Länder

Afghanistan: wie den Scheiß-Krieg* beenden?

Liebe Leserinnen und Leser,

im Grunde genommen kenne ich seit meiner Jugend über dieses Land keine andere, als Kriegsnachricht. Trotzdem will ich mich als einfaches Mitglied meines Volkes bei den unschuldigen Opfern entschuldigen.

Zunächst einmal gab es dort einen Bürgerkrieg.  Noch viel früher waren die Engländer dort und mußten das Land wieder verlassen.  Dann meinten die Russen einschreiten zu müssen, weil sie, wie im kalten Krieg üblich, von einem sozialistischen Brudervolk zur Hilfe gerufen wurden.

Dies wurde uns als perverse Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Afghanistan dargestellt.

Tapfere Mudjahedin wehrten sich damals in unseren Nachrichtensendungen hinter primitiven Sandsäcken jahrelang aus ihren Berghöhlen gegen die Russen, bzw. Sowjets, alles arme Schweine, die von ihren Generälen gezwungen wurden, im Ausland Krieg zu machen und Minen in Kinderspielzeug zu verstecken.

Waffen bekamen die Mudjahedin, die Freiheitskämpfer aus dem Westen, also auch von uns, und das war ja wohl das Mindeste. Sie sahen praktisch genau so aus, wie wir uns jetzt einen Taliban-Krieger, einen „Aufständischen“, wie es neuerdings heißt,  vorstellen anhand der vielen Fotos, die es gibt.

Und tatsächlich, sie jagten die Russen weg.  Noch niemand hat dort je gesiegt. Kann Präsident Obama das? Wie konnte es passieren, dass die Kinder der Mudjahedin Feinde wurden?

Denn diese Mudjahedin hatten sicherlich Kinder, sogar eine Bevölkerungsexplosion! Und ich glaube, die nennen wir „Taliban“. Der offizielle Sprachgebrauch ist mittlerweile von „Terroristen“ in „Aufständische“ gewandelt, was überhaupt nicht passt?! Oder wird hier bereits unser Unterbewußtes auf einen abermaligen Metaphernwandel in der Betrachtung unserer „Gegner“ vorbereitet?

„Aufständische“ wird im westlichen Sprachgebrauch mit „gerecht“ in Verbindung gebracht. Unterwandern die „Taliban“ unseren Sprachgebrauch?

Im Zuge des jüngsten Wachpersonal-Perversionsskandals in Afghanistan, wurde unter anderem enthüllt, dass dort mehr private „Sicherheitsfirmenleute“ – nämlich 64 000 agieren, als reguläre  amerikanische Soldaten. Und diese Leute sollen einen Strategiewechsel vollziehen, anders werden?

Flagge AfghanistanFlagge Afghanistan

Ich glaube nicht, dass der Vergeltungsschlag aus der Luft, den wir als Volk zu verantworten haben, ohne Absprache mit der Regierung verübt wurde. Es heißt, die Deutschen, Oberst Georg Klein, hat bei den Amerikanern Unterstützung angefordert und sie bekommen. Die flogen dann mit Kampfjets dahin und bombadierten auf Bestellung das Ziel. Nun wird über Kommunikationsverbesserung debattiert. Brauchen wir den Krieg, um mit anderen ins Gespräch zu kommen?

Ich meine nun das blasse Gesicht von Kanzlerin Merkel besser zu verstehen. Fragt sich nur: warum? Zwei Tanklastzüge geraubt und in den Händen der Taliban ein gefährliches Werkzeug für Selbstmordattentate gegen die Bundeswehr vor den Wahlen? Dies ist die erste Geschichte, die uns zum Glauben aufgetischt wird.

In Wahrheit eine abgestimmte und konzertierte Aktion, wie ich vermute.

Nachdem die Tankerlaster unverschämterweise geklaut worden waren …

(hierzu keine Details in den Medien. Dennoch ist anzunehmen, dass die Deutschen, die schließlich auch die Luft-Aufklärung über Afghanistan übernommen haben, immer wußten, wo ihre Tanklaster unterwegs waren) Nachtrag 20:41 – die Laster steckten auf der Sandbank eines Flusses fest, wie berichtet wird. Sie hätten also überhaupt nicht als Waffe eingesetzt werden können. Niemand, der ein wenig Respekt vor der Natur hat, richtet auf dem Trinkwasserfluss, wie ich annehme, eine solche Grausamkeit an. Es wird auch von Grausamkeiten der Lastzug-Kidnapper berichtet: sie hätten die Fahrer geköpft. Angeblich liegen zwischen dem Kapern der Lastautos und Beschuss nur 50 Minuten.

… mußte man Stärke beweisen. Da es Deutsche waren, sollten sie ihren Job auch selbst machen. Nun zeigt mal, was ihr drauf habt, wenn es unvermeidlich ist! Wenn, dann gleich.

Nachtrag 22:06: und ebenso zeitgleich dazu kommt dieser Tarantino-Film in die Kinos, in dem Deutsche skalpiert werden.

So stelle ich mir das vor. Nun gibt es aber bereits Stimmen auf internationaler Ebene, die die Deutschen scharf kritisieren. Die waren nicht eingeweiht und sind empört. Das ganze eine Falle für Angela Merkel? Ausgerechnet vor der wichtigen Wahl nutzt die internationale Gemeinschaft eine vermeintliche militärische Zwangslage, in der sich die Deutschen in Afghanistan zu befinden glauben, sie wegen Grausamkeit unter gerade zivielen Opfern an den Pranger zu stellen, während doch vorher immer gespottet wurde, die Deutschen würden den Krieg meiden. Wie „ungeschickt“ (hier kann man auch  unmenschlich schreiben) muß man/frau sein, oder welche Absicht verfolgt man/frau, wenn jetzt, vor den Wahlen so etwas gemacht wird?

Afghanistan

Afghanistan 14.08.1747 12:01 Kandahar: Quelle Astrotheme

Im Horoskop von Afghanistan sehen wir Mars, Pluto und Mond im Skorpion am Aszendenten. Die Sonne im Löwen steht dazu im Quadrat. Die Herrschaft ist alt, aber unglaublich stark! Doch sie steht am Südknoten. In Konflikt mit dem Volk im Zeichen Skorpion. Die Zukunft, der Nordknoten, liegt im Haus 4.  Hier findet sich der Tempel des Hauses, die unterlegene Partei nach Wahlen, die Geburten, die ein Volk ausmachen. Es ist Wassermann, also das Zeichen des Geistes und der Freiheit. Doch mit so einem Sonnen-Gegengewicht ist das schwer zu erreichen. Man beachte die Konjunktion von Chiron und Merkur, gerade im Zusammenhang mit dem Strategiewechsel der Amerikaner, sich für Schäden verantwortlich zu fühlen und Entschädigung zu zahlen.

Afghanistan aktuelle TransiteAfghanistan innen, aktuelle Transite vom 05.09.09 außen

Denn über Chiron und Merkur steht aktuell die Sonne, wie wir oben erkennen. Innen ist wieder das Gründungshoroskop von Afghanistan, außen die Transite von gestern.

Obama und AfghanistanObama innen: 04.08.1961 19:24 Honolulu, USA – außen Afghanistan wie oben.

Nun ist es natürlich bemerkenswert, dass Obama ein Löwe ist mit Wassermann AC. Es könnte gut sein, dass es diesem Mann gelingt, den Frieden nach Afghanistan zu bringen. Allerdings ist er zur Zeit verunsichert, wegen den rückläufigen drei, die zur Zeit vieles bestimmen: Jupiter, Neptun und Chiron. Und das gilt ebenso für die afghanische Opposition, die wohl doch die Wahlen trotz Unregelmäßigkeiten nicht gewonnen hat. Die Transite für Obama und Afghanistan zusammen sehen wir unten. Doch wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf das Bild direkt über diesem Text lenken, können Sie sehen, dass Obama und Afghanistan eine gespiegelte Mondkontenachse haben. Obamas Nordknoten wohnt auf dem Südknoten Afghanistans und umgekehrt. Also eine karmische Verstrickung! Merkur-Chiron Afghanistans kommt ins Haus 7 von Obama zu liegen, also für Obama eine Du-Erfahrung mit einem ebenso intelligenten wie verletzlichen und verletzenden „Partner“.

Wir erlauben uns, von Präsident Karsai nichts zu halten, keiner will mit ihm fotografiert werden, Medien nennen ihn „Dealer“ und spielen auf den Opiumhandel seiner Verwandtschaft an. Abnehmer dieses Rohstoffes für Heroin ist der Westen. So wird der Krieg finanziert, das ist bekannt.

Als letztes Jahr die Frage aufkam, wie der Krieg dort zu beenden sei, war kurzzeitig von der FDP zu hören, man solle einfach das Opium kaufen, das wäre billiger. Und nahezu zeitgleich veröffentliche ein amerikanischer General den Vorschlag, die Opium-Händler in Afghanistan einfach abzuknallen. Er rief weltweite Empörung hervor und wurde, glaube ich, abgesetzt.

Obama, Afghanistan und TransiteObama, Afghanistan und Transite (wie oben)

Wer den Krieg dort beenden will, muß die Verbindung lösen, die den Krieg finanziert. Das geht keinesfalls mit militärischer Gewalt. Sobald wir in Afghanistan nicht mehr Kunde sind, findet das Volk Frieden. Also kann nur eine staatliche kontrollierte Drogen-Politik diesen Krieg beenden.

Astrologisch ist diese Luftattacke mit verheerenden Folgen der Ausdruck der Mars-Pluto Opposition mit Merkur (dem Lasterdieb) im Apix. Da Merkur rückläufig wird, zieht sich die Affäre über die ganzen Wahlen.

Klar ist: wir sind als Deutsche verantwortlich. Wir müßten um die Opfer dort genau so trauern, wie als würde es sich um  Opfer in unserem eigenen Land handeln. Einschließlich selbstverständlich der verletzten und getöteten Deutschen Soldaten. Der Verteidigungsminister ist jetzt schon als Bauernopfer aufgestellt. Vielleicht gelingt es uns, diesen Krieg abzuwählen.

* „Scheiß-Krieg“: Zitat Helmut Schmidt

Personen

Dr. Liz Greene

Liz Greene

Liz Greene, 4. September 1946 um 13:01 in Engelwood, NJ, USA

Liebe Leserinnen und Leser,

Was es ausmacht, so ein Doktor in Psychologie plus Astrologie, das hat uns diese Jungfrau-Sonnen-Menschenfreundin gezeigt und tut es weiter. Sonne in Haus 10 erlaubt ihr berufliche Entfaltung mit einer starken Haus 11 Betonung in Gruppen – und genau das hat sie mit ihrer Schule in London auch  (gegen den Widerstand ihres Elternhauses, wo andere Erwartungen herrschten) verwirklicht. Nun läuft Saturn durch Haus 10, da würde ich sie gern fragen, ob sie ihren Beruf z. Zt. lieber an den Nagel hängen möchte und – wenn Jupiter durch Haus 4 geht – sich eine kleine Farm kauft, um dort Rosen zu züchten, oder so? Wenn klassisch orientierte Astrologen an der Bedeutung der modernen psychologisch orientierten Astrologie ihre Zweifel haben, sollten sie ein Seminar mit Liz Greene besuchen.

Herzlichen Dank dieser großen Astrologin!

Fragen, Mundan

Ein Horoskop: zum Beispiel

Fische Mond Konjunktion UranusNürnberg, 08.08.2009 19:12 Nürnberg

Ich habe nun den Zeitpunkt einfach dort angesetzt, wo mich Deine Frage erreicht, Nanyamka. Das obere Horoskop stellt die Situation dar, die ich auch im Post von gestern anspreche. Wir sehen passend Steinbock aufsteigend und den Herrn von Steinbock, den Saturn im Haus acht: er ist es also, der sich wandeln muss, denn das achte Haus ist ein Haus des Wandels. Da nun auch der Mond in die Fische gegangen ist, wird das Uranus-Thema, von dem ich sprach, nun vom Mond als Botschafter zwischen Neptun und Uranus zum Uranus weitergetragen.

Ich finde, die Planeten, die der Mond berührt, bekommen etwas, was einen tief atmen läßt! Vielleicht kennst Du das, wenn Du Zeit hast, den Himmel zu beobachten? Ich versuche deswegen immer den Mond zu orten. Er ist heute in den Fischen, und das ist ja ein Gefühlsthema, nicht wahr? So können wir heute viel mehr mit Gefühl argumentieren, gestern war Verstand und Verwirrung dabei durch den Mond, der Jupiter-Neptun und Chiron im Wassermann besucht hat …

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Foto: Markus Termin ©

Ausdruck dieses Wandels, lieber Hermann, ist eben auch dieses kleine „Astrologische Stundenbuch“ in dessen „virtuellem Raum“ sich unsere Botschaften begegnen.

Für Dich als Nürnberger aus der Bücherstube Martin in der Krelingstraße gilt folgende Verabredung: wir treffen uns zum Kaffeetrinken an dem Symbol-Ort der Wandlung des Fische-Zeichens durch Uranus, und damit all dessen, was diesem Zeichen angehört. Einladen tun wir auch alle anderen Nürnberger Astrologen, die diesen Blog lesen und wer sonst kommen mag: jenem Cafè in der Stadtmauer an der Hallerwiese, welches genau dort eröffnet wurde, wo vorher eine öffentliche Bedürfnisanstalt ihre mitunter elektrisch wintergewärmten altgedienten Räume hatte. Dann wurden die Räume eine Weile stillgelegt, komplett renoviert und jetzt hat dort ein Café eröffnet, in das plötzlich die Schönen und Reichen der Stadt gehen, als hätten sie nur auf einen solchen Ort gewartet. Die Lage ist auch traumhaft. Direkt vor der Haller-Wiese.  Dies ist so ein von Dir zu Recht verlangtes konkretes Bild. Die ganze Wandlung dieses Ortes als Prozess!

Es gibt nämlich da drin jetzt ein neues Cafè in der Mauer, einzig der Weg davor ist ein wenig staubig, wenn es lange nicht feucht war. Die Zeitungen sind exzellent sortiert, viele kommen tatsächlich wegen der Zeitungen, einem Wasserman-Thema.

Der Ort selbst ist nach alter Tradition ein Fische-Thema. Und Kaffee sowieso. Die Zeitungen gehören dem Wassermann. Die Mauer selbst aber ist Saturn, und zwar in der Jungfrau, denn es ist wirklich ausnahmsweise eine nützliche, sogar eine hohle Mauer, die sich Dank des Designs eines genialen, karibisch  (Saturn) inspirierten Innenausstatters auch wie ein Fische Thema anfühlt, weil gebrauchte Materialen praktisch ins Holz gearbeitet sind (Chiron, Heilung).

IMG_0499Foto: Termin ©

Um ganz konkret zu bleiben: auch eine zweite öffentliche Bedürfnisanstalt in Nürnberg wurde verwandelt. In eine Gallleriieee! „Künstler-Automat“ nennt es sich: man wirft einen Euro in einen Schlitz und bekommt ein multimediales Kunstwerk vorgeführt. Genial.

Und oben, die Stadtbibliothek? wird ebenfalls – Fische-Ort – verwandelt im Zeichen der Strukturerneuerung (Saturn, Jungfrau, Bibliothekswesen, etc.)

So habe ich Dir, lieber Hermann, nun drei Beispiele für oberes Bild gegeben, gemäß dem Zeitpunkt, zu dem ich Nanyamkas freundliche Frage behandeln konnte, die ja, Du weißt es, im Wesentlichen der Planeten-Kostellation von gestern entspricht, nur dass eben Nanyamka nun auch durch die Frage und einen Zeitpunkt ein Horoskop mit Aszendentenaussage und Schwerpunkten zu meiner Saturn – Uranus Betrachtung uns bietet und wirklich passenderweise der Mond im Zweiten Haus (Wirklichkeit) mit Uranus steht, und uns also auch dieses Horoskop sagt, dass eben Uranus, auch wenn zur Zeit rückläufig, im Substanz, Wirklichkeits-Haus, dem zweiten, steht. Damit zeigt ja das Horoskop, und damit die Astrologie hier ohne Mangel aber mit dem Einsatz ihres Konkreten, dem Horoskop, ein verständliches Bild gemäß meiner gestrigen Behauptung (der, zugegeben ungeheuren):

Noch immer ist der Mondknoten dort im Wassermann, ist aber dabei, in den Steinbock zu wechseln. Aus der Dualität wird Struktur. Beispiel: Bundestagswahl. Massen: Fische-Zeichen. Lebensbedingungen: Saturn. Die Dualität? Die große Koalition.

Poetry

Die Befreiung im Zeichen der Fische

51_Fisch_640x480_1Aquarell mit freundlicher Genehmigung des Künstlers Martin Rolke ©

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist natürlich ein ungeheurer Anspruch, zumal, wenn das ein Fisch sagt. Aber es ist nun einmal so. Warum? Weil Uranus in den Fischen steht, er ist der Befreier und bald nähert er sich dem Zeichen des Aufbruchs, dem Widder, dem Zeichen des Neuen Anfangs durch göttliche Inspiration. Dann wird Widder, der rückblickende Anfang, die Rolle im Kreisverbund übernehmen.

Was Uranus, der mit seiner Wiederauferstehung in der Astrologie einen Zyklus der Regeneration durchlaufen hat, aus den Fischen zur Befreiung vorschlägt, wird bereits umgesetzt. Astrologisch gesehen ist das ja um so stärker, je mehr Planeten die Rezeption von Uranus und Neptun, also die Verbindung von Uranus mit zweien seiner Söhne (und einem Enkel, Chiron), unterstützen. Gestern war  zu Jupiter und Chiron noch der Vollmond dabei!

Im Klartext bedeutet dies, dass ja Uranus zu seiner Verstärkung im Tauziehen mit dem hölzernen, aber stabilen Saturn in der Jungfrau  alle Wassermann Planeten mit dazu bekommt. Und freilich peitschen da die Wellen hoch. Uranus jedoch, gewillt, zu siegen, wird im Widder aus dem kardinalen Zeichen weiter mit Saturn ringen, der in der Waage ebenfalls sehr stark wird, denn er steht kardinal und – wie die Alten sagten – in Erhöhung. Spannende Sache das! Aufmerksamkeit und Wachsamkeit ist die Tugend dieses Sommers und Herbstes. Auch der LHC soll ja wieder angeschmissen werden. Muss mir demnächst mal diese tollen Horoskope zum ersten Startversuch  (hier im Blog) anschauen. Venus und Mars um den AC herum, war´s nicht in der Waage, dem Zeichen des feinen Spiels?

Zu diesem Thema gehört meines Erachtens auch die Lektüre der Werke Rudolf Steiners, „Wahrheit und Wissenschaft“ und die „Philosophie der Freiheit“, zwei Standardwerke, ohne die unsere Gegenwartsherausforderung nicht zu verstehen ist. Und obwohl sie einfach sind, oder deswegen, sind sie doch schwierig zu lesen, vor allem auch da, wo Steiner in knappen Worten die vorhandenen Denkrichtungen skizziert, obwohl man es  nicht viel einfacher machen kann. „Wahrheit und Wissenschaft“ ist gerade mal ungefähr 90 Seiten lang. Und enthält doch den einen und wesentlichen Gedanken, der uns aus dem Kreislauf unfruchtbaren Denkens in die Fülle der Inspiration tragen kann. Zur Erinnerung:  Steiner war Fisch gebohren plus Konjunktion Neptun/Merkur in den Fischen (Mond, freilich, in der Jungfrau).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Ein Grundsatzstreit

Grundlagenforschung und Gesellschaft | Arte-Fakten | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Falls es jemand mitbekommen hat: es fährt der Atheisten-Bus durch Deutschland und Sympathisanten bzw. Unterstützer dieser Kampagne diskutieren gerade heiß im Sience-Blog von Jörg Friedrich (wie er dazu steht, ist mir nicht bekannt und hat damit auch nichts zu tun).

Ich selbst mische mich ab und an ein und zitiere hier meinen – ein wenig aus dem Zusammenhang gerissenen – Kommentar. Vollständig nachlesen und beteiligen kann man/frau sich unter oberem Link.

Aus astrologischer Sicht haben wir diese unglaubliche Konjunktion von Neptun/Chiron und Jupiter im Wassermann. Merkur dazu im Quadrat ergibt obige Diskussion (unter anderem, natürlich …). Warum? Es geht um eine Auseinandersetzung über die Wirklichkeit (Merkur im Stier)  von Ideologie und Glauben (Jupiter, Neptun, etc.). Und Merkur im Sextil zu Uranus läßt vermuten, dass wirklich was Neues daraus wird.

Was nun mit dieser Wassermann-Power ist, dass zeigt uns dieser Tage auch das Wetter. Vielen tut es nicht gut, sie sind erkältet. Der Wind scheint ungesund, Energie-aufzehrend. Was im Schwange ist, läßt sich kaum sagen, Steve Judd erwartet ein Ereignis:

Neptun Jupiter Chiron13.06.09 16:25, Nürnberg

Aus meinem Kommentar in Science-Blogs bei Jörg Friedrich:

„… dass Ihre Methodenkritik z.B. nicht die Astrologie validiert.“ Falls jemand hier der Ansicht sein sollte, mitlesende Esoteriker würden Herrn Friedrichs „Methodenkritik“ als Zustimmung zur Astrologie mißverstehen: nein, tun sie nicht. Und haben wir auch nicht nötig. Manche Esoteriker lesen die Sience-Blogs, weil sie sich für Wissenschaft interessieren, ohne ihr deswegen unkritisch* gegenüber zu stehen. Und jeder weise Mensch weiß außerdem, dass Wissenschaft und Geist sich nicht widersprechen, sondern – richtig betrachtet – ergänzen.

Es gab vor Ihnen eine Generation von Wissenschaftlern – Einstein, Heisenberg, Schrödinger – denen die positive Beschäftigung mit den Geisteswissenschaften – mitunter auch der Astrologie – eine Selbstverständlichkeit war.

Wir empfinden ihren sichtverkürzten Absolutheitsanspruch als bedrohlich. Ein gutes Beispiel ist ihr immer wieder vorgebrachtes Argument, man würde „Evolutionstheorie und Relativitätstheorie leugnen“ (schon ein Kalauer, zu bemerken, wie Sie hier klerikale Gesänge anstimmen, auch wenn Sie Dawkins heißen).

Führt man nun an, dass es Wissenschaftler gibt, die selbst sich dessen bewußt sind und dies auch schreiben, dass alle Theorien Werke in der Zeit sind und gewiss noch nicht der Weisheit letzter Schluss – und zwar weder die Evolutionstheorie noch die Relativitätstheorie (nach der sich übrigens, Ludmilla, mitnichten die GPS-Daten hochrechnen lassen, wie Sie behauptet haben, dazu sind diese viel zu fehlerhaft und müssen andauern korrigiert werden), wird man bei Ihnen wahlweise als „Schwurbler“, „Troll“ oder „Kreationist“ beschimpft.

Längst macht bei viel zu vielen Leuten das Gerücht von der Wissenschaft-Religion die Runde. Mal ganz davon abgesehen, dass allein schon die Kongruenz oder Diskongruenz von „Theorie und Formel“ einerseits und der Realität andererseits aus rein historischen Gründen eine Lücke hat. Diese Lücke kann ohne Philosophie – hier bist Du ein Kandidat, Florian – nicht gefunden werden.

Für Dich auch ganz simpel: Was Du wissenschaftlich denkst kann niemals unabhängig von dem „Werkzeug“ sein, nach und mit welchem Dein Denken (Forschen) Ausdruck findet.

Nun hat uns Esoterikern die quantenphysikalische Forschung mit ihren beobachtbaren und nachweisbaren Phänomenen der Gleichzeitigkeit ein Werkzeug an die Hand gegeben, … (Anton Zeilinger zur String-Theorie: „Ich glaube nicht, dass die Lösung aus so einer Ecke kommen kann, sondern da geht es um grundsätzliche Neuformulierungen unserer Ideen (!, M.T.) von Zeit und Raum“) … mit dem wir gegenüber Ihrer oft bedauerlichen Sturheit ein auch von Ihnen zu akzeptierendes Argument an der Hand haben, Sie um eine neue Bescheidenheit zu bitten. Tun Sie es.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Suche „nach dem Ursprung des Universums“ auf dem Grund der Mathematik. Hier werden halt grundsätzliche philosophische Fragen berührt: „Warum scheint es möglich, die Wirklichkeit annäherungsweise mathematisch zu beschreiben?“ „Was sind Zahlen: Teil der Wirklichkeit, Teil des Geistes, Modell, Symbol, Ding, Hilfsmittel, Magie?

Solange sie in Ihren jeweiligen Disziplinen der Meinung sind, sie könnten – mit oder ohne CERN – grundsätzlich solche Fragen, wie die nach dem Ursprung des Universums klären, ohne vorher Gewissheit über ihr dazu nötiges geistiges Werkzeug zu haben (Stichwort: wasserdicht, Herr Berger) – also auch die Frage zuerst zu klären, welcher Art Sprung dieser Ur-Sprung ist – werden Sie bei Laien immer den oft berechtigten Verdacht erwecken, an der Erschaffung alberner Frankensteins zu arbeiten, nada más.

* kritisch wegen der leider üblichen Vermischung wissenschaftlicher und militärischer, bzw. profitmaximierender Überhänge, Automatismen.

Mundan

Mexico und Chiron

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, 20:48 -bislang hat Chiron keine Heimat gefunden. Ich bin mir jedoch sicher, dass er der „neue“ Zusatzregent des Schützen ist.

mexico-wappen

„Sieben Arara“ ist das oben nicht, sondern ein Adler, der eine Schlange auf einem Kaktus frisst. Das sind gleich drei Pluto-Skorpion Symbole: Schlange, Adler (altes Skorpion-Zeichen) und Kaktus (Skorpion, Mars, Saturn). „Sieben Arara“ jedoch ist der Name für den Vogel, der auf dem Weltenbaum (die Milchstrasse) sitzt und aller Wahrscheinlichkeit in der Mythologie der Ureinwohner (Maya, Azteken, Tolteken …) das „Siebengestirn“ der Plejaden darstellt.

mexico-plus-transite

Gründungshoroskop von Mexico (31.01.1917 16:00 Queretaro, Mexico (innen) und heutiges Horoskop, 25.04.09 (außen)).

Wir sehen hier, wie Uranus direkt über Chiron geht, der – als Schütze-Regent – das Haus 6 des Staates Mexico beherrscht, also Gesundheit und praktische Lebensbedingungen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Länder

„No Problem“ auf Jamaika

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, 20:17 – unten das Wappen Jamaikas, das auch auf den Münzen zu finden ist. Das erste Mal seitdem Usian Bolt (Löwe) in Peking alle hinter sich gelassen hat, taucht die Insel wieder in den internationalen Schlagzeilen auf:

Jamaica Gleaner News Online – Monday | April 20, 2009

Allerdings negativ. Ein zwanzig Jahre alter dummer Junge wurde nach acht Stunden Geiselnahme auf dem Flughafen von der Polizei überwältigt. Grund für uns, sich mal das Horoskop dieses schönen Landes anzugucken.

wappen-jamaikas

Außen die aktuellen Transite, im inneren Kreis das „Geburtsbild“ Jamaikas vom 6.8.1962 9:38 EST Kingston:

jamaica

Schon mal bemerkenswert, dass Jamaika eine Löwe-Sonne ist. Es gibt auf Jamaika, soweit ich weiß, im Papine-Tiergarten, einem Stadtteil von Kingston, einen altersschwachen Löwen, ansonsten aber ist der jamaikanische Löwe eher dieses Symbol:

flagge-ethiopia

Dies ist die Flagge Äthiopiens und der letzte Kaiser Äthiopiens, Haile Selassie …

haile-selasie1

… der 1975 von seinem kommunistischen „Nachfolger“ oder dessen Schergen ermordet wurde, ohne dass dies zu nennenswerten Verbesserungen für das äthiopische Volk geführt hätte, wird von einer für unsere Begriffe merkwürdigen Minderheit/Mehrheit (so ganz gewiss ist das nicht) als Gott verehrt.

Im Horoskop Jamaikas ist deutlich die markante Venus-Opposition. Und natürlich die Mondknotenopposition. Venus im 12. Haus in der Jungfrau eines Landes steht für Schwarzgeld. Tatsächlich beläuft sich der Schuldendienst des Landes auf 60% (!) des Staatshaushalts. Bei uns vielleicht auch bald, wenn wir eine Jamaika-Koalition bekommen? Das heißt im Klartext, dass dem Land 40% der Einnahmen übrig bleiben, um alles zu bezahlen: Straßenbau, Schulen, Beamte, etc. Wenn das Alles wäre, dann wären die klugen Jamaikaner längst verhungert. Doch der kurze Auftritt des „armen Schweines“ von jungem Burschen (der jetzt wohl für Jahrzehnte unter üblen Bedingungen im Knast verschwinden wird) ist symptomatisch für die show-biz-Qualitäten des ganzen Landes: im Prinzip wurde Jamaika als Ganzes schon lange gekidnappt. Und zwar von seinen Schuldnern und den Kriminellen in Amt und Würden, die sich mit diesen den Reibach teilen. Die einfachen Leute – der tägliche Lohn einer Kaffee-Pflückerin reicht nicht für ein Toastbrot made in the USA – haben sich in einer Schattenwirtschaft eingerichtet, welche de facto wohl den eigentlichen Staatshaushaushalt ausmacht. Der Waage-AC des Landes scheint dafür zu sorgen, dass es insgesamt recht friedfertig bleibt. Waage-AC jedoch wiegelt vielleicht den halben Globus auf, und wenn einer fragen sollte, wer den Rhythmus macht, nach dem auf der Welt die Puppen tanzen – Staatsverschuldung hin oder her – dann wird ihm jeder mit Durchblick antworten: der stammt aus Jamaika. Wie ein brodelnder Vulkan bedient die Insel die Welt preisgünstig mit Rhythmen (die geheime Botschaften enthalten). Und immer wieder wird Babylon (das Synonym für die Unmoral unseres westlichen Systems) in Flammen gesungen. Ein anderer Agitator, der heute Geburtstag hat – ebenfalls mit Waage-AC – hat dies auch getan. Kann man diese Fertigkeit mit Mars in Haus 9 im Zwilling in Verbindung bringen? (Lehrer im sprachakrobatischen Underground-Dub?) …

Sicher ist, dass die Sonnenstellung in Haus 11 so etwas ist, wie ein angeborener Public-Relations-Manager. Mit Venus und Mars aktuell in Opposition zur eigenen verborgenen (in Haus 12) Venus allerdings ist voll daneben gegangen: negative  Pe-Err.  Venus als Herrscherin des Waage-AC ist damit auch – glimpflich – oppositionell herausgefordert.

Grund genug, sich auf den Neuanfang einzustellen, den das Land braucht, wenn Saturn in die Waage geht.

Doch ist auf Jamaika die Hauptsaison zur Regenzeit, wenn bei uns Winter ist. Alle Dinge laufen daher fast auf dem Kopf. Regen ersetzt dort zwei mal täglich die Dusche: „No Problem“ – war bis vor kurzer Zeit ein stehender Begriff des optimistischen Weltbilds, was aber, wie Andy Jefferson, ein bekannter Maler, schreibt, leider der Vergangenheit angehöre: „One Love is a thing of the past.“ Hoffen wir, daß das nicht stimmt, und wenn, daß sich bald wieder Freundlichkeit ausbreitet.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Erdbeben in Italien

Nürnberg,  21:05 – es ist nicht immer so, dass Mars und Saturn zu Erdbeben eine Opposition bilden, wie am 06.04.09 um 3:32. Allerdings habe ich sofort ein Erdbeben gefunden, welches ebenso eine Mars-Saturn Opposition aufweist:

1755_lisbon_earthquake

Erdbeben in Italien:

erdbeben-italien

Jenes verheerende in Lissabon vom 01.11.1755 um 09:40:

erdbeben-lissabon

Beim Tsunami in Thailand (nicht abgebildet) war es die Opposition Chiron- Saturn gradgenau und beim Erdbeben in San Francisco vom 18.04.1906 um 05:12 die Opposition von Uranus und Neptun:

erdbeben-san-franciscoWas läßt sich daraus verstehen? Nicht nur der Mond, sondern alle Planeten und Himmelskörper üben eine Kraft aus. Auf unterschiedliche Weise ziehen, dehnen, strecken, pressen sie an der Erde und diese an ihnen je nachdem wie das kosmische Uhrwerk rhythmisch gelagert ist.

Im Grunde genommen wäre dies ein klassisches Betätigungsfeld für die Astronomie als Hilfwissenschaft der Geologie, doch die tut sich  schon schwer, dem Mond einen Einfluss auf unseren Körper zuzubilligen.

Sie hütet sich jedoch, diese Aufgabe zu besorgen, denn die Mittel ihrer Vorhersage sind begrenzt: sobald sich mehr als zwei Körper zueinander im Raum verhalten, werden die Berechnungen kompliziert bis unausführbar.

Nirgendwo sonst, als bei dem Anliegen, Katastrophen vorherzusagen und zu begegnen, vermißt man so schmerzlich eine intakte Wissenschaft. Eine Wissenschaft, die frei von Dünkel und Arroganz die Weisheit alter Zeiten ebenso ernst nimmt, wie die Informationen der neuen Zeit. Die es nicht als Hauptaufgabe betrachtet, andere Sonnensysteme zu erforschen, sondern erst mal unser eigenes zu verstehen. Die bereit und in der Lage wäre, mit Tieren keine Versuche anzustellen, sondern sie mit ihren Fähigkeiten, Dinge vorauszusehen ernst nimmt und wenigstens versucht, sie zu verstehen. Man hat in Freiburg im Breisgau im Stadtpark einer Gans ein Denkmal gesetzt, weil sie Fliegerangriffe voraussah, lange bevor irgendein Warnsystem anschlug. Kein Mensch bei klarem Verstand zweifelt an der Realität solcher und Unmengen ähnlicher Phänomene, unsere Wissenschaftler tun es meist. Oft hilft es schon, wenn sie einen Hund haben, dass sie kein ganz so hohes Ross reiten.

Für die Astrologie ist klar, welche Kräfte bei solchen Ereignissen nicht nur am Erdball arbeiten, sondern an unserm Körper und Astralleib ebenso. Es sind  körperliche und geistige gleichermaßen. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Statt die künstliche Spaltung von Geist und Materie auf  immer zementieren zu wollen, wäre es mehr als wünschenswert, wenn Wissenschaft und Astrologie gemeinsam daran arbeiten würden, sie zu überwinden.

Dies setzte ein neues Bewußtsein einer „Harmonia Mundi“ voraus und ist nur zu leisten mit dem Wissen und der Kraft, dass Menschen nicht nur materielle Körper, sondern spirituelle Wesen sind. Geist ist Realität. „Das denkende Staubkorn“ Fiktion.

Wir begegnen also in unserer Zeit dem absurden Phänomen einer zwar detailverliebten, aber in manch entscheidenden Menschheitsfragen mut- und kraftlosen Naturwissenschaft, die sich den wahren Problemen aus Unkenntnis des Zusammenhangs von Allem mit Allem nicht stellen kann. Die sich in Simulation und Fiktion verliert (man betrachte nur mal den Mix aus Realität und Animation bei der Präsentation der Hubble-Aufnahmen).

Das hindert sie jedoch nicht, im Herbst wieder den LHC anzuschmeißen, um zu schauen, ob sie nicht doch – Zauberlehrlinge – ein kleines Schwarzes Loch basteln können? Und das wahrscheinlich zum Pluto-Saturn Quadrat. Ich hoffe nur, beim nächsten Versuch ist der Kasten Schrott und kein Politiker hat mehr Milliarden für diesen Menschen verachtenden Leichtsinn übrig.

Zur Erinnerung: alle Körper des Weltenraumes schweben „frei“, ihre gegenseitige „Beeinflussung“ ist die Bedingung ihrer Bahn. Daher kann auch von „Beeinflussung“ von z.B. Mars und Saturn gar keine Rede sein. Denn während üblicherweise Naturwissenschafter rundheraus leugnen, dass so etwas sein kann, ist dem manchmal doch nicht so üblen gesunden Menschenverstand klar: es handelt sich nicht um „Beeinflussung“ sondern um sensibelste Bedingtheit; um ein Miteinander der Planeten und Himmelskörper, für welches uns Metaphern fehlen, weil wir selbst, ganz anders, wie diese, auf vermeintlich festem Grund stehen. Gibt es ein Erdbeben, werden wir daran erinnert, dass dem nicht so ist. Der „Grund“ auf dem die Planeten und Himmelskörper stehen, ist ihr eigenes Sich-zueinander-Befinden. Die Kraft „zu sein“ und „zu beeinflussen“ ist eines. Daher können, so gewaltig die Massen sein mögen, kleinste Verschiebungen riesige Wirkungen haben und jedes Teil verschiebt logischerweise in seiner Bewegung alles andere mit, wenn auch mitunter unmerklich.

Ereignis, Mundan

Sehr alte Diskussion

Nürnberg,  15:30 – Unten das Horoskop der Expedition Sir Arthurvans Eddington vom 29.05.1919 auf der Afrika vorgelagerten und damals noch zu Portugal gehörenden  Insel „Principe“.  Ich möchte anhand dieses Horoskops einmal darstellen, wie synchron die Sternenwissenschaften wirklich arbeiten, obwohl sich die Astrophysiker – meines Erachtens zu Unrecht – darüber beschweren, wenig zu verdienen und auch – zu Recht – sich darüber beschweren, in prekären Verhältnissen leben zu müssen.

Wer glaubt, diese Diskussion sei neu, lese  bei Claudius Ptolemäus (ca. 100 n. Chr.) …

claudius-ptolemaus

… – Κλαύδιος Πτολεμαῖος – seine Verteidigungsschrift gegen die   Gegner der Astrologie:

„Ich stehe also auf der Behauptung: Vorhersagung – zwar oft täuschend, ist möglich und der eifrigen Hingebung wert. Ebenso ist die Lehre von Abwendung des Übels, weil sie zwar nicht alles, doch einiges, sei es groß oder klein, abwehrt, mit Fleiß aufzunehmen und für großen Gewinn zu achten.

Dieser Meinung waren auch die Ägypter, welche diese Kunst am eifrigsten getrieben. Sie haben mit astronomischen Vorhersagungen immer die Arzneikunst verbunden. Nimmermehr hätten sie Sühnungen, heilige Abwehrungsgebräuche und Gegenmittel angewandt gegen zukünftiges und gegenwärtiges, allgemeines und besonderes Ungemach, wenn sie die Meinung gehabt, es lasse sich nicht abwehren, nicht wegbringen. So aber galten ihnen die Mittel, so nach der Veranstaltung der Natur eine gegenwirkende Eigenschaft besaßen, als ein zweites Fatum und ihnen gesellten sie die Vorbedeutung bei: dies war die Wissenschaft, genannt Jatro-Mathematik, Verbindung der Arznei-  und Messwissenschaft, aus dem Gestirn Temperament, Erfolg und Ursache zu finden. Ohne diese Kenntnis wirkt oft auch die Arznei nicht, (als nicht gleichmäßig auf alle Körper und in allen Krankheiten wirkend); aus der Arzneikunst zur Abwehrung kommender Krankheiten und gegenwärtiger, sichere, soviel als möglich, wie es dem einzelnen dient oder zuwider ist.“

Ihr seht als, schon vor knapp zweitausend Jahren bedurfte es einer streitbaren Einleitung für das „Tetrabiblos“, wohl auf Umwegen über die maurischen Andalusier zu uns gelangt. Für Kepler war es nicht anders, so dass er sich genötig sah, eine Streitschrift mit dem Titel „Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie“ (Chiron-Verlag) zu verfassen. Und so weiter. Bemerkenswert ist aber an obigem Ptolemäus-Zitat sein Verweis auf wesentlich älteres Wissen astrologischer Art, als sein eigenes, welche manche geneigt sind, für ursprüngliches astrologisches Wissen zu halten. Selbst im Nazi-Deutschland spielte die Astrologie eine umstrittene Rolle, einerseits wurde sie bennutzt, andererseits AstrologInnen auch verfolgt.

Diese Sonnenfinsternis belegt sehr gut den ursprünglichen Zusammenhang der Astrologie mit der Naturwissenschaft Astronomie, Physik, Kosmologie. Was ist der Hergang? Einstein hat nach der Allgemeinen Relativitätstheorie – schon das verwirrende Wortspiel „speziell“ und „allgemein“ ist ein Stolperstein am Eingang dieses Tempels,  wo wie damals in Delphi eine Formel in den Stein gemeißelt ist:

E =Masse mal Beschleunigung Quadrat

relativitatstheorie-bestatigende-sonnenfinsternis1

In Plutarchs Essay „Was bedeutet das „E“ über dem Eingang des Apollon-Tempels zu Delphi“ berichteten späte Priester des Heiligtums, also Eingeweihte, über  tastenden Versuche, den Sinn dieser Inschrift zu begreifen.

„Erkenne Dich selbst“, ist das, was Apollon über dem Eingang zum Tempel bekanntlich noch empfiehlt. Bei Einstein wird aus dem „E“ des Sonnentempels die Formel von der Äquivalenz einer Masse und Energie. Daraus entstand als erste konkrete Anwendung die Atombombe.

Völlig unzufällig wird der “Beweis” für die Theorie, Licht lasse sich durch Raumkrümmung ablenken, bzw gehe diese mit in einer messbaren Kurve um die Sonne, während einer Sonnenfinsternis bewiesen, wo eben Venus sichtbar war und es parallaxenmäßig nicht sein sollte.  Zumindest ergibt sich ein Hinweis., der im Rahmen dieser Theorie interpretiert werden kann. Nun sind Sonnenfinsternisse seit alters her starke astrologische Indikatoren. Schauen wir uns die Beweis-Sonnenfinsternis genau an:

Erst mal sehen wir die Achse Haus 3/9 in die Finsternis integriert, und aufsteigen tut Waage, so daß die Venus maximal verstärkt wird durch Jupiter, der in seiner Erhöhung steht. Daraus läßt sich ersehen, wie groß die Bedeutung dieser Finsternis ist.

Doch nun kommt hinzu: Pluto bildet ein Quadrat zu Chiron. Und Pluto ist der höchste Planet! Dies ist die Verletzung in Haus 7 durch Chiron. Die Verletzung der Menschheit durch die Bombe. Der Waage AC ganz am Anfang zeigt den Beginn einer langen Phase, die diplomatische Bemühungen erfordert, wie das der Waage entspricht. Allem voran aber spiegelt die Sonnenfinsternis selbst in ihrer Apollon-Analogie eine starken astrologische Aussage – den König zu stürzen, der hier im Haus 9, dem des Wissens und der Weisheit steht. Und es soll ein neues Wissen – Mondknoten Haus 3 im Schützen daraus hervorgehen, bei dem Weisheit (Schütze) auf der Kommunikationsebene des dritten Hauses stattfindet. Wir werden auch in diesem Jahr eine starke Sonnenfinsternis haben, die beispielsweise über China sichtbar sein wird, hier jedoch fast ebenso wirkt. Traditionell sehen die Chinesen eine Dynastie wechseln. Dies aber nur bei starken Aspekten zum Horoskop. Dazu die Tage mehr!!

Es wird also für den Beweis der Formel ganz intuitiv magisch ein astrologisch gültiger Schlüsselzeitpunkt gesucht, der dem Ereignis der Schöpfung eines neuen Weltbildes angemessen ist. Hier sehen wir an diesem Sonnenfinsternispunkt, wie die Königin – die Physik –  sich von der Druidin Astrologie krönen läßt. Als Sonnenfinsternisereignis findet der Entsatz des Alten statt; das neue Wirklichkeitsbild wird an der Quelle alles Bildhaften, der Sonne, Maß genommen. Und logged sich wie von selbst dabei in den Bedeutungs-Kanon der astrologischen  Tradition ein. Natürlich haben sich Astrologen und Astronomen dazu nicht verabredet. Ebenso wenig, wie zur Benennung der Planeten. Doch es hier vielleicht, wie bei Pluto. Man hat ihn in der alten Alchimisten Metropole Prag aus dem Planetenstatus verbannt, und seitdem ist immer wieder zu hören, er sei ja auch gar kein so großes Objekt in diesem Planetoiden-Gürtel, die nun nach Pluto benannt sind. Es wird dabei jedoch nie erwähnt, dass Pluto gar kein Einzelkörper ist, sondern einen dermaßen großen Begleitkörper – Mond – um sich hat, dass er eigentlich ein Doppelplaneten-System ist, welches permanent und sehr regelmäßig um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreist. Daher muß man die Gesamtgröße dieses Planetensystems Pluto – Charon anders veranschlagen.

Fotos, Geschichte, Weltbild

Planeten sind Lebewesen

img_1699Foto Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

was kann ich mir darunter vorstellen? Was soll es bedeuten, dass Planeten lebendig sind? Können sie gebähren? In der alten Mythologie, das heißt in den Erzählungen von GöttInnen und Heroen und Königinnen und göttergeleiteten Helden und natürlich der Menschen und Tiere, sogar der Zeichen aus den Weissagungen – die der spannendste Teil von der Geschichtserzählung des Herodot sind, da können sie tatsächlich gebären. In der Mythologie der Hellenen gebären leibhaftige Götter-Wesen aus merkwürdigen Schöpfungsmythen göttliche Kinder. Götter-Wesen, die Planeten-Namen sind. Hermes zum Beispiel ist ein Sohn des Zeus, und daher astrologisch dem Jupiter nahe. Seine Mutter war bezeichnenderweise Maia, eine Titanen-Tochter! Die Wesen aus der alten Welt in „Herr der Ringe“. Für uns ist er der römische Merkur, eine ganz andere Wesensfarbe desselben wandlungsfähigen Gottes.  Dieser Herodot nun, ein gelehrter griechischer Schreiber der Historie, der tatsächlich noch selbst – barfuß gleichsam – nach Ägypten reiste, als Ägypten noch ägyptisch war, erzählt uns die Geschichte der Perserkriege.

Ein Herakles-Held ist eben im Kino auferstanden. Es ist Mr. Manhatten, ein blauer menschlicher Superheld – er strahlt blau wie lichternde Energie. Die Figur entstammt den Comics Allan Moores und Dave Gibbons, die eben ganz besonders coole Geschichten geschrieben und gezeichnet haben. Sie übertreiben sowohl die Geschichte, als auch die Emotionen drastisch. Doch das gehört zum Genre.

Dr. Manhatten, der melancholische Superheld, der durch ein Experiment verändert wurde: Albtraum eines jeden Wissenschaftlers: er wird während eines flüchtigkeitsfehlerhaften Versuchs in einer Experimentalkammer eingesperrt – als normales Wesen, das nicht mehr entkommen kann, denn die Uhr läuft. Da verwandelt er sich im Energiegewitter durch eine  schmerzhaften Prozedur, bei der er zunächst in alle blauen Einzelteile zerlegt wurde, sich aber dann nach drei Tagen, wie durch Auferstehung, zu einem neuen blauen Superhelden zusammensetzt. Das klassische Bild einer Einweihung durch Tempelschlaf.

Dieser Superheld hat einige der Attribute, die auch in 300, dem Film über die Spartaner bei den Thermophylen, zu Frank Millers, Allan Moores und Dave Gibbons Comic-Code, seiner wiedererkennbaren und beeindruckenden Phantasie-Sprache gehören: die Darstellung von Riesen-Wesen mit Kräften und Proportionen, wie der Koloss von Rhodos, als hätte es, dermaleinst, Riesen gegeben?

Dr. Manhatten, der geistverwandelte Wissenschaftler, der als makelloser, superblau strahlender, unverletzlicher Held mit weißen Augen und einem dritten Auge auf der Stirn, welches sich Dr. Manhatten, der Über-Held, als  einen perfekten Kreis sich selbst auf die Stirn zieht, mit einem perfekten Punkt in der Mitte, erleben wir erleuchtet und stark, aber auch irgendwie überdrüssig.

Dieses Kreis-ziehen auf der Stirn ist die erste Geste eines durch Metamorphose neu-geborenen Wissenschaftler-Wesen, dessen Kraft-Entfaltung viel von Herkules und viel von Hermann Hesses „Glasperlenspieler“ hat. Ein Buch übrigens, dass es sich zu filmen lohnte!

Nun geht aber die Handlung weiter: Dr. Manhatten ist umgeben von einer ganzen Bande aufregender Superhelden, die jeder für sich eine bestimmte Stärke haben. Miss Jupiter, das perfekte Pin-Up-Girl: kann gut Karate. Mir als Astrologen gefällt natürlich der Name! Ein Problem hat man mit „The Commedian“ – spätestens, wenn er gezeigt wird als der Kennedy-Mörder. Hier greift ein Element des Fiktionalen: ein riesiger blauer Orgon-Superheld-Herkules, den die Liebe auf dem Planeten hält, obwohl er den Mars schöner findet. Tolle Liebesszenen mit ihm und der Tochter von Miss Jupiter. Und er ist dabei blau und splitternackt, und man sieht alles, wobei der Körper übermenschlich perfekt dargestellt ist. Jüngere Menschen, die den Verlauf der Geschichte nicht wirklich kennen, werden in diesem Film auch nicht wirklich durchblicken.

Jedoch: als dieser Dr. Manhatten einmal – wie jetzt Barack Obama – in eine Fernsehshow geholt wird, da ist er in der Lage, sich zu kleiden, alles fliegt ihm – telepathisch gesteuert, wie einem Zauberer zu. Dieser Mann kann alles: er ist superstark, er baut magische Maschinen, trägt und hält – vielleicht ist er deshalb nackt und potenzgestört – das moralische Gleichgewicht der atomaren Abschreckung aufrecht, wie Atlas das Gewicht der Welt.

Und wird dabei auf sehr amerikanische Art zynisches Opfer eines Tricksers, der ebenfalls zur Superheldenrige gehört, und ganz offensichtlich Hermes ist, der Dieb – und: Merkur, der Händler. Hermes alias Mr. Superschlau ist ein Mega-Geschäftsmann geworden. Doch ganz allein Dr. Manhatten ist ein wahrer Held, der – wegen enttäuschter Liebe – die Galaxie wechselt.

Immer findet mißglückte Wissenschaft („I am Legend“, düstere Fiktion als Vorwegnahme der Finanzkrise) in Manhatten Boden: es gibt ein Manhatten-Projekt, und auch King-Kong muß dort sterben. Dr. Manhatten hat ein Glasmandalaspiel auf dem Mars. In einem barbarischen Akt öffentlicher Kastrationsmetapher hat man dann das WTC geopfert: in Manhatten. Große Wellen kommen dort am „The Day after“ an. Manhatten bleibt also, obwohl es längst höhere Türme gibt, der Mythos der aufstrebenden Menschheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus