Freiheit

Schütze Mond, Uranus rückläufig im Stier – die Wassermann-Energie dazu

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir wissen wollen, was auf uns zukommt, wenn bestimmte Planeten Zeichen wechseln, ist es hilfreich, sich die Persönlichkeiten anzuschauen, die mit einem Planten in jeweils diesem Zeichen geboren wurden. Sie tragen die Kraft dieses Planeten im jeweiligen Zeichen mit sich und – so Gott will – haben die Möglichkeit zu seiner Verwirklichung. Wir sprechen also hier über 2 Ebenen: die erste Ebene ist diejenige, die sich direkt äußert. Bestes aktuelles Beispiel ist die rückläufige Venus in Skorpion (Geld der anderen, Haus 8) und der (kleine) Crash der Aktien: wurde so vorausgesagt, ist so passiert, setzt sich um. Dann aber gibt es eine weitere Wirkung, die erst viel später von den Persönlichkeiten umgesetzt wird, die selbige Signatur im Geburtsbild tragen. Die Beobachtung legt nahe, dass dies insbesondere für die Langsamläufer zutrifft, also Chiron, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.

In diesem Sinn ist es äußerst interessant, was die 1989er Generation in der Mauerbrecherwirkung mit ihrer Konjunktion Saturn/Uranus/Neptun (Venus) in Steinbock anfangen wird? Wenn es jemandem gelingt, aus dieser Generation „Luft zu schnappen“, dann sind es die geborenen Shiva-Leute, die bekanntlich mit dem aktuellen Saturn-Transit durch den Steinbock gerade in unseren Tagen astrologisch gesehen erwachsen werden.

Viele unserer Kollegen haben für Uranus im Stier eine Revolution der Sicht auf die materielle Welt vorausgesagt. Und wenn man sich das Horoskop des genialen Friedrich von Schelling anschaut, könnten sie damit richtig liegen:

Schellings philosophisches System des transzendentalen Idealismus harrt immer noch darauf, geistig aufgenommen, verstanden und in die Realität umgesetzt zu werden. Wer glaubt, die Philosophie von 1800 wäre bereits verstanden, überholt oder umgesetzt, hat den struggle der Zeiten nicht begriffen. Man kann mit Fug & Recht behaupten, dass die ganze Weltentwicklung seit der Philosophie (und der Musik!) des deutschen Idealismus ein Aufbäumen der „Widersacherkräfte“ gegen das „unerschütterliche Herz der Wahrheit“ ist/war – die aber nur im Dornröschenschlaf liegt und auf eine blitzwache Generation wartet, um für die menschliche Freiheit triumphal zur Oberfläche des allgemeinen Bewusstseins vorzudringen. Gerade das Sackgassenhafte, das Müde, das Ausgelaugte unserer Gegenwart kündigt einen neuen Morgen an.

Die Müdigkeit der letzten Befreiungsgeneration auf der Welt und ihrer Nachfolger/zügler hat zum Großteil damit zu tun, dass die hervorragendsten Individuen als Prozess der Bewusstwerdung kollektiv verstanden haben, dass dem Drang zum Guten, Wahren & Schönen – je stärker es zutage tritt – unweigerlich eine Vernichtungswelle folgt, die versucht, die Freiheit mit Stumpf und Stil auszurotten. Davon handelt dieses Lied:

 

Bob Marley war, wie Schelling, Wassermann (Freiheit, Gesellschaft, Freundschaft), wo aktuell Mars, Südknoten (Ketu) und Lilith wandern. Aber die innere Emigration der FreiheitskämpferInnen, die von einem scheinbar ewigen Widerspruch bedrückt werden, den Goethe im Faust so ausdrückt:

„Und freilich ist nicht viel damit getan.
Was sich dem Nichts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plumpe Welt
So viel als ich schon unternommen
Ich wußte nicht ihr beizukommen
Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand –
Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!
Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
Wie viele hab ich schon begraben!
Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
So geht es fort, man möchte rasend werden!
Der Luft, dem Wasser wie der Erden
Entwinden tausend Keime sich,
Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
Ich hätte nichts Aparts für mich.“

… haben für diese Fatalität noch keine Lösung gefunden. Die Klügsten der 1968 – so sie nicht tot sind und aus dem Himmel wirken – haben sich für´s Tao entschieden: „Wer sich einmischt, ist der Welt nicht gewachsen.“ Unvernünftige Christen unter diesen oder anderen Generationen hingegen hegen den begründeten Verdacht, dass letztlich das Gute siegen wird. Und das muss stark sein, unserer Tage, sonst würde das Böse sich nicht dermaßen ins Geschirr legen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Poetry, Weltbild

Mond im Krebs im Quadrat zu Merkur/Uranus im Widder

Foto: Pranav Bhavsar

Liebe Leserinnen und Leser,

Merkur hat gerade in den Widder gewechselt, Mond im Krebs macht dazu (und deshalb auch zu Uranus im Widder) ein Quadrat. Dabei schiebt sich Mars rückläufig in die Opposition zur Sonne in den Fischen. Ich bin also befangen und nicht objektiv!

Merkur hat in den Fischen nun abgeschlossen und aufgelöst, gewünscht und fantasiert – jetzt geht es zur inspirierten neuen Tat im Widder mit Sinn und Verstand – heute vor allem am Nachmittag aber mit dem Mond-Quadrat zu Merkur/Uranus ist die Seele (und das Volk, mit dem sie verbunden ist) irritiert.

Die Schafe mögen nicht ablassen, den Wulff zu jagen – ist ja auch ein richtig gefährliches Tier – was braucht es denn, um den Medien-Hyänen neues Futter zu geben? Ein Erdbeben, einen Vulkanausbruch, eine Großbank-Pleite oder gar einen richtigen Krieg?

Kaum zu ertragen sind die Radio- und FernsehsprecherInnen (die ich selten zufällig mitbekomme): fällt noch jemandem auf, daß sie allein schon durch ihre Intonation der ironisch pseudo-distanzierten Stimmchen ihre eigene (oder besser: vorgespielt eigene) Meinung so wenig neutral aus den Nachrichten halten, wie nur irgendein Sprecher der „Deutschen Wochenschau“ zwischen `39 und `44? Ich glaube und hoffe: ja – einer aus Scham schweigenden Mehrheit fällt das auf. Sie spiegeln peinlichst die Grundhaltung der bewegten Bürger zur Sinnfrage im Allgemeinen – und es scheint jeden Tag gleich: „Wir wissenden, sauberen Demokraten können uns nur machtlos über den Unbill der Welt wundern und ironisch abgrenzen“ – in jedem Fall sind die anderen gemeint – der Rest geht in der talkshow unter … Und dafür wollen sie ab 2013 die Zwangsabgabe für jeden Haushalt? Ich sags mal deutlich: das ist dem Faschismus ziemlich nahe.

Obere Skulpur von Shiva hat da fast etwas Beruhigendes. Shiva trägt Neptuns Symbol – und ist wegen seiner exakten Bahnresonanz in celestischer Harmonie (2/3) – nicht ohne Pluto (der eigentlich kein „Zwergplanet“, sondern mit Charon ein Doppelplantensystem ist) denkbar. Andererseits passt auch Jupiter und Mars zu ihm – der Zerstörer erfüllt – und Shiva ist kämpferisch …

Viele glauben, die indische Astrologie – Jyotish – wäre, wie es unseren märchenhaften Erwartungen entspricht – alt, wie die Veden. Sie ist aber eine halb stehengebliebene, halb entwickelte Ableitung aus der hellenischen Astrologie, die Alexander nach Indien brachte: unsere ist die ursprünglichere und echte.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus