a tempo, Astronomie, Geschichte, Kultur

Zu Wolfgang Held in „a tempo“ Mai 2015 „Vom Abschied zu Ankunft“

Lieber Master Held,

die alten Ägypter beobachteten das Phänomen der Präzession ebenfalls: es war keine neue Erkenntnis, herauszufinden, daß der Tierkreishintergrund sich bewegt. Tatsächlich muss ein Grund gefunden werden, warum er einen Anfang hat und von dort bis dort gezählt wird – die Sesshaftigkeit? Denn solange man/frau zieht, wie die Herden, wird die Jahreszeit – kosmopolitischer erlebt.

… und diesen Grund gibt es auch: es ist die Tag/Nachgleiche zu 0-Grad Widder im Frühling: aus diesem konkreten Ereignis – ich sage nicht „Datum“, denn das ist ja erst davon abgeleitet, ergibt sich die ganze Geometrie (bei zumindest relativer Sesshaftigkeit) …

Es kann aber sein, daß die alten Ägypter nicht die Präzession fanden, sondern einen Bezug zu Sirius, der Sonne nächster Stern, unserem Nachbarstern! Daß sie die Bewegung des Fixsternhimmels nicht sahen, ist ausgeschlossen. Aber sie deuteten es anders: sie sahen kein Kreisen, wie wir heute glauben, sondern ein Pendeln: man nannte es Trepidation und es gab exakte Aufzeichnungen davon, wie Herodot berichtet.

Die Galaxien im Hintergrund haben sich in der Messung als weiter entfernt erwiesen, der Zusammenhalt ist beweglich, deshalb ist der „siderische“ Tierkreis ein Irrtum: gerade der tropische Tierkreis ist so modern, wie der aus ihm entstandene Quintenzirkel …

Warum Irrtum?

Sicher nicht in der Hinsicht, als daß die Sterne/Galaxien einen wahren Bezug zum Hintergrund bilden. Wenn Jupiter vor dem Fixsternhintergrund der Zwillinge steht, fällt es der anthroposophischen Lehrerin schwer, vom Tierkreiszeichen Krebs zu sprechen, wo das Zwillings-Quadrat idealistisch so offenbar ist in Himmelserscheinung und Zeichen. Warum aber das Zeichen des Quadrats, des Tempels mit dem Zeichen Zwillinge zusammenhängen könnte, ist sie zu sagen nicht mehr in der Lage, doch auch das „Quadrat“ am Himmel gibt darauf nicht sofort Antwort – historisch gewiss – praktisch haben wir aber Krebs-Zeit: nicht Frühling mehr, sondern Sommer.

Robert Koch klärt es so: es sind ja, vor ca. 2000 Jahren fixiert, die Sterne im Hintergrund nach den Jahreszeiten-Sektoren der Erlebnis-Gegenwart benannt worden, nicht umgekehrt.

Heute fragen wir: welchen Halt haben wir im Kosmos? – sinnvoll, zunächst dort zu verbleiben, wo ein klarer Bezug gegeben ist: der Frühlings Tag/Nachtgleiche, aus der sich, in 12 Sektoren gerechnet, alles andere ergibt.

Denn das ist ja zunächst gewiss: unsere gnädig spiralende Bahn um die Sonne, deren Teil wir sind, wie sie das unsere mit all den anderen Götterplaneten und Sphären: ist als zentraler Bezugspunkt unserer kosmischen Raum-Orientierung die rhythmische Sicherheit, Zeitmessung: das Jahr ist – solange die Erde eine Bahn um die Sonne zieht – Maßstab der Zeit.

Das gilt auch noch im Zeitalter der Atomuhren, denn die können sich auch nur der Sekunde, also der Sonne angleichen. In diesen Maßstab der Zeit wuchsen die Mythen und Benennungen um die Konstellationen – oft Ereignisse darstellend – z.B. Phaeton … Krebs ist auf Ägyptisch Skarabäus, Löwe & Jungfrau dort vertauscht, etc. – das ändert aber nichts an unserer Astrologie, die Sonnen- also „Ich“-orientiert ist aus dem Verhältnis Erde zur Sonne.

Deshalb, lieber Herr Held, ist es meines Erachtens besonders irreführend, „die kosmische Heimat eines Planeten im stellaren Rahmen“  zu betrachten.

Nicht, daß es falsch wäre – es ist zutreffend – aber eben das Zutreffende verschweigt unter Umständen den entscheidenden Zusatz: auch nach Rudolf Steiner ist die „kosmische Heimat“ der Planeten das Tierkreiszeichen, das aus der Jahreszeit sich bildete: er beschreibt das in einem Vortrag (Siehe „Mensch und Sterne“) ganz genau: wie der Widder sich gebildet hätte als Symbol, der Wassermann, etc. der jahreszeitlichen Tätigkeit: und danach hat man die betreffenden Hintergrundkonstellation genannt. Sie nun versuchen, während es gerade gelingt, die Menschen auf den Bewußtseinsseelenpfad der Sonnen-Ich-Astrologie aufmerksam zu machen, den Blick in eine verflossene Epoche.

Das ist auch deshalb schade, weil gerade in der individuellen, psychologischen Astrologie dem Menschen ein Spiegel entstanden ist: es bildet nach tropischen Gesichtspunkten den wahren Charakter ab, das, womit er „angetreten“ ist auf seinem Weg vom Jenseits ins Diesseits, und zwar inklusive des neu entdeckten Chiron mit einer solchen Präzision, daß allein die praktische Charakterbeobachtung bis in die Physiognomie hinein die tropische Astrologie unserer Tage als offenbares Wunder erscheinen läßt, um so mehr, als daß dieses Wunder technisch vermittelt wird.

Ich empfehle Ihnen hierzu auch Ulrike Voltmer, „Wie frei ist der Mensch?“, „Der Tropische Tierkreis“, Urachhaus 1999.

Wer das nicht weiß, arbeitet nicht als praktischer Astrologe: Saturn ist nun mal nicht in der Waage, aber strebt wohl wieder auf Skorpion zu: rückläufig. Was wäre Argument, Ihre, für mich – verwirrende –  Haltung zu überdenken?

Denn, wie Ulrike Voltmer schreibt: „… auch das ist eine Errungenschaft des griechischen Geistes und erhält im Mysterium des Christos, des Mensch gewordenen Gottes, dem die Astrologen aus dem Orient bei seiner Geburt huldigen, eine neue spirituelle Dimension.“ (U. Voltmer: „Wie frei ist der Mensch?“: S. 165)

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Bürgerbewegung, Geschichte, Personen

Wachstum oder Schrumpfkur?

Liebe Leserinnen und Leser,

„Wachstum oder Schrumpfkur“ – Mondknotennachse – was will  Γιάνης Βαρουφάκης – ?! – daß ein Mahner in der Wüste auftaucht, der sagt: „So geht es nicht, ich respektiere den Wählerwillen“: und gerade noch aus Athen, der Wiege der Demokratie – das läßt doch sehr hoffen – die Reaktion seiner Verhandlungspartner, die außer Rand und Band sind, ist unverhältnismäßig einhellig – als wäre man wider alle Vernunft?!

Was  treibt den Zwiespalt, wenn es denn einer ist, denn so wird Hellas ja geradezu absichtlich ins russische Öl- und Gas-Industrie-Lager geschickt – vielleicht, um zu vermitteln? Das wäre dann geniale Politik aus dem Krebs-Kanzleramt – darf man gar nicht zu laut sagen … Andererseits ist das Widder-Prinzip eben auch vom Südknoten verstanden zur Zeit (daher der Titel des Posts) – doch Varoufakis hat wohl nicht nur Widder-Eigenschaften …

Auch eine Meditation zu Saturn rückläufig und Jupiter direkt im Löwen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geschichte, Kultur, Länder, Poetry

Erstaunlich …

IMG_4343Hausmalerei in Prag: Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist mir eingefallen, wie wesentlich mein Europa-Gefühl geprägt wurde durch die Asterix-Bände. Hier hatte man – insbesondere durch die europäisch/internationale – bis nach Ägypten hin – kommunizierende Druiden-Kultur – ein naturintaktes Europa der starken Eich- und Auwälder vor sich, dem je nach Landstrich eine andere Liebenswürdigkeit, eine andere Schrulle oder ein anderer vollkommen versponnener Menschenschlag innewohnte, incl. dem Meer.

Europa wird mitten in Prag, Bohemia, ein Landstrich, der im Asterix nicht vorkommt, aber sehr wohl einen dankbaren Band der alten Klasse füllen könnte, der Löwe-Stadt, von einer recht naturgetreuen Löwin getragen, vielleicht statt des Stiers, dem die historisch verknüpfende Ikonografie des Stucks ja eigentlich entspricht?

Daß der Milos Zeman (28.09.1944) nach Moskau fährt, ist eine sehr vernünftige Geste – mein Vorschlag für die Zukunft: Europa zusammen mit Russland denken, Russland selbst so an Europa binden, wie es der klassischen Kultur nach sowieso dort hin gehört.

So bekommen wir Frieden in einem großen und starken Raum und können uns endlich dran machen, die Böden in Russland zu renovieren, dort eventuell Rinderherden grasen zu lassen & zu retten helfen, was Marx´ Philosophie übrig gelassen hat.

Ahoi!

Markus

Geschichte, Kultur, Länder, Mundan, Poetry

Das Horoskop im Bauplan von Prag

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Liebe Leserinnen und Leser,

in der Sichtachse genau dieses Blickwinkels, der oben im Horoskop als rote Linie eingezeichnet ist, befinden sich auch unten abgebildetes Gebäude:

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und dieses:

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Zusätzlich weiß man in Praha – „Praha“ bedeutet „Schwelle“ – daß oben, wo jetzt der St. Veits Dom steht, ursprünglich auch so eine Rotunde stand. Schließlich gibt es in Prag ein weiteres erstaunlicherweise erhaltenes Bauwerk auf der alten Burg aus der selben Zeitepoche, der Kreuzritterzeit, als romanisch gebaut wurde – die St. Martins Rotunde, die ebenfalls in die Symmetrie passt, wenn man den Kreis in 12 Sektoren teilen will:

IMG_4472… und dieses Bauwerk einer späteren Epoche nicht minder:

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Die Idee hatte der letztes Jahr verstorbene Vincent Bridges, der sie von Jan Cihak hat: daß die Templer und Johanniter eben gerade um die Kreuzzugszeit ein nach den Himmelsrichtungen ausgerichtetes Stadthoroskop schufen, das Heidentum und Christentum miteinander in der reinen Naturerscheinung: dem Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende verbindet und: ! – – :  welches wundersamerweise in verlängerter Achse – wie Jan Cirak herausgefunden hat, wie Bridges schreibt, tatsächlich auf den Kalvarien-Berg nach Golgatha weist.

Raymond Johnston von der Prague Post hat erst letztes Jahr darauf hingewiesen, daß der Sonnenuntergang exakt zur Sommersonnenwende (zu oben erwähnter Wintersonnenwende am Morgen komplementär) direkt durchs Tor der Karlsbrücke scheint, von dort, wo ursprünglich die St. Veits-Rotunde stand und Wenzel, Václav, der heilige erste König begraben liegt und seit Neuestem wieder Václav regierten:

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… und mir selbst fiel auf, daß sowohl St. Ludmila als auch Kostel Nejsvětějšího srdce Páně …

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… in die Sichtachse der Frühlings Tag- und Nachtgleiche gebaut sind, so daß die Sonne bei Null-Grad Widder genau auf den Altar von Kostel sv. Ludmily am Abend scheint, wenn die „Wandlung“ vollzogen wird …

Wir haben also mit Prag – Praha = die Schwelle, einen Ort, in dem auf den Kraftlinien der Sonnenwendachsen eine Ausrichtung ins Herzenszentrum des Christentum (und, unzufällig auch des Judentums) gefunden wurde, und daher ist für hier das esoterische Christentum eine wahre Heimat: and therefore, esoterial christianity; brotherhood of men find a good …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Astronomie, Fragen, Geschichte

Erstes Gewitter: Zusammenhang der planetaren Aspekte mit dem Wetter auf Erden …

Gewitter14.01.2015 18:30 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade heute habe ich gelesen, wie Bernhard Walther, Kaufmann und Gelehrter in einer Person, eine Planeten- Wetterbeobachtung aus dem Dürer-Haus zu Nürnberg betrieb. Er war des genialen Wunderkinds Johannes Regiomontanus Mentor und wohl Freund gerade zu der Zeit, als sich das Mittelalter nach der Kalenderreform (sic!) – die Johannes  (Regiomontanus) Müller nach Rom führte, wo er als „Mitarbeiter“ dieses Reformprojekts – das auch heute noch unseren Kalender bestimmt – 40-jährig verstarb – sich also das Mittelalter zu wandeln begann und dann in den 30-jährigen, wie Egon „Friedmann“ Friedell schreibt, Krieg kippte …

Auch Kepler kannte die Kollegen natürlich, und er schloss sich 1602 (zwei Jahre, nachdem Bruno verbrannt wurde auf dem Campo di Fiori … ) der beobachtbaren Idee einer astrologischen Wetterkunde an:

00-38-kepler-grundlagen

Für heute und den Zeitpunkt des ersten Jahrensblitzes haben wir diese Mars/Saturn Quadratur* – einen Aspekt, den Kepler/Brahe in deren „Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie“ – auch Regiomontanus, auch Bernhard Walther – oder drüben: – William Lilly  – diesem Wettergeschehen zuordnen, und zwar nur nach den „klassischen“ Planeten – was für uns deshalb bemerkenwert und studiabel ist, und sich eben wieder zeigt, während Jupiter, rückläufig, am AC aufsteigt als „Herr des Schützen“ – und in Rückläufigkeit den Vergangenheitsbezug – wie in diesem Post – gebietet.

Es geht aber um´s Wetter. Haben die „Alten“ Jupitern zufällig den Blitz in die Hand gestellt? Und ist der Blitz ein Synonym für „Feuer-Energie“?

In jedem Fall haben wir hier den Punkt, an dem, wie mir scheint – wir Astrologie wieder ohne Gefahr in die Wissenschaften einführen dürfen und müssen: Bernhard Walther, Kepler, Regiomontanus, Brahe und viele andere mehr aufgreifen, wo der Faden liegengeblieben ist … dem Zusammenhang der planetaren Aspekte mit dem Wetter auf Erden.

Davon nicht weit wäre die Erdbebenkommunikation mit dem Planeten, auf dem wir scheinbar Gäste sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Saturn im Zeichen Schütze, dem Zeichen des Zeus. – „Zeus (altgriechisch Ζεύς, klassische Aussprache ungefähr – „dze-u̯s“; neugriechisch Ζεύς bzw. Δίας Dias; lateinisch Iuppiter) ist der oberste olympische Gott.“ Der Tag selbst vielleicht sogar mit seinen 12 Stunden …

Geschichte, Kultur, Länder

Venus in Konjunktion mit Merkur im Wassermann

IMG_3181Liebe Leserinnen und Leser,

nein, ich kann mich der Meinung nicht anschließen, daß man jeden in jeder nur erdenklichen Weise öffentlich beleidigen darf, und daß dies dann als Akt der zu verteidigenden Freiheit dargestellt wird. Das ist kein Grund, gleich ein Killerkommando zu schicken. Die Aufklärung in dem Fall und die quasi-Hinrichtung der vermeintlichen Täter ging mir zu sehr, wie in den alten Filmen. Doch daß die Kriege, die man in Übersee führt, auch im Heimatland der Dekadenz Funken schlagen, ergibt sich allein schon aus der Logig der Waffenhandels- und Menschenhandels-ströme (denn das ist ja das Flüchtlingswesen im Kern) – die sich bedingen.

Doppelmoralisch sind die sich gegenseitig erbittert bekriegenden mohamedanischen Völker auch und gerade – vor allem in ihrer Frauen-Verachtung – aber wir sind es, die eine Chance vorleben können, die Doppelmoral zu überwinden, indem wir anfangen, die Waffenproduktion zu zivilisieren. Makabrer Humor und Zynismus haben noch nie etwas bewirkt und sind immer Begleiterscheinungen der Dekadenz. Podemos in Spanien sind Europas Chance, wie mir scheint …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Fotos, Geschichte, Mond, Poetry

Mond in Waage

Liebe Leserinnen und Leser,

Mond in Waage bringt ein spielerisches Element rein. Die praktische Betrachtung der Dinge – sicher wichtig – weicht dem Wunsch, im Spiel zum Ausgleich zu kommen – unter Umständen im Spiel der Gedanken – das Horoskop unten zeigt einen Wassermann-Aszendenten durch Mars betont – zu dem der Mars im Radix des Fragestellers in Opposition steht.

Nürnberg Mittelpunkt Kalender Goldhut_000001

Wassermann ist gemeinschaftlich, gesellschaftlich – das ist die Wassermann-Kraft: Freunde um sich zu versammeln. Daß es aber um essentielle Fragen der Existenz geht, zeigt Uranus als Herr von 1 in Haus 2 – und zusammen mit dem Südknoten passt die Frage genau auf die Antwort – geht es doch um jene archaische Goldhutkultur, die aus mythischem Hintergrund durchaus die Kraft hat, die Einheit Europas grenzfrei zu denken.

Daß mit dieser Sehnsucht der Mythos des guten Zauberers verbunden ist, sehen wir in der Gestalt des Gandalf in „Herr der Ringe“ –  jener sich volksmythologisch erhalten habender spitze Magier-Hut, dessen Original-Vorbilder eben die über Mittel-Europa in offensichtlich einheitlichen Kultur verbreiteten Kalender-Goldhüte sind:

Natürlich ist es von großer Bedeutung, daß zu dieser Zeit Astronomie und Astrologie noch gemeinsame Wege gingen:

„Noch weist das Szenario Lücken auf. Doch die Forscher sind elektrisiert. Eine neue Spur in die Vergangenheit tut sich auf: Zwischen dem 14. und 8. Jahrhundert vor Christus wurde demnach zwischen Bayern, Britannien und dem Baskenland eine Religion ausgeübt, von der bislang niemand etwas wusste.

Bis heute, so vermutet Menghin, wirkt der Ritus nach. Er scheut sich nicht, die Kegel in Verbindung mit den Zauberhüten des Mittelalters zu bringen. Und auch die Hexenkappen des Blocksberg-Personals seien als „abgesunkenes Kulturgut“ zu werten, deren Form an die über 3000 Jahre alten Urbilder gemahne.

Das aber hieße: Ob Abrakadabra oder Simsalabim, Harry Potter, Cagliostro oder Doktor Faustus ­ der Ursprung aller Zauberei liegt in einem Kalenderkult der Bronzezeit.“, schreibt Matthias Schulz schon 2002 im Spiegel:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologie-goldene-zauberhuete-aus-der-bronzezeit-a-186623.html

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geschichte, Mundan, Poetry

Kirche und Sexualität

Edam & Eva DürerDürer natürlich: man/frau beachte den Papagei am Kopf …

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich könnte man schlicht sagen, die sollten sich da einfach raus halten. Ausgerechnet der große Verein der fehlbaren Priester will nun sein Verhältnis zu Dingen bekanntgeben, bei denen mitzuwirken ihm aus Scham und Anstand versagt bleiben sollte.

Unumwunden zeigt die Weltpresse aber mit dem neuen Papst ihre Freude an der Läuterung der gewaltigen Institution, weil man es allein schon als Erfolg betrachtet, zu diesem – zaghaft beginnenden – Läuterungsprozess mit seiner kritischen Berichterstattung beigetragen zu haben. Alle lieben Franziskus.

Das ganze Geschehen ist starker Ausdruck von Saturn im Skorpion-Zeichen in Rezeption zu Pluto im Steinbock-Zeichen: aktuell gegeben. Skorpion vertritt dabei das Zeichen der Sexualität, Saturn stellt Regeln auf, will richten über die Sexualität des Skorpions …

Und tatsächlich, weil aus wahr falsch wird mit der Zeit, können wir heute trotz aller Kampagnen nicht vorbehaltslos auf der Seite der Empfängnisverhütung stehen, die einst Freiheit war, und sogleich, den Einbruch der Syphilis in Europa spiegelnd, mit Aids beantwortet wurde – insbesondere, wenn sie auf hormoneller Grundlage basiert*,

Eine hormonelle Gleichschaltung, die – weitgehend unbemerkt von der hypnotisierten Öffentlichkeit – : aber aufmerksam registriert von der Kirche in den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts, auch den Willen, die Persönlichkeit und damit die Freiheit der Frauen (indirekt der Männer mit, klar … ) lenkt nach Maßgabe technischer Verfügbarkeit  – denn auch Pharmazie ist Anthropo-Technik – vielleicht hat sich die Kirche damals nur ereifert – wie ihr vorgeworfen wurde, von sogenannten „linken“ Kreisen – weil ihre eigene Autoritätshoheit über die Sexualität eben durch die Technik in Frage gestellt wurde.

Nun scheint man – durch innere Fehlbarkeit zur Umkehr gezwungen – die Türen öffnen zu wollen für das, was das Volk will: vor allem Scheidung ohne Verdammung.

Sei´s drum, das kann man dem Volk doch gewähren?

Weil es tatsächlich immer noch die Option gibt, daß Mann und Frau sich in jedem Alter treffen und glücklich zusammenbleiben.

Diese Option wird zwar der behaupteten Vielfalt und der allgemeinen Untreue nicht gerecht (verlangt wird Anpassung an der Zeitgeist), schützt aber den heute in vielen Bereichen der Liebe – bis hin zur Geburt – kaum mehr erkannten natürlichen Standpunkt – möge auch drumherum der Taifun der Leidenschaften (von denen der Autoerotismus  der gesellschaftlich vorherscherrschende ist, gegenwärtig) – wüten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* … die ja die Ansteckung nicht verhindert, wie etwa Präservative meist, doch auch nicht frei von Nachteilen – das Empfängnisglück ist bestimmt zu erreichen – oder zu vermeiden: –  durch Treue und den gemeinsamen Willen des Paares – die fruchtbaren Tage zu kennen … und eventuell doch mal zu vergessen, auch  …

Geschichte, Mundan

Kreuzzüge …

Kreuzzug27.11.1095 julianisch innen – außen heute, 11.10.2014, Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

tatsächlich gibt es, wenn der julianische Kalender anwendbar ist – wovon ich ausgehe, zumindest ein taggenaues Horoskop des ersten Kreuzugsausrufs durch Papst Urban II, das wir – wenn julianisch stimmt – Wikipedia sagt dazu nichts – heranziehen dürfen.

Dazu habe ich die Transite von heute eingestellt im Außenring. Und die Aspektscheibe auf das Pluto/Chiron Quadrat, …

… “ … zudem sollte der grausame Charakter des Kreuzzuges die weiteren Auseinandersetzungen mit der islamischen Welt prägen … „, schreibt Wikipedia ungerührt, aber zutreffend:

Jerusalem

… schauen wir es uns an: als Urban II die Kreuzzüge ausrief, hatten wir Pluto, Chiron und Uranus im Zeichen Widder; nun, – daß Pluto laufend im Steinbock  zu Chiron im Widder anno dazumal im Quadrat steht …

Quintessenz: würden wir erkennen, daß wir selbst anno dazumal Verursacher des Karmas waren, das sich jetzt in Syrien/Türkei/Irak/Kurdistan/Israel/Jordanien entfaltet, so hätten wir Macht, zu schlichten.

Kreuzzüge

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Fragen, Geschichte, Mond, Mundan

Mond im Zeichen Krebs (bei Sirius) …

 20140824_185547Foto E. Termin ©

StundenbildLiebe Leserinnen und Leser,

natürlich können wir uns – wenn einmal das – besonders unter Antroposophen hartnäckig sich haltende Missverständnis des siderischen Tierkreises – überwunden wäre – wieder endlich dem heimatlichen Fixsternhimmel zuwenden, von dem, wie durch Verabredung, sich die Astrologie seit ihrer Wiedergeburt durch die neuen Planeten Uranus, Neptun, Pluto & Chiron zu Recht ein wenig abgewandt hat, weil das Individuum mit dem vorhandenen Werkzeug irritationsfrei beschrieben werden kann.

Zuwenden heißt aber zunächst auch: abwenden, begreifen, daß Regulus, der königliche, nicht mehr im Löwen läuft, sondern in der Jungfrau. Wenn frau/man das verstanden hat, löst sich das Mysterium der Tierkreisunsicherheit recht schnell.

Zuwenden bedeutet auch – und das ist wahrlich der härtere Brocken – daß die Wiedervereinigung von Astrologie und Astronomie – obwohl das zur Zeit aufgrund der Feindschaft, wenn nicht sogar des Hasses der scientistischen Fraktion der Realitätsverweigerer, kaum denkbar erscheint – dadurch kommen wird – daß beide einen Schritt zurücktreten, einen Irrtum erkennen, der für beide Disziplinen systemprägend ist in dem Sinne, daß entscheidende Faktoren des Lehrgebäudes von diesem Irrtum beeinflusst sind.

Hier würde es sich gut machen, wenn die Astrologie einen ersten Schritt machte: es geht um die sogenannte Präzession, das platonische Weltenjahr (ca 25800 Jahre) …

Die Versuchung, ein barockes Ordnungssystem in Perfektion zu entwerfen, nach dem einmal die Erde sich um sich selbst dreht – dann um die Sonne – und schließlich im Pendeln der Erdachse im Verhältnis zum gesamten All, ist aus dem Versuch entstanden, Sicherheit und Stabilität in unsere Existenz zu bringen – um so mehr, als daß sie ja durch Kopernikus und all den Folgeentwicklungen des technischen Auges ins All tief erschüttert wurde.

Dieses Ordnungssystem hat die Naturwissenschaft – damals noch im Gewandt des Astrologen/Astronomen Tycho Brahe – schlicht und ergreifend übernommen.

Doch es ist falsch. Für die Astrologie der Neuzeit ist das ein entscheidender Faktor. Man hatte schließlich schon die Atemzüge des Menschen ins Verhältnis zum Weltenjahr gesetzt. Für die Astronomie ist die Frage des Weltenjahrs nicht systementscheidend – ihr Waterloo wird die falsche Relativitätstheorie sein, von der sich – unbemerkt durch die Öffentlichkeit, führende Theoretiker der Physik gerade verabschieden:

Lee SmolinVor diesem Hintergrund wird es wieder richtig und logisch, warum die Astrologie sich ganz auf´s Individuum zurückgezogen hat, und die Fixsternspäre für ein paar Jahrhunderte vergessen hat: denn sich auf den Einzelnen, auf´s Individuum, auf den Menschen ganz zurückzuziehen, wie auch den Blick vom Himmel auf den Bildschirm zu richten, war weise, bevor der entscheidende Irrtum nicht erkannt war:

Daß eben die Präzession so nicht existiert.

Natürlich ist das auch für die Astronomie peinlich, aber nur insofern systemrelevant, als daß eine solche Peinlichkeit das ganze System einmal mehr fragwürdig macht.

Die größte Gefahr ist auch gar nicht dies, sondern eher die, daß wir in einer Zeit angelangt sein könnten, in der Wahrheitsfindung – verstreungsstarken Kräften geschuldet – grundsätzlich nicht mehr möglich ist: ein neuer Kopernikus könnte wohl kommen, aber er hätte keine Chance mehr, sich gegen die Science-Fiction Literatur von „Nature“ oder „Sience“ überhaupt Gehör zu verschaffen. Man könnte wohl die Wahrheit finden, sagen, aber sie hätte keinen Ort mehr, oder, wie Heidegger zu sagen fand: „Nur ein Gott kann uns noch retten“ – was im Sinn dasselbe ist (liebe Conny, Federhalter, Francis und Klaus …, und wer sonst noch sowas verstehen kann).

Es gibt natürlich diese Verschiebung des Frühlingspunktes, aber seine Ursache ist u. U. tatsächlich nicht die Präzession, sondern – und ich glaube, die Ägypter wußten das – eine andere Doppelstern-Drehung unserer Sonne um das Sirius-System. Und genau dort, kommen wir zum Punkt: steht der Mond zur Zeit, im Krebs, wo Sirius auch zu finden ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus