Astrologie

Rudolf Steiners Astrologie

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Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir bedenken, wie Rudolf Steiner in (und kurz nach) diesem Kurs sagt:

„Am Pflanzenwachstum ist der ganze Himmel mit seinen Sternen beteiligt! Das muss man wissen. Das muss in die Köpfe nun wirklich einmal hineinkommen.“

Steiner LandwirtschaftInnen Rudolf Steiner 25.02.1861 23:09, außen 20.06.1924

… vor allem eine wahre Neptun-Haus-10-Aussage! – dann kann ich mich nur wundern, wie schwer sich die Anthroposophie mit der Astrologie tut. Als wäre sie irgendwie protestantisch – die Astrologie aber katholisch …

Chiron in harmonischem Aspekt aus Haus 6 (praktische Landwirtschaft) zu den Mondknoten heilt in Schlesien den im Grunde unheilbaren Goetheanums-Brand auf einem alten Schloss, wo sich das Neue eben darum wandelnd ereignet …

Tropisch/siderisch?! Sonne oder Sterne? Die wenigsten Anthroposophen begreifen die kosmische Kongruenz allen Geschehens in der Gegenwart. Es gelingt, anthroposophisch/bürgerlich die Astrologie auszugrenzen, obwohl Rudolf Steiners Werk so sehr astrologisch durchwachsen ist, dass eine Trennung in dieser Art eigentlich nicht möglich ist.

Der tropische Tierkreis ist der Christus-Tierkreis – denn eine Festlegung auf 0-Grad Widder war vor der christlichen Zeitenwende nicht gegeben.

Natürlich ist das ein starkes Stück: über all die Monate hinweg beobachten wir in der ersten Nachthälfte der nördlichen Hemisphäre Jupiter mitten in dieser geometrisch faszinierenden Figur der stellaren Zwillinge-Figur, aber de facto befindet sich Jupiter im „Sektor“ Krebs – gemessen am gleichmäßig durch 12 aufgeteilten Tierkreis des tropischen Sonnenlaufs, zu dem sich die Sterne im Hintergrund mit einem Grad in 72 Jahren verschieben, und den Rudolf Steiner im landwirtschaftlichen Kurs ausdrücklich bestätigt, mehrmals.

Dass uns nun freilich der Sonnenlauf seit Christi Geburt näher ist, denn der stellare Hintergrund der Nacht, beweist unter anderem die menschliche Physiognomie – die sich sehr genau an die geometrisch gezogenen Grenzen des Zeichens hält.

Dahinter ist der Fixsternhimmel gemäß der Position, die unser Blick von der Erde aus nimmt, rhythmischen Bewegungen unterworfen, die alle nach „0-point-Aries“, dem Widder-Null-Punkt zur Frühlingstagundnachtgleichen bestimmt werden für die Zeitmessung und Positionsbestimmung – einen anderen Eich-Massstab gibt es nicht. Der sogenannte „siderische Tierkreis“ kann sich nur am „0-point-Aries“ des tropischen Tierkreises ausrichten.

Um ein Beispiel zu geben: wäre die Erde ein Boot auf dem Ozean, der sich beständig um das Boot herum bewegt, dann kann die Position des Bootes nur vom Boot selbst aus bestimmt werden, nicht vom Ozean aus, denn da sind wir nicht, auch, wenn wir auf dem Mars eine Sonde hätten, weil wir sie ohne Ortsbestimmung weder hinschicken, noch auffinden könnten. Für die Ortsbestimmung des Bootes braucht´s einen zweiten „Punkt“ – die Sonne. Genau dies machen wir zur Frühlings- Tag/Nachtgleiche, dem Äquinoctium. Der umgekehrte Weg, die Position der Erde von den gar nicht so fixen Fixsternen her zu bestimmen, ist überhaupt nicht möglich, sondern nur eine Ableitung der ersten Bestimmung.

(Die erst vor wenigen Jahren rehabilitierte) Elisabeth Vreede wusste das, Rudolf Steiner hängt, wie viele unterinformierte Zeitgenossen, zumindest in dieser Frage mal der richtigen, mal der falschen Anschauung an. So reich sein Werk auch ist: in diesem, auch für das astrologisch strukturierte Werk zentralen Topos, bietet Steiner keine durchgehend konsequente Sicht, weil er mal dies und mal jenes sagt* – und das ist keinesfalls „je nach Perspektive“ aufzulösen, wie er das sonst gerne mit Widersprüchen macht, die ihm von kritischen Zuhörern vorgehalten werden.

Es ist immer das Selbst, von dem wir erkennend ausgehen, und das Selbst ist im Horoskop durch die Sonne dargestellt – die Erkenntnis der großen Exaktheit der Astrologie in der physischen und seelischen Beschreibung eines Menschen nach Planetenstand und allem weiteren stellt auch – die Eitelkeit kränkend – bestimmte Eigenschaften, die wir uns zugehörig fühlen, als kollektiven Beitrag „unseres“ Zeichens dar.

Wo wir uns besonders dachten, hervorgehoben – einzigartig individuell – da sind wir es überraschenderweise nicht – weil wir da – um beliebige Beispiele anzuführen – des Stiers Revierverteidigungsinstinkt folgen oder dem Snobismus des Wassermann – der sich ganz zu Recht Individualität ohne Gemeinschaft nicht vorstellen kann und will.

Oder wir entdecken, welche Sehnsüchte Neptun im Skorpion hat. Aber wenn wir diese Eigenschaften in uns erkannt haben und anfangen zu verstehen, dass sie Teil einer zutreffenden Beschreibung sind – haben wir uns schon in die erkennende Schizophrenie der Bewusstseinsseele hineinbegeben: zumindest, wenn wir darauf achten – dass es jetzt ein/e BeobachterIn gibt, die unsere Partizipation an den Planetenständen direkt an Charaktereigenschaften nachvollziehen kann – „Schizophrenie“, weil das eine Verdopplung ist: BeobachterIn zu den astralen Eigenschaften der Tierkreis-Gruppen Dynamik, die wir recht eigentlich selbst sind. Etwas sein und es gleichzeitig beobachten. In Bezug auf die Erkenntnis ist unser Denken immer Münchhausens Zopf.

Steiner beschreibt in „Der Menschliche und der Kosmische Gedanke“ (748, „Taschenbücher aus dem Gesamtwerk“, 20-23. Jan 1914) eine eigene, geistig-astrologische Methodik, die ganz konkret einzelnen Tierkreiszeichen philosophische Grundeinstellungen zuordnet – dem Krebs z.B. den Materialismus (was falsch ist), dem Zwilling den Mathematizismus (was richtig sein kann), dem Wassermann den Pneumatismus (was zumindest zum Luft-Element passt, aber den Wassermann der traditionellen Astrologie nicht hinreichend beschreibt), den Stier als Realismus (hier würde der Materialismus passen), Fische als Psychismus (was zum Skorpion passen würde), usw.  Dazu bekommen die 7 alten Planeten eine Rolle, wie im Baukasten. Zu dieser Zeit – Januar 1914 – ist eine Jupiter-Sonne Steinbock Stellium Situation Ende Steinbock bei Rudolf Steiners Nordknoten im Zeichen Steinbock, Chiron in den Fischen, wo Steiner ihn auch hatte, und vor allem ein Uranus laufend aus dem Wassermann trigonal (120°) zu seinem eigenen Uranus in Zwillinge (Befreiung durch Rede, das Wort) …

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Für die Gestaltung anthroposophischer Literatur ist diese Gegensätzlichkeit zwischen feuerrot und mausgrau untypisch. Es ist auch der Band, wo Mäusebälger zu Venus im Skorpion verbrannt werden sollen, um damit einen „Pfeffer“ zu machen, der gerührt und versprüht werden kann. Und das alles klar nach dem tropischen Tierkreis, durch den die Sonne laufend von Steiner als ein je „ganz anderes Wesen“ bezeichnet wird. Steiner erwähnt auch nichts von den Sternzeichen in unterschiedlicher Größe, die von Maria Thun benutzt wurden, sondern widerspricht dem durch seine Hinweise klar.

Auch Regulus, der Fixstern, hat sein Wesen verändert, seitdem er 2011 – stolzes Herz des Löwen – ins Tierkreis-Zeichen Jungfrau wechselte, um dort die neue Ordnung des Praktischen, die Erlösung der Natur, wie ein Buchtitel von Jochen Kirchhoff lautet, voranzubringen. Als Tarot-Karte steht dafür „Die Kraft“ – die Jungfrau mit dem Löwen.

Aber was ganz klar ist: auch Steiner rang zwischen Tradition und einem reinen Ursache/Wirkungs-Denken. Er wußte nur eben, daß es damit nicht getan war, allein. Doch darin zu oszillieren verstand er meisterlich, indem er Ursache/Wirkung auf eine höhere, geistige Ebene hob – womit er das gesamte Renaissance-Gebäude der Mensch/Kosmos Proportion der Aufklärung (sic!) für die wahrhaft wissenschaftliche Moderne barg und eigentlich rettete – was sich aber nur vielleicht zeigt, wenn die Zukunft keine „ahrimanische“ Mensch/Maschinen-Falle wird, die Richtung, in der die Welt unterwegs ist, und die wir mit aller Kraft (und Kenntnis) umkehren müssen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* ebenfalls direkt tropisch sind die astrologischen Hinweise im medizinischen Kurs und bei der Grundsteinlegung des Goetheanums.

P.S.: Sie können die Beiträge hier aufgrund des neuen Datenschutzgesetzes nicht mehr kommentieren, ich freue mich aber über mails.

 

Personen, Poetry

Ennio Morricone

Ennio Morricone10 November 1928, 22:25 Rom, Trastevere

Ennio Morricone – Wikipedia

Liebe Leserinnen und Leser,

Geburtstag hat heute aber Ennio Morricone, der diesen Song (und andere) mit Sicherheit seinem Pluto-Sonnen-Trigon gewidmet haben dürfte. Eine Gemeinsamkeit der beiden ist die Mondknotenstellung von Schütze zu Zwillinge – jeweils Anfang und Ende – und ihre Lieder gehen vom Schützen aus – Zwillinge müssen sie aber erreichen – trotzdem begeisternd. Morricone ist dabei natürlich auch der Kompensator mit Mars im Krebs, der aber woodkids Mars/Mond Konjunktion eine gewisse Ähnlichkeit abgewinnen kann … beide Wasserzeichen-Sonnen, beide Venus im Feuer …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Jetzt sind wir drin …

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Liebe Leserinnen und Leser,

… in dieser Skorpion-Neumond-Energie! (Mit Sonnenfinsternis) … () – – ; : – Möge Gott uns gnädig sein – der Herr ist mein Hirte! Immer noch lassen sich keine Fotos hochladen und – radikal, wie ich bin – denke ich gleich daran, die Fotografie ganz zu lassen: aber das wäre falsch, denn ich liebe Fotografie – und dennoch ist: schwarz auf weiß – die Zeichnung eine Herausforderung: doch auch die könnte ich gar nicht hochladen: Merkur im Skorpion rückläufig (im Haus der Kreativität … ).

Post Merkur Skorpion rückläufig02.11.2013 21:28 Nürnberg

Uranus rückläufig – und überhaupt Uranus – und überhaupt die äußersten Planeten – werden zu wenig beachtet. Sie sind – entgegen anderen Meinung – sehr wohl und absolut und glasklar individuell, wenn man nur ihr Haus kennt …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Mars/Saturn Quadrat: Diplomatie mit Venus Waage

Mars im Quadrat zu Saturn09.09.2013 12:49 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

seitdem Mars im Löwen ist, schreitet er auf das Quadrat zu Saturn im Skorpion hin und wird es am 9. September erreicht haben. Gleichzeitig ist Saturn am Drachenkopf – neue Dinge stehen an und manifestieren sich saturnisch und skorpionisch. Wie läßt sich für solch einen Aspekt eine positive Manifestation denken? Assad geht zum Psychoanalytiker? In einem persönlichen Horoskop wäre eine erfolgreiche Umsetzung: Meister im Karate, der seine Kunst beherrscht – oder ähnlich kontrollierte Steinbrecherei.

Vielleicht nur indirekt als Sieg über das Böse durch die Venus in der Waage, die gleichzeitig da ist – wenn auch frei von Aspekten – freilich, Mond kommt als Bote vorbei – (seitdem Venus das Quadrat zu Jupiter und die Opposition zum rückläufigen Uranus verlassen hat). Heil liegt nur bei Venus in der Waage: dem Zeichen der Diplomatie.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Mond, Mundan, Poetry, Weltbild

Auspicia – Fünf Stare

Auspicia 5 StareLiebe Leserinnen und Leser,

Mond im Skorpion ist immer magische Zeit. Die Vögel lieben gemähten Gärten – sie haben Unmengen Futter und Nistplätze – ausreichend Schutz und Platz vor den Katzen – bleibt man ein paar Stunden auf der Veranda, dann kann man sie auf- und abfliegen sehen – und zwar nach einer bestimmten Ordnung, die singend ausgetragen wird – und dann ein paar Stare, dann ein paar Amseln mit ihren Jungen auf den Rasen schleudert, die dort – wenn die Sonne besonders wärmt – die Insekten und Regenwürmer ablesen, die hervorgekrabbelt kommen. Die erste Generation noch braunscheckiger junger Amseln beäugt mich wie einen Alien, bevor sie sich als Flugkünstler – vom Betteln abgehalten (sie fliegen links, der Altvogel rechts!) – erweisen.

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Die Beobachtung war ein Schwarm Jungvögel, schnatternd von rechts nach links das Bild passierend, ebenso, wie der Falke – etwa eine Stunde vorher. Sind sicher das Stellium in Haus 7 und 8 – und Uranus in Konjunktion mit dem Glückspunkt – Uranus steht immer auch für Wassermann/Vögel – und Wassermann ist hier im Horoskop – die Befreiung der Ahnen (was für mich gut passt) –  viertes Haus.

IMG_5253Man kann sogar glauben, daß die Mond/Saturn Konjunktion den Saturn natürlich ergänzt – mit ihm verträgt er sich – ebenso, wie mit Venus.

Nun sind wieder die Amseln dran – alles wird überlagert vom Gesang unterschiedlichster Vögel in lieblichen Melodien.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Wenn der Charakter der Zeit …

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Liebe Leserinnen und Leser,

man kann sich dem Zeitgeist annähern, indem man sich überlegt: wie ist denn ein Mensch, der ein Quincunx zwischen Saturn im Skorpion und Sonne (plus Stellium aus Venus, Mars, Uranus) im Widder hat?* – Saturn ist hier eine echte Spaßbremse – alles, was er belegt, macht er schwer – wenn der Widder den Durchbruch will, hat Skorpion gute, alte – und oft leider auch ziemlich fiese – Gründe dafür, warum das so einfach nicht geht. Um so mehr, wenn er rückläufig ist. Quincunx ist aber nicht einfach Fundamentalopposition, sondern ein Knirschen im Getriebe, kein gebrochener, aber ein verstauchter Fuß. Würde Jupiter im Skorpion stehen, so wäre er verbunden mit einer gewissen Freude am Sticheln, die aber so prinzipiell Charaktereigenschaft ist, daß es nur schwer auszuhalten ist. Saturn tut dasselbe an selbiger Stelle auch, nur fehlt ihm jeglicher Humor. Er betreibt Magie im Skorpion nicht, um sich einen Spaß draus zu machen, sondern er meint es bitter ernst. Zypern will sich neu erfinden? Gerade der Großneffe des Premiers hat sein Schärflein ins Trockene gebracht. Syrien braucht Waffen? Gerade die Rebellen sind unterwandert von professionellen Schlachtfeldtouristen aus dem islamischen Raum. Die Welt hat einen neuen Papst? – er muß gleich gegen den angeblichen theologischen Firlefanz des alten sticheln (freilich nur angedeutet, aber das ist mehr als genug) … diese Situation kann man dann getrost auf´s Privatleben übersetzen – unharmonische sowohl-als-auch Situationen, wo das win-win, der gegenseitige Nutzen sich nur schwer einstellen will.

Aber das kriegen wir hin – schließlich haben wir es mit Zyklen zu tun, die nach durchstandener Prüfung durchaus auch einen Nutzen freigeben, von dem man noch nicht mal ahnte, daß es einer war/ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* um sich nur mal auf eine Sache zu konzentrieren.