Weltbild

Der rote Faden

Liebe Leserinnen und Leser,

der sprichwörtliche rote Faden aus dem Labyrinth, ich hab ihn gerade auf der Strasse gefunden, jemand hatte ihn verloren. Wer denn? Die Naturwissenschaftler vielleicht? Auffallend still sind sie angesichts der Öl-Katastrophe im Golf von Mexico, ich hab mal bei den science-blogs rumgeschaut und nichts gefunden. Und die Leitung sprudelt und sprudelt. Zur Beruhigung hat man sich ein date gesetzt: “ … könnte bis August dauern“, hört man. Und BP verspricht 20 Milliarden für das cleaning-up der Folgeschäden. Dabei wird offensichtlich verdrängt, daß man gar nicht weiß, ob diese Ölquelle nicht weiter und weiter blubbert.

Da der Unfall so exakt mit Chirons Eintritt in die Fische datiert ist, wäre es logisch, bei seinem neuerlichen rückläufigen Übertritt in den Wassermann Hoffnung zu schöpfen, denn daß dieses Öl sprudelt, solange Chiron in den Fischen ist, wollen wir nicht hoffen und auch nicht vorhersagen: es wäre für die Weltwirtschaft das Ende und das Ende der Zivilisation, as we know her, so far …

20.07.2010 11:41, NBG

Hier unten sehen wir eine Renaissance-Darstellung von Bambini, wie die gute Ariadne Θησεύς den berühmten Faden reicht. Theseus ist ja ein großer Kentauren-Killer, Chiron ist ein Kentaur, insofern passt die Suche nach dem roten Faden … Außerdem soll er von Poseidon/Neptun abstammen, also genau der Superheld, den wir in 1500 Metern Tiefe brauchen. Ist es nicht bemerkenswert: wir geben überflüssige Unsummen für die Erforschung extrasolarer Planeten aus, sind aber weder technisch noch naturwissenschaftlich (altes Ehepaar) in der Lage, ein 50cm Ø Rohr am Meeresboden zu stopfen.

Was mir jedoch dieser Tage wirklich auffällt, das ist, wie all diejenigen, deren Gesinnungswandel im Grunde in der Luft liegt, wie der Geruch von Rohöl an der Küste von Luisiana, sich naturgemäß weigern, ihn zu vollziehen. Die Linken können Gauck (Wassermann, übrigens) nicht wählen, die FDP kann sich nicht vom Neoliberalismus lösen, die Naturwissenschaftlicher nicht von Ihren Vorurteilen und der Dunklen Materie, die Esoteriker nicht von ihrer nebulösen geistigen Sparflamme (Engelskontakte, Channeling), die Banker nicht von ihren Boni, die Bauern nicht vom Pflug, die Gentechniker nicht vom Glauben an ihren Pseudo-Fortschritt, Mixa nicht von seinem Bischofsring, Hollywood nicht von seinem Bombastik-Mist ohne Geist (Lady-Gaga, übrigens Widder), die Werbebranche ganz allgemein nicht von ihrer Morbidität, der Dandy nicht von seinem Dünkel und der Prolo nicht von seiner Schlamperei, die Israelis nicht von ihrer Strategie, die Palästinenser nicht von ihrer ansteckenden Dummheit, die Schöngeister nicht von ihrer flötenden Schuhmann-Gestrigkeit, die death-metal-fans nicht von ihrem tätowierten Diabolismus und die Afrikaner nicht von ihren rücksichtslosen Vuvuzelas, die zu all dem einen unheimlichen Sound verbreiten …

Und hier nun die Möglichkeit, den roten Faden zu ergreifen, um einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden: was uns am meisten widerstrebt, was uns als größtes persönliches Recht erscheint, das ist genau das, was unsere Seele sich selbst ausgesucht hat, es vor uns hinzustellen und durch eine innere Wandlung in uns selbst zu überwinden: denn eben dies haben wir dermaleinst selbst für uns so angelegt.

Soweit, so gut: doch was wenige wissen, denn es ist den Fischen in die Wiege gelegt: mit dieser inneren Wandlung wandelt sich auch das Äußere, vorher nicht.

Daher, die Menschheit muß sich wandeln, um dieses Loch im Golf von Mexico zu schließen, je eher, desto besser. Und die Menschheit sind nicht die anderen.

Also, um mit dem Sprüchlein eines Mineralöl-Riesen zu sprechen: „Es gibt viel zu tun. Packen wir´s an!“

γνῶθι σεαυτόν – erkenne Dich selbst: wisse von Dir selbst, ist der rote Faden, den auch nur Du selbst greifen kannst. Freilich wirst Du ihn nicht finden, wenn Du glaubst, Dein Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Dein „Selbst“ ist etwas anderes, dieses gilt es zu erkennen; daran gemessen, ist alles Äußere „Gleichnis“.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Personen, Poetry, Weltbild

Novalis

02.05.1772  9:10 Wiederstedt

Außen Todestag 25.03.1801

Liebe Leserinnen und Leser,

»Nichts ist gewisser«, sprach eine Milbe zu der andern, »als daß unser Käse der Mittelpunkt des erhabnen Weltsystems ist und daß wir die besondern Lieblinge des Allmächtigen sind, weil er uns die vollkommenste Wohnung erschuf.« »Törin«, sprach ein Mensch, indem er sie mit ihrem Käse verschlang. »Du denkst, wie viele meiner Brüder denken, du auf deinem Käse, sie auf den Ihrigen.«

Diese Fabel von Novalis, der die erste Saturn-Wiederkehr nicht überlebte und mit Jupiter am Azsendenten und Venus genau über Uranus starb*, einem Stier (man beachte die Ähnlichkeit zu Kant), passt sehr gut auf unsere heutige, unzurechnungsfähige Naturwissenschaft, die sich viel darauf zugute hält, uns mit lustigsten 2-D Analogien zu erklären – großzügig und wissend lächelnd – warum es gar keinen Mittelpunkt des Universums gibt, der Raum sich vielmehr überall gleichzeitig überall hin ausdehnt, u.U. sogar relativ schneller, als die Lichtgeschwindigkeit. Demnach müßten wir also alle ständig uns in uns selbst ausdehnen … ? Äh, nein, so sei es auch wieder nicht, wird uns wieder wissend lächelnd erklärt … Woher wir denn wissen können – wenn schon nicht Mittelpunkt des Universums – daß wir dies eben nicht seinen? Die Frage nach dem Standpunkt des Wissens? An diesem Punkt ist schon Schluss, geistreich wird mit höherer Mathematik gefuchtelt und gerne auch elitär gegaukelt und beleidigt: Philosophie sei etwas für esoterische Spinner, der Urknall findet im Kopf statt.

Da lobe ich mir Geister, wie Novalis, ein Pluto-in-Steinbock Geborener, der Wissenschaft und Poesie verbinden wollte: ein Weiser also.

Das ist doch hoffnungsvoll, sollten zu diesen Tagen wieder Menschen mit solcher Wirkkraft geboren werden.

Die Sonne steht in den Fischen und ich schreibe über einen Stier? Nun ja, da seht ihr, das kommt schon noch. Aber dieses, die Sonne in den Fischen, sie ist eben grenzenlos und muss sich erst sammeln …

* An wahrscheinlich Schwindsucht (Neptun Opposition Sonne), von Schillern angesteckt, den er am Krankenbett pflegte.

Personen

Bhagwan Shree Osho Rajneesh

Liebe Leserinnen und Leser,

heute hatte ich das erste Mal Gelegenheit, Bhagwan Buddha Osho zu hören. Nicht live, aber per YouTube-Video. (Kann jeder selbst googeln …): –  Wahnsinn! Dieser Mann hat ja die Poesie der Sprache wirklich gesprochen. Es klingt zunächst etwas aufgesetzt, als wollte uns ein freundlicher Herr aus dem fernsten Osten erklären, wie man das „Essss“ und das „Efffff“ spricht. Doch dann, nach einer Weile, beginnt man zu ahnen, daß dieser Professor – was er in der Tat auch war in jüngeren Jahren – mit höchster Konzentration vorträgt. Man erkennt es an den „Brüchen“. Es sind die des Humors und die der „Rede“, eine Art Innehalten, aber kein Kampf um den Gegenstand, sondern eine Schütze-Vorausschau auf das nächste Argument, I suppose.

Er erklärt sein Wandern zwischen der west-östlichen Philosophie (wie Goethe mit dem west-östlichen Divan!), und dahinter versinkt – auch hinter seiner märchenhaften Selbst-Inszenierung – die offenkundig super-magische Tatsache seines tatsächlichen Wanderns zwischen den Welten: mit seinen Anhängern – die, das muss man zugeben, doch auch schon eigenartig brain-washed daherkamen – von Indien nach Oregon und zurück.

Wofür muß ich ihm danken? Ja eben, für sein Ringen mit Gott. Witziger, ernster Mann. Die Verbindung der Sonne im „Du-Haus“ mit dem sprechenden Zwillings-Aszendenten ist seine Wesens-Achse. Und all die Planeten im Steinbock, im Haus des Wandels und der Magie: welch eine Kraft! Uranus wird, wie in Oshos Horoskop, seit langer Zeit wieder in den Widder gehen. Also werden Menschen des befreienden Anfangs geboren.

11.12.1931 17:13, Kutchwada, India

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Pluto Quadrat Saturn

IMG_2318Foto Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

welch ausgeglichene Verhältnisse: links fahren Autos, rechts ein Radweg, wenn da nicht überall diese Blechkisten herumstünden, aber auch wirklich auf jedem freien Zentimeter. Falls es stimmt, dass wir den CO²-Ausstoß bis 2050 um 95% senken wollen, dann dürfte es jetzt schon nicht mehr so aussehen. Für anstehende Veränderungen sorgt, freilich unbequem, das Saturn-Pluto Quadrat, wenn Saturn am 28.10.09 zuerst wieder in die Waage tritt. Es sind spannende Zeiten, aber das ist untertrieben. 1993 war das letzte Quadrat aus dem Skorpion mit Saturn im Wassermann. Die Saturn Pluto Opposition dann 2001 und jetzt wieder ein Quadrat. Saturn will in der Waage vor allem Gerechtigkeit, doch es ist Pluto im Steinbock, im Gesetz, der ihm das versagt. Und der Höhepunkt dieser Entwicklung wird die Saturn (Jupiter) Pluto Konjunktion 2020 im Steinbock  sein, mit Uranus im Stier und Neptun in den Fischen; vielleicht wird eine Landreform nötig, großer gesetzlicher Zwang als  Folge weitreichender Überschwemmungen? Wenn jetzt die Verursacher der Finanzkrise nicht gezwungen werden, die Suppe selbst aufzulöffeln, dann haben wir 2020 in mancher Hinsicht wohl schon diktatorische Bedingungen, die sich mit Pluto im Wassermann späterhin befreien (müssen), wie zur französischen Revolution, als auch Uranus im Löwen stand, ab ca. 2040. Schon heute ist es nötig, daran zu arbeiten, dass diese kommende Revolution friedlich wird!

Saturn ZeichenwechselNürnberg, 26.10.09 23:03

Geschichte, Personen, Weltbild

Unsere Straßen

Strassenbauzeitgenössisch

John Loudon McAdam, 21. September 1756 12:00 in Ayr, Ecosse, United Kingdom:

McAdam

Liebe Leserinnen und Leser,

wunderbar passendes Horoskop für den Mann – heute hätte er Geburtstag – und seine Aufgabe. Straßen zogen die Römer auch schon, jedoch aus gelegten Steinen mit Spurrillen für die Wägen. Doch McAdam brachte die „Macadamisierung“: den Teer auf die matschigen Holperwege.

Teer ist Pluto. Oder zweifelt jemand? Neptun auch? Pluto steht in Haus 1 im Schützen. Ein super-verstärkter Feuer AC! Er sagt: „Ich glaube an meine Vision in mir selbst begründet“.  Widder regiert sein Haus 4, also das Herkunftshaus, die Seele im Sinne der Ursprungssippe, des Landes, der Familie. McAdam, der Straßenbauer trägt dies als großen Mars-Jupiter ins Haus 11: die Öffentlichkeit. Und darum geht es ja beim Strassenbau.

Für den er – Uranus in den Fischen – Revolutionär ist. Und wo? Im dritten Haus, dem Bereich der Bewegung und des Verkehrs. Geht es deutlicher? Und auch die Aspektbeziehungen passen.

Uranus in den Fischen und Pluto im Schützen ist eben auch die Zeit der Generation, die gerade erst von der Pluto im Steinbock Generation abgelöst wird. Und aus einer genau solchen Generation stammt unser revolutionärer Straßenbauingenieur ebenfalls. Das läßt uns eine solche Generation wieder erwarten.

Was werden das für Straßen sein? Mit welchem neuen Belag? Oder gar in der Luft? Ich erinnere hier an mein Zeppelin-Projekt. Nahverkehr ganz ohne Bodenkontakt, jedoch auch nicht höher, wie zwei Meter. Aus den Straßen in der Stadt machen wir Schrebergärten zur Selbstversorgung.

Die Landschaft oben macht einen blank geputzten Eindruck. Ich nehme an, so war sie auch, ließ man doch kein trockenes Ästchen liegen, welches für´s Herdfeuer hätte dienen können.

Fotos, Mundan, Weltbild

Licht am Ende des Tunnels

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Nürnberg, 15:39 – Wann wird denn ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar? Ich habe hier schon einmal über die Finanzkrise geschrieben:

Wann endet die Finanzkrise?

Dies war zu einem Zeitpunkt formuliert, wo es nicht sicher war, ob vielleicht die Leute gleich schlangestehend an den Bankschaltern ihr Erspartes einsammeln würden, kurz bevor sich unsere  Kanzlerin dazu bequemte, eine Garantie für private Guthaben auszusprechen. Man hat als Astrologe auch Verantwortung; ich gehöre nicht zu denen, die Panik schüren. Ich bin sogar soweit gegangen, die Finanzkrise als Glück zu bezeichnen.

Nun hat Obama zum Fische-Neumond („… ob er wohl von Astrologen beraten wird?“, fragte eine Klientin; seiner Frau Michele wäre zuzutrauen,  daß sie sich mit Nancy Reagan bespricht, zumal er ja da vor der Wahl einen dummen Scherz wieder gut zu machen hat, bald darauf war auch die genaue Geburtszeit Obamas im Umlauf!) gegenüber beiden Kammern des Parlaments dermaßen mitreißend gesprochen, dass sogar mein überaus Obama-skeptischer Vater, die ganze Nacht wachend, um das zu hören, voller Begeisterung ausrief: „Der ist ja noch viel besser, als  Kennedy!“

Im Sinne meiner Vorausschau wußten wir zum 3. Dezember 2008 (kurz vorher Venus, Jupiter und Mond im Sextil, bzw. Trigon zu Uranus-Saturn), dass es beschlossene Sache war: die Staaten würden weltweit für die selbstverschuldet einbrechenden Kreditinstitute, Mega-Firmen, Versicherungen in die Bresche springen müssen, weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.

Nun geht´s aber weiter, und man erwartet zu Recht von den Astrologen einen Ausblick, wenn schon die Börse laut FAZ „reine Psychologie“ ist, und die Ökonomen ihren Scherbenhaufen bislang nicht ordnen können.

Die Faktoren, die uns diese Zeitenwende gebracht haben, zeigen eine geradezu triumphale Bestätigung der Astrologie:

1. Zeichenwechel von Pluto in den Steinbock. Der just zum „Zwergplaneten“ und doch auch Namensgeber der „Plutoiden“ degradiert wurde und zugleich befördert … (Planeten, Pluto und die Plutoiden) … erweist sich erstaunlich wirkmächtig, und er hat ein neues Bühnenbild im Welttheater aufgerollt: daher kann man sagen, wir werden die Folgen dieses Spektakels bis 2024 spüren. Ausgelöst worden ist die Krise bekanntlich durch 70 000 Milliarden US$ (kein Schreibfehler! Quelle NZZ) Investitionskapital auf dem Globus, welches auf der Suche nach immer prächtigeren Kapitalanlagen war/ist, bis man in den USA sich bereit erklärte, z.B. einen 500 000 $ Kredit auf Treu und Glauben zu gewähren (Quelle: NZZ), während es mir hier – trotz festem Job – nicht einmal möglich war, einen winzigen, aber zinshungrigen Dispo-Kredit in einen langfristigen, billigeren umzutauschen. Dennoch wurde auch in Nürnberg aus dem Fußballstadion die „easy-credit“-Arena: – na fein.

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Fotos Markus Termin ©

2. Die Opposition von Saturn und Uranus zwischen den Fischen und der Jungfrau. Ebenso exakt, wie der Wahltag in den USA am 04. November 2008 auf diese erste Opposition gefallen ist, läßt sich auch das Wesen dieser Umwälzung mit dem Fortschreiten derselben beschreiben. Die beiden Giganten haben insgesamt fünf Oppositionen (04.11.08 – 05.02.09 – 15.09.09 – 27.04.10 – 26.07.10). Die letzte dieser Oppositionen sei hier nochmal abgebildet (bitte anklicken und vergrößern):

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Wie wir sehen, ist zu diesem Zeitpunkt nächstes Jahr nicht mehr der Ausgleich oder Machtkampf zwischen den Fischen und der Jungfrau das beherrschende Thema, sondern zwischen Waage, wo Saturn dann steht, und Widder, in das Uranus gewandert ist. Saturn ist in der Waage kardinal und erhöht, Uranus wird im Widder gleich zu Beginn durch Jupiter verstärkt, und all das findet im Quadrat zu Pluto statt. Wenn dann am 30.07.2010 Mars mit Saturn eine Konjunktion hat, wird es durchaus schwierig. Ein mächtiger Schlussakkord dieser Oppositionsreihe! Das Thema lautet dann: Gerechtigkeit (Saturn in Waage) gegen den Aufbruch (Uranus im Widder) in die Freiheit. Es werden diejenigen Kräfte, die zur Zeit den Warenfluss saturnin hemmen  und verstopfen (Saturn in der praktischen Jungfrau, das sind die Milliarden, die heut festsitzen, weil Krösus alias Onkel Dagobert sich weigert, zu investieren) ihren Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit entdeckt haben (fair trade?), und umgekehrt wird Uranus, der im Grenzenlosen Fische-Zeichen seine Revolution suchte, nun zur Tat drängen  (nach dem Zusammenbruch des Kommunismus die Renaissance als Vorbereitung für Neptun in den Fischen) alles jedoch gebremst durch den kardinal stehenden Pluto, Recht und Ordnung.

Bis dahin jedoch haben wir mehrere Saturn-Pluto Quadrate zu überwinden, denn Saturn schaut am 15.11.09 schon mal in die Waage, bildet dort ein Quadrat zu Saturn, welches er dann am 31.01.10 und am 21.08.10 wiederholt. Dies ein Ausschnitt dessen, was astrologisch den Umbau begleitet. Wer nun bedenkt, dass folglich nahezu alle Elemente – bis auf den Krebs – kardinal herausgefordert werden – Erde (Steinbock), Feuer (Widder), Luft (Waage); also Dinglichkeit (Steinbock), Wollen und Tat (Widder) und Geist (Waage) mitmischen, kann sich ausrechnen, wie tiefgreifend die Veränderungen sind, die uns erwarten.

Nun habe ich viel erzählt, aber doch wenig gesagt. Denn eigentlich will man ja wissen: was denn, konkret, kommt auf uns zu? Lasst uns dazu ein Beispiel betrachten, und je mehr davon realisiert wird, desto besser:

Nehmen wir an, die Bundesregierung könnte sich dazu durchringen, endlich zwei oder drei sinnvolle Dinge zu tun, anstatt der Entwicklung beständig hinterherzulaufen, als da wären:

1. Jede Bank und jede Firma, die Staatshilfen in Anspruch nimmt, gehört ab sofort den Bürgern.

2. Die Kfz-Steuer wird auf CO2-Verbrauch umgestellt und jeder Bürger bekommt ein Fahrrad geschenkt.

3. Vermögen über 10 Millionen Euro kann nur dann im Besitz der Eigentümer bleiben, wenn diese bereit sind, das Geld zu investieren und so dem Kreislauf zuzuführen, der andere ohne Spekulation ernährt. Damit die 5000 Milliarden € (Quelle TAZ, kein Schreibfehler) an Kapital im Privatbesitz in Deutschland automatisch als Konjunkturprogramm wirken.

4. Harz IV wird gegen ein Bürgergeld ausgetauscht, der Druck vom Arbeitsmarkt genommen; stattdessen können die Menschen wählen, ob sie arbeiten wollen und im Luxus leben, oder nicht.

5. Öffentliche Verkehrsmittel werden kostenfrei gestellt.

Nehmen wir an, die Bundesregierung könnte sich zu diesem Bündel an Maßnahmen entschließen, was natürlich utopisch ist, so würden wir all die astrologischen Aspekte selbst in die Hand nehmen, und hätten wirklich weiter wenig zu befürchten, außer, dass uns der Himmel auf den Kopf falle:

Ein Asteroid hat die Erde heute knapp verfehlt

Leider ist dem nicht so (im Falle des Asteroiden Gott sei Dank). Es gilt aber doch: wem es gelingt, selbst im Sinne des notwendigen Wandels sein eigenes Leben umzugestalten, den trifft die Macht dieser Krise (und immer belasten sie unser Leben mit irgendeiner blöden Gier- Sicherheits- Terror- Lebensmittel- Chemie- Doping- oder sonstigen Krise) nicht so sehr.  Denn wo der Absatz von Autos stagniert, mag der von solarangetriebenen Zwei-Personen-Zeppelinen in ungeahnte Höhen steigen.

Also, summa summarum: „Wie lange geht alles?“

Der Hardware-Umbau bis Mitte/Ende 2010, der Software-Umbau bis 2024

Warum ist die Krise ein Glück?

Weil wir nur so den notwendigen „Umbau“ der Welt hinbekommen von einer verschwenderischen Raubbau-Welt zu einer verantwortungsvollen Raumschiff-Erde Gesellschaft, die dann gerne mit vereinten Kräften ihr zerstörerisches Atomraketenpotential gegen Killer-Asteroiden wenden kann und muß. Dann bekommen auch unsere Naturwissenschaftler ein sinnvolles Betätigungsfeld, das sie sich so sehr herbeisehnen.

Mundan

Uranus – Saturn

Nürnberg, 22:29 – ich will mich heute damit begügen, die fünf hintereinander erfolgenden Uranus-Saturn Oppositionen abzubilden, von denen wir eine bereits hinter und haben (Wahl des US-Präsidenten), die zweite morgen stattfindet (passend: Entzauberung des Vatikans für Saturn). Ich will selbst die Reihe der Bilder erstmal meditierend betrachten und dann – vielleicht – morgen darüber schreiben. (Alle Bilder durch zweimal klicken vergrößeren!). Die beiden letzten Oppositionen liegen sehr nahe beieinander, werden also extra-stark sein. Und die allerletzte hat auch ein Quadrat mit Pluto.

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Ereignis, Geschichte, Personen

Alphonse de Larmartine

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Bisweilen macht es Sinn, den Pluto zu beobachten und zu schauen, was denn Menschen gemacht haben, die z.B. mit einem Pluto im Wassermann, also zur Zeit der französischen Revolution geboren wurden.

Alphonse de Larmartine, geb. am 21 October 1790 um 16:30 in Mâcon, Frankreich, ist der Mann zentral im Bild (Ölgemälde von Henri Felix Emmanuel Philippoteaux) zur Revolution von 1848:

de-lamartine„1843 brach er gänzlich mit dem plutokratischen, d.h. sich auf die Reichen im Lande stützenden Regime von König Louis Philippe und entwickelte sich zum oppositionellen Republikaner und gefürchteten politischen Redner. Er begann seine monumentale Histoire des Girondine (gedruckt 1847), d.h. eine Geschichte der Partei der gemäßigten Revolutionäre von 1791–94.“ (aus Wikipedia)

Dazu bemerkenswert – und deswegen habe ich „plutokratisch“ hervorgehoben, wie dieser Mann – der sich auch gegen die Sklaverei engagierte – Pluto im Wassermann im Haus 11 hat, während dieser das Haus 8 beherrscht: also die revolutionäre Macht ausgeübt aus dem Bereich des Geistes und der Öffentlichkeit (11) mit definitiven Auswirkungen auf Haus 8, dem der Wandlung und dem Geld der anderen (siehe oben!). Dann noch Jupiter in der Jungfrau an der Spitze zu Haus 6, jedoch Herr von 9 (dem der Veröffentlichung): er war tatsächlich einer der wenigen Politiker, die auch als poetischer Schriftsteller Karriere machten.

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Erst am 21.01.2024 wird Pluto in den Wassermann wechseln, dann mit einer Sonnen-Konjunktion verstärkt. Vielleicht sollten wir schon heute – phasenverschoben – die Politik daraufhin trimmen, sich dem Thema „Freiheit“ zuzuwenden, um die folgende Revolution zu mildern und nutzbar, statt zerstörerisch zu machen? Das zweite Thema gibt Uranus im Stier vor: den Besitz. Ich denke, so weit reichen tatsächlich die Wellen gegenwärtiger Kapitalismuskrise …

Personen, Poetry

Hölderlin

Foto Markus Termin ©

Nürnberg 23:01 – Friedrich Hölderlin wurde am 20. März 1770 um 23:59 PM in Lauffen am Neckar geboren. Von ihm stammen die Sätze: „Was bleibt aber stiften die Dichter“ und „Wo Gefahr ist, da wächst das Rettende auch.“ Es gibt einen Biographen, der sagt, Hölderlin sei gar nicht wahnsinnig geworden. Ich stimme solchen Vermutungen grundsätzlich zu. Warum Hölderlins Horoskop hier interessiert, ist nicht sein Fische-Merkur oder sein Jupiter im Schützen, sondern der Pluto im Steinbock. Da können wir doch wirklich was lernen!

Die Liebe

Wenn ihr Freunde vergeßt, wenn ihr die Euern all
O ihr Dankbaren, sie, euere Dichter schmäht,
Gott vergeb‘ es, doch ehret
Nur die Seele der Liebenden.
Denn o saget, wo lebt menschliches Leben sonst
Da die knechtische jetzt alles, die Sorge zwingt?
Darum wandelt der Gott auch
Sorglos über dem Haupt uns längst.

Doch, wie immer das Jahr kalt und gesanglos ist
Zur beschiedenen Zeit, aber aus weißem Feld
Grüne Halme doch sprossen
Und ein einsamer Vogel singt,

Und sich mählich der Wald dehnet, der Strom sich regt,
Schon die mildere Luft leise von Mittag weht
Zur erlesenen Stunde,
So ein Zeichen der schönern Zeit,

Die wir glauben, erwächst einziggenügsam noch,
Einzig edel und fromm über dem ehernen,
Wilden Boden die Liebe,
Gottes Tochter, von ihm allein.

Sei gesegnet, o sei, himmlische Pflanze, mir
Mit Gesange gepflegt, wenn des ätherischen
Nektars Kräfte dich nähren,
Und der schöpfrische Strahl dich reift.

Wachs und werde zum Wald! eine beseeltere,
Vollentblühende Welt! Sprache der Liebenden
Sei die Sprache des Landes,
Ihre Seele der Laut des Volks!