2012, Weltbild

Trigon Neptun-Saturn

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Liebe Leserinnen und Leser,

wie wir sehen, ist die Verbindung von Neptun und Saturn zur Zeit in einem exakten Trigon; es ist dieser Aspekt, den ich mit der Aspektscheibe betone. Dieses Trigon ist immer noch in Folge all der Aspekte, die auf die Konjunktion Neptun/Saturn 1989 zurückgehen. Wir sehen, wie eindrucksvoll dieser Aspekt in die Harmonie aller anderen eingebunden ist. Wobei „Harmonie“ zwischen Mars und Pluto/Merkur nicht positiv im Sinne von „gut“ sein muss – es bedeutet auch, daß der Zünder an der Autobombe mit dem plutonischen Zusammenhang Iran harmonisch im Sinne des vorgesehenen aber explosiven plutonischen technischen Zusammenhangs funktionierte, wie zuvor im Irak und Pakistan wieder,  verbunden mit ähnlichen Zwecken, wie anzunehmen ist …

Was können wir tun, um diesen Aspekt Neptun/Saturn richtig zu nutzen?

Neptun verabschiedet sich aus dem Wassermann, Saturn aus der Waage noch nicht ganz, da kommt Venus als Überträgerin des Lichts erst mit einem Aspekt zu Saturn, und dann einer Konjunktion, einer „Verschmelzung“ mit Neptun. Das in den nächsten 20 Stunden! Venus und Jupiter sind, bevor der Mond aufgeht, gut zu sehen am frühen Abend um 17:00 Richtung Sonnenuntergang die Venus. Sie steht eben gerade noch im Wassermann, im Zeichen der Freiheit durch den erfinderischen Geist der Gemeinschaft, angetrieben von der Genialität eines Einzelnen.

Die besondere Kraft dieses Venus/Saturn Aspekts entspricht auch der Rezeption zwischen Venus und Saturn – Saturn als alter Herr des Wassermann und Venus, die im Wassermann ist, als Regentin der Waage, wo Saturn noch eine Schleife in der dritten Dekade drehen wird.

Handelt sich hier um eine Symmetrie, denke ich, die anklingt mit der vom 9. November `89, wo auf 10° Steinbock die super-exakte Konjunktion Saturn/Neptun „The Wall“ wegspülte. Das ist dort, wo jetzt Merkur/Pluto stehen.

Es ist eben 1989 nicht nur der Kommunismus implodiert, sondern auch der Kapitalismus explodiert – und scheint erst jetzt die Lehre daraus zu ziehen, wodurch neue Strukturen entstehen werden, die 2015/16 das nächste Mal auf die Probe gestellt werden, wenn Saturn Anfang Schütze im Quadrat zu Neptun steht.

Aber auch 9/11 WTC war ein Saturn-Neptun Trigon in Luftzeichen: Neptun auch im Wassermann und Saturn in den Zwillingen (in Opposition zu Pluto/Chiron und Mars. Neptun und Uranus im Wassermann – passt alles sehr zu diesen Bildern von Luftfahrt und Zerstörung und technischem Trug.  …

Doch jetzt ist Neptun noch gerade im Wassermann und deshalb im Abschied intensiv kulturell die Sehnsucht nach gesellschaftlicher Befreiung, die Hand in Hand geht mit dem Saturn in der Waage, dem höheren Sinn für Gerechtigkeit.

So ebnet sich – langsam, langsam – der Weg zur Finanztransaktions-Steuer, weil die höchsten Strategen des Geschäfts ihre Zustimmung signalisiert haben: müssen sie auch, um das System zu retten.

Und für uns könnte sich damit auf persönlicher Ebene auch etwas lösen: Einblick in die Kraft der friedlichen Entfaltung – ?

Venus schaut bei beiden, Saturn von fern und Neptun direkt vorbei und überträgt die Botschaft: Kunst = Kapital. Nur Kunst ist wahrer Gewinn, Nutzwert ist zwecklos. Technische Utopie (Neptun/Wassermann) geht Hand in Hand mit Gerechtigkeit im Zeichen der Kunst, Saturn in der Waage. Und Venus überträgt die Fackel im Geist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

12.01.2012 19:57 Nürnberg

Personen, Weltbild

„Nicht allein für´s Geld“: nackt durch´s Brandenburger Tor.

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Interview, bei dem einem der Atem stockt: so flach manche Nummern der ZEIT, so tief ist die aktuelle, jetzt noch an den Kiosken erhältliche Nr. 2 DIE ZEIT für das Jahr 2012. Klare Ansage entspricht der Merkur/Pluto-Verbindung im Steinbock, die aktuell bestimmend ist, u.a …

Bankier David de Rothschild:| Wirtschaft | ZEIT ONLINE

„Wenn Rothschild Mist gebaut hat, dann ist das, als ob sie plötzlich nackt durchs Brandenburger Tor gehen“

Vielleicht sollte die Occupy-Bewegung die Anregung aufnehmen?! Allen Ernstes: geht plötzlich nackt durch´s Brandenburger Tor! Das ist – vielleicht – der wahre Indianer-Widerstand? In diesem Interview spricht der Berater von 13 Regierungen in Europa, und wenn man dem James Bond-Stil glauben mag, dann will man den Euro vor allem deshalb, weil man Frankreich liebt, … und ich finde, das ist ja ganz o.k. – … als Motiv?! Wären da nicht diese ganzen Kernkraftwerke – 56 oder so, eines ganz frisch im Bau … phuuu … trotz Wein und Lebenskultur und so: da lob ich mir Italien …

Wer mehr wissen will, findet das offizielle Statement der Firma vor der Krise – wobei es sicher die besonderen Verbindungen der „ZEIT“ sind – Hamburg, fast schon London … Fische Herrscher Giovanni di Lorenzo, der sich glänzend schlägt, und das tun die Gentlemen Rothschild auch:

Eric de Rothschild: »Es ist kein schlechtes Geschäft« | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

„Ich glaube nicht, dass es ein Geheimnis gibt. Alle zwei bis drei Generationen gab es unter den Rothschilds herausragende Persönlichkeiten, welche die »richtigen« Gene besaßen und die Familie weitergebracht haben. Ein Gen, das wir definitiv nicht haben, ist dasjenige der Faulheit. Wenn die Rothschilds etwas nicht sind, dann faul. Was immer sie tun, ob in der Wissenschaft, in der Bankenwelt oder in der Kunst, sie tun es immer gewissenhaft und hundertprozentig. Und sie tun es sicher nicht allein fürs Geld.“

David de Rothschild, 15.12.1945 New York

Mal ganz unabhängig von den Dingen, die sich in David de Rothschilds Horoskop zeigen, fällt doch eines besonders auf: die Harmonie zwischen den Aspekten: Mond – Uranus – Neptun und Mars vor allen Dingen, aber dann auch dem mächtigen Jupiter plus Lilith und Pluto nahebei, die Konstellation für großen Reichtum, und natürlich deren Beziehung zum Mars im Skorpion, was die Umsetzung stärkt. Dann die zentrale Stellung der Glückskonstellation zumindest im geburtszeitlosen Horoskop, denn nur dieses habe ich gefunden.  Harmonisch, in Spannung genau ausgewogen; ich habe die Aspektscheibe so eingestellt, daß diese Harmonie deutlich erkennbar ist.

Natürlich muß man ihm zustimmen, wenn er sagt, daß es einen Solidaritätsakt der Reichen zur Rettung des Systems wird geben müssen. Ist also doch ein Stück Moral im Geschäft?!

Vielleicht, vielleicht auch nicht – aber wir haben keine Wahl – für das Interview: „Thank you, Sir!“

Und doch, wie gesagt: nackt durchs Brandenburger Tor. Gute Idee 2012 …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

2012, Astrologische Wochenvorausschau, Poetry

Gedankenflug – Jahresvorausschau 2012 – Teil II

Liebe Leserinnen und Leser,

nein, das nächste Jahr ist kein Merkur-Jahr – denn gerade die chalädische Tabelle ist ja längst verwunden in unserer modernen Astrologie – auch hängt sowas immer vom Anfangsjahr ab, und bei all den Kalenderreformen … – dafür wissen wir, daß Mars 2012 sehr lange in der Jungfrau bleiben wird, und wenn er dann im Juli in die Waage wechseln wird, sich anschickt, Saturn Mitte August in der Waage zu treffen, dann beginnt die dynamische Hälfte des Jahres, wozu auch der Wechsel von Jupiter in Luft-Zeichen Zwillinge in der Mitte des Jahres gut passt. Wir haben also 2012 eine eher zähe – die erste – und eine unglaublich dynamische – die zweite Jahreshälfte.

Davon natürlich besonders betroffen sind Stier/Zwillinge und Waage/Skorpion-Persönlichkeiten, zumindest Skorpion erste Dekade ab Oktober.

Und natürlich werden die Jungfrauen mit Mars in ihrem Zeichen bis eben Juli immer unter Dampf bleiben – muss ja nicht schlecht sein …

Die Stiere – zur Zeit steht ja Jupiter still – aber dann doch wird es in wenigen Tagen dynamisch – und zwar nicht zu ihrem Schaden, weder jetzt, noch wenn in der zweiten Jahreshälfte Jupiter in Zwillinge schlüpft und sich durch das Lufttrigon mit Saturn airborne gewissermaßen zu ungeahnten Höhen des Wissens (und für die Stiere auch des Besitzes) aufschwingen kann, solange es eben Sommers anhält.

Stiere sollten allerdings, bis Lilith sie im Oktober verläßt, auf ihren eigenen Stil achten – eignet man/frau sich rechtens an, was frau/man haben will?! – hernach müssen wir uns überlegen, inwieweit den Zwillingen zu trauen sein wird.

Ich kenne einen Fische/Wassermann Menschen, der hat sich tatsächlich – jedoch nicht auf mein direktes Anraten – bei seinem Chiron in den Fischen Transit mit dem laufenden Chiron rückläufig auf ein Pferd gesetzt – Centauren sind ja halbe Pferde – und sich das Schlüsselbein gebrochen, also Vorsicht, liebe Fische-Freunde und Feinde (heimlich), auch wenn Steve Judd sagte „Get connected with horses“ – Neptun wird schon am 3. Februar in die Fische wechseln und dann ein paar Jahre zusammen mit Chiron drinbleiben und alle Dekaden besuchen – Eisstockschießen könnte eine ganz dumme Idee sein – das Studium von spirituell heilenden Schriften hingegen seine sehr gute in 2012 – denn Chiron ist auch Wissen, er bestraft Dummheit – vielleicht mal was über Seepferdchen lesen?!

Dementsprechend kann Wassermann (insbesondere letzte Dekade) nach der Rückschau von Neptun erstmals seit 1998 – das ist eine so lange Zeit, da muß man annehmen, sie können sich an ihre alte Persönlichkeit gar nicht mehr erinnern – freie Sicht genießen und ans Einsammeln all der wertvollen Einsichten gehen, die sie in der Anderswelt – zu der Neptun wohl ein Tor ist – gesammelt haben.

Wohl denen, die Astrologen sind und den Wandel verstehen …

Widder – besonders der ersten Dekade – sollten sich nicht gegen die Freiheit stemmen! Aber was ist Freiheit – wenn man das immer wüßte?!

Wie immer, müssen wir die Mars und Saturn Konjunktion Mitte August mißtrauisch beobachten. Und hernach im Skorpion den Mars sowieso auch …

Fortsetzung folgt … zu dieser Vorausschau häppchenweise …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Johannes Heesters

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist nicht zutreffend, daß sich aus der Geburtsstunde auch bereits der Todesszeitpunkt eines Menschen ableiten läßt, oder die Länge des Lebens, außer vielleicht, daß Schützen grundsätzlich größere Chancen zu haben scheinen, bis in sehr gesegnete Jahrgänge hinein zu reifen.

Die Geburtszeit* Heesters hat Markus Jehle vom Meridian mal aus dem Astrologix-Forum aufgeschnappt; dort wird sie auf 13:00 Uhr gerundet. Ich habe deshalb ein paar Grad korrigiert, und wenn man 12:51 Uhr einstellt, dann haben wir Saturn direkt an der Spitze zu Haus 8 (Wandlung/Tod) und Neptun Spitze Haus 1 für den Todestag – so wird ein Schuh draus, würde ich sagen. Mit diesem Aszendenten – Wassermann – hätten wir dann freilich eine sehr starke „Verankerung“ sowohl des Geburtsherrschers Uranus im Sonnenzeichen Schütze und Haus 10 (= Berufung) und Neptun als Mitherrscher in Haus 5 (= Tanz, Vergügen). Ebensfalls hilfreich für ein langes Leben im Diesseits scheint der Jupiter im eigenen Zeichen Fische gleich im ersten Haus zu sein, vor allem, wenn er die Sonne um den MC herum beherrscht. Auch Saturns Stellung in Haus 12 soll ideal sein, wenn wir den Alten glauben dürfen …

Die Sonne im Haus 9 – Karriere im Ausland – wird immer wieder bestätigt – mit verletztem Steinbock-Mars hat sich hier ein ganz zäher Bursche durch die Zeiten gehangelt. Summa Summarum also 4 Planeten entweder im eigenen Zeichen (Jupiter, Venus, Saturn) oder – noch besser – in Erhöhung (Mars). Auch das sind Kriterien für Stärke/Lebenskraft.

Ich bin kein Freund von Operetten, nicht mal des Theaters … und wie auch immer er gelebt und gewandelt hat, so soll man einem Menschen auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe den Respekt nicht verweigern … Simone Rethel, die versorgende Ehefrau, ist übrigens Zwillinge, sein Gegenzeichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Innen Johannes Heesters, 05.12.1903 12:51 MEZ Amersfoort, NL, außen 24.12.2011 12:00

P.S.: * In einer Biografie wird 05:00 Uhr Morgens als Geburtszeit genannt – Jungfrau AC – durchaus plausibel, aber gewiss ebenso ungenau, wenngleich die Bilder als junger und alter Mann eher auf Waage-AC deuten – Fazit: Zeit wirklich unsicher, dafür langes Leben durch starke Planeten im Sinne traditioneller Astrologie auch angezeigt …

Poetry

Sommer-Erinnerung im Spätherbst

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Liebe Leserinnen und Leser,

so üppig, wie die Natur uns im Sommer umgibt, mit einer Überfülle von Licht liebkost bei erträglichen Temperaturen unter dem sanftwolkigen Cumulus-Wolken-Himmel – den es gar nicht so oft gibt übers Jahr hinweg  – so sparsam ist zu uns der knappe, oft graue und kaltnasse Tag im Spätherbst und Winter. Wir haben aber viel transformative Gewalt darin verwendet, die dunkle Zeit des Jahres mit dem Gedröhn unzähliger Maschinen, die beängstigend schnell durch die Dunkelheit rasen, zu besetzen, so daß vermutlich die wahre Kraft, die es zu bannen gilt, ebenso stark sein muss. Technik ist Bann-Zauber. Das gilt, unsentimental, auch für die elektrische Weihnachtsbeleuchtung. Wenn wir die Tage im Jahr im Geiste miteinander verbinden, und einen der langen Sommertage durch einen der dunklen Wintertage im Geiste aufwiegen, so finden wir eine besondere Art von Gleichgewicht, wie es auch tatsächlich zwischen den Zeichen Schütze/Zwillinge – oder – wie bald – Steinbock/Krebs besteht. Und daher (sowie aus ganz praktisch historischen Gründen, die Oskar Adler sehr anschaulich erklärt) auch keine eigentliche Jahreszeitbindung der Tierkreiszeichen besteht: Steinbock ist eine „Qualität“, die sowohl im Winter, als auch im Sommer angetroffen werden kann, und das gilt für Jupiter genauso. Obiges Bild meint aber gewiss Jupiter, „No doubt!“

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geschichte, Personen

Bradley Manning

Innen Bradley Manning, 17.12.1987, außen 16.12.2011 12:00 MEZ

Liebe Leserinnen und Leser,

Bradley Manning hearing: defence lawyer turns fire on military accusers | World news | The Guardian

Bradley Manning hatte gestern Geburtstag, gerade 24 geworden und steht vor einem Militärgericht, das potentiell sogar die Todesstrafe vollstrecken kann. Sein Anwalt plädiert auf Psycho-Druck, nicht auf Unschuld, vor den Toren der Gerichte demonstriert eine Schar Aufrechter. Daß der Richter im Nebenjob Assange-Ankläger ist, wird als Befangenheits-Antrag abgelehnt.

Bin ich richtig informiert? Wenn nicht, bitte sagt Bescheid.

Wie auch immer man über „Wistleblower“ denken mag, als ich den Film „Collateral Murder“ auf Wikileaks vor ein paar Jahren schon gesehen habe – der wohl auf den „Verrat“ von Manning – dessen Homosexualität eben im Verfahren auch zur Verhandlung zu stehen scheint, jedenfalls wird sie erwähnt (und passt in den Zeitzug der offiziellen „Legalisierung“ von Homosexualität in der amerikanischen Armee per oberstem Gericht), zurückzuführen ist – oder vermenge ich da Informationen? – dann müßte nicht Manning angeklagt sein, sondern die Mörder in der Armee. Das ist aber Tabu, und so erlebt in dem Prozess gegen Manning die Welt in Manning die beispiellose Inszenierung eines Opfers aus den eigenen Reihen, dessen zart besaitetes Wesen unerträglich fand, was anderen als scheinbare Randerscheinung hinzunehmen bereit sind.

Hier muss die Welt aufwachen! Assange bekommt, wie Jack Sparrows, den Ritterschlag des obersten britischen Gerichts (das auch gekrönte Häupter köpft) – wird er entkommen? – während die andere Inszenierung in den USA jetzt bereits auf Leben und Tod gespielt wird.

Warum kann und will Obama sowas nicht verhindern?! Könnte er? – Oder ist die kaltschnäuzige Route des Spielplans seine gerechte Interpretation der Präsidentenrolle, die Densil Washington vorab im kinematografischen Sinne abgeschritten ist, welche nun einmal gespielt werden muss, wenn das Volk entschieden hat, wer unter dem CIA dienen darf?! Dagegen spricht Jimmy Carters unermüdlicher Einsatz für den Frieden und die Vernunft. Zumindest den hatten sie nicht im Griff?!

Manning soll das Opfer dessen sein, der die Wahrheit gesagt hat – angeklagt gehört Bush, Blackwater, der ganze militärisch industrielle Komplex, vor dem Roosevelt, glaube ich, oder? –  und ganz sicher Kennedy in seiner Rede zu einer Verschwörung der Geheimdienste, …

… warnten.

Wir sehen in Mannings Horoskop zwei starke Stelliums, Schütze-Skorpion – und Pluto steht über Neptun. Eindrucksvoll die Uranus/Saturn und Sonnenverbindung (plus Merkur): „Der Regelbrecher“ (im Informations = Merkur-Sinn im Schützen = Weisheit).

Nun wandert aber Saturn über Mars/Mond Pluto, zumindest bald – und deswegen braucht Manning Öffentlichkeit, damit er ein paar Jahre übersteht. Warum Manning gleich nochmal angeklagt ist nach dem Motto „kill the Messanger“? – schaue diesen Film, aber ich rate ab – wer ohnehin schon Bescheid weiß – eigentlich nichts für Vorweihnachtsstimmung.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry, Weltbild

Was ist der Glückspunkt?

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Liebe Leserinnen und Leser,

weil gefragt wurde: In einfachen Worten – der Glückspunkt ist ein Harmoniepunkt im Horoskop. Er steht an der Stelle, von der aus Du mit wenig Kraft viel erreichen kann, besonders, wenn Du Unterstützung durch einen entsprechenden Planeten bekommst. Der Glückspunkt nimmt gleichsam die Farbe des Planeten an, sagt: „In dieser Farbe unterstütze ich Dich“. Hier wird es interessant, denn bewußt mit Astrologie leben bedeutet, den Farben seiner Talente Ausdruck zu geben: Geht Venus über den Glückspunkt, geht es um ihre freundlichen Werte, ist es Saturn, darf etwas zur Form gerinnen, was lange im Werdeprozess war, ist es Mars, dann kann der Weg des Kriegers/der Kriegerin auf der Seite des Glücks sein.

– ich habe hier schon mal was über den Glückspunkt geschrieben, und hier wird von Astrowiki alles erklärt. In Kürze läßt sich sagen, daß der Glückspunkt im Grunde nur auf direkte Planetentransite „reagiert“, am besten bei Jupiter und Venus. Er ist eine Reminiszenz an die arabischen sensitiven Punkte, ein geliebtes Überbleibsel der mittelalterlichen Astrologie. Was die Tag/Nachtformel angeht, habe ich meine Meinung geändert und halte sie für sinnvoll – der Glückspunkt wird anders berechnet, solange die Sonne unter dem Horizont ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Ach so, gestern? … Ihr werdet bemerkt haben, daß ich das Bild ausgewechselt habe, ein Nacht- anstatt ein Tagbild. Nun stellt euch vor, daß wir uns „piratig“ im Gewölbekeller, tief unter der Erdoberfläche dieser uralten Gaststätte trafen. Es ging also wahrlich plutonisch zu!

Astrologie

Chariklo – Χαρικλώ

Liebe Leserinnen und Leser,

Χαρικλώ, zwei männlichen Wesen zugeordnet, dem Zentaur Chiron und dem Hirten Eueres, mit dem sie auch den blinden Seher zum Sohn hatte, Teiresias. Es kam so: Teiresias erblickt Athene beim Bad und wird dadurch blind, die Göttin Athene ist zornig. Chariklo bittet ihre Freundin Athene darum, dies rückgängig zu machen, doch es war unmöglich. Da Chariklo ihr aber wichtig ist, reinigt Athene Teiresias stattdessen die Ohren, sodass er die Vögel verstehen kann und gibt ihm einen Stab, um sich darauf zu stützen.

Χαρικλώ ist völlig unerforscht, soweit ich weiß, natürlich hat aber Zane B. Stein bereits ein paar Sachen herausgefunden, mal gucken, ob ich´s finde.

Daß Teiresias Sehertum einherging mit dem Verständnis für die Sprache der Vögel, rührt auch daher, daß die Menschen bis vor etwa dreihundert Jahren noch ganz selbstverständlich davon ausgingen, daß die Vögel tatsächlich eine intelligente Sprache haben; der Biologismus darwinscher Prägung hatte noch keine Ausschließlichkeit des Weltverstehens beansprucht, er machte später aus Vogelstimmen Balzrufe und Revierabgrenzung, aber zu Teiresias Zeiten war er noch nicht ge- oder besser: erfunden.

Für die astrologische Bedeutung dieses Asteroiden unten den Zentauren (zwischen Jupiter und Neptun) spricht der Davidstern im Aspektgebilde des Entdeckungshoroskops, welches wir zuerst sehen, hier im ersten Horoskop. Das zweite ist nochmal genau dasselbe ohne Aspekte, dafür aber mit meiner Aspektscheibe auf die Mars/Saturn Opposition eingestellt, die Opposition Mond/Pluto und das genaue Verhältnis von Mars zu Uranus, der wiederum – auch sehr exakt in Konjunktion mit Jupiter im Wassermann, also im Geist(es)zeichen steht. Das Horoskop ist dasselbe, aber nun erkennen wir die Qualitäten der Aspekte:

Jupiter befindet, wie auf befreiende Art (Uranus) im Zeichen der Technik (Wassermann) der Gegensatz zwischen Mars und Saturn überwunden wird, die in Waage und Widder stehen, das Tor des Neuen, Nordknoten in der Nähe, aber im Zeichen Jungfrau. Mond in Zwillinge übernimmt das Schütze-Haus 9 – Weisheit wird Wissen …

Ich brauche nicht extra auf das unglaubliche Haus 5 des Horoskops hinzuweisen, Saturn und Südknoten in Haus 7 und Lilith von Haus 12 – im Löwen, der kollektiven Ebene.

Also ich glaube, dieses Horoskop lohnt sich mal – Chariklo genau in die Beobachtung aufzunehmen: für jetzt steht sie ja im Schützen am Neumond! Sie wohnt im Löwen in Haus 11 – roter Faden einer neuen, post-patriarchalen Astrologie. Ein Wassermann Stellium mit dem Hausherrn Uranus ist durch die Opposition integriert und setzt das Thema Liebe und Freiheit. Mit Chiron hat sie die Tochter Ocyroe, der laut Ovid die Verwandlung in eine Stute widerfährt, wohl wegen Chiron, dem Vater: „Ich verwandle mich in eine Stute, eine mir verwandte Gestalt. Doch warum ganz – in equam cognataque corpora vertor, tota tamen quare?“ Ovid, Metamorphosen, Zweites Buch, 664).

„Warum ganz?“ fragt die Tochter Chariklos: Ocyroe, weil Vater Chiron doch auch nur halb equus – Pferd war. Verwandelt wird sie aber wegen der Kunst der Weissagung, einer Art Übertretung: „Lieber hätte ich die Zukunft nicht gewußt“ – so sieht es jedenfalls Ovid – sie wäre nicht zum Pferd geworden – als hätte die Natur einen eigentümlichen Sog zurück – den Reiz der Wildheit auch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Die Nymphe (Edouard Steinbrück, *02.05.1802)

http://www.melaniereinhart.com/melanie/Chariklo.htm

Chariklo – Astrowiki-de

Chariklo 2012 Sternenlichter – sehr subjektiv – danke für die Inspiration …

Innen (auch obere beide): 14.02.1997 19:51 Tucson, außen 25.11.2011

Personen

Heinrich von Kleist

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute nicht so viel Zeit, mich intensiv mit Kleist zu beschäftigen, aber sein Horoskop will ich gerne hochladen (und Kleist selbst zu Wort kommen lassen).

Zwei Sachen finde ich besonders bemerkenswert, deshalb habe ich – obwohl Kleist lange im Jenseits ( … und vielleicht lange schon wieder inkarniert … ) ist – auch die Transite für das heutige Datum eingestellt. Da sehen wir: Saturn steht genau über seiner Sonne, Neptun und Chiron: Täuschung und Lüge im negativen Fall – kommen ihm entgegen. Eine faire Betrachtung kann er nicht erwarten.

Unten dann das Horoskop des Todestages mit Pluto rückläufig exakt an der Spitze zum Haus 8 in Verbindung mit dem Südknoten. Das ist astrologisch eindeutig und wird immer wieder gefunden (wenn auch in anderen Variationen, die ich mir einzeln aufzuzählen spare).

Innen Heinrich von Kleist: 18.10.1777 01:00 Frankfurt an der Oder, außen heute 21.11.2011

Innen Kleist, außen Todestag 21.11.1811

Ich bin kein Freund des Theaters, es langweilt mich über alle Maßen, ich mag lieber den Film. Und so kenne ich Kleists Stücke nicht. Aber niemals habe ich – außer vielleicht bei Thomas Pynchon oder Thomas Mann – etwas Eindrucksvolleres gelesen, wie die Novelle „Michael Kohlhaas“. Ich kann nur jeder/jedem empfehlen, diese Erzählung – auch und gerade vor dem Hintergrund der auf uns zu kommenden Revolutions-Konstellation (Pluto im Wassermann/Uranus im Löwen) gründlich zu verinnerlichen. Das ist keine Literatur, sondern eine berichtete Dynamik, die einem den Atem anhalten läßt. Auch und gerade im Sinne der „occupy“-Bewegung, die hier in Deutschland besonders zahm ist.

Doch alles, was uns in gegenwärtiger und absehbarer Zeit an nachhaltiger Veränderung gelingt – und bisher ist alles bloß pseudo: Umwelt, Finanzen, Freiheit – trägt dazu bei, kommende Revolution „abzuflachen“ – und am besten, sie findet überhaupt nicht statt – denn es gibt nichts Schlimmeres, wie der plötzliche Ausbruch entfesselter und gewaltbereiter Massen, die nach Gerechtigkeit hungern. Hätten unsere führenden Köpfe doch Mumm und Weisheit genug, den ein oder anderen großen Wurf zu wagen. Doch das ist nicht leicht – im Grunde macht Kanzlerin Merkel in Anbetracht der Umstände und Blödigkeiten allenthalben sogar einen guten Job.

Nachtrag 22.08.2021 – wie naiv man doch war – der „große Wurf“ entpuppt sich als phantasielose Tyrannei.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Kleist gehört zur „Pluto in Steinbock“-Generation, wie jetzt eben auch. Merkur/Sonne drittes Haus zeigt wieder, was Hans Wollschläger gern zum Mantra erhob: „Leute, die schreiben, sind Menschen, denen das Schreiben schwerfällt“. Kleists Problem ist Chiron Haus 9 – Veröffentlichung ist nicht leicht und Mars, der Hausherrscher, steht nicht öffentlich, sondern versteckt in Haus 4, sein Dispositor Jupiter in Haus 12. Auf lange Sicht aber nützt es dem Vaterland (Haus 4) und der Welt (Haus 12).

„An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit. – Dieser außerordentliche Mann würde, bis in sein dreißigstes Jahr für das Muster eines guten Staatsbürgers haben gelten können. Er besaß in einem Dorfe, das noch von ihm den Namen führt, einen Meierhof, auf welchem er sich durch sein Gewerbe ruhig ernährte; die Kinder, die ihm sein Weib schenkte, erzog er, in der Furcht Gottes, zur Arbeitsamkeit und Treue; nicht einer war unter seinen Nachbarn, der sich nicht seiner Wohltätigkeit, oder seiner Gerechtigkeit erfreut hätte; kurz, die Welt würde sein Andenken haben segnen müssen, wenn er in einer Tugend nicht ausgeschweift hätte. Das Rechtgefühl aber machte ihn zum Räuber und Mörder.

Er ritt einst, mit einer Koppel junger Pferde, wohlgenährt alle und glänzend, ins Ausland, und überschlug eben, wie er den Gewinst, den er auf den Märkten damit zu machen hoffte, anlegen wolle: teils, nach Art guter Wirte, auf neuen Gewinst, teils aber auch auf den Genuß der Gegenwart: als er an die Elbe kam, und bei einer stattlichen Ritterburg, auf sächsischem Gebiete, einen Schlagbaum traf, den er sonst auf diesem Wege nicht gefunden hatte. Er hielt, in einem Augenblick, da eben der Regen heftig stürmte, mit den Pferden still, und rief den Schlagwärter, der auch bald darauf, mit einem grämlichen Gesicht, aus dem Fenster sah. Der Roßhändler sagte, daß er ihm öffnen solle. Was gibts hier Neues? fragte er, da der Zöllner, nach einer geraumen Zeit, aus dem Hause trat. Landesherrliches Privilegium, antwortete dieser, indem er aufschloß: dem Junker Wenzel von Tronka verliehen. – So, sagte Kohlhaas. Wenzel heißt der Junker? und sah sich das Schloß an, das mit glänzenden Zinnen über das Feld blickte. Ist der alte Herr tot? – Am Schlagfluß gestorben, erwiderte der Zöllner, indem er den Baum in die Höhe ließ. – Hm! Schade! versetzte Kohlhaas. Ein würdiger alter Herr, der seine Freude am Verkehr der Menschen hatte, Handel und Wandel, wo er nur vermochte, forthalf, und einen Steindamm einst bauen ließ, weil mir eine Stute, draußen, wo der Weg ins Dorf geht, das Bein gebrochen. Nun! Was bin ich schuldig? – fragte er; und holte die Groschen, die der Zollwärter verlangte, mühselig unter dem im Winde flatternden Mantel hervor. »Ja, Alter«, setzte er noch hinzu, da dieser: hurtig! hurtig! murmelte, und über die Witterung fluchte: »wenn der Baum im Walde stehen geblieben wäre, wärs besser gewesen, für mich und Euch«; und damit gab er ihm das Geld und wollte reiten. Er war aber noch kaum unter den Schlagbaum gekommen, als eine neue Stimme schon: halt dort, der Roßkamm! hinter ihm vom Turm erscholl, und er den Burgvogt ein Fenster zuwerfen und zu ihm herabeilen sah. Nun, was gibts Neues? fragte Kohlhaas bei sich selbst, und hielt mit den Pferden an. Der Burgvogt, indem er sich noch eine Weste über seinen weitläufigen Leib zuknüpfte, kam, und fragte, schief gegen die Witterung gestellt, nach dem Paßschein. – Kohlhaas fragte: der Paßschein? Er sagte ein wenig betreten, daß er, soviel er wisse, keinen habe; daß man ihm aber nur beschreiben möchte, was dies für ein Ding des Herrn sei: so werde er vielleicht zufälligerweise damit versehen sein. Der Schloßvogt, indem er ihn von der Seite ansah, versetzte, daß ohne einen landesherrlichen Erlaubnisschein, kein Roßkamm mit Pferden über die Grenze gelassen würde. Der Roßkamm versicherte, daß er siebzehn Mal in seinem Leben, ohne einen solchen Schein, über die Grenze gezogen sei; daß er alle landesherrlichen Verfügungen, die sein Gewerbe angingen, genau kennte; daß dies wohl nur ein Irrtum sein würde, wegen dessen er sich zu bedenken bitte, und daß man ihn, da seine Tagereise lang sei, nicht länger unnützer Weise hier aufhalten möge. Doch der Vogt erwiderte, daß er das achtzehnte Mal nicht durchschlüpfen würde, daß die Verordnung deshalb erst neuerlich erschienen wäre, und daß er entweder den Paßschein noch hier lösen, oder zurückkehren müsse, wo er hergekommen sei. Der Roßhändler, den diese ungesetzlichen Erpressungen zu erbittern anfingen, stieg, nach einer kurzen Besinnung, vom Pferde, gab es einem Knecht, und sagte, daß er den Junker von Tronka selbst darüber sprechen würde. Er ging auch auf die Burg; der Vogt folgte ihm, indem er von filzigen Geldraffern und nützlichen Aderlässen derselben murmelte; und beide traten, mit ihren Blicken einander messend, in den Saal. Es traf sich, daß der Junker eben, mit einigen muntern Freunden, beim Becher saß, und, um eines Schwanks willen, ein unendliches Gelächter unter ihnen erscholl, als Kohlhaas, um seine Beschwerde anzubringen, sich ihm näherte. Der Junker fragte, was er wolle; die Ritter, als sie den fremden Mann erblickten, wurden still; doch kaum hatte dieser sein Gesuch, die Pferde betreffend, angefangen, als der ganze Troß schon: Pferde? Wo sind sie? ausrief, und an die Fenster eilte, um sie zu betrachten. Sie flogen, da sie die glänzende Koppel sahen, auf den Vorschlag des Junkers, in den Hof hinab; der Regen hatte aufgehört; Schloßvogt und Verwalter und Knechte versammelten sich um sie, und alle musterten die Tiere. Der eine lobte den Schweißfuchs mit der Blesse, dem andern gefiel der Kastanienbraune, der dritte streichelte den Schecken mit schwarzgelben Flecken; und alle meinten, daß die Pferde wie Hirsche wären, und im Lande keine bessern gezogen würden. Kohlhaas erwiderte munter, daß die Pferde nicht besser wären, als die Ritter, die sie reiten sollten; und forderte sie auf, zu kaufen. Der Junker, den der mächtige Schweißhengst sehr reizte, befragte ihn auch um den Preis; der Verwalter lag ihm an, ein Paar Rappen zu kaufen, die er, wegen Pferdemangels, in der Wirtschaft gebrauchen zu können glaubte; doch als der Roßkamm sich erklärt hatte, fanden die Ritter ihn zu teuer, und der Junker sagte, daß er nach der Tafelrunde reiten und sich den König Arthur aufsuchen müsse, wenn er die Pferde so anschlage. Kohlhaas, der den Schloßvogt und den Verwalter, indem sie sprechende Blicke auf die Rappen warfen, mit einander flüstern sah, ließ es, aus einer dunkeln Vorahndung, an nichts fehlen, die Pferde an sie los zu werden. Er sagte zum Junker: »Herr, die Rappen habe ich vor sechs Monaten für 25 Goldgülden gekauft; gebt mir 30, so sollt Ihr sie haben.« Zwei Ritter, die neben dem Junker standen, äußerten nicht undeutlich, daß die Pferde wohl so viel wert wären; doch der Junker meinte, daß er für den Schweißfuchs wohl, aber nicht eben für die Rappen, Geld ausgeben möchte, und machte Anstalten, aufzubrechen; worauf Kohlhaas sagte, er würde vielleicht das nächste Mal, wenn er wieder mit seinen Gaulen durchzöge, einen Handel mit ihm machen; sich dem Junker empfahl, und die Zügel seines Pferdes ergriff, um abzureisen. In diesem Augenblick trat der Schloßvogt aus dem Haufen vor, und sagte, er höre, daß er ohne einen Paßschein nicht reisen dürfe. Kohlhaas wandte sich und fragte den Junker, ob es denn mit diesem Umstand, der sein ganzes Gewerbe zerstöre, in der Tat seine Richtigkeit habe? Der Junker antwortete, mit einem verlegnen Gesicht, indem er abging: ja, Kohlhaas, den Paß mußt du lösen. Sprich mit dem Schloßvogt, und zieh deiner Wege. Kohlhaas versicherte ihn, daß es gar nicht seine Absicht sei, die Verordnungen, die wegen Ausführung der Pferde bestehen möchten, zu umgehen; versprach, bei seinem Durchzug durch Dresden, den Paß in der Geheimschreiberei zu lösen, und bat, ihn nur diesmal, da er von dieser Forderung durchaus nichts gewußt, ziehen zu lassen. Nun! sprach der Junker, da eben das Wetter wieder zu stürmen anfing, und seine dürren Glieder durchsauste: laßt den Schlucker laufen. Kommt! sagte er zu den Rittern, kehrte sich um, und wollte nach dem Schlosse gehen. Der Schloßvogt sagte, zum Junker gewandt, daß er wenigstens ein Pfand, zur Sicherheit, daß er den Schein lösen würde, zurücklassen müsse. Der Junker blieb wieder unter dem Schloßtor stehen. Kohlhaas fragte, welchen Wert er denn, an Geld oder an Sachen, zum Pfande, wegen der Rappen, zurücklassen solle? Der Verwalter meinte, in den Bart murmelnd, er könne ja die Rappen selbst zurücklassen. Allerdings, sagte der Schloßvogt, das ist das Zweckmäßigste; ist der Paß gelöst, so kann er sie zu jeder Zeit wieder abholen. Kohlhaas, über eine so unverschämte Forderung betreten, sagte dem Junker, der sich die Wamsschöße frierend vor den Leib hielt, daß er die Rappen ja verkaufen wolle; doch dieser, da in demselben Augenblick ein Windstoß eine ganze Last von Regen und Hagel durchs Tor jagte, rief, um der Sache ein Ende zu machen: wenn er die Pferde nicht loslassen will, so schmeißt ihn wieder über den Schlagbaum zurück; und ging ab. Der Roßkamm, der wohl sah, daß er hier der Gewalttätigkeit weichen mußte, entschloß sich, die Forderung, weil doch nichts anders übrig blieb, zu erfüllen; spannte die Rappen aus, und führte sie in einen Stall, den ihm der Schloßvogt anwies. Er ließ einen Knecht bei ihnen zurück, versah ihn mit Geld, ermahnte ihn, die Pferde, bis zu seiner Zurückkunft, wohl in acht zu nehmen, und setzte seine Reise, mit dem Rest der Koppel, halb und halb ungewiß, ob nicht doch wohl, wegen aufkeimender Pferdezucht, ein solches Gebot, im Sächsischen, erschienen sein könne nach Leipzig, wo er auf die Messe wollte, fort.

In Dresden, wo er, in einer der Vorstädte der Stadt, ein Haus mit einigen Ställen besaß, weil er von hier aus seinen Handel auf den kleineren Märkten des Landes zu bestreiten pflegte, begab er sich, gleich nach seiner Ankunft, auf die Geheimschreiberei, wo er von den Räten, deren er einige kannte, erfuhr, was ihm allerdings sein erster Glaube schon gesagt hatte, daß die Geschichte von dem Paßschein ein Märchen sei. Kohlhaas, dem die mißvergnügten Räte, auf sein Ansuchen, einen schriftlichen Schein über den Ungrund derselben gaben, lächelte über den Witz des dürren Junkers, obschon er noch nicht recht einsah, was er damit bezwecken mochte; und die Koppel der Pferde, die er bei sich führte, einige Wochen darauf, zu seiner Zufriedenheit, verkauft, kehrte er, ohne irgend weiter ein bitteres Gefühl, als das der allgemeinen Not der Welt, zur Tronkenburg zurück. Der Schloßvogt, dem er den Schein zeigte, ließ sich nicht weiter darüber aus, und sagte, auf die Frage des Roßkamms, ob er die Pferde jetzt wieder bekommen könne: er möchte nur hinunter gehen und sie holen. Kohlhaas hatte aber schon, da er über den Hof ging, den unangenehmen Auftritt, zu erfahren, daß sein Knecht, ungebührlichen Betragens halber, wie es hieß, wenige Tage nach dessen Zurücklassung in der Tronkenburg, zerprügelt und weggejagt worden sei. Er fragte den Jungen, der ihm diese Nachricht gab, was denn derselbe getan? und wer während dessen die Pferde besorgt hätte? worauf dieser aber erwiderte, er wisse es nicht, und darauf dem Roßkamm, dem das Herz schon von Ahnungen schwoll, den Stall, in welchem sie standen, öffnete. Wie groß war aber sein Erstaunen, als er, statt seiner zwei glatten und wohlgenährten Rappen, ein Paar dürre, abgehärmte Mähren erblickte; Knochen, denen man, wie Riegeln, hätte Sachen aufhängen können; Mähnen und Haare, ohne Wartung und Pflege, zusammengeknetet: das wahre Bild des Elends im Tierreiche! Kohlhaas, den die Pferde, mit einer schwachen Bewegung, anwieherten, war auf das äußerste entrüstet, und fragte, was seinen Gaulen widerfahren wäre? Der Junge, der bei ihm stand, antwortete, daß ihnen weiter kein Unglück zugestoßen wäre, daß sie auch das gehörige Futter bekommen hätten, daß sie aber, da gerade Ernte gewesen sei, wegen Mangels an Zugvieh, ein wenig auf den Feldern gebraucht worden wären. Kohlhaas fluchte über diese schändliche und abgekartete Gewalttätigkeit, verbiß jedoch, im Gefühl seiner Ohnmacht, seinen Ingrimm, und machte schon, da doch nichts anders übrig blieb, Anstalten, das Raubnest mit den Pferden nur wieder zu verlassen, als der Schloßvogt, von dem Wortwechsel herbeigerufen, erschien, und fragte, was es hier gäbe? Was es gibt? antwortete Kohlhaas. Wer hat dem Junker von Tronka und dessen Leuten die Erlaubnis gegeben, sich meiner bei ihm zurückgelassenen Rappen zur Feldarbeit zu bedienen? Er setzte hinzu, ob das wohl menschlich wäre? versuchte, die erschöpften Gaule durch einen Gertenstreich zu erregen, und zeigte ihm, daß sie sich nicht rührten. Der Schloßvogt, nachdem er ihn eine Weile trotzig angesehen hatte, versetzte: seht den Grobian! Ob der Flegel nicht Gott danken sollte, daß die Mähren überhaupt noch leben? Er fragte, wer sie, da der Knecht weggelaufen, hätte pflegen sollen? Ob es nicht billig gewesen wäre, daß die Pferde das Futter, das man ihnen gereicht habe, auf den Feldern abverdient hätten? Er schloß, daß er hier keine Flausen machen möchte, oder daß er die Hunde rufen, und sich durch sie Ruhe im Hofe zu verschaffen wissen würde. – Dem Roßhändler schlug das Herz gegen den Wams. Es drängte ihn, den nichtswürdigen Dickwanst in den Kot zu werfen, und den Fuß auf sein kupfernes Antlitz zu setzen. Doch sein Rechtgefühl, das einer Goldwaage glich, wankte noch; er war, vor der Schranke seiner eigenen Brust, noch nicht gewiß, ob eine Schuld seinen Gegner drücke; und während er, die Schimpfreden niederschluckend, zu den Pferden trat, und ihnen, in stiller Erwägung der Umstände, die Mähnen zurecht legte, fragte er mit gesenkter Stimme: um welchen Versehens halber der Knecht denn aus der Burg entfernt worden sei? Der Schloßvogt erwiderte: weil der Schlingel trotzig im Hofe gewesen ist! Weil er sich gegen einen notwendigen Stallwechsel gesträubt, und verlangt hat, daß die Pferde zweier Jungherren, die auf die Tronkenburg kamen, um seiner Mähren willen, auf der freien Straße übernachten sollten! – Kohlhaas hätte den Wert der Pferde darum gegeben, wenn er den Knecht zur Hand gehabt, und dessen Aussage mit der Aussage dieses dickmäuligen Burgvogts hätte vergleichen können. Er stand noch, und streifte den Rappen die Zoddeln aus, und sann, was in seiner Lage zu tun sei, als sich die Szene plötzlich änderte, und der Junker Wenzel von Tronka, mit einem Schwarm von Rittern, Knechten und Hunden, von der Hasenhetze kommend, in den Schloßplatz sprengte. Der Schloßvogt, als er fragte, was vorgefallen sei, nahm sogleich das Wort, und während die Hunde, beim Anblick des Fremden, von der einen Seite, ein Mordgeheul gegen ihn anstimmten, und die Ritter ihnen, von der andern, zu schweigen geboten, zeigte er ihm, unter der gehässigsten Entstellung der Sache, an, was dieser Roßkamm, weil seine Rappen ein wenig gebraucht worden wären, für eine Rebellion verführe. Er sagte, mit Hohngelächter, daß er sich weigere, die Pferde als die seinigen anzuerkennen. Kohlhaas rief: »das sind nicht meine Pferde, gestrenger Herr! Das sind die Pferde nicht, die dreißig Goldgülden wert waren! Ich will meine wohlgenährten und gesunden Pferde wieder haben!« – Der Junker, indem ihm eine flüchtige Blässe ins Gesicht trat, stieg vom Pferde, und sagte: wenn der H… A… die Pferde nicht wiedernehmen will, so mag er es bleiben lassen. Komm, Günther! rief er – Hans! Kommt! indem er sich den Staub mit der Hand von den Beinkleidern schüttelte; und: schafft Wein! rief er noch, da er mit den Rittern unter der Tür war; und ging ins Haus. Kohlhaas sagte, daß er eher den Abdecker rufen, und die Pferde auf den Schindanger schmeißen lassen, als sie so, wie sie wären, in seinen Stall zu Kohlhaasenbrück führen wolle. Er ließ die Gaule, ohne sich um sie zu bekümmern, auf dem Platz stehen, schwang sich, indem er versicherte, daß er sich Recht zu verschaffen wissen würde, auf seinen Braunen, und ritt davon.“

Ereignis, Personen

Papandreou – Γιώργος Ανδρέα Παπανδρέου – Europas Souverän

Liebe Leserinnen und Leser,

holla, da wagt jemand aus der Wiege der Demokratie eine demokratische Abstimmung! Das kommt aber gar nicht gut an im demokratisch schlecht legitimierten Europa, wo man sich doch eben noch umarmt hatte wegen des gelungenen Rettungsgipfels. Papandreou selbst – übrigens Vorsitzender der sozialistischen Internationale – nennt es „einen patriotischen Akt“. Hellas ist eben keine gefestigte Demokratie und vor dem griechischen Parlament nehmen sich die Ausschreitungen anders aus, als wenn in unseren Medien der Demo-begleitende Straßenhund für Unterhaltung sorgt.

„Souverän ist, wer den Ausnahmezustand bestimmt“, sagt Georges Bataille (10.09.1897), und in diesem Sinn ist jetzt Papandreou III, wenn wir seine Familiendynastie betrachten, mit seinem Skorpion-Mars, der nun zugestochen hat, Europas Souverän. Betrachtet man die Familiengeschichte politisch, dann ist ein starker Unabhängigkeitsdrang gegenüber den USA zu bemerken, die der Vater, Andreas Papandreou beschuldigte, per CIA am Militärputsch von 1967 beteiligt gewesen zu sein (kann man sich eigentlich etwas anderes vorstellen?).

Mein Tip: die Vorgaben aus den USA lauten: keine unbegrenzte Liquidität für die EZB, doch Papandreou fordert indirekt genau das, und hat – so meine ich – Recht. Anders sonst müßten wir das Zins-System schleifen, und das ist unrealistsich einstweilen. Sehr klug, sogleich die Vertrauensfrage in den Raum zu stellen. Nun hat Papandreou Europa politisch herausgefordert. Endlich ein Staatsmann von Format. Klasse!

Griechenland: Bestürzung in Europa über Plan für ein Referendum | Politik | ZEIT ONLINE

Folge der Krise: Griechenlands Elite flieht aufs Land – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – UniSPIEGEL

Ich habe hier unten die Horoskope von Sohn, Vater und Großvater eingestellt, und will einmal kurz die Synchronizitäten benennen:

Einmal sehen wir beim Regierungschef von heute Saturn und Neptun im gleichen Zeichen (Auflösung von Strukturen); beim Vater (mittleres Bild) auch. Wir sehen den Widder-Mond (ist auch im Gesicht schön als Widder-Stirn bei G.A. Papandreou zu erkennen) beim Sohn und beim Vater auch. Und beide haben Uranus und Merkur in einem Zeichen in Sonnennähe.

Der heutige Regierungschef ist mit Uranus im Krebs der Befreier (Uranus) des Vaterlandes (Krebs). Wegen des Referendums würde ich mich nicht sorgen, wenn Jupiter auf seinen Transit kommt – Papandreou hat ihn im Stier – bekommt er, was er will.

Georgios Andrea Papandreou 16.06.1952

Andreas Papandreou 05.02.1919 = Vater

Vater Papandreou (oben) und Gr0ßvater (unten) sind durch den gemeinsamen Saturn im Löwen und die Tatsache, daß beider Sonne im Gegenzeichen Wassermann steht, schon ähnlich genug. Beide Jupiter sehr stark – Zum Enkel die Umkehrung der Mondknotenachse Löwe/Wassermann = Herrschaft und Gesellschaft und Mars wenige Grad entfernt.

Georgios Papandreou 13.02.1888 = Großvater

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: man beachte den Uranus weiterhin über Hellas Haus 10 – da tut der Regierungschef gut, das Volk zur Wahl aufzurufen! Mondknoten über dem Schütze-Mond gewesen. Das Volk hat sich verändert …

Hellas innen: 25.03.1821 12:00 Athen, außen 01.11.2011 14:38 NBG