Mundan

Der Vogel Rok

1.1.2018 00:01

Liebe Leserinnen und Leser,

denn „Rok“ heisst in den slawischen Sprachen „Jahr“ – es ist der riesige Jahresvogel gemeint.

Aus dem Winterwendhoroskop (siehe hier direkt oben) mit dem Krebs-Aszendenten und dem Wassermann-Mond, wo es also gleich zu Beginn des Jahres zu dieser unglaublichen Begegnung zwischen Sonne und Saturn kam, im Zeichen Steinbock, können wir schließen, dass das Private (Krebs) öffentlich wird (Steinbock). Der Wassermann-Mond ist aus dem 8. Haus ausgebrochen und nun auch luftig in Haus 9 unterwegs – das Volk lernt dazu. Denn an Sylvester ist die Sonne schon ein Stück weiter; wie zum Verbund steht sie mit Lilith und Venus da, eingerahmt durch Saturn und Pluto.

Es geht um Grundsätzliches, denn das mächtige Stellium im Steinbock steht gut zu Mars/Jupiter im Skorpion und Neptun Chiron, Glückspunkt in Fische, weitgehend 6. Haus und mit Mond Quadrat im Luftzeichen Zwillinge die Verletzung durch Schabernack im Aspektbild.

Aber auch die Neuwahlen: Mond im Zwillinge-Zeichen als Herr von Haus 10 im Haus 9 – das Volk (Mond) wird Lehrer (Haus 10 – ist´s laut Deutschland-Horoskop sowieso) und wählt zwei mal (Zwillinge). Dann: totaler Sturz der aktuellen Macht – Das Steinbock-Thema

Fische und Neptun kommt in der Sylvesternacht auch deshalb zum Tragen, weil durch den Nebel der Pulververbrennung die Luft je nach Windbewegung so wird, wie in Peking bei Smog. Ein Martyrium für die verbliebenen Vögel, das viele nicht überleben. Hier trifft die Industriegesellschaft auf eine technische Ekstase, erlebt kollektiv Zeit-Entrückung: das Alte ist verabschiedet, das Neue noch nicht da: ein Raum der Möglichkeit tut sich auf, ein Zeitfenster, in das Fortuna einen Blick werfen darf, im gegossenen, saturnischen Blei – falls wir sie bitten, nicht achtlos ans uns vorüberzueilen und falls sie uns vor lauter Pulverdampf und Knallerei überhaupt findet!

Foto Termin ©

Aber aus der Krebs/Steinbock-Achse ist das 4. und 10 Haus geworden. Upside-down, aus oben wird unten: ein Jahr des Ausgleichs, der Diplomatie und des Neuanfangs. Regierung und Herrschaft klammert sich nichtsdestotrotz an den Felsen der Macht.

Venus ist eben die Herrin des Waage-Aszendenten: der stillstehende Uranus im Zeichen Widder in Haus 7 ist in der Defensive. Wie ein starker Zügel ist Widder-Herrscher Mars im ebenfalls eigenen Zeichen Skorpion zuständig für die Widder-Verwirklichung – Mit Mars bleibt er im Haus 2, Pluto können wir als zweiten, neuen Herrscher wiederum ins Stellium Haus 4 verfolgen: dennoch gilt es, in praktische Magie (Skorpion) zu investieren (Haus 2).

In allen Jahresvorausschauen, die ich bis jetzt gesehen oder gelesen habe, wird Neptun gewaltig unterschätzt. Er bewegt sich auf die Mitte des Fische-Zeichens zu und ist einer der drei Planeten, die sich zu Jahresbeginn im eigenen Zeichen befinden (Neptun/Saturn/Mars) – nur war es auch in den zurückliegenden Jahren nicht einfach, den neptunischen Einfluss zu erkennen und zu isolieren: dass man das Theater auf der Weltpühne (sic!) für real hält und daher glaubt, es spiele irgend eine Rolle, ob man sich für die Grünen, die Blauen, die Roten, die Schwarzen oder die Gelben entscheidet, kann man auch als Karikatur begreifen: unbemerkt bleibt, wie der Sinn selbst aus den Informations-Pools ausläuft, weil er traurig ist und sich im Rahmen der universellen Lüge keine Wohnung nehmen kann: „Klimawandel“, „Bit-Coin“, „Graviationswellen“, „Informationsgesellschaft“, „Elektromobilität“, „Mars-Besiedelung“, fast ist es gleichgültig, welchem Begriff man den Puls fühlen will – auf dem Lügendetektor verfliegt er zu praktisch Nichts, einem großen, und leider auch beängstigend ungeistigem Tohuwabohu, wo uns Glauben gemacht wird, dass wir schon halbe Maschinen sind – glücklich unterwegs durch die Galaxis – wo die Enterprise hinter einem außerirdischen Raumschiff geparkt auf uns wartet, welches aussieht, wie eine lange Zigarre auf Gottes rotem Sofa.

Wir bemerken, dass der Mond auf Vollmond zueilt, ein Vollmond im Pergäum, der Erdnähe; man hat sich angewöhnt von „Supermond“ zu sprechen: für Sensitive berührt Buddha hier lautlos den ganz großen Gong. Am 2. Januar, bei Vollmond im Krebs. Der beste Platz ist da die Schwitzhütte.

Merkur im Zeichen Schütze ist ganz still geworden, erlebt den richtigen „Zeitpunkt“:

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Fotos, Mundan

Nochmal Prognosen 2009

img_3228

Foto Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

die astrologischen Gewichte für´s nächste Jahr sind klar: Pluto im Steinbock, die folgenden Oppositionen von Saturn und Uranus zwischen Fische und Jungfrau, sowie das Quadrat von Saturn und Pluto im Herbst, der damit verbundene Zeichenwechsel von Saturn in die Waage, wo er “erhöht” ist, also viel stärker als in der Jungfrau. Dazu kommt die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 im Zeichen Krebs auf 29,27°, die sehr lang ist und am absteigenden Mondknoten stattfindet und in Opposition zu Pluto. Sie wird ausserdem in China und Indien gut sichtbar sein. Jupiter wechelt – dies das hoffnungsvollste – in den Wassermann. An technischen Ideen wird kein Mangel sein.

Schön und gut, aber was soll das jetzt bedeuten? Was weiß ein Astrologe wirklich, und wie geht er vor? Der Umbau zwischen Tradition und Utopie geht weiter und wird durch die Opposition Uranus-Saturn beschrieben. Diese Opposition hat sich so nahtlos ins Weltgeschehen um die Finanzkrise eingepasst, dass wir diese dadurch und durch den Eintritt von Pluto in den Ziegenfisch tatsächlich beschrieben sehen. Es ist ein Paukenschlag mit besonderem, vielleicht nie zuvor gehörtem Klang. Nun wird in Amerika gestritten, ob man sparsam bleiben soll, oder ob es richtig ist, die Gelddruckmaschine anzuwerfen, wie dies bereits geschehen ist. Die Befürworter sagen, nur weil man bereit ist, mit Geld um sich zu werfen, habe man bis jetzt den Zusammenbruch des Finanzwesen abwenden können.

Einige Astrologen: W. Noe, B. Hamann, sehen für Amerika noch dunklere Wolken heranziehen, was sich dem timing entsprechend zum Saturn-Pluto Quadrat ereignen soll. Dieses Quadrat ist exakt am 15.11.2009:

saturn-pluto-quadrat

Es hat einen Vorteil: wie wir sehen, ist für dieses Quadrat Saturn aus der Jungfrau herausgetreten, wo er aber doch wieder – rückläufig – landen wird. Allerdings hat dann für dieses Quadrat kurzfristig die Spannung zwischen Uranus und Saturn nachgelassen, denn sie kann nur zwischen Jungfrau und Fischen wirken, wo sich Saturn nun nicht befindet. Erschwerend hinzu kommt jedoch, dass Venus und Mars ebenfalls ein Quadrat bilden. Da Venus nicht zuletzt für Geld steht, muß man hier wohl tatsächlich mit Kursstürzen rechnen. Ich bin dennoch optimistisch für die USA. Ich bevorzuge das Horoskop mit dem Wassermann-AC, wonach dem Land das entsprechende Wachstum noch bevorsteht. Meines Erachtens „funktioniert“ dieses Horoskop bestens: da wäre die Pluto Opposition zu Jupiter als Herr von 2, also dem Besitz der Nation, ebenso wie Saturn über der Sonne: in den sauren Apfel beißen:

usa

Annahme der Verfassung durch den Kongress: USA, 17. Sep. 1787

Und es zeigt eben sehr schön, wann es wieder bergauf geht, nämlich wenn Jupiter den AC überschreitet, also schon bald. Dass er dabei Pluto verstärkt, der Haus 10 regiert, bedeutet eher einen Zuwachs an Macht. Ich glaube sogar, das eigentlich amerikanische Zeitalter liegt nicht hinter uns, sondern steht uns noch bevor: es wird ein amerikanisch-chinesisches Zeitalter sein.

Das Quadrat zwischen Saturn und Pluto verläuft, daher die Kraft, zwischen kardinalen Zeichen und den Haupt-Achsen. Das Thema lautet: Recht und Gesetz. Die bestimmende in dem Konflikt ist Venus, denn sie beherrscht die Waage. Doch selbst wird sie wieder von Pluto beherrscht, der von Saturn abhängig ist, und dieser wieder von Venus. Man merkt: es dreht sich im Kreis.

Doch wie schlimm wird das? Es stehen sich hier auch – wie bei der Opposition von Uranus und Saturn, die ja noch vier mal exakt sein wird, zwei Ansichten gegenüber. Die eine sagt: das Geschehen ist von uns nur marginal beeinflussbar. Ich nenne es: das objektive Modell. Danach stehen wir grundsätzlich außerhalb des Weltgeschehens und können bestenfalls reagieren. Diese Anschauung ist überaus realistisch.

Die andere Anschauung geht von einer persönlichen Mitverantwortung an allem aus, was geschieht. Demnach sind wir nicht nur Beobachter des Weltgeschehens, sondern auch Akteure. Wie „schlimm“ dieses Quadrat zwischen Saturn und Pluto wird, hängt demnach von uns selbst ab. Kritiker dieser Anschauung werfen den engagierten Humanisten, die so denken, vielleicht zu Recht Naivität, sogar Überheblichkeit vor:

„Du kleines, völlig unbedeutendes Staubkorn im Universum hältst Dich berufen, die Welt zu retten? Geh doch auf die Straße, und schau, ob Du in der Lage bist, einen einzigen Menschen davon zu überzeugen, sein Leben zu ändern, ganz zu schweigen von Dir selbst. Du schaffst es ja nicht mal, ein Kilo abzunehmen.“

Natürlich haben die Kritiker Recht. Wenn ein Astrologe eins plus eins zusammenzählt, die Lage analysiert und das politische Weltgeschehen kennt, so lassen sich für dieses Saturn-Pluto Quadrat eine Handvoll Entsprechungen finden, die, weil der Lauf der Dinge schon immer so ging, wohl auch diesmal wieder schief laufen werden.

Mir geht es vielmehr bei der prediction um Navigation der Seele: wir kennen die Herausforderungen und werden sie meistern. Dass sie tough sind und wann wir mit ihnen rechnen können, ist besser als Blindflug. Und genau das kann Astrologie. Zudem gibt es „ablenkende“ Entsprechungen, die wir ganz instinktiv finden. Frau Held mit Super-Stellium im Wassermann meistert den Wassermann-Neptun Transit, indem sie in die Neptun-Strasse zieht, bevor sie von Astrologie jemals gehört hat. Andere nehmen einen Zimmerbrunnen. Vielleicht fällt uns für das Pluto-Saturn Quadrat etwas ähnliches ein.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Geschichte, Länder, Mundan, Weltbild

Das Jahr 2009

Nürnberg, 18:17 – Prognosen für das neue Jahr zu erstellen, gehört zu den Aufgaben, die man Astrolgen abverlangt, weil es Beispiele genug von absurd konkreten Ereignisen gibt, bei denen sich bekannte Astrologen hervorgetan haben. Das jüngste ist sicherlich die Vorhersage des Zusammenbruchs der Sowjetunion durch Liz Greene Jahre vorher, als noch keiner etwas ahnte. Doch nicht nur das: auch, wie es passieren würde hat Liz Greene genau beschrieben. Und diese akribische Jungfrau (04. Sep. 1946, 13:00 Englewood, NY, USA) mit Intuition hat uns auch gesagt, wie sie das gemacht hat: natürlich ging sie von der Neptun-Saturn Konjunktion 1989 aus und vom Horoskop der Sowjetunion.

William Lilly (30.04.1602 2:00 LMT Diesworth, GB) saß kurz im Tower, der als eines der wenigen Gebäude vor den Flammen des Großbrands in London im Jahr 1666 gerettet werden konnte, weil er für dieses und das Vorjahr London Katastrophen vorausgesagt hatte. Das waren dann die Pest und der Großbrand. Nachdem er aber plausibel machen konnte, es habe sich bloß um astrologische Berechnungen geahndelt, die er 14 Jahre vorher angestellt hatte: Saturn wird demnach auslösend gewesen sein, ließ man ihn wieder laufen.

Der Kaiser Titus Flavius Domitian (24. Okt. 51, 20:00 in Rom) erstellte die Horoskope möglicher Konkurrenten um die Macht. Wessen Radix ihm eine Bedrohung signalisierte, den ließ er umbringen.

domitian

domitian-horoskopDer Geschichtsschreiber Sueton berichtet in seinen Kaiserbiographien:

„.. er führte über die Geburtstage und -stunden der vornehmsten Männer genauestens Buch, was den vorzeitigen Tod nicht weniger von ihnen zur Folge hatte, die nie im Traum daran gedacht hatten, einmal an die Macht zu kommen.“

In seiner Jugend hatten ihm die Astrologen einen frühen und gewaltsamen Tod vorhergesagt. Einer der Astrologen war der Magier, Astrologe und Horuspex Larginus Proculeus. Das genannte Datum war der 18. 9. 96 n. Chr.

Einen Tag vor dem bezeichneten Termin ließ Domitian einen anderen Astrologen – Askletarius – zu sich führen und fragte ihn nach seiner Meinung.

Askletarius bestätigte das Datum. Und er fügte hinzu: “ Noch ehe die elfte Stunde anbricht.“

Um die Prognosen zu widerlegen, fragte Domitian den Astrologen, ob er für sich selber etwas für die nächsten Stunden prophezeien könne.

Askletarius erwiderte:

„Ja, ich werde von wilden Hunden in Stücke gerissen werden.“

Um die Prognose zu entkräften, ließ ihn Domitian sofort enthaupten und befahl den Leichnam zu verbrennen. Ein Gewitter brach los und löschte den schon brennenden Scheiterhaufen. Die kaiserliche Wache suchte Schutz vor dem Regen. Eine Meute wilder Hunde stürzte sich über den angebrannten Körper des Astrologen. Ein Grauen bemächtigte sich Domitians. Er begann zu zittern.
In der Nacht vor seinem letzten Lebenstage sprang er schreckerfüllt von seinem Lager auf und weckte das halbe Gesinde: „Morgen wird sich der Mond im Wassermann mit Blut beflecken und eine Tat geschehen, von der die Menschen auf dem ganzen Erdkreis reden.“

Am nächsten Morgen, es war noch Nacht, wurde dem Kaiser ein weiterer Astrologe vorgeführt, Larginus Proculeus.

Dieser bestätigte gleichfalls die elfte Stunde des angebrochenen Tages als Todeszeitpunkt.

Domitian fragte den Astrologen nach seiner Meinung für sein eigenes, das des Astrologen, Leben.

Dessen Antwort: „Mein Schicksal ist es nicht, durch Dich zu sterben. Du wirst mich nicht töten.“

Sofort befahl Domitian die Hinrichtung des Astrologen für den nächsten Tag, um vor ihm triumphieren zu können. An Leib und Gliedern zitternd ließ sich Gottkaiser Domitian in ganz kurzen Abständen die Zeit ansagen. Schließlich wurde ihm, um ihn in Sicherheit zu wiegen, mitgeteilt, es sei die elfte Stunde vorüber. Erleichtert beschloss Domitian ein Bad zu nehmen. Dort wurde er mit sieben Stößen niedergemacht. Seine eigene Gattin, Domitia Longina, leitete die Verschwörer.

Ebenso frapant ist die vorausgesehene Biographie des Prinzen Christian von Dänemark durch Tycho von der Brahe, oder der vorhergesagte gewaltsame Tod Wallensteins durch Kepler, dies in Unkenntnis der Person, da das Horoskop anonym erstellt wurde.

Natürlich gibt es noch viele weitere Beispiele. Mir geht es jedoch hier um etwas anderes. Die astrologsichen Gewichte für´s nächste Jahr sind klar: Pluto im Steinbock, die folgenden Oppositionen von Saturn und Uranus zwischen Fische und Jungfrau, sowie das Quadrat von Saturn und Pluto im Herbst, der damit verbundene Zeichenwechsel von Saturn in die Waage, wo er „erhöht“ ist, also viel stärker als in der Jungfrau. Dazu kommt die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 im Zeichen Krebs auf 29,27°, die sehr lang ist und am absteigenden Mondknoten stattfindet. Sie wird ausserdem in China und Indien gut sichtbar sein. Jupiter wechelt – dies das hoffnungsvollste – in den Wassermann. An technischen Ideen wird kein Mangel sein.

indien-republik

china

Regierungsbildung laut New York Times mit Nationalhymne am Morgen, jeweils anklicken zum Vergrößern.

Was ich damit sagen will, ist dies: bevor wir uns auf eine Prognose für das nächste Jahr einlassen, denken wir einen Augenblick an die Verantwortung des Prognostizierenden:

Aus dem Buch Jonas, 3,4: „Und da Jona anfing hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an, beide, groß und klein. …“ … Und Vers 3,10: „Da aber Gott sah ihre Werke, daß sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn des Übels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat’s nicht.“

Jonas, der Prophet, kommt damit nicht gut zurecht. Denn ein Unglück, das ausbleibt, macht einen Propheten nicht berühmt: „Und der HERR sprach: Dich jammert des Rizinus, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb; und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher großen Stadt, in welcher sind mehr denn hundert und zwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?“

Mehr dazu morgen.


Geschichte, Mundan

Stellium im Steinbock

Nürnberg, 17:55 – „Dort ist das Tor der Bahnen von Tag und Nacht“, schreibt Parmenides, jener Begründer aller westlichen Philosophie (und ihr Höhepunkt gleichermaßen), „Türsturz umschließt es und steinerne Schwelle.“

Das Sternbild des Steinbocks wurde im alten Griechenland als Tor zu den Göttern erlebt. durch das die Menschenseelen nach dem Tode hindurchgehen müssen, um zu höheren Regionen des Daseins zu gelangen“, schreibt W.O.Sucher (Isis-Sophia). Uralt ist das Zeichen vom Ziegenfisch und geheimnisvoll, und alle sind sich sicher, dass dadurch das Realitätsprinzip wie durch nichts anderes, hart und schnörkellos ausgedrückt wird. Bemerkenswert, wie Steinbock auch optisch immer ins Gesicht geschrieben ist: als AC, als erhöhter Mars im Steinbock, oder als Sonne. Und dies tatsächlich schon und gerade am ersten Steinbock-Tag. Helmut Schmidt ist natürlich ein typischer Vertreter dieser mitunter harten und edlen Art. Allerdings hat Saturn auch ein anderes, ein Narrengesicht: wurden doch in Rom die Saturnalien gerade innerhalb des Zeitraumes jener zusätzlichen 5 Tage gefeiert, die es verhindern, dass 360 genau durch 12 teilbar wäre. Um eine Anpassung an den Mondrhythmus kann es sich kaum handeln, denn dazu bräuchte es nicht 5, sondern 11 Tage. Daher halte ich die Theorie, dass die Erde einmal ursprünglich nur 360 Tage brauchte, um die Sonne zu umrunden, für sehr interessant. Denn praktisch alle Völker haben zwei Kalender, einen mit ca. 365, einen mit 360 Tagen pro Jahr. Die Saturnalien nun – Narrengesicht – sind unser Karneval – Spektakel des Wahnsinns, Umkehrung der Realität: in Rom durfte ein Sklave König sein. Für kurze Zeit, danach jedoch mußte er sterben. So sollten wir nicht vergessen, dass Saturn früher auch den Wassermann mitregierte, und also noch einen anderen, polarisierenden Charakter hat. Nachfolgende Zeichnungen aus einem alten Buch geben auch die Verbundenheit von Jupiter und Saturn wieder:

img_3077

img_3075

Die obere Darstellung zeigt Saturn zwischen Wassermann und Steinbock, die untere soll den Jupiter darstellen, zwischen Fischen und Schütze, seinen Zeichen. Schauen wir auf das Symbol von Jupiter, so erkennen wir: würde das Symbol um 90° gedreht, verwandelte dieses Jupiter-Symbol sich in das Zeichen von Saturns. Dieses Geheimnis birgt auch der Sechsstern, oben einem Davidschild annähernd ähnlich. Es ist der Rhythmus der kardinalen Stellungen von Jupiter und Saturn, der Davids Schild ergibt, den Stern von Bethlehem in der dreifachen Konjunktion von Saturn und Jupiter im Jahre 7 v. Chr. Dazu dieser Tage mehr!

mars-pluto-2008

Dieses Bild zeigt das Stellium zur Konjunktion von Mars und Pluto am 28.12.2008 um 21:18 für Nürnberg (zwei mal zum Vergrößern anklicken!). Wir wir sehen, jede Menge Steinbock-Energie – es ist realistisch, unter diesen Umständen mit Krebs gegenzusteuern, zumal auch Saturn, wir sehen es, in die Quadratur gehen will, was aber noch dauert.

P.S.: 17.03.2020 – das aktuelle Steinbock-Stellium unterscheidet sich gegenüber dem von 2008 vor allem durch die Abwesenheit des Hausherrn, Saturn. Er verlässt (vorübergehend) den Steinbock am 22.03.2020 – so lässt sich ermessen, was er ausmacht.

Geschichte, Personen, Poetry, Weltbild

Neptun-Uranus Rezeption

erde-und-neptunFotomontage: NASA

“ … als Le Verrier damals die Bahn des Uranus untersucht hat, hat er auch festgestellt, dass Neptun sich nicht so bewegt, wie es die Gravitationstheorie vorhersagen würde. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Theorie falsch war. Sondern nur, dass da etwas war, dass man vorher noch nicht kannte und dessen Einfluss man deswegen auch nicht berücksichtigen konnte. In diesem Fall war das der Planet Neptun. Genau so war es mit der dunklen Materie. Die Astronomen können „sehen“ dass sie da ist – eben weil sie (auch wenn sie nicht leuchtet) gravitativ wirkt. Und diese gravitative Wirkung macht sich in der Bewegung der sichtbaren Sterne bemerkbar.“

So schreibt Dr. Florian Freistetter am 4.12.08 in seinem Sience-Blog. Nun müssen wir anfügen, dass jenes kleine Wörtchen „… war es mit der dunklen Materie …“ nicht zutreffend ist, sondern man forscht diesbezüglich, und abgesehen von einer großen Unwägbarkeit und einer Vermutung gibt es gar nichts. Solche Täuschungen sind jedoch typisch für das astrologische Wirken des Neptun.

Wirklich interessant ist, dass Neptuns Entdeckung aufgrund der Abweichungen von Uranus Umlaufbahn von zwei Mathematikern zeitgleich und unabhängig voneinander vorbereitet wurde. Gesichtet wurde Neptun wohl am 23. November 1846. Da stand er wie heute im Wassermann und pflegte eine Konjunktion zu Saturn, als hätte er den gebraucht, um in die Welt der festen Dinge hineinzukommen. (Wir kennen Neptun also noch keinen Umlauf lang durch den Tierkreis, und werden dies am 3. Mai 2009 zum ersten Mal erleben!) Die beiden Mathematiker, die damals die Vorarbeit zur Sichtung leisteten, hießen Urban Le Verrier, geboren am 11. März 1811 um 10:00 AM in Saint-Lô, Frankreich:

leverrier_l11

le-verrier… und John Coach Adams (geb, 5. Juni 1819 in Leneast, Cornwall, GB). Wir können erkennen, dass Neptun zur Zeit seiner Entdeckung (Wassermann 25.20°) im Haus 10 von Le Verrier stand, und dazu im genauen Quadrat zu Jupiter im 12. Haus im Stier: dem Unendlichen Substanz (Jupiter, Stier, 12) geben, und dabei Wissen und Bewußtsein erweitern, allerdings in Form eines kollektiven Wettstreits. Dabei zeigt sein Geburtsbild, genau wie zur Entdeckung des Planeten Neptun, ebenfalls eine Konjunktion Neptun-Saturn.

Zeitgleiche Entdeckungen sind in der Wissenschaft keine Seltenheit. Das Periodensystem der Chemie selbst wurde 1869 nahezu gleichzeitig und unabhängig voneinander von Dmitri Ivanovitch Mendeleiev, 8. Februar 1834 in Tobolsk, Russland und Julius Lothar von Meyer (19. August 1830, Oldenburg) begründet. Ähnliches wird von der Entdeckung des Aids-Virus berichtet. Luc Montagnier (geboren am 18. August 1932 um 2:00 AM in Chabris, Frankreich) und Robert Gallo (geb. 23. März 1937 in Waterbury, CN) USA entdeckten das Virus zeitgleich.

Der Zusammenhang zwischen allen drei Entdeckungen (Virus, Chemie, Planet selbst) ist astrologisch als Neptun-Zuordnung eindeutig klassifiziert (das Penicillin könnte man auch noch benennen, doch da ist die Geschichte uneindeutig).

Merkwürdig genug sind diese „Zwillingsentdeckungen“, die von rein materiell denkenden naiven Realisten (als Denkrichtung, nicht als Beleidigung gemeint!) dem Zufall zugerechnet werden. Uns Astrologen ist dies – das scheinbar Zufällige – und weit mehr Forschungsmaterie. Interessant und bedeutungsvoll ist auch das Horoskop des Uranus Entdeckers William Herschel, welches ich in unterer Grafik mit seinem Todestag in ein Synastriebild kombiniert habe (zum Vergrößern zwei mal draufklicken):

herschel-todestag

William Herschel, geb. am 15. November 1738 in Hannover, gest. am 25 August 1822 Sough

herschel-bild

Abgesehen davon, dass dieses Portrait optisch den Skorpion reinsten Wassers zeigt (Waage-AC scheint mir auch möglich), bietet das Horoskop seines Todeszeitpunkts die gradgenaue Konjunktion von Uranus zu Uranus Radix, eben jenes Planeten, den er entdeckt hat. Herschel wurde genau so alt, wie der von ihm entdeckte Planet Uranus für einen Umlauf braucht. Und auch die Neptun Korrelation zeigt sich im Horoskop, nämlich durch eine Opposition des laufenden Neptun zum Geburtsneptun. Was jedoch nicht verwunderlich ist, weil die beiden Planeten rhythmisch miteinander „tanzen“. Den Krebs-AC habe ich auf die rhythmische Auslösung (nach Döbereiner) seines Uranus erstellt, reine Spekulation, aber doch auch Forschung. Man/frau beachte auch die gradgenaue Mondknoten-Opposition zum Todestag.

Kommen wir zurück auf den Anfang unseres Posts, wo ein Astronom, Dr. Freistetter, versucht, die Neptun-Entdeckung anlog zur „Entdeckung“ der „dunklen Materie“ (Spekulation) zu setzen. Wer so etwas macht, wird dabei – wen wunderts – von Neptun beeinflußt, das bedeutet verwirrt. Denn Neptun ist astrologisch nicht nur Chemie, Viren, der Schleier und positiv der Regenbogen, sondern auch die Täuschung! Mit Herr Dr. Freistetter ist nun freilich nicht gut Kirschen essen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Esoterik zu bekämpfen. Sprechen wir jedoch von „dunkler Materie“, so sprechen wir von geschätzten 95% des gemessenen und gewogenen Universums! Abgesehen davon, dass das wirklich sehr spekulativ ist, müssen wir auch feststellen, dass ein Fehlerquotient von 95% wohl oder übel den kosmologischen Rechnungen zugrunde liegen muss, nach denen eben gerade die Existenz der sogenannten „dunklen Materie“ als Hypthese postuliert wird. Dies freilich kommt Naturwissenschaftlern mit der Hoffnung auf CERN-Ergebnisse nicht mehr selbstkritisch zu Sinn, weshalb sie einen erstaunlich großen Teil ihrer Zeit dem Kampf gegen die „Esoterik“ widmen. Auch glauben Sie, die quantenphysikalischen Messungen schon verstanden zu haben, und lassen sich gern zu einem jovialen Ton herab, wenn sie mitbekommen, dass man nicht in ihrem Sujet promoviert hat. Allein, dass namhafte Vertreter ihres eigenen Faches dies anders sehen, wird verdrängt:

„Viele Physiker hofften, dass die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich, doch solche Hoffnungen werden durch eine Serie neuer Experimente zunichte gemacht“, sagte der dieses Jahr verstorbene Physiker und Nobelpreisträger John Archibald Wheeler.

„Unsere Gedanken, unser Wille, Bewusstsein und Empfindungen weisen Eigenschaften auf, die als Merkmale des Geistigen bezeichnet werden können. Damit sind Intentionalität, Nicht-Lokalität, Nicht-Kopierbarkeit, Nicht-Kommunizierbarkeit usw. gemeint. Der Geist ist also im wahrsten Sinne »nicht zu fassen«. Geistiges lässt keine direkte Wechselwirkung mit den bekannten naturwissenschaftlichen Grundkräften – wie Gravitation, elektromagnetischen Kräften etc. – erkennen. Auf der anderen Seite aber entsprechen diese Eigenschaften des Geistigen haargenau denjenigen Charakteristika, die die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen“,

so schreibt Dr. Christian Hellweg, der praktischerweise Physik und Medizin studiert hat, und vielleicht etwas tiefer blicken kann. Und Dr. Hans-Peter Dürr, der ehemalige Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München …

“ … vertritt heute die Auffassung, dass der Dualismus kleinster Teilchen nicht auf die subatomare Welt beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig ist. Mit anderen Worten: Der Dualismus zwischen Körper und Seele ist für ihn ebenso real wie der “Welle-Korpuskel-Dualismus” kleinster Teilchen. Seiner Auffassung nach existiert ein universeller Quantencode, in der die lebende und tote Materie eingebunden ist. Dieser Quantencode soll sich über den gesamten Kosmos erstrecken.“ (Readers Edition)

All diese Dinge sind astrologisch gesehen Neptun-Phänomene: das Nicht-Wissen, ob es sich um Welle oder Teilchen handelt, die Veränderung der Ortsbestimmung von Photonen allein durch Beobachtung, Nicht-Lokalität, ect. Und dass sie so sehr in den Vordergrund rücken, mag der anhaltenden Neptun-Uranus Rezeption geschuldet sein (einer im Zeichen des anderen), die wie eine Durchdringung und Verstärkung wirkt.

Wir können uns darauf vorbereiten, wenn unsere Physiker endlich den objektiven Beweis ihrer Grenzen gefunden (bzw. begriffen) haben werden, ihnen freundlich und interessiert zur Seite zu stehen mit den erstaunlichen und fast unerforschten Tiefen der Astrologie und des Bewußtseins. Wir wissen als Astrologen sogar, wann dies sein wird: wenn „Butter bei die Fische geht“, also 2012 ff., wenn Neptun in die Fische geht!

Personen, Poetry

Rainer Maria Rilke

bild-rike-von-emil-orik-1917

4. Dezember 1875 um 23:50 PM in Prag

rilke

Daraus, daß einer dich einmal gewollt hat…

Daraus, daß einer dich einmal gewollt hat,
weiß ich, daß wir dich wollen dürfen.
Wenn wir auch alle Tiefen verwürfen:
wenn ein Gebirge Gold hat
und keiner mehr es ergraben mag,
trägt es einmal der Fluß zutag,
der in die Stille der Steine greift,
der vollen.

Auch wenn wir nicht wollen:
Gott reift.

R.M. Rilke

Dies ist das achte Gedicht aus dem „Buch vom mönchischem Leben“, 1899. Es ist Teil einer Kompilation, die Rilke „Das Stundenbuch“ nannte, und schon dies allein verpflichtet mich, dem großen Dichter zu huldigen. Ich komme etwas zu spät für den Jubilar, aber immer noch steht die Sonne im Schützen, also laut indianischer Astrologie im Zeichen der Eule. Zum Wassermann-Mond sagt Oskar Adler ein paar eulenweise Worte: „Es entsteht so das Bild eines Menschen, der zeitlebens in dem Glauben befangen ist, vor allen anderen ausgezeichnet und etwas danz und gar einmaliges zu sein, aber nicht begreift, um wessentwillen er eigentlich diese Auszeichnung genießt.“ „Mit Mond in Wassermann ist man entweder die unverstandene Frau, oder der verkannte Mann.“ Wenden wir diese Zeilen auf obiges Gedicht an, so begreifen wir schnell, dass einfache Psychologie beim Genie an eine Aussagegrenze stößt. Denn das Unverstandene und Unverständliche, das Einzigartige, das Hervorgehobene ist hier, wie bei allen Rilke Gedichten in Worte gegossen, die es eben doch – dies das tiefe Geheimnis der poetry (um nicht „Poesie“ zu sagen) verständlich ist, und zwar so sehr, dass Rilkes Gedichte gleich denen des nicht minder genialen Hölderlin sogar über kurz oder lang absolut praktische und brauchbare Wegweiser für den einzigen Weg, den es sich zu gehen lohnt, sind: den Weg der Seele zu sich selbst. Sein Wassermann-Mond wird ihn auch an Lou Andreas-Salome gebunden haben (12. Feb. 1861 St. Petersburg), eine Wassermann-Frau mit unendlich offenem Fische-Mond. Lou Albert-Lasard, Skorpion mit wahrscheinlich Schütze-Mond (10. November 1885 in Metz) hatte, wie Rilke, eine Steinbock-Venus. Warum er sich vom Namen Lou angezogen fühlte, hab ich noch nicht rausgefunden. Ob es mit der verstorbenen Schwester zu tun hatte? Dass sich der Dichter in der bohème heimisch fühlte, zeigt uns die Lilith in vierten Haus. Und seine Unstetigkeit bei der Wohnortwahl mag dem Trigon von Uranus und Sonne geschuldet sein. Bei einem Dichter muß ich wohl nicht eigens auf Jupiter und Merkur in Haus 3, dem des Schreibens und der Intelligenz hinweisen?

Fotos, Fragen

Große Reise

Nürnberg 17:48 – es gibt Menschen, die haben eine große Sehnsucht nach dem Aufbruch in fremde Länder. Bei denen schauen sich Astrologen gern das 9. Haus an.

img_2923

Bearbeitung M. Termin

Haus 9. steht für Ausland, Reisen (besonders mit dem Schiff) und allgemein Bewußtseinserweiterung. Die Alten sprachen vom „Haus Gottes“. Auch die Veröffentlichungsmöglichkeiten von Büchern sind durchs Haus 9 gegeben. Horoskope von Schriftstellern zeigen sehr oft eine Haus 9 Betonung (Achse 3/9), bei den meisten Universitätsprofessoren findet man gern ein Schwergewicht, also Jupiter mit Mond z.B. in Haus 9. Haus 9 ist das letzte Haus des „sozialen“ Quadranten. Dieser beschreibt allgemein die Dinge, die uns von anderen entgegenkommen. So zieht z.B. ein Waage-AC die Widder Energie magisch an, ob er will, oder nicht (und meist will sie/er nicht). Dennoch ist es gut, einen Partner aus dem entgegengesetzten Bereich zum eigenen AC zu haben, weil wir so – Seite an Seite – Vollständigkeit gewinnen. Haus 8 bringt die Energie des Hauses 7 zur Verwandlung in die „Unterwelt“. Haus 9 zieht daraus Schlüsse und macht eine Weisheit zur Lehre. Die natürliche Affinität ist die des Zeichens Schütze.

ausland

Oberes Horoskop behandelt die Frage, ob die fragende Person wohl im Ausland mit einem Laden für Häkelmoden erfolgreich sein könnte. Die Venus, Herrin von Haus 1, steht in 10: das Horoskop gibt die Frage wieder. Merkur, Herr von 2 – also dem Einkommenshaus der Fragenden – steht jedoch im Haus 8: andere würden von ihrem Einkommen profitieren. Interessant ist der gerade ins Haus 9 zurückgefallene Jupiter, der Merkurs Dispositor ist. Einmal, weil er ziemlich nahe am MC steht, und dann, weil er doch eine Tendenz zu Haus 9 hat, dem Reisehaus, und somit die Frage doppelt spiegelt.

Was sagt der Mond? Er steht in 12: die Fragende glaubt nicht an das Gelingen ihres Vorhabens. Mond ist im Widder, was ihrem Sonnenzeichen entspricht.

Wenn wir das Horoskop drehen, steht Mond in Haus 6 von Haus 7 aus. Ich will gestehen, Haus 7 bin in dem Fall ich. Mein Auslandshaus ist also das Krebs-Haus, und es hängt definitiv von dem ab, was ich arbeite (Mond in Haus 6).

Venus wird das Zeichen demnächst wechseln: also, wie auch immer die Frage beantwortet wird, es kommen sehr bald neue Perspektiven zum Vorschein. Und der Mond – das ist gut – hat ein Trigon zur Sonne und eines zu Mars, und Mars bin ich selbst.

Fazit: es kann durchaus was werden, vor allem wegen der Nähe von Venus zum MC. Aber es kommt noch was dazu, was der Mond einbringt, wenn er einen Aspekt mit der Sonne und dem überhitzten Mars bildet …

Fotos, Poetry

Jupiter-Saturn-Tier

Nürnberg 22:09 – das Kamel ist ein Jupiter-Saturn Tier. Mir ist das sofort einsichtig. Zweifelt jemand?

img_2914

Foto Markus Termin ©

Spruch 50 aus dem Thomas Evangelium:

Jesus sprach:

„Wenn sie euch sagen:

‚Wo kommt ihr her?‘,

sagt zu ihnen:

‚Wir sind aus dem Licht gekommen,

dem Ort,

wo das Licht aus sich selbst heraus

geworden ist.

Es entstand

und wurde in unserem Bilde manifest.‘

Wenn sie euch sagen:

‚(Wer) seid ihr?‘, sagt:

‚Wir sind seine Söhne,

und wir sind die

vom lebendigen Vater erwählten.‘

Wenn sie euch fragen:

‚was ist das Zeichen

eures Vaters an euch?‘,

sagt ihnen:

‚Es ist, in einem,

Bewegung und Ruhe.'“‚

Fotos, Fragen, Personen

Mars in Cazimi

img_2907

Foto Markus Termin ©

freundschaft

neptun-freundschaftNürnberg 21:20 –  es erreicht mich der Anruf einer lieben Klientin, die um die Freundschaft zu ihrer besten Freundin fürchtet. Wir machen beides, ein Stundenhoroskop (oben) und den Vergleich der Synastrie (unten). Das Stundenbild gibt die Frage perfekt wieder, denn nach den astrologischen Zuordnungen von Hannelore Goos ist Jupiter-Venus das Signum für Frauenfreundschaft. Aber wir müssen uns auch das Haus 11 angucken, wo Saturn herrscht und Chiron steht, ebenfalls ein Signifikant für die Freundschaft. In allen Fällen ist es aber bei diesem Bild gehupft wie gesprungen: nehmen wir Venus (Herrin von 7) für die Freundin, so steht sie im Quadrat zum AC meiner Klientin. Nehmen wir Saturn als Herrn von 11 für die Freundin, so steht dieser im applikativen Quadrat zum Mars, der selbst – Hauptsignifikant meiner Klientin, im Haus des Verlustes, dem Haus 8 residiert und der dort – Mars in Cazimi – sehr stark ist, die Sache vehement vertritt. Saturn wäre in Haus 6, eingeschlossen in der Jungfrau.

Wenn wir in die persönlichen Radixe gehen, sehen wir: die Freundin ist eine Jungfrau und sie hat darüber hinaus die Saturn-Wiederkehr gerade dieses Jahr durchgemacht. Und genau Saturn steht immer noch nahe genug auf dem Mars meiner Klientin in der Jungfrau, während er deren Freundin wohl weiter einer Prüfung ihrer Fassungskraft unterzieht.

Die Freundin meiner Klientin ist Skorpion-AC. Jedes Jahr um diese Zeit, so sagt meine Klientin, wird die Freundin bissig. Das sind Sonne und Mars im ersten Haus.

Wenn wir nach dem Wesen der Freundschaft suchen, fällt der gradgenaue Neptun-Neptun Kontakt auf, der sich – absolut passgenau – auf Haus 1 meiner Klientin und Haus 7 ihrer Freundin bezieht. Und tatsächlich sind Spannungen zwischen den Frauen, seitdem meine Klientin das Rauchen aufgegeben hat. Neptun ist eben auch eine Tabak-Freundschaft. Der aktuelle Streit bezieht sich sogar genau auf dieses Thema, der durch Mars in Cazimi angeheitzt wird, wie auf einer heißen Platte. Darüber hinaus sehen wir eine brillante Jupiter-Merkur Konjunktion zwischen den beiden in der Synastrie: kein Wunder, dass sie sich gegenseitig bereichern konnten.

Ob dies auch in Zukunft so sein wird? Meine Klientin macht eben eine berufliche Erfolgsphase durch, die gerade erst einmal angefangen haben dürfte und sich noch steigern wird, wenn Jupiter Anfang nächsten Jahres in den Wassermann geht. Ihre Freundin erlebt das Gegenteil: Saturn zieht – langsamer als Jupiter – zäh über ihr Haus 10. Eine solche Differenz zu verkraften, ist nicht leicht.

Das Stundenhorskop spricht mit den applikativen Quadraten von künftigen Konflikten. Vielleicht können sie sich später einmal wiederfinden? Dem Mars in Cazimi entsprechend redet meine Klientin von „eftig entflammtem Widerstand“, sogar von „Wut“, obwohl sie als Super Krebs (Jupiter ist im Krebs mehr als Zuhause) zur Sanftmut neigt.