astrology, Astronomie

Merkur rückläufig im Zeichen Steinbock

Liebe Leser,

innen der 22.02.2014, der z.B. von Professor John Mearsheimer aus Chicago als Beginn des „Konflikes“ betrachtet wird, während hingegen der „Krieg“ laut dem Professor am 24.02.2022 begann.

Wir sehen dazu eine exakte Venus/Venus Konjunktion und müssen davon ausgehen, dass Venus vielleicht doch eher kriegerisch ist, wie in den unterschiedlichen Phasen bei den Maya verehrt (Dresdner Codex).

Nun trifft Venus wieder auf ihre Radix-Position zum Umsturz 2014 und Merkur wird praktisch zeitgleich heute rückläufig aus genau dieser Position heraus. Anlass und Grund, heute dieses Horoskop zu betrachten: die Rückschau.

Ich hoffe, das machen andere auch, denn zaghaft bricht sich in der Presse eine Stimme Bahn, die meint, man käme nicht an Verhandlungen vorbei.

Das Sextil von Venus und Neptun 2014 war exakt und der Kriegsbeginn passt mit der Sonne auf dem Neptun vom Umsturztag. Die Rolle Neptuns erkennt man auch am goldenen Dreizack, den „Tryzub“ im US-Kongress über dem olivgrünen T-shirt des urkainischen Präsidenten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Astrologie, astrology

Paul Ehrlichs Neptun Return

Liebe Leser,

die Astrologie – hier mit Paul Ehrlichs Neptun-Return – benutzt auch nichts anderes, als die Methode der Analogie: seht her, sagt sie, das Institut, das mit Paul Ehrlichs Namen verbunden ist, steht bei der Neptun-Wiederkehr des Namensgebers, 164 Jahre später, tatsächlich im Focus der Aufmerksamkeit, Neptun kehrt Heim und macht die Vergangenheit aktuell.

Paul Ehrlich – siehe Horoskop unten – hat wohl das mächtigste Fische-Stellium seit dem 30-jährigen Krieg im Geburtsbild. Dass die Forschung im mikroskopischen Bereich mit ihren Präparaten, Flüssigkeiten, Glasträgern und auch infektiösen Stoffen, Chemikalen dazu passt, ist offensichtlich. Doch die Vergangenheit hat auch mit Kolonialismus und medizinischen Experimenten des Instituts und daher Schuld wie auch in der Nazi-Zeit zu tun. Eine sehr unrühmliche Rolle spielten beide Institute:

https://www.rki.de/DE/Content/Institut/Geschichte/ns-geschichte_node.html

Auch die Forschungsmethode in Afrika war klar gegen die Menschenwürde gewesen. „Brutalismus“. Lager, Tote, Erblindete. Die Leute flohen. Also Karma auf den Schultern des Namens (wie auch Robert Koch, der Zeitgenosse), sofern – hier kommt die Sache mit der Analogie ins Spiel – ein Ort auch mit dem Horoskop seines Namensgebers verbunden ist.

Nun ist das Institut eine staatliche Sicherheitskontrolle bei Impfschäden. Kommt es dieser Aufgabe nach? Darum tobt eine Diskussion, spätestens seitdem Tom Lausen, der Datenanalyst, der auch schon im Gesundheitsausschuss des Bundestags Stellung genommen hat, die Daten der KVB, der öffentlichen Krankenkassen analysieren konnte, die öffentlich zugänglich sind. Es ist eigentlich die gesetzliche Aufgabe des Paul-Ehrlich-Instituts, sich genau diese Daten selbst zu besorgen und auszuwerten, um Warnsignale rechtzeitig zu erkennen, sagt Tom Lausen und viele andere.

Paul Ehrlich hatte auch den Reichtums-Aspekt Pluto/Jupiter im Stier. Die Erwähnung des „Methylenblaus“ zur Zelleinfärbung gibt dem Mann mit dem großen Wassertrigon noch den richtigen Farbton:

Die Methode der Analogie, des nebeneinander-Stellens von Dingen oder von Vorstellungen von Dingen, ist im Grunde die einzige Methode der Logik selbst. Was aber nicht bedeutet, dass es noch mehr bedürfte oder der Logik etwas fehlt. Analogie kann sich aber auch irren. Nur kann das ausschließlich über eine bessere, treffendere Analogie nachgewiesen werden, und das nennt man dann Transzendenz des Begriffes, weil der Begriff sich quasi selbst ‚tunnelt‘ – das Richtige kommt immer obendrauf zum überwundenen Falschen, aber die Methode bleibt gleich – womit der beständige Bereich betreten wird, der überhaupt erst einen Überblick möglich macht. Diese Differenz, die Veränderung durch die Analogie, denn der Vergleich verlangt ein Innehalten, aneinander messen, macht eben Geist aus, öffnet den Raum für das, was die Dinge sind, in Abgrenzung dazu, was andere Dinge sind und nicht sie. Keine Identität ohne Differenz. Nur wo und wie, darauf kommt es an, denn es ist zwar eine universelle Regel, aber keine beliebige. Es herauszufinden, ist wiederum Geist.

Die Gefahr der KI ist auch nicht, den Geist zu imitieren, das geht nicht. Aber sie kann das Umfeld so verändern, dass kein Geist möglich ist und sie daher als einzige Option alles beherrscht. Und sie ist ja auch Geist, aber ein bestimmter, ein nihilistischer Geist. Dieser Prozess beherrscht unsere Gegenwart und verlangt unsere ganze Aufmerksamkeit bis hinein in die Ätherfrequenzen.

Auch der aktuelle Chef des Instituts ist im Zeichen Fische geboren (siehe Horoskop ganz unten). Wenn Saturn ins Zeichen Fische geht (2023/24) wird Das Institut eine neue Form brauchen, eine neue Definition seiner Aufgaben. Das ist ein bisschen beruhigend zu sehen.

Markus Termin

Paul Ehrlich 14.03.1854

Klaus Cichutek 26.02.1956

Geist

Herr über die Zeit ist ein Kind

Liebe Leser,

ist das nun Kitsch oder Kunst, und wenn ja, dann warum? Und wie schafft es Raphael (nach Rudolf Steiner der wiedergeborene Jüngling Lazarus, den Christus auferweckt hatte), den Kitsch in die Kunst so zu integrieren, dass wir alle die beiden Engelchen-Beobachter, die einen der ihren auch in den Farben und der Größe zwischen Leben und Tod schweben sehen im Arm seiner Mutter, auf irgendeinem Kaffee-Pott oder einer Kerze schon gesehen haben?

Und der Alte weiße Mann unten, er hat den Goldhut der alten Astralkultur abgelegt und macht eine merkwürdig abmessende Geste, als stünde er bereit für die Beschneidung des Knaben. Es ist ja auch offensichtlich keine Geburtsszene. Der Alte als der listige Goldpriester alter Zeiten scheint zu sagen: dieses kleine Stück will ich, dieses Maß ist bestimmt. Es ist keine hinausweisende Geste, sondern ein magischer Bannzauber in die Richtung des Blicks der Betrachter, also uns. Uns sollen diese Fingerspitzen den Blick ablenken. Worauf? Auf die offene Frage im Blick der jungen Mutter: „porquet ¿“

Es ist Sixtus der II, ein früher Märtyrer, „er gilt als Patron für das gute Gedeihen der Trauben, an seinem Gedenktag am 7. August (10. August orthodox) finden Traubenweihen statt. Außerdem ist er Patron für das Gedeihen der Bohnen, für Schwangere und bei Hals-, Rücken- und Lendenschmerzen. Seine Attribute sind: Geldbeutel oder Geldstück.“ (Wiki) Wenn man den Blick eindringlicher studiert (bei Vergrößerung des Bildes) ist er zwischen Wahnsinn und Hoffnung dargestellt. Maria ist nicht glücklich und der Knabe im lockigen Haar auch nicht. Zu ihrem Blick fällt mir ein: konsterniert. Was auf ein lateinisches consternare zurückgeht und fixierte Aufmerksamkeit auf eine Sache bedeutet, auch Warnung. Wörtlich: mit den Sternen, striked by the stars. Und die Sache – wir wissen es – kann ja nur sein: „Und das soll unabwendbar sein, dass ihr alten Weisen ein so mächtiges Schicksal mit diesem Kind vorausgesagt habt?“ Eigentlich aber – denn wir werden ja von Maria angeschaut, als hätten wir was zu sagen!? – sind wir die Sache. Wir sind die Zeugen dieser Theateraufführung einer antiken Tragödie, die nichts, aber auch gar nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Eher noch gewonnen. Man denke z.B. an die Kindsopfer, die die pharmazeutische Industrie aktuell wie ein Drache für unerprobte und überflüssige Genbehandlungen fordert, ein Albtraum. Die armen Familien, die darauf reinfallen, eventuell für Geld.

Der Grund, auf dem Kunst ruht: dass zwar persönlich, intim gesprochen wird, dieses Persönliche aber nur dafür herhält, dem allgemein und ewig Gültigen eine Form zu geben. Wollt ihr wirklich wieder Kinder opfern? Wie sonst sollte man heute Weihnachten ehren, als mit dieser Frage?

Zur Kunst, und zwar auch hart am Rand des Kitsches, vor dem es nur die Wahrheit bewahrt, wird das Bild vor allem durch den Hintergrund aus lauter Gesichtern. Man muss aber genau hingucken, sie werden leicht übersehen und das wohl entspricht des Malers Absicht. Und unten die Kumuluswolken, wo schon die Engel sind, die haben auch keine Ahnen-Gesichter. Raphael macht hier also aufmerksam auf das Thema der anbrandenden Wiedergeburten, die auf die Welt strömen, und zwar direkt durch das tiefer werdende Blau in Marias Gewand. So richtig happy ist nur unten rechts die heilige Barbara. Aber warum? Sie blickt ironisch auf die Engel, als hätte sie die, wie eine Kindergärtnerin, unter Kontrolle, obwohl sie, gleich dem völlig verängstigten Jesus-Knaben, dem Geschehen sehr kritisch zugucken und nur ungern, einer hält sich den Finger vor die Lippen, schweigen.

Wenn die Engel schweigen, dürfen wir dann reden? Aber das Bild spricht ja. Zur Kunst wird es eben vor allem durch Marias Blick. Maria ist als sehr junge Frau dargestellt. Ihr Gewand ist vollendet anmutig. Aber wenn man genau hinschaut, sieht man noch mehr, und das unverschämte, zeitlich theoretisch unbegrenzte Schauen des Bildbetrachters kann einen Teil der Röte in ihrem Gesicht erklären. Der andere ist Zorn. Gleichzeitig ist das Gewand selbst durch die rote Öffnung unten eine so vollendet erotische Anspielung, dass sie schon wieder vollendet keusch ist, und darauf aufmerksam zu machen eigentlich ungehörig. Und rätselhafter Weise verbindet farblich der Spalt in ihrem Gewand sich mit dem des Astralpriesters mit dem Goldhut (gerade abgelegt) in einer offenbar sehr absichtlichen Analogie der Form.

Das eigentlich ist die große, große Kunst, den Betrachter theoretische ohne zeitliches Limit in einen Dialog einzuladen.

Schließlich der Vorhang, das Theater. Grün, wie Mutter Natur. Gerade dieser Vorhang entbindet die Darstellung davon, real zu sein, und macht dadurch erst die Botschaft der Darstellung, was zu sagen ist, wirklich real. Realitytalk. Das, was geistig wirklich ist und daher die Grundlage der Wirklichkeit. Alles in den Wolken.

Die heilige Barbara – im Hintergrund sehen wir wie eine Überblendung den Turm, in dem sie ihr barbarischer Vater in Gefangenschaft hielt, bevor sie fliehen konnte (und dann leider vom Dad geköpft wurde – soviel zu: „Wenn man nicht auf den Alten hört“) – hat gut Lachen, denn sie steht zwischen Diesseits und Jenseits. Ihre Frisur betont das dritte Auge; die Macher von Herr der Ringe müssen sie als Vorbild ihrer weiblichen Elfen genommen haben. Und obwohl Sixtus II natürlich nicht der Vater der hl. Barbara war, schon allein, weil diese Heilige aus einer völlig anderen Weltgegend stammt und gemäß der Macht ihrer Verehrung nicht nur eine Heilige ist, sondern (nach Barbara Hutzl-Ronge) die Stellvertreterin der Großen Göttin selbst. Ihre Ikonografie ist der Turm mit den drei Fenstern. Man kann sich gar nicht ausdenken, für was sie alles Heilige sein soll. Das weist eindeutig auf höheren Rang hin, und Raffael wusste das offenbar. Dennoch steht sie phänomenologisch dem Alten wie eine Tochter gegenüber. Sie gucken aneinander in einer Achse vorbei und Maria schaut uns – konsterniert – an.

Den Schleier um Barbaras (ähnlich archaisch, wie Bridget = Britannien, Βαρβάρα = die Fremde) Schulter, der auch ein stilisiertes Seil andeutet (sie ist u.a. Schutzpatronin der Bergleute) – bündelt sie mit der linken Hand zu einer Art Bommel in Gebährmuttergröße, was auch zu ihrem schwärzlichen Unterkleid passt: ihr Leib wird eingebunden durch das Grün in den Vorhang des allgemeinen Geschehens – Heidegger würde sagen: „des Seienden“. Oben ist ihr integrierter Elfengeist, unten das unfruchtbare, dunkle Gewand in der Wolkenschlagsahne. Mit dem hl. Sixtus verbindet die hl. Barbara eine Liebe für Goldmünzen.

Die Überhöhung Mariens ist nur möglich durch die tiefere Stufe – „Erniedrigung“ nur im Wortsinn – Barbaras als die alte Göttin. Die neue Göttin, Mutter des Jesus, später Christus, tritt mit ihrer Unterstützung (sie hält ja die Engelchen ich Schach) an ihre Stelle. Maria muss sich dem Schicksal fügen und die ganze Angst sitzt schon in dem Jesus-Knaben. Wie gut, dass er auferstanden ist. Aber wir wissen und Maria weiß, was ihm alles zustoßen wird. Und der Alte weiß es auch. Musste das sein? Und was bedeutet Auferstehung wirklich? Zentrum des Bildes ist der linke Fuß des Knaben, geborgen in einem ☯︎-Zeichen, das Marias blauer Faltenwurf einbettet. Er steht noch auf einem Bein in ihrem Bauch, und ihr Bauch ist eine blaue Welle. Raphael benutzt die astrologische Analogie Füße = Fische nicht zum ersten mal und nicht exklusiv. Sie gehörte zum Bildungskanon seiner Zeit. Dazu gehört auch, dass nichts anderes auf den König in diesem Kind hinweist, wie seine Haltung in Saturn-Symbol-Form, die in ihrer königlichen Gelassenheit seinem Blick widerspricht.

Foto Termin, copyright, Prager Rathausuhr „Orloj“ 2018 in Rekonstruktion. Ein Skandal um die Restauration ist typisch tschechisch und recht witzig: https://www.irozhlas.cz/kultura/vytvarne-umeni/prazsky-orloj-praha-kalendarium-josef-manes-stanislav-jircik_2206102030_ula

„Herr der Zeit“ ist Jesus nicht nur im Wortsinn, sondern auch technisch. Nach seiner Geburt zählte die ganze Welt, gleich welcher Religion, den Kalender und daher tatsächlich auch die Zeit selbst.

Frohe Weihnachten,

Markus Termin

Mond

Neumond im Steinbock vor Weihnachten im Jupiter Quadrat

Liebe Leser,

Mars rückläufig (noch bis 13.01.2023, geht auf 8° Zwillinge zurück) hält das ganze Geschehen, weil er den Jupiter bestimmt und mit Saturn auf gutem Fuß steht. Es geht also sehr wenig bis nichts voran. Thai Chi. Zurücktreten, die Kraft des Gegners nutzen: Mars rückläufig Weisheit. Mächtiges Steinbock-Stellium mit fünf Planeten im Zeichen Steinbock, die ebenfalls Saturn regiert. Das Gute ist, dass diese Aspekte auch das Rollout der Great Resetter bremsen. „Timing is everything“.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Ereignis

Das Aqua-Desaster an der Spree

Liebe Leser,

das obere Bild zeigt die Fertigstellung (außen nicht ganz exakt den Zusammenbruch, der aber im unteren Horoskop mit exaktem Zeitpunkt bestimmt ist). Bin gerade nicht bei meinem Astroplus-Programm. Wir haben hier ein Aqua-Ereignis pur, so dass es Sinn macht, sich dazu noch das Deutschland-Horoskop anzugucken (morgen Abend). Denn so ein Zusammenbruch ist natürlich ein Menetekel für die ganze Berliner Republik mit ihrem sprichwörtlichen Sumpf.

Der Jungfrau-Mond (oben schon Waage) hatte die Jupiter-Mars Opposition ausgelöst. Jupiter-Mars Opposition ist auch bei Menschen eine „over the top“-Tendenz. Kein rechtes Maaß finden, zu viel oder zu wenig. Divergenz zwischen architektonischer Hybris (Wasser an Land holen) und technischen Realitäten (Statik). Ein perfektes Bild für die Situation im Land auf allen Ebenen.

Dass diese Opposition im Einweihungshoroskop zwischen Jungfrau und Fische stattfindet, zwischen erdiger Trockenheit und Nässe, Wasser, ist eines jener Zauberzeichen, das uns die Astrologie so faszinierend macht. Der laufende Neptun löst fast exakt den Fische-Mars aus. Dazu kommt – natürlich – die 19-Jahres Runde des Mondknotens … und so einiges mehr!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Vollmond

Quite an aggressive Full Moon

Liebe Leser,

Mars/Mond in Opposition zur Sonne. Es geht um Argumente. Aber Neptuns Quadrat macht sie geradezu irre. Beweislastumkehr. Kann so nicht bleiben. Ballweg weiter im Knast, weil er etwas getan haben könnte, was er nicht getan hat, und das wird auch noch genau so vorgetragen. Operetten Razzia, etc. pp.

Es ist aber kein Grund zur Häme. Die Ver-Wahrlosung hat einen Grund.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry

Der Duft von Holz

Liebe Leser,

das Besondere bei Holzarbeiten, sägen oder bohren, ist der intensive Harzduft, der sich in der Werkstatt entfaltet. Zum einen ist der Bohrer oder die Säge durch Reibung heiß, und dann ist inmitten des Holzes Harz eingeschlossen, dass in Form von Dämpfen aus ätherischen Ölen sofort die Nase erreicht. Dass Holz gut riecht, ist Freundschaft zwischen Mensch und Holz, nicht Zufall. Schon allein dieser Duft lohnt die Handarbeit.

Aristoteles schreibt in der Metaphysik: „Es ist ein Hermes im Holz“. Dazu passend hat Merkur eben (06.12. 23:08) ins Zeichen Steinbock gewechselt, ins Hartholz. Er verbindet dort Stabilität mit Ausdauer, zumal er im Steinbock am 29.12 auch noch rückläufig wird. Aspekte zu Uranus im Stier (rückläufig bis 23.01.2023) gibt es reichlich. Das ist einerseits stabil wg. Erdtrigon, andererseits aber eben wegen Uranus, der alles wandelt, stabil instabil, bzw. kalauernd: „nichts ist so beständig, wie der Wandel“ gilt wohl für diese Merkur/Uranus Trigonalität.

Merkur im Steinbock ist das profunde Wissen, von Verantwortung und Würde durchdrungen. Merkur verbindet sich hier mit der Idee der Autorität und des Konzepts. Steinböcken (oder Aszendenten) bietet der Aufenthalt Merkurs die nächsten Wochen eine gute Show. Dabei sein!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Astrologie, astrology

Blechschaden bei Uranus rückläufig

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Liebe Leser,

erstaunlich ist die Rolle, die bei Unfällen Uranus rückläufig spielt. Da er bei diesem Unfall direkt vor meinem Fenster exakt in der Himmelsmitte stand, scheint mir das ein Hinweis für einen Post. Bemerkenswert ist zweierlei: dass Uranus rückläufig Unfälle so oft anzeigt und dass seine Position verblüffend exakt auf einer der Placidus-Hauspitzen ist, z.B. der Spitze des dritten Hauses. Oder – wie hier – prominent Spitze Haus 10.

Nun stellt sich die Frage: wenn dem so ist, warum? Das ist die Frage, die wir Astrologen weniger stellen – außer in seelischen Entwicklungszusammenhängen. Denn schließlich können wir nicht nur bei der Beobachtung stehen bleiben. Es stellt sich auch die dringende Frage nach Nutzen und Verantwortung solchen Wissens.

04.12.2022 22:01 MEZ

Gewiss könnte einer dieser klugen Statistiker daherkommen und behaupten: was dir da als Zeuge vor deiner Haustür vorkommt, wie ein Zeit-bestimmendes Ereignis, ist in der Gaußschen Normalverteilung ein unauffälliger Abend. Möglicherweise sogar besonders ruhig. Nur dann und wann knallt es eben: wie immer. Und dass ausgerechnet du direkt vor dem Fenster wahrnehmen musst, wie die Stille durch einen Crash zerrissen wird, ist reiner Zufall.

Nun habe ich aber das Werkzeug Astrologie, kann den Augenblick bestimmen und daher antworten: der Geist gibt eben denen die Zeichen, die in der Lage sind, sie auch zu lesen. Im Zentrum der Ereignisse gilt die statistische Verlaufskurve nichts, dort ist alles 100 % – und außer dem Ereignishorizont gilt sie erst recht nichts, wird geplättet durch die Aufnahme in emotionslose Sammlungen aufeinanderfolgender Ereignisse oder Auslassungen, die als solche interpretiert werden. Doch mich erreicht das Blechkrachen als Uranus exakt rückläufig im Stier in der Himmelsmitte über mir steht. Das sind schon zwei synchrone Beobachtungen, die eine geistige Hypotenuse nahe legen.

Als indirekte Wirkung, die mich direkt beeinflusst, hat das zusammenprallende Auto auch noch den Lichtmast gerammt und die sehr helle Lampe runtergeschlagen, die mir sonst ins Schlafzimmer leuchtet.

Der Schutz, den die Astrologie anbietet, liegt im Gewahrsein und in der Meditation der Wirklichkeit durch den astrologischen Spiegel. Es geht wider die Trance, die bei solchen Unfällen Regie führt. Astrologie führt zur Distanz zum Geschehen. Und dies ist u.U. der entscheidende, Stress-lösende Faktor. Nicht, dass dann alles kontrollierbar wäre. Aber man hat nun eine Karte, einen Kompass. Man kann wenigstens sagen, wann Sturm ist, wann Flaute, wann Gegenwind, wann Rückenwind, wann Kälte und Angst herrschen, wann Freude und Heiterkeit die Runde machen.

Warum aber kann der Astrologe einen Geist-Zusammenhang zwischen Erdgeschehnissen und Himmelsereignissen beobachten? Ist es vielleicht so, dass der Geist selbst uns eben dadurch, dass wir die Synchronizität erkennen, zum Zeugen ausgesucht hat? Wenn dem so wäre, dann gibt es eine geistige Kraft, die ein Interesse daran hat, im Menschen eine Zeugenschaft ihrer Wirkung oder Anwesenheit in der Wirkung zu haben, die meines Erachtens immer einhergeht mit einer Trance-ähnlichen Abgelenktheit von einer Anwesenheit im hier & jetzt. Der Knall dient dann dazu, wieder in die Wirklichkeit zurück zu holen. Was auch durchaus gelingt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mars, Venus

Wie man das Beste aus seiner Mars/Venus Opposition macht

Liebe Leser,

der Dichter Ovid (Hauptwerk „Metamorphosen“, Sonne 27° Fische, Mond/Neptun im Löwen, Merkur im Widder beim Drachenkopf, Venus mit Jupiter im Wassermann, Mars Anfang Krebs) wurde von seinem entfernten Verwandten Augustus, alias Octavian, dem Sieger des Bürgerkriegs (Jungfrau mit Steinbock-Mond und weiter Venus/Mars Opposition mit Venus in Skorpion und Mars rückläufig beim Nordknoten im Stier) an die Küste des schwarzen Meeres verbannt zu den Barbaren, weil er kokett behauptete, in der Liebe gelten die selben Regeln, wie im Krieg: nämlich gar keine. Alles sei erlaubt, man dürfe es nur nicht allen sagen.

Und tatsächlich: es rührte an die allgemein akzeptierte Doppelmoral wegen der Verletzung des Schweigegebots. Ehe galt in Rom ’nur‘ des Rechts wegen. Wenngleich das Recht heilig war, kannte man sexuell kaum Hemmungen.

Die Lieder dann aus dem Spätwerk, die noch von der skytischen Schwarzmeer-Küste (Rumänien) kamen, gewissermaßen „Indianerland“ in Kälte und Schlamm, mückenverseucht, waren nur noch melancholisches Gejammer in Versen nach der einzig wahren Stadt der Welt, Rom. Und nur geschrieben in der vergeblichen Hoffnung, die Verbannung zu beenden. Das wäre ihm vielleicht gelungen, wenn er von skytischen Freudenfesten und Orgien berichtet hätte.

Mars und Venus von Botticelli – es ist in der Konjunktion, wie man sieht, kaum möglich, den Kerl wach zu bekommen.

Dass Mars/Venus ein toxisches Gemisch sind und sich in der Konjunktion nicht vertragen, wissen wir schon. In der Opposition zeigen sie zunächst an, dass der Mensch, dem das Horoskop gehört, mit karmischen Aufgaben zwischen Mann und Frau auf die Welt gekommen ist. Sich nun zu beschweren, dass man von einer Beziehung in die andere taumelt, immer mit abgerissenen Brücken hinter sich, ist billig. Was für andere gilt, gilt nicht für dich. Du selbst hast ein Karma angelegt, das auf mindestens eine rücksichtslose oder treulose Existenz zurückgeht – du erntest, was du gesät hast. Irgendwie hast Du die Balance zwischen den Geschlechtern ungünstig beeinflusst.

Ertrage es daher geduldig und freue dich über Prüfungen und Herausforderungen! Je mehr es dir gelingt, das Schicksal gestaltend anzunehmen, um so freier wird dir auch die Erinnerung an die Ursachen. Sie sind nicht weit entfernt von den Orten, die du in jungen Jahren besuchst.

Und wenn Mars rückläufig ist, wie bei Augustus, dann hast du es so schlimm getrieben, dass der liebe Gott dir für diese Existenz eine Fußfessel verpasst hat. Bei Frauen gilt Entsprechendes mit der rückläufigen Venus.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus