Europa

Lev zatmění Slunce

Fotos Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

so eine Sonnenfinsternis – wie hier in Nordamerika – lässt die ganze Natur den Atem anhalten und macht allen Lebewesen klar, dass der freischwebende Zustand im All der normale ist, und wir ganz der Sicherheit entbehren, wenn uns die Sonne nicht hält: der Schatten des Mondes hat seine Ursache in unserer eigenen Vergangenheit, denn es gab ihn nicht, solange Mond und Erde ein Himmelskörper waren, bevor sich die Formen auf beiden Himmelskörpern mineralisierten, die einer waren, wie Rudolf Steiner plausibel darlegt und auch von der Astronomie angenommen wird. Bei so einer Sonnenfinsternis – wer sie gesehen hat, weiss das – empfinden wir uns plötzlich – und mit uns die ganze Natur – in der Gegenwart des Alls, denn selbst die Grillen hören auf zu zirpen. Die sozialen Veränderungen kommen aus dem Erlebnis der Seele, wegen der durch den Schatten des Mondes, der die Erde trifft, Verbindung zwischen Mond & Erde: wie eine Brücke ist dieser Schatten, so dass Wesen vom Mond während der Finsternis anderen Einfluss ausüben können, sofern sie aus dem Schatten-Reich kommen, als die im reflektierten Sonnenlicht gespiegelten. Und, klar, das macht uns unbehaglich … der Löwe-Mut verblasst für kurz, bis wieder die Sonne scheint:

Diese Sonnenfinsternis findet in genauem Trigon zu Uranus rückläufig im Zeichen Widder statt – der den Wandel fördert, insbesondere was Pionierleistungen im retrograden Bezug betrifft. Heute ist aber noch das Quincunx Sonne/Chiron zwischen Löwe & Fische –

– mal gucken, was dabei rauskommt – der Löwe oben aus dem Prager Zoo sieht nicht so aus, als würde er gern schwimmen – selbstbewusste Löwe-Handlungen sind dem Fische-Menschen oft zu laut, zu bestimmend, macht zuviel Karma – oder umgekehrt: Karma machen als Waffe der Feigen (in Barcelona) – Lilith/Saturn aus dem Schütze-Zeichen machen das etwas schräge (queer), zumindest Zeichen-mäßige Feuertrigon komplett – und geben die Energie der astrologischen Drachen-Figur dem Jupiter in Waage – möge guter Frieden sein mit Waage-Ausgleichs-Kraft …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Astrologie

Neptun und die Transformation des Diesel

Liebe Leserinnen und Leser,

man lasse sich nicht täuschen: die Tage des Diesel sind gezählt. Zwar ist der laufende Neptun noch ein paar Grad von Diesels Fische-Stellium entfernt, aber schon innerhalb des wirksamen Orbis. Diesel war nicht nur Erfinder, sondern auch Sozialreformer. Er sagte zu seinem „Solidarismus: Natürliche wirtschaftliche Erlösung des Menschen“„Der Solidarismus ist die Sonne, welche gleichmäßig über alle scheinend, durch ihre milde Wärme und ihr glänzendes Licht die Menschheit aus ihrem Winterschlaf zur wirtschaftlichen Erlösung wecken wird.“ Vielleicht wird dieses Buch, der „Solidarismus“ – wieder interessant, wenn man ihn mit anderen „Ismen“ neu mischt, diesmal mit Rücksicht auf die menschliche Wesensart und deren Feinde?

Es ist jedenfalls auffallend, wie sehr Fische-Geborene dazu neigen, die Probleme der ganzen Menschheit zu lösen. Und tatsächlich: der Diesel fährt. Wenn ich glaube, dass seine Tage gezählt sind, meine ich vor allem den Neptun-Return. Die Wandlung durch Neptun ist unausweichlich, langsam, aber letztlich völlig verändernd. Des Diesels Tage sind gezählt, weil eine Wandlung ansteht. Ich glaube auch nicht, dass es dabei um den „Klimawandel“ geht und muss gestehen, dass ich zu den „Leugnern“ gehöre. Man hat aus anderen Gründen die Elektrifizierung beschlossen – irgendwann ist ein Trend – der Verbrennungs-Motor – zu Ende, seine Zeit ist – zumindest prinzipiell – gekommen: es kündigt sich an durch die absurden Auto-Designs entlang des Batman-Profils: „Büschen spielen noch, und dann is´ gut“. Allerdings ist das, was danach zu kommen sich anschickt, nicht unbedingt besser: die Elektrifizierung des Verkehrs kann nur gewollt werden, weil der höhere Sinn, die sichere Steuerung des Verkehrs- und Warenlaufs durch automatische Transportsysteme, die Wandlung des Diesels nötig macht: der „Klimawandel“ ist einfach nur eines der Stichworte, mit denen die Massen moralisch manipuliert werden. Ich hab´ bis jetzt nur nichts gesagt, weil ich im Prinzip – Pluto/Uranus in Jungfrau – natürlich dafür bin, diese ganze Umweltverschmutzung endlich zu beenden. Schon dafür haben wir den Preis technischer Abhängigkeit zu entrichten. Und je besser und reibungsloser der Warentransport, um sehr mehr droht uns selbst, Ware, Strichcode, clone zu werden. Daher ist es gut und wichtig zu wissen, mit welchen Stichworten genau gelenkt wird.

Oberes Horoskop zeigt außen den Tag, an dem Fische-Geborener Diesel auf dem Ärmelkanal und der Dresden zuletzt gesehen wurde. Dazu muss man Astrologen eigentlich nichts sagen: Lilith Nordknoten exakt über Neptun/Sonne und  Chiron in Haus 7 deutet an, dass er nicht freiwillig gegangen ist. Seine erste praktische Aufgabe nach dem Studium war die Eisherstellung in einer Eisfabrik bei Paris.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Europa, Fragen, Freiheit

Schwachsinn trifft auf Schwachsinn

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder mal treffen emotionalisierte Anarchisten und Staatsgewalt aufeinander – und wieder beginnt das rituelle Spiel der BRD – diesmal zur Abwechslung in der Wassermann-Stadt Hamburg: wir tun einfach so, als ob wir Wahrheit und Gerechtigkeit hätten – der Grund dieser Hohlformel ist durchaus beängstigend – und es hilft doch nichts, die Eskalation den Steinbock/Krebs-Modalitäten des Vollmonds plus zuzuordnen; – dass die Welt synchronistisch organisiert ist, hat sich beim halbwegs gebildeten Teil der Welt herumgesprochen.

Hier drei Thesen zum modernen politischen Leben:

  1. Politik hat nichts mehr mit der Straße zu tun, sondern mit dem Netz. Demonstrationen sind kontraproduktiv und lächerlich, oft schmerzhaft und gemein. Sie sind nur Futter für die Presse und die Presse ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Masserveranstaltungen sind grundsätzlich ent-individualisierend und daher der Würde des Menschen nicht angemessen …
  2. Keine Macht kann sich gut organisiertem Kundenverhalten entgegenstellen – solange ihr den Schrott (Unterhaltung/Film/I-phone) wollt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn die „plastic-people“* die Macht haben. Solange ihr euch nicht organisieren könnt, müsst ihr sogar dankbar sein, dass der Staat es für euch tut. Die Anarchie, die ihr anstrebt, würde euch – wie gehabt – als erstes fressen. Der Trost: nie war es so leicht, sich für gemeinsame Ziele zu organisieren; nie war aber auch die Energie dafür und der Wille dazu so jämmerlich schlapp – wie leicht ist es da, sich einen Stein zu nehmen …
  3. Es ist überhaupt an der Zeit, sich von Politik zu verabschieden. Die show ist gelaufen. Die Akkumulation von Kapital ist so unvorstellbar gewaltig, dass nur noch das Kapital selbst sich da raushelfen kann und bürgerlich politische Gestaltung allenfalls in Nebensächlichkeiten (Tempo 30 vor der Schule und so … ) betrieben werden kann, alle anderen Entscheidungen werden undemokratisch oder sogar bereits von Maschinen getroffen; – erste Ansätze einer Umkehr ganz oben (freilich noch nicht ganz moralisch auf der Höhe … ) gibt es bereits im Klub der Milliardäre, die ihr Geld stiften und spenden.

Last not least: PolizistInnen sind Menschen mit Familien und Sorgen; – meiner Erfahrung nach sind die sogenannten „Autonomen“ – was eigentlich ein Ausdruck für „ewig gestrige, vergammelte, Bier-saufende und die immer gleiche pseudo-Punk Musik hörende Spießer-Bande“ ist, diejenigen, die dem Staat den großen Gefallen tun, ein (weiteres) Feinbild zu haben und für guten Umsatz der Sprühdosenindustrie sorgen. Gäbe es keine – sich mirakulöserweise immer wieder erneuernden, wenn sich die alten totgesoffen haben – Autonomen, der Staat müsste sie erfinden für kostenloses Marketing und kostenlose künstlerische Gestaltung des öffentlichen Raums …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* F. Zappa

Europa, Freiheit, Geist

Neptun verschleiert sich selbst, Wasser ist durchsichtig

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Liebe Leserinnen und Leser,

im Transit erlebe ich Neptun als exakte Konjunktion über meine Radix-Sonne. Das ist für einen Fische-Geborenen ein ziemliches Privileg, schließlich braucht Neptun 165 und ein halbes Jahr um den Tierkreis. Längst nicht für alle Astrologen ist ausgemacht, dass Neptun die Fische regiert. Milan Spurek meint, er regiere das Zeichen Schütze mit – so wie seiner Ansicht nach Pluto den Widder. Aber das gebe ich nicht zu – schon allein, weil Neptun in den Fischen steht und aktuell neben Jupiter mein Zeichenherrscher ist, zuhause, bei meiner Sonne. „Allmächd“ würde man in Nürnberg sagen. Wir hatten in der Astrologieschule folglich auch das Thema Neptun. Und da kommt man doch zwangsläufig auf die Politik. Und so zeigte sich, dass zwar durchaus fast alle eine Meinung hatten, aber nicht alle das Thema in den Fokus stellen wollten. Und schon ist man mittendrin im neptunischen Nebel, dem Hütchenspiel ums Thema. Denn natürlich ist es durchaus autoritär, ein Thema ausschließen zu wollen. Soweit aber die Diskussion ging, waren alle erst mal überzeugt – bis auf die Stillen – dass Neptun nun das Theater der Gegenwartspolitik sei, man kannte die Themen: USA-Präsident, Putin, Syrien-Konflikt, Terrorismus, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge und nicht vollständig. Das sei, konnte ich aufmerksam machen, gerade der neptunische Schleier: uns glauben zu machen, ob da oder dort dieser oder jener Politiker regiert, sei eine Sache von Bedeutung. Doch um solches zu wissen, muss man die Politik erstmal durchschaut haben, und das setzt Interesse und Kenntnis voraus. Hat man das aber mal erfasst, kann man sich natürlich auch von der Politik abwenden, die Frage im Gepäck: welche Handlungen sind dann bedeutend, wenn nicht die politischen – und ist es wirklich ganz egal, von wem wir regiert werden?

Das nicht – aber was uns vorgespielt wird – Neptun negativ – ist eben nicht echt, nur Theater. Ob wir die Regentschaft derer wollen, die uns aus dem Verborgenen über unsere kollektiven Instinkte steuern: Zusammengehörigkeitsgefühl, Ehrgefühl, Sauberkeits-Instinkt so oder so, Säuglingsinstinkte – Zigaretten – zu erkennen, dass die Welt gesteuert wird, indem mit allen Mitteln die Instinkte der Massen manipuliert werden, aus dem Zentrum der Traumfabrikationsmaschiene, im Auftrag Regierungszentrale uns unbekannter Menschen. Das Motto lautet: Verstecke eine Wahrheit am besten hinter einer Wahrheit. Ist Wahrheit einmal simuliert, heisst sie Potter. Simulation von Wahrheit hat den Sinn, das Auffinden der wahren Wahrheit wirklich schwer zu machen, in dem unter Anderem behauptet wird, dass es die nicht gibt. Nur, wer sich sein Leben lang um die Erkenntnis – also das Verstehen, was warum wie ist – bemüht, erreicht die grüne Lichtung der Wahrheit.

Unabhängig davon, wo Neptun bei euch im Horoskop laufend steht (und in welchem Verhältnis zur Radix-Position und den anderen Planeten und Punkten) – zeigt der Neptun-Transit aus dem Zeichen Fische – energetisch immer noch begleitet durch den kosmischen Heiler/Verletzer Chiron – wo im Horoskop ein schleichender Transformationsprozess stattfindet. Neptun ist Idealismus pur. Wo kämen wir hin, wenn es keinen Idealismus mehr gäbe?! An diesem Punkt, wo er läuft, kommen wir nur mit Idealismus weiter.

Negativ allerdings – im öffentlichen Leben – ist Neptun Verschleierung: ihre Schwester: die Blauäugigkeit. Wir wissen ja im Grunde, wenn wir all die Filme rekapitulieren, deren Bilder sich unlösbar in unser optisches Gedächtnis eingegraben haben, dass im Kino in krasser Übertreibung oder Untertreibung gezeigt wird, was sich tatsächlich abspielt. 007 kämpft seinen Kampf gegen das Böse als unser Stellvertreter. Aber weil wir den Film sehen, sind wir von der Wahrheit hypnotisiert; – hat sich ja schon als Simulation realisiert.

Das ist im Wesen Magie, Entsprechungszauber. Neptun in Skorpion. Neptun in Fische kann die Fenster putzen: die klare Sicht durch frische Luft, am Horizont das Zeichen Gottes, ist auch Neptun.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Freiheit, Geist, Geschichte

Schloss Stern, Hvězda

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier sind sogar die Mülleimer mit dem Zeichen des Gral versehen. Auch mal gucken, liebe mitlesende Astrologieschüler aus Nürnberg und weitersagen :-) , die Lust haben, 23/24/25 Juni, also zwei Übernachtungen – nach Prag zu kommen.  Das ist mal eine Voranfrage! Wir können es erst machen, wenn genügend dabei sind. Der Zeitpunkt ist nicht variabel! Lasst mich doch einfach wissen, wer Interesse hat. Wir hätten eine Unterkunft für Menschen, die einen spirituellen Rahmen zu schätzen wissen und ausnahmsweise auch mal auf einer Matratze auf dem duftenden Eichenboden übernachten, aber es findet als astrologisches Wochenende im Sinne einer Premiere zu den schon länger angekündigten Prag-Führungen statt, und oberes Schloss, wo sogar die Mülleimer das Grals-Zeichen des Jupiter/Saturn Umlaufs (und vieler weiterer kosmischer Rhythmen!) wiedergeben,  Schloss Stern Hvězda:

(https://cs.wikipedia.org/wiki/Obora_Hv%C4%9Bzda)

das im Löwe-Sektor der Stadt steht, gehört zu den Kraftorten, die wir besuchen wollen. Es hat sein Aussehen ganz entscheidend gewandelt, wenn wir nur einmal das Dach auf oberem alten Renaissance-Bild betrachten. Fast, dass es sich nicht um dasselbe Gebäude handelt. Wer aber genau hinschaut, erkennt auch im neuen flacheren Dach einen kühnen Gedanken – dennoch ist das Gebäude – unverschämterweise weiß/rot militaristisch ausgerichtet nach der Pulverlagerzeiten der weniger Astrologie-affinen Habsburger nach Ferdinand I, dem Erbauer, man hält historische Schichten selbst für Erhaltens würdig (auch bezahlbarer). Jedenfalls noch lange nicht in den astrologischen Ursprung, von dem dafür aber zum Mindesten innen einzigartige Stuck-Arbeiten künden, zurückversetzt. Astrologischer Kultbau – neben dem Pantheon in Rom – und Stonehenge natürlich (und noch weniger bekannte, ungenannte) – wie alles in Prag ausgerichtet auf einen geheimen Mittelpunkt hin, wie jedes alte Gebäude, der Rotunde zur Auffindung des heiligen Kreuzes, dort, wo die Templer, die Johanniter, die Gralsritter selbst ein Kreuz Richtung Jerusalem ausgerichtet haben, daß der sieben Hügel-Stadt die kaiserliche Relevanz eines zweiten Rom verleiht.

Der Löwe-Sektor hat für Prag Schlüsselfunktion, weil die Stadt seit alters her mit dem Löwe-Zeichen in Verbindung gebracht wird, ihr also zugestanden wird, in diesem Zeichen seine Stärke zu haben.

Deswegen gibt es einen Vortrag: „Der Weg des Löwen“ – warum gehört Praha zum Zeichen Löwe?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Europa, Geist

Vom Sinn der Astrologie (Merkur stillstehend bei Uranus)

Liebe Leserinnen und Leser,

Was hat denn die Astrologie wirklich für einen Sinn? Wenn wir „normalen“ Menschen begegnen, finden wir oft die Auffassung, es sei wohl besser, keine Vorhersagen über die Zeitqualität zu haben, denn „wüsste man´s, was könnte man ändern?“ – und nicht wenige glauben skeptisch „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“. Eine solche Auffassung wird begünstigt durch die Tatsache, dass Astrologie sich nicht von selbst erschließt, sondern ein Studium braucht und ein Einweihungsweg ist, von dem es – auch mit Talent – mindestens drei intensive Jahre der Beschäftigung braucht, bis man einigermaßen begriffen hat – obwohl die Prinzipien einfach und offen ausliegend sind – wie diese Uhr mit zwölf Zeigern sich lesen lässt.

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Aus unserem statischen Verständnis der Dinge – unserer eingebildeten Liebe in den Stillstand, das letztlich unmögliche Festhalten der Zeit auf die ein oder andere Weise (Einstein hat die Zeit eingefroren) – müssen wir uns erst wieder daran gewöhnen, in Zyklen zu denken.

Aus unserer dualistischen Vorstellung von zumindest prinzipieller Unbeteiligtheit am Weltlauf müssen wir uns ein Stück weit wieder dorthin bewegen, wo unsere Ur-Ahnen gar nicht raus konnten: ins Verwobensein von Allem mit Allem, mithin zu dem Bewusstsein, dass schon eine ganz profane Äußerung Welt-mitgestaltend ist, und wir daher in den Modus der Bedachtheit wechseln müssen, wenn wir überhaupt etwas anderes sein wollen, als ein unbeteiligter Zeitgenosse ohne eigene Richtung.

In gewissem Sinn, ist es unmöglich, sich diesem Punkt anders, als rituell zu nähern, denn jede sogenannte Objektivierung ist bereits Einfluss und Distanz zugleich – mithin also nur Schein, und Kant darüber – objektiv urteilen zu wollen, was subjektiv bleibt – seit vielen hundert Jahren im Irrtum. Aber es ist ein praktischer Irrtum, der den Geist, mit dem er argumentiert, für diejenigen, denen er sowieso lästig ist, abschafft – ihnen ein Alibi verschafft.  Ein Ding nur one way „anschauen“ geht gar nicht, obwohl genau das der „offizielle“ Modus unseren Daseins im Zeitalter der Technik ist.

Nur die wenigsten werden den astrologischen Erkenntnis-Weg gehen, und wenn sie ihn nicht gehen, bleiben sie auf Treu und Glauben auf einen Berater angewiesen, der/die seine/ihre Sache versteht, aber niemals den eigenen Einfluss auf das Geburtshoroskop des Fragenden leugnen kann. Dort, wo die Hauptplaneten und Kraftpunkte des Beraters liegen, werden sie unweigerlich Einfluss nehmen auf den Fragenden: ein Fische-Geborener wird einem Jungfrau-Geborenen immer Spiegel sein genau der Leerstellen, die der Jungfrau-Geborene gern aus seinem Leben ausklammern würde, wenn er nur könnte, umgekehrt wird ein Jungfrau Geborener einem Fische-Geborenen immer wie die Grenze vorkommen, die dieser Mensch in personam zu den eigentlich wichtigen Dingen bildet, ohne welche Grenze aber auch der Fische-Geborene gar nicht praktisch existieren könnte.

Hinzu kommen gerade zeitgenössisch die verwirrenden Aussagen über die verschiedensten Systeme der Astrologie. Dass diese „Systeme“ allesamt auf einem Prinzip beruhen, erschließt sich dem gewissenhaften Schüler aller Schulen erst am relativen Schluss seiner Betrachtungen – und es kommen ja auch die Schulen auf´s bedeutungs-schwerste gravitätisch daher, als wären nur sie der neue Schlüssel zum Himmelreich. Ganz gleich, ob Rhythmenlehre, Huber-Schule, vedische Astrologie oder die irrational verbogene Gartenkunst-Astrologie der Thuns, Astrosophie, Kosmobiologie – der Eingang ins Astrologische Arkanum wird von vielen Schulen bewacht.

Gerade im sonst so hellwachen anthroposophischen Bereich herrscht eine große Verwirrung zum Thema tropischer/siderischer Tierkreis, als wäre die Astrologie schon immer in Stein gemeißelt gewesen, und als wäre nicht: mit dem tropischen Tierkreis – den Christus mit unserer ganz normalen Zeitrechnung gestiftet und fixiert hat, eine neue Zeit angebrochen. Denn auch für die Astrologie gilt: „Denn siehe, ich mache Alles Neu“.

Das, was wir heute als unzweifelhaft „funktionierende“, beste Astrologie aller Zeiten haben, die Persönlichkeit der Einzelnen gewissermaßen hineingewachsen, wie in eine Passform, schon immer so für den Menschen angelegt, ist allerdings ein unerlässlicher Spiegel der seelischen Verhältnisse des Menschen, an dem er unmöglich vorbeikommt, weil hier der vorherrschende Zug unserer Zeit: die Abstraktion, sich ein Fenster geschaffen hat, durch welches wir aus der Seele in den Kosmos schauen können, also den Beweis haben, dass und wie wir am All beteiligt sind.

Es kann also gar nicht sein, dass Astrologie eine Kunst für wenige Auserwählte bleibt, sondern sie wird – wenn die Menschheit sich entwickeln will – zum unerlässlichen Erkenntniswerkzeug zumindest noch im 5. nachatlantischen Epochen-Abschnitt gehören müssen. Dies aus dem Grund, weil sie die Brücke zum Kosmos ist, während die bloße Anschauung – Astronomie – für unsere Seele nicht tragfähig, sondern im Unendlichen ohne Transzendenz auf sich allein gestellt sinnlos ist, Leere.

Für solche, die sich das Astrologie-Studium sparen wollen, genügt freilich die tiefe Versenkung in die Blüten der Blumen. Ihre Ähnlichkeit mit dem Rundkreis des Horoskops ist unzufällig. Eine jede Blüte ist ein ganz unmittelbares Horoskop.

Nur so können wir Mensch werden, nur dies bedeutet jenes: Γνῶθι σαυτόν – erkenne dich selbst – den kosmischen Menschen in sich zu erkennen und zu begrüßen. Manchen reicht es, sich die Wahrheit durch die Blume lehren zu lassen, andere wollen es genauer wissen und lernen, das Horoskop zu lesen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geist

Kampf um den Gral

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, tatsächlich, immer noch und immer wieder – passend zum (länger gültigen aber heute exakten) Chiron/Saturn Quadrat zwischen Fische und Schütze – den beiden religiösen Zeichen. Nur müssen wir natürlich wissen, was der Gral eigentlich ist und wo wir uns mit dem inneren König Artus der wahren und gerechten Sache anschließen können? Nie hat man sich soviel Mühe gegeben, uns Verstand und Sinne zu benebeln …

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Daher umgekehrt logisch: es geht tatsächlich um was, wir sind näher dran, als wir glauben. Drum haltet durch, Brüder & Schwestern – gerade, wenn es aussichtslos erscheint: so gilt dennoch und unbedingt – der Christus (in uns) führt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Europa, Freiheit, Geist

Die Bürgschaft, Schiller 1799

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Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon*), den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
„Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!“
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
„Die Stadt vom Tyrannen befreien!“
„Das sollst du am Kreuze bereuen.“

„Ich bin“, spricht jener, „zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn‘ ich, erwürgen.“

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
„Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh‘ du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.“

Und er kommt zum Freunde: „Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme zu lösen die Bande.“

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen;
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket.
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
„O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.“

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

„Was wollt ihr?“ ruft er vor Schrecken bleich,
„Ich habe nichts als mein Leben,
Das muß ich dem Könige geben!“
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
„Um des Freundes willen erbarmet euch!“
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Kniee.
„O hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!“

Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen;
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
„Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.“

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen;
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:

„Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet‘ er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.“

„Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
Ein Retter, willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue!“

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
„Mich, Henker“, ruft er, „erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!“

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär‘;
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen,

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: „Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der Dritte!“