Mundan

Mars Quadrat Saturn

Liebe Leserinnen und Leser,

Mars/Saturn Aspekte sind bedauerlicherweise auch heute noch – obwohl das Mittelalter vorbei ist – kein Spaß: Kraft prallt auf Sturheit, und je nachdem, in welchen Häusern des individuellen Geburtsbildes dies stattfindet, ist maximale Vorsicht angesagt! Auch, wenn der Aspekt am 29. Dezember exakt wird, lehrt die Erfahrung, daß das Schwungrad des Mondes bereits am 28. auslösend sein dürfte, wenn Mond über Saturn läuft.

Drum passts auf euch auf! Merkur steht im Schützen rückläufig, man kann es an so mancher weltanschaulichen Eulendiskussion (Schütze) nachvollziehen, die nach der Direkläufigkeit wieder so richtig in Gang kommen dürfte. Über die praktischen Auswirkungen seiner Rückläufigkeit zu sprechen (Bahn, Flug, Technik, Info) ist schon nahezu banal; jede/r, der dies verfolgt, kennt zahlreiche und, wie üblich, kuriose Beispiele aus dem Alltag. Jupiter und Uranus treffen in der Silvesternacht aufeinander: explosive Mischung, aber keine verstärkenden Aspekte, für die/den ein oder andere/n ist auch die Erleuchtung drin … Frau Venus liebt nach wie vor die verführerische, tiefgründige und leidenschaftliche Liebe im Skorpion … Sie bildet am 03.01.2011 ein Trigon zu Jupiter/Uranus – und wer dann offen ist, darf auch so frei sein, dies zu genießen … Neptun und Chiron, das schwierige Pärchen, sind, sich zum ersten Mal seit langem wirklich trennend, unterwegs in die Fische. Harmlos sind sie beide nicht, aber so ein großes „leak“ (Deepwater, wikileaks) kann man anhand dessen nicht mehr voraussagen.

Mit herzlichen Grüßen,

Markus

Mars/Saturn Quadrat 29.12.2010 16:29 Nürnberg

Ereignis, Weltbild

Das technische Auge der Menschheit

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist vielleicht eine Tragik der Epoche*, daß genau in der Periode, da Voyager unglaubliche Bilder des Alls und der Planeten sendet, auch die digitale Bildbearbeitung und die Computeranimation entwickelt wird, die sehr bald dazu führt, daß wir den Anblick dieser Geheimnisse als eine Mischung aus Science und Ficton serviert bekommen und auch empfinden müssen – unsere Kinder wachsen in eine Welt hinein, in der jegliche optische Sensation auch ein gänzlich künstlich erstelltes Bild sein könnte. Freuen wir uns also über den Weltaugenblick unserer Generationen, die das optische offen-werden des technischen Blickes erleben durften. Eine Art Heilung des dritten Auges. Dazu passt der Neptun im Schützen, Fotografie und Religion, der passend bei einer Startzeit von 20:00 (die ich leider nicht in Erfahrung bringen konnte) sogar Fische-Aszendent wäre und damit Neptun Horoskopherrscher für die Sonde Voyager 1.

Denn es gibt einen geheimen und urgründigsten Zusammenhang zwischen dem Auge und der Technik und einem diesbezüglichen Heilmittel, was mit der Ambiguidität oder Mehrwertigkeit des urprünglich ägyptischen Wortes „Technik“ zusammenhängt. Es ist, als hätte Hermes/Toth der Menschheit eine technische Prothese gegeben: wie das historisch zu verstehen ist, das lesen Sie hier:

Das Auge des Horus « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Nasa-Sonde: „Voyager 1“ verlässt Sonnenwind-Zone – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Innnen Voyager 05.08.1977 20:00 Cape Canaveral, außen Transite bei Saturnvorbeiflug am 20.11.1980

Innen Voyager, außen heute 14.12.2010

Nun, da Voyager 1 im Begriff ist, das Sonnensystem zu verlassen, steht die Venus über Uranus – der Freiheitsvogel. Der laufende Südknoten auf genau dem Jupiter – dem superstarken – im Krebs und Saturn exakt auf dem Nordknoten der Sonde: … Nach und nach werden die elektrischen Geräte abgeschaltet, um Strom zu sparen (womit Voyager nicht nur Auge, sondern auch Arm der Menschheit ist).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* „Epoche“ ist hier vor allem die Neptun Uranus Rezeption, die ja zwei neue Planeten in eine alte Regel verbunden hat – und tatsächlich dieses Bild-verschwinde-Thema durch und mit der Technik perfekt synchronistisch spiegelt. Da diese Zeit zuende geht, wenn Uranus in den Widder wechselt, kristallisieren sich die Erkenntnisse.

Venus

Venus is strange

Liebe Leserinnen und Leser,

Venus wechselt rückläufig in die edle Waage. Ob das nun die Staatsmacht milder stimmt, die mit Schlagstöcken auf ihre Bürger einprügelt, weil „Castor“- Behälter mit radioaktiv strahlendem Material auf den Schienen aufgehalten werden, oder ob gerade die Pluto-Mondknoten Konjunktion – für den rückläufigen Venus-Ingres in die Waage tatsächlich im dritten Haus, sogar im Haus der Bewegung etwas Neues, ein neues, plutonisch „erwirktes“ Recht  (Steinbock) herauskommt, daß die Atom-Lobby im Saturn- ( = Gerechtigkeits- ) Sinn Waage-AC mäßig ausgebremst wird?!

Oder wird gar eine Volksbewegung draus?! Die Sonne, Herrin von 11 – also Gesellschaft – steht in Skorpion in Haus 2 – also Besitz: der von dem Hausherrn Pluto abhängt: ob diese Behälter bewegt werden, oder auch mit wieviel Gewalt und Aufwand?!

Ich hoffe bloß, daß nicht ein tragischer Zwischenfall dem Pluto/Mondknoten Ereignis entspricht.

„First we take Stuttgart, then we take Berlin!“ (nach Leonard Cohen)

Werden wir uns ganz klar darüber, daß zunächst die zivile Nutzung der Atomkraft komplett beendet werden sollte, wenn wir die Atomwaffen abschaffen wollen, denn – obwohl es unseren Politikern gut gelingt, den Zusammenhang zu verschleiern – in Wahrheit ist zivile und militärische Atomnutzung eine einzige Sache.

Laut einer nicht bezweifelten Studie, die Leukämie bei Kindern betreffend, fallen A-Kraftwerke durch. Befürworter müssen ein Problem im Kopf haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

08.11.2010 04:06 Nürnberg

Mundan

Mars und Venus in Konjunktion

Bild: Martin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

ausnahmsweise ist es Mars, der schneller ist, als Venus! Sie treffen sich in ein paar Tagen im Skorpion, wo Venus am Freitag rückläufig wird. Das hat etwas von einem Staffellauf: Mars kommt vorbei, begegnet Venus und zieht weiter in den Schützen,  setzt also gleich in die Tat um, was beschlossen war, während sie zur ästhetischen Nachbearbeitung zurückläuft, die Rückreise durch den Skorpion antritt, bis hinein und sogar zurück in die Waage.

Passt für mich zu der Filmbearbeitung all der fantastischen Aufnahmen, die ein Freund und ich die letzten Tage machen konnten. Die Kamera ist also in Arbeit … und daher auch bald, sehr bald meine lang schon versprochene „Astrologische Wochenschau“ … ; es entsteht da ein Konzept …

Bis zum 19.11.2010 geht die Rückläufigkeit und es dauert bis zum 20.12.2010, daß Venus wieder steht, wie vorher. Für unsere Breitengrade treffen sich Venus und Mars im fünften Haus: da wird die tiefe, transzendente, vielleicht sogar tantrische Sexualität in Haus 5, das der  eher „unschuldigen“ Liebe geholt. Auch, wenn der stolze Löwe-Mond in emotionaler Offenheit dagegen sein sollte: vielleicht findet in diesen Wochen beides in wandelnden Skorpion-Tiefen den Eros?!

Natürlich trotz der Sonnen-Saturn Konjunktion, die alles ein wenig düsterer erscheinen läßt, als es ist. Gespannt bin ich auch auf Venus´Rückläufigkeit wegen der Geldmärkte … C. Weiss und andere schreiben, Venus hätte starke Auswirkungen …

Während Venus und Mars sich im Skorpion treffen, hat sich Merkur in die Waage geschlichen … auch da bin ich gespannt, was in der Mitte seines Durchlaufs passiert … oft außergewöhnliche Dinge (Mitte Oktober).

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

03.10.2010 23:58 Nürnberg

Mundan

Venus – Mars Konjunktion

Liebe Leserinnen und Leser,

über Mars heißt es bei William Lilly: „Nur Venus zählt zu seinen Freunden, alle anderen sind seine Feinde“, und über Venus schreibt Lilly: „Ihre Freunde sind alle Planeten mit Ausnahme von Saturn“. Wenn sich die beiden in der Waage treffen, dann ist Venus – die Hausherrin – in ihrem Element. Sie liebt Kunst, Logik, Unterhaltung, Ausgleich. Kommt Mars hinzu, wird aus Diplomatie Kunst, und da die beiden im Quadrat  zu Mond und Mondknotenachse sich treffen und für dieses Treffen in unseren Breitengraden im Haus 7 sich verbinden, ist dieser Zeitpunkt ideal für einen neuen Ausgleich in den Partnerschaften, für ein Austarieren einer neuen Balance in den Beziehungen.

Dies gilt um so mehr, da ja auch Saturn in der Waage steht, selbst, wenn Venus den nicht mag, denn Saturn ist in der Waage nahezu ebenso in seinem Element, wie sie (so hat ja auch der Europäische Gerichtshof endlich festgestellt, daß man/frau in Deutschland nicht Alles mit Menschen tun darf, selbst dann nicht, wenn sie Väter sind … zu lange hat das gedauert, wieviele Selbstmorde und zerstörte Existenzen liegen in den letzten zwanzig Jahren wegen Sorgerechtsfragen? … Man sieht hier auch, wie nötig Europa und vor allem europäisches Recht gerade für uns im natürlichen Rechts-Empfinden spätestens seit dem Krieg verwirrte Deutsche ist).

Foto Termin ©

Grundsätzlich kann man an der Venus-Position in Geburtshoroskopen nahezu alles über die persönlichen Vorlieben erkennen: er hat Venus im Wassermann im Haus 11? Er liebt es, gesellschaftskritisch und revolutionär aufzutreten. Sie hat Venus im Stier im Haus 8? Eine sinnliche Persönlichkeit mit einem Faible für Rituale: und es stört sie, daß er alles hinterfragen muß. Sein Drang zur Erkenntnis ist nicht beliebt. Ob er sich aber mit einer ebenfalls Luft-Venus besser verstünde? Ist nicht gesagt, denn die Waage-Venus kommt ihm zwar spielerisch, künstlerisch und tändelnd entgegen – aber Revolution? „Wie geschmacklos“, könnte sie sagen. Der Venus im Krebs wäre er zu kalt und der Venus im Löwen gänzlich unverständlich: „Warum nicht einfach in die Wärme und Liebe zeigen, warum bloß diese intellektuelle Schaumschlägerei …“, so mag sie empfinden. Auf all diese Zuordnungen kann man sich bei Venus und auch Mars durchaus verlassen.

Hätten wir nichts, außer diesen beiden Planeten, um eine Persönlichkeit zu beschreiben, wir hätten schon sehr viel … und manchmal empfiehlt sich auch dieser Reduktionismus: man fängt bei der Deutung mit unseren nächsten Nachbarplaneten an und arbeitet sich langsam in die höheren Oktaven durch. Man kann heutzutage auch getrost die Schranke von den persönlichen und den überpersönlichen Planeten jenseits von Jupiter fallen lassen: alle Planeten – so meine feste Überzeugung – offenbaren persönliches im Horoskop. Ach so – ja: viele Frauen suchen nach ihrem Mars den Mann, viele Männer nach ihrer Venus die Frau.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

20.08.2010 20:49, Nürnberg

Mundan

Merkur im Spiegel

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt eine astrologische Schule, die Huber-Tradition, die in der Position von Planeten in der Mitte des Hauses eine besondere Wirkung erblickt. Merkur in der Mitte Jungfrau passt bestens zum Medizinalthema. So spiegelt sich nicht nur im SPIEGEL, aber dort durch den magischen Rudolf Augstein und später Stephan Aust (Aua! – – : und „Es“-Alliteration again) die Zeit im Simulationsgewandt (als Bild) nicht nur ein bischen, sondern immer komplett. Auf unterem Bild die archetypische Jungfrau verwobem mit dem aus Wasser stilisierten Caduceus, dem Hermesstab.

Foto Termin ©

Aber auch die aktuelle, wenn auch kurze Mond-Neptun Opposition kann in diesem Cover gelesen werden – Mond = Weiblicher Archetypus und Neptun das Wasser (mit Chiron zum Heilungsthema veredelt).

Und dann finden wir noch Venus/Saturn der gegenwärtigen Konjunktion: Venus wieder die Weiblichkeit und Saturn das Wasser in der Abbildung, die gefrohrene Bewegung (Stillstand) selbst.

Und natürlich brauchen wir Jupiter R und Uranus R ebenfalls nicht lange zu suchen: sind im Text „Klüger, gesünder, glücklicher“, wobei die Rückläufigkeit ein Zurückrudern ist, denn urplötzlich sind die Gene im Sommerloch nicht mehr die allein seelig machende Wahrheit, sondern sollen nun durch Verhalten weit mehr beeinflussbar sein, als gedacht: wie es früher einmal war. Nur wird das jetzt als glücklich machende (Jupiter) und befreiende (Uranus) Sensation verkauft.

Lilith in den Fischen? Nun freilich, ihr seht es ja selbst …

Und auf den psycho-magischen Effekt/Einfluss des Caduceus (hier klicken) kann man sich schon Jahrzehntausende lang verlassen (siehe R. Steiner: „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“).

Das Feine am Spiegel (ganz ähnlich, wie bei der Astronomen-Gilde) ist die komplette Unbedarftheit in Bezug auf alle wesentlichen Dinge, ganz einfach, weil es ja zum zwingenden Konzept gehört, sich dadurch stellvertretend zu behaupten, indem jene ausgeklammert werden: zeigen sich dafür um so reiner: gespiegelt.

Übrigens ein sehr verbreitetes Konzept verkappter Zauberlehrlinge, ihre staubtrockenen Themen mit einem Code als Hängebrücke zum kollektiven Unbewußten einer magischen Vergangenheit zu verbinden … (Oracle als Telefongesellschaft, Hermes als Paketversandt, Ibis als Hotelkette, etc.)

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

09.08.2010 15:07, Nürnberg

Mundan

Venus in die Waage

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Waage-Venus verbindet sich zunächst mit Saturn und Mars in der Waage zu einem Gebilde, da ist nicht sicher, ob sie den Liebreiz auf oberem Bild tatsächlich gleich entfaltet. Wir könnten zunächst einmal erwarten, daß sie die Mars-Saturn Affäre abkühlt, das sind vor allem die Waldbrände in Russland.

Natürlich ist sie in Mars/Saturn Nähe Teil der kardinalen Klimax, die durch den Mond im Krebs am vierten Punkt bestätigt wird. Alles in Allem ein mächtiger Schirm gegen die Strahlung des Alls, damit die Dinge hier vorankommen.

Für alle Wert-Fragen nach Geld und Besitz ist eine Waage-Venus Zeit eine äußerst interessante Zeit, in der sich Gewinne realisieren lassen, die nicht nur plump auf Wertsteigerung bedacht sind, sondern eine Geist-Komponente auch haben (publizistisch-künstlerische  Projekte z.B.).

Wenn man die Waage-Venus googelt, kommt man auch wieder auf unser Stundenbuch:

Venus in Waage « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Im perönlichen Horoskop macht die Waage-Venus die/den Besitzer/in oft genug gutaussehend, schön. Sie ist hier die Lilie im Dasein: nicht zweckmäßig, sondern anziehend und duftend wie guter roter Wein. Steht sie im zweiten Haus auch reich.

Doch die Logik ist auch in der Waage zu Hause, mehr, als irgendwo sonst: die menschliche Begegnung und Zwiesprache sowieso.

Wohl dem oder der, wenn Venus in der Waage steht. Wie ein Schirm des Edlen spannt sie sich über das gesamte Geburtsbild. Nimmt man es genau, offenbart sich hier viel vom Sinn des Lebens überhaupt: die Zweckmäßigkeit der Jungfrau hat sich ins Gegenteil gewandelt.

Das folgende Tierkreiszeichen ist immer in einem bestimmten Sinn das Gegenteil des vorhergehenden.

Man kann das Eintrittshoroskop unten auch lesen, wie ein Stundenhoroskop. Demnach würde Venus – zumindest auf den Breitengraden, die einen Löwe-Aszendenten haben – im dritten Haus ihre Wirkung entfalten: Kommunikation zwischen den Geschlechtern mit dem Faktor Gesetz: „Sollen wir heiraten?“, „Bekommt er nun das Sorgerecht?“ …

Saturn, das Gesetz, steht buchstäblich zwischen Mars und Venus. Und das Quadrat zu Pluto bezieht sich demnach auf Kinder oder kreative Prozesse, wo es brodelt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

07.08.2010 05:48, Nürnberg

Astrologie

Susan Sontag

16.01.1933 New York, unbekannte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte gern an diese bemerkenswerte Denkerin erinnern, deren Spur in Worten wir heute anläßlich ihres Geburtstages folgen wollen. Susan Sontag ist die in Paris geschulte intellektuelle Stimme Amerikas in Bezug auf vor allem ein Rätsel. Die Fotokunst, die Fotografie waren dieser Frau fragwürdig:

Nun mag es heute verwunderlich erscheinen, warum man sich über soetwas Selbstverständliches, wie Fotografie Gedanken machen kann?

„Es scheint, daß ästhetische Distanz ein Bestandteil der Erfahrung ist, die man beim Betrachten von Fotos macht, wenn nicht von Anfang an, so doch im Laufe der Zeit. Die Zeit erhebt die meisten Fotografien, auch die dilletantischsten, auf die Ebene der Kunst.“

Ganz subtil sagt Sontag hier etwas vor allem über Kunst. Was ist es? Ein Rätsel, das wir später vielleicht lösen. Dann fährt sie fort:

„Die „Industrialisierung“ der Fotografie hat bewirkt, daß diese sehr rasch der rationalen – d.h. bürokratischen – Methode, die Gesellschaft zu verwalten, integriert wurde. Fotos, einst als Spielerei betrachtet, sind fester Bestandteil unserer Umwelt geworden – Prüfstein und Bestätigung jener reduzierenden Annäherung an die Wirklichkeit, die man „realistisch“ nennt.“

Hier ist die Venus-Merkur Konjunktion im Steinbock Lehrerin und auch prophetische Hüterin der Wahrheit. Saturn im Wassermann ist die konservative (Saturn) Revolutionärin (Wassermann).

Dann natürlich Mond-Jupiter, – obwohl, wenn man sich das Bild anguckt, eigentlich ein Waage-Mond Anteil im Gesicht bemerkbar wird. Oder nicht? Die Geburtszeit kenne ich leider nicht. Waage-AC wäre auch denkbar, wobei: die Haare: eher Löwe-AC. Dann wäre natürlich auch Jungfrau-Mond denkbar, bei der Ansammlung von Jungfrau-Fähigkeiten, mit denen Sie ihr Werk ordnen konnte und mit dessen Ordnung auch das Fundament der Möglichkeit errichtete, künstlerisch über Kunst nachzudenken und die Fotografie, diese an der Bruchstelle zwischen Mensch und Maschine gelegene Möglichkeit, Dinge scheinbar unendlich zu vervielfältigen. Scheinbare Dinge unendlich zu vervielfältigen, die aber unter Nutzung von maschinell erzeugtem Elektromagnetizismus gleichzeitig überall im Raum sind und nur dort, wo sie – per iPod – abgerufen oder „aufgegriffen“ und im Aufgreifen erst aus einer Vorform von Signalen neu gebildet werden.

Gut, daß wir bei ihr nachlesen können: „Um das fotografische Bild hat man eine neue Bedeutung des Begriffs „Information“ konstruiert. Das Foto ist ein schmaler Ausschnitt von Raum ebenso wie von Zeit. In einer von fotografischen Bildern beherrschten Welt erscheinen alle Grenzen („Rahmen“) willkürlich. Alles kann von allem getrennt werden. Es ist lediglich erforderlich, jedesmal einen anderen Ausschnitt zu zeigen. Die Fotografie befördert eine nominalistische Sicht der gesellschaftlichen Realität, so, als bestände diese aus kleinen, offenbar unendlich vielen Einheiten – wie ja auch die Zahl der Fotos, die von etwas gemacht werden können, unbegrenzt ist.“

Dieses unbegrenzt gilt eben mit dem iPod noch viel mehr. Aber das ist es nicht, was mich bewegt, wenn ich diese Zauberei beobachte, von überall her Bilder und Töne zu senden und zu empfangen. Was mich bewegt, ist die physikalisch-philosophische Frage: wo ist das Bild, bevor es auf dem Schirm am iPod erscheint? In welcher Raum-Zeit Kategorie ist es? Und ist es dort nur ein Bild als Gesamtinformation, oder sind dort unendlich viele „mögliche“ Bilder? Ich nehme an, daß sich hier die Fragestellungen der Quantenphysik an der Schnittstelle zum praktischen Gebrauch tatsächlich manifestieren.

Diese Frage ergibt sich aber auch ganz ohne iPod. Auf dem Erfahrungsfeld zur Erweiterung der Sinne hier in Nürnberg stand mal ein

Hier klicken: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

zur Camera Obscura umgebauter Bauwagen, wo sich – sitzend in dem Wagen an den Seiten – beobachten läßt, wie sich ein auf den Kopf gedrehtes „Licht-Bild“ durch ein Linsen-Loch tatsächlich auf dem Kopf stehend an der Gegenwand bildet. Es gibt also ein Natur-eigenes „Bilderzeugungsprinzip“, welches vom iPod nur simuliert wird (und in der Astrologie dem Spiegelpunkt-System zu entsprechen scheint), doch in Anbetracht der Faszination der technischen Revolution, in der wir uns befinden, wird das vergessen. Dieses „Vergessen“ wird durch Filme, wie Avatar auf die Spitze getrieben, wo die Möglichkeit einer anderen, natürlichen Bildwirklichkeit unmerklich doppelt verschlüsselt wird: einmal dadurch, daß der Film mit faszinierenden Bilder eine Gegenwelt komponiert, zum anderen aber dadurch, daß diese Gegenwelt eine Simulation ist, ein Schein, der dadurch gedeckt ist, daß das Medium, der Film, selbst Schein ist: der Schein in einem Schein. Und bei Avatar kommt hinzu, daß der ganze Film die Grenze thematisiert, die zwischen unserer Seele und unserer Wirklichkeit sich tatsächlich abspielt. Wo immer Du die Wahrheit verstecken willst: am Besten hinter der Wahrheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

astrology, Geschichte

Astrologie als Grundlage der Zivilisation

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich fragt man sich als Astrologe zuweilen, warum denn die Astrologie eigentlich gültig im Dasein ihre 12 Prinzipien spiegelt?

Betrachten wir zunächst und etwas unabhängig davon die Einheit „Woche“, die inzwischen als Zeiteinteilung nach sieben Tagen zum Weltzeitstandart zählt, auch dort, wo eigentlich andere Kalender für die volksreligiöse Zählung und zur Bestimmung der Neujahre benutzt werden, wie im arabischen Raum, China, Japan oder Israel und Äthiopien, Australien natürlich.

Die Woche geht jedoch als Zeiteinheitsschöpfung auf die Chaldäer zurück, ein ähnlich streng nach der Astrologie ausgerichtetes Volk, wie die Maya in Mittelamerika und Mexiko, nur dass hier die Wiege unseres eigenen Systems liegt: die sieben Wochentage in der Hierarchie der sieben Planeten. Dieser Wochenrhythmus einer astrologisch-astronomischen Abzählreihe prägt sogar so stark unseren Alltag, dass die ganze Welt ihre andere Zeitzählung daraufhin angepaßt hat, der Rhythmus der Wochentage immer im Fluß bleiben zu lassen, ob es nun ein Schaltjahr ist, oder nicht. Dabei sind die Planeten nach ihrer  Geschwindigkeit geordnet:

Datei:Weekday heptagram.svg – Wikipedia

„Wie“, mögen Sie fragen, „was ist denn an der Woche Astrologie? Kommt wohl nach dem Samstag der Mondtag?“ Für aufmerksame Beobachter: von Saturn absteigend über Jupiter ist in der Figur oben die Geschwindigkeit in richtiger Reihenfolge abgebildet, in der man zu Urzeiten die „Planeten“ einschließlich Sonne und Mond sah.

Und nun ist es doch ein wenig komplizierter: denn aus dieser, gewissermaßen „natürlichen“ Geschwindigkeitsreihe schufen die alten babylonisch-chaldäischen Astronomen-Astrologen nach Abzählart einen Wochenkalender, der jeweils zur 25. Stunde den Planeten des nächsten Tages betritt. Man nannte dies die „Stundenherrscher“. Ich nehme also Saturn für Samstag, saturday, zähle bis 25 und lande bei: der Sonne, wenn ich alle durchgezählt habe. Nun ist Sonntag und Stundenherrscherin der ersten Stunde nach Aufstieg der Sonne über dem Horizont: die Sonne. Doch hurtig bis 25 gezählt, und so haben wir Mond-Tag, und Mond als Herrn der ersten Stunde, ganz nach Abzählversmanier, wie wir es auch bei den Kindern kennen:

Wochentag – Wikipedia

Ähnlich funktionieren im Prinzip auch die Maya-Kalender allesamt, bis auf diejenigen, die sich an das Sonnenrhythmus-Jahr halten, über die kaum etwas bekannt ist, obwohl es für die Vegetationsperioden von Bedeutung gewesen sein muss. Außerdem sind die amerikanischen Kalender Venus-Kalender nach ihrer sichtbaren und unsichtbaren Periode und ihrem Erscheinen als jeweils Morgen- oder Abendstern. Aber wir wissen von den Ägyptern, dass der Aufgang des Sirius etwas mehr als 2000 Jahre vor Christus auf den Tag genau die neue Nil-Flut begleitete und können annehmen, daß es bei den Maya etwas ähnliches gab, mit dem das tropische Klima korrelierte.

Wie eine Maya-Astrologie beschaffen war, erfahren wir leider kaum, weil die Forscher leider wenig selbst Astrologen sind und die Archäoastrologie, die eigentlich im Kern der Forschungen stehen müßte, offensichtlich (noch) am Rand steht. Nur daß die Venus männlich gedacht war und Krieg und Opfer verlangte, scheint dann und wann bei einem der schreibenden Spezialisten durch. Und dass besondere Konstellationen zu Zeiten extra erwähnt wurden, die in der Langen Zählung ein rundes Datum ergaben; umgekehrt jedoch offensichtlich nicht: wenn eine Konstellation einem Datum der Langen Zählung übergeordnet gewesen wäre, so weit sich mir das erschließt, bisher.

Die Woche jedoch ist ein astrologisch fundamentales und zivilisationsgestaltendes Element, welches letztlich nichts anders behauptet, als daß mit der Zahl der sichbaren Planeten auch unser Lebensrhythmus einhergehen sollte. Da wir dies – die Woche – gar nicht ändern könnten, selbst wenn jemand das wollte – siehe gescheiterte Ideen der franz. Revolution zur Umbenennung von Monaten und Tagen – hat es auch keinen Sinn, danach zu fragen, ob man/frau an Astrologie glaubt oder nicht. Glaubst Du an den Boden, auf dem Du stehst?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Cazimi

Nürnberg 22:08 – „Als wie im Herzen“ der Sonne ist Merkur morgen um 17:24 in seiner oberen Konjunktion. Das bedeutet, vollständig hinter der Sonne verborgen. Denn bekanntlich kann Merkur zwischen Sonne und Erde sein, oder die Sonne steht zwischen Erde und Merkur. Was dies morgen macht, ob es stimmt, dass Merkur zu diesem Zeitpunkt, wie arabische Astrologen sagen, extra stark ist – und jeweils kurz davor und danach unglaublich „schwach“, das wollen wir morgen mal rausfinden.

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Bild  Markus Termin ©

Ebenfalls aufmerksam machen möchte ich auf die Konjunktion von Venus und Jupiter. Dies wird am 1. Dez um 9:45 exakt. Alle Planeten laufen dann direkt und Pluto steht endlich im Steinbock. Das tun auch Jupiter und Venus und es ist vielleicht ein freundlicher Wink, die beiden Wohltäter in Konjunktion zu sehen. Würde ich „in“ Aktien machen, wäre dies ein Kauftag. Uns anderen bleibt die Liebe. Am Abend dann wird am Himmel (genau 17:02) ein wunderschönes Bild sichtbar: die Mondsichel schenkt der Venus eine Schale! Um 18:24 kommt Venus dann auf der anderen Seite des Mondes wieder zum Vorschein. Oberes Bild zeigt eine völlig andere Konstellation, Mond und Saturn, dies ohne Anspruch auf geometrische Exaktheit.