Ereignis, Fotos, Weltbild

Deepwater Horizon

Liebe Leserinnen und Leser,

hier sehen Sie drei absolut bemerkenswerte Horoskope. Im ersten unteren Bild finden Sie im Innenkreis das Gründungshoroskop der BP, im Außenkreis die Explosion von Deepwater Horizon. Konzentrieren wir uns mal nur auf den Chiron, den ich auch mit der Aspektscheibe eingestellt habe etwa bei „17:00 Uhr Nachmittags“. Wie Sie sehen, haben wir die Chiron-Neptun Konjunktion der laufenden Planeten über dem Punkt, an welchem Chiron stand, als BP gegründet wurde. Und dies bei einem Zyklus von ca. 50 Jahren!

Innen BP 14.04.1909 12:00, Westminster UK, außen Explosion Deepwater Horizon

Doch nun geht es weiter: hier explodiert das Ding, Chiron hat soeben in die Fische gewechselt, das Wasserelement, der Lehrer verletzt die Umwelt. Chiron steht auf 02.09º Fische. Einige meiner bisherigen Posts zu dem Thema:

Der rote Faden « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Chiron in die Fische « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Öl-drill « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Foto Termin ©

Deepwater H. Exlosion 20.o4.2010 23:27 EDT Tiber Oil Field

Und nun das dritte Bild: galt es am Sonntag noch als ungewiss, ob nicht an anderer Stelle Öl austrete und daher das Bohrloch bereits beschädigt war, wurde morgens um 08:00 am Montag, als Chiron genau über die 02.09º Fische retrograd wanderte, veröffentlicht, daß die Quelle einstweilen doch dicht sei.

Was bedeutet das? Chiron führt ohne Umwege des Thema „Synchronizität“ im globalen Massstab vor. Erst 1977 entdeckt, korrespondiert er in seiner morphischen Resonanz genauer mit seinen Aspekten, als uns vielleicht lieb ist. Die Bedeutung ist vor allem: „Seht her, der Rhythmus dieses Weltenkörpers wird uns tatsächlich zum Weisheitslehrer“: durch das Erkennen der Verletzlichkeit der Erde in den Wandel einer neuen Zeit.

Und es ist nicht sicher, ob diese Wunde bereits geheilt ist. Denn Chiron geht ja nach einer Schleife bald wieder in die Fische.  Hat das Thema „dauerhafte Verletzung“, bestenfalls wunderbare Heilung. Neuerlicher Eintritt in die Fische: 09.02.2011 09:39 MEZ. Der Präsident hat sich nach anfänglichem Zögern zu einem Moratorium, einem Bohr-Stop entschlossen und die Beschränktheit seiner Macht offenbart uns ein Gericht, welches das Moratorium aufheben konnte.

Dennoch handelt er jetzt mit Weitsicht. Sollte es wirklich gelungen sein, dieses Loch ganz zu stopfen – mehrere tausend zurückgelassene Bohrlöcher im Golf könnten einmal lecken und tun es eventuell schon: ein business as usual wird es dort lange nicht geben, vor allem, weil das Öl unter der Meeresoberfläche – auch das Schiff „A Whale“ war, wir erinnern uns, vor wenigen Tagen gescheitert an dieser Herkules-Aufgabe – sehr lange Zeit brauchen wird, bis es doch an den Stränden ankommt und daher der Skandal sich zeitlich zieht und Kraft haben wird.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Ölquelle einstweilen geschlossen: 19.07.2010 08:04 Tiber Oil Field, USA

Fotos, Mundan, Weltbild

Save the Wales!

Liebe Leserinnen und Leser,

ein weiterer Ausdruck der Chiron, Lilith und Neptun Konjunktion im Wassermann-Fische Raum ist, sind diese unsäglichen Verhandlungen wegen Japan, Island und Norwegen, die das einfach wichtig finden, Wale zu töten. Sie brauchen das, es gehört zu ihrer Tradition. Wir brauchen als Autorität im Kampf gegen diese Taten den Abschied von der Massentierhaltung – mindestens – und zwar massenhaft, um in der Selbstüberwindung auch von anderen Bewußtsein fordern zu können. Das wirklich schwierig zu Ertragende ist die Gleichzeitigkeit der Ereignisse: Verhandlungen über Walfisch-Fangquoten und die lecke Quelle im Mexicanischen Ozean, die sich anschickt in die ganze Welt hinauszuströmen …

Wenn wir jedoch durch die Strassen laufen, dann sind wir Öl-Verbrennungsprodukten ausgeliefert, die sind zwar nicht im Wasser, aber sie gelangen so massiv in die Luft, dass sich Europa genötigt sah, bestimmte „Feinstaubbelastungsgrenzen“ von Metropolen zu fordern, die den Status Quo festlegen. Dort quillt das Öl legal auf der anderen, der Luft-Seite hervor. Und wird abgerieben auf dem Asphalt dieser Welt milliardenhaft zu Reifen.

Mit freundlichen Grüßen

Fotos Termin ©

Weltbild

Der rote Faden

Liebe Leserinnen und Leser,

der sprichwörtliche rote Faden aus dem Labyrinth, ich hab ihn gerade auf der Strasse gefunden, jemand hatte ihn verloren. Wer denn? Die Naturwissenschaftler vielleicht? Auffallend still sind sie angesichts der Öl-Katastrophe im Golf von Mexico, ich hab mal bei den science-blogs rumgeschaut und nichts gefunden. Und die Leitung sprudelt und sprudelt. Zur Beruhigung hat man sich ein date gesetzt: “ … könnte bis August dauern“, hört man. Und BP verspricht 20 Milliarden für das cleaning-up der Folgeschäden. Dabei wird offensichtlich verdrängt, daß man gar nicht weiß, ob diese Ölquelle nicht weiter und weiter blubbert.

Da der Unfall so exakt mit Chirons Eintritt in die Fische datiert ist, wäre es logisch, bei seinem neuerlichen rückläufigen Übertritt in den Wassermann Hoffnung zu schöpfen, denn daß dieses Öl sprudelt, solange Chiron in den Fischen ist, wollen wir nicht hoffen und auch nicht vorhersagen: es wäre für die Weltwirtschaft das Ende und das Ende der Zivilisation, as we know her, so far …

20.07.2010 11:41, NBG

Hier unten sehen wir eine Renaissance-Darstellung von Bambini, wie die gute Ariadne Θησεύς den berühmten Faden reicht. Theseus ist ja ein großer Kentauren-Killer, Chiron ist ein Kentaur, insofern passt die Suche nach dem roten Faden … Außerdem soll er von Poseidon/Neptun abstammen, also genau der Superheld, den wir in 1500 Metern Tiefe brauchen. Ist es nicht bemerkenswert: wir geben überflüssige Unsummen für die Erforschung extrasolarer Planeten aus, sind aber weder technisch noch naturwissenschaftlich (altes Ehepaar) in der Lage, ein 50cm Ø Rohr am Meeresboden zu stopfen.

Was mir jedoch dieser Tage wirklich auffällt, das ist, wie all diejenigen, deren Gesinnungswandel im Grunde in der Luft liegt, wie der Geruch von Rohöl an der Küste von Luisiana, sich naturgemäß weigern, ihn zu vollziehen. Die Linken können Gauck (Wassermann, übrigens) nicht wählen, die FDP kann sich nicht vom Neoliberalismus lösen, die Naturwissenschaftlicher nicht von Ihren Vorurteilen und der Dunklen Materie, die Esoteriker nicht von ihrer nebulösen geistigen Sparflamme (Engelskontakte, Channeling), die Banker nicht von ihren Boni, die Bauern nicht vom Pflug, die Gentechniker nicht vom Glauben an ihren Pseudo-Fortschritt, Mixa nicht von seinem Bischofsring, Hollywood nicht von seinem Bombastik-Mist ohne Geist (Lady-Gaga, übrigens Widder), die Werbebranche ganz allgemein nicht von ihrer Morbidität, der Dandy nicht von seinem Dünkel und der Prolo nicht von seiner Schlamperei, die Israelis nicht von ihrer Strategie, die Palästinenser nicht von ihrer ansteckenden Dummheit, die Schöngeister nicht von ihrer flötenden Schuhmann-Gestrigkeit, die death-metal-fans nicht von ihrem tätowierten Diabolismus und die Afrikaner nicht von ihren rücksichtslosen Vuvuzelas, die zu all dem einen unheimlichen Sound verbreiten …

Und hier nun die Möglichkeit, den roten Faden zu ergreifen, um einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden: was uns am meisten widerstrebt, was uns als größtes persönliches Recht erscheint, das ist genau das, was unsere Seele sich selbst ausgesucht hat, es vor uns hinzustellen und durch eine innere Wandlung in uns selbst zu überwinden: denn eben dies haben wir dermaleinst selbst für uns so angelegt.

Soweit, so gut: doch was wenige wissen, denn es ist den Fischen in die Wiege gelegt: mit dieser inneren Wandlung wandelt sich auch das Äußere, vorher nicht.

Daher, die Menschheit muß sich wandeln, um dieses Loch im Golf von Mexico zu schließen, je eher, desto besser. Und die Menschheit sind nicht die anderen.

Also, um mit dem Sprüchlein eines Mineralöl-Riesen zu sprechen: „Es gibt viel zu tun. Packen wir´s an!“

γνῶθι σεαυτόν – erkenne Dich selbst: wisse von Dir selbst, ist der rote Faden, den auch nur Du selbst greifen kannst. Freilich wirst Du ihn nicht finden, wenn Du glaubst, Dein Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Dein „Selbst“ ist etwas anderes, dieses gilt es zu erkennen; daran gemessen, ist alles Äußere „Gleichnis“.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Geschichte, Mundan, Weltbild

Jupiter-Saturn Opposition

Foto: Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

zwischen Gesetz und Kraft, Zusammenziehung und Ausdehnung, Saturn und Jupiter haben wir heute eine genaue Opposition. „Entfaltung und Tragweite schöpferischer Lebensleistung in Vergleich gesetzt zu ihrer Tiefe, dem Gehalt an umgesetzter Wirklichkeitserfahrung: damit ist das Verhältnis dieser beiden Kräfte genannt“, schreibt Thomas Ring. Dazu kommt, daß der eine, Jupiter, mit Uranus nach Freiheit strebt, so daß sich Saturn ganz schön in die Riemen legen muß, um diese power abzubremsen.  Findet dieses Bild auch in den Finanzmärkten, deren eigentliches Problem es ist, vor Kraft zu bersten, während mühsam das Gesetz dagegen zu halten versucht. Es ist die erste von vier Saturn-Jupiter Oppositionen, die zweite, dann zwischen Widder und Waage, ist am 23.03.2011, im Sommer die nächste.  „Es sind“, schreibt Thomas Ring in einer Sprache weiter, die wir heute nicht mehr sprechen, „sozusagen die stärksten Figuren im Schachspiel.“

Dem Wetter nach ist es, als hätte ein Condor seine schützenden Flügel über das ganze Land ausgebreitet. Sicherlich einer der angenehmsten Tage des Jahres: nicht zu kalt, nicht zu warm, die Natur frisch. Pfingsten gar, endlich ein Wetter!

Oberes Bild ist übrigens eines mitten aus der Stadt. Wenig ist dieser Zauber Nürnbergs bekannt; und das ist auch gut so, vielleicht.

Wir erinnern uns: am 20. stand der Mond am erdnächsten Punkt. Folgen wir der Wetterforschung von Ken Ring!

Und was hat es mit die Kunstdiebstählen auf sich? Alles nur Sonne im Zwilling und Hermes in der Herde seines Bruders? Die Nofretete ist natürlich auch ein Kunstraub, was sonst? Als sie entdeckt wurde, 1912/13 hatten wir Chiron auch in den Fischen.

Warum braucht Berlin die Büste? Das Symbol der weißen Göttin? Weithin unbekannt ist auch, daß aus Nord-Deutschland die ältesten Nachweise pharaonischer „Beschneidung“ stammen: aus der Bronzezeit. Wir hängen tiefer mit drin, als wir uns gemeinhin vorstellen!

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

23.05.2010 07:34 NBG, Saturn Opposition Jupiter

Ereignis, Mundan, Personen

Polen und Lech Kaczyński astrologisch

Liebe Leserinnen und Leser,

was bei diesem Absturz uns alle, glaube ich, mehr anrührt, denn sonst, ist die eigentümliche und gar nicht anders, denn schicksalhaft zu nennende Verbindung zwischen diesem Ereignis und dem Massaker von Katyn, dem historischen Anlass der aktuellen Bewegungen. Man muß sich vorstellen, daß noch 1943, als die Deutschen Soldaten die ersten Spuren dieses Massakers in der damaligen Sowjetunion entdeckten, man von Deutscher Seite aus eine internationale Untersuchungskommission in die Wälder schickte, also während des Krieges und während man zeitgleich selbst Millionen von Menschen in den KZ-Lagern ermordete. Und nun wurde durch diesen Absturz die perverse Tragik dieser Vergangenheit sehr direkt mit unserer Gegenwart verknüpft. Es stockt einem der Atem.

Warum die Maschine abstürzte, anstatt einen sicheren Flughafen anzusteuern, das läßt sich zum Teil wohl durch die cholerische Natur des Präsidenten selbst erklären:

„Im August 2008 wurde ein Pilot dieses Flugzeuges bestraft, da er aufgrund akuter Gefahrenlage statt in Tibilsi im 350 km enfernten Gäncä (Aserbaidschan) landete. Kaczyński warf ihm Befehlsverweigerung vor“

Quelle: Flugzeugabsturz bei Smolensk – Wikipedia

Natürlich ist damit nichts gesagt. Und den Unfall-Opfern keine Trauer erwiesen. Ein gut-Teil meiner Vorfahren kommt selbst aus Polen, und so nehme ich mir das Recht, hier gar nicht von außen die Dinge zu betrachten. Wie auch immer der Präsident sich als Befürworter der Todesstrafe, als Diskreminierer von Homosexuellen und damit ewig-Gestriger geoutet hat, vielleicht gelingt es, ihn als Kind in Erinnerung zu behalten. Daher habe ich unteres Bild eingefügt. sevdeczne pozalowanie. Er ist nicht allein gestorben; trotzdem ist für die Astrologie das Staatsoberhaupt die entscheidende Person in einem solchen Fall.

In aller Kürze hier die Stichworte zu den einzelnen Horoskop-Bildern: im ersten finden wir Chiron-Neptun in Opposition zu Saturn und Trigon zum Radix-Uranus, ausgelöst durch den Mond, im Flug-Reisehaus des Präsidenten (Haus 9). Pluto steht Spitze Haus 8. Mehr braucht man Astrologen nicht zu sagen, ein Laie wird´s nicht verstehen.

Stellt sich, wie immer, die Frage nach dem Schicksal. Weil sie eben hier sehr deutlich auf der Hand liegt. Ich höre schon die Proteste derjenigen, die, atheistisch, selbst an gar nichts glauben, aber sich berufen fühlen, Pietät einzufordern, als hätte ein Astrologe die Maschine gesteuert. Mußte es so kommen? Gibt es in diesen Dingen eine Unentrinnbarkeit? Jaroslaw, der Bruder des Präsidenten und früherer Premierminister, sein Zwillingsbruder, hat übrigens nicht dasselbe Horoskop, sondern ist mit fast einer Stunde Unterschied geboren. Beider Geburtszeit ist darüber hinaus mit Sicherheit ungenau.

Also auch die Zwillings-Frage spielt hier rein, wir sehen es auf unterem Bild: einer lebt, einer ist tot. Zwillinge sind, wie Claude Levi-Strauss, der kürzlich 103jährig verstarb, schreibt, im Urgrund alle Völker Schlüsselfiguren aller Schöpfungs-Mythen. Und diese beiden waren/sind nicht nur Zwillinge, sie sind auch noch im Tierkreis Zwillinge und Zwillings-Aszendent (Nachtrag: wie ich höre, könnte zu dieser Zeit in Polen auch Sommerzeit gewesen sein, dann hätten die Zwillinge einen Stier-Aszendenten). (In Polens Horoskop, dem zweiten hier in der Reihe, nähert sich zur Zeit des Absturzes der rückläufige Saturn in der Jungfrau dem Merkur, Herr der Zwillinge, im Haus 10 = Regierung.)

Das nächste Horoskop ist also das von Polen nach dem „Book of World Horoscopes“. Im Außenkreis der Absturz. Das dritte Vergleichsbild zeigt das Massaker von Katyn innen, den Absturz außen im Kreis. Und nun schaue man sich einmal nur jeweils bei beiden – „Polen und Absturz“, „Katyn und Absturz“ – die Mondknotenache, speziell den Südknoten über Chiron an.

Ganz unten dann das Absturzhoroskop solo – am AC und MC sehen wir, worum es geht. Man kann – leider – noch viel mehr aus den Bildern lesen und das überlasse ich jetzt mal den mitlesenden Profi-Astrologen. Zeichen Krebs = stiftet auch die Bedeutung „Heimat“ per astrol. Definition.

Last not least: Rhythmenlehre-freaks mögen sich die Pluto-Auslösung Kaczyńskis angucken. Mir ist zunächst ein weiterer Fall einer genauen Pluto-Auslösung mit Flugzeugabsturz bekannt, der des Boxers Rocky Marciano.


Lech Kaczyński, 18.06.1949 02:45, Warschau, außen Absturz 10.04.2010 10:36 Smolensk

Innen Polen 24.08.1989 13:05, außen Absturz

Innen Massaker von Katyn (wahrscheinliches Datum um den 10.05.1940), außen Absturz 10.04.2010

Absturz 10.04.2010 10:36 Smolensk

… noch immer tief nachdenklich (Jahrestag, 2015),

Markus


Fragen, Personen

May the force be with you!

Liebe Leserinnen und Leser,

was Paare bindet und zusammenhält, zeigt sich im Horoskop oft nicht auf den ersten Blick. Die oberen Horoskope, Mann und Frau, sind für mich deshalb so interessant, weil sie jeweils eine absolut exakte Opposition von Chiron und Uranus aufweisen; was aber – wie ersichtlich – nicht daran liegt, daß sie zeitlich sehr nahe beieinander geboren wären.

Dies ist es, was wir als astrologische Synchronizität bezeichnen. Sie findet sich bei Paaren immer (so gut wie immer, einzige Ausnahme sind Paare, deren Bindung sich erst durch das Composit als plausibel erschließt: selten), und sie wäre ohne weiteres auch statistisch mehr als nachweisbar, wenn gewisse Zeitgenossen in der Lage wären, auch nur um eine einzige Ecke herum zu denken.

Doch nun das wirklich Aufregende: wie wir sehen, bezieht sich die eine Chiron – Uranus Opposition auf Haus 4/10, die andere auf Haus 3/9.

Die beiden sind tatsächlich gemäß dieser Hausverteilung – und zwar auf das Betreiben der Chiron – Uranus Opp. 3/9  Eignerin – ausgewandert in ein weit entferntes Land. Nun hat einer Chiron in Haus 4 = Verletzung/Heilung im Vaterhaus/Vaterland – der, bzw. die andere Chiron in Haus 9 = Ausland. Gott sei Dank, muß man sagen, in Konjunktion mit dem Glückspunkt.

Und daher leben die beiden weit weit weg: der eine findet Heilung im Ausland, die andere entgeht der Verletzung im Vaterhaus oder Vaterlandshaus und sucht die Freiheit im Ausland.

Wer die Astrologie kennt, weiß, daß exakte Aspekte immer etwas Besonders sind. Wir wünschen den beiden mit ihrer Kinderschar Glück, Heilung und Freiheit. May the force be with you!

Ereignis, Mundan

Das Goetheanum

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir uns das untere Bild des ersten Geotheanums anschauen, sehen wir ein Gebäude, wie aus einem Traum. Einen neuen Baustil zu gründen, geht nur mit Inspiration. Es kommt nicht willkürlich. Wenn Sie versucht haben, mal etwas zu entwerfen, werden Sie feststellen, daß wir uns zunächst an bekannte Muster im Kopf halten: so sieht ein Haus aus. Selbst, wenn wir das Gegenteil unseres Musters bevorzugen – die wilde, freche, Grenzen überschreitende Gegenkonstruktion zum Klischee eines bekannten Stils: selbst im Gegenteil noch bestätigt die gebrochene Regel oder Gewohnheit nur die Regel selbst.

„Wenn wir hören können den Sehnsuchtsruf der Menschheit nach dem Geiste, und errichten wollen den Wahrbau, von dem aus verkündet werden soll immer mehr und mehr die Botschaft von dem Geiste, wenn wir dieses fühlen im Leben dieser Welt, dann verstehen wir uns an diesem Abend richtig.“ sagte Rudolf Steiner am 20.09.1913, welchen er extra bestimmte „als Mercurius in der Waage stand“, um den Grundstein für das erste Goethenaum zu legen, von dem wir unten eine Fotografie sehen:

AnthroWiki

Grundsteinlegung Goetheanum am 20.09.1913 18:30 Dornach, Schweiz

Innen Grundsteinlegung 1913, außen Brand am 1.1.1923. 00:01 Dornach

Der tragische Umstand eines Brandes in der Sylvester-Nacht durch Brandstiftung, wie gesagt wird, verursacht, hat dieses unglaubliche Architektur-Juwel zerstört und nur  fotografische, fast unwirkliche Erinnerung hinterlassen, die auf dem Foto und in der Zeichnung erhalten sind.

Das Bild ist antiquiert, aber der Bau glänzt doch nagelneu in wunderbar mildem Holzwerk.

Ich bin mir der Zeit nicht ganz sicher, jedoch „Abend“ erwähnt Rudolf Steiner ja. Er wählte auch absichtlich und genau nach dem tropischen Tierkreis den Tag, an dem Merkur exakt in die Waage wechselte. Dieses Bild sehen wir oben, die Grundsteinlegung.

Was sagt uns das? Merkur war Rudolf Steiner sehr wichtig. Er wartete extra mit der Grundsteinlegung auf diesen Wechsel. Merkur hat ein Quadrat zu Mars, das scheint nicht von Bedeutung? Dabei müssen wir bedenken, daß Pluto noch nicht gefunden war.

Gehen wir in die Synastrie der Sylvester-Brandnacht, dann finden wir Uranus über Chiron; nur Uranus war bekannt.

Besonders auffällig an diesem Tag, dem Sylvester-Brand, ist die Pluto-Sonnen-Opposition genau auf dem Jupiter des Gründungsdatums. Und Jupiter ist ja der Herr des Fische-Aszendenten zu dieser Zeit.

Weiter auffällig: die Mondknotenachse steht gerade das erste Mal seitenverkehrt. Saturn ging, wie heuer auch, durch die Waage.

Und das Quadrat von Merkur zu Mars an diesem Tag der Grundsteinlegung? Konnte nicht Anlaß für die Auswahl eines solchen Datums sein, so daß ich daraus schließe, Rudolf Steiner interessierte sich wohl hauptsächlich für Merkur und Jupiter, der auch schön steht, vielleicht, doch das ist nicht überliefert.

Wir dürfen aber so weit gehen, anzunehmen, daß in diesem „als Mercurius in der Waage stand … „- Spruch im Grundstein die Bedeutung dieses ganzen Baus mit dem Boten der Kunst und der Logik, dem Botschafter des schönen Geistes, des Luft-Kunst-Geistes in Verbindung gebracht wurde.

Ein konventinell arbeitender Astrologe hätte jedoch wegen des Merkur-Mars Quadrates (durch Pluto verstärkt) keinesfalls dieses Datum gewählt, weil damit die Zerstörung bereits impliziert gewesen wäre.

Wie wäre es mit einem ehrgeizigen Wiederaufbau-Projekt? Merkur steht im Wassermann.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Mundan

Drei starke Konjunktionen

Foto Markus Termin ©

Nürnberg, 16.02.2010 17:15

Liebe Leserinnen und Leser,

Foto und Horoskop sind zum selben „Zeitpunkt“ aufgenommen (durch Draufklicken kann man beides vergrößern und studieren). Wir sehen  rund um den Sonnenuntergang am Hauptbahnhof – die Schlote gehören der Müllverbrennungsanlage und passen super zu Neptun und Chiron – drei Konjunktionen: Mond/Uranus als direktestes und stärkstes – wie ich zumindest meine, denn Mond-Sensible spüren heute einen befreienden touch – dann Jupiter/Venus: da warte ich schon lange drauf. Geht allerdings nahezu unter in unseren modernen Maschinenwelten: denn wo das Leben als Fest selbst immer an letzter Stelle kommt (und komme mir hier keine/r mit der unerträglichen Seichtigkeit des Faschings) ist damit kaum Staat zu machen. Doch für all diejenigen, die sich die Sehnsucht nach einer besseren Welt nicht abgewöhnt haben: hier ist eure Chance mit Jupiter-Venus als freundlichstem aller möglichen Aspekte (das große Glück heiratet das Kleine) … und dann eben Neptun/Chiron; kann richtig wehtun … aber auch phänomenal heilen … nicht im Zeichen der Burg, aber doch im Zeichen des Glaubens: und vielleicht sogar an die Technik.

By the way – man hat mich neulich mißverstanden, als ich über Guido Westerwelle schrieb, der sagte „Wenn es in London eine reine Truppenaufstockungs-Konferenz ist, fahre ich nicht hin …“ Das „Lob“ war unangebracht; es war eine reine Truppen-Aufstockungskonferenz und Westerwelle fuhr hin.

Kann mir jemand sagen, warum die versammelte Linke zu Westerwelles schwachsinnigen Hartz-IV-Tiraden nahezu unhörbar ist? Die Presse allein?

Wann kommt jemand auf den Umkehrschluss, nämlich: daß – falls wirklich ein Hartz -IV-Empfänger mehr haben sollte, als ein Arbeiter – es eben gilt die Löhne der Arbeiter aufzustocken, wie es alle Wachstums-Propheten schon lange fordern, anstatt Hartz-IV-Bezieher via Bild-Zeitung zu gängeln?

Es wollen also dieselben Lebemänner, die noch nicht einmal einem Mindestlohn für Postzusteller zustimmen können, darüber poltern, dass angeblich Hartz IV-Empfänger zuviel bekommen?

Dabei ist der unerträgliche Bürokratismus bekanntermaßen bereits ein 100%tiger Hauptjob für Hartz-IV-Empfänger. Hartz-IV ist, wie  Prof. Dr. Götz Werner treffend und immer gültig gesagt hat: „Offener Strafvollzug“.

„Das ist Sozialismus“ krakeelt der „Esel“ Westerwelle (Zitat: Heiner Geißler: danke!; Fische können eben oft denken …): ja freilich, gerade haben wir die Banken rausgehauen, ganz Europas Agrar- und Großindustrie schwimmt auf der Subventions-Fettaugen-Suppe, aber ausgerechnet die Hartz-IV-Bezieher bringen uns in den Sozialismus.

Unsinn: Sozialismus ist, wenn Banken nach einer Reihe von fettesten Jahren und dem folgenden Zusammenbruch aufgrund von maßloser Zockerei (es geht dabei nicht um Geld, sondern um Menschenleben) ihre Gewinne und Boni weiter aus dem „Volksvermögen“ abschöpfen, als wäre nichts gewesen, ohne, daß sie – wie in den USA, Frankreich und England wenigstens lanciert: zur Kasse gebeten werden!

Wozu sollen Banken überhaupt Gewinn machen? Warum sollte überhaupt ein Mensch mit Geld Geld verdienen? Und wie verträgt sich denn das mit dem Thema: „wer arbeitet muß mehr haben, als der, der nichts tut?“

Und Du, Guido, glaubst wohl, Du arbeitest? Mach erstmal Deinen hochbezahlten und völlig überflüssigen Job. Denkst Du, es würde jemand merken, wenn der Deutsche Außenminister und Vize-Kanzler drei Monate lang nicht da wäre?

So schnell kann man es doch einfach nicht vergessen haben?

Astrologie

Susan Sontag

16.01.1933 New York, unbekannte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte gern an diese bemerkenswerte Denkerin erinnern, deren Spur in Worten wir heute anläßlich ihres Geburtstages folgen wollen. Susan Sontag ist die in Paris geschulte intellektuelle Stimme Amerikas in Bezug auf vor allem ein Rätsel. Die Fotokunst, die Fotografie waren dieser Frau fragwürdig:

Nun mag es heute verwunderlich erscheinen, warum man sich über soetwas Selbstverständliches, wie Fotografie Gedanken machen kann?

„Es scheint, daß ästhetische Distanz ein Bestandteil der Erfahrung ist, die man beim Betrachten von Fotos macht, wenn nicht von Anfang an, so doch im Laufe der Zeit. Die Zeit erhebt die meisten Fotografien, auch die dilletantischsten, auf die Ebene der Kunst.“

Ganz subtil sagt Sontag hier etwas vor allem über Kunst. Was ist es? Ein Rätsel, das wir später vielleicht lösen. Dann fährt sie fort:

„Die „Industrialisierung“ der Fotografie hat bewirkt, daß diese sehr rasch der rationalen – d.h. bürokratischen – Methode, die Gesellschaft zu verwalten, integriert wurde. Fotos, einst als Spielerei betrachtet, sind fester Bestandteil unserer Umwelt geworden – Prüfstein und Bestätigung jener reduzierenden Annäherung an die Wirklichkeit, die man „realistisch“ nennt.“

Hier ist die Venus-Merkur Konjunktion im Steinbock Lehrerin und auch prophetische Hüterin der Wahrheit. Saturn im Wassermann ist die konservative (Saturn) Revolutionärin (Wassermann).

Dann natürlich Mond-Jupiter, – obwohl, wenn man sich das Bild anguckt, eigentlich ein Waage-Mond Anteil im Gesicht bemerkbar wird. Oder nicht? Die Geburtszeit kenne ich leider nicht. Waage-AC wäre auch denkbar, wobei: die Haare: eher Löwe-AC. Dann wäre natürlich auch Jungfrau-Mond denkbar, bei der Ansammlung von Jungfrau-Fähigkeiten, mit denen Sie ihr Werk ordnen konnte und mit dessen Ordnung auch das Fundament der Möglichkeit errichtete, künstlerisch über Kunst nachzudenken und die Fotografie, diese an der Bruchstelle zwischen Mensch und Maschine gelegene Möglichkeit, Dinge scheinbar unendlich zu vervielfältigen. Scheinbare Dinge unendlich zu vervielfältigen, die aber unter Nutzung von maschinell erzeugtem Elektromagnetizismus gleichzeitig überall im Raum sind und nur dort, wo sie – per iPod – abgerufen oder „aufgegriffen“ und im Aufgreifen erst aus einer Vorform von Signalen neu gebildet werden.

Gut, daß wir bei ihr nachlesen können: „Um das fotografische Bild hat man eine neue Bedeutung des Begriffs „Information“ konstruiert. Das Foto ist ein schmaler Ausschnitt von Raum ebenso wie von Zeit. In einer von fotografischen Bildern beherrschten Welt erscheinen alle Grenzen („Rahmen“) willkürlich. Alles kann von allem getrennt werden. Es ist lediglich erforderlich, jedesmal einen anderen Ausschnitt zu zeigen. Die Fotografie befördert eine nominalistische Sicht der gesellschaftlichen Realität, so, als bestände diese aus kleinen, offenbar unendlich vielen Einheiten – wie ja auch die Zahl der Fotos, die von etwas gemacht werden können, unbegrenzt ist.“

Dieses unbegrenzt gilt eben mit dem iPod noch viel mehr. Aber das ist es nicht, was mich bewegt, wenn ich diese Zauberei beobachte, von überall her Bilder und Töne zu senden und zu empfangen. Was mich bewegt, ist die physikalisch-philosophische Frage: wo ist das Bild, bevor es auf dem Schirm am iPod erscheint? In welcher Raum-Zeit Kategorie ist es? Und ist es dort nur ein Bild als Gesamtinformation, oder sind dort unendlich viele „mögliche“ Bilder? Ich nehme an, daß sich hier die Fragestellungen der Quantenphysik an der Schnittstelle zum praktischen Gebrauch tatsächlich manifestieren.

Diese Frage ergibt sich aber auch ganz ohne iPod. Auf dem Erfahrungsfeld zur Erweiterung der Sinne hier in Nürnberg stand mal ein

Hier klicken: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

zur Camera Obscura umgebauter Bauwagen, wo sich – sitzend in dem Wagen an den Seiten – beobachten läßt, wie sich ein auf den Kopf gedrehtes „Licht-Bild“ durch ein Linsen-Loch tatsächlich auf dem Kopf stehend an der Gegenwand bildet. Es gibt also ein Natur-eigenes „Bilderzeugungsprinzip“, welches vom iPod nur simuliert wird (und in der Astrologie dem Spiegelpunkt-System zu entsprechen scheint), doch in Anbetracht der Faszination der technischen Revolution, in der wir uns befinden, wird das vergessen. Dieses „Vergessen“ wird durch Filme, wie Avatar auf die Spitze getrieben, wo die Möglichkeit einer anderen, natürlichen Bildwirklichkeit unmerklich doppelt verschlüsselt wird: einmal dadurch, daß der Film mit faszinierenden Bilder eine Gegenwelt komponiert, zum anderen aber dadurch, daß diese Gegenwelt eine Simulation ist, ein Schein, der dadurch gedeckt ist, daß das Medium, der Film, selbst Schein ist: der Schein in einem Schein. Und bei Avatar kommt hinzu, daß der ganze Film die Grenze thematisiert, die zwischen unserer Seele und unserer Wirklichkeit sich tatsächlich abspielt. Wo immer Du die Wahrheit verstecken willst: am Besten hinter der Wahrheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus