Fotos, Mundan, Poetry

Mond/Neptun in Den Fischen …

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Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Berlin  – seit ca. 1989 zum erstenmal – oben im Bild das Café Hardenberg: Stunden um Stunden dort gesessen zwischen 86´ und 89´ mit anderen wahnsinnigen Bohemians …

Mond Neptun Berlin05.10.2014 19:42 Berlin

… um über den Wandel unserer kreuzblöden Betonkultur zu diskutieren: wir waren ja – jede/r für sich – ganz sicher die Auserwählten, eben solches zustande zu bringen … ; passend zu Mond/Neptun ist durchaus auch dieses Sehnsuchtsbild:

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Mit Mond/Neptun wissen wir eigentlich gar nichts: außer jener unbestimmten Sehnsucht, daß wir nicht dort bleiben können, wo wir sind, und daher endlich – der Herbst ist angebrochen – jener Abflug in die Auen ansteht, die uns – da sind sich eigentlich alle sicher – schon immer versprochen waren. Stattdessen aber nimmt unbarmherzig das Licht ab, und obwohl wir schön sind, wie die Lilien auf dem Felde …

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… werden wir bald frieren – und das wird die Melancholie vertreiben, und eventuell auch diesen jungen Mann dazu bringen, sich was zum Anziehen zu besorgen …

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… zumindest, wenn man es nicht mehr so kuschelig hat in Mutters warmen Bett …

Und Merkur rückläufig im Skorpion: – ich konnte die letzten Tage nicht ins Netz; und die Sache mit der Wunde, die Skorpion sticht (Sex) – mit rückläufigem Vergangenheitsbezug … oh boy … ist für die Seele keine ungefährliche Sache … daß ihr das Lachen fröhlich bleibt!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond, Poetry, Stundenastrologie

Mond im Zeichen Skorpion

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Liebe Leserinnen und Leser,

weil er dem Saturn dort begegnet – und auch weil Merkur dort heute noch reingeht, im Prinzip schon langsam werdend, die Rückläufigkeit Anfang Oktober vorbereitend, sind alle Gedanken und Gespräche von Ernsthaftigkeit geprägt: come to reason.

Der Fragesteller befindet sich in unterem Horoskop im 6. Haus – als Jupiter – und ist doch auch im ersten schon daheim – wegen Neptun, dem Herrn der Fische, ganz am Aszendenten.

Ob sein Unterfangen gewinnbringend würde?! Mars, Herr von Haus 2 steht in Haus 9 – ein fallendes – aber gut im Feuer und mit Haus 9, dem lehrreichen, auch an das Vorhaben angepasst. Bedeutender für die Frage ist das Jupiter-Trigon zu Mars, das kommende. Aus dem 6. Haus, dem Haus der Arbeit, sammelt Jupiter eine Aussage aus Haus 10 (Schütze) und Haus 1 (Fische) und bündelt sie löwig in Haus 6, dem Haus der Arbeit.

Zwölf27.09.2014 17:57 Nürnberg

Mond zeigt die Befürchtung an, von anderen finanziell abhängig zu sein, mit dem Unterfangen zu scheitern – aus magischen Gründen – das wird durch das Jupiter-Quadrat unterstrichen, eine innere Auseinandersetzung, denn der Fragesteller wird ebensogut durch Jupiter, als auch den Mond dargestellt.

Bedenke nur: Neptun und Chiron am AC können sowohl der Eingang in spirituelle Erleuchtung, als auch Selbsttäuschung sein. Die Antwort ist daher: scheue die Arbeit (wg. Jupiter in 6) nicht, und Du wirst Erfolg haben!

Pluto Haus 11 zeigt an, wo es veränderlich ist, wenn das Vorhaben die Hürde der Selbsttäuschung nehmen sollte: daß Mars dazu in den Spiegelpunkt geht, macht eine wesentliche Voraussetzung aus.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Mundan, Poetry

„Und glauben, sie hätten dann den Gedanken … „

Merkur in der Jungfrau31.08.2014

Liebe Leserinnen und Leser,

 „Nun hat unsere Sache“, so sagt Rudolf Steiner 1914 – also vor hundert Jahren – „eine Schwierigkeit, wenn wir uns auf diesen Gesichtspunkt begeben wollen, eine große Schwierigkeit.“ … „und diese Schwierigkeit besteht darin, daß zwar wahr ist, daß man in jeder Faser des Gedankens drinnen lebt und daher den Gedanken, wenn man ihn hat, von allen Vorstellungen am intimsten kennen muß; aber, ja aber – die meisten Menschen haben gar keine Gedanken! Und dies wird gewöhnlich nicht mit aller Gründlichkeit durchdacht, daß die meisten Menschen keine Gedanken haben. Aus diesem Grunde wird es nicht mit aller Gründlichkeit durchdacht, weil man dazu – eben Gedanken brauchte!“

Steiner erklärt das auch weiter:

„Auf eines muß zunächst aufmerksam gemacht werden: was im weitesten Umkreis unseres Lebens die Menschen verhindert, Gedanken zu haben, das ist, daß die Menschen für den gewöhnlichen Gebrauch des Lebens gar nicht immer das Bedürfnis haben, wirklich bis zum Gedanken vorzudringen, sondern, daß sie statt des Gedankens sich mit dem Worte begnügen … „

„Und viele Menschen sind, wenn sie nach einer Erklärung von dem oder jenem verlangen, damit zufrieden, daß man ihnen irgendein Wort sagt, das einen für sie bekannten Klang hat, das sie an dieses oder jenes erinnert; und dann halten sie das, was sie bei einem solchen Wort empfinden, für eine Erklärung und glauben, sie hätten dann den Gedanken.“

Das muss man sich mal vergegenwärtigen: was ist Denken?: wenn das allermeiste, was wir für Denken halten, zunächst weiter nichts ist, wie schlussflogerndes Aufleuchten einer Vorstellung, die gar nicht von uns ist, sondern einem überkommenen Meinungsbild entspricht?!

„Überkommen“ bedeutet in diesem Sinn nicht veraltet, sondern ist wörtlich genommen: eine Meinung ist zu uns gekommen, „über“ uns – ohne, daß wir sie bisher – und jetzt kommt das Denken in Spiel! – bedacht hätten.

Das Ganze geht ja noch weiter: ganze Gesellschaftsgruppen – die Mehrzahl der Bevölkerung der meisten Länder, hat sich einen smalltalk-Codex angewöhnt, dessen Einhaltung und Abweichung mit auto-alarmierenden, sozial ausgrenzenden Mechanismen gekoppelt ist, die dann „anschlagen“, wenn irgendeine klitzekleine Abweichung vom normalen Blabla registriert wird, die Konzentration verlangt und daher ins Denken münden könnte. Die Nicht-DenkerInnen registrieren sowas ganz genau: jedoch nicht als Glück, sondern als Spinnerei, als Gefahr: weil man aber auch hier mithalten können möchte, verlegt man sich aufs Loben: wie besonders es sei, daß da jemand einfach so einen Gedanken habe … damit ist aber die Unbefangenheit des oder der Denkerin dahin: das Lob war ein anderer Ausdruck des Misstrauens – und schwups – : ist der Gedanke im Meer des Erinnerungsvermögens zunächst versunken, bis er wieder gute Gelegenheit spürt, an die Oberfläche des Bewußtseins vorzudringen.

Diejenige Instanz, die den Gedanken beobachtet, wenn es uns einmal gelungen ist, einen zu denken! (Es ist so schwer, daß man immer merkt, wenn es – selten – einmal gelingt!) – die nennen wir „Ich“.

Hans Wollschläger hat in seinen Herzgewächsen innere Monologe porträtiert, die die Zwangslage des Geistesmenschen mit dem „Ich“ dem Lagerzwang der Normalität gegenüberstellen (vor allem die, mit Frau Simon).

Jungfrau ist zwar Erdzeichen, aber auch und vor allem Zeichen der geistigen Ordnung: was wo warum hingehört: aber mit Merkur im Zeichen Jungfrau werden wir dazu den richtigen, eigenen Gedanken erwarten können.

Wie geht denn denken? Zunächst glaubt man einmal dem, was man meint, besser nicht. Von dem, was man meint, versucht man sich das Gegenteil klar zu machen. Und dann legt man sich – es kann 3 Tage dauern – auf die Lauer, und wartet, bis ein eigener Gedanke aufkommt – der zunächst mehr eine zuversichtliche Stimmung sein kann …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Weltbild

„Driver, work!“

Driver, work!04.08.2014 21:31 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

Jupiter steht, eingeschlossen zwar, im 6. Haus, zusammen mit Sonne und Merkur und Lilith im Löwe-Zeichen, aber der Regent – Mars – ist in Haus 9 auf dem Weg zum Glückspunkt.

Von daher: „Driver, work!“ – das ist der „Befehl“, den der Ticketverkäufer und Türaufsteher seines Busses dem Fahrer zuruft, wenn´s wieder losgeht, weil Jupiter eingeschlossen im Haus 6, dem der Arbeit, „work“ läuft, und Fische, das aufsteigende Zeichen, regiert …

Neptun hat erst einmal nur das Trigon zum Mars im Skorpion als herannahender starker Harmonieaspekt für alle Wasserzeichen, der Beachtung wert. Allein: Neptun ist rückläufig bis 16.11.2014 (seit 10.06.2014) – und daher nimmt er alles aus der Vergangenheit auf, um es ab Mitte November im wahrsten Sinn zu neuen Ufern zu wagen …

Uns ist Neptun rückläufig aber allemal eine Forschungsreise in die Vergangenheit wert. „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt … „ singt Fische-Sonnen-Geborener von Eichendorff im Gegensatz zum Jungfrau-Sonnen-Wesen (jedoch Fische-Mond!) von Goethe, der sagen läßt: „Niemand wandelt ungestraft unter Palmen“, …

Skorpion-Mond ist aktuell, prägt die Gedanken …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Mond, Poetry

Neumond in Löwe

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Neumond Juli 2014

Nürnberg, 27.07.2014 00:42

Liebe Leserinnen und Leser,

Stier-Aszendent gilt von Schweden bis in die Sahara an Neumond morgen früh – insofern könnten wir im Abendland beruhigt deuten: alles ist Haus 4 – Herkunft, Heimat, Roots (doch Lilith muss es – Löwe-weilend – auch versuchen) … jeweils für jede/n: Ergebnis ist Steinbock, Haus 10 = Saturn in Haus 6 im Skorpion; – harte – oft plutonische – Arbeit; doch leichter, denn zuvor: Saturn geht jetzt direkt … Neptun/Chiron aus 11: die Gesellschaft ist verletzend und unklar; – besondere Verantwortung für Fische-Geborenen …

Venus & Merkur in 3 im Krebs: schreiben mit dem Mond …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Poetry

Natürlich baden: Venus Trigon Neptun

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Liebe Leserinnen und Leser,

die meisten Menschen an unseren Flüssen und Seen baden bekleidet. Jetzt gießt es hier in Bayern, wie aus Kübeln, so daß sich Frage eigentlich erübrigt. Ich sehe es allerdings so: bekleidet baden ist im Grunde genommen pervers. Ein ganz bedeutendes Element der Freiheit kommt abhanden. Gemeint ist hier nicht das sardinenbüchsenhafte Strandliegen mehr oder weniger ansprechender Körper, sondern schlicht die Tatsache, daß Kleidung beim Baden nass wird, an der Haut haftet und deswegen überflüssig und unangenehm ist.

Es sagt viel über unsere Gesellschaften aus, daß die Perversionen – je in ihrer Nische und Schublade – allgemein toleriert sind, während das Normalste von der Welt – keusch ins kühlende Nass zu gleiten – nicht zur Gewohnheit der Meisten gehört.

Auch FKK ist da keine Lösung: denn jedweder Zwang in die eine oder andere Richtung ruiniert Natürlichkeit und Anmut.

Venus Trigon Neptun24.07.2014 19:15 Nürnberg

Merkwürdigerweise verspürt nur das Pseudo-Jugendmagazin „Neon“ Lust dazu, landesweit eine alternative Folklore zu installieren – aber sie besteht aus Bildern, nicht aus Realität. In Nürnberg laufen immer noch PolizistInnnen aus, wenn in den Pegnitzauen jemand nackt gesichtet wird. Im katholischen München soll das angeblich niemanden interessieren. Von daher kann ich einfach kein Protestant sein: nicht so …

Gott sei Dank findet sich immer noch die ein oder andere Ecke abseits der Massen, wo wir dieses Gottesgeschenkt: natürliches Wasser in natürlichen Seen, frei von Chlor (oberwohl das gut gegen Neurodermitis sein soll … !) genießen können an den paar warmen Tagen, die uns der Herrgott im Sommer zubilligt in diesen Sommers üppig grünenden Breitengraden …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Kultur, Löwe

Isis/Levante; … (Lilith im Löwen … )

 

IsisIsis – Wikipedia von Vania Tephilo

„Iset“ – Thron

Liebe Leserinnen und Leser,

normal wird „Aset“ übersetzt – aber die Konsonanten sind willkürlich und entsprechen nicht der offensichtlichen Überlieferung. Die ägyptische Schrift ist eine n.j mdw.w nṯr – „Sesch-ni-medu-netjer“ – ἱερός γλυφή – Heiliges Eingeritztes – aber konsonantisch geschrieben – hiero_S43hiero_Y3 Wikipedia schreibt: Isis – Wikipedia:

„Die Ägypter hatten große Sorge, dass sie beim Betreten der Anderswelt ihre menschlichen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sehen, Sprechen, Hören und unabhängiges Denken, verlieren könnten. Isis sollte alle Dämonen abwehren, die für das Verlorengehen der menschlichen Fähigkeiten verantwortlich waren.“

Die Schrift der Ägypter ist noch nicht bis in die Bildebene entziffert, weil wir die Bedeutung der Bilder nicht kennen. Oft ähneln sie technischen Gegenständen – immer haben sie kosmische Bezüge, die – wegen der allgemeinen Mißachtung der Astrologie – tabu sind. Das bedeutet aber nicht, daß die Übersetzung falsch oder belanglos wäre – interessant ist jedoch das Stockwerk tiefer.

„Im April 2013 tauchte,“ so schreibt der aktuelle Spiegel, „anscheinend aus dem Nichts eine neue Rebellengruppe in Syrien auf.“

Neumond April 2013Neumond 10. April 2013

Nun wird der Name erklärt, von dem sich das Akronym ableitet, „Daisch“ abgekürzt, „Daisch“ bedeutet: „ad-dawla al-islāmīya fī l-ʿirāq wa-sch-schām“, abgekürzt: dāʿisch – der Norden, also eine Gebietsbezeichnung = nördlich von Hedschas (für uns: Levante, Sonnenaufgang) – womit ein genialer Schachzug dieser Mörderbande in ihrer PR besteht, den Namen der großen Göttin gestohlen zu haben – oder aber – falls „Isis“ auf unsere Presse zurückgeht – die stille Unterstützung durch Mythologisierung.

Bedenkt man jedoch, daß Krieg selbst eine mythische Macht ist – eine dämonische Macht – so hat man sich mit dem Namen der Göttin – den überraschenderweise niemand reflektiert – außer uns jetzt – einen mächtigen Schutzzauber gegeben, der natürlich nur dann nicht mißbraucht wird, wenn der Göttin der entsprechende Respekt gezollt wird.

Ist das heute überhaupt möglich? Herodot hat die ägyptischen Isis-Feierlichkeiten erwähnt, und spricht aus „Scham“ nicht darüber in seinem uns sonst vollständig erhaltenen Ägypten-Buch nicht – viele hundert Jahre vor der Zeitenwende durch Christus!

Dennoch: das Gegenteil ist zu befürchten, denn die durch und durch patriarchalischen „Kämpfer“, die sich selbst „Der Norden“ nennen, wissen gar nicht, daß dieser „Schutz“ unfreiwillig zustande kam, wenn er auf unsere Presse zurückgeht und eine Sprach-Barriere zu überwinden hat.

Die klassische Levante ist Kreuzfahrerland – ist unser eigener, westeuropäischer Schatten, der junge Leute dazu treibt, das Computer-kill-Spiel mit der Realität in der Levante zu tauschen.

Christen würden in Deutschland die Waffenproduktion verbieten, anstatt Panzer-Fabriken nach Algerien zu liefern. So aber fehlt – zumindest bislang – unserer Doppelmoral die Kraft:

„Trenne Dein Herz nicht von Deiner Zunge, dann werden alle Pläne Erfolg haben.“

Hope given: die kalte Fusion von dem verrückten Italiener Rossi, der an einen US-Konzern verkauft hat. Unglaublich! Aber Merkur ist im Sonnenzeichen Rossis: Zwillinge, rückläufig … also, mal gucken.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Personen

Jean-Claude Juncker Präsident

Juncker PräsidentInnen Jean-Claude Juncker, außen 27.06.2014 17:26 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

die zeichenhafte, rhythmische Offenbarung des salomonischen Siegels, gebunden im Jupiter/Saturn Zyklus, der mit dem Radix eng kongreunt ist: und noch dazu Neptun laufend im Mars-Zeichen Fische …

Wer weiß, vielleicht ist Juncker eine Wiedergeburt Karls des Großen, und wir wissen es nicht?

Daß er trinke und rauche darf man ihm mit Fische-Mars nicht ernstlich verübeln. Fische-Mars wäre auch lebbar als Tai-Chi-Meister, z.B. … – und natürlich wäre das besser für Europa … aber andererseits ist der Clown der letzte Vertreter des alten Kern-Europas. Die Piraten sind gescheitert, weil sie Juncker zu ähnlich sind. Wenn sie Fellini verstanden hätten, wäre ihnen das nicht passiert.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astrologie

Rudolf Steiners Astrologie

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Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir bedenken, wie Rudolf Steiner in (und kurz nach) diesem Kurs sagt:

„Am Pflanzenwachstum ist der ganze Himmel mit seinen Sternen beteiligt! Das muss man wissen. Das muss in die Köpfe nun wirklich einmal hineinkommen.“

Steiner LandwirtschaftInnen Rudolf Steiner 25.02.1861 23:09, außen 20.06.1924

… vor allem eine wahre Neptun-Haus-10-Aussage! – dann kann ich mich nur wundern, wie schwer sich die Anthroposophie mit der Astrologie tut. Als wäre sie irgendwie protestantisch – die Astrologie aber katholisch …

Chiron in harmonischem Aspekt aus Haus 6 (praktische Landwirtschaft) zu den Mondknoten heilt in Schlesien den im Grunde unheilbaren Goetheanums-Brand auf einem alten Schloss, wo sich das Neue eben darum wandelnd ereignet …

Tropisch/siderisch?! Sonne oder Sterne? Die wenigsten Anthroposophen begreifen die kosmische Kongruenz allen Geschehens in der Gegenwart. Es gelingt, anthroposophisch/bürgerlich die Astrologie auszugrenzen, obwohl Rudolf Steiners Werk so sehr astrologisch durchwachsen ist, dass eine Trennung in dieser Art eigentlich nicht möglich ist.

Der tropische Tierkreis ist der Christus-Tierkreis – denn eine Festlegung auf 0-Grad Widder war vor der christlichen Zeitenwende nicht gegeben.

Natürlich ist das ein starkes Stück: über all die Monate hinweg beobachten wir in der ersten Nachthälfte der nördlichen Hemisphäre Jupiter mitten in dieser geometrisch faszinierenden Figur der stellaren Zwillinge-Figur, aber de facto befindet sich Jupiter im „Sektor“ Krebs – gemessen am gleichmäßig durch 12 aufgeteilten Tierkreis des tropischen Sonnenlaufs, zu dem sich die Sterne im Hintergrund mit einem Grad in 72 Jahren verschieben, und den Rudolf Steiner im landwirtschaftlichen Kurs ausdrücklich bestätigt, mehrmals.

Dass uns nun freilich der Sonnenlauf seit Christi Geburt näher ist, denn der stellare Hintergrund der Nacht, beweist unter anderem die menschliche Physiognomie – die sich sehr genau an die geometrisch gezogenen Grenzen des Zeichens hält.

Dahinter ist der Fixsternhimmel gemäß der Position, die unser Blick von der Erde aus nimmt, rhythmischen Bewegungen unterworfen, die alle nach „0-point-Aries“, dem Widder-Null-Punkt zur Frühlingstagundnachtgleichen bestimmt werden für die Zeitmessung und Positionsbestimmung – einen anderen Eich-Massstab gibt es nicht. Der sogenannte „siderische Tierkreis“ kann sich nur am „0-point-Aries“ des tropischen Tierkreises ausrichten.

Um ein Beispiel zu geben: wäre die Erde ein Boot auf dem Ozean, der sich beständig um das Boot herum bewegt, dann kann die Position des Bootes nur vom Boot selbst aus bestimmt werden, nicht vom Ozean aus, denn da sind wir nicht, auch, wenn wir auf dem Mars eine Sonde hätten, weil wir sie ohne Ortsbestimmung weder hinschicken, noch auffinden könnten. Für die Ortsbestimmung des Bootes braucht´s einen zweiten „Punkt“ – die Sonne. Genau dies machen wir zur Frühlings- Tag/Nachtgleiche, dem Äquinoctium. Der umgekehrte Weg, die Position der Erde von den gar nicht so fixen Fixsternen her zu bestimmen, ist überhaupt nicht möglich, sondern nur eine Ableitung der ersten Bestimmung.

(Die erst vor wenigen Jahren rehabilitierte) Elisabeth Vreede wusste das, Rudolf Steiner hängt, wie viele unterinformierte Zeitgenossen, zumindest in dieser Frage mal der richtigen, mal der falschen Anschauung an. So reich sein Werk auch ist: in diesem, auch für das astrologisch strukturierte Werk zentralen Topos, bietet Steiner keine durchgehend konsequente Sicht, weil er mal dies und mal jenes sagt* – und das ist keinesfalls „je nach Perspektive“ aufzulösen, wie er das sonst gerne mit Widersprüchen macht, die ihm von kritischen Zuhörern vorgehalten werden.

Es ist immer das Selbst, von dem wir erkennend ausgehen, und das Selbst ist im Horoskop durch die Sonne dargestellt – die Erkenntnis der großen Exaktheit der Astrologie in der physischen und seelischen Beschreibung eines Menschen nach Planetenstand und allem weiteren stellt auch – die Eitelkeit kränkend – bestimmte Eigenschaften, die wir uns zugehörig fühlen, als kollektiven Beitrag „unseres“ Zeichens dar.

Wo wir uns besonders dachten, hervorgehoben – einzigartig individuell – da sind wir es überraschenderweise nicht – weil wir da – um beliebige Beispiele anzuführen – des Stiers Revierverteidigungsinstinkt folgen oder dem Snobismus des Wassermann – der sich ganz zu Recht Individualität ohne Gemeinschaft nicht vorstellen kann und will.

Oder wir entdecken, welche Sehnsüchte Neptun im Skorpion hat. Aber wenn wir diese Eigenschaften in uns erkannt haben und anfangen zu verstehen, dass sie Teil einer zutreffenden Beschreibung sind – haben wir uns schon in die erkennende Schizophrenie der Bewusstseinsseele hineinbegeben: zumindest, wenn wir darauf achten – dass es jetzt ein/e BeobachterIn gibt, die unsere Partizipation an den Planetenständen direkt an Charaktereigenschaften nachvollziehen kann – „Schizophrenie“, weil das eine Verdopplung ist: BeobachterIn zu den astralen Eigenschaften der Tierkreis-Gruppen Dynamik, die wir recht eigentlich selbst sind. Etwas sein und es gleichzeitig beobachten. In Bezug auf die Erkenntnis ist unser Denken immer Münchhausens Zopf.

Steiner beschreibt in „Der Menschliche und der Kosmische Gedanke“ (748, „Taschenbücher aus dem Gesamtwerk“, 20-23. Jan 1914) eine eigene, geistig-astrologische Methodik, die ganz konkret einzelnen Tierkreiszeichen philosophische Grundeinstellungen zuordnet – dem Krebs z.B. den Materialismus (was falsch ist), dem Zwilling den Mathematizismus (was richtig sein kann), dem Wassermann den Pneumatismus (was zumindest zum Luft-Element passt, aber den Wassermann der traditionellen Astrologie nicht hinreichend beschreibt), den Stier als Realismus (hier würde der Materialismus passen), Fische als Psychismus (was zum Skorpion passen würde), usw.  Dazu bekommen die 7 alten Planeten eine Rolle, wie im Baukasten. Zu dieser Zeit – Januar 1914 – ist eine Jupiter-Sonne Steinbock Stellium Situation Ende Steinbock bei Rudolf Steiners Nordknoten im Zeichen Steinbock, Chiron in den Fischen, wo Steiner ihn auch hatte, und vor allem ein Uranus laufend aus dem Wassermann trigonal (120°) zu seinem eigenen Uranus in Zwillinge (Befreiung durch Rede, das Wort) …

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Für die Gestaltung anthroposophischer Literatur ist diese Gegensätzlichkeit zwischen feuerrot und mausgrau untypisch. Es ist auch der Band, wo Mäusebälger zu Venus im Skorpion verbrannt werden sollen, um damit einen „Pfeffer“ zu machen, der gerührt und versprüht werden kann. Und das alles klar nach dem tropischen Tierkreis, durch den die Sonne laufend von Steiner als ein je „ganz anderes Wesen“ bezeichnet wird. Steiner erwähnt auch nichts von den Sternzeichen in unterschiedlicher Größe, die von Maria Thun benutzt wurden, sondern widerspricht dem durch seine Hinweise klar.

Auch Regulus, der Fixstern, hat sein Wesen verändert, seitdem er 2011 – stolzes Herz des Löwen – ins Tierkreis-Zeichen Jungfrau wechselte, um dort die neue Ordnung des Praktischen, die Erlösung der Natur, wie ein Buchtitel von Jochen Kirchhoff lautet, voranzubringen. Als Tarot-Karte steht dafür „Die Kraft“ – die Jungfrau mit dem Löwen.

Aber was ganz klar ist: auch Steiner rang zwischen Tradition und einem reinen Ursache/Wirkungs-Denken. Er wußte nur eben, daß es damit nicht getan war, allein. Doch darin zu oszillieren verstand er meisterlich, indem er Ursache/Wirkung auf eine höhere, geistige Ebene hob – womit er das gesamte Renaissance-Gebäude der Mensch/Kosmos Proportion der Aufklärung (sic!) für die wahrhaft wissenschaftliche Moderne barg und eigentlich rettete – was sich aber nur vielleicht zeigt, wenn die Zukunft keine „ahrimanische“ Mensch/Maschinen-Falle wird, die Richtung, in der die Welt unterwegs ist, und die wir mit aller Kraft (und Kenntnis) umkehren müssen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* ebenfalls direkt tropisch sind die astrologischen Hinweise im medizinischen Kurs und bei der Grundsteinlegung des Goetheanums.

P.S.: Sie können die Beiträge hier aufgrund des neuen Datenschutzgesetzes nicht mehr kommentieren, ich freue mich aber über mails.