2012

Venus rotiert langsamer

B’olon Yokte‘ K’uh

Liebe Leserinnen und Leser,

möchten Sie dem Herrn da oben begegnen? Es ist kein Zufall, daß die Venus, die bei den Maya praktisch das gesamte Leben rhythmisch strukturierte (13 × 8 = 104, davon die Häfte 52 – der Fest-Zyklus, Haab und Tzolkin trafen sich alle 13 Jahre – diese Verbindung wird auch „Kalenderrunde“ genannt, der letzte Tag des langen Zählers, jenes berühmte Datum zur diesjährigen Sonnenwende zum Winter entspricht 13.0.0.0.0).

„Die Umlaufzeiten von Venus und Erde befinden sich zueinander in der Kommensurabilität 8:13 (genau 8:13,004); das heißt, sie stehen in einem Verhältnis, das auf einem gemeinsamen Maß beruht und sich dementsprechend fast exakt durch kleine ganze Zahlen ausdrücken lässt.

Aus der Differenz der beiden Zahlen (13 – 8 = 5) kann man in dem Fall eines übereinstimmenden Drehsinns ablesen, dass sich die größten Annäherungen im Idealfall von genau kreisförmigen Bahnen auf jeweils fünf verschiedene Bahnpunkte exakt gleichmäßig verteilen würden. Die räumliche Reihenfolge der Bahnpunkte nach jeweils einem Ganzen und drei Fünfteln eines Sonnenumlaufs ergibt mit gedachten Verbindungslinien das Venus-Pentagramm.“

Venus (Planet) – Wikipedia

Insofern ist dies eine wenig beachtete, aber für uns sensationelle Nachricht, (wenn sie denn wirklich zutreffend sein sollte), weil Venus und Erde durch eine geheimnsivolle Resonanz verbunden sind, als wären sie – um mal zu spekulieren – ein aufeinander abgestimmtes makro-kosmisches Quantensystem:

Venus Express: Die Venus rotiert langsamer

Verwunderlich ist allerdings, wie man im Westen dazu kommt, die Bedeutung der Venus bei den Maya (und wohl allen anderen mittelamerikanischen Völkern in diesem Kultur-Verbund) als Kriegs- und Mordgott in folkloristische Weltrettungspläne zu transzendieren. Nicht zufällig ist die Venus in unserer westlichen Astrologie mit der genau entgegengesetzten Bedeutung besetzt, wie sie dies bei den Maya war: mit Harmonie und Frieden.

Ich glaube nun nicht, daß die Mythologie der Maya Phantasie ist, sondern daß die Maya – was ja auch das Naheliegendste ist – tatsächlich mit Bewohnern der Venus in Kontakt standen, von diesen unterworfen wurden und ihnen auf unvorstellbar grausame Weise opferten. Ob dies von denen so gewollt war – oder nicht – ist eine andere Frage.

Was aber mit der seit geraumer Zeit vorherrschenden Butterblümchen-Astrologie um den Maya-Kalender betrieben wird, kann man getrost als total blauäuige Revitalisierung alter Dämonen bezeichnen. Wer nicht glaubt, daß es sowas gibt, braucht sich darum nicht weiter zu kümmern. Wer jedoch zumindest den Verdacht hat, daß die Maya nicht geisteskrank waren, sondern mit echten Wesen in Kontakt standen – der/die sollte sich hüten, Geister zu rufen, die hinterher wohl nicht mehr so einfach los zu werden sein dürften …

Nicht umsonst haben wir seit Jesus Christus eine neue – auch astrologisch relevante Zeitrechnung – nicht umsonst hat „unser“ Kalender den Maya-Kalender überwunden.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Kurz vor Vollmond

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist ein besonders starker Vollmond mit dem Mond in Erdnähe keine zwei Tage später am 10.03.2012, man kann es allenthalben spüren – :

Lunar Perigee and Apogee Calculator

Auch hier lohnt es, hinzugucken, denn die starken Sonnenwinde verursachen regelmäßig zwei bis drei Tage später regelrecht körperlich wahrnehmbare Symptome (nicht unbedingt negativ, es sei denn für Migräne-Patienten) – wenn man schnell genug ist, denn die Bilder werden manipuliert  Gigantische UFOs in Korona der Sonne – NASA – YouTube

SOHO EIT 171 Latest Image

Besonders problematisch sind Vollmond, Mondnähe (Perigäum) plus sogenannte starke Sonneneruptionen (zur Zeit nicht zu beobachten) … doch zu beobachten: da war ich nicht up to date – wird also spannend.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

08.03.2012 10:40 Nürnberg

Astrologie

Susan Sontag

16.01.1933 New York, unbekannte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte gern an diese bemerkenswerte Denkerin erinnern, deren Spur in Worten wir heute anläßlich ihres Geburtstages folgen wollen. Susan Sontag ist die in Paris geschulte intellektuelle Stimme Amerikas in Bezug auf vor allem ein Rätsel. Die Fotokunst, die Fotografie waren dieser Frau fragwürdig:

Nun mag es heute verwunderlich erscheinen, warum man sich über soetwas Selbstverständliches, wie Fotografie Gedanken machen kann?

„Es scheint, daß ästhetische Distanz ein Bestandteil der Erfahrung ist, die man beim Betrachten von Fotos macht, wenn nicht von Anfang an, so doch im Laufe der Zeit. Die Zeit erhebt die meisten Fotografien, auch die dilletantischsten, auf die Ebene der Kunst.“

Ganz subtil sagt Sontag hier etwas vor allem über Kunst. Was ist es? Ein Rätsel, das wir später vielleicht lösen. Dann fährt sie fort:

„Die „Industrialisierung“ der Fotografie hat bewirkt, daß diese sehr rasch der rationalen – d.h. bürokratischen – Methode, die Gesellschaft zu verwalten, integriert wurde. Fotos, einst als Spielerei betrachtet, sind fester Bestandteil unserer Umwelt geworden – Prüfstein und Bestätigung jener reduzierenden Annäherung an die Wirklichkeit, die man „realistisch“ nennt.“

Hier ist die Venus-Merkur Konjunktion im Steinbock Lehrerin und auch prophetische Hüterin der Wahrheit. Saturn im Wassermann ist die konservative (Saturn) Revolutionärin (Wassermann).

Dann natürlich Mond-Jupiter, – obwohl, wenn man sich das Bild anguckt, eigentlich ein Waage-Mond Anteil im Gesicht bemerkbar wird. Oder nicht? Die Geburtszeit kenne ich leider nicht. Waage-AC wäre auch denkbar, wobei: die Haare: eher Löwe-AC. Dann wäre natürlich auch Jungfrau-Mond denkbar, bei der Ansammlung von Jungfrau-Fähigkeiten, mit denen Sie ihr Werk ordnen konnte und mit dessen Ordnung auch das Fundament der Möglichkeit errichtete, künstlerisch über Kunst nachzudenken und die Fotografie, diese an der Bruchstelle zwischen Mensch und Maschine gelegene Möglichkeit, Dinge scheinbar unendlich zu vervielfältigen. Scheinbare Dinge unendlich zu vervielfältigen, die aber unter Nutzung von maschinell erzeugtem Elektromagnetizismus gleichzeitig überall im Raum sind und nur dort, wo sie – per iPod – abgerufen oder „aufgegriffen“ und im Aufgreifen erst aus einer Vorform von Signalen neu gebildet werden.

Gut, daß wir bei ihr nachlesen können: „Um das fotografische Bild hat man eine neue Bedeutung des Begriffs „Information“ konstruiert. Das Foto ist ein schmaler Ausschnitt von Raum ebenso wie von Zeit. In einer von fotografischen Bildern beherrschten Welt erscheinen alle Grenzen („Rahmen“) willkürlich. Alles kann von allem getrennt werden. Es ist lediglich erforderlich, jedesmal einen anderen Ausschnitt zu zeigen. Die Fotografie befördert eine nominalistische Sicht der gesellschaftlichen Realität, so, als bestände diese aus kleinen, offenbar unendlich vielen Einheiten – wie ja auch die Zahl der Fotos, die von etwas gemacht werden können, unbegrenzt ist.“

Dieses unbegrenzt gilt eben mit dem iPod noch viel mehr. Aber das ist es nicht, was mich bewegt, wenn ich diese Zauberei beobachte, von überall her Bilder und Töne zu senden und zu empfangen. Was mich bewegt, ist die physikalisch-philosophische Frage: wo ist das Bild, bevor es auf dem Schirm am iPod erscheint? In welcher Raum-Zeit Kategorie ist es? Und ist es dort nur ein Bild als Gesamtinformation, oder sind dort unendlich viele „mögliche“ Bilder? Ich nehme an, daß sich hier die Fragestellungen der Quantenphysik an der Schnittstelle zum praktischen Gebrauch tatsächlich manifestieren.

Diese Frage ergibt sich aber auch ganz ohne iPod. Auf dem Erfahrungsfeld zur Erweiterung der Sinne hier in Nürnberg stand mal ein

Hier klicken: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

zur Camera Obscura umgebauter Bauwagen, wo sich – sitzend in dem Wagen an den Seiten – beobachten läßt, wie sich ein auf den Kopf gedrehtes „Licht-Bild“ durch ein Linsen-Loch tatsächlich auf dem Kopf stehend an der Gegenwand bildet. Es gibt also ein Natur-eigenes „Bilderzeugungsprinzip“, welches vom iPod nur simuliert wird (und in der Astrologie dem Spiegelpunkt-System zu entsprechen scheint), doch in Anbetracht der Faszination der technischen Revolution, in der wir uns befinden, wird das vergessen. Dieses „Vergessen“ wird durch Filme, wie Avatar auf die Spitze getrieben, wo die Möglichkeit einer anderen, natürlichen Bildwirklichkeit unmerklich doppelt verschlüsselt wird: einmal dadurch, daß der Film mit faszinierenden Bilder eine Gegenwelt komponiert, zum anderen aber dadurch, daß diese Gegenwelt eine Simulation ist, ein Schein, der dadurch gedeckt ist, daß das Medium, der Film, selbst Schein ist: der Schein in einem Schein. Und bei Avatar kommt hinzu, daß der ganze Film die Grenze thematisiert, die zwischen unserer Seele und unserer Wirklichkeit sich tatsächlich abspielt. Wo immer Du die Wahrheit verstecken willst: am Besten hinter der Wahrheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Mundan

Pluto in den Wassermann

Nürnberg 16:38 – unten nochmal der wunderbare Vollmond, subjektiviert zwischen Technik und Augenblick.

Seit heute nähern sich Jupiter und Saturn wieder einem Trigon. Doch es wird erst am 21. November um 13:11 exakt. Jupiter fördert, immer noch, ein Wachstum der Strukturen und Gesetze, des Sinnes für ungeschönte Wirklichkeit; Saturn trägt gleichzeitig und in Zusammenarbeit mit ihm dazu bei, alles, was mit den Jungfrau-Themen der Verwertbarkeit und des praktischen Nutzens zu tun hat, erst schwer erscheinen zu lassen, um es dann nach neuen Regeln effizienter zu gestalten. Gemäß der Dispositor-Lehre ist Saturn der Dispositor von Jupiter, …

Foto Markus Termin ©

… Merkur jedoch der Dispositor von Saturn, denn er beherrscht die Jungfrau. Daher wirkt sich die Rückläufigkeit von Merkur so stark auf den Finanzmarkt aus. Und Merkur, der immer noch in der Waage steht, hat zur Dispositorin die Venus im Skorpion, die, wir erwähnten es, gern anderen in die Tasche greift und überhaupt für Pekuniäres steht. Sie selbst freilich wird wieder von Mars und Pluto dispositioniert, und an Pluto bleibts dann hängen, denn der wechselt ja gerade in den Steinbock, bzw. schließt den Kreis über Jupiter (und Chiron), sein eigener Dispositor.

Hätte jemand vor Monaten geglaubt, dass sich der Zeichenwechsel des degradierten Zwerg-Planeten als Verstaatlichung nahezu aller großen Geldhäuser in den USA bemerkbar machen wird? Mit dem Zusammenbruch des Banken-Systems und seiner de facto Verstaatlichung** gehen aber noch andere Dinge einher, die uns die nächsten sechzehn bis siebzehn Jahre beschäftigen werden. Denn die Hybris der Banken war/ist ja eine Sache, die die ganze Welt durchstrukturiert hat/hatte.

Auf einer ganz einfachen Ebene geht es um den Wert der wirklichen Dinge. Der Verlust von Qualität war/ist überall dort bemerkbar, wo reine Gewinnmaximierung zum Ziel aller Ziele erklärt wurde. Qualität ist unter diesen Umständen nur noch das Resultat missbrauchter Leidenschaften von Menschen, die gar nicht anders können, als Qualitätsarbeit zu leisten, egal in welchem Bereich. Die große Sehnsucht danach, „etwas richtig zu machen“ und sich dadurch erfüllt und sinnvoll zu fühlen, wurde/wird missbraucht und pervertiert. Dies geschah unter Pluto im Schützen naturgemäß anders, als unter Pluto im Krebs, wo man eben jenen menschlichen Ur-Instinkt für Blut und Bodenkriege missbrauchte.

In unserer jüngsten Vergangenheit ging es um den Missbrauch des Glaubens und der Religion, von Zielvorstellungen ganz allgemein. Die Jugend, die immer ein guter Spiegel der wahren gesellschaftlichen Werte ist, reflektiert/e diese Hohlformel durch Knochen- und Schädelkult und Selbstzerstörungswahn. Denn sie spürt die Unaufrichtigkeit: die Aufforderung, etwas Sinnvolles zu machen, ist unglaubwürdig, wenn das einzig anerkannt Sinnvolle in Wahrheit die Maximierung von materiellen Werten ist. Dies wird von allen Medien reflektiert, selbst der geliftete Gesichtsausdruck wird ein materieller Wert. Auch die materielle Hybris der Naturwissenschaft – deutlichster Ausdruck jener gar nicht zufällig heiß diskutierte LHC in Genf, um den es, seit er ebenfalls unzufällig parallel zu den Banken kaputtgegangen ist, zunächst mal still geworden ist – gehört in diesen Wahn-Bereich. Nun wird zurückgerudert und an Regeln gebunden.

Einen tiefen, sinnvollen gesellschaftlichen Umbau kann man den Verantwortlichen, die immer nur reagieren, wie sich die letzten zwei Wochen gezeigt hat, leider wohl nicht zutrauen.* (Hier wieder bemerkenswert die Bewährung der Fische-Sonne Haus 12 Gordon Brown beim Management des vermeintlichen Untergangs. Plötzlich ist der Schatzkanzler in seinem Element, dem Fische-Zeichen als Zeichen des Geldflusses.) Daher wird dieser Umbau von uns als Ausstieg aus der materiellen Diktatur selbst vollzogen werden müssen. Veränderung und Gefühl, brüderliches Miteinander wird dem Krebs-Gegenzeichen gemäß jenseits der rigiden Regelwerke wachsen, wie einst im Sozialismus, der nun, den Kapitalismus erwartungsgemäß in sich selbst überholend, zur heimlichen Staatsdoktrin werden muß, wenn man unterstellt, dass das alte System sich nicht freiwillig verabschieden wird.

Dennoch steht in Aussicht, dass es das tun wird und muß, wenn Pluto zwischen 2023 und 2025 in den Wassermann geht, und später mit Uranus im Löwen dazu eine Konstellation sich wiederholt, wie einst zur französischen Revolution. Es ist Aufgabe der Astrologie im Sinne einer Entwicklung der Bewusstseinsseele diese Übergänge vorausschauend und friedlich mitzugestalten. Wir können jetzt schon viel dafür tun, dass es gut wird. Wir können sagen, wann es kommt: wie es wird, daran werken wir selbst mit.

Foto Markus Termin ©

* 23.11.2020 23:03 – hier liegt die Betonung auf sinnvoll – das Böse dieser 2020 entfesselten Plandämonie ist nur für Teufel von Teufeln – nicht für Menschen.

Es gab schon Leute, die wollten das Mittelmeer trockenlegen und schrumpfen, zur Landgewinnung. Technokratien sind immer faschistisch. Mit Technik muss man umgehen, wie mit einer Flamme: man benutzt sie, aber verbrennt sich besser nicht.

Christus ist der, der die Technik beherrscht.

** „Banken-Systems und seiner de facto Verstaatlichung“ – müsste eigentlich lauten: Staaten-Systems und seiner de facto Verbankung – wohl eher eine Enthüllung der lang schon herrschenden Verhältnisse.