Mundan, Poetry, Weltbild

Vollmond/Herbstanfang: „Jeder ist ein Künstler!“

Liebe Leserinnen und Leser,

Herbstanfang, offensichtlich. Und gleichzeitig ein Tag, der das überlegene Konzept der Astrologie gegenüber der herkömmlichen Kalenderrechnung demonstriert: denn Herbstanfang ist einfach die Tag- und Nachtgleiche, die man gemäß der Einteilung der astrologischen Tierkreiszeichen so bezeichnet: hier ist Null-Grad Waage festgelegt, da sind Tag und Nacht gleich lang. Und zwar sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel der Erde, wo jetzt allerdings nicht der Herbst beginnt, sondern der Frühling: Waage ist auf der Südhalbkugel folglich ein Frühlingszeichen!

Nicht das Sonnenzeichen ist auf der Südhalbkugel umgedreht, sondern der Aszendent. Zur selben Zeit am genau entgegengesetzten Punkt der Erde geboren, hätten wir alle den Deszendenten zum Aszendenten. Das macht natürlich einen Unterschied, auch, wenn sonst (fast) alles gleich bleibt. Ist aber interessant für eine Philosophie der Astrologie, weil es ausschließt, die Astrologie primär jahreszeitgebunden zu interpretieren. Zwar hilft es, sich die Steinböcke cool zu denken, weil´s im Winter bei uns friert, aber auch in Südafrika sind Steinböcke Steinböcke, selbst, wenn es im Sommer zur Steinbock-Zeit dort die größte Hitze hat.

Hier kommt man nur mit den Feldern morphischer Resonanz von Sheldrake weiter: mag die Astrologie zwar näher am Äquator, aber doch auf der nördlichen Halbkugel entstanden sein, so war sie sicherlich von Anfang an als weltweites Konzept gedacht, denn unsere Vorfahren waren im Sinne eines kulturellen Netzwerks u. U. mobiler, als wir heute, wie zahlreiche kulturelle Blaupausen der Megalith-Kulturen weltweit nahelegen.

Foto Termin ©

Unteres Horoskop läßt sich als Ereignisbild für den gesamten Herbst – also bis zur tiefsten Winternacht lesen: der Jungfrau-Aszendent läßt uns auf sehr praktische Ergebnisse hoffen, Merkur hat keine luftigen Flausen im Kopf, sondern packt erdnah mit an. Daß dieser Herbst mit einem Vollmond beginnt, und daß es gleich zwei Waage-Sonnen und Widder-Mond Vollmonde geben wird, verstärkt den Eindruck, den Jupiter und Uranus mit dem Mond darstellen: der praktischen Seite wird ein emotionaler (Mond) und sehnsuchtsvoller (Fische) Wunsch nach vergangener (Rückläufigkeit) Offenheit entgegenstehen. Saturn in der Waage birgt im zweiten Haus den Gedanken der Haushaltskonsolidierung. Geld in Ordnung bringen: sieht auf europäischer Ebene und bei den Banken auch tatsächlich danach aus: obwohl die Schulden nicht weniger werden, sondern immer noch wachsen. Ziel ist Haus 10, Zwilling: wieder beweglich werden. Venus und Mars im Skorpion im Haus 3 zeugen von hohem und psychologisch (Skorpion) fundiertem Gesprächsbedarf zwischen Frau und Mann.

Das Neumondhoroskop sät in der Waage die praktische Saat der Logik und Schönheit. Mit anderen Worten: praktisch in diesem Herbst ist, was auch schön ist. Das passt ausgezeichnet zur Joseph Beuys Renaissance – mit dem einzig relevanten und modernen Kunstbegriff überhaupt, hinter den wir gerade pervers (Damian Hirst, Koons, morbider Neo Rauch und so … ) zurückgefallen waren/sind: „Jeder ist ein Künstler“.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

23.09.2010 05:09 Nürnberg

23.09.2010 11:17 Nürnberg

07.10.2010 20:44 Nürnberg

23.10.2010 03:36 Nürnberg

Ereignis, Personen

Goethe und Newton

J.W. Goethe ©

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt ein 200-jähriges Jubiläum des Erscheinens von Goethes Farbenlehre und dazu gleich zwei Ausstellungen von Universitäten, die sich einem Vergleich der Farbenlehre von Goethe und Newton widmen. Bemerkenswert genug. Ich bin da drauf gekommen durch einen wunderbaren Artikel in der FAZ vom Samstag, also heute, von Professor Olaf L. Müller, Mathematiker, Philosoph, Informatiker und Volkswirtschaftler aus Göttingen, der einem die Differenz zwischen Goethe und Newton wunderbar erklärt, bzw. warum beide Lehren richtig sind und komplementär zueinander … und noch einiges mehr. Also: ausnahmsweise FAZ vom Samstag lesen (den innenpolitischen Schwachsinn kann man ja übersehen). Er schreibt:

„Goethe hat überaus sorgfältig experimentiert und wichtige Schlüsse aus seinen Versuchen gezogen. Einer dieser Versuche hat es in sich. Statt einen Lichtstrahl durchs Prisma zu werfen (in einer dunklen Umgebung) wirft Goethe einen Schatten hindurch (umgeben von Sonnenlicht). Er vertauscht die Rollen von Helligkeit und Dunkelheit in Newtons Versuch, alles andere ändert er nicht. Große Überraschung: Wieder zeigt sich ein längliches Spektrum – aber das glatte Gegenteil von Newtons Spektrum, sein Komplement (gelb, purpur, türkis).“

Der eine argumentiert aus dem Licht und erzeugt schwarz, der andere aus der Dunkelheit und erzeugt weiß: der Newtonsche Ansatz wird von Goethe regelrecht auf den Kopf gedreht!

Natürlich geht der Gegensatz tiefer! Goethe ist im Kommen, weil Newton in letzter Konsequenz am Ende ist. Und wir werden Zeiten haben, zu denen wir eine Synthese zwischen beiden (es geht da um eine grundsätzliche Auffassung von Wissenschaft und Wirklichkeit – ganzheitlich oder analytisch) erleben werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Interessante Links:

Farben – Colours Symposium 2010 – University Hamburg – Institute for History of Science and Technology

Das Newton-Spektrum und sein poetisches Gegenteil — Humboldt-Universität zu Berlin

Farbenlehre (Goethe) – AnthroWiki

Johann W. Goethe, 28.08.1749 12:01, Frankfurt am Main, Pluto gerade noch im Skorpion, wie auch bei unserer Skull-geilen Piercing-Generation! Kein Wunder, daß sich der Herr Geheimrat mit aller Macht den plutonischen Dingen, Wandel und „Dunkelheit, die sich das Licht gebar … “ widmete!

links Newton, rechts Goethe

Isaac Newton, 04.01.1943, 01:38, Woolsthorpe, England, Pluto in den Zwillingen, wie während der Vorkriegsgeneration, einem der produktivsten Zeiträume für Wissenschaftler, die gern in Formeln und Zahlen machen, aber auch Schriftsteller, die informelle Mega-Werke schufen!

Hier die Synastrie zwischen beiden. Ich hatte (Merkur ist rückläufig) mich zunächst aus irgendeinem Grund geirrt und eine Saturn-Opposition gesehen. Die ist da nicht drin, im Gegenteil: auffallend ist, wie beide Horoskope in nahezu vollkommener Harmonie zu einander stehen, bis auf: den Pluto! Und – vielleicht – Venus (unterschiedlicher Geschmack) und – wichtig – die Quadratstellung der Mondknotenachse. Harmonisch Hand in Hand arbeiten jedoch: Jupiter und Jupiter, Saturn und Saturn, Sonne und Sonne, Mars und Mars, Merkur und Merkur …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Merkur im Spiegel

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt eine astrologische Schule, die Huber-Tradition, die in der Position von Planeten in der Mitte des Hauses eine besondere Wirkung erblickt. Merkur in der Mitte Jungfrau passt bestens zum Medizinalthema. So spiegelt sich nicht nur im SPIEGEL, aber dort durch den magischen Rudolf Augstein und später Stephan Aust (Aua! – – : und „Es“-Alliteration again) die Zeit im Simulationsgewandt (als Bild) nicht nur ein bischen, sondern immer komplett. Auf unterem Bild die archetypische Jungfrau verwobem mit dem aus Wasser stilisierten Caduceus, dem Hermesstab.

Foto Termin ©

Aber auch die aktuelle, wenn auch kurze Mond-Neptun Opposition kann in diesem Cover gelesen werden – Mond = Weiblicher Archetypus und Neptun das Wasser (mit Chiron zum Heilungsthema veredelt).

Und dann finden wir noch Venus/Saturn der gegenwärtigen Konjunktion: Venus wieder die Weiblichkeit und Saturn das Wasser in der Abbildung, die gefrohrene Bewegung (Stillstand) selbst.

Und natürlich brauchen wir Jupiter R und Uranus R ebenfalls nicht lange zu suchen: sind im Text „Klüger, gesünder, glücklicher“, wobei die Rückläufigkeit ein Zurückrudern ist, denn urplötzlich sind die Gene im Sommerloch nicht mehr die allein seelig machende Wahrheit, sondern sollen nun durch Verhalten weit mehr beeinflussbar sein, als gedacht: wie es früher einmal war. Nur wird das jetzt als glücklich machende (Jupiter) und befreiende (Uranus) Sensation verkauft.

Lilith in den Fischen? Nun freilich, ihr seht es ja selbst …

Und auf den psycho-magischen Effekt/Einfluss des Caduceus (hier klicken) kann man sich schon Jahrzehntausende lang verlassen (siehe R. Steiner: „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“).

Das Feine am Spiegel (ganz ähnlich, wie bei der Astronomen-Gilde) ist die komplette Unbedarftheit in Bezug auf alle wesentlichen Dinge, ganz einfach, weil es ja zum zwingenden Konzept gehört, sich dadurch stellvertretend zu behaupten, indem jene ausgeklammert werden: zeigen sich dafür um so reiner: gespiegelt.

Übrigens ein sehr verbreitetes Konzept verkappter Zauberlehrlinge, ihre staubtrockenen Themen mit einem Code als Hängebrücke zum kollektiven Unbewußten einer magischen Vergangenheit zu verbinden … (Oracle als Telefongesellschaft, Hermes als Paketversandt, Ibis als Hotelkette, etc.)

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

09.08.2010 15:07, Nürnberg

Personen

Ulrike Voltmer

Liebe Leserinnen und Leser,

heute (9. August) hat diese bemerkenswerte Persönlichkeit Geburtstag. Ulrike Voltmer ist, wenn es in der Gegenwart angebracht erscheint, noch von universalgelehrt zu sprechen, eine Anwärterin für dieses Adjektiv. Man sieht dieser Löwin den Schütze-Aszendenten sehr an und solche Bilder reizen mich zu einer astrologischen Physiologie, einem vergleichenden Foto-Band, der jegliche Zweifler an der Astrologie leicht in die Schranken weisen würde.

Nur steht dem bisher meine mangelnde Organisationsfähigkeit (pisces fish halt, keine persönlichen Planeten in der Jungfrau, wie Zither-Manä) entgegen, denn der Erfolg einer solchen Fleißarbeit* (Fotos über Jahre hin mit den exakten Horoskopen kombinieren und dann in der Tierkreisfolge veröffentlichen … Schütze Mond, Sonne, Aszendent kombiniert mit … ) braucht Jungfrau-Tugenden  zusätzlich. Daher vergleicht bitte obiges Foto erst einmal selbst mit irgendeiner Schütze-Aszendentin im Bekanntenkreis. Ich beschreibe es gern als Medallion-Form.

Unteres Werk ist eines der Bücher von Frau Dr. Voltmer, die eine dreifach Existenz als Musikerin und Musik-Lehrende, Astrologin und Politikerin (früher Grüne, jetzt Linke) lebt:

Ulrike Voltmer – Gesang

www.kepler-institut.de

Ulrike Voltmer (Die Linke)


Oberes Buch hat es definitv in sich: es beschäftigt sich derart detailliert und fachkundig mit Keplers astrologischen Prognosemethoden, ein interessanter Satz gliedert sich an den nächsten. Ich mag es … aber – ach! – ich kann es nicht gut lesen. Irgendwie entzieht sich mir der Inhalt in seinem ganzen Reichtum. So stehe ich vor einem Brunnen der Erkenntnis, aus dem ich nicht rinken kann.

Das kann euch aber ganz anders gehen. Denn auf der Suche nach einem Grund für diese schizophrene Situation – Buch und Person zu schätzen, aber einfach keinen rechten Zugang zu bekommen – fand ich die Ursache in meinem eigenen Merkur, der zu Dr. Voltmers Merkur in einer 100%tigen Opposition steht. Meiner ist im Wassermann, der ihrige im Löwen. Ein guter Grund für euch, das Buch selbst zu probieren.

Wer hat nicht schon einmal erlebt oder gehört, wie ein Kind, super in Mathe, plötzlich im Jahr darauf beim nächsten Lehrer in seiner Leistung völlig abfällt. Die Lösung findet sich in der Regel aus der Merkur-Position von Schüler im Vergleich zum Lehrer. Ein Quadrat oder eine Opposition sind schlicht ein Problem.

Doch statt sich darüber zu grämen, erklärt uns die Astrologie, warum es so ist: und etwas verstehen bedeutet schon fast, es verändern. So ist die Astrologie keine Schicksals-Projektion, sondern idealiter das Steuerrad in den Händen des Seelenschiff-Kapitäns: Dir selbst.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Ulrike Voltmer, 09.08.1952, 16:46 Saarbrücken

* Vielleicht sollte man diese Arbeit im Team machen?

Weltbild

Der rote Faden

Liebe Leserinnen und Leser,

der sprichwörtliche rote Faden aus dem Labyrinth, ich hab ihn gerade auf der Strasse gefunden, jemand hatte ihn verloren. Wer denn? Die Naturwissenschaftler vielleicht? Auffallend still sind sie angesichts der Öl-Katastrophe im Golf von Mexico, ich hab mal bei den science-blogs rumgeschaut und nichts gefunden. Und die Leitung sprudelt und sprudelt. Zur Beruhigung hat man sich ein date gesetzt: “ … könnte bis August dauern“, hört man. Und BP verspricht 20 Milliarden für das cleaning-up der Folgeschäden. Dabei wird offensichtlich verdrängt, daß man gar nicht weiß, ob diese Ölquelle nicht weiter und weiter blubbert.

Da der Unfall so exakt mit Chirons Eintritt in die Fische datiert ist, wäre es logisch, bei seinem neuerlichen rückläufigen Übertritt in den Wassermann Hoffnung zu schöpfen, denn daß dieses Öl sprudelt, solange Chiron in den Fischen ist, wollen wir nicht hoffen und auch nicht vorhersagen: es wäre für die Weltwirtschaft das Ende und das Ende der Zivilisation, as we know her, so far …

20.07.2010 11:41, NBG

Hier unten sehen wir eine Renaissance-Darstellung von Bambini, wie die gute Ariadne Θησεύς den berühmten Faden reicht. Theseus ist ja ein großer Kentauren-Killer, Chiron ist ein Kentaur, insofern passt die Suche nach dem roten Faden … Außerdem soll er von Poseidon/Neptun abstammen, also genau der Superheld, den wir in 1500 Metern Tiefe brauchen. Ist es nicht bemerkenswert: wir geben überflüssige Unsummen für die Erforschung extrasolarer Planeten aus, sind aber weder technisch noch naturwissenschaftlich (altes Ehepaar) in der Lage, ein 50cm Ø Rohr am Meeresboden zu stopfen.

Was mir jedoch dieser Tage wirklich auffällt, das ist, wie all diejenigen, deren Gesinnungswandel im Grunde in der Luft liegt, wie der Geruch von Rohöl an der Küste von Luisiana, sich naturgemäß weigern, ihn zu vollziehen. Die Linken können Gauck (Wassermann, übrigens) nicht wählen, die FDP kann sich nicht vom Neoliberalismus lösen, die Naturwissenschaftlicher nicht von Ihren Vorurteilen und der Dunklen Materie, die Esoteriker nicht von ihrer nebulösen geistigen Sparflamme (Engelskontakte, Channeling), die Banker nicht von ihren Boni, die Bauern nicht vom Pflug, die Gentechniker nicht vom Glauben an ihren Pseudo-Fortschritt, Mixa nicht von seinem Bischofsring, Hollywood nicht von seinem Bombastik-Mist ohne Geist (Lady-Gaga, übrigens Widder), die Werbebranche ganz allgemein nicht von ihrer Morbidität, der Dandy nicht von seinem Dünkel und der Prolo nicht von seiner Schlamperei, die Israelis nicht von ihrer Strategie, die Palästinenser nicht von ihrer ansteckenden Dummheit, die Schöngeister nicht von ihrer flötenden Schuhmann-Gestrigkeit, die death-metal-fans nicht von ihrem tätowierten Diabolismus und die Afrikaner nicht von ihren rücksichtslosen Vuvuzelas, die zu all dem einen unheimlichen Sound verbreiten …

Und hier nun die Möglichkeit, den roten Faden zu ergreifen, um einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden: was uns am meisten widerstrebt, was uns als größtes persönliches Recht erscheint, das ist genau das, was unsere Seele sich selbst ausgesucht hat, es vor uns hinzustellen und durch eine innere Wandlung in uns selbst zu überwinden: denn eben dies haben wir dermaleinst selbst für uns so angelegt.

Soweit, so gut: doch was wenige wissen, denn es ist den Fischen in die Wiege gelegt: mit dieser inneren Wandlung wandelt sich auch das Äußere, vorher nicht.

Daher, die Menschheit muß sich wandeln, um dieses Loch im Golf von Mexico zu schließen, je eher, desto besser. Und die Menschheit sind nicht die anderen.

Also, um mit dem Sprüchlein eines Mineralöl-Riesen zu sprechen: „Es gibt viel zu tun. Packen wir´s an!“

γνῶθι σεαυτόν – erkenne Dich selbst: wisse von Dir selbst, ist der rote Faden, den auch nur Du selbst greifen kannst. Freilich wirst Du ihn nicht finden, wenn Du glaubst, Dein Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Dein „Selbst“ ist etwas anderes, dieses gilt es zu erkennen; daran gemessen, ist alles Äußere „Gleichnis“.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Geschichte, Personen

Grigori Perelman

Liebe Leserinnen und Leser,

Perelman ist der Sohn jüdischer Eltern, sein Vater war Elektroingenieur, seine Mutter Mathematiklehrerin. Was er bewiesen hat, ist von zig genialen Mathematikern vorher vergeblich versucht worden. Für uns Laien klingt die elegante Bezeichnung des gelösten Problems: die Poincaré-Vermutung – Wikipedia schon nach einem Eldorado des Geistes. Wir brauchen wohl gar nicht versuchen, zu verstehen, worum es geht. Vielleicht kann Enzensberger (Fische) das. Doch nun das Besondere: er lehnt alle Preise und Ehrungen ab – auch die Million, die im zugesagt ist, hat er noch nicht angenommen. Er publiziert einfach im Internet, Fachzeitschriften ignoriert er. Er lebt, wie es heißt, bei seiner Mutter und spielt Geige. Dies alles nicht etwa, weil er ein verschrobener Russe wäre, der die Segnungen der Western World nicht kennt und in der Taiga residiert: nicht doch, er war in jungen Jahren an drei verschiedenen Universitäten in den USA, er kennt die Welt. Die Fachschaft der Mathematiker-Kollegen ist – gelinde gesagt – düpiert.

Jahrtausend-Problem gelöst: Annahme der Prämie durch Mathematiker ungewiss – SPIEGEL ONLINE

Uns interessiert astrologisch, ob man diesem Genie seine mathematische Begabung auch im chart ansieht? Nicht jeder Zwilling muß ja gleich ein Mathe-Genie sein.

Innen Perelmann, außen 10.04.2002

Da fällt auf, daß er einmal eine exakte Pluto-Uranus Konjunktion hat – die hier am AC steht, bei unbekannter Geburtszeit – vor allem aber die Merkur-Jupiter (plus Glückspunkt!) -Verbindung im Krebs. Zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung (siehe Horoskop oben) lief Jupiter in Konjunktion zu dieser mächtigen Verbindung und der Mondknoten über die Sonne. Jupiter ist bekanntlich im Krebs mehr als zu Hause, Merkur hat einen Super-Verstärker und es ist kein Wunder, dass er bei seiner Mathematiker-Familie (Mutter, Krebs) gut aufgehoben scheint mit seiner Profession. Gleich darauf ging jedoch auch Saturn über die Radix-Sonne und Pluto im Quadrat zum Radix-Pluto, sowie Saturn laufend in Opposition zum Radix-Pluto und einige andere fantastische Aspekte mehr. Vielleicht liegt es daran, daß er keinen sehen mag? Besonders der Jupiter-Jupiter Transit (plus Merkur) ist ein überzeugender Beweis für die Astrologie auch, denn welchen Planeten bräuchte ein Mathematiker mehr, als Merkur? Und als wäre das nicht genug, zog zur selben Zeit Jupiter über den nördliche Mondknoten von Poincarés Horoskop selbst (29.04.1954 01:00 Nancy). Perelmanns Radix-Sonne steht in Konjunktion zu Poincarés Jupiter!

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Grigori Perelman, 13.06.1966, Zeit unbekannt, St. Petersburg

Fragen, Mundan

Stundenhoroskop und Geburtshoroskop, Liebe auf Distanz

Foto Termin © – Meine Praxis in Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

hier unten einmal das Beispiel eines Stundenhoroskops zur Frage, ob und wie der potentielle Geliebte nochmal in Kontakt treten wird. Die Fragende ist Zwilling im Sonnentierkreiszeichen; sehr passend wird sie also durch Merkur ausgedrückt. Im Gespräch erfahre ich, daß es um einen Internet-Kontakt mit einem Mann in Irland geht. Und wo steht Merkur? Im Haus 9, also dem Ausland. Schaut man in den Büchern nach, die uns die Planeten aus der Zeit erklären, aus der die Stundenastrologie stammt, wird man Irland auch tatsächlich als Stier-Land finden. Ganz oben ist die Sonne mit dem Mittagspunkt praktisch verwachsen.

05.06.2010 13:13 Nürnberg

Dazu schreiben Louise Kirsebom und Johan Hjelmborg in ihrem wertvollen Buch Das Konsultationshoroskop: „Mit der Sonne am MC ist klar, daß Existenz und innere Identität ihre Leitmotive sind“.

Louise Kirsebom und Johan Hjelmborg lesen ein Stundenhoroskop sehr umfassend – alle Planeten, auch die neuen, bedeuten im Horoskop etwas, nicht nur der Herrscher des AC steht für den/die Fragende/n. Das begeistert mich, das ist modern und offen.

Wie wir sehen, hat das Stundenhoroskop einen Jungfrau-Aszendenten. Daß die Frage den Astrologen zu dem Zeitpunkt erreicht, wenn der Aszendent der Fragenden aufsteigt, ist für Astrologen, die viele Horoskope sehen, die Regel, nicht Ausnahme. In der Bedeutung ist das eine starke Bestätigung für die Aussagekraft des Bildes. Ein Prüfstein seiner Gültigkeit. Ist es jedoch der Aszendent der Fragenden, kann man aus dem Jungfrau-Thema nicht mehr unbedingt auf inhaltliche Fragen schließen; unterscheidet sich der aufsteigende Grad jedoch, dann durchaus, dann hat er natürlich Bedeutung. Für das Jungfrau-Thema die Sicherung und Organisation der normalen Lebens als Hauptinteresse.

Wo aber ist er, der irische Freund? Wir wissen von ihm, daß er ein Löwe ist, der seine Venus im Zwilling hat, dem Sonnen-Zeichen der Fragenden: sie ist also durchaus seine Ideal-Geliebte, denn dort, wo ein Mann seine Venus hat, das sucht er als weibliche Entsprechung in der Partnerin. Als Planet ist er in diesem Stundenhoroskop aber vor allem der Saturn, Herr des 5. Hauses, des Hauses der Liebe, des Geliebten und des Kennenlernens. Und wo steht der? Im ersten Haus, bei der Fragenden selbst also, ist also Teil ihrer eigenen Identität. Der Löwe-Mars hingegen, wenn wir weiter lesen, ist im Haus 12, gerade dabei von Löwe in die Jungfrau zu wechseln, also in einer kritischen Veränderungssituation und im Haus 12 völlig außerhalb realistischer Möglichkeiten. Von der Klientin weiß ich, daß sie den potentiellen Partner noch gar nicht „life“ gesehen hat und daß er auch seit einer gewissen Zeit aus dem Internet-Kommunikationsforum keine Nachrichten mehr verschickt hat. Und nun Saturn am AC, Teil ihrer selbst? Bildet sie sich etwas ein? Hat sie eine Fixierung (Saturn) auf die eigene Identität und ist der Partner nur eine Fata-Morgana? Daß er durch Saturn dargestellt ist, ist sicher ein Hinweis darauf, daß es nötig wäre, einen langen Atem zu haben: mit Saturn am AC passiert nichts einfach mal schnell so. Andererseits ist es tatsächlich ein Hinweis auf solche Selbstfixierung, denn mit ihrem Wassermann-Mars sucht die Klientin alles andere, als einen Löwe-Mann. Mehr sogar: wir können annehmen, daß der Versuch, einen Mann so weit weg zu finden, sogar ein unbewußter Versuch ist, zu einer wahren Partnerschaft eine möglichst große Distanz zu halten … ? Das Geburtshoroskop zeigt eine exakte Saturn-Neptun Opposition, Neptun Herr des Partnerhauses (sie ist Jungfrau AC): Zuckerwürfel im Wasserglas.

War es das? Keine Begegnung? Keine Chance für die Liebe? Viel mehr läßt sich noch, Planet für Planet aus diesem und allen anderen Horoskopen herauslesen. Daß Mond im Partnerhaus von dem erzählt, was die Klientin sich wünscht mit diesem Mann z.B. Für hier und jetzt noch dieses: es findet sich zwischen Merkur und Saturn ein zunehmendes Trigon, eine Begegnung also. Die Klientin hat sich nicht getäuscht (Jupiter exakt auf ihrem Geburts-Mond). Aber es wird dauern! Und sie wird nach Irland reisen, ins Stier-Land.

Für solche und andere Fragen ist die Astrologie ein feiner Kompass. Traut euch, wenn ihr Lust habt, hier mal anzurufen. Es ist so teuer nicht und macht außerdem Spaß.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fotos, Mundan

Merkur und Mars

Liebe Leserinnen und Leser,

ein interessanter Wechsel von Chiron steht bevor: am 19. April geht er in die Fische, wo er bis April 2018 bleiben wird. Im besten Fall erwartet uns daher spiritual healing. Doch auch am 25. April bildet Merkur, rückläufig, wie schon am 5. April, doch da noch direkt, ein zweites Mal ein Quadrat zu Mars im Löwen, während gleichzeitig Venus im Quadrat zum frisch in die Fische gewechselten Chiron hat, dann schon aus dem ersten Zwillings-Grad. (Genau von dieser Stelle aus wird es dann im Juni das dritte Mars-Merkur Quadrat geben, da gibt´s eventuell einen feinen Zusammenhang zu entdecken, so nach dem Motto: Verletzung der Zwillings-Venus, also der luftigen, freien Liebe durch den Heiler aus den Fischen am 25. April führt dann am 6. Juni zu neuer Auseinandersetzung um praktische Durchsetzung mit vollem Intelligenz-support).

Foto Termin ©

25.04.2010 12:41 Nürnberg

Mars sagt aktuell im Löwen: „Ich … “ und Merkur meint im Stier “ … habe“: aber das passt nicht zusammen, und so gibt es Streit  um einen materiellen Eckpunkt, eine Kleinigkeit vielleicht, oft jedoch ausgelöst durch einen Stier.  Oder es geht um Selbstbehauptung und Land (Löwe-Landwirt berichtet vom Wild, das seinen Acker verwüstet …). Eventuell sogar solchen Streit, den es schon mal gab, oder der sich länger vorbereitet hat. Das sauge ich mir nicht aus den Fingern, sondern ist aus dem Leben gegriffen und beobachtet, ein, zwei, drei … vier Mal: dann glaub ich´s.

Käme die Beobachtung vor der Reaktion, wäre die Empfehlung bei Quadraten immer gültig: keep cool. Das ist auch die einzige Möglichkeit, Beobachtung vor kopfloser Reaktion zu schaffen. Wenn wir aus der Astrologie keinen Nutzen ziehen, dann, weil wir nicht genau genug den persönlichen Planeten in ihrer alltäglichen Klein-Bewegung folgen. Aktuell lerne ich da einiges von den Löwen …

Für das folgende, dritte Mars-Merkur Quadrat, am 6. Juni haben dann beide das Zeichen gewechselt: Merkur wird aus dem Zwilling der Dispositor von Mars und sagt letztlich zu diesen Quadraturen: Intelligenz und Beweglichkeit gewinnt, aber auch nicht ohne Ärger. Der richtig dominate Aspekt wird aber dann die Jupiter-Uranus Konjunktion im ersten Widder-Grad sein. Und das bedeutet: es geht so richtig los, mal sehen, ob das Mars-Merkur Quadrat noch auffällt, zumal Mars´ Gegnerschaft aus der Jungfrau dann (erfolglos) versuchen wird, mit praktischen Gründen zu überzeugen, Merkur ist zu stark dann.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fotos, Personen, Poetry, Weltbild

Hermes der Zauberer

Liebe Leserinnen und Leser,

und plötzlich ist er da, es schien gar nicht so schwer … Zwischen der hellen Venus und dem kleinen Merkur sind gerade mal 1,40º –  Bitte draufklicken und vergrößern, im Bild findet sich eine Überrschaschung! Merkur ist freilich in echt heller, müßte lichtempfindlicher fotografiert werden und mit weniger Umgebungsstreuung:

Foto Termin ©

Nürnberg, 06.04.2010 20:50 (oben wie unten)

Da Merkur nicht allzu oft sichbar ist, schaue ich für diese wunderbare Erstsichtung erst mal in mein Horoskop, nach welchen Aspekten sich wohl eine Bedeutung finden läßt:

Innen Markus Termin, außen Transite, 06.04.2010 20:50 Nürnberg

Und tatsächlich, da findet sich ein ganz genaues Quadrat zu meinem Radix-Mars. Das sogar noch genauer ist, wie das Quadrat, das Merkur zum laufenden Mars ohnehin hat. Und das Trigon zu Pluto seht ihr auch. O.k.: warum zeigt sich mir Merkur als Quadrat zu meinem Mars? Und während er allgemein untergeht, da steigt er doch glatt in meinem eigenen Radix auf! Most interesting! Und kann ich damit etwas verbinden? Nun schaue ich, was Mars bei mir macht. Er ist der Herr des Aszendeten: das bin ich also (fast) selbst.

Dann fällt mir die Diskussion bei Jörg Friedrich ein, die ich hier vor ein paar Tagen verlinkt habe. Merkur? Hermes? Absolut! Denn das Thema war Sprache, Logik: Λόγος selbst. Und – obwohl die Debatte dann leider doch in flachere Gewässer gewzungen wurde – ging es um geradezu grundsätzlichste Fragen und zwar im Sinne einer Auseinandersetzung – dem Quadrat – mit meinen eigenen Grundlagen. Eine bessere Hermes-Entsprechung läßt sich nicht finden; doch einmal eine gefunden wandert mein Geist sinnierend weiter und plötzlich gerinnt mir das ganze Bild der Gegenwart – hier ausnahmsweise meiner eigenen – zu einem klaren Ausdruck: die Projekte, bzw. eigentlich das sprachliche Projekt, welches ich über die Tage probehalber angedacht hatte, bekommt ein ganz anderes Gewicht. Noch schnell ein Blick in die Progressionen, wo mein Merkur ebenfalls im Stier steht … und ich weiß: Leinen los und auf gehts: der Kompass zeigt in die richtige Richtung.

Mond

Venus und Merkur

Liebe Leserinnen und Leser,

Venus und Merkur bieten dieser Tage einen feinen Anblick und ich werde meine Chance wahrnehmen, heute Abend mal zu gucken, ob sich Merkur nicht in Begleitung von Venus doch am Abendhimmel entdecken läßt. Das ist sonst nicht einfach. Einmal ist Merkur, weil im Gefolge der überstrahlenden Sonne, nur ganz kurz am Abend zu sehen, zum anderen findet man in Nürnberg kaum irgendwo einen flachen Horizont, Bäume und Häuser immer dazwischen. Und gestern waren´s die Wolken. Heute jedoch bietet der Himmel ein wunderbares Paula-Blau, da soll mich nichts abhalten!

Astrologisch hatten wir bis vor kurzem genau die Konstellation, die Stunden- oder Elektionsastrologen in die Irre hätte führen können: zeigten doch die Ephemeriden eine kontinuierliche Annäherung beider Planeten, die – so hätte man meinen können – sicherlich auch in einer Konjunktion münden würde, wenn der normalerweise schnellere Merkur die Venus nur erst erreicht hat.

Ginge es zum Beispiel um die Begegnung der Liebe, und im Stundenbild hätten wir für sie, weiblich, die Venus zum Symbol gefunden, für ihn nach den Häusern der Bedeutung den Merkur, allzuschnell währen wir versucht gewesen, die freudige Botschaft zu verkünden: „Ja, klar, das Treffen findet statt!“

Nürnberg 06.04.2010 14:13

„Allmächt!“ hätten da die Nürnberger ausgerufen, „Welch a Freid!“ Nun aber, es kommt zunächst anders! Denn bevor Merkur noch die Venus küssen kann, da wird er – zumindest von uns, von der Erde aus gesehen, und darauf kommts an – immer langsamer und mündet dann in der unteren Konjunktion mit der Sonne in seine Rückläufigkeit (18.04.2010 06:05).

Ich hoffe bloß, die bekommen`s hin, vorher mein Fahrrad zu richten, bevor es dann wieder heißt: silly time! (Die Nürnberger können davon berichten in ihrer seit einigen Jahren „führerlosen“ U-Bahn 3: „Allmächt, noch a mol!“ – wenn wieder mal eine Taube im Schacht durch die Lichtschranke fliegt und die lieben Leut Stunden im Tunnen sitzen.)

Ja und, war das schon alles? Nicht ganz. Nehmen wir Venus und Merkur als die Signifikatoren der Liebenden – wozu sich schon ein Anlass finden wird – dann haben wir da ja noch den Mond. Und der spielt – klassisch – Überträger des Lichts. Zwei Sachen bewirkt er vor allem dadurch: erst mal wird er ein Quadrat zu Merkur bilden, dann eines zur Venus. Man tut also abermals wohl daran, sein Mundwerk gegenüber der Geliebten zu halten, denn da kann leicht aus so einem Quadrat ein Aufeinanderprallen werden, das wäre nicht schön und um sowas zu vermeiden haben wir schließlich die Astrologie. Also: obwohl Merkur und Venus sich zunächst nicht treffen, bekommen sie es miteinander zu tun, bald, aber nicht, wie sie vielleicht wünschen. Dies jedoch etwas später schon! Wenn nämlich der Mond in die Fische wechselt, Samstag den 10.: in aller Herrgottsfrühe, gegen 3, da ist Zeit für Versöhnung, still, heimlich, wenn alle anderen schon schlafen … psssst!

Wann aber treffen sich Venus und Merkur tatsächlich persönlich, wann gibt es denn, bei soviel Nähe, eine richtige Konjunktion?

Innen Nürnberg 06.04.2010, außen 25.10.2010 15:15

Ja, die gibt es, aber nun schaut euch das Bild an. Astrologie ist einfach fantastisch. Denn Venus und Merkur finden sich erst, wenn sie sich beide um 180º gedreht haben, und zwar ganz genau. Ich habe das mit meiner Aspektscheibe eingestellt. Stier ist ja ein Zeichen der Sinnlichkeit, wenn es allerdings um Sex geht, oder keuscher, Fortpflanzung: da schauen wir, zumindest bei uns Menschen, lieber in den Skorpion. Wir sind nämlich keine Tiere, das Zeichen der menschlichen Sexualität ist ein Herbst-Zeichen, kein Frühlingszeichen. Und dazwischen liegt, immer wieder mit Übertragungen des Lichts durch den Mond, das ganze liebe Sommerjahr. Na, das ja heiter werden: „Allmächt!“