Wen der Schlag trifft: Mars als Übeltäter

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, jetzt schläft es, das goldene Lamm, gerundet zur Ei-Form, dem Beginn, der dem Zeichen Widder zukommt. Mars ist Widder-Herrscher, aber der weilt – im Exil! – dem gegenüberliegenden Waage-Zeichen. Und ist dabei noch nicht mal in genauer Opposition zu rückläufig laufend Uranus in Widder – mit der Tendenz zu erruptiven Ausbrüchen.

Schlaganfälle – vielmehr: wann ein höheres Risiko besteht – erkennt man nicht mit reiner Sonnenstandsastrologie – meiner Beobachtung nach treten sie dann eher auf, wenn Mars laufend in Opposition zum Stand des eigenen Mars zu finden ist. Kennt man nur das Sonnenzeichen, übersieht man – obwohl sich Wichtiges sagen lässt zum Sonnenzeichen allein – den hierbei entscheidenden Punkt: Mars laufend in Opposition zu Mars Radix (Orbis, so weit das Zeichen reicht, „Genauer interessiert mich mehr“, zusätzliche Auslösungen geben immer noch eins drauf). Das geht etwa 2 Monate mit Mars Transit durchs Zeichen so und wird, wie gesagt, zur besonderen Herausforderung, wenn Mars in Opposition zum eigenen Mars im Radix – also dem Geburtshoroskop – läuft.

Nun wäre es leicht und billig, zu sagen: dann schau halt – wenn du Schlaganfall-gefährdet bist – dass du dich um die Zeit herum raus nimmst, dir ein Bündel funktionierender Stress-Abbau Methoden zurechtlegst – für alle Fälle – den lieben Gott einen guten Mann sein lässt, und sagst: „Mit mir nicht, ich hab ja Astrologie (oder einen Astrologen)“.

Foto Hofmann ©

Wenn es nur so einfach wäre! Es zeigt sich nämlich geheimnisvollerweise, wie das brisante Geschehen „eingebettet“ ist in einen Ablauf der Umgebung, wo vom Migräne-Wetter oder Orkan, der gleichzeitig draußen tobt, bis zum Nachbarn, der Hip-Hop bis 2 Uhr Nachts liebt, alles „passt“. Die Situation, die gleichzeitig das Zwischenmenschliche entgleisen lässt, erscheint in der angehäuften Irrationalität, wie der Zündfunke im Reiser, fast so, als würden die Inhalte der Diskussion oder Auseinandersetzung gerade mit dieser Konstellation just an den Punkt geführt, wo der Spruch: „Ich halt´s im Kopf nicht aus“, physische Realität zu werden versucht. Von einem multifaktoriellen Geschehen zu sprechen, ist schon Zerpflücken: denn könnte man aussteigen, man würd´s ja tun!?

Da stellt sich natürlich grundsätzlich die Frage, inwiefern das Wissen davon, dass eine bestimmte Konstellation einhergeht – alle 2 Jahre – circa – ! – mit der Herausforderung des eigenen Wesens so sehr, dass man denen mit Neigung zu Gefässproblemen im Kopf vorbeugend eine Verhaltensänderung empfehlen möchte – inwiefern dieses Wissen realiter zum vorbeugenden Nutzen verwendbar ist?

Wir sind so sehr in unseren Empfindungen, die uns zu Handlungen und Reden motivieren, abhängig von den Planeten und Sternen, dem gesamten kosmischen Zusammenhang – dass mit dem Γνῶθι σαυτόν – „Erkenne dich selbst“ – zunächst klar das Bekenntnis erfolgen muss: alles, was ich spüre und empfinde, wird von astralen Bedingungen getragen, denen man zunächst einmal ausgeliefert ist. Es stellt sich zu Recht die Frage: wer man selbst denn ist? Denn sind die Emotionen so sehr astral beeinflussbar, dass sie eigentlich als nicht ganz zu mir gehörig betrachtet werden müssen – das Puppenspiel, wo die Puppen an Fäden geführt werden, ist dafür die passende Metapher – dann kann doch jener, den es nach der Empfehlung zu Delphi des Gottes Appolon, nach dem Γνῶθι σαυτόν – „Erkenne Dich selbst!“ – zu entdecken gilt, nicht allein die Puppe sein, die von astralen Emotionen getrieben ist, wie eine Nussschale auf dem Ozean.

Das gilt natürlich um so mehr, je mehr man Schlaganfall-gefährdet ist – zunehmend mit dem Alter – entweder man schaltet´s Hirn an – oder `s Hirn schaltet sich aus.

Selbstredend dürfen wir hier astrologisch keine medizinischen Ratschäge geben! Die einzige Aussage in dieser Richtung ist: astrologisch gesehen erhöhtes Risiko bei Mars laufend Opposition Mars Radix. Paracelsus – Skorpion geboren – hat ja gesagt, Medizin ohne Astrologie sei Pfuscherei (er drückt sich gern deutlich aus … ). Solche Behauptungen können und dürfen wir nicht aufstellen. Worum es geht, ist astrologisch inspirierte Salutogene – Gesundheits-Pflege: die meisten mit Mars Opposition Mars laufend bekommen keinen Schlaganfall (oder jedenfalls nichts, was oberflächlich bemerkbar wäre). Aber die mit Neigung dazu, sollten sich alle 2 Jahre den Transit merken, dick im Kalender anstreichen, stressfreien Urlaub buchen und viel frische Luft atmen. Und wenn das nicht möglich ist, dann wenigstens wissen, dass man/frau es im Prinzip in der Hand hat, den Kreislauf fröhlich laufen zu lassen und vor allem zu vermeiden, sich wegen irgendeiner Rechthaberei gehen zu lassen … lieber dabeibleiben gilt besonders natürlich für Widder-Aszendenten …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

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