Europa, Geist, Jupiter

Jupiter aufsteigend

© Hofmann

Lebenslauf

Größeres wolltest auch du, aber die Liebe zwingt

All uns nieder, das Leid beuget gewaltiger,

Und es kehret umsonst nicht

Unser Bogen, woher er kommt.

Aufwärts oder hinab! wehet in heiliger Nacht,

Wo die stumme Natur werdende Tage sinnt,

Weht im nüchternen Orkus

Nicht ein liebender Atem auch?

Dies erfuhr ich. Denn nie, sterblichen Meistern gleich,

Habt ihr Himmlischen, ihr Alleserhaltenden,

Daß ich wüßte mit Vorsicht

Mich des ebenen Pfades geführt.

Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,

Daß er, kräftig genährt, danken für alles lern

Und versteh die Freiheit,

Aufzubrechen, wohin er will.

Friedrich Hölderlin

Europa, Freiheit, Prag

Mars/Merkur Rezeption

Liebe Leserinnen und Leser,

Mars hat ins Zeichen Zwillinge gewechselt, Merkur rückläufig in den Widder – das nennt man Rezeption: einer ist im Zeichen des anderen, eignet sich für kühne, aber wegen Rückläufigkeit auch sorgfältig geplante Unternehmungen (oder solche, die man in Wiederholung ausübt). Kraft/Impuls verbindet sich mit Verstand/Wissen oder Intelligenz. Unter anderem dies nutzend bin ich wieder in Prag. Unten der Blick aus dem Fenster an der israelischen Botschaft vorbei auf den Hradschin in der Nähe.

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Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Europa, Freiheit, Geist

Die Bürgschaft, Schiller 1799

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Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon*), den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
„Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!“
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
„Die Stadt vom Tyrannen befreien!“
„Das sollst du am Kreuze bereuen.“

„Ich bin“, spricht jener, „zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn‘ ich, erwürgen.“

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
„Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh‘ du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.“

Und er kommt zum Freunde: „Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme zu lösen die Bande.“

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen;
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket.
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
„O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.“

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

„Was wollt ihr?“ ruft er vor Schrecken bleich,
„Ich habe nichts als mein Leben,
Das muß ich dem Könige geben!“
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
„Um des Freundes willen erbarmet euch!“
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Kniee.
„O hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!“

Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen;
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
„Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.“

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen;
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:

„Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet‘ er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.“

„Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
Ein Retter, willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue!“

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
„Mich, Henker“, ruft er, „erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!“

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär‘;
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen,

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: „Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der Dritte!“

Weltbild

Saturn/Venus Quadrat mit Chiron

Liebe Leserinnen und Leser,

normalerweise machen sich meine Leser nicht die Arbeit, auf einen Link zu klicken:

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-04/united-airlines-ueberbuchung-passagier-rausgezerrt

Astrologie verstehen wir aber nur, wenn wir die Zeitgeisterscheinungen erkennen und wahrnehmen. Im verlinken Artikel wird gezeigt, wie ein Passagier, der in einer Maschine der United Airlines ein reguläres Ticket für einen Flug bezahlt hat, blutig geprügelt und aus der Maschine geschleift wird, weil man das Flugzeug „überbucht“ hatte – ein übliches Verfahren.

Schütze ist auch Zeichen der Reisen: insbesondere Flugreisen. Zu Saturn dort steht die Venus im Quadrat und erhält eine Chiron-Einfärbung. So blutet der Mann bald von einer aufgeschlagenen Lippe (BVB – Attentat – Reisebus). Natürlich ist das auch eine perverse Ausprägung der neoliberalistisch motivierten Geschäftspolitik. Eine andere sind die „Tomahawks“ wg. Giftgasangriff (Neptun/Fische/Gas/Chiron) – und auch da gilt, wie dieser Tage sehr häufig: „fair is foul and foul is fair … “ – wie Shakespeare bemerkte. Dass Trump so schnell auf die Auslandspolitik der Dienste umschwenkte und unsere Kriegskanzlerin sich nicht entblödet, zu applaudieren, zeigt, wer die Welt in wessen Interesse regiert …

Menschlich und richtig wäre gewesen, wenn alle Passagiere geschlossen die Maschine verlassen hätten: dahin müssen wir kommen – ganz ohne Gesetze.

Mit freundlichen Vollmond-Grüßen,

Markus

Freiheit

Auferstehung

 © Matthias Grünewald

Liebe Leserinnen und Leser,

nirgendwo wird das Christus-Thema so treffend, ergreifend, intelligent und wahr dargestellt, wie auf diesem Altar. Der „Club“ derjenigen, die diesen Altar „begriffen“ haben in seiner Sprache: was er sagt, ist klein, obwohl der Zugang offen, einfach & direkt ist. Der Christus, der sich als Sonnengeist zu erkennen gibt. Und der Christus am Kreuz, der das wahre Elend der Sterbens drastisch darstellt, wie es zwischen Körperlichkeit und Ikonographie nicht übertroffen werden kann. Christus, das Lamm der Widder-Zeit: der das Opfer ablöst.

Manche werden schockiert sein, wenn ich sage, dass Christus selbst dann der Christus bleibt, wenn er die Kreuzigung leibhaftig überlebt hätte: dann erst Recht!

Das ist natürlich schwer zu verstehen: dass die Auferstehung gerade trotzdem & tatsächlich auf allen Ebenen (einschließlich Thomas, des Zwillings & der zwei Jesus-Knaben) stattfindet: wenn Christus sie leibhaftig überlebt hat. Und dafür bieten die Evangelien – richtig gelesen – starke Anhaltspunkte – so starke, dass wir vielleicht eine dritte Reformation durchaus hinkriegen.

Dass uns darüber ein Licht aufgegangen ist, wie die Sonne im Kopf, dafür danken wir Gott, würde Meister Eckhart sagen …

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-beleghebammen

Mit freundlichen Grüßen zu Widder-Zeit – noch vor Ostern …

Markus

Weltbild

Und, was ist jetzt mit Chemtrails?

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

zu dem Spruch: „wenn die Möglichkeiten eines Zeitalters nicht ergriffen werden, erscheint der Dämon“, von Rudolf Steiner passen die „Chem-trails“. Wilhelm Reich prägte den Begriff der „orgonotischen Potentialdifferenz“. Er beobachtete die Kondesstreifen und fand heraus, dass sie sich, schon damals, in den 40ger Jahren des 20. Jahrhunderts, manchmal schnell und manchmal sehr langsam auflösten, und zwar nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der gemessenen Luftfeuchtigkeit, die ohnehin, je nach Höhe, sehr verschieden sein kann. „Orgon“ ist ein Begriff, den Wilhelm Reich, im Zeichen Widder geboren, dem altbekannten chinesischen „Chi“ zuordnete, und damit konsequent wissenschaftliche Festkörper-Beobachtungen machte, die ihn zu einer Kraft führten, die das Lebendige durchdringt und in der Natur waltet und blau leuchtet. Logischerweise sprengt eine solche Kraft das dialektische Dogma, wonach Leben aus Unbelebten entstanden sei.

Es hebt sich die Dualität nur dann auf, wenn wir anerkennen: existiert gar nichts Unbelebtes.

Kosmologie und Astronomie sprechen sagen bereits: „Kinderstube von Sternen“ … auch, wenn das vielleicht weniger Kosmologie, mehr Soziologie ist …

Mein Fazit: der ganz normale Kerosinschweif sind schon Chem-trails: und wenn man noch lange darauf pocht, machen sie´s am Ende tatsächlich: zuzutrauen wär´s ihnen, den Wahnsinnigen  …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

rückläufig, retrograde, Venus

Merkur wechselt schon mal in Stier …

Liebe Leserinnen und Leser,

Merkur wechselt heute Abend um 19:31 – eine Stunde, nachdem die heutige void-moon-Pause vorbei ist, ins Zeichen Stier, aus dem Kampf in den Erhaltungs-Modus. Kommenden Montag wechselt Venus rückläufig wieder in die Fische über. Wo sie sich weitaus wohler fühlt, als im Zeichen Widder – im Widder kann sie auch schon mal Überanstrengung und Rechthaberei bedeuten. Wie ein Fächer besetzen dann – wenn auch Mond um 18:40 ins Zeichen Zwillinge wandert, während Sonne noch in Widder weilt, haben wir den Fächer offen aus den ersten vier Zeichen – Merkur will jetzt den Impuls aus dem Widder Realität werden lassen, Wirklichkeit. Dabei natürlich zu bedenken: ab dem 10. April wird Merkur rückläufig, woraus er erst wieder im Widder „aufwachen“ wird: eine Rutschbahn also. Folglich brauchen in den nächsten paar Wochen Planungen Geduld und die Bereitschaft, alles über den Haufen zu werfen, und noch einmal ins Feuer der Inspiration springen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus