Personen

Christoph Waltz

Innen Christoph Waltz 04.10.1956 Wien, unbekannte Zeit, außen Progressionen vom 08.03.2010

Liebe Leserinnen und Leser,

wie aber bekommt man als Waage einen Oscar, wenn doch Saturn in der Waage läuft? Der Blick in die Progressionen offenbart es: Jupiter steht genau über Merkur: „Ich spiele gern“ – wen wunderts. Ich habe mir die Frechheit genommen für Waltz, dessen Geburtszeit nirgendwo aufzutreiben war, einen Zwillings-AC anzunehmen. Natürlich wäre damit die Jupiter-Progression noch besser erklärbar, wenn über dem Aszendentenherrscher.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen, Poetry, Weltbild

Rudolf Steiner

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt zwei Geburtstage von Rudolf Steiner. Der andere hat einen Waage-Mond; beide würden passen, und optisch hat der Waage-Mond sehr viel für sich: wegen des feinen Gesichts. Das aber ebensogut auf einen Waage-Aszendenten und eine  ungenaue Geburtszeit – wenn schon das Datum nicht sicher ist – weisen könnte.

Rudolf Steiner 25.02.1861 23:15 Kraljewitza, Ungarn

Doch den Jungfrau-Mond kann man getrost für den Herausgeber Goethes wissenschaftlicher Schriften annehmen, der auch seine eigenen Werke fein zu strukturieren wußte und ein Meister der freien Rede war – was ebenso ein Talent zur präsentablen Wirklichkeit im Sinne nützlichsten Gebrauchs ist. Auch die Demeter Landwirtschaft gehört hier her – Mond im Zeichen der Ähre.

Neptun in den Fischen (wie heutigentags wieder)! Mit Merkur im Zeichen der Fische-Sonne. Beide Lebensgefährtinnen Fische. Mars-Pluto im Stier: Verwandler der materiellen Wirklichkeit. Jupiter im Löwen: wo die Römer ihn als Herrscher sahen, wie Manilius schreibt. Uranus in Zwillinge: Freiheit durch Wissen. Allen Kritikern zum Trotz: wie er selbst wußte, wird „Die Philosophie der Freiheit – Grundlage einer modernen Weltanschauung“ das definitiv Öffnende sein. Warum? Weil eben jener Gedanke darin aufgeht, der überhaupt erst einen richtigen Gedanken gibt. Und dann – ? – hat man´s auch schon vergessen, obwohl es der einzige Ausweg aus dem Hamsterrad ist – daß Wirklichkeit in Identität von Werkzeug und Gegenstand geschöpft wird, von Begriff und Wahrnehmung, und daher zutreffend ist, wenn Parmenides schreibt: „Denn daß Du es denkst und daß es ist, ist ein und dasselbe.“ Außer dem Denken gibt es nichts, was in dieser Identität stehen könnte. Und dieser Weg als lange Gedankenbahn von Aristoteles bis Thomas von Aquin … ?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Mundan

Das Goetheanum

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir uns das untere Bild des ersten Geotheanums anschauen, sehen wir ein Gebäude, wie aus einem Traum. Einen neuen Baustil zu gründen, geht nur mit Inspiration. Es kommt nicht willkürlich. Wenn Sie versucht haben, mal etwas zu entwerfen, werden Sie feststellen, daß wir uns zunächst an bekannte Muster im Kopf halten: so sieht ein Haus aus. Selbst, wenn wir das Gegenteil unseres Musters bevorzugen – die wilde, freche, Grenzen überschreitende Gegenkonstruktion zum Klischee eines bekannten Stils: selbst im Gegenteil noch bestätigt die gebrochene Regel oder Gewohnheit nur die Regel selbst.

„Wenn wir hören können den Sehnsuchtsruf der Menschheit nach dem Geiste, und errichten wollen den Wahrbau, von dem aus verkündet werden soll immer mehr und mehr die Botschaft von dem Geiste, wenn wir dieses fühlen im Leben dieser Welt, dann verstehen wir uns an diesem Abend richtig.“ sagte Rudolf Steiner am 20.09.1913, welchen er extra bestimmte „als Mercurius in der Waage stand“, um den Grundstein für das erste Goethenaum zu legen, von dem wir unten eine Fotografie sehen:

AnthroWiki

Grundsteinlegung Goetheanum am 20.09.1913 18:30 Dornach, Schweiz

Innen Grundsteinlegung 1913, außen Brand am 1.1.1923. 00:01 Dornach

Der tragische Umstand eines Brandes in der Sylvester-Nacht durch Brandstiftung, wie gesagt wird, verursacht, hat dieses unglaubliche Architektur-Juwel zerstört und nur  fotografische, fast unwirkliche Erinnerung hinterlassen, die auf dem Foto und in der Zeichnung erhalten sind.

Das Bild ist antiquiert, aber der Bau glänzt doch nagelneu in wunderbar mildem Holzwerk.

Ich bin mir der Zeit nicht ganz sicher, jedoch „Abend“ erwähnt Rudolf Steiner ja. Er wählte auch absichtlich und genau nach dem tropischen Tierkreis den Tag, an dem Merkur exakt in die Waage wechselte. Dieses Bild sehen wir oben, die Grundsteinlegung.

Was sagt uns das? Merkur war Rudolf Steiner sehr wichtig. Er wartete extra mit der Grundsteinlegung auf diesen Wechsel. Merkur hat ein Quadrat zu Mars, das scheint nicht von Bedeutung? Dabei müssen wir bedenken, daß Pluto noch nicht gefunden war.

Gehen wir in die Synastrie der Sylvester-Brandnacht, dann finden wir Uranus über Chiron; nur Uranus war bekannt.

Besonders auffällig an diesem Tag, dem Sylvester-Brand, ist die Pluto-Sonnen-Opposition genau auf dem Jupiter des Gründungsdatums. Und Jupiter ist ja der Herr des Fische-Aszendenten zu dieser Zeit.

Weiter auffällig: die Mondknotenachse steht gerade das erste Mal seitenverkehrt. Saturn ging, wie heuer auch, durch die Waage.

Und das Quadrat von Merkur zu Mars an diesem Tag der Grundsteinlegung? Konnte nicht Anlaß für die Auswahl eines solchen Datums sein, so daß ich daraus schließe, Rudolf Steiner interessierte sich wohl hauptsächlich für Merkur und Jupiter, der auch schön steht, vielleicht, doch das ist nicht überliefert.

Wir dürfen aber so weit gehen, anzunehmen, daß in diesem „als Mercurius in der Waage stand … „- Spruch im Grundstein die Bedeutung dieses ganzen Baus mit dem Boten der Kunst und der Logik, dem Botschafter des schönen Geistes, des Luft-Kunst-Geistes in Verbindung gebracht wurde.

Ein konventinell arbeitender Astrologe hätte jedoch wegen des Merkur-Mars Quadrates (durch Pluto verstärkt) keinesfalls dieses Datum gewählt, weil damit die Zerstörung bereits impliziert gewesen wäre.

Wie wäre es mit einem ehrgeizigen Wiederaufbau-Projekt? Merkur steht im Wassermann.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Bhagwan Shree Osho Rajneesh

Liebe Leserinnen und Leser,

heute hatte ich das erste Mal Gelegenheit, Bhagwan Buddha Osho zu hören. Nicht live, aber per YouTube-Video. (Kann jeder selbst googeln …): –  Wahnsinn! Dieser Mann hat ja die Poesie der Sprache wirklich gesprochen. Es klingt zunächst etwas aufgesetzt, als wollte uns ein freundlicher Herr aus dem fernsten Osten erklären, wie man das „Essss“ und das „Efffff“ spricht. Doch dann, nach einer Weile, beginnt man zu ahnen, daß dieser Professor – was er in der Tat auch war in jüngeren Jahren – mit höchster Konzentration vorträgt. Man erkennt es an den „Brüchen“. Es sind die des Humors und die der „Rede“, eine Art Innehalten, aber kein Kampf um den Gegenstand, sondern eine Schütze-Vorausschau auf das nächste Argument, I suppose.

Er erklärt sein Wandern zwischen der west-östlichen Philosophie (wie Goethe mit dem west-östlichen Divan!), und dahinter versinkt – auch hinter seiner märchenhaften Selbst-Inszenierung – die offenkundig super-magische Tatsache seines tatsächlichen Wanderns zwischen den Welten: mit seinen Anhängern – die, das muss man zugeben, doch auch schon eigenartig brain-washed daherkamen – von Indien nach Oregon und zurück.

Wofür muß ich ihm danken? Ja eben, für sein Ringen mit Gott. Witziger, ernster Mann. Die Verbindung der Sonne im „Du-Haus“ mit dem sprechenden Zwillings-Aszendenten ist seine Wesens-Achse. Und all die Planeten im Steinbock, im Haus des Wandels und der Magie: welch eine Kraft! Uranus wird, wie in Oshos Horoskop, seit langer Zeit wieder in den Widder gehen. Also werden Menschen des befreienden Anfangs geboren.

11.12.1931 17:13, Kutchwada, India

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Friedjof Capra

01.02.1939 10:55 Wien

Seine Internet-Seite: Fritjof Capra – Resume

„Capra pushes for western society to abandon conventional linear thought and the mechanistic views of Descartes. Critiquing Descartes‘ reductionistic view that everything can be studied in parts to understand the whole, he allows his readers to take an objective and fresh mind, encouraging them to see the world through complexity theory.“

Seht den genialen Wassermann! (mit treuem Erd-Venus Stier-AC).

Geschichte, Poetry

Πανδώρα – Pandora – Die Allesbringerin

29.01.10 15:48 Nürnberg

Witzig, genau als ich über James Cameron und  Avatar, seinen Film, in dem der fiktive Planet „Pandora“ Schauplatz des Geschehens ist, schrieb, stand Pandora, der Asteroid gleichen Namens in exakter Konjunktion zu Uranus in den Fischen. Pandora als mythologische Figur ist ja wohl eine frauenfeindliche Posse um Prometheus zu bestrafen, der sich – wie immer – das Feuer aus dem Himmel gestohlen hatte. Diese Geschichte zeigt, was die ollen Griechen für patriarchalische Stinksocken waren. Und nun, da Pandora, der Asteroid gleichen Namens mit Uranus in einer Richtung steht, von uns aus gesehen, findet ihre mythologische Befreiung statt. Denn – jede Wette – viele, die den Film sehen und von ihm geprägt werden, werden Pandora als exotisch geheimnisvolle Wunderwelt betrachten, nicht als Büchse des Übels, einem Übersetzungsfehler von Erasmus von Rotterdam …

Das Auto: Büchse der … Foto Markus Termin ©

In China, so wurde geschrieben, hat man den Film als subversive Überzeichnung chinesischer Umsiedlungs-Tragödien interpretiert: zufällig. Wenn man nur überlegt, wie schnell die Wandlungen gehen: erst seit ca. 1989 gibt es das Internet, erst wenige Jahre vorher den PC, entwickelt in den USA von Personen, die jetzt noch im öffentlichen Leben aktiv stehen. Und kraft dieser Erfindung dreht nun China, zuerst nur passiver Nutzer, den Spieß um und entwendet dem Erfinder seinen Vorteil. Damit nun dieser – die USA – wieder Einfluss nimmt in die Bewußtseinsentwicklung auf einer quasi geistigen Ebene der Selbsterkenntnis: der Osten findet durch den Westen nachhause wie der Westen vorher durch den Osten … hopefully, sir.

Ereignis, Personen

Zukunft vorhersagen oder beeinflussen?

Liebe Leserinnen und Leser,

kann man mit Astrologie die Zukunft vorhersagen? Gehen wir zur Beantwortung dieser Frage einmal in die Vergangenheit. Sie wissen vielleicht, daß James Ussher den 23. Oktober 4004 v. Chr zum Schöpfungstag der Welt gemacht hat. Ussher war ein beinharter Protestant unter irischen Katholiken, die er allesamt für abergläubisch hielt. Was ja kein Wunder ist, denn durch die jahrhundertelange Assimilation mit dort keltischen, hüben z.B. toltekischen oder afrikanischen Glaubensformen und durch eigene Neigung zu Protz und Fetisch-Kult und den makaber anmutenden Knochen-, Schädel- und Reliquien-Handel war die katholische  und – Schwester des ersten Schismas: ebenso die orthodoxe – Christenheit nicht vernünftig.

Acht Jahrhunderte früher, als der heilige Fridolin aus Irland  nach Bad Säckingen kam, um die schwach romanisierten Heiden zu missionieren, da sah die Sache noch umgekehrt aus: Fridolin kam von der grünen Gelehrten-Insel, wo sich an Europas Rand die Inspiration durch Ornamentik kundgab. Und deren alte Verbindungen nach Griechenland durch Robert Graves „Die Weisse Göttin“ poetologisch nachvollzogen wurden.

James Ussher by Sir Peter Lely, Jupiter macht ihn im Steinbock „jovial“.

James Ussher 04.01.1581 Dublin, keine Zeit!

Usshers Schöpfungstag ist nicht so weit entfernt vom Weltbeginn-Tag der Maya, den 13. August 3113 a. Chr. greg. – Jupiter stand auf 6.42º Fische und war rückläufig mit einem Trigon zu Mars und Neptun im Skorpion. Und Pluto auf 22:54º Steinbock, wie heuer das Zeichen, rückläufig. Und die Maya wiederum – ich nenne ganz Mittelamerika einfach toltekische Kultur – sind so weit weg von Irland auch wieder nicht, wenn wir Plutarch (45 p.Chr.) in seinem Text: „Das Gesicht im Mond“ folgen. Dort steht nämlich, daß es seit vielen tausend Jahren einen kontinentalen Kult gab, ausgeübt im Rhythmus von Saturn im Stier, mit Booten ausgestattet  via Island in die Karibik zu rudern und zu segeln, wo ein Heiligtum des Saturn geführt wurde.  Die sogenannte Himmelsscheibe von Nebra läßt sich für eine solche regelmäßig wiederholte Tour als Kompass lesen.

Die wichtigste Auskunft ist die über den Inhalt: ein Heiligtum des Saturn: es war also ein Heiligtum des Chronos in dessen Zentrum die Zeit-Messung stand! Hier klingt schon etwas an.

Doch zurück zum Thema: Ussher als frühe Pluto-in Widder Persönlichkeit berechnet den plutonischen Anfang des Ganzen im Zeichen des Anfangs: Widder. Doch ist es nicht naiv, zu glauben, damit wäre aller Anbeginn gemeint? Hat nicht die katholische Kirche zu Weihnachten selbst ein Ritual eingeführt, nach dem unumwunden der Urknall besungen wird, gleich zu Beginn der Christmette?

Andererseits ist es wahr, daß unsere Quellen über die tiefsten Vergangenheiten, sofern sie mythologisch sind, also scheinbar erfundene Volks-Sinn-Erzählungen, alle – ungeachtet ihres Ursprungs auf der Welt – von periodisch neu geschöpften Welten sprechen und auch übereinstimmend von mindestens einer Sintflut, die Maya jedoch von – wenn ich richtig informiert bin – dreien, wurde doch die Welt laut Popol Vuh mehrmals durch Flut zerstört.

Wir wissen also nicht, auf welcher wahren Grundlage selbst Kreationisten ihre Welt-Beginn Theorie aufbauen, aber es liegt die Vermutung nahe, daß es Rhythmen unserer Erde gibt, die zu lange zurückliegen, als daß die Information und das Wissen darüber uns per SMS erreichen könnte: wir stehen vor ungelösten Rätseln und könnten doch mitten in einem uns unbekannten rhythmischen Zyklus sein.

Herodot  berichtet davon, wie ihm die ägyptischen Priester zu Sais während seiner Ägypten-Reise (noch bevor Alexander das Land besetzte und Griechen und Ägypter einander nicht mehr offen begegneten) freundlich versicherten – denn aus ihren exakten Aufzeichnungen ginge das genau hervor – daß innert 10 000 Jahren die Sonne zweimal im Westen auf und im Osten untergegangen sei. Ist dies ein solcher Rhythmus?

Nun erst kommen wir zur Frage einer möglichen Zukunftsvorhersage durch Astrologie: im Grunde genommen unterscheiden wir uns darin nicht von den Naturwissenschaften. Denn vor allem diese streben ja danach, die Zukunft vorherzusagen und zwar oftmals in jedem einzelnen Punkt ihres Prozesses. Die Ergebnisvorhersage – meist aufgrund von Berechnungen – gehört zum wissenschaftlichen Aufbau der Erkenntnisgewinnung. Je genauer ein Ergebnis vorhergesagt ist, um so besser muss das theoretische Gebäude der Berechnung sein, so wird angenommen, die daraus gewonnene „Formel“. Werden also zum Beispiel für uns äußerst nützliche Berechnungen über den Einschlag von Kometen angestellt, so ist sehr zu hoffen, daß wir ein Vorhersage und sogar Abwehr-System finden, bevor ein Präzedenzfall den Zusammenbruch der Zivilisation und damit wohl auch ein Ende unserer Berechnungs-Möglichkeiten für längere Zeit bedeutete, jedenfalls bis sich eine neue Zivilisation gebildet hätte.

Die Astrologie aber trachtet nach mehr, als nur die Zukunft vorherzusagen. Sie will die Zukunft beeinflussen. Denn sie setzt den sich seiner selbst bewussten Menschen dort hin, wohin er gehört, ins Zentrum des Kosmos. Sie ist nicht geozentrisch, sondern anthropozentrisch.

Eine umfassende Geschichte eingetroffener astrologischer Vorhersagen gibt es nicht, es ist aber schon vollkommen klar, daß alle historische Forschung, die in Unkenntnis der Astrologie einer Zeit diese historisch nicht als zentrales Analyse- und Codierungs-System betrachtet, sei es in Ägypten oder im England von Königin Elisabeth, historisch wenig wissen kann.

Der Ansicht, man könne Zukunft vorhersagen, liegt eine Voraussetzung zugrunde, die für gewöhnlich zu wenig bedacht wird: wir glauben, wir könnten wie beim TV Abstand nehmen vom Zeitgeschehen und uns die Zukunft anschauen, wie ein vorbeifahrendes Auto. Menschen, die sonst bereit wären, ihren Atheismus mit den Zähnen zu verteidigen, halten es – wenn es um Astrologie geht – plötzlich für „vermessen“, sich „anmaßen zu wollen“ die Zukunft vorherzusagen, als gehörte treue Demut nun zum Kodex des rechtgläubigen Atheisten, als täte irgend ein Wetterfrosch oder Virologe etwas anderes, und liegt oft genug daneben, weit entfernt davon, selbst die zuverlässigen Vorhersagen zu liefern, die er aber von der Astrologie per blanco-Scheck erwartet. „Wir“ haben den milden Verlauf der Schweingrippe (Steve Judd) ebenso vorhergesagt, wie die Finanzkrise und deren weiteren Verlauf (Merriman, Weiss), als die zuständige Wissenschaft, die Ökonomie, völlig überrascht wurde. (Das gilt jetzt wieder für die Plandämonie ab 2019 mit Saturn/Jupiter/Pluto Steinbock Konjunktion.)

Nun schaut die Astrologie seit alter Zeit die Umläufe der Siegel-Planeten Jupiter und Saturn: diese inspirierte Zeit-Beobachtung: was passiert wann in der Geschichte, wenn die beiden Planeten wie stehen, hat z.B. 1550 durch den Astrologen Richard Roussat zur Vorhersage der franz. Revolution 1789 geführt (er lag drei Jahre daneben) in seinem Buch „Le vivre de l`estat et mutantions de temps“, als wirklich inspirierte Geister mit hoher Kunst und unabgelenkt von Bogus Pomp arbeiten konnten. Die Beweise für die Vorhersage-Kraft der Astrologie im menschlich-historischen Zusammenhang sind also längst in vergangenen Epochen, ebenso wie heute (Mauerfall, Finanzkrise) erbracht. Das Verlangen nach „Beweisen“ lebt von schwacher Erinnerung: es ist für uns kein Thema mehr.

Nun wird es aber so nicht gehen, denn wenn nun einer – und ich mache das mal – für 2040 eine an diese franz. Revolution anknüpfende Revolution (nicht in Frankreich, sondern weltweit) vorhersagt, weil Pluto wieder im Wassermann steht, die Konjunktion von Jupiter und Saturn im Gegenzeichen Waage läuft und Uranus im Löwen den König stürzt … dann macht es Sinn, den Erfolg dieser Vorhersage daran zu messen, daß sie nicht eintrifft, oder wenn, sie sich doch erheblich gegen die Vorgängerin abgrenzt, woran bereits heute zu arbeiten ist:

31.10.2040

Dies beantwortet auch die Frage nach der Schicksalshörigkeit der Astrologie: nein, wir können den Lauf der Planeten wohl nicht steuern, aber wir können wissen, wie sich unser globales soziales Verhalten danach orientiert. Dies wird Aufgabe einer künftigen astrologisch-astronomischen Sozialwissenschaft, möglichst in einer Welt, die es gelernt hat, ohne Kriege auszukommen und dafür ihre Kräfte dahin zu bündeln, wo es Aufgaben zu bewältigen und neue/alte Bewußtseinsräume zu entdecken und wiederzuerobern gilt: … last not least: es war die Naturwissenschaft, die uns in die Verwirrung relativer Zeit verstrickt hat, und sie sagt selbst, daß sie sich selbst heute nicht versteht. Welchen Sinn Vorhersagen in einer vermeintlich „zeitlosen“ Quanten-Welt* machen, werden wir mit ihr zusammen klären müssen.

Im Kleinen beschäftigen wir uns damit im Bereich der Stundenastrologie: wie ich meine ein praktischer Kompass zur Entscheidungshilfe, ähnlich dem I Ging. Und hilfreich dabei, die linke Hand nicht wissen zu lassen, was die rechte tut.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Die Zeitlosigkeit der Quantenwelt, die Albert Einstein „spukhafte Fernwirkung“ nannte, ist nur ein Konstrukt, um die Relativitätstheorie zu ‚retten‘, ebenso, wie die „Räume ohne Zeit“, der sogenannte „Tunneleffekt“, das ’supraluminare Tunneln‘: um  zu vertuschen, dass Prof Günter Nimtz 1991 die Relativitätstheorien (Mozart bei 4,2 facher Lichtgeschwindigkeit übertragen) zur offenkundigen Widerlegung geführt hat. Auch die Paradoxien ‚Zwillingsparadoxon‘, ‚Schrödingers Katze‘, ‚Doppelspaltexperiment‘, ‚Dunkle Materie‘ und ‚Rotationsparadoxon‘, sind keine Bestätigung der physikalischen Mystik, sondern offenkundige Fehler im System. ‚Gravitationswellen‘ bei 10^-31 finden im atomaren Rauschen statt, beweisen nichts und sind darüber hinaus Betrug (wie auch das Higgs, ‚Gottesteilchen‘ Malen nach Zahlen ist, man fischt aus den Daten die vermeintliche Bestätigung der Theorie zwecks anhaltendem Geldfluss), es ist auch sehr still um sie geworden.

Astrologie

Susan Sontag

16.01.1933 New York, unbekannte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte gern an diese bemerkenswerte Denkerin erinnern, deren Spur in Worten wir heute anläßlich ihres Geburtstages folgen wollen. Susan Sontag ist die in Paris geschulte intellektuelle Stimme Amerikas in Bezug auf vor allem ein Rätsel. Die Fotokunst, die Fotografie waren dieser Frau fragwürdig:

Nun mag es heute verwunderlich erscheinen, warum man sich über soetwas Selbstverständliches, wie Fotografie Gedanken machen kann?

„Es scheint, daß ästhetische Distanz ein Bestandteil der Erfahrung ist, die man beim Betrachten von Fotos macht, wenn nicht von Anfang an, so doch im Laufe der Zeit. Die Zeit erhebt die meisten Fotografien, auch die dilletantischsten, auf die Ebene der Kunst.“

Ganz subtil sagt Sontag hier etwas vor allem über Kunst. Was ist es? Ein Rätsel, das wir später vielleicht lösen. Dann fährt sie fort:

„Die „Industrialisierung“ der Fotografie hat bewirkt, daß diese sehr rasch der rationalen – d.h. bürokratischen – Methode, die Gesellschaft zu verwalten, integriert wurde. Fotos, einst als Spielerei betrachtet, sind fester Bestandteil unserer Umwelt geworden – Prüfstein und Bestätigung jener reduzierenden Annäherung an die Wirklichkeit, die man „realistisch“ nennt.“

Hier ist die Venus-Merkur Konjunktion im Steinbock Lehrerin und auch prophetische Hüterin der Wahrheit. Saturn im Wassermann ist die konservative (Saturn) Revolutionärin (Wassermann).

Dann natürlich Mond-Jupiter, – obwohl, wenn man sich das Bild anguckt, eigentlich ein Waage-Mond Anteil im Gesicht bemerkbar wird. Oder nicht? Die Geburtszeit kenne ich leider nicht. Waage-AC wäre auch denkbar, wobei: die Haare: eher Löwe-AC. Dann wäre natürlich auch Jungfrau-Mond denkbar, bei der Ansammlung von Jungfrau-Fähigkeiten, mit denen Sie ihr Werk ordnen konnte und mit dessen Ordnung auch das Fundament der Möglichkeit errichtete, künstlerisch über Kunst nachzudenken und die Fotografie, diese an der Bruchstelle zwischen Mensch und Maschine gelegene Möglichkeit, Dinge scheinbar unendlich zu vervielfältigen. Scheinbare Dinge unendlich zu vervielfältigen, die aber unter Nutzung von maschinell erzeugtem Elektromagnetizismus gleichzeitig überall im Raum sind und nur dort, wo sie – per iPod – abgerufen oder „aufgegriffen“ und im Aufgreifen erst aus einer Vorform von Signalen neu gebildet werden.

Gut, daß wir bei ihr nachlesen können: „Um das fotografische Bild hat man eine neue Bedeutung des Begriffs „Information“ konstruiert. Das Foto ist ein schmaler Ausschnitt von Raum ebenso wie von Zeit. In einer von fotografischen Bildern beherrschten Welt erscheinen alle Grenzen („Rahmen“) willkürlich. Alles kann von allem getrennt werden. Es ist lediglich erforderlich, jedesmal einen anderen Ausschnitt zu zeigen. Die Fotografie befördert eine nominalistische Sicht der gesellschaftlichen Realität, so, als bestände diese aus kleinen, offenbar unendlich vielen Einheiten – wie ja auch die Zahl der Fotos, die von etwas gemacht werden können, unbegrenzt ist.“

Dieses unbegrenzt gilt eben mit dem iPod noch viel mehr. Aber das ist es nicht, was mich bewegt, wenn ich diese Zauberei beobachte, von überall her Bilder und Töne zu senden und zu empfangen. Was mich bewegt, ist die physikalisch-philosophische Frage: wo ist das Bild, bevor es auf dem Schirm am iPod erscheint? In welcher Raum-Zeit Kategorie ist es? Und ist es dort nur ein Bild als Gesamtinformation, oder sind dort unendlich viele „mögliche“ Bilder? Ich nehme an, daß sich hier die Fragestellungen der Quantenphysik an der Schnittstelle zum praktischen Gebrauch tatsächlich manifestieren.

Diese Frage ergibt sich aber auch ganz ohne iPod. Auf dem Erfahrungsfeld zur Erweiterung der Sinne hier in Nürnberg stand mal ein

Hier klicken: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

zur Camera Obscura umgebauter Bauwagen, wo sich – sitzend in dem Wagen an den Seiten – beobachten läßt, wie sich ein auf den Kopf gedrehtes „Licht-Bild“ durch ein Linsen-Loch tatsächlich auf dem Kopf stehend an der Gegenwand bildet. Es gibt also ein Natur-eigenes „Bilderzeugungsprinzip“, welches vom iPod nur simuliert wird (und in der Astrologie dem Spiegelpunkt-System zu entsprechen scheint), doch in Anbetracht der Faszination der technischen Revolution, in der wir uns befinden, wird das vergessen. Dieses „Vergessen“ wird durch Filme, wie Avatar auf die Spitze getrieben, wo die Möglichkeit einer anderen, natürlichen Bildwirklichkeit unmerklich doppelt verschlüsselt wird: einmal dadurch, daß der Film mit faszinierenden Bilder eine Gegenwelt komponiert, zum anderen aber dadurch, daß diese Gegenwelt eine Simulation ist, ein Schein, der dadurch gedeckt ist, daß das Medium, der Film, selbst Schein ist: der Schein in einem Schein. Und bei Avatar kommt hinzu, daß der ganze Film die Grenze thematisiert, die zwischen unserer Seele und unserer Wirklichkeit sich tatsächlich abspielt. Wo immer Du die Wahrheit verstecken willst: am Besten hinter der Wahrheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Ereignis, Länder, Mundan

Erdbeben in Haiti – Was schafft Zeit?

12.01.2010 16:52 AST Port-au-Prince

Liebe Leserinnen und Leser,

so ein furchtbares Unglück. Bei solchen Katastophen – noch unbeborgene Menschen liegen unter den Trümmern, die Lebenden werden kaum bergen können, Seuchengefahr wird wohl bald bekanntgegeben – sollte man vielleicht erst einmal schweigen und – wer kann – helfen:

Spendenkonten für die Opfer des Erdbebens in Haiti | tagesschau.de

Gesprochen haben aber schon andere, Wissenschaftler, und die sagen gleich voraus, daß über kurz oder lang die ganzen Inseln verschwinden werden: „Unter den Inseln der Karibik wirken höllische Kräfte. Beim interkontinentalen Zusammenstoß riesiger Erdplatten schieben sich in der Tiefe Millionen Tonnen schwere Gesteinspakete gegeneinander.“

… so schreibt der Spiegel…

Katastrophe in Haiti: Erdstoß hatte Wucht eines 100 Meter dicken Meteoriten – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

… heute. Und weiter:

„Geoforscher hatten vor solch einer Katastrophe in der Region gewarnt. Denn Erdplatten setzen die Karibik unter Druck wie eine Schraubzwinge: Von Westen her schiebt sich der Boden des Pazifiks – die Cocos-Platte – gegen die Region. Von Osten her drückt der Meeresgrund des Atlantiks. Beide Erdplatten tauchen unter die Karibische Platte, in der Tiefe werden sie quasi ausgequetscht. Im Untergrund bildet sich Magma, das regelmäßig an die Oberfläche durchbricht.“

Dies ist eine direkte „offizielle“ Stimme. Wenn Sie jetzt weiterlesen, sollten Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß wie Geologen natürlich auch Astrologen nach einem Ereignis nach Mustern suchen, um Vorhersagemethoden zu finden und zu verbessern. Wer das nicht verstehen kann, ist hier auf der falschen Blog-Seite und wendet sich woanders hin. Oder nutzt eben die oben verlinkte Konto-Nr.!

Das Horoskop oben zeigt diese Anballung im Steinbock, das Pluto-Saturn Quadrat, Saturn gerade vor der Rückläufigkeit, also sehr langsam, Merkur rückläufig auf Pluto zugehend, kurz vor der Direkläufigkeit: also auch ganz langsam. Und weiter: eine Konjunktion Neptun-Chiron mit Jupiter im Wassermann: von der anderen Seite im Löwen bremsend und Spannung haltend: der rückläufige Mars. Mond im Schützen wechselnd zum Steinbock ist dann der endgültige Auslöser gewesen, dessen, was bereits lange vorher hochgespannt gewesen war. Wesentlich ist aber das Quadrat Pluto/Saturn.

In diesem Sinn ist es natürlich wichtig, wo Saturn astro-carto-graphisch steht (Bild ist doppelt zu vergrößern), da sehen wir, daß für den Zeitpunkt des Erdbebens die Saturn-Linie für den tiefsten Punkt des Horoskops exakt an Haiti vorbeigeht. Es handelt sich um die Immum Coeli Linie, also Saturn von unten, von hinter der Erde seine Kraft vermittelnd.  Die Naturwissenschaft bietet verschiedene Konzepte: Gravitation (abstrakt, Newtonsche Rechengröße), Elektromagnetik – die uns die Nasa das letzte Jahr über so eindrucksvoll für die Auroren von Saturn gezeigt hat. Das Haus 3, wo Saturn genau steht, hat mit Bewegung zu tun, das Waage-Zeichen, welches in Haus 4 herrscht, ist der Untergrund selbst. Weiter ist wissenschaftlich bekannt, daß selbst bei nur geringster Massenschwerpunktverschiebung das ganze Sonnensystem – incl. unserer Erde – miteinander vibriert und daher die tonale Hypothese von Kepler zwar verfeinert werden müßte, aber nicht mißachtet werden dürfte mit angeblich viel „besserem Wissen“, und verantwortungslosem Gschmarri.

Und dann sind da die Sonnenaktivitäten. Sollte sich nicht aus der Bündelung von Geologie und Astronomie letztlich eine Erkenntnis gewinnen lassen, die solche Erdbeben vorhersagt? Ja, das sollte es. Und es bedeutet Verantwortung für diese eingeschlafenen und selbstverliebten Wissenschaften.

Erdbebenkonstellationen sind astrologisch bekannt. Soweit es die allgemeine, die mundane Situation zeigt, fallen sie besonders auffällig in Oppositionen und Quadrat-Stellungen von Planeten, denen auch von der Bedeutung her so etwas zugeschrieben wird: Mars, Saturn, Pluto, Uranus, Neptun und Chiron.

Bei solchen Katastrophen werden wir gewahr, daß nun plötzlich die Tagepresse doch genaue Daten und Zeiten angeben kann: „Seit am Dienstag um 16:52 die Erde bebte und wahrscheinlich tausende in den Tod riss“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Als würde es nun doch eine Rolle spielen, wann genau es passierte, als wäre dem Unfassbaren durch eine genaue Minuten-Angabe ein Sinn abzuringen.

01.01.1804 07:17 Gonaives, Haiti

Dieses Horoskop zeigt die „Geburt“ des haitianischen Staates. Des Landes, welches in der Lage war, die französische Sklavenherrschaft abzuschütteln, wenige Jahre nach der Revolution in Frankreich selbst. Das untere Horoskop nun zeigt die Verbindung beider Bilder: innen sehen wir das „Geburtshoroskop“ Haitis, im äußeren Ring die Planeten am Dienstag Nachmittag zur Erdbebenkatastrophe:

Es ist ja vielleicht gut, daß diese Bilder nicht von allen gelesen und verstanden werden können. Denn erst mit dem doppelten Kreis-Bild fällt uns auf: Haiti selbst ist nicht nur Sonne-Steinbock, sondern auch Aszendent. Das Pluto-Saturn Quadrat steht genau über Haitis eigenem Mars im Steinbock, der dort in genauer Chiron-Konjunktion steht und aktiviert wurde, der laufende Mars retrograd auf dem Südknoten.

Saturn macht gerade, kurz vor der Rückläufigkeit bei Haitis eigenem Saturn kehrt, auch das kommt nicht jeden Tag vor. Neptun und Chiron mit Jupiter an der Spitze zu Haus 2: lösen den Bestand weiter auf.

Hätte man denn, aufgrund oberen Horoskopes, eine Erdbebenwarnung für Haiti rausgeben können? Ja, hätte man, aber wer schaut schon mal einfach so ins Horsokop von Haiti? Und ob dem Aufruf jemand gefolgt wäre, das ist zweifelhaft. Und dann könnte es nicht schaden, wenn es einen Austausch zwischen Geologen und Astrologen geben würde. So ließe sich das Risiko einschätzen.

Und was bedeutet das? Genau betrachtet geht es hier um zwei Dinge: einmal hätten wir die sogenannten laufenden Planeten, die ja oben im Außenband sichtbar sind. Doch zweitens die inneren Planeten, das „Geburtshoroskop“ Haitis, die standen dort um 1804, und wenn wir davon ausgehen, daß jetzt aktuell laufende Planeten, bzw. deren resultierende Symmetrie, einen Einfluss auf einen bestimmten Weltort hat, der als menschliche Gründung und nicht als geologische Studie hervortritt, so implizieren wir damit tatsächlich – völlig anderes, als die Naturwissenschaft – daß auch die menschlichen Handlungen eine Wirkmacht im materiellen, geologischen Sinn darstellen. Wir sind mit einer solchen Haltung nicht weit entfernt von der Hurricane-Religion Mittelamerikas, denen diese Naturgewalten direkt Ausdruck von Göttern waren und vielleicht sind.

Dennoch bin ich davon überzeugt, daß wir in Zukunft eine Naturwissenschaft hervorbringen können, die selbst für diesen Zeit-Korrelations-Zusammenhang, für diese Synchronizität des Zeit-Kraft-Gefüges des Kosmos eine handhabbare Beschreibung anbieten kann, wenn auch diese Wissenschaft Grenzen sprengend sich selbst zunächst überwinden, d.h. erfüllen muß: sich zur Logik bekennen in wirklich allen Konsequenzen: wir waren da in den 80ger Jahren schon mal weiter …, bevor Ken Wilber in Schwierigkeiten kam:  dieser neuen Wissenschaft wird sich die Astrologie gut aufgehoben fühlen und gleichfalls verändern.

Sokrates:
“Wie nun die Seele unsterblich ist und
oftmals geboren, und, was hier ist und in der
Unterwelt, alles erblickt hat; so ist auch nichts,
was sie nicht hätte in Erfahrung gebracht ……
denn das Suchen und Lernen ist demnach
ganz und gar Erinnerung“

Auf diesem Weg wird sicherlich „Zeit“ selbst neu definiert werden müssen. Denn unser Konzept von Zeit basiert darauf, Erinnerungsräume zu schaffen, innerhalb derer wir uns fundamental an kosmischen Rhythmen orientieren können. Außerhalb dieser „künstlichen“ Erinnerungsräume, die sich sogar bis an die Entstehung des Weltalls erstrecken (wollen), existiert Zeit nur in vollkommener Unmittelbarkeit. Und diese Unmittelbarkeit beinhaltet folgende Weisheit: da alle Handlungen und Impulse die Folge von vorangegangenen Handlungen und Impulsen sind, können wir in der Zeit Muster der Wirksamkeit finden, wenn wir akzeptieren, daß „Zeit“ selbst nicht nur relativ, sondern absolut relativ ist. Und daher eben wirklich nur bedingt existiert. Wir müßten nicht nach „Dunkler Materie“ suchen, sondern nach Dingen, die „Zeit“ schaffen. Denn dies ist das Gegenstück zur Entropie. Was schafft Zeit?

Und es ist nicht erstaunlich, daß diese Muster auf einer höhern Ebene symmetrisch korrespondieren: die Verbindung zwischen Astrologie und Astronomie wird die Symmetrie sein. Nach Kepler.

Nachtrag zu den KommentatorInnnen: ja, es stimmt: und daß aus einer Herzens-Ebene Obama richtig handelt.

Immer wieder wurden auch genaue Vorhersagen von Astrologen für Ereignisse gemacht, es gibt Beispiele zu Hauf, doch diese Vorhersagen haben die Ereignisse nicht verhindert. Und darauf soll es doch hinauslaufen? Sie auch:

Astrology and Natural Disasters – Astrodienst

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Personen, Poetry

Anette von Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff, Gemälde von Johann Joseph Sprick (1838)

10.01.1797 15:00 bei Münster

Liebe Leser und Leserinnen,

wie fein die Steinbock-Frau in diesem Antlitz seitlich geneigt schmunzelt, und doch der Krebs-AC um die Augen-Partie herum sichtbar wird. Wir kennen Sie als alte Hüterin des 20-Mark Scheines. Wenn ihr den Krebs-Anteil subtrahieren wollt, dann schaut zum Vergleich ein Portrait der Bundeskanzlerin an, nehmt das Ähnliche im Bild, und ihr habt es.  Der Ton unteren Gedichts trägt aber einen erdenschweren Steinbock-Ton. Doch mit Jupiter in den Fischen, wo er heuer bald, den 19. Januar auch wieder hineingeht, da ist frau doch gläubig, sie kann nicht anders. Diesen Fische-Jupiter, finde ich, hat der Maler Johann Joseph Sprick wunderbar in dem blauen Kleid dargestellt. Ich liebe diese alten Gemälde und ich gebe zu, auch Frau Droste-Hüllshoff, die Frau Bindestrich unserer alten Gymnasialtage, mag ich sehr. Obwohl ich erst heute anfange zu verstehen, was sie mit jener Novelle, die wir alle lesen mußten: „Die Judenbuche“ ausdrücken wollte. Unsere damaligen Gymnasiallehrer verstanden es nicht. Es bleibt aber ihr Verdienst, uns solche 20-Mark-Schein-Literatur aufgezwungen zu haben.

Ich gebe zu, daß der Holz-Frevel, der im Zentrum dieser Novelle stand, mich tief berührte. Und dies ist dafür der Grund: wer jemals Gelegenheit hatte, gut eingepackt in Fellschuhe und Winterjacke durch frisch verschneite Wälder zu stapfen und dann, in der Dämmerung schon, an der Angstgrenze, den Wald und die wilden Tiere doch nun zu verlassen, auf einen Ring glühender Asche stiess: rotglühend mit einem weißen Aschekranz, von dem ein Duft verströmte, der tiefstes Wohlbehagen im stillen Wald vergeistigte, weiß, was ich meine – ohne Angst, der Wald könnte frühzeitig dunkel werden.

Die Waldarbeiter, die dieses Feuer nach ihrer Arbeit aus gewaltigen Ästen der Fichte zu großen Haufen zusammengeworfen im frisch gefallenen Schnee glimmen ließen, waren schon zu Hause vor dem Fernseher. Sogar die Bierflaschen hatten sie diesmal mitgenommen. Aber der Wanderer, die Einsamkeit sogar gerade einmal genießend, der fand hier

das Feuer in der Mitte von blauem frischem Schnee

am Rand des Tages und am Rand der Zivilisation,

bereitet in der Wildnis.

Und … wie das duftet, Freunde! Nicht nur duftet es, es leuchtet auch golden! Oh Gott! Es ist Anbetung wahrlich wert. Und Weihrauchduft … /….  Ich habe für solche Zwecke wirklich ein wenig Weihrauch aus Aden. Der Mond ist im Skorpion im Sextil zur Sonne im Steinbock. All dies passt auch zu Merkur retrograd im Steinbock … Nun, aber was sagt es eigentlich? Ist ja vor allem die Verbindung – „Buche“ – :  und Wort, die Versöhnung in der berühmten Erzählung „Die Judenbuche“ sucht. Die Weisheit dahinter ist wahr und tief. So tief, wie jenes Feuer im Wald.

Nun müssen wir uns bewußt sein, daß diese Erzählung ein Versuch der Versöhnung war, bevor das endgültige Unheil Gestalt würde. Also gescheitert. Und wir sind auch ohne Recht auf Tränen in den Augen, selbst aufgrund des rot-glühenden Holzfeuers.

Gibt es daher eine Zukunft im Glauben an irgendetwas? Hm … Was meint ihr? Alle glauben an irgendetwas. Sie nennen es nur unterschiedlich.

Am ersten Sonntag nach Hl. Drei Könige

Und sieh, ich habe dich gesucht mit Schmerzen,
Mein Herr und Gott, wo werde ich dich finden?
Ach, nicht im eignen ausgestorbnen Herzen,
Wo längst dein Ebenbild erlosch in Sünden:
Da tönt aus allen Winkeln, ruf‘ ich dich,
Mein eignes Echo wie ein Spott um mich.

Wer einmal hat dein göttlich Bild verloren,
Was ihm doch eigen war, wie seine Seele,
Mit dem hat sich die ganze Welt verschworen,
Daß sie dein heilig Antlitz ihm verhehle;
Und wo der Fromme dich auf Tabor schaut,
Da hat er sich im Tal sein Haus gebaut.

So muß ich denn zu meinem Graun erfahren
Das Rätsel, das ich nimmer konnte lösen,
Als mir in meinen hellen Unschuldsjahren
Ganz unbegreiflich schien, was da vom Bösen,
Daß eine Seele, wo dein Bild geglüht,
Dich gar nicht mehr erkennt, wenn sie dich sieht.

Rings um mich tönt der klare Vogelreigen:
»Horch auf, die Vöglein singen seinem Ruhme!«
Und will ich mich zu einer Blume neigen:
»Sein mildes Auge schaut aus jeder Blume.«
Ich habe dich in der Natur gesucht,
Und weltlich Wissen war die eitle Frucht.

Und muß ich schauen in des Schicksals Gange,
Wie oft ein gutes Herz in diesem Leben
Vergebens zu dir schreit aus seinem Drange,
Bis es verzweifelnd sich der Sünd‘ ergeben:
Dann scheint mir alle Liebe wie ein Spott,
Und keine Gnade fühl‘ ich, keinen Gott.

Und schlingen sich so wunderbar die Knoten,
Daß du in Licht erscheinst dem treuen Blicke:
Da hat der Böse seine Hand geboten
Und baut dem Zweifel eine Nebelbrücke,
Und mein Verstand, der nur sich selber traut,
Der meint gewiß, sie sei von Gold gebaut.

Ich weiß es, daß du bist, ich muß es fühlen,
Wie eine schwere kalte Hand mich drücken,
Daß einst ein dunkles Ende diesen Spielen,
Daß jede Tat sich ihre Frucht muß pflücken;
Ich fühle der Vergeltung mich geweiht,
Ich fühle dich, doch nicht mit Freudigkeit.

Wo find ich dich in Hoffnung und in Lieben!
Denn jene ernste Macht, die ich erkoren,
Das ist der Schatten nur, der mir geblieben
Von deinem Bilde, da ich es verloren.
O Gott, du bist so mild und bist so licht!
Ich suche dich in Schmerzen, birg dich nicht!

„Daß eine Seele, wo dein Bild geglüht, Dich gar nicht mehr erkennt, wenn sie dich sieht …“,  so schreibt sie: also sind „Sehen“ und „Erkennen“ zwei Dinge, nicht Eines? Klar und deutlich.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus