Freiheit, Geist

Lob der Halbsummen

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Liebe Leserinnen und Leser,

Pluto und Neptun haben die Mondknotenachse in ihrer Halbsumme, den Südknoten im Technik-Zeichen Wassermann nehmen sie in die Mitte. Dazu parallel bricht im Haus die Wasserversorgung zusammen. Der Bagger, den man auf dem Bild sieht, hat konsequenterweise auch gleich das Telefon-Kabel durchtrennt, so dass ich eben kein Netz habe: also jede Menge Neptun/Steinbock-Kram (siehe der zerkrümelte Teer unten). Erschwerend kommt hinzu, dass Jupiter zu Pluto ein genaues Sextil macht: make it big! – Jupiter unterstützt folglich Pluto (und Neptun). Wo aber solches „Unglück“ ist, ist auch viel Glück – beides steht irgendwie gleichgewichtig zueinander, wie Giordano Bruno wußte. Das Thema Sexualität in jeder nur möglichen Skandalform zieht sich weiter durch die Medien. Präsident Zeman ist Löwe-geboren, der Angriff hat ihn mitgenommen, geht gar nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Saturn Zuhause

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Position, die Saturn jetzt erreicht, hatte er zuletzt am 12.11.1988 inne. Eine Zeitspanne, die nun rhythmisch ihren Abschluss, ihre Bewertung und logischerweise einen Neuanfang findet. Wer das Alter dafür hat, kann sich fragen: was habe ich damals gemacht – wo war ich – am Anfang welcher Entwicklung? Dabei ist es erheblich, wo, an welcher Stelle für Sie das Zeichen Steinbock steht? Mein eigenes Horoskop gleicht einem mundan-astrologischen Eich-Horoskop: Widder ist das 1. Haus, Steinbock das 10. Für mich ist es daher natürlich und doppelt gültig, dass Saturn im eigenen Zeichen mich auf das Thema „Verantwortung“ weist – einmal, weil er im eigenen Zeichen Steinbock dieses Thema betont, und dann, weil´s bei mir das Haus 10 ist, dem die Berufung, Verantwortung, Regentschaft zugeordnet wird.

Es ist logisch nachvollziehbar, dass die Steinböcke in der Öffentlichkeit – Lindner, Söder – mehr Verantwortung bekommen, während die Krebse (das Oppositionszeichen) Merkel, Seehofer – durch dasselbe Thema von aussen gebeutelt werden. Die Vergangenheit seit 1988 überblickend, stellt sich zunächst die Frage, ob man denn seiner Verantwortung gerecht wurde, seinen Job einigermaßen gut hinbekommen hat?

Dass ich selbst in Folge des Eintritts von Saturn ins Zeichen Steinbock quasi zum „Familienpatriarchen“ gleich mehrerer „moderner“ Familiengebilde werden sollte, konnte ich mir 1988 noch nicht mal erträumen. Alles, was ich besaß, passte in einen einzigen Koffer. Die Vorzeichen der Zeit waren damals andere: kaum stand Saturn im Steinbock, zog er dort mit der Energie einer Uranus-Konjunktion ein, und im Steinbock selbst wartete nicht, wie heute, Pluto, sondern Neptun; – es wird die dauerhaft un-anerkannte Heldentat von Nancy Reagans (6. Juli 1921, 13:18, Manhatten) Astrologin Joan Quigley (10. April 1927 4:17, Kansas City) bleiben, durch ihre Beratungen die Mauer, the Berlin-Wall zwischen den Blöcken (Steinbock, Saturn/Neptun/Uranus) aufgelöst und aufgebrochen zu haben – nur so als Argumentationshilfe, wenn mal wieder ein Klugscheißer ironisch nachfragen sollte, was Astrologie denn für die Welt leiste.

Aber eben das macht uns Astrologen Sorgen: dass dort Pluto wartet und sich 2020 Saturn/Pluto und der Südknoten zu so einer Art schwarzer Gewitterwolke verdichten, der man in diesem Herrschaftsbereich einiges zutrauen muss. Unter anderem deshalb können Sie bei allen AstrologInnen die Ankündigung wichtiger Zeiten durch die Stimmen zittern hören – und so stellt sich für uns wieder die Frage:

https://markustermin.com/2010/01/26/zukunft-vorhersagen-oder-beeinflussen/

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geist

Neptuns Tarnkappen

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Liebe Leserinnen und Leser,

fließt alles aus dem Bild. Der „Witz“ bei Neptun ist nicht nur, dass er schleichend alte Gewissheiten auflöst, sondern auch, dass diese Auflösung gar nicht bemerkt wird. Bis 2025 wird Neptun im Zeichen Fische bleiben, seiner natürlichen Heimat – und während dieser Spanne – seit 2011/12 ist er drin – wird er durch zahlreiche Sextile von Pluto aus dem Steinbock-Zeichen unterstützt, der ohnehin eine geheimnisvolle, ganzzahlige Bahnresonanz 3/2 mit Neptun unterhält.

Bahnresonanzen sind in unserem Sonnensystem übrigens immer ganzzahlig, passend zu Leopold Kroneckers (Schütze) Ausspruch: „Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere ist Menschenwerk“ – den Grund dafür kennt niemand, genausowenig den Grund für die ganzzahlige Ordnung des chemischen Periodensystems. Mehr noch, es ist uns sogar der Grund zum Fragen solcher Fragen abhanden gekommen.

Pluto & Neptun am Werk können wir leicht beobachten, bei der Machtverschiebung auf der Erde: nach 2008 haben die Staaten die Hoheitsrechte über ihre Finanzen endlich global ganz verloren und an die Banken abgegeben – und so hat Neptun – das Fische-Zeichen ist auch das Geld-Fluss-Zeichen (soll Dein Laden laufen, setze eine/n Fische-Geborenen an die Kasse … ) still und heimlich und doch vollkommen offen ein Finanz-Imperium märchenhaften Reichtums geschaffen, gegenüber dem einzelne Regierungen trotz gegenteiliger Beteuerungen vollkommen machtlos sind.

Es ist gut möglich, dass wir – gerade wegen der neptunischen Auflösungen des Alten am Anfang eines Zeitalters der Stabilität stehen, in dem eine neue, vollkommen anonyme Aristokratie die Welt so beherrscht, wie Lao Tse es empfohlen hat: am Besten sei´s, wenn das Volk gar nicht weiß, wer regiert.

Früher war es leicht, die Mächtigen und Wohlhabenden auf der Straße zu erkennen. Sie hoben sich durch Ausstattung ihrer Kleidung vom Rest der Welt ab. Diejenigen, die etwas haben, genießen heute den Vorteil vollkommener Anonymität – wenn sie das wollen, sofern sie nur das tragen, was zig Millionen auch tragen. Neptun verteilt also fleißig Tarnkappen in der Welt. Auch die Staaten sind eigentlich nur Gebilde für eine neue Masse Abhängiger, die man selten Sklaven nennt, die selbst glaubt, sie hätte garantiert demokratische Rechte – gar noch Anspruch auf Menschenwürde – bis es einmal drauf ankommt. Jenseits dieser Massen, hat die „Finanzkrise“ eine neue, weltweit bedeckende Sahnehaube geschaffen, zu der nur wenige Zugang haben. Sie haben die Welt grenzenlos zu ihrem Wohnsitz gemacht, versteuern, wo es ihnen passt (in der Regel gar nicht) – und nahezu alle politischen Kontroversen sind Spiele für´s Volk, dem Leidenschaften eingeredet werden – für oder gegen Trump, für oder gegen Klimaabkommen, für oder gegen Gender – die im Prinzip einer gelenkten Choreographie entsprechen.

Neptunische Auflösungserscheinungen tragischen Ausmaßes erleben wir – nur haben wir es schon fast vergessen – beim Hauptstadtflughafen. Ein System löst sich selbst durch seine eigene Komplexität auf. Wird es nochmal 12 Jahre dauern? Oder wird – Neptun – einfach eine Tarnkappe über die Bauruine gestülpt, wie ein Sarkrophag über Tschernobyl? – was wahrscheinlicher erscheint und ein ganz übles Menetekel ist.

Zu bedenken bleibt natürlich, dass jetzt Menschen geboren werden, die – wie im vorletzten Jahrhundert – über wesentlich mehr schöpferische Kraft verfügen, als solche mit Neptun in anderen Zeichen. Die mit Neptun in den Fischen im Geburtshoroskop haben sich oft zu Visionären für die Menschheit entwickelt. Es ist also noch nicht aller Tage Abend.

Auch die Karlsbrücke in Prag – oben nicht im Bild – ist eine Neptun im Zeichen Fische Kreation. Allerdings mit Jupiter in Fische dazu: und, ist sie nicht haltbar?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Personen

Kim Jong Un und Pluto

Liebe Leserinnen und Leser,

unten sein Horoskop (auf 12:00 Uhr). Ohne Zweifel treibt ihn ein gewisser Todestrieb. Richtig gefährlich ist der 24. Okt.: plus-minus. Da hat er Pluto direkt genau über seiner Sonne. Und der laufende Jupiter steht über seinem Skorpion-Pluto und macht den Machtanspruch mega. Gleichzeitig wird Mars – der vor wenigen Tagen erst ins Zeichen Jungfrau gegangen ist – in die Waage gewechselt haben, Kims Mars-Zeichen: ein verhinderter Künstler. Aber das verheißt nichts Gutes. Um das Maß voll zu machen, wird gleichzeitig Neptun über dem Mond des Killers stehen, ihn wehleidig machen (Lilith neben Mond in Fische lässt ihn auch emotional täuschen); man kombiniere: wehleidig, machtgeil, todessehnsüchtig …

Nun ist die Astrologie eine Entsprechungslehre. Es gibt Menschen, die wahrlich geführt einen solchen Pluto-Transit überstehen, gewandelt zwar, aber doch am Leben. Gegenwärtig mit der Bombe zu spielen, könnte auch – für ihn und uns im besten Fall – die Konsequenzen auf die (nicht benutzte) Bombe abwälzen. Schuhmacher wäre wohl nichts passiert, wenn er seinen zahlreichen Schutzengeln vorher Glauben geschenkt hätte und dann statt auf eine Piste weißen Schnees in eine dunkle steinerne Höhle gegangen wäre, eine der Tropfsteinhöhlen beispielsweise. Aber klar: hätte!

Kim Jong Un – 8.01.1984

Wir sehen also das plutonische, teuflische Wirken am 24. Oktober genau über Kims Sonne – ein Aspekt, den man nur einmal (bis auf die Hin- und Rückläufigkeit) im Leben hat.

Das Perfide daran: der Mann ist wirklich ein Killer. Wenn andere Staaten sehr schlecht sind – gegenüber diesem Staat sind sie richtig gut. Die Menschen, die dort leben sind Opfer einer falsch verstandenen deutschen Philosophie (Marx via Hegel), jetzt Geiseln eines Killer-Regimes. Daran zweifeln nicht mal die, die glauben zu wissen, dass die USA auch nicht die Guten sind.

Das einzig Wahre, Gute & Schöne: eine innere Wandlung des Volkes, heroische Befreiung von Innen, ist in Nord-Korea nicht zu erwarten. Das sind dort scharfe Hunde, keine Schlafmützen, wie die DDR-Schranzen.

Kim hat eine Jupiter/Neptun Konjunktion und daselbst auch den Südknoten sowie Uranus/Venus in Schütze – wie liebt er (moderner Pfeil und Bogen) die Rakete! Doch wie sehr fehlt ihm noch die Info aus Zwillinge für die 2. Lebenshälfte, von der sehr zweifelhaft ist, ob er sie erlebt. Wieviele wird er mit sich selbst ins Verderben reißen?

Was wir erleben, ist im Extrem auch ein Generationen-Konflikt. Kim ist schon mit all den Filmen aufgewachsen, die vom Helden erwarten, bis zum Äußersten zu gehen. Steht er stellvertretend für alle unterdrückten Packetdienstfahrer gleichen Alters mit fast Null Aufstiegschancen? – für die Durchsetzung von deren unterdrückten Machtgelüsten gegen die Generation der „alten Säcke“ mit Pluto in Jungfrau, Löwe, oder sogar noch Krebs, wie Trump?

Das wäre dann richtig dumm. Denn seine älteren Berater lässt Schweinebacke gern über die Klinge hüpfen. Nun wäre einmal James Bond gefragt, um eine Katastrophe zu verhindern.

Trump dagegen ist einfach nur eine Geheimdienstmarionette, wie alle anderen US-Präsidenten, weil ihm sein Leben doch lieb ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Geist

Nachtrag zur Technik – Jupiter/Pluto Quadrat entwickelt sich wieder …

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

bei Emil Bock (19.05.1895 – Lilith in Wassermann) lese ich: „Selbstverständlich hat die Apokalypse nicht den Sinn und die Absicht, dem Menschen die Technik auszureden. Es wäre töricht, wenn der Mensch sich der Maschine, die seine Intelligenz konstruiert hat, nicht bedienen wollte. Aber wenn er in der von ihm selbst geschaffenen Umwelt wie in Spiegelbildern lesen lernt, wird er sich sagen müssen: nur wenn ich der Technik als äußerer Kultur diejenige Stärkung und Kultur des eigenen Inneren hinzufüge, die der Technik die Waage hält, nur wenn ich die mir entgleitende Intelligenz wieder mit meinem Wesenmittelpunkt verbinde, kann ich mir die Technik leisten und dennoch als Mensch weiterleben.“

Das ist sehr gut gesagt: die entgleitende Intelligenz wieder mit dem Wesensmittelpunkt verbinden. Wie geht denn das? Dieselbe Intelligenz, die Menschen anwenden, um technische Lösungen nach raffinierten Apparaten und Strukturen zu führen, ebenfalls nutzen, wenn es um die Erforschung des eigenen Wesens geht.

Ich glaube tatsächlich, dass es ohne Astrologie nicht möglich ist, sich selbst zu verstehen. Es sei denn natürlich, man kennt vorangegangene Inkarnationen durch Gottes Gnade, aber selbst dann braucht man noch tropische Astrologie. Und dazu noch: viele verstehen sich selbst auch mit Astrologie nicht, weil sie zu sehr mit den Rollenspielen verbunden sind, die ihre Einbettung in einen sozialen Rahmen garantieren. Von Laien aber zu erwarten, dass sie Verständnis für ihr Radix entwickeln sollten, ist unverhältnismäßig, weil unmöglich: man ist entweder drinnen oder draußen.

Fehlt das Hilfswerkzeug Astrologie, wird es sehr schwer, das eigene Wesen hinter der Maske zu erahnen, bzw. zuerst mal, die Maskenhaftigkeit als Fakt zu akzeptieren. Dazu kommt, dass zwei oder drei Nachkriegsgenerationen die psychologisch narzistische Selbstbespiegelung – ich kenne fast niemandem, der nicht einen Psychotherapeuten hätte – für Selbsterkenntnis halten, dabei ist es oft gerade die Psycho-Bauchpinselei, die sowas wie Selbsterkenntnis wirkungsvoll verhindert. Es gehört zur Selbsterkenntnis meist ein Maß an Bescheidenheit, das nicht jedem gegeben ist. Die Maske ist ja das eigene Gesicht, mit ihm verwachsen. Und wer gibt schon gern zu, dass er überhaupt nicht denken kann und nur emotionale Blöcke hin- und herschiebt in seinem Hirn, wie ein Kaugummi von einer aufgeblasenen Backe zu nächsten? An diesem Punkt sind sich Rudolf Steiner und Martin Heidegger einig: Steiner sagt (in „Der menschliche und der kosmische Gedanke“) – dass die allermeisten Menschen überhaupt niemals denken würden, während Martin Heidegger (in „Brief über den Humanismus“) anführt, zumindest „die Wissenschaft denkt nicht“, womit er sie nicht (wie auch Steiner die „meisten Menschen“ keinesfalls) beleidigen, sondern nur kennzeichnen will: denken ist im wissenschaftlichen Sinne subjektiv und nicht ihres Behufs. Die Wissenschaft misst stattdessen; da nun aber wissenschaftliches Messen überall Einzug gehalten hat und wir innerlich erst durch stichhaltige, materielle Beweise von irgendwas zu überzeugen sind, wird ganz allgemein heute sehr wenig gedacht. Ganz allgemein werden überhaupt keine Fragen gestellt, die der Beantwortung lohnten, was daran liegt – wie Heidegger grandios erkannt hat – dass mit der modernen Technik einhergehend gleichzeitig eigentümlicherweise Vergessen einsetzt. Eine kleine, aber sehr aktiv betriebene geistige Zerstreuung, die es schier unmöglich macht, sich überhaupt auf einen einzigen Gedanken zu konzentrieren. Und kommt es einmal zur Diskussion, sorgt gezielte Emotionalisierung dafür, dass sie entweder entgleist oder unterbleibt. Und die FreundInnen, die sich warmen Herzens und guten Willens an der Diskussion beteiligen sollten, halten sich raus. Ich euch aber trotzdem auf dem Laufenden …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fragen

Fundamentale Fragen

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Liebe Leserinnen und Leser,

nun tauchen sie also doch auf, die fundamentalen Fragen, die keinen Kompromiss erlauben (Mars/Pluto Opp.) – hat man im Himmel Zusammengehörigkeiten in den Tierkreisbildern gesehen? Irgendwo gewiss – doch die Einteilung der Regionen musste ja zwangsläufig unter der irdischen Maßstäblichkeit erfolgen, die die Sonne in 12 jährlich wiederkehrende Qualitäten einteilt, den Steinbock nach dem Tierzüchter, den Wassermann nach dem Bewässerungstechniker, den Fische-Geborenen nach dem reisenden Händler, dem Seemann, die Widder-Leute nach den ziehenden Nomadenstämmen mit großen Herden, die Stier-Leute nach ihrem Stier-Kult – den wir noch in den hispanischen Ländern kulturell erhalten sehen – die Zwillings-Länder nach ihrem – Schach, Falken, Pfeil, Schrift – allgemein: Präzisions-Interesse – u.s.w. …

Und genau so erklärt uns das auch Rudolf Steiner. Das bedeutet: die Tierkreisbilder am Himmel sind nach den kulturellen und natürlichen Jahreszeiten in relativer Äquartornähe eingerichtet, aber aus der Sicht der nördlichen Halbkugel. Auch das erklärt Rudolf Steiner entwaffnend genau: „Weil man das von dort aus am Besten beobachten kann.“

Gleichwohl müssen wir beachten, dass andere Völker mit anderen Astrologie-Traditionen andere Gesichtspunkte wichtiger finden: wenn man z.B. in Indien eher astral ausgeliefert sich sehen möchte, dann mag es von Bedeutung sein, die Wesenhaftigkeit des ursprünglichen Maßstabs, der Tag/Nachtgleichen, nicht in den Vordergrund zu stellen, denn ohne Maßstab, ohne O-Grad Widder, geht auch siderisch gar nichts. Deswegen ist es ehrlicher und widerspruchsfrei, den Tierkreis zu nehmen, wie er aus seiner jahreszeitlichen Definition heraus gemeint ist: als irdisch an seinen Wirkungen begründeter Maßstab kosmischen Bezugs. Wenn man diesen Schlüssel aus der Hand gibt – den irdischen Erfahrungsgrund – indem man mithilfe einer geometrischen Operation die Rechnung angleichend verschiebt, so hat man eigentlich kein Recht, die Namen der Tierkreisregionen nicht ebenfalls zu ändern. Und weil man das – sich der Veränderung verweigernd – natürlich nicht tut, entsteht all die Verwirrung der Verwirrer …

Darüber hinaus ist für Laien nichts abschreckender, als eine Diskussion unter Fachleuten über Grundsatzfragen, die sie nicht verstehen.

Ich meine, die Tatsache, dass andere Völker andere Zugehörigkeiten der Sterne zu anderen Zeichen geordnet haben, mitunter zu denselben mit anderer Bedeutung – von China bis zu den Maya – macht den tropischen Tierkreis mit seinem magischen Schlüssel der Raumzahl als einzig verbliebene, wahre Maßstäblichkeit unerlässlich – das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Fixsternspähre dahinter und auch noch die Welt dahinter (wie wiederum Rudolf Steiner betont) keine Bedeutung für uns hätte.

Aber wir müssen die Richtung bedenken. Unabhängig mehr und mehr sollen wir werden von den astralen Wirkungen, sind es in vielem bereits, haben einen Willen, den wir gebrauchen können. Diesen Willen haben wir allein durch den Christus, den Widder als Lamm, den Schöpfer des neuen, tropisch fixen Tierkreises – der eben die Sonnen-Kraft auf die Erde gebracht hat – was den Fixsternhimmel der Menschheit zunächst zu Recht entfremdet hat: man musste sich von den Einflüssen des astralen Kosmos lösen, um sein „Ich“ – sein nunmehr von Christus beleuchtetes Sonnen-Wesen erkennen zu können.

Dafür steht heute die Astrologie. Sie hat den Weg einer beispielhaften Individualisierung hinter sich und weist heute – wenn wahrhaftig – ganz im Dienst des Menschen im Sinne des: „Erkenne Dich Selbst“ – des apollinischen Schwellenspruchs zu Delphi – auf den kosmisch verbunden Menschen. Wie sich der alte Fixsternhimmel durch Christus im Bezug verändert/umgedreht im persönlichen Horoskop heute ausnimmt, das allein ist dazu geeignet, den heute ja allgemein naturwissenschaftlich positivistisch und materiell ausgerichteten Menschen von seinem kosmischen Bezug, der ihn ganz persönlich angeht, zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astrologie, Europa

Kleines Krebsstellium

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier sehen wir die Entenmutter mit ihrer dieses Jahr vielleicht schon dritten Brut. Aber sie ist auch wehrhaft mit Mars im Krebs: das Gefühl wird verteidigt, und Mars hat sogar Merkur auf seiner Seite, den neutralen Vermittler (Ehe für alle passt also durchaus zum Familienzeichen Krebs). Dem gegenüber steht Pluto, das Machtprinzip mit Paloma-Bild im Zeichen Steinbock, dass sich, obwohl kardinal verteidigt, doch auch irgendwie wandeln will, bevor es im Wassermann wieder der Allgemeinheit wird übergeben werden müssen, wie ich glaube … aber das dauert und ist nicht gleich Anfang Wassermann. Pluto hat sehr viel Zeit. Sonne, Mars und Merkur im Krebs sind aber auch sehr aufregend. Und Mond geht bald, ich glaube noch morgen ins Zeichen Waage, also das erste Sonnen-Quadrat, wo er Jupiter verstärkt – der Tip für mich selbst: cool down …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Freiheit

Hat Recht, pan Specht …

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Liebe Leserinnen und Leser,

weil ich, wie ihr wisst, in Prag an einem Europäischen Projekt arbeite, bin ich des öfteren in den öffentlichen Cafés, denn wo ich wohne, gibt es für mich keinen Netz-Anschluss. Das ist mal gar nicht schlecht, einige grundsätzliche Überlegungen werden dadurch erst möglich, die ohne Abstand zum Netz nicht gemacht werden könnten. Dort, wo ich gerade sitze (Cafebistro Pointa) – Mond nähert sich dem rückläufigen Pluto im Steinbock – und ist deshalb extra „hart drauf“ – dudelt gewohnheitsmäßig jene us-amerikanische Muzak – die überall auf der Welt jaulende, kastratig klingende junge Männer (und Frauen) pseudo-rhythmisch „marschierend“ in den Zivilisations-Abgesang einbindet, dass einem wahrhaft Hören und Sehen vergeht (sofern man nicht abgestumpft ist, wie eine alte Lederschuhsohle) …

In Prag hat man gewissermaßen die Reißleine gezogen, und die Ausübung der Musik im öffentlichen Raum stark eingeschränkt. Natürlich könnte man sich fragen, warum es denn gerade den echten Musikern an den Kragen geht, während das Geplärre aus den Lautsprechern weiterhin alles und jeden mit einem unerträglichen Teppich des akustischen Grauens tyrannisieren darf? Doch seitdem sich die Straßenmusiker voll kommerzialisiert haben und aus ihren Saxophonen immer dasselbe tröten, kann es durchaus als Akt der Notwehr verstanden werden, dass Anwohner sich solches nicht mehr bieten lassen wollen. Auch das aktuelle Festival ändert daran nichts – wie beim Nürnberger Bardentreffen kippt jede Lautsprecher-gestützte öffentliche Veranstaltung sofort in die Belästigung – alle merken es und haben genug: nur die „Musiker“ haben es noch nicht begriffen: Seid doch endlich mal still! Zwar will ich hier den gewaltigen Unterschied von „live“ und „Konserve“ nicht vermischen, aber auch das live vorgetragene immergleiche Klischee des Blues oder Jazz, oder was auch immer – aufmerksame Zeitgenossen können es nicht überhören – ist Vergangenheit, deren Lärm nur die Stille stört und das Neue, das Leise, das Zarte, das da kommen soll und muss. Je eher wir den „Saft“ abdrehen, um so verkraftbarer wird der unvermeidliche Bruch.

Sehr weit entfernt sind wir jedoch von der allgemeinen Erkenntnis, dass Konserven-Muzak im öffentlichen Raum einer schweren seelischen Verletzung gleichkommt. Es hat sich ausgedudelt, maschinelle Musik macht jede Konzentration auf Wesentliches unmöglich: und genau das dürfte die dahinter stehende ahrimanische Absicht sein, der den luziferischen Impuls der Beatles und ihrer Zeit inzwischen gewandelt, gestapelt und gefriergetrocknet hat.

Dem Specht ist das egal, und all den Vögeln sowieso. Sie singen heldenhaft gegen die Technik an, als wäre sie nicht da.

Wir armen Menschlein müssen nach Räumen der Stille suchen, die plötzlich so kostbar werden, wie sauberes, klares Quellwasser …

Mit freundlichen Sonntagsgrüßen,

Markus

 

Astrologie, Freiheit, Venus

Postfaktischer Populismus der Lügenpresse für aufgeweckte Wutbürger

merkels-wahlInnen Angela Merkel, außen möglicher Wahl-Termin 24.09.2017

Liebe Leser,

sonst ist mir Ironie ja ein Graus – ich selbst bin oft zu naiv, sie zu verstehen – ganze Völker, wie zum Beispiel die Briten, haben die Ironie zum Aufenthaltsort ihrer sozialen Beschaffenheit gemacht: die Drehtür im Geiste, wo man einander passieren kann, ohne sich zu berühren.

Man hatte Grund, das Wesentliche so zu verstecken, daß die feudale Obrigkeit und ihre auch nach unten pyramidale Herrschaft wirklich nicht hinter den wahren Gedanken kam. Aber man hatte Gedanken, zumindest einen: Freiheit; trotzdem soll man durch den Titel dieses Posts allein durch Auflistung der entsprechenden Worthülsen, mit denen uns der Zeitgeist ablenkt und füttert, darauf hingewiesen werden, daß hier etwas in Aufruhr gekommen ist, das sich so schnell nicht beruhigen wird – und hoffentlich wieder zu einem Gedanken führt.

Da mag es für manche lindernd wirken, wenn Angela Merkel ihre neue Kandidatur ankündigt. Wie Mutter und Tochter wirkten die beiden Krebs-Geborenen Wagenknecht und Merkel bei ihrem Kampf in der letzten Generaldebatte (beide Mars in Schütze, dafür als markante Differenz eine Mond-Opposition und eine Venus-Quadratur), und obwohl Wagenknecht Argumente hatte, Merkel nur ihre Linie, gelang es der älteren, Wagenknechts Spitze zu brechen, indem sie deren flammende Rede als Teil der demokratischen Debattenkultur besonders hervorhob. So macht sie das eigentlich Selbstverständliche für sich arbeiten und behilft sich über die Mängel, wie dereinst die Kaiserin – und alle wissen, würde die rebellische „Ossi“-Tochter Wagenknecht Kanzlerin, sie müßte sich das mit der ungeliebten Nato noch mal überlegen, gar zu groß sind Verflechtungen und Sachzwänge, zu gewaltig wären die welttektonischen politischen Verschiebungen, als daß man ein Ergebnis des Austritts aus der Nato auch nur kalkulieren könnte. Wenn man ihn denn überlebt. Da hat der Elefant, der seinen Platz nicht verläßt in Deutschland, wo man die Trägheit zu schätzen gelernt hat als unverzichtbare Verbündete für Politik-freies Garten-Idyll im nächsten Sommer, bessere Karten.

Von ihren Auslösungen her kann die Kanzlerin erreichen, was sie will: zwar wird von ihr schon seid einiger Zeit eine grundsätzliche Wende im saturnischen Sinn am Aszendenten gefordert – aber Jupiter, mit ihm verbündet und sich ergänzend, rollt gleichzeitig ins 10. Haus und bietet einen 12-Jahres Vertrag – für was auch immer. Gleichzeitig besucht Venus laufend die Venus im Radix, und die ist Herrin von Haus 10 – der Berufung, wo – wie gesagt – Neptun gerade Besuch von Jupiter hatte, und daher die Inbunst im Glauben an die eigene Mission auch für andere wirklich überzeugend sein könnte. Nicht umsonst stellt man dieser Krebs-Power-Frau mit Jupiter-Charisma schon immer Steinböcke entgegen (Steinmeier, Steinbrück, Westerwelle, Lindner, Söder … ).

Nur ein Zeichen zeigt deutlich an, daß sich was ändern wird: der laufende Nordknoten, Ketu, der Drachenkopf hält sich zum Wahl-Zeitpunkt ganz eng bei Kanzlerin Merkels Macht-Pluto im Löwen auf, der schön geheim im achten Haus verborgen steht: hier wird also doch an der Macht, wie sie jetzt ist, gerüttelt.

Und vielleicht ein zweites: Neptun macht laufend ein Trigon zu Geburtsherrscher Jupiter – da kann man sich durchaus auch Illusionen machen und vieles – trotz Erfahrung – blumig einschätzen, was dann aber Illusion wird.

Aber nach Europa wird sie nicht gehen, denn dank der fleißigen, unpolitischen Deutschen spielt in Berlin die Musik …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Was läßt sich von Europa aus sofort tun, um den 3. Weltkrieg zu verhindern?

Liebe Leser,

die USA, die mit den Bushs den Krieg begonnen und geführt haben (und wir mit ihnen! – trotz Schröder), sind ein Akteur in diesem Krieg auf allen Ebenen: finanziell, bündnispolitisch, juristisch. Uns hingegen wird glauben gemacht von „den Medien“: als hätten unsere Regierenden, unsere West-Leute mit den grausamen „Opfern“ des Krieges nichts zu tun, sondern bomben nur humanitär und gegen Terroristen – so machen die Medien glauben – versuchen, Hilfsgüter hinzubringen und unsere Teenager davon abzuhalten, sich dem oder der „IS“ anzuschließen, wir sind die Sauberleute. Wir bekämpfen „Fluchturasachen“ – glauben Sie das? Wir sind mit harten Waffen, die viele „zivile“ Leben – als wäre die anderen weniger wert – „kosten“ – dort mitten im grausamen Geschäft.

Nun steht eine Wahl in den USA bevor. Hillary Clinton ist eine gefährliche Kriegerin, die wirklich Gefühle hat, wenn sie eine Militärparade abschreitet. Gnade uns Gott, wenn sie gewählt wird. Vielleicht tue ich ihr Unrecht, und sie erinnert sich an ihr Versprechen, wirksam und effektiv gegen die Frauenverstümmelung vorzugehen (mit Westerwelle zusammen, damals) – das darf sie – von mir aus – auch militärisch = juristisch.  Krieg ist im arabischen Raum viel mehr dort, wo es keine Frauen-Verstümmelungspraxis gibt: Jemen, Iran, Israel/Palastina, Syrien, Libyen – merkwürdigerweise gibt es in all diesen Ländern kaum bis gar keine Frauen/Mädchen-Verstümmelung – aber zu befürchten ist, daß ihr das völlig schnurz ist, und sie einfach nur auf power setzt. In auffallendem Kontrast dazu, geht Putins neue Freundin mit Trumps Tochter shoppen oder essen.

Hier legt Mephistopheles uns eine Ironie des Schicksals vor. Den mächtigen Playern – denen das nicht verborgen bleibt – läuft der Schauer ihrer eigener Bedeutung über den Rücken.

Aber das rettet die Welt nicht. Ich habe zuverlässige Nachricht, daß wir das selber machen müssen. Und es gibt keine direkte Belohnung bei Erfolg. Mehr noch: es wird niemand davon wissen, wenn wir die Welt gerettet haben, weil ja das zu befürchtende Ereigniss, Heideggers „Blitz“ – einfach ausgeblieben ist – und all die Apokalypitiker – „Apsokalpüsse“ – die Projektion ihrer eigenen Trägheit entbehren müssen.

Das ist nämlich der Punkt: wann immer man mit ernsthaftesten Menschen diskutiert hatte die letzten Jahre in Bezug auf Gott & die Welt: wahre Inbrunst war immer nur in dem Gedanken, daß es wohl unausweichlich sei, wie die Menschheit auch in Zukunft weitere kriegerische Katastrophen zu gewärtigen hätte – und wenn die Freunde das sagen, dann umspielt gern ein leicht melancholisches, aber überlegenes Wissen ihre Lippen – und ich komme mir vor, wie der naive Trottel, der all das, was die anderen schon immer gewußt haben, noch nicht geblickt hat – hinter den freundlich gerundeten Augenbrauen der warmherzigen Vernunft des Unausweichlichen.

Und doch sage ich: Leute nein, das kann´s nicht gewesen sein. So blöd sind wir nicht. Dann pflanzen wir einen Apfelbaum zur dritten Reformation – das Opfer sind Vorurteile, Gewohnheiten, unsere schlechte Laune …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus