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Mondknoten in Zwillinge/Schütze

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Liebe Leserinnen und Leser,

diese Frage habe ich mir selbst gestellt, und sie hat etwas mit der Ausrichtung eines Textes zu tun! Dazu passt Zwillinge aufsteigend. Bei Zwillinge muß man dieser Tage immer die Mondknoten-Achse mitdenken. Da der Südknoten, „Ketu“ in Zwillinge ist, bekommen wir die ganze Information zur karmischen Entwicklung des Menschen über das Zeichen Zwillinge vermittelt – als Information … neutral: – unbemerkt.

03.11.2011 18:55 Nürnberg

Hingegen der Nordknoten, „Rahu“ ist im Zeichen Schütze. Nicht Wissen ist gefragt – sorry! – sondern Weisheit. Aber „Praktische Weisheit“ – die ich hier auch nicht schuldig bleiben will: das Stunden- oder Augenblickshoroskop wird jetzt auf das möglichst exakte Radix gelegt.

Und zeigt gemäß seiner stundenastrologischen Bedeutung den Sinn der Geschichte im Radix. Für meine Frage passt es, Mond am MC steht für den Wunsch unmittelbarer Verwirklichung, Neptun und Chiron für Täuschung aber gleichwohl! Vielleicht sogar im Sinne der Frage das Ergebnis der Selbsttäuschung im Haus 10. Grund, die Frage reiflich zu überdenken, denke ich … !

Ferner: Merkur steht zwar im Schützen, aber er hat keinen Aspekt, selbst Venus wird er letztlich auf minimalstem Abstand, so doch nicht treffen in mittelfristiger Zeit, in jedem Fall nicht vor mehrmaligem Zeichenwechsel!

Genauer: Venus nimmt Fahrt auf, bevor Merkur wirklich berührt; treffen werden sie sich erst am 01.06.2012, da sind sie beide in den Zwillingen – im Gegenzeichen! – und Venus rückläufig.

Mond sagt: „Mach´s trotzdem im Sinne des Wassermanns = Geist, tu´s für den Geist, I & I.“

Pluto in 7 sind natürlich die Reaktionen, mit denen ein solches Projekt zu rechnen hätte: die ganze Autorität der gewachsenen Struktur bislang. Immerhin steht Jupiter, Herr vom Haus der Gegner, schwach = rückläufig im Stier im fremden Haus. Und ich?

Als Merkur im Haus 6, dem Haus der Mühen und Arbeit, stehe ich im Jungfrau-Haus (das mir gehört) frei und habe mit Venus als Gesellschafterin eine gute und angenehme Gefährtin, daher bin ich stark, obwohl klein – und Jupiter schwach, obwohl groß! – letztlich aber bilden Merkur und Jupiter astrologisch eine rhythmische Einheit, denn in all meiner Stärke werde ich doch von Jupiter – meinem Gegner – „Feind“ bestimmt, sein Grund – auf dem ich stehe – ist Schütze!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Mundan, Poetry

Faszinierende Stundenastrologie oder – : Merkur unterwegs in der Waage

Liebe Leserinnen und Leser,

die „Stundenastrologie“ ist ein altes Lese-System genau kodifizierter Bedeutungen, fast analog einem Strickmuster, das es im Prinzip als Astrologe zu erlernen und beherrschen gilt. Daran führt – weil die Bedeutung, die überwunden werden will, immer noch die alte Bedeutung bleibt – kein Weg vorbei.

Aber wir haben Grund, uns als Astrologen und Innen … speziell den neuen Planeten zuzuwenden, insbesondere Chiron, Neptun, Pluto und Uranus, und, wer will und Zeit hat, allen Plutoniern, die jetzt Zwergplaneten nach dem Willen unserer geschätzten Astronomen sind, was ein toller Status ist! – sowie den Asteroiden zwischen Mars und Jupiter, soweit sie einen Namen haben, welche der Mythologie entstammen, einschließlich Sedna, wer da zu deuten weiß vielleicht, jedenfalls haben – was ich eigentlich sagen wollte – gerade die Asteroiden sich als offensichtlich erstaunlich signifikant erwiesen, wenn sie eben einen Namen aus der Mythologie haben, und zwar, das muss einmal gesagt werden, ausnahmlos.

Alle benannten Asteroiden, nach denen ich bisher irgendein Horoskop zufällig untersuchte, passten in ihrer Bedeutung und Haus sowie Horoskopstellung. Ich muss zugeben, es waren nicht viele, weil mir die alten Planeten bis Chiron genug zu tun geben und zuverlässig die Situation darstellen: insofern geht es tatsächlich in der Astrologie eher um Vereinfachung.

Was bedeutet das? Neptun und Chiron, Geist und Heilung stehen prominent in Haus 10 zwischen Wassermann und Fische. Die Frage – um die es ja immer geht, in der Stundenastrologie – ist Merkur, und zwar gerade noch auf dem vorletzten Grad Waage, bevor er in den Skorpion wechseln wird.

Die Frage – welche auch immer es sein – löst sich also im Haus 6 = praktisch im Sinne von Jungfrau, braucht aber Kunst, Waage. Also eine praktische Kunst, oder Kunst als Lebenskunst.

Und jetzt – das wollte ich euch mitteilen – wird der Merkur des Fragehoroskops instant/subito/sofort auch der Merkur im Transit des Radix. Diese Methode ist, soweit ich weiß, neu ! (wenn du auf „neu“ klickst, passiert aber nichts), und wir können sie die terminologische Methode nennen :-) …

Also nochmal seriös: Merkur im Fragehoroskop Haus 6 hat die kommende Opposition von Mond/Lilith im Widder zwischen 11. und 12. Haus …

… zwischen den kollektiven (Haus 12) und den ganz lebenspraktischen Dingen, wie Gesundheit, Wäsche, Arbeit, entscheidet sich die Mond-Merkur Opposititon …

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… soweit es das Stundenhoroskop betrifft. Nun aber gehe einen Schritt weiter, und nimm Merkur, der den Südknoten auch trägt als Zwillinge ungern, was man verständlich finden kann, und übertrage diesen Punkt in Deinen Radix, sofern Dir die Götter den Zeitpunkt Deiner Geburt gegönnt haben zu wissen: Diese Position ergänzt die Frage = praktisch ist da, wo Merkur im Radix übertragen ist, den Ort den er natürlich als Transit einnimmt gegenüber Deinem Radix, ergänzt um seiner stundenastrologischen Bedeutung Haus 6 = Praktisches, Gesundheit, Wäsche und – bei KönigInnen o.ä.  – auch Dienstboten …, sowie Haus 12, an dessen Spitze eben der Mond noch im Widder steht, seine Kraft übertragend im Gegenschein all der Spannung, derer unser Planetensystem fähig ist, zum neutralen Gott, dem Merkur, Botschafter der Kunst.

Das ist die Methode der 1:1 Übertragung des Stundenhoroskops auf´s Radix, durchführbar auch für alle anderen Faktoren des Horoskops …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

12.10.2011 20:53 Nürnberg

Mundan

Praxis: Oppositionen Mars und Saturn zu sich selbst im Partnervergleich … „never say no“

Liebe Leserinnen und Leser,

mich hat einmal ein Schüler, dem ich bei seiner Prüfung im Fernlehrkurs „Astrologie“ helfen durfte, gefragt, bei welchen Konstellationen – so die Prüfungsfrage – man von einer Beziehung in der astrologischen Beratung – im Partnervergleich – abraten solle?!

Fängt hier schon das Mißverständnis an? Stephen Arroyo, Psychologe und Astrologe, der zu uns spricht, wie aus einer längst vergangenen, doch gar nicht so fernen Zeit verdichteter Intelligenz, überschreibt ein Kapitel seines Buches “ Karma & Transformation“ mit dem Satz: „Die Kunst, keinen Rat zu geben“. (S. 332)

Erklärend fährt er fort: „Ein Geburtshoroskop ist keine statische Angelegenheit, die man einfach ‚erledigt‘. Es ist eher eine Landkarte, die dem Menschen auf der Straße zur Selbstentdeckung und zur Selbsterkenntnis voranhelfen kann.“

Daher ist selbst eine Saturn-Opposition nicht einfach ein Grund zur „karmischen Feindschaft“, was einer Antwort im Fernlehrkurs Astrologie entsprochen hätte. Klar, es stimmt, das kommt wirklich häufiger vor; andererseits gibt es auch Begegnungen, in denen eine solche Opposition für eine andere Form von Ausgeglichenheit sorgt, deren unglaubliche Möglichkeiten durch den Gegensatz des Strukturplaneten Saturn erst ihre eigentliche Dimension und Würde gewinnen, dringende Notwendigkeit, die den beiden mit Saturn in Opposition schlicht durch die Wahrhaftigkeit ihrer Begegnung offenbar wurde, und daher – wie alles – auch positiv gestaltet werden kann …

29.09.2011 18:47 Nürnberg

… Nur: ist der Satz von der „karmischen Feindschaft“ erstmal raus, wird es schwer sein, ihn aus dem Gedächtnis zu tilgen, wie einen schlechten Film, der einem Albträume bereitet …

Dasselbe gilt für Mars-Mars Oppositionen, die sogar für eine außerordentliche erotische Komponente sorgen, aber eben schwierig im Alltag zu leben – aber es könnte ein Paar geben, das genau diese Komponente der Mars/Mars Opposition, des Abstands und dessen zeitweiser Überwindung dringend braucht. Gewiss findet die Begegnung statt, wenn es dem Engel nötig dünkt, sich auf die Macht- und Kraftprobe mit einer anderen Ebene zu messen, um neues hervorzubringen.

Und dann spielt es natürlich eine Rolle, in welchem Zeichen die Oppositionen sind: Löwe-Wassermann Saturn zwischen zwei Menschen – das Wort Beziehung, Begegnung ist im Sinne des 7. Hauses immer ganz weit zu fassen – wird Themen der Gesellschaft und Herrschaft in einer Begegnung individualisieren. Gelingt Zusammenwirken, trägt dieser Flugteppich weit … !

Ich bin dankbar für die Einblicke in so viele Geburtshoroskope und die dazugehörigen Lebensgeschichten, vielen Dank für euer Vertrauen!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Neumond und Mondnähe – das Perigäum

Venus/Merkur/Saturn/Sonne/Vesta und bald Mond  in der Waage: Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Blüte des Nachtschatten-Gewächses zeigt sehr schön, wie die Bilder der kosmischen Rhythmen – plump auf das Pentagramm 13/8 zu verweisen – klar in die Natur eingeschrieben sind. Die Idee, daß die Natur als rhythmische Botschaft lesbar sei, ist aus der Beobachtung der Natur selbst geboren. Aus diesem Grund müssen und dürfen wir diesen Weg weiterverfolgen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat der Papst Vorbehalte und Vorurteile gegen die Astrologie, und stuft sie als heidnisch und irrational ein. Dennoch: …

… der Papst in seiner Bundestagsrede – immerhin hat die Neue Zürcher (Digital Dead Sea Scrolls) bemerkt, daß es da um Philosophie gehen könnte – hat uns eine Debatte angeboten, die weit über das hinausgeht, was seine bisherigen Interpreten zu begreifen in der Lage sind, doch außer den kinn-haltend grübelnden Mit-Theologen und vielleicht dem erregt mit-notierenden Gregor Gysi (Steinbock 3. Decade), hat niemand bemerkt, worum es dem Papst überhaupt ging.

Das ist ja auch kein Wunder: der Menschenfischer mit dem Fische-Aszendenten und den modebewußten roten Schuhen hat zunächst von Natur und Vernunft gesprochen – und vorher sich herzlich durch salomonisches zu vermitteln gewußt – Bene-dictus „gut gesprochen“ – ist keine zufällige Inkarnation von irgendwas – aber niemand wird das hierzulande hören.

Und auch das wird und muß Benedictus Joseph nicht stören – denn er allein weiß, daß seine säuselnde Harmonik ihn geistig auf den Stuhl Petri geführt hat – und man mißtraut ihm zu Recht – ich wieder nicht: zu Unrecht doch!

Warum?

Der Papst vertritt keine 2000 Jahre alte Tradition, sondern eine 12 500 Jahre lang aufkeimende Befreiungstradition (weswegen und oblgeich Jesus – den der Papst vielleicht weniger gut kennt, als vielleicht ich und du, auch sein Hirte ist). Er ist nun schon der dritte Papst in Folge, der das aufrichtig tut, Johannes Paul I gehörte dazu und wurde – so glaube ich, ermordet – es ist also keine Kleinigkeit, auf dem Stuhl Petri sitzen zu bleiben, der auch der ägyptische Doppelkronen-Thron in Nachfolge ist, vereint mit dem römischen Brückenbauer-Amt.

„Natur und Vernunft“ für die christliche Tradition in Anspruch zu nehmen, ist allerdings gewagt, nicht wegen des Glaubens, sondern wegen der unverzeihlichen Ermordung der Philosophin Hypathia, Tochter des Theon, des letzten Hüters der uralten alexandrinischen Bibliothek. Er vertrat auch jene geheimnisvolle Lehre der Trepidation, die von Tycho Brahe nur scheinbar widerlegt wurde, wie ich meine. Theon hatte weit präzisere Aufzeichnungen aus 10 000 Jahren zur Verfügung.

Aber nun – der Papst redet von Natur und Vernunft, und er ist der einzige im ganzen Saal, wie ich vermute, der weiß, das damit bereits eine grundlegende Aussage getroffen ist und der sich darüber bewußt ist, daß diese Aussage an diesem Ort und zu dieser Zeit karmische Bedeutung hat.

Woher weiß er das? Und was bedeutet das? Es bedeutet: zwei Dinge seien da – eben Natur und Vernunft. Die Natur ist nicht Teil der Vernunft, die Vernunft nicht Teil der Natur. Von diesem Standpunkt aus, den ich – wie Jochen Kirchhoff sagen würde – für unwiderlegbar halte, obwohl – auch das ist wahr – er nur halb zutreffend ist – führt er einen Begriff ein, von dem ihm bewußt ist, daß allein der Hölderlin-taugliche Teil des deutschen Sprachwesens ihn verstehen wird, … und auf diese 1 % kommt es dem bene-dictum, dem guten Hirten in dem Sinne, was dieser Mann kann, an.

Das ist schon stark; – Wie stark?

Geh´n wir mal davon aus, daß auch seine engsten Mitarbeiter im Vatikan ihn nicht verstehen, die engsten MitarbeiterInnen aber schon.

Damit ist viel gesagt.

Gleichwohl setzt – wie Schelling sagt – die negative die positive Philosophie. Auch hier ist Benedikt Joseph ein schlauer Fuchs. Kennzeichnet er doch die eigentlich negative als „Positivistische Philosophie“ – was meint er damit? – Und hat er wohl Recht?

„Als Dmitrij Medwedew, Russlands noch bis Mai amtierender Präsident, am Montag eine Atom-Forschungsanlage in der Wolgastadt Dimitrowgrad besuchte, konnte er den Ausführungen der Institutsleitung kaum folgen. Die Modernisierungskommission des Kremls sollte tagen, einst auf Medwedews eigene Initiative gegründet. Das Staatsoberhaupt aber stand geistesabwesend vor einer riesigen Forschungsanlage. Hinter einer Luke beschossen Wissenschaftler hochradioaktives Uran mit Neutronen, um Isotope zur Behandlung von Krebskranken zu gewinnen. Eine meterdicke Glasscheibe schirmte den Staatschef von dem strahlenden Material ab.“ (Spiegel-Online, 26.09.2011; Hervorhebung M.T) Vor den Attacken seines eigenen Finanzministers aber schützte ihn niemand.“

Die Hervorhebung kennzeichnet eine alltägliche Propaganda-Spechblase, ein Baustein von unzähligen zur perfiden Religion nihilistischer Naturwissenschaft; natürlich kann Joseph weder vom Volk, noch von den Volksvertretern erwarten, verstanden zu werden. Aber von dem 1 % deutschsprachiger Bevölkerung, auf die es ihm ankommt, wird er verstanden.

„Der Positivismus“, erklärt uns Wikipedia, „ist eine philosophische Position, welche nur mittels Interpretation naturwissenschaftlicher Beobachtung gegebene Befunde akzeptiert.“ 

In diesem Sinne ist auch die Anthroposophie ein Positivismus. Mit einer eigentlich tief erweiterten Naturwissenschaft.

Und dennoch hält es der Papst mit Lao Tse, mit seinem hell geblieben Teil in all der Dunkelheit – eben dazu die Gegenposition. Und wenn er – Brüder und Schwestern – einmal Zeit fände zu uns Christen ans Feuer des Abends und Morgens sich zu setzen – wir würden dankbar seiner Weisheit lauschen …

Am 28. September um ca. 1 Uhr Nachts ist der Mond an seinem erdnächsten Punkt. Einen Tag vorher ist Neumond.

Kommt nun der Mond erdnahe, wie am Mittwoch, dann haben wir zwei schwebende Wesen, unsere Heimat nah. Die Radialfelder müssen sich daher durchdringen und abgrenzen, wie eine Sprungfeder, die sich spannt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Gedanken zu den Gedanken wegen der Johannisbeeren …

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Beeren können wir jetzt Erkenntnisse ernten: Rudolf Steiner beschreibt hier auch, warum die Astrologie aus der Nordhälfte kommt, aber für die Südhälfte und alle anderen Bereiche ebenso gilt: weil man hier eben die Dinge, die sich jedoch auf die ganze Welt beziehen, besonders gut wahrnehmen kann. Just as easy as that: deswegen ist Steinbock auf der Südhalbkugel ein Sommerzeichen, und dennoch eindeutig Steinbock.

Gerade vorgestern hatte ich eine wunderbare Begegnung mit einer Waage-Persönlichkeit von der Südhalbkugel, AC Skorpion, Mond Jungfrau, Venus und Mars im Löwen.

Es ist alles da und eindeutig wahrzunehmen, Waage bleibt Waage. Dort steht Saturn und Mars ist in Zwillinge …

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Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Personen

Die Weltfarce um unsere eigene Freiheit

Liebe Leserinnen und Leser,

merkt ihr den Uranus-Saturn Tanz, wie er sich gerade zu Gunsten des Uranus entscheidet? Lange hatten wir die Saturn-Uranus Opposition, Jungfrau-Fische (um 2008), jetzt bekommen wir sie nochmal annähernd auf der Widder/Waage Achse, Aufbruch und Gerechtigkeit: nichts könnte dazu besser passen, als die Weltfarce um den Helden-Prinz Julian Assange. Werden die USA ihn in Guantanamo auf Castros Cuba einer waterboarding-Zeremonie unterziehen? Oder bieten sie ihm eine Havanna an? Was ist denn eigentlich in jenen zwei aufeinanderfolgenden Nächten passiert, als zwei junge Schwedinnen beschlossen, einen Grund dafür zu bieten, was, wie der Spiegel befürchtet, als Grund zur Auslieferung an die USA: „wo er als Staatsfeind auf unabsehbare Zeit hinter Gittern verschwinden könnte“, herhalten soll. Dazu erfahren wir – laut Spiegel: „Dabei (eingeladen von den schwedischen Sozialdemokraten) trifft er auf zwei Frauen: Pressesprecherin Anna A. und Künstlerin Sofia W. Mit beiden hat er nacheinander Sex. Kurz darauf erfahren die Frauen von den parallelen Affären (? -! — : ??), tauschen ihre Erfahrungen aus und beschließen, gemeinsam zur Polizei zu gehen. Sie habe die jüngere Sofia eigentlich nur als Zeugin begleiten wollen, gibt Anna A. später zu Protokoll. Assange sei zwar nicht gewalttätig, habe aber eine verquere Einstellung gegenüber Frauen und könne kein Nein akzeptieren. Sie werfen ihm Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor (WikiLeaks-Gründer in Haft: Assange-Anhänger feiern ihr gefangenes Idol – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik).

Bei Kachelmann wissen wir es ja ganz genau. Es soll, laut dem vermeintlichen Opfer, jenseits der S&M Vorlieben, die frau/man einvernehmlich miteinander teilten auch noch brutal sein … hm … Assange hingegen sei „nicht gewalttätig“, aber er könne kein „Nein“ akzeptieren. Nö – oder jetzt!? Das kann doch irgendwie nicht wahr sein? Zu große Überzeugungskraft? Sie sagt nein, er überredet sie doch, sie rennt zur Polizei und gibt zu Protokoll: „dieser Mann ist so verführerisch, er muß ein Vergewaltiger sein.“ Internationaler Haftbefehl, Isolationshaft … Hm … Räusper …

Der erste bizarre Anti-Männer-Prozess war jener um den jungen Mann in der Türkei der einen verfrühten Samenerguss nicht verhindern konnte, und die kleine Engländerin. Dann kam eine Zeitlang nichts … oder?! … und dann Kachelmann … und jetzt Assange.

Innnen Assange (keine Zeit) 03.07.1971, außen Transite 07.12.2010

Gewalttätig ist er also nicht – hindert jedoch nicht, ihn in Isolationshaft zu sperren und eine Freilassung auf Kaution zu verweigern – aber er hört halt nicht, wenn sie „Nein“ sagen. Hm. Wann haben sie „Nein“ gesagt? Vor, oder nach dem einvernehmlichen Sex?! Und er wollte trotzdem? Hm … Is nich verboten.  Und er unverschämterweise mit beiden?! Wow! Welch ein Mann! Kommt jetzt in der Tradition von Andreas Hofer, Rinaldo Rinaldini und Michael Kohlhaas.

Im Horoskop sehen wir die Uranus-Pluto Opposition = Gegensatz von Freiheit und Machtanspruch, und auch das Jupiter/Neptun Radix und Chiron/Neptun Transit Quadrat, was beides Neptun – einmal mit Großartikeit im Radix Anspruch und dann mit Verletzung in der quadratisch transitierenden Realität anbietet.

Der Grund, warum wir Wikileaks verteidigen sollten, wie unsere eigene Freiheit, ist z.B. dies:

Collateral Murder

WikiLeaks founder Julian Assange arrested on Swedish warrant, denied bail

Julian Assange denied bail over sexual assault allegations | Media | The Guardian

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Venus

Venus is strange

Liebe Leserinnen und Leser,

Venus wechselt rückläufig in die edle Waage. Ob das nun die Staatsmacht milder stimmt, die mit Schlagstöcken auf ihre Bürger einprügelt, weil „Castor“- Behälter mit radioaktiv strahlendem Material auf den Schienen aufgehalten werden, oder ob gerade die Pluto-Mondknoten Konjunktion – für den rückläufigen Venus-Ingres in die Waage tatsächlich im dritten Haus, sogar im Haus der Bewegung etwas Neues, ein neues, plutonisch „erwirktes“ Recht  (Steinbock) herauskommt, daß die Atom-Lobby im Saturn- ( = Gerechtigkeits- ) Sinn Waage-AC mäßig ausgebremst wird?!

Oder wird gar eine Volksbewegung draus?! Die Sonne, Herrin von 11 – also Gesellschaft – steht in Skorpion in Haus 2 – also Besitz: der von dem Hausherrn Pluto abhängt: ob diese Behälter bewegt werden, oder auch mit wieviel Gewalt und Aufwand?!

Ich hoffe bloß, daß nicht ein tragischer Zwischenfall dem Pluto/Mondknoten Ereignis entspricht.

„First we take Stuttgart, then we take Berlin!“ (nach Leonard Cohen)

Werden wir uns ganz klar darüber, daß zunächst die zivile Nutzung der Atomkraft komplett beendet werden sollte, wenn wir die Atomwaffen abschaffen wollen, denn – obwohl es unseren Politikern gut gelingt, den Zusammenhang zu verschleiern – in Wahrheit ist zivile und militärische Atomnutzung eine einzige Sache.

Laut einer nicht bezweifelten Studie, die Leukämie bei Kindern betreffend, fallen A-Kraftwerke durch. Befürworter müssen ein Problem im Kopf haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

08.11.2010 04:06 Nürnberg

Weltbild

Der rote Faden

Liebe Leserinnen und Leser,

der sprichwörtliche rote Faden aus dem Labyrinth, ich hab ihn gerade auf der Strasse gefunden, jemand hatte ihn verloren. Wer denn? Die Naturwissenschaftler vielleicht? Auffallend still sind sie angesichts der Öl-Katastrophe im Golf von Mexico, ich hab mal bei den science-blogs rumgeschaut und nichts gefunden. Und die Leitung sprudelt und sprudelt. Zur Beruhigung hat man sich ein date gesetzt: “ … könnte bis August dauern“, hört man. Und BP verspricht 20 Milliarden für das cleaning-up der Folgeschäden. Dabei wird offensichtlich verdrängt, daß man gar nicht weiß, ob diese Ölquelle nicht weiter und weiter blubbert.

Da der Unfall so exakt mit Chirons Eintritt in die Fische datiert ist, wäre es logisch, bei seinem neuerlichen rückläufigen Übertritt in den Wassermann Hoffnung zu schöpfen, denn daß dieses Öl sprudelt, solange Chiron in den Fischen ist, wollen wir nicht hoffen und auch nicht vorhersagen: es wäre für die Weltwirtschaft das Ende und das Ende der Zivilisation, as we know her, so far …

20.07.2010 11:41, NBG

Hier unten sehen wir eine Renaissance-Darstellung von Bambini, wie die gute Ariadne Θησεύς den berühmten Faden reicht. Theseus ist ja ein großer Kentauren-Killer, Chiron ist ein Kentaur, insofern passt die Suche nach dem roten Faden … Außerdem soll er von Poseidon/Neptun abstammen, also genau der Superheld, den wir in 1500 Metern Tiefe brauchen. Ist es nicht bemerkenswert: wir geben überflüssige Unsummen für die Erforschung extrasolarer Planeten aus, sind aber weder technisch noch naturwissenschaftlich (altes Ehepaar) in der Lage, ein 50cm Ø Rohr am Meeresboden zu stopfen.

Was mir jedoch dieser Tage wirklich auffällt, das ist, wie all diejenigen, deren Gesinnungswandel im Grunde in der Luft liegt, wie der Geruch von Rohöl an der Küste von Luisiana, sich naturgemäß weigern, ihn zu vollziehen. Die Linken können Gauck (Wassermann, übrigens) nicht wählen, die FDP kann sich nicht vom Neoliberalismus lösen, die Naturwissenschaftlicher nicht von Ihren Vorurteilen und der Dunklen Materie, die Esoteriker nicht von ihrer nebulösen geistigen Sparflamme (Engelskontakte, Channeling), die Banker nicht von ihren Boni, die Bauern nicht vom Pflug, die Gentechniker nicht vom Glauben an ihren Pseudo-Fortschritt, Mixa nicht von seinem Bischofsring, Hollywood nicht von seinem Bombastik-Mist ohne Geist (Lady-Gaga, übrigens Widder), die Werbebranche ganz allgemein nicht von ihrer Morbidität, der Dandy nicht von seinem Dünkel und der Prolo nicht von seiner Schlamperei, die Israelis nicht von ihrer Strategie, die Palästinenser nicht von ihrer ansteckenden Dummheit, die Schöngeister nicht von ihrer flötenden Schuhmann-Gestrigkeit, die death-metal-fans nicht von ihrem tätowierten Diabolismus und die Afrikaner nicht von ihren rücksichtslosen Vuvuzelas, die zu all dem einen unheimlichen Sound verbreiten …

Und hier nun die Möglichkeit, den roten Faden zu ergreifen, um einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden: was uns am meisten widerstrebt, was uns als größtes persönliches Recht erscheint, das ist genau das, was unsere Seele sich selbst ausgesucht hat, es vor uns hinzustellen und durch eine innere Wandlung in uns selbst zu überwinden: denn eben dies haben wir dermaleinst selbst für uns so angelegt.

Soweit, so gut: doch was wenige wissen, denn es ist den Fischen in die Wiege gelegt: mit dieser inneren Wandlung wandelt sich auch das Äußere, vorher nicht.

Daher, die Menschheit muß sich wandeln, um dieses Loch im Golf von Mexico zu schließen, je eher, desto besser. Und die Menschheit sind nicht die anderen.

Also, um mit dem Sprüchlein eines Mineralöl-Riesen zu sprechen: „Es gibt viel zu tun. Packen wir´s an!“

γνῶθι σεαυτόν – erkenne Dich selbst: wisse von Dir selbst, ist der rote Faden, den auch nur Du selbst greifen kannst. Freilich wirst Du ihn nicht finden, wenn Du glaubst, Dein Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Dein „Selbst“ ist etwas anderes, dieses gilt es zu erkennen; daran gemessen, ist alles Äußere „Gleichnis“.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Mundan, Personen, Poetry

Anette von Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff, Gemälde von Johann Joseph Sprick (1838)

10.01.1797 15:00 bei Münster

Liebe Leser und Leserinnen,

wie fein die Steinbock-Frau in diesem Antlitz seitlich geneigt schmunzelt, und doch der Krebs-AC um die Augen-Partie herum sichtbar wird. Wir kennen Sie als alte Hüterin des 20-Mark Scheines. Wenn ihr den Krebs-Anteil subtrahieren wollt, dann schaut zum Vergleich ein Portrait der Bundeskanzlerin an, nehmt das Ähnliche im Bild, und ihr habt es.  Der Ton unteren Gedichts trägt aber einen erdenschweren Steinbock-Ton. Doch mit Jupiter in den Fischen, wo er heuer bald, den 19. Januar auch wieder hineingeht, da ist frau doch gläubig, sie kann nicht anders. Diesen Fische-Jupiter, finde ich, hat der Maler Johann Joseph Sprick wunderbar in dem blauen Kleid dargestellt. Ich liebe diese alten Gemälde und ich gebe zu, auch Frau Droste-Hüllshoff, die Frau Bindestrich unserer alten Gymnasialtage, mag ich sehr. Obwohl ich erst heute anfange zu verstehen, was sie mit jener Novelle, die wir alle lesen mußten: „Die Judenbuche“ ausdrücken wollte. Unsere damaligen Gymnasiallehrer verstanden es nicht. Es bleibt aber ihr Verdienst, uns solche 20-Mark-Schein-Literatur aufgezwungen zu haben.

Ich gebe zu, daß der Holz-Frevel, der im Zentrum dieser Novelle stand, mich tief berührte. Und dies ist dafür der Grund: wer jemals Gelegenheit hatte, gut eingepackt in Fellschuhe und Winterjacke durch frisch verschneite Wälder zu stapfen und dann, in der Dämmerung schon, an der Angstgrenze, den Wald und die wilden Tiere doch nun zu verlassen, auf einen Ring glühender Asche stiess: rotglühend mit einem weißen Aschekranz, von dem ein Duft verströmte, der tiefstes Wohlbehagen im stillen Wald vergeistigte, weiß, was ich meine – ohne Angst, der Wald könnte frühzeitig dunkel werden.

Die Waldarbeiter, die dieses Feuer nach ihrer Arbeit aus gewaltigen Ästen der Fichte zu großen Haufen zusammengeworfen im frisch gefallenen Schnee glimmen ließen, waren schon zu Hause vor dem Fernseher. Sogar die Bierflaschen hatten sie diesmal mitgenommen. Aber der Wanderer, die Einsamkeit sogar gerade einmal genießend, der fand hier

das Feuer in der Mitte von blauem frischem Schnee

am Rand des Tages und am Rand der Zivilisation,

bereitet in der Wildnis.

Und … wie das duftet, Freunde! Nicht nur duftet es, es leuchtet auch golden! Oh Gott! Es ist Anbetung wahrlich wert. Und Weihrauchduft … /….  Ich habe für solche Zwecke wirklich ein wenig Weihrauch aus Aden. Der Mond ist im Skorpion im Sextil zur Sonne im Steinbock. All dies passt auch zu Merkur retrograd im Steinbock … Nun, aber was sagt es eigentlich? Ist ja vor allem die Verbindung – „Buche“ – :  und Wort, die Versöhnung in der berühmten Erzählung „Die Judenbuche“ sucht. Die Weisheit dahinter ist wahr und tief. So tief, wie jenes Feuer im Wald.

Nun müssen wir uns bewußt sein, daß diese Erzählung ein Versuch der Versöhnung war, bevor das endgültige Unheil Gestalt würde. Also gescheitert. Und wir sind auch ohne Recht auf Tränen in den Augen, selbst aufgrund des rot-glühenden Holzfeuers.

Gibt es daher eine Zukunft im Glauben an irgendetwas? Hm … Was meint ihr? Alle glauben an irgendetwas. Sie nennen es nur unterschiedlich.

Am ersten Sonntag nach Hl. Drei Könige

Und sieh, ich habe dich gesucht mit Schmerzen,
Mein Herr und Gott, wo werde ich dich finden?
Ach, nicht im eignen ausgestorbnen Herzen,
Wo längst dein Ebenbild erlosch in Sünden:
Da tönt aus allen Winkeln, ruf‘ ich dich,
Mein eignes Echo wie ein Spott um mich.

Wer einmal hat dein göttlich Bild verloren,
Was ihm doch eigen war, wie seine Seele,
Mit dem hat sich die ganze Welt verschworen,
Daß sie dein heilig Antlitz ihm verhehle;
Und wo der Fromme dich auf Tabor schaut,
Da hat er sich im Tal sein Haus gebaut.

So muß ich denn zu meinem Graun erfahren
Das Rätsel, das ich nimmer konnte lösen,
Als mir in meinen hellen Unschuldsjahren
Ganz unbegreiflich schien, was da vom Bösen,
Daß eine Seele, wo dein Bild geglüht,
Dich gar nicht mehr erkennt, wenn sie dich sieht.

Rings um mich tönt der klare Vogelreigen:
»Horch auf, die Vöglein singen seinem Ruhme!«
Und will ich mich zu einer Blume neigen:
»Sein mildes Auge schaut aus jeder Blume.«
Ich habe dich in der Natur gesucht,
Und weltlich Wissen war die eitle Frucht.

Und muß ich schauen in des Schicksals Gange,
Wie oft ein gutes Herz in diesem Leben
Vergebens zu dir schreit aus seinem Drange,
Bis es verzweifelnd sich der Sünd‘ ergeben:
Dann scheint mir alle Liebe wie ein Spott,
Und keine Gnade fühl‘ ich, keinen Gott.

Und schlingen sich so wunderbar die Knoten,
Daß du in Licht erscheinst dem treuen Blicke:
Da hat der Böse seine Hand geboten
Und baut dem Zweifel eine Nebelbrücke,
Und mein Verstand, der nur sich selber traut,
Der meint gewiß, sie sei von Gold gebaut.

Ich weiß es, daß du bist, ich muß es fühlen,
Wie eine schwere kalte Hand mich drücken,
Daß einst ein dunkles Ende diesen Spielen,
Daß jede Tat sich ihre Frucht muß pflücken;
Ich fühle der Vergeltung mich geweiht,
Ich fühle dich, doch nicht mit Freudigkeit.

Wo find ich dich in Hoffnung und in Lieben!
Denn jene ernste Macht, die ich erkoren,
Das ist der Schatten nur, der mir geblieben
Von deinem Bilde, da ich es verloren.
O Gott, du bist so mild und bist so licht!
Ich suche dich in Schmerzen, birg dich nicht!

„Daß eine Seele, wo dein Bild geglüht, Dich gar nicht mehr erkennt, wenn sie dich sieht …“,  so schreibt sie: also sind „Sehen“ und „Erkennen“ zwei Dinge, nicht Eines? Klar und deutlich.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus