Astrologie, astrology, Podcast

Gute Aspekte 2023 – Venus im Herzen der Sonne im Zeichen Löwe

copyright Termin 2022

Liebe Leser,

dies ist der erste von bis zu Dreikönig jetzt täglich erscheinenden Podcasts, die das ganze Geschehen jeweils aus einer anderen Perspektive anschauen. Wenn also jetzt nicht so genau auf Jupiter/Uranus eingegangen wird, dann weil das noch kommt und ein anderer Schwerpunkt gewählt wurde (Venus in Cazimi) Statt einer regulären Jahresvorschau habe ich mich dieses Jahr entschlossen, anders vorzugehen.

Ich bringe einzelne Aspekte, die von Nutzen sind, oder umgekehrt, die es unbedingt zu beachten gilt.

Vorliegender Venus im Herzen der Sonne – also Cazimi-Aspekt im Zeichen Löwe mit Trigon zu Chiron im Widder kann hervorragend zur Heilung benutzt werden, und Liebe ist ja in erster Linie Heilung.

Der Text kommt bei Minute 2:00 – solange müssen die durchhalten, die weder meine selbstgebaute cigar-box-guitar, noch meine Mundharmonika oder meinen Gesang mögen. Dann aber kommt der astrologische Hinweis, besonders wertvoll für Löwen mit Geburtstagen vom 11. – 14. August oder solchen mit Planeten im Löwen bei 20.29°.

13.08.2023 12:15 MEZ, Prag

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

astrology, Astronomie

Merkur rückläufig im Zeichen Steinbock

Liebe Leser,

innen der 22.02.2014, der z.B. von Professor John Mearsheimer aus Chicago als Beginn des „Konflikes“ betrachtet wird, während hingegen der „Krieg“ laut dem Professor am 24.02.2022 begann.

Wir sehen dazu eine exakte Venus/Venus Konjunktion und müssen davon ausgehen, dass Venus vielleicht doch eher kriegerisch ist, wie in den unterschiedlichen Phasen bei den Maya verehrt (Dresdner Codex).

Nun trifft Venus wieder auf ihre Radix-Position zum Umsturz 2014 und Merkur wird praktisch zeitgleich heute rückläufig aus genau dieser Position heraus. Anlass und Grund, heute dieses Horoskop zu betrachten: die Rückschau.

Ich hoffe, das machen andere auch, denn zaghaft bricht sich in der Presse eine Stimme Bahn, die meint, man käme nicht an Verhandlungen vorbei.

Das Sextil von Venus und Neptun 2014 war exakt und der Kriegsbeginn passt mit der Sonne auf dem Neptun vom Umsturztag. Die Rolle Neptuns erkennt man auch am goldenen Dreizack, den „Tryzub“ im US-Kongress über dem olivgrünen T-shirt des urkainischen Präsidenten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Geist

Herr über die Zeit ist ein Kind

Liebe Leser,

ist das nun Kitsch oder Kunst, und wenn ja, dann warum? Und wie schafft es Raphael (nach Rudolf Steiner der wiedergeborene Jüngling Lazarus, den Christus auferweckt hatte), den Kitsch in die Kunst so zu integrieren, dass wir alle die beiden Engelchen-Beobachter, die einen der ihren auch in den Farben und der Größe zwischen Leben und Tod schweben sehen im Arm seiner Mutter, auf irgendeinem Kaffee-Pott oder einer Kerze schon gesehen haben?

Und der Alte weiße Mann unten, er hat den Goldhut der alten Astralkultur abgelegt und macht eine merkwürdig abmessende Geste, als stünde er bereit für die Beschneidung des Knaben. Es ist ja auch offensichtlich keine Geburtsszene. Der Alte als der listige Goldpriester alter Zeiten scheint zu sagen: dieses kleine Stück will ich, dieses Maß ist bestimmt. Es ist keine hinausweisende Geste, sondern ein magischer Bannzauber in die Richtung des Blicks der Betrachter, also uns. Uns sollen diese Fingerspitzen den Blick ablenken. Worauf? Auf die offene Frage im Blick der jungen Mutter: „porquet ¿“

Es ist Sixtus der II, ein früher Märtyrer, „er gilt als Patron für das gute Gedeihen der Trauben, an seinem Gedenktag am 7. August (10. August orthodox) finden Traubenweihen statt. Außerdem ist er Patron für das Gedeihen der Bohnen, für Schwangere und bei Hals-, Rücken- und Lendenschmerzen. Seine Attribute sind: Geldbeutel oder Geldstück.“ (Wiki) Wenn man den Blick eindringlicher studiert (bei Vergrößerung des Bildes) ist er zwischen Wahnsinn und Hoffnung dargestellt. Maria ist nicht glücklich und der Knabe im lockigen Haar auch nicht. Zu ihrem Blick fällt mir ein: konsterniert. Was auf ein lateinisches consternare zurückgeht und fixierte Aufmerksamkeit auf eine Sache bedeutet, auch Warnung. Wörtlich: mit den Sternen, striked by the stars. Und die Sache – wir wissen es – kann ja nur sein: „Und das soll unabwendbar sein, dass ihr alten Weisen ein so mächtiges Schicksal mit diesem Kind vorausgesagt habt?“ Eigentlich aber – denn wir werden ja von Maria angeschaut, als hätten wir was zu sagen!? – sind wir die Sache. Wir sind die Zeugen dieser Theateraufführung einer antiken Tragödie, die nichts, aber auch gar nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Eher noch gewonnen. Man denke z.B. an die Kindsopfer, die die pharmazeutische Industrie aktuell wie ein Drache für unerprobte und überflüssige Genbehandlungen fordert, ein Albtraum. Die armen Familien, die darauf reinfallen, eventuell für Geld.

Der Grund, auf dem Kunst ruht: dass zwar persönlich, intim gesprochen wird, dieses Persönliche aber nur dafür herhält, dem allgemein und ewig Gültigen eine Form zu geben. Wollt ihr wirklich wieder Kinder opfern? Wie sonst sollte man heute Weihnachten ehren, als mit dieser Frage?

Zur Kunst, und zwar auch hart am Rand des Kitsches, vor dem es nur die Wahrheit bewahrt, wird das Bild vor allem durch den Hintergrund aus lauter Gesichtern. Man muss aber genau hingucken, sie werden leicht übersehen und das wohl entspricht des Malers Absicht. Und unten die Kumuluswolken, wo schon die Engel sind, die haben auch keine Ahnen-Gesichter. Raphael macht hier also aufmerksam auf das Thema der anbrandenden Wiedergeburten, die auf die Welt strömen, und zwar direkt durch das tiefer werdende Blau in Marias Gewand. So richtig happy ist nur unten rechts die heilige Barbara. Aber warum? Sie blickt ironisch auf die Engel, als hätte sie die, wie eine Kindergärtnerin, unter Kontrolle, obwohl sie, gleich dem völlig verängstigten Jesus-Knaben, dem Geschehen sehr kritisch zugucken und nur ungern, einer hält sich den Finger vor die Lippen, schweigen.

Wenn die Engel schweigen, dürfen wir dann reden? Aber das Bild spricht ja. Zur Kunst wird es eben vor allem durch Marias Blick. Maria ist als sehr junge Frau dargestellt. Ihr Gewand ist vollendet anmutig. Aber wenn man genau hinschaut, sieht man noch mehr, und das unverschämte, zeitlich theoretisch unbegrenzte Schauen des Bildbetrachters kann einen Teil der Röte in ihrem Gesicht erklären. Der andere ist Zorn. Gleichzeitig ist das Gewand selbst durch die rote Öffnung unten eine so vollendet erotische Anspielung, dass sie schon wieder vollendet keusch ist, und darauf aufmerksam zu machen eigentlich ungehörig. Und rätselhafter Weise verbindet farblich der Spalt in ihrem Gewand sich mit dem des Astralpriesters mit dem Goldhut (gerade abgelegt) in einer offenbar sehr absichtlichen Analogie der Form.

Das eigentlich ist die große, große Kunst, den Betrachter theoretische ohne zeitliches Limit in einen Dialog einzuladen.

Schließlich der Vorhang, das Theater. Grün, wie Mutter Natur. Gerade dieser Vorhang entbindet die Darstellung davon, real zu sein, und macht dadurch erst die Botschaft der Darstellung, was zu sagen ist, wirklich real. Realitytalk. Das, was geistig wirklich ist und daher die Grundlage der Wirklichkeit. Alles in den Wolken.

Die heilige Barbara – im Hintergrund sehen wir wie eine Überblendung den Turm, in dem sie ihr barbarischer Vater in Gefangenschaft hielt, bevor sie fliehen konnte (und dann leider vom Dad geköpft wurde – soviel zu: „Wenn man nicht auf den Alten hört“) – hat gut Lachen, denn sie steht zwischen Diesseits und Jenseits. Ihre Frisur betont das dritte Auge; die Macher von Herr der Ringe müssen sie als Vorbild ihrer weiblichen Elfen genommen haben. Und obwohl Sixtus II natürlich nicht der Vater der hl. Barbara war, schon allein, weil diese Heilige aus einer völlig anderen Weltgegend stammt und gemäß der Macht ihrer Verehrung nicht nur eine Heilige ist, sondern (nach Barbara Hutzl-Ronge) die Stellvertreterin der Großen Göttin selbst. Ihre Ikonografie ist der Turm mit den drei Fenstern. Man kann sich gar nicht ausdenken, für was sie alles Heilige sein soll. Das weist eindeutig auf höheren Rang hin, und Raffael wusste das offenbar. Dennoch steht sie phänomenologisch dem Alten wie eine Tochter gegenüber. Sie gucken aneinander in einer Achse vorbei und Maria schaut uns – konsterniert – an.

Den Schleier um Barbaras (ähnlich archaisch, wie Bridget = Britannien, Βαρβάρα = die Fremde) Schulter, der auch ein stilisiertes Seil andeutet (sie ist u.a. Schutzpatronin der Bergleute) – bündelt sie mit der linken Hand zu einer Art Bommel in Gebährmuttergröße, was auch zu ihrem schwärzlichen Unterkleid passt: ihr Leib wird eingebunden durch das Grün in den Vorhang des allgemeinen Geschehens – Heidegger würde sagen: „des Seienden“. Oben ist ihr integrierter Elfengeist, unten das unfruchtbare, dunkle Gewand in der Wolkenschlagsahne. Mit dem hl. Sixtus verbindet die hl. Barbara eine Liebe für Goldmünzen.

Die Überhöhung Mariens ist nur möglich durch die tiefere Stufe – „Erniedrigung“ nur im Wortsinn – Barbaras als die alte Göttin. Die neue Göttin, Mutter des Jesus, später Christus, tritt mit ihrer Unterstützung (sie hält ja die Engelchen ich Schach) an ihre Stelle. Maria muss sich dem Schicksal fügen und die ganze Angst sitzt schon in dem Jesus-Knaben. Wie gut, dass er auferstanden ist. Aber wir wissen und Maria weiß, was ihm alles zustoßen wird. Und der Alte weiß es auch. Musste das sein? Und was bedeutet Auferstehung wirklich? Zentrum des Bildes ist der linke Fuß des Knaben, geborgen in einem ☯︎-Zeichen, das Marias blauer Faltenwurf einbettet. Er steht noch auf einem Bein in ihrem Bauch, und ihr Bauch ist eine blaue Welle. Raphael benutzt die astrologische Analogie Füße = Fische nicht zum ersten mal und nicht exklusiv. Sie gehörte zum Bildungskanon seiner Zeit. Dazu gehört auch, dass nichts anderes auf den König in diesem Kind hinweist, wie seine Haltung in Saturn-Symbol-Form, die in ihrer königlichen Gelassenheit seinem Blick widerspricht.

Foto Termin, copyright, Prager Rathausuhr „Orloj“ 2018 in Rekonstruktion. Ein Skandal um die Restauration ist typisch tschechisch und recht witzig: https://www.irozhlas.cz/kultura/vytvarne-umeni/prazsky-orloj-praha-kalendarium-josef-manes-stanislav-jircik_2206102030_ula

„Herr der Zeit“ ist Jesus nicht nur im Wortsinn, sondern auch technisch. Nach seiner Geburt zählte die ganze Welt, gleich welcher Religion, den Kalender und daher tatsächlich auch die Zeit selbst.

Frohe Weihnachten,

Markus Termin

Mond

Neumond im Steinbock vor Weihnachten im Jupiter Quadrat

Liebe Leser,

Mars rückläufig (noch bis 13.01.2023, geht auf 8° Zwillinge zurück) hält das ganze Geschehen, weil er den Jupiter bestimmt und mit Saturn auf gutem Fuß steht. Es geht also sehr wenig bis nichts voran. Thai Chi. Zurücktreten, die Kraft des Gegners nutzen: Mars rückläufig Weisheit. Mächtiges Steinbock-Stellium mit fünf Planeten im Zeichen Steinbock, die ebenfalls Saturn regiert. Das Gute ist, dass diese Aspekte auch das Rollout der Great Resetter bremsen. „Timing is everything“.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Vollmond

Quite an aggressive Full Moon

Liebe Leser,

Mars/Mond in Opposition zur Sonne. Es geht um Argumente. Aber Neptuns Quadrat macht sie geradezu irre. Beweislastumkehr. Kann so nicht bleiben. Ballweg weiter im Knast, weil er etwas getan haben könnte, was er nicht getan hat, und das wird auch noch genau so vorgetragen. Operetten Razzia, etc. pp.

Es ist aber kein Grund zur Häme. Die Ver-Wahrlosung hat einen Grund.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astrologie, astrology

Merkur Jupiter Quadrat

hier wird Weisheit zur Glaubensfrage. Wohl dem, der aus sinnlosen Diskussionen rechtzeitig aussteigen kann. Zumal Pluto beiden Power gibt. Aber ’science‘, Zwillinge, ist in der Defensive. Mond geht nach explosivem Treffen mit Uranus auf Vollmond zu, in die Mars-Position. Hier sind alle Choleriker gehalten, ihren persönlichen Einfluss auf den eigenen Charakter geltend zu machen. Cool down. Immerhin gibt es was zu lernen und zu wissen diesen Vollmond. Schütze und Widder knüpfen ein Centauren-Bündnis mit Chiron, und wenn Jupiter wieder ins Zeichen Widder geht – nach seiner Signatur in den Fischen am 20.12.2022, ist auch Chariklo durch das entstehende Jupiter-Sextil in den Wassermann integriert.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

05.12.2022 22:29

Mars, Venus

Wie man das Beste aus seiner Mars/Venus Opposition macht

Liebe Leser,

der Dichter Ovid (Hauptwerk „Metamorphosen“, Sonne 27° Fische, Mond/Neptun im Löwen, Merkur im Widder beim Drachenkopf, Venus mit Jupiter im Wassermann, Mars Anfang Krebs) wurde von seinem entfernten Verwandten Augustus, alias Octavian, dem Sieger des Bürgerkriegs (Jungfrau mit Steinbock-Mond und weiter Venus/Mars Opposition mit Venus in Skorpion und Mars rückläufig beim Nordknoten im Stier) an die Küste des schwarzen Meeres verbannt zu den Barbaren, weil er kokett behauptete, in der Liebe gelten die selben Regeln, wie im Krieg: nämlich gar keine. Alles sei erlaubt, man dürfe es nur nicht allen sagen.

Und tatsächlich: es rührte an die allgemein akzeptierte Doppelmoral wegen der Verletzung des Schweigegebots. Ehe galt in Rom ’nur‘ des Rechts wegen. Wenngleich das Recht heilig war, kannte man sexuell kaum Hemmungen.

Die Lieder dann aus dem Spätwerk, die noch von der skytischen Schwarzmeer-Küste (Rumänien) kamen, gewissermaßen „Indianerland“ in Kälte und Schlamm, mückenverseucht, waren nur noch melancholisches Gejammer in Versen nach der einzig wahren Stadt der Welt, Rom. Und nur geschrieben in der vergeblichen Hoffnung, die Verbannung zu beenden. Das wäre ihm vielleicht gelungen, wenn er von skytischen Freudenfesten und Orgien berichtet hätte.

Mars und Venus von Botticelli – es ist in der Konjunktion, wie man sieht, kaum möglich, den Kerl wach zu bekommen.

Dass Mars/Venus ein toxisches Gemisch sind und sich in der Konjunktion nicht vertragen, wissen wir schon. In der Opposition zeigen sie zunächst an, dass der Mensch, dem das Horoskop gehört, mit karmischen Aufgaben zwischen Mann und Frau auf die Welt gekommen ist. Sich nun zu beschweren, dass man von einer Beziehung in die andere taumelt, immer mit abgerissenen Brücken hinter sich, ist billig. Was für andere gilt, gilt nicht für dich. Du selbst hast ein Karma angelegt, das auf mindestens eine rücksichtslose oder treulose Existenz zurückgeht – du erntest, was du gesät hast. Irgendwie hast Du die Balance zwischen den Geschlechtern ungünstig beeinflusst.

Ertrage es daher geduldig und freue dich über Prüfungen und Herausforderungen! Je mehr es dir gelingt, das Schicksal gestaltend anzunehmen, um so freier wird dir auch die Erinnerung an die Ursachen. Sie sind nicht weit entfernt von den Orten, die du in jungen Jahren besuchst.

Und wenn Mars rückläufig ist, wie bei Augustus, dann hast du es so schlimm getrieben, dass der liebe Gott dir für diese Existenz eine Fußfessel verpasst hat. Bei Frauen gilt Entsprechendes mit der rückläufigen Venus.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus