„Wolle mer se reilasse?“

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Liebe Leser,

was in Köln, der Dreikönigsstadt unter Jupiter-Regentschaft – meiner Geburtsstadt – geschehen ist, ist weit mehr als die Summe einzelner Straftaten. Es ist vorerst das Ende der Freiheit hierzulande. Die schlimmsten Befürchtungen werden bestätigt: Pegida bekommt Recht.

Unsere Stärke (Naivität und Gutmütigkeit) ist auch unsere Schwäche. Wenn Gabriel treudoof die Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien verteidigt: – „Grenzschutzanlagen“ (ARD Nachrichten), die doch z.B. in Syrien gegen Assad investiert haben und im Jemen Krieg führen, immer gegen die Schiiten, dann sieht frau, daß dieser Biedermann auch unsere Freiheit auf der Domplatte nicht verteidigen wird: was Generationen von Freigeistern, Liberalen, Feministinnen und viele andere gegen den verdrucksten spießigen Mief der Nachkriegs-BRD erkämpft haben, wird plötzlich in Frage gestellt.

Unsere ganze Biedemann-Politiker-Generation ist einerseits zu lasch, andererseits zu hart, je nach Interessenlage. Weder unsere Polizei noch unsere Armee sind ihren Aufgaben gewachsen, weil sie nicht auf Effektivität, sondern auf Industrie-Umsatz getrimmt sind, dem Effektivität nur eine Schein-Tugend ist.

Zu hart zu unseren Obdachlosen, Arbeitslosen, Drogenkonsumenten. Sehenden Auges verteidigt man am Hindukusch Mohnfelder, läßt es (im kranken „war on drugs“) zu, daß Abermilliarden von Drogenvermögen, fettes Kapital – auch auf der Hohestraße in Köln – erst gebildet, dann per Verlustabschreibung weiß-gewaschen wird. Die kleinen dealer auf der Domplatte (oder im Görlitzer Park) sind das letzte Glied einer perversen Politik der vorgeschützen Ahnungslosigkeit, die sich in Wahrheit mit dem organisierten Verbrechen, Waffenschiebern, Banken und Wissenschaftlern im Auftrag des Rests (die Substantive amalgamieren sich)  zur weltumspannenden Herrschaft der Perversion verabredet hat, und – den Biedermann spielt.

Zu lasch, was unseren Schutz betrifft. Wie lange schon werden die Gewohnheits-Gröhler, Pisser und post-Fußballspielsäufer auf den Bahnhöfen geduldet?

Astrologisch ist Mars in Skorpion: was auch erklärt, daß es ein paar Tage brauchte, bis das Ausmaß der Vergewaltigungen und Raubzüge auf der Domplatte publik wurde …

Wann wachen hierzulande die Frauen auf? Wie lange dauert es, bis sie begreifen, daß Freiheit kein Selbstläufer ist* und wir von Immigranten mehr verlangen können und müssen, als Nestbildung im jeweils eigenen Kultur-Milieu? Und daß dazu vor allem unserer Bürokratie und dem Gesetzgeber Beine gemacht werden müssen?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Es reicht auch ein Blick in unsere Geburts-Kliniken – wo Frauen teilweise vollverschleiert abgelegt werden und Männer sich weigern, der Ärztin die Hand zu geben …

 

 

5 Gedanken zu “„Wolle mer se reilasse?“

  1. supradan

    Klare und wahre Worte…

    …die Vorhut mag drinnen sein; der Funkenmarsch dürfte indes noch nicht verklingen…in Moll zur Invasion 2016 und 2017?

    Die erste Million kostete bereits Ressourcen…und die Zahlen blieben sogar im Winter hoch…

    Wer oder was lässt denn nicht zu, dass etwas unternommen wird – die Wirtschaft?
    Auf wieviele künftige Konsumenten und Arbeitskräfte man sich wohl einigte?

    Ein soziales Experiment – ohne Laborbedingungen, dessen (unabsehbare) Folgen
    sich, wie es scheint, einzig die Poltiker nicht ausmalen…

    Kölle Allaaf ;-)

    http://www.theeuropean.de/adorjan-f-kovacs/10622-einwanderung-oder-zuflucht

  2. Hallo Markus,

    unseren jetzigen Politikern fehlt leider das Auslandssemester. Wenn man in einem dieser Länder gelebt hat, weiß man genau, was man von einem Migranten erwarten oder verlangen kann, und was nicht. Dann weiß man auch im Vorfeld, wen man unter welchen Bedingungen reinlässt, und wen nicht. Naivität und Gutmütigkeit ist eine gefährliche Mischung, vor allem bei Politikern. Nicht umsonst ist die Königskonstellation Jupiter-Saturn, also Großzügigkeit gepaart mit Strenge und Gerechtigkeit. Gerechtigkeit beruht in dieser Welt auf dem (herrschenden) Recht, und das wird in diesem Fall konsequent und massiv missachtet. Der Versuch, die Täter der Übergriffe ausfindig zu machen, muss schon daran scheitern, dass sich Hunderttausende unregistriert in Deutschland aufhalten. Die sind doch „gar nicht da“, wie sollte man sie finden?
    In diesem Sinne, what’s the learning lesson, what’s the deeper meaning?

    Mit herzlichen Neujahrsgrüßen,
    Conny

  3. „Wolle mer se reilasse? – De Hafis lasse mer rei. Awwer de annere nich.“

    Ja, – es gibt halt den Diwan des gebildeten Persers Hafis – und die Pöbeleien der hoffnungslosen Neger aus Afrika. Was soll man machen? Die einen bringen Bereicherung, die anderen wollten gern selber etwas reicher sein. Goethe empfand den Perserdichter Hafiz als seinen persönlichen kosmischen Zwilling. Und er hat sich mit ihm beschäftigt.
    Nun sind aber eben beide Sorten drin. Dank der Großzügigkeit der Frau Merkel. Wie nun weiter? Man muss eben aus alledem Schwarzen Gold machen, würde Coelho sagen. Der Alchimist. Wenn wir das nicht schaffen, haben wir die Lektion nicht geschafft und versagt.
    Verwandlung, ohne unterzugehen, das ist hier die Aufgabe. Wir sind besser – aber ob wir stärker sind? Besser: Wir sind inzwischen besser, aber ob wir das aushalten, ohne wieder schlechter zu werden?

    Dreikönigstag morgen. Der dritte König ist schwarz. Melchior. Und er ist der interessanteste. Trost: Die fremden Könige gehen ja wieder auf einem andern Weg in ihr Land zurück. Nur ihre Gebeine lagern noch in Köln …

    Das hat schon so seine Symbolkraft. Reliquien …

  4. Lieber Markus

    Deine eigenen Worte und Berichte:
    „die Nichtzulassung von Minaretten in der Schweiz – was nun als bewusste Klarheit da steht,
    oder das Beschneidungsdrama vor wenigen Jahren, was leider bei uns verkannt wurde, …..“

    Wie viel brauchen wir noch um im christlichen Abendland uns unsere Werte zu bewahren,
    was unter Saturn im Schützen leichtfallen müsste.
    Ich habe als am Karnevalsonntag gebürtige Kölnerin – heute am Bodensee lebend, eine große Toleranz „So sinn mer all hierhin gekumme, mer sprechen all dieselbe Sproch…..“.
    Wir leben in der Kultur der Kirchtürme, woher der Glockenklang schwingt, und nicht der Ruf vom Minarett, dem Ausdruck vorgegebener Gebetsstunden für alle gleich.

    All das sind wirklich große Hausaufgaben im Land der sozialen Toleranz, auch Saturn zu achten. Zwischen Geburt und Weggang unserer Seele aus dem Körper geht nichts ohne gute Erdung.

    Shakespare Hamlet – ungefähr so: Das Mitleid hilft dem Elend zu hohen Tagen.

    Ein kraft- und lichtvolles 2016 wünsche ich uns allen

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