Kommende Mondfinsternis Juli 2018

Foto Termin ©

27.07.2018 22.15 Praha

Liebe Leserinnen und Leser,

fast mehr noch, als die Sonnenfinsternis mit ihrem gewaltigen schwarz/weiß-Schatten, erschreckt uns die totale Mondfinsternis. Der zuvor noch volle Mond wird zu einer blassen roten Scheibe, bleibt aber konturiert. Die Sterne und Planeten hinter und um ihn erscheinen viel heller. Schnell, wie das menschliche Bewusstsein ist, vermittelt sich ein Gefühl von kosmischen Distanzen: weil der nahe Mond die Kimme ist, mit der das Korn anvisiert wird, ein fernerer Planet oder Stern, die andere Rundung der Milchstrasse, das Raum-Bild des Alls, das der Mensch ganz ohne technische Hilfsmittel sehen kann und eigentlich nur ohne sie. Vor allem aber empfindet man bei der Mondfinsternis den ganzen Wahn der schwebenden Existenz, schwebend im Raum ohne besonderen Halt. Sofort kommt der Gedanke auf: sind auch wir – auf so einem Körper – und auch der hat – wie der Mond – im Grunde keinen echten Halt, – was besonders deutlich erfahrbar wird, wenn La Luna, vorübergehend und erstaunlicherweise 100% deckend – durch den Erdschatten vom Sonnenlicht getrennt wird, während sie/er es sonst – gerade zu Vollmond – genießt. Es wird uns für kurz der Halt genommen, die warme, spiegelnde Decke unserer Lichtau, der hegenden Weltsphäre.

Diese Mondfinsternis geht einher mit dem Südknoten, dem Mars rückläufig dazu, der sich rückläufig wieder ins Quadrat zu Uranus schiebt, welches am 2. August, wenn Sonne & Mond im Feuertrigon stehen, exakt sein wird zwischen den fixen Zeichen Stier & Wassermann.

Wir rechnen daher mit aggressivem Potential – Sprengkraft zwischen Besitz (Revier!) und gesellschaftlicher Freiheit, Wohlgefühl und Freundschaft, Viehhaltung und Technik. Das erste Quadrat war am 16. Mai – und entfaltete öffentlich den deutschen Grenz-Dissens, um ein Beispiel zu nennen. Private Begebenheiten besonders bei frühen Stieren & Wassermännern.

Am Glückspunkt steht Venus für unsere Breitengrade – sie behauptet, mit ein wenig Sinn für das richtige Ding oder sogar Wort an der richtigen Stelle, wäre es nicht so schlimm, dass dann Merkur rückläufig sei – geht doch Jupiter im Skorpion wenigstens wieder direkt, und räumt, wo noch nicht geschehen, die ganze rückwärts verdrängte sexuelle Wahrheit weiter ins Zeitgeschen gemäß dem von Michele Foucault beobachteten Bekenntniszwang  („Wahrheit & Liebe“) … obwohl Philosophie und Wissen offiziell und allgemein gar nicht en fogue  sind …

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Kater-Vollmond

Foto Termin © Schloss Stern

Liebe Leserinnen und Leser,

da haben wir den Schlamassel: die Nationalmannschaft letztlich doch unwürdig ausgeschieden, die Kanzlerin angeschlagen und das Wetter schlecht. Da kommt einiges zusammen. Immerhin sind diese Mond-Saturn Kontakte astrologisch ergiebig auszuwertende Stimmungs-Senker – und der Vollmond setzt dem natürlich noch eins oben drauf … so richtige Verbesserung kann kurzfristig erst am Montag nächster Woche erwartet werden, wenn Mond um 19:30 ins Zeichen Fische geht. Besondere Beachtung verdient das Merkur/Uranus Quadrat am Samstag Nachmittag zwischen den fixen Zeichen Löwe und Stier – geistig beweglicher Choleriker trifft nervösen Melancholiker – don´t go for it! Und natürlich schwebt über all dem auch die Täuschung, Neptun – für nur wenige die Erleuchtung.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Merkur Konjunktion Neptun

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Merkur als Reiter stammt aus der eben zu Ende gehenden Ausstellung über Ferdinand II, einem Habsburger, der hier in Prag einiges gestaltet hat – und zwar besonders bemerkenswert mit Neptun im Zeichen Fische. Leider ist in der Ausstellung fotografieren nicht erlaubt – weswegen das Bild oben nicht so gut ist, weil heimlich & rasch aufgenommen – aber vielleicht passt es gerade deswegen zur Merkur/Neptun Konjunktion. Ferdinand hatten wir hier schon mal (heimlich), unten thront er auf der Litfaßsäule als junger Mann. Seine Aktualität unterstreicht Pluto im Zeichen Steinbock – Macht und Machtmissbrauch – denn so nett der junge Mann auch aussieht, so kam mit ihm doch auch die Jesuiten-„Gestapo“ nach Böhmen:

Astro-Com hat dankenswerterweise ein Horoskop des Kaiser-Bruders eingestellt, und so sehen wir, dass er Neptun im Zeichen Fische hatte. Tatsächlich tat er sich hervor als Förderer der schönen Künste, der Architektur und überhaupt den schönen Dingen. Auf ihn geht auch Schloss Stern, der europäische Wahrbau der Astrologie zurück – mithin einer der Gründe, warum ich überhaupt in Prag bin. Unteres Bild zeigt das echte Original-Dach, ohne welches das Gebäude mit dem hexagrammatikalischem Grundriss sich irgendwie falsch anfühlt:

Als 1357 Neptun ebenfalls – nur die Runde vorher – im Zeichen Fische stand, wurde die Karlsbrücke gebaut – ca. 1685 war dann die nächste Fische-Runde von Neptun, dann, 1847 – ein Jahr nach seiner Entdeckung die nächste. Mindestens zwei von diesen Neptun-Fische Runden waren von großen Unruhen begleitet: die Bauernkriege – zusammen mit dem Fische-Stellium vom 5. März 1524 (julianisch) – (auch Chiron in den Fischen) – damals ein öffentlich diskutiertes Ereignis – Ferdinand II wurde kurz danach geboren – und bekanntlich 1848 – mit ebenfalls Saturn in den Fischen. Ab März 2023 – also in 5 Jahren – können wir wieder Saturns & Neptuns Anwesenheit im Zeichen Fische gleichzeitig erleben; – ist das dann „Der kommende Aufstand“? – wobei Bauernkriege & 1884 niedergeschlagen wurden – also nicht „erfolgreich“ waren.

Wie dem auch komme – es mach Sinn, sich bei dem aktuellen Fische-Stellium und vor allem der Merkur/Neptun Konjunktion inspirativ & intuitiv einzustöpseln in die Mitteilungen der „höheren Welten“ – denn diese Konstellation gehört zu Rudolf Steiners Geburtshoroskop, dessen Geburtstag sich morgen jährt:

Gemeinsam mit Ferdinand II (eines von 14 Kindern seiner Mutter Anna und des allerkatholischsten Vaters Ferdinand I)  hat Steiner außerdem Jupiter im Löwen und Uranus in den Zwillingen – und natürlich den Skorpion-Aszendenten, der Mars & Pluto zu Geburtsherrschern macht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus