Afghanistan: wie den Scheiß-Krieg* beenden?

Liebe Leserinnen und Leser,

im Grunde genommen kenne ich seit meiner Jugend über dieses Land keine andere, als Kriegsnachricht. Trotzdem will ich mich als einfaches Mitglied meines Volkes bei den unschuldigen Opfern entschuldigen.

Zunächst einmal gab es dort einen Bürgerkrieg.  Noch viel früher waren die Engländer dort und mußten das Land wieder verlassen.  Dann meinten die Russen einschreiten zu müssen, weil sie, wie im kalten Krieg üblich, von einem sozialistischen Brudervolk zur Hilfe gerufen wurden.

Dies wurde uns als perverse Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Afghanistan dargestellt.

Tapfere Mudjahedin wehrten sich damals in unseren Nachrichtensendungen hinter primitiven Sandsäcken jahrelang aus ihren Berghöhlen gegen die Russen, bzw. Sowjets, alles arme Schweine, die von ihren Generälen gezwungen wurden, im Ausland Krieg zu machen und Minen in Kinderspielzeug zu verstecken.

Waffen bekamen die Mudjahedin, die Freiheitskämpfer aus dem Westen, also auch von uns, und das war ja wohl das Mindeste. Sie sahen praktisch genau so aus, wie wir uns jetzt einen Taliban-Krieger, einen „Aufständischen“, wie es neuerdings heißt,  vorstellen anhand der vielen Fotos, die es gibt.

Und tatsächlich, sie jagten die Russen weg.  Noch niemand hat dort je gesiegt. Kann Präsident Obama das? Wie konnte es passieren, dass die Kinder der Mudjahedin Feinde wurden?

Denn diese Mudjahedin hatten sicherlich Kinder, sogar eine Bevölkerungsexplosion! Und ich glaube, die nennen wir „Taliban“. Der offizielle Sprachgebrauch ist mittlerweile von „Terroristen“ in „Aufständische“ gewandelt, was überhaupt nicht passt?! Oder wird hier bereits unser Unterbewußtes auf einen abermaligen Metaphernwandel in der Betrachtung unserer „Gegner“ vorbereitet?

„Aufständische“ wird im westlichen Sprachgebrauch mit „gerecht“ in Verbindung gebracht. Unterwandern die „Taliban“ unseren Sprachgebrauch?

Im Zuge des jüngsten Wachpersonal-Perversionsskandals in Afghanistan, wurde unter anderem enthüllt, dass dort mehr private „Sicherheitsfirmenleute“ – nämlich 64 000 agieren, als reguläre  amerikanische Soldaten. Und diese Leute sollen einen Strategiewechsel vollziehen, anders werden?

Flagge AfghanistanFlagge Afghanistan

Ich glaube nicht, dass der Vergeltungsschlag aus der Luft, den wir als Volk zu verantworten haben, ohne Absprache mit der Regierung verübt wurde. Es heißt, die Deutschen, Oberst Georg Klein, hat bei den Amerikanern Unterstützung angefordert und sie bekommen. Die flogen dann mit Kampfjets dahin und bombadierten auf Bestellung das Ziel. Nun wird über Kommunikationsverbesserung debattiert. Brauchen wir den Krieg, um mit anderen ins Gespräch zu kommen?

Ich meine nun das blasse Gesicht von Kanzlerin Merkel besser zu verstehen. Fragt sich nur: warum? Zwei Tanklastzüge geraubt und in den Händen der Taliban ein gefährliches Werkzeug für Selbstmordattentate gegen die Bundeswehr vor den Wahlen? Dies ist die erste Geschichte, die uns zum Glauben aufgetischt wird.

In Wahrheit eine abgestimmte und konzertierte Aktion, wie ich vermute.

Nachdem die Tankerlaster unverschämterweise geklaut worden waren …

(hierzu keine Details in den Medien. Dennoch ist anzunehmen, dass die Deutschen, die schließlich auch die Luft-Aufklärung über Afghanistan übernommen haben, immer wußten, wo ihre Tanklaster unterwegs waren) Nachtrag 20:41 – die Laster steckten auf der Sandbank eines Flusses fest, wie berichtet wird. Sie hätten also überhaupt nicht als Waffe eingesetzt werden können. Niemand, der ein wenig Respekt vor der Natur hat, richtet auf dem Trinkwasserfluss, wie ich annehme, eine solche Grausamkeit an. Es wird auch von Grausamkeiten der Lastzug-Kidnapper berichtet: sie hätten die Fahrer geköpft. Angeblich liegen zwischen dem Kapern der Lastautos und Beschuss nur 50 Minuten.

… mußte man Stärke beweisen. Da es Deutsche waren, sollten sie ihren Job auch selbst machen. Nun zeigt mal, was ihr drauf habt, wenn es unvermeidlich ist! Wenn, dann gleich.

Nachtrag 22:06: und ebenso zeitgleich dazu kommt dieser Tarantino-Film in die Kinos, in dem Deutsche skalpiert werden.

So stelle ich mir das vor. Nun gibt es aber bereits Stimmen auf internationaler Ebene, die die Deutschen scharf kritisieren. Die waren nicht eingeweiht und sind empört. Das ganze eine Falle für Angela Merkel? Ausgerechnet vor der wichtigen Wahl nutzt die internationale Gemeinschaft eine vermeintliche militärische Zwangslage, in der sich die Deutschen in Afghanistan zu befinden glauben, sie wegen Grausamkeit unter gerade zivielen Opfern an den Pranger zu stellen, während doch vorher immer gespottet wurde, die Deutschen würden den Krieg meiden. Wie „ungeschickt“ (hier kann man auch  unmenschlich schreiben) muß man/frau sein, oder welche Absicht verfolgt man/frau, wenn jetzt, vor den Wahlen so etwas gemacht wird?

Afghanistan

Afghanistan 14.08.1747 12:01 Kandahar: Quelle Astrotheme

Im Horoskop von Afghanistan sehen wir Mars, Pluto und Mond im Skorpion am Aszendenten. Die Sonne im Löwen steht dazu im Quadrat. Die Herrschaft ist alt, aber unglaublich stark! Doch sie steht am Südknoten. In Konflikt mit dem Volk im Zeichen Skorpion. Die Zukunft, der Nordknoten, liegt im Haus 4.  Hier findet sich der Tempel des Hauses, die unterlegene Partei nach Wahlen, die Geburten, die ein Volk ausmachen. Es ist Wassermann, also das Zeichen des Geistes und der Freiheit. Doch mit so einem Sonnen-Gegengewicht ist das schwer zu erreichen. Man beachte die Konjunktion von Chiron und Merkur, gerade im Zusammenhang mit dem Strategiewechsel der Amerikaner, sich für Schäden verantwortlich zu fühlen und Entschädigung zu zahlen.

Afghanistan aktuelle TransiteAfghanistan innen, aktuelle Transite vom 05.09.09 außen

Denn über Chiron und Merkur steht aktuell die Sonne, wie wir oben erkennen. Innen ist wieder das Gründungshoroskop von Afghanistan, außen die Transite von gestern.

Obama und AfghanistanObama innen: 04.08.1961 19:24 Honolulu, USA – außen Afghanistan wie oben.

Nun ist es natürlich bemerkenswert, dass Obama ein Löwe ist mit Wassermann AC. Es könnte gut sein, dass es diesem Mann gelingt, den Frieden nach Afghanistan zu bringen. Allerdings ist er zur Zeit verunsichert, wegen den rückläufigen drei, die zur Zeit vieles bestimmen: Jupiter, Neptun und Chiron. Und das gilt ebenso für die afghanische Opposition, die wohl doch die Wahlen trotz Unregelmäßigkeiten nicht gewonnen hat. Die Transite für Obama und Afghanistan zusammen sehen wir unten. Doch wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf das Bild direkt über diesem Text lenken, können Sie sehen, dass Obama und Afghanistan eine gespiegelte Mondkontenachse haben. Obamas Nordknoten wohnt auf dem Südknoten Afghanistans und umgekehrt. Also eine karmische Verstrickung! Merkur-Chiron Afghanistans kommt ins Haus 7 von Obama zu liegen, also für Obama eine Du-Erfahrung mit einem ebenso intelligenten wie verletzlichen und verletzenden „Partner“.

Wir erlauben uns, von Präsident Karsai nichts zu halten, keiner will mit ihm fotografiert werden, Medien nennen ihn „Dealer“ und spielen auf den Opiumhandel seiner Verwandtschaft an. Abnehmer dieses Rohstoffes für Heroin ist der Westen. So wird der Krieg finanziert, das ist bekannt.

Als letztes Jahr die Frage aufkam, wie der Krieg dort zu beenden sei, war kurzzeitig von der FDP zu hören, man solle einfach das Opium kaufen, das wäre billiger. Und nahezu zeitgleich veröffentliche ein amerikanischer General den Vorschlag, die Opium-Händler in Afghanistan einfach abzuknallen. Er rief weltweite Empörung hervor und wurde, glaube ich, abgesetzt.

Obama, Afghanistan und TransiteObama, Afghanistan und Transite (wie oben)

Wer den Krieg dort beenden will, muß die Verbindung lösen, die den Krieg finanziert. Das geht keinesfalls mit militärischer Gewalt. Sobald wir in Afghanistan nicht mehr Kunde sind, findet das Volk Frieden. Also kann nur eine staatliche kontrollierte Drogen-Politik diesen Krieg beenden.

Astrologisch ist diese Luftattacke mit verheerenden Folgen der Ausdruck der Mars-Pluto Opposition mit Merkur (dem Lasterdieb) im Apix. Da Merkur rückläufig wird, zieht sich die Affäre über die ganzen Wahlen.

Klar ist: wir sind als Deutsche verantwortlich. Wir müßten um die Opfer dort genau so trauern, wie als würde es sich um  Opfer in unserem eigenen Land handeln. Einschließlich selbstverständlich der verletzten und getöteten Deutschen Soldaten. Der Verteidigungsminister ist jetzt schon als Bauernopfer aufgestellt. Vielleicht gelingt es uns, diesen Krieg abzuwählen.

* „Scheiß-Krieg“: Zitat Helmut Schmidt