Europa

Jupiters Stillstand

Bild Nasa ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Jupiter steht seit gestern still und wird am 10. August wieder direktläufig sein. Er ist eines der großen Schwungräder im Kosmos: der „Atmungsprozess“ des Kosmos – in Bezug auf unseren Standpunkt (wir haben keinen anderen) – ist ein Entfalten und Verhalten – was Jupiter direktläufig vorantreibt, das überdenkt und verarbeitet diese Energie auch wieder – vergleichbar mit einem Teig, der reifen, arbeiten muss. Offenbares Beispiel ist die Brexit-Entscheidung auf EU-Ebene (die EU ist mit ihrem 12-Stern in der Flagge ohnehin astrologisch fundiert) – die Entscheidung bis Oktober „arbeiten“ zu lassen.

Jupiter läuft im Zeichen Schütze und ist dort äußerst stark. Jupiter hat ein Dauerquadrat zu Neptun im Zeichen Fische 2019 (Fische sind Jupiters Terrain auch) und ist dort ebenfalls äußerst stark. Neptun wird von Saturn im Steinbock unterstützt durch den Sextilaspekt – und Saturn im Steinbock ist dort zuhause: also auch äußerst stark. Schütze steht für: Weisheit, Reisen, Bildung, Optimismus – Schütze Geborene neigen zu Extremen (sehr dick, sehr dünn, sehr groß, sehr heldenhaft, sehr kämpferisch, sehr alt, sehr jung versterbend, etc.) – wenn Neptun durch Saturn unterstützt wird, lassen sich Visionen (Neptun) verwirklichen (Saturn) – Jupiters Quadrat dazu nenne ich mal „Weisheitsschmiede“ – alle zusammen sind die herausfordernde Jahresfigur (Pluto im Steinbock „kommt erschwerend hinzu“, wie Wolfgang Döbereiner zu sagen pflegte) – mit der wir es auch auf der persönlichen Ebene zu tun haben, jede/r nach dem Horoskop der Geburt.

Weil ich selbst das sogenannte „Eichhoroskop“* habe, läuft Jupiter bei mir da, wo er hingehört: im 9. Haus. Als Astrologe habe ich mich schon lange auf Jupiters Lauf dort eingestellt – ich kann also Ausland, Publikation, Weisheit im struggle mit Neptun dort entwickeln. Was aus dieser Werkstatt herauskommt, dürfe von der Stärke der Planeten getragen sein: es lohnt sich also für Sie, den Astrologen anzurufen und mal zu fragen, um welchen Lebensbereich es bei Ihnen genau geht. Sie erreichen mich – um ein Gespräch zu verabreden – unter 0049 15226675327 – die richtige Beratung sollte dann am Besten über Skype erfolgen: da können wir uns sehen (und es schont das Gehör).

Mit freundlichen Jupiter-Grüßen,

Markus

*“Eichhoroskop“ – weil Widder bei mir Haus 1 ist.

 

 

Freiheit

Schütze Mond, Uranus rückläufig im Stier – die Wassermann-Energie dazu

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir wissen wollen, was auf uns zukommt, wenn bestimmte Planeten Zeichen wechseln, ist es hilfreich, sich die Persönlichkeiten anzuschauen, die mit einem Planten in jeweils diesem Zeichen geboren wurden. Sie tragen die Kraft dieses Planeten im jeweiligen Zeichen mit sich und – so Gott will – haben die Möglichkeit zu seiner Verwirklichung. Wir sprechen also hier über 2 Ebenen: die erste Ebene ist diejenige, die sich direkt äußert. Bestes aktuelles Beispiel ist die rückläufige Venus in Skorpion (Geld der anderen, Haus 8) und der (kleine) Crash der Aktien: wurde so vorausgesagt, ist so passiert, setzt sich um. Dann aber gibt es eine weitere Wirkung, die erst viel später von den Persönlichkeiten umgesetzt wird, die selbige Signatur im Geburtsbild tragen. Die Beobachtung legt nahe, dass dies insbesondere für die Langsamläufer zutrifft, also Chiron, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.

In diesem Sinn ist es äußerst interessant, was die 1989er Generation in der Mauerbrecherwirkung mit ihrer Konjunktion Saturn/Uranus/Neptun (Venus) in Steinbock anfangen wird? Wenn es jemandem gelingt, aus dieser Generation „Luft zu schnappen“, dann sind es die geborenen Shiva-Leute, die bekanntlich mit dem aktuellen Saturn-Transit durch den Steinbock gerade in unseren Tagen astrologisch gesehen erwachsen werden.

Viele unserer Kollegen haben für Uranus im Stier eine Revolution der Sicht auf die materielle Welt vorausgesagt. Und wenn man sich das Horoskop des genialen Friedrich von Schelling anschaut, könnten sie damit richtig liegen:

Schellings philosophisches System des transzendentalen Idealismus harrt immer noch darauf, geistig aufgenommen, verstanden und in die Realität umgesetzt zu werden. Wer glaubt, die Philosophie von 1800 wäre bereits verstanden, überholt oder umgesetzt, hat den struggle der Zeiten nicht begriffen. Man kann mit Fug & Recht behaupten, dass die ganze Weltentwicklung seit der Philosophie (und der Musik!) des deutschen Idealismus ein Aufbäumen der „Widersacherkräfte“ gegen das „unerschütterliche Herz der Wahrheit“ ist/war – die aber nur im Dornröschenschlaf liegt und auf eine blitzwache Generation wartet, um für die menschliche Freiheit triumphal zur Oberfläche des allgemeinen Bewusstseins vorzudringen. Gerade das Sackgassenhafte, das Müde, das Ausgelaugte unserer Gegenwart kündigt einen neuen Morgen an.

Die Müdigkeit der letzten Befreiungsgeneration auf der Welt und ihrer Nachfolger/zügler hat zum Großteil damit zu tun, dass die hervorragendsten Individuen als Prozess der Bewusstwerdung kollektiv verstanden haben, dass dem Drang zum Guten, Wahren & Schönen – je stärker es zutage tritt – unweigerlich eine Vernichtungswelle folgt, die versucht, die Freiheit mit Stumpf und Stil auszurotten. Davon handelt dieses Lied:

 

Bob Marley war, wie Schelling, Wassermann (Freiheit, Gesellschaft, Freundschaft), wo aktuell Mars, Südknoten (Ketu) und Lilith wandern. Aber die innere Emigration der FreiheitskämpferInnen, die von einem scheinbar ewigen Widerspruch bedrückt werden, den Goethe im Faust so ausdrückt:

„Und freilich ist nicht viel damit getan.
Was sich dem Nichts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plumpe Welt
So viel als ich schon unternommen
Ich wußte nicht ihr beizukommen
Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand –
Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!
Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
Wie viele hab ich schon begraben!
Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
So geht es fort, man möchte rasend werden!
Der Luft, dem Wasser wie der Erden
Entwinden tausend Keime sich,
Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
Ich hätte nichts Aparts für mich.“

… haben für diese Fatalität noch keine Lösung gefunden. Die Klügsten der 1968 – so sie nicht tot sind und aus dem Himmel wirken – haben sich für´s Tao entschieden: „Wer sich einmischt, ist der Welt nicht gewachsen.“ Unvernünftige Christen unter diesen oder anderen Generationen hingegen hegen den begründeten Verdacht, dass letztlich das Gute siegen wird. Und das muss stark sein, unserer Tage, sonst würde das Böse sich nicht dermaßen ins Geschirr legen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus