Sonnenaufgang

NBG 15.02.08 10:52

Am meisten erfahren wir über die Gegenwart, zumindest solange wir des Lesens in den Annalen der „geistigen Welt“ unkundig sind, aus den Schriften der Vergangenheit. Da gibt es den griechischen Historiker Herodot, von dem heutige, die es besser wissen, meinen, er sei ein Märchenonkel. Er hat Ägypten bereist und davon berichtet, als es noch Pharaonen gab.

In einem mehr als lesenswerten Textabschnitt (Buch II 140 ff) über die Geschichte der Menschen und Götter findet sich folgender Satz:

„In einem Zeitraum von elftausenddreihundertvierzig Jahren haben nur menschliche Könige, nicht Götter in Menschengestalt, in Ägypten geherrscht. Ja auch bei den vor und nach diesem Zeitraum lebenden Königen sei es nicht anders, meinten sie.

Während dieser Zeit sei die Sonne viermal an ihrem gewohnten Ort aufgegangen. Wo sie jetzt untergeht, dort sei sie zweimal aufgegangen, und wo sie jetzt aufgeht, sei sie zweimal untergegangen.

In Ägypten hätte sich dadurch nichts verändert,“ so der Bericht der Hephaistos-Priester , „weder in Bezug auf die Pflanzenwelt noch in Bezug auf die Tätigkeit des Flusses, weder in Bezug auf die Krankheiten noch in Bezug auf den Tod der Menschen.“

Und weiter: „Vor diesen Menschen allerdings hätten Götter über Ägypten geherrscht, die zusammen mit den Menschen gelebt; und einer von ihnen sei immer der Mächtigste gewesen.“

Wenn wir uns den Satz über Sonnenuntergang und Aufgang anschauen, entdecken wir schnell den Übersetzungsfehler: „Während dieser Zeit sei die Sonne viermal an einem ungewohnten Ort aufgegangen,“ muß es wohl logischerweise heißen.

Hier liegt einer jener Verdrehungen vor, derer sich auch in der Bibel etliche finden, nach dem Motto: „Denn die Menschen schreiben um so besser ab, je weniger sie verstehen, was sie abschreiben. Sie verderben es dann nicht durch ihre eigene Weisheit.“ (R. Steiner in „Wie verhält sich die Theosophie zur Astrologie?“)

Die Übersetzer haben es schlichtweg für unmöglich gehalten, die Sonne könnte folgenlos mehrmals an einem anderen Ort aufgehen. In Wahrheit haben wir hier die einzig bekannte Aufzeichnung eines weiteren, bisher unbekannten rhythmischen Weltgeschehens vor uns. Neben der Drehung der Erde um die Sonne, um sich selbst und in sich selbst (Kreiseln der Erdachse) und dem Umrunden des Mondes gibt es – dieser Aufzeichnung zufolge – auch eine Bewegung, wonach, wie bei einem Kreisel, eine plötzliche Umkehrung der Achse vorkommt. Die ägyptischen Priester haben es zweimal aufgezeichnet, und es scheint nichts zu sein, wovor wir Angst haben müßten.

Dennoch eine signifikante Veränderung allen Bewußtseins, nicht wahr?