Mundan

Der Vogel Rok

1.1.2018 00:01

Liebe Leserinnen und Leser,

denn „Rok“ heisst in den slawischen Sprachen „Jahr“ – es ist der riesige Jahresvogel gemeint.

Aus dem Winterwendhoroskop (siehe hier direkt oben) mit dem Krebs-Aszendenten und dem Wassermann-Mond, wo es also gleich zu Beginn des Jahres zu dieser unglaublichen Begegnung zwischen Sonne und Saturn kam, im Zeichen Steinbock, können wir schließen, dass das Private (Krebs) öffentlich wird (Steinbock). Der Wassermann-Mond ist aus dem 8. Haus ausgebrochen und nun auch luftig in Haus 9 unterwegs – das Volk lernt dazu. Denn an Sylvester ist die Sonne schon ein Stück weiter; wie zum Verbund steht sie mit Lilith und Venus da, eingerahmt durch Saturn und Pluto.

Es geht um Grundsätzliches, denn das mächtige Stellium im Steinbock steht gut zu Mars/Jupiter im Skorpion und Neptun Chiron, Glückspunkt in Fische, weitgehend 6. Haus und mit Mond Quadrat im Luftzeichen Zwillinge die Verletzung durch Schabernack im Aspektbild.

Aber auch die Neuwahlen: Mond im Zwillinge-Zeichen als Herr von Haus 10 im Haus 9 – das Volk (Mond) wird Lehrer (Haus 10 – ist´s laut Deutschland-Horoskop sowieso) und wählt zwei mal (Zwillinge). Dann: totaler Sturz der aktuellen Macht – Das Steinbock-Thema

Fische und Neptun kommt in der Sylvesternacht auch deshalb zum Tragen, weil durch den Nebel der Pulververbrennung die Luft je nach Windbewegung so wird, wie in Peking bei Smog. Ein Martyrium für die verbliebenen Vögel, das viele nicht überleben. Hier trifft die Industriegesellschaft auf eine technische Ekstase, erlebt kollektiv Zeit-Entrückung: das Alte ist verabschiedet, das Neue noch nicht da: ein Raum der Möglichkeit tut sich auf, ein Zeitfenster, in das Fortuna einen Blick werfen darf, im gegossenen, saturnischen Blei – falls wir sie bitten, nicht achtlos ans uns vorüberzueilen und falls sie uns vor lauter Pulverdampf und Knallerei überhaupt findet!

Foto Termin ©

Aber aus der Krebs/Steinbock-Achse ist das 4. und 10 Haus geworden. Upside-down, aus oben wird unten: ein Jahr des Ausgleichs, der Diplomatie und des Neuanfangs. Regierung und Herrschaft klammert sich nichtsdestotrotz an den Felsen der Macht.

Venus ist eben die Herrin des Waage-Aszendenten: der stillstehende Uranus im Zeichen Widder in Haus 7 ist in der Defensive. Wie ein starker Zügel ist Widder-Herrscher Mars im ebenfalls eigenen Zeichen Skorpion zuständig für die Widder-Verwirklichung – Mit Mars bleibt er im Haus 2, Pluto können wir als zweiten, neuen Herrscher wiederum ins Stellium Haus 4 verfolgen: dennoch gilt es, in praktische Magie (Skorpion) zu investieren (Haus 2).

In allen Jahresvorausschauen, die ich bis jetzt gesehen oder gelesen habe, wird Neptun gewaltig unterschätzt. Er bewegt sich auf die Mitte des Fische-Zeichens zu und ist einer der drei Planeten, die sich zu Jahresbeginn im eigenen Zeichen befinden (Neptun/Saturn/Mars) – nur war es auch in den zurückliegenden Jahren nicht einfach, den neptunischen Einfluss zu erkennen und zu isolieren: dass man das Theater auf der Weltpühne (sic!) für real hält und daher glaubt, es spiele irgend eine Rolle, ob man sich für die Grünen, die Blauen, die Roten, die Schwarzen oder die Gelben entscheidet, kann man auch als Karikatur begreifen: unbemerkt bleibt, wie der Sinn selbst aus den Informations-Pools ausläuft, weil er traurig ist und sich im Rahmen der universellen Lüge keine Wohnung nehmen kann: „Klimawandel“, „Bit-Coin“, „Graviationswellen“, „Informationsgesellschaft“, „Elektromobilität“, „Mars-Besiedelung“, fast ist es gleichgültig, welchem Begriff man den Puls fühlen will – auf dem Lügendetektor verfliegt er zu praktisch Nichts, einem großen, und leider auch beängstigend ungeistigem Tohuwabohu, wo uns Glauben gemacht wird, dass wir schon halbe Maschinen sind – glücklich unterwegs durch die Galaxis – wo die Enterprise hinter einem außerirdischen Raumschiff geparkt auf uns wartet, welches aussieht, wie eine lange Zigarre auf Gottes rotem Sofa.

Wir bemerken, dass der Mond auf Vollmond zueilt, ein Vollmond im Pergäum, der Erdnähe; man hat sich angewöhnt von „Supermond“ zu sprechen: für Sensitive berührt Buddha hier lautlos den ganz großen Gong. Am 2. Januar, bei Vollmond im Krebs. Der beste Platz ist da die Schwitzhütte.

Merkur im Zeichen Schütze ist ganz still geworden, erlebt den richtigen „Zeitpunkt“:

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Europa

Vollmond der Illusionen und des Widerstands

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Liebe Leserinnen und Leser,

eines der Hauptprobleme beim Gewinn von Erkenntnis jeglicher Art ist das Gedächtnis. Rudolf Steiner sagt (in „Mensch und Maschine“, Stuttgart 17. Juni 1920), es sei nicht möglich in die Welt der Imagination – nach seiner Definition ein Bewusstseinszustand, in dem Zeit sich in Raum verwandelt – das Gedächtnis zu behalten, weil eben jene Kräfte, die das Gedächtnis bilden, anders gebraucht würden in den „höheren Welten“.

Die Paradoxie, wie man unter diesen Umständen doch Erinnerungen aus diesen Welten zurückzubringt –  sogar solche, die für sich in Anspruch nehmen, via reiner Subjektivität – keiner kann prüfen, was man direkt erfährt in diesen Welten – objektive Aussagen findet – ficht Steiner nicht an: er bekennt sich (St. Gallen, Dornach 1917 und 1918) sogar ganz offen zur Paradoxie, spricht davon, dass die Götter mehr Künstler seien, als Wissenschaftler.

Den Test kann auch jeder selbst machen: es ist der Realitätstest: wenn man/frau aus den höheren Welten Auskunft bekommt über einen bestimmten Umstand, Gegenstand, Fortgang, und „es“ erweist sich regelmäßig und beständig als wahr – dann kann die „Auskunftsstelle“ nicht ganz falsch liegen. Dazu kommt, dass uns aus der Menschheitsgeschichte wirkmächtige Beschreibungen, Symbole, Techniken überliefert sind, die ebenfalls – wie die Schrift – bereits Schleusentore in die geistige Welt sind, und die wir einfach so benutzen, während oder weil wir vergessen haben, dass der transformatorische Akt des Schreibens bereits Magie, Bewusstseinsspaltung, Destruktion der Einheit ist, die natürlich gerade die Schrift über ihren trockenen Nutzwert hinaus mit allen nur erdenklichen Mitteln wieder zu erlangen versucht: Poesie, Logik, Fiktion, …

Aber es ist, wie mit dem Ball, den man eigentlich fassen will und selbigen doch gleichzeitig mit dem Fuss wegkickt.

Astrologie ist die einzige Möglichkeit, etwas aus den geistigen Welten wirklich objektiv – als Objekt nämlich – anschaulich zu machen. Sie holt ohne Umschweife das Jenseits ins Diesseits. Sie tut das – und das ist wesentlich – als Technik aller Techniken, als heiler Ursprungsort der Technik, dort, wo Technik beginnt und damit eigentlich noch keine Technik ist. Und so der Hoffnung Raum gibt, dass es dermaleinst eine Welt geben wird, wo wir auch wieder auf die Technik – die bis dahin hilfreich war – verzichten können. Gemeint ist jetzt die Technik insgesamt, als Apparate-Haftes, als Prozessuales, Ablauf-Definatorisches. Oder umgekehrt: gäbe es nicht die Astrologie, so wäre es hoffnungslos mit Technik und Wissenschaft – so aber gibt es einen einzigen notwendigen Umkehrpunkt: das ist letztlich der Grund für all die kleinen Renfrields, die Astrologie so bitter zu bekämpfen. Und gut ist es, dass die Geburt unseres Gottes von den Astrologen vorhergesagt wurde.

Im Gegensatz zu allen anderen Techniken ist Astrologie Gedächtnis-bildend. Es ist daher der größte Kampf der Astrologie mit allen anderen Techniken, aber insbesondere dem, was Steiner („Der menschliche und der kosmische Gedanke“) Mathematizismus nennt, der es darauf abgesehen hat, das Gedächtnis durch Rechenschritte im weitesten Sinn aber vollständig zu ersetzen: auch der Mathematizismus gründet auf einer Paradoxie und richtet sich skrupellos, wie ein merkurialer Taschenspieler, dreist im Unlogischen ein (Zwillingsparadoxon, etc.) – dreht die Realität komplett auf den Kopf und behauptet, die Menschen hätten vor seiner Herrschaft geglaubt, die Erde wäre eine Scheibe. Der Mathematizismus hat kein Gedächtnis (der Satz des Pythagoras bleibt ewig gleich, verschüttet zugleich den musikalischen, höheren Teil der pythagoräischen Lehre); Mathematizismus will auch von uns, dass wir kein Gedächtnis haben, denn er ist ganz auf die Zukunft ausgerichtet. Da wiederum ist diese Weltanschauung von einem Plan inspiriert, der außerhalb des Mathematizismus zu liegen scheint. Würde er überwunden werden, dann wäre die Wandlung und Weiterentwicklung von Zwillinge (Mathematizismus) zu Stier Realismus (Steiner meint „Rationalismus“ – aber da verwechselt er Stier mit Waage, zu der „Rationalismus“ gehört) und letztlich Idealismus (Widder) – da er sich aber nicht entwickeln kann, geht der Mathematizismus nach guter alter astrologischer Tradition in seine Opposition (den Schütze-Monismus) – „Ist Gott ein Mathematiker?“ ist tatsächlich ein Buchtitel. Der Wandlungskreis der Weltanschauungen wurde von Steiner kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs (Januar 2014, Berlin) in „Der menschliche und der kosmische Gedanke“ beschrieben: es ist mir ein Rätsel, wie Anthroposophen die astrologische Grundsteinlegung der Anthroposophie heutigentags so erfolgreich ignorieren können …

Vollmond 03.12.2017

Gesellschaftlich allgemein versucht man zwar mit dem Thema „Kunst und Mathematik“ ein bischen auf den anything goes-Zug der die eigene Sinnentleerung feiernden Kunst aufzuspringen und à la M.C.Escher und mit Makros von kleinen Lebewesen das Wunder der natürlichen Symmetrie und gleichzeitig bizarreness technisch kompatibel zu integrieren: und manche folgen dem auch aktustisch mit der teutschen Erfindung „Techno“ bis zur totalen Verblödung, die sich gerade dadurch anzeigt, dass die Betreffenden – sozial in vielerlei Hinsicht zum Objekt besonderer Toleranz-Herausforderung avanciert und auch schon mit schwerer retro-Schlagseite – über eben diese Verblödung und einmal in Ruhe sogar noch freudig grinsen, den staubtrockenen Stoff für die Maschinen- und Waffenproduktion aufzuhübschen – aber das ist ebenso unerträglich gestrig, wie Video-Installationen von Nam June Paik – denn: wenn alles Retro ist – die service unit lebt trotzdem von ihrer rasenden Aktualität – für´s Museum hat man keine Zeit und das Gedächtnis soll ja gerade abgeschafft werden – wozu dem Schrott noch ein Denkmal? Das würde nur dann Sinn machen, wenn man die Zeit anhalten könnte; – ansonsten ist die Schrott-Produktion einfach zu gross, zu Gegenwarts-erstickend, als dass man ewig Zeit hätte, die Vergangenheit zu archivieren. Langer Rede kurzer Sinn: deswegen reicht es bei den meisten Zeitgenossen ganz unverschuldet noch nicht mal dazu, im Vollmond die Entfaltung der letzten Neumond-Blüte zu erkennen: schon 2 Wochen sind schon zu lange her:

Neumond 18. November 2017

Ja, bevor die Skorpion-Botschaft von „stirb und werde“ (Goethe mit Skorpion AC), durch die Wassermann-Freiheit (AC) mit Uranus rück wieder Besitz (oder, um mit Döbereiner zu sprechen: Bestand) werden könnte, wandelt sie sich im Vollmond mit Neptun am MC und dem saturnalen Widerstand  in Haus 7 (Seehofer will nicht ganz zurücktreten, Merkel klebt an ihrem Sessel) zur Illusion, die allerdings beim nächsten Neumond am 18.12. zu tiefen gesellschaftlichen Einsichten führen dürfte, während andere Posten beanspruchen (Merkur rück), die sie nicht lange innehaben werden. Privat halten wir uns deshalb zurück: silly time! Sollen doch die Politiker sich verschleißen in ihren archaischen Blöcken jenseits der Demokratie …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

 

Europa, Prag

Brücke in Prag eingestürzt – Most v Praze se zhroutil

Fotos Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht die Karlsbrücke ist eingestürzt, aber da die Nachricht um die Welt geht, denkt natürlich jeder sofort an die Brücke aller Brücken. Viele waren hier und haben die Karlsbrücke schon „rituell“ überquert. Zusammengestürzt ist eine eine sehr wichtige Fussgänger- und Rad-Verkehrsverbindung nach Troja und zum Zoo – als wenn die Kölner plötzlich nicht mehr wüssten, wie sie auf die „Schäl Sick“ kämen – etwas übertrieben ausgedrückt.

Es gab Verletzte, auch Schwerverletzte – ob jemand noch in der Moldau ist, ist noch nicht gewiss. Ihnen gilt die Anteilnahme! Auch ich gehe dort Roller-fahren und denke dabei jedes Mal an Kafka (von dem ich nur „Amerika“ gelesen habe, ich bin kein Fan), der dort auf der Kaiserinsel auch gern spazieren ging: der Park jedenfalls ist genial.

Schon der Name klingt ein wenig nach dem Wahnsinn des Barock: Troja …


Praha, 2. Dezember 2017 13:30

Dort, wo unten links das Bild aufhört, ging man zur jetzt eingestürzten Brücke.

Von der Karlsbrücke gibt es natürlich ein Horoskop aus der Werkstatt von Karls Astrologen/Astronomen. Beispielsweise dem Arzt Johannes von Strachov, alias Gallus von Prag.

Das Horoskop sehen Sie unten im inneren Ring. Es ist das berühmte „Numerus Reciprocus“ Horoskop – es ergibt von vorne und von hinten gelesen immer das gleiche Datum. Siehe auch:

https://markustermin.com/2013/04/16/astrologisch-elektionierte-karlsbrucke/

Oberer Garten ist nicht zufällig wie ein Horoskop angelegt (die damals quadratisch gezeichnet wurden), sondern folgt der Stadt-Linie von Cardo und Decumenus – dem über Rom und die Tempelritter in allen alten europäischen und wohl auch frühen amerikanischen Städten gültigen astrologischen Raumprinzip (Milan Spurek, Praga mysteriosa), das aber in Prag – bekanntlich magisch – auch aktuell besonders gut „lesbar“ ist:

Das Horoskop für den Brücken-Zusammenbruch (oben) zeigt uns die Widder/Waage-Achse, wo wir von Mars/Uranus in Opposition genau solche plötzlichen Dinge erwarten. Mars hat eine Quincunx-Verbindung zum verletzenden Chiron in den Fischen – Wasser ist auch dabei. Vergleichen wir mit dem Karlsbrücken-Horoskop (unten) ist Uranus rückläufig super-genau über dem Widder-Pluto der Karlsbrücke. Merkur/Saturn Konjunktion nenne ich „Ähnlichkeit der zweiten Reihe“ – weil sie Zeichen-unabhängig eine Parallelität darstellt.

Und was hat das zu bedeuten? Ale proč? Dasselbe, wie für Köln mit seinem Stadtarchiv (bei Uranus/Saturn Opposition) – ein Signal, aufzuwachen. In Köln, der Schütze-Stadt, geht es immer auch um den Glauben, die Philosophie – in Praha, der Löwe-Stadt immer auch um´s Herz …

… von dem man sich nicht all zu weit entfernen darf (aktuelle Regierungsbildung mit Oligarch an der Spitze als Ausdruck von Lähmung der vitalen Kräfte, ganz ähnlich, wie in Deutschland, wo die OligarchInnen kaum öffentlich auftreten, aber dennoch das Meiste bestimmen) …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Gedanken, Mundan

What´s up?

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Liebe Leserinnen und Leser,

alles läuft wieder auf Vollmond zu, Sonntag zum ersten Advent. Bis dahin bewegen uns eine Menge Aspekte. Angefangen von der Merkur/Saturn Konjunktion auf 27º Schütze. Jetzt gilt alles besonders genau. Reinhold Ebertin spricht von „Gründlichkeit, Fleiß“, aber auch von „glücklicher Trennung“ – dazu trägt dann die Mars/Uranus Opposition zwischen Waage und Widder, die sich exakt morgen früh um 11:00 ereignet, sicherlich bei (vielen Dank Thorsten für die Memo Vulkanismus!) – die Sollbruchstelle aller Koalitionen.

Ein bislang wenig beachteter Aspekt gibt den einzelnen Aspekten gleichsam ein Zelt: das Jupiter zu  Neptun Trigon zwischen Fische und Skorpion, bewegliches Wasser zu fixem Wasser („zuviel Gefühl“), alter Herr der Fische zu Neuem (fast noch stillstehend), beide gleichen Rechts. Hier spricht Ebertin von „Hoffnungsfreude, von Glück träumen, Glück vortäuschen – Alles auf eine Karte setzen, spekulieren.“ – aber auch „Eigenartigen Zielen nachgehen, übersinnliche Erlebnisse. Abenteuerliche Unternehmungen, kriminelle Vergehen.“ – Ebertin ist natürlich unerbittlich mit seinem Steinbock-Mond und Aszendent plus … Sonntag Morgen kurz nach 3 Uhr früh ist dieses Großereignis exakt.

Und als wäre das nicht genug, ist am Sonntag 16:48 Vollmond zwischen Schütze-Sonne und Mond in den Zwillingen. „Was hier unharmonisch wirkt, das ist die ungewöhnliche Geschicklichkeit, die die Mondnatur gewährt, in rücksichtsloser Weise für das Recht oder vielmehr für das einzutreten, woran man glaubt. Die Stellung wird zu einer besonderen Unduldsamkeit führen, die unter der Maske geistiger Toleranz einhergeht,“ schreibt Oskar Adler (der selbst einen Zwillinge-Neumond hatte).  Merkur betrachtet die Saturn-Dauerkonjunktion am selben Tag endlich rückläufig. Hier geht jetzt gar nichts mal schnell so, wenn überhaupt. Auch fundamentale Irrtümer halten sich beharrlich.

Vom heutigen Quincunx (150º) Mars in Waage/Chiron in Fische habe ich noch nicht gesprochen …

Das Jupiter/Neptun Trigon wird also gut durch Saturn/Merkur ergänzt. Wenn es gelingt, beides zusammen zu denken, verbindet sich hier Utopie/Träumerei mit gründlich durchdachten Plänen. Doch durch den Vollmond (plus Mondnähe Perigäum am 4.12!) und die Mars/Uranus Opposition ist mit (auch im wahrsten Wortsinn) eruptiven Ereignissen durchaus zu rechnen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Europa

Wen der Schlag trifft: Mars als Übeltäter

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Liebe Leserinnen und Leser,

ja, jetzt schläft es, das goldene Lamm, gerundet zur Ei-Form, dem Beginn, der dem Zeichen Widder zukommt. Mars ist Widder-Herrscher, aber der weilt – im Exil! – dem gegenüberliegenden Waage-Zeichen. Und ist dabei noch nicht mal in genauer Opposition zu rückläufig laufend Uranus in Widder – mit der Tendenz zu erruptiven Ausbrüchen.

Schlaganfälle – vielmehr: wann ein höheres Risiko besteht – erkennt man nicht mit reiner Sonnenstandsastrologie – meiner Beobachtung nach treten sie dann eher auf, wenn Mars laufend in Opposition zum Stand des eigenen Mars zu finden ist. Kennt man nur das Sonnenzeichen, übersieht man – obwohl sich Wichtiges sagen lässt zum Sonnenzeichen allein – den hierbei entscheidenden Punkt: Mars laufend in Opposition zu Mars Radix (Orbis, so weit das Zeichen reicht, „Genauer interessiert mich mehr“, zusätzliche Auslösungen geben immer noch eins drauf). Das geht etwa 2 Monate mit Mars Transit durchs Zeichen so und wird, wie gesagt, zur besonderen Herausforderung, wenn Mars in Opposition zum eigenen Mars im Radix – also dem Geburtshoroskop – läuft.

Nun wäre es leicht und billig, zu sagen: dann schau halt – wenn du Schlaganfall-gefährdet bist – dass du dich um die Zeit herum raus nimmst, dir ein Bündel funktionierender Stress-Abbau Methoden zurechtlegst – für alle Fälle – den lieben Gott einen guten Mann sein lässt, und sagst: „Mit mir nicht, ich hab ja Astrologie (oder einen Astrologen)“.

Foto Hofmann ©

Wenn es nur so einfach wäre! Es zeigt sich nämlich geheimnisvollerweise, wie das brisante Geschehen „eingebettet“ ist in einen Ablauf der Umgebung, wo vom Migräne-Wetter oder Orkan, der gleichzeitig draußen tobt, bis zum Nachbarn, der Hip-Hop bis 2 Uhr Nachts liebt, alles „passt“. Die Situation, die gleichzeitig das Zwischenmenschliche entgleisen lässt, erscheint in der angehäuften Irrationalität, wie der Zündfunke im Reiser, fast so, als würden die Inhalte der Diskussion oder Auseinandersetzung gerade mit dieser Konstellation just an den Punkt geführt, wo der Spruch: „Ich halt´s im Kopf nicht aus“, physische Realität zu werden versucht. Von einem multifaktoriellen Geschehen zu sprechen, ist schon Zerpflücken: denn könnte man aussteigen, man würd´s ja tun!?

Da stellt sich natürlich grundsätzlich die Frage, inwiefern das Wissen davon, dass eine bestimmte Konstellation einhergeht – alle 2 Jahre – circa – ! – mit der Herausforderung des eigenen Wesens so sehr, dass man denen mit Neigung zu Gefässproblemen im Kopf vorbeugend eine Verhaltensänderung empfehlen möchte – inwiefern dieses Wissen realiter zum vorbeugenden Nutzen verwendbar ist?

Wir sind so sehr in unseren Empfindungen, die uns zu Handlungen und Reden motivieren, abhängig von den Planeten und Sternen, dem gesamten kosmischen Zusammenhang – dass mit dem Γνῶθι σαυτόν – „Erkenne dich selbst“ – zunächst klar das Bekenntnis erfolgen muss: alles, was ich spüre und empfinde, wird von astralen Bedingungen getragen, denen man zunächst einmal ausgeliefert ist. Es stellt sich zu Recht die Frage: wer man selbst denn ist? Denn sind die Emotionen so sehr astral beeinflussbar, dass sie eigentlich als nicht ganz zu mir gehörig betrachtet werden müssen – das Puppenspiel, wo die Puppen an Fäden geführt werden, ist dafür die passende Metapher – dann kann doch jener, den es nach der Empfehlung zu Delphi des Gottes Apollon, nach dem Γνῶθι σαυτόν – „Erkenne Dich selbst!“ – zu entdecken gilt, nicht allein die Puppe sein, die von astralen Emotionen getrieben ist, wie eine Nussschale auf dem Ozean.

Das gilt natürlich um so mehr, je mehr man Schlaganfall-gefährdet ist – zunehmend mit dem Alter – entweder man schaltet´s Hirn an – oder `s Hirn schaltet sich aus.

Selbstredend dürfen wir hier astrologisch keine medizinischen Ratschäge geben! Die einzige Aussage in dieser Richtung ist: astrologisch gesehen erhöhtes Risiko bei Mars laufend Opposition Mars Radix. Paracelsus – Skorpion geboren – hat ja gesagt, Medizin ohne Astrologie sei Pfuscherei (er drückt sich gern deutlich aus … ). Solche Behauptungen können und dürfen wir nicht aufstellen. Worum es geht, ist astrologisch inspirierte Salutogenese – Gesundheits-Pflege: die meisten mit Mars Opposition Mars laufend bekommen keinen Schlaganfall (oder jedenfalls nichts, was oberflächlich bemerkbar wäre). Aber die mit Neigung dazu, sollten sich alle 2 Jahre den Transit merken, dick im Kalender anstreichen, stressfreien Urlaub buchen und viel frische Luft atmen. Und wenn das nicht möglich ist, dann wenigstens wissen, dass man/frau es im Prinzip in der Hand hat, den Kreislauf fröhlich laufen zu lassen und vor allem zu vermeiden, sich wegen irgendeiner Rechthaberei gehen zu lassen … lieber dabeibleiben gilt besonders natürlich für Widder-Aszendenten …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Mond, Mundan

Großes Theater

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… : Mond/Mars in Waage mit einem Merkur im Schütze-Sextil. Jupiter, Venus und Sonne dazwischen im Skorpion – per Aspekt verbunden mit den beiden Fische Rückläufern Neptun und Chiron: Heilung in der Liebe durch Glauben. Saturn ist mit Uranus rückläufig trigonal entspannt. Lilith hat fast unbemerkt in den Steinbock gewechselt, wo sehr lange Pluto weilt: Lindner ist Steinbock-geboren. Auch Westerwelle, dessen Rolle er kongenial metamorphorisiert, war Steinbock.  Adenauer auch. Mit Lilith im Zeichen Steinbock tut man – mehr, als sonst – gut daran, Autoritäten zu misstrauen.

Tageshoroskop:

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Prag, Venus

Uranus Saturn Trigon und Venus/Jupiter Konjunktion

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Liebe Leserinnen und Leser,

konstruktive Zeit, wo die beiden Inspirationszeichen Schütze und Widder verbunden werden zu einer stabilen Grundlage. Mond inspiriert die beiden im Feuertrigon schon länger und noch einige Zeit in der Lichtübertragung jeden Monat aus dem Zeichen Löwe. Gleichzeitig nähert sich die Venus Jupiter zur Konjunktion in Skorpion. Eine Konjunktion ist immer das Ende eines alten und der Beginn eines neuen Zyklus – hier zwischen Venus und Jupiter am Montag Morgen – und deswegen für alle Dinge, die Venus und Jupiter im Bedeutungs-Kontext betreffen – Liebe, Geld, Weisheit, Reise, Buch, Universität, Theologie, Professor – aber alles vor dem Skorpion-Hintergrund der Wandlung – und da natürlich wieder in voller Bandbreite der Entsprechungs-Analogie – grundlegend für den nächsten Jupiter/Venus Zyklus – etwas weniger, wie ein Jahr, denn Venus ist ein innerer Planet.

Wenn Uranus und Saturn harmonieren, dann harmonieren konservativ und progressiv – die beiden zivilisatorischen Grundstimmungen unserer Demokratien, ohne jetzt deren Funktionalität diskutieren zu wollen.

Impulsive (Widder Uranus) Tat passt zu sturer Weisheit (Saturn Schütze) – im Bereich des Denkens – der Inspiration – durchaus möglich.

Erst, wenn man sich klar macht, dass alle Emotionen astral gebunden sind, hat man jenes appolinische „Erkenne Dich selbst“ – Γνῶθι σεαυτόν – den kosmischen Menschen. Astrologie ist deswegen gerade für den kritischen, auf klare Beweise angewiesenen Zeitgenossen ein barrierefreier Zugang in die Anderswelt.

Wie es zustande kommt, erklärt sie nicht; – jedoch beweist sie, dass es das tut. Und das eben: ganz objektiv. Man muss nichts glauben. Aber man muss das Horoskop lesen lernen in intensivem Studium – und erst nach drei Jahren kann man es zu einem Gesamtbild bringen, wenn man jeden Tag dabeigeblieben ist. Das ist das Minimum an Disziplin für den Astrologieschüler: jeden Tag das eigene und die Horoskope ausgewählter Anderer auf Transite hin zu verfolgen. Dann wisst ihr auch, wo bei euch diese stabilisierende Kraft (Trigon Saturn/Uranus) inspirativ (Feuer) wirkt: außerdem Arbeit mit dem Wurzelchakra (Skorpion) für das „große“ (Jupiter) und das „kleine“(Venus) Glück.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus